Hurra, Wochenende – und damit mehr Zeit zum Hören und Sehen! In unserer Wochenendausgabe präsentieren wir Euch eine Auswahl empfehlenswerter Filme und Podcasts mit Medienbezug. Viel Spaß bei Erkenntnisgewinn und Unterhaltung!
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1. Ist das NSDAP-Recherchetool des “Spiegel” wirklich verlässlich?
(uebermedien.de, Holger Klein, Audio: 17:42 Minuten)
Holger Klein unterhält sich mit Eva-Maria Schnurr, Leiterin des “Spiegel”-Geschichtsressorts, über das breit beworbene, durchaus auch mit Fehlern behaftete NSDAP-Recherchetool (nur mit Abo nutzbar): “Warum hat sich die Redaktion trotzdem für die Veröffentlichung einer unfertigen Datenbank entschieden? Warum steht das Tool, das auf öffentlichen Daten basiert, hinter der Paywall? Und geht die Relevanz der NSDAP-Datenbank über die der eigenen Familiengeschichte hinaus?”
2. Macht, Medien, Midterms
(youtube.com, Gregor Peter Schmitz, Video: 53:51 Minuten)
“Ein gespaltenes Land, ein aufgeheizter Wahlkampf: Wie wird über die USA vor den Midterms berichtet – den Zwischenwahlen, die für den Präsidenten entscheidend sind?” Darüber unterhält sich “Stern”-Chefredakteur Gregor Peter Schmitz mit der deutsch-amerikanischen Politologin Cathryn Clüver Ashbrook und den “Stern”-Korrespondenten Jan Christoph Wiechmann und Leonie Scheuble.
3. Jung, blond, rechts … & KI-generiert
(youtube.com, Katharina Nocun, Video: 34:41 Minuten)
Katharina Nocun zeigt in ihrem re:publica-Vortrag, wie KI-generierter Content das politische Vorfeld der extremen Rechten verändert. Sie beschreibt eine Flut aus KI-Videos, Fake-Influencerinnen, erfundenen Talkshows, manipulierten Straßenumfragen, Meme-Ästhetiken und KI-Bildern. Nocuns Kernthese: Social Media werde durch Künstliche Intelligenz immer stärker zu einem Raum, in dem Fakt und Fiktion verschwimmen, und davon profitiere vor allem die rechtsextreme Szene.
4. Lob der Presseschau
(youtube.com, Dax Werner & Moritz Hürtgen, Audio: 31:32 Minuten)
Im “Bohnigen Wachmacher” sprechen Dax Werner und Moritz Hürtgen satirisch über die geplante Programmreform beim Deutschlandfunk (DLF). Sie zeigen Verständnis für Veränderung, fürchten aber, dass durch größere Programmstrecken und neue Formate wie eine Drive Time geliebte Nischenformate an Eigenständigkeit verlieren könnten. Besonders verteidigen sie die DLF-Presseschau als langsames, eigenwilliges und gerade deshalb wertvolles Format. Die Sorge der beiden: Der besondere Deutschlandfunk-Sound könnte durch Reformen glatter und beliebiger werden.
5. Zur Lage des Journalismus – Im Gespräch mit Heribert Prantl
(youtube.com, Alexander Warzilek, 1:00:20 Stunden)
In dem Gespräch mit Heribert Prantl geht es um die Zukunft des Journalismus und des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Prantl verteidigt ein starkes öffentlich-rechtliches System und spricht sich gegen eine Budgetfinanzierung aus. Öffentlich-rechtliche Medien sollten aus seiner Sicht nicht ausgehungert, sondern journalistisch gestärkt werden. Zugleich warnt Prantl davor, junge Zielgruppen mit zu stark vereinfachten Formaten zu unterschätzen. Öffentlich-rechtlicher Journalismus müsse zugänglich sein, dürfe aber nicht banal werden.
6. Russland ohne Internet
(yotube.com, Masha Borzunova, Video: 20:01 Minuten)
Die russische Exiljournalistin Masha Borzunova beschreibt in ihrem Arte-Beitrag, wie Russland seine digitale Abschottung weiter verschärfe. Neben blockierten oder gedrosselten Plattformen wie Instagram, YouTube, Twitter/X, WhatsApp und Telegram komme es inzwischen in vielen Städten zu Internetabschaltungen. Offiziell geschehe dies aus Sicherheitsgründen gegen Drohnenangriffe. Aber selbst regierungsnahe Blogger und Propagandisten würden an diesen Erklärungen zweifeln und einen Kurs Richtung “souveränes” russisches Internet fürchten.



