KW 14/22: Hör- und Gucktipps zum Wochenende

Hurra, endlich Wochenende – und damit mehr Zeit zum Hören und Sehen! In unserer Samstagsausgabe präsentieren wir Euch eine Auswahl empfehlenswerter Filme und Podcasts mit Medienbezug. Viel Spaß bei Erkenntnisgewinn und Unterhaltung!

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1. quoted. der medienpodcast
(sueddeutsche.de, Nadia Zaboura & Nils Minkmar, Audio: 32:57 Minuten)
“quoted. der medienpodcast” ist ein Gemeinschaftsprojekt der Stiftung CIVIS und der “Süddeutschen Zeitung”. In der ersten Folge sprechen die Kommunikationswissenschaftlerin Nadia Zaboura und “SZ”-Autor Nils Minkmar über die mediale Berichterstattung über den Ukraine-Krieg – auch im Vergleich zu vorherigen geopolitischen Konflikten.

2. Wie sollen Medien mit Kriegsbildern umgehen?
(deutschlandfunk.de, Pia Behme, Audio: 41:25 Minuten)
Wie sollen Redaktionen mit den grausamen Kriegsbildern aus der Ukraine umgehen? Darüber diskutieren ein Deutschlandfunk-Hörer, die Medienwissenschaftlerin Petra Grimm, Kendra Stenzel vom “Kölner Stadt-Anzeiger” und Pia Behme aus der DLF-Medienredaktion.

3. Katapult Ukraine: Bis an die Schmerzgrenze
(ndr.de, Inga Mathwig, Video: 20:26 Minuten)
Das “Katapult Magazin” aus Mecklenburg-Vorpommern hat mehrere ukrainische Medienschaffende eingestellt und eine Ukraine-Redaktion gegründet. Das verlangt der Belegschaft einiges ab, sowohl Mehrarbeit als auch Gehaltsverzicht. “Zapp” ist nach Greifswald gefahren und hat dort mit “Katapult”-Chef Benjamin Fredrich sowie einigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auch über die neu entstandenen Konflikte hinter den Kulissen gesprochen.

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4. “Meduza” – regierungskritische Medienstimme im Exil
(deutschlandfunkkultur.de, Jenny Genzmer & Dennis Kogel, Audio: 18:11 Minuten)
In Russland gibt es de facto keine Pressefreiheit mehr. Viele Medienhäuser mussten den Betrieb einstellen, anderen wurde die Arbeit verboten. Die Redaktion von “Meduza” ist ins lettische Riga abgewandert und berichtet von dort über die russische Politik. Möglich wird dies auch durch die Unterstützung der deutschen Plattform “Krautreporter”.

5. Dr. Astrid Plenk: Programmgeschäftsführerin KiKA
(wiesoweshalbwarum.podigee.io, Thomas Hartmann, Audio: 52:02 Minuten)
Astrid Plenk ist Programmgeschäftsführerin des KiKA von ARD und ZDF. Anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Senders hat Thomas Hartman mit ihr über die Herausforderungen bei der Arbeit für den Kinderkanal gesprochen: Wie entstehen die Inhalte für eine überaus vielfältige Zielgruppe, und welchen Einfluss haben die Kinder selbst darauf? Wie verändern die neuen Medien die Angebote? Und fühlt man sich als Programmverantwortliche eher der Innovation oder der Tradition verpflichtet?

6. Sollte man Karl Lauterbach mal Twitter wegnehmen?
(uebermedien.de, Holger Klein, Audio: 12:54 Minuten)
Wie kaum einen anderen Politiker zieht es Gesundheitsminister Karl Lauterbach in die Öffentlichkeit. Er sitzt in Talkshows, gibt Interviews und twittert. Das Kommunikationsverhalten des SPD-Politikers ist nicht unumstritten. Zuletzt revidierte er eine politische Entscheidung bei “Markus Lanz” und schob den dazu gehörenden Twitter-Post nachts um 2:37 Uhr hinterher. Holger Klein hat sich mit dem Kommunikationsberater Hendrik Wieduwilt über Lauterbachs Medienarbeit unterhalten.

Whistleblower, Papiersorgen, Digitaler Stimmenfang in Frankreich

1. Schutz noch unzureichend
(djv.de, Hendrik Zörner)
Der Deutsche Journalisten-Verband ist unzufrieden mit den geplanten Regeln zum Whistleblowerschutz und spricht von einer “Medienverhinderungsvorschrift”. Der Gesetzgeber müsse nachbessern und den Spielraum, den die EU-Richtlinie lasse, in vollem Umfang zum Schutz von Whistleblowerinnen und Whistleblowern ausnutzen.
Weitere Informationen zu der aktuellen Diskussion gibt es bei netzpolitik.org und beim “Whistleblower-Netzwerk”.

2. “Existenzielle Gefahr für viele Zeitschriftentitel”
(medienpolitik.net, Helmut Hartung)
Die Zeitschriftenverleger in Deutschland haben sowieso schon mit dem digitalen Wandel zu kämpfen und jetzt kommen noch steigende Papier- und Energiekosten hinzu. Der Geschäftsführer des Medienverbands der freien Presse sorgt sich um seine Branche: “Im Zuge der aktuellen Papierpreisexplosion – wir sprechen von bis zu 150 Prozent – besteht das Risiko noch kurzfristigerer Einschnitte in die Zeitschriftenvielfalt.”

3. 20 Uhr-tagesschau mit Untertiteln auf Ukrainisch und Russisch
(blog.tagesschau.de, Juliane Leopold)
Seit gestern gibt es die 20-Uhr-Ausgabe der “Tagesschau” mit ukrainischen und russischen Untertiteln auf tagesschau.de, in der ARD-Mediathek sowie bei Youtube. Eine Übersicht der Angebote der ARD auf Ukrainisch und Russisch gibt es hier.

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4. Wie europäische Medien über die Olympischen Winterspiele 2022 berichtet haben
(de.ejo-online.eu)
Das “EJO”-Netzwerk hat untersucht, wie Medien in Deutschland, Großbritannien, Lettland, Polen, Tschechien und der Schweiz über die Olympischen Winterspiele 2022 berichtet haben. Im Fazit der Analyse werden die wichtigsten Erkenntnisse zu Inhalt und Struktur der Berichterstattung samt Stärken und Schwächen zusammengefasst.

5. Erdbeermilch und Astroturfing: Der digitale Stimmenfang in Frankreich
(uebermedien.de, Léonardo Kahn)
Am Wochenende steht in Frankreich die Präsidentschaftswahl an. Léonardo Kahn hat sich angeschaut, wie die Parteien und deren Spitzenvertreter in den Sozialen Medien agieren, welche Kommunikationsstrategie sie verfolgen und mit welchen Tricks sie arbeiten.

6. Trumps soziales Netzwerk hat Probleme
(faz.net, Fridtjof Küchenmann)
Als Twitter den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump von der Plattform verwies, war dies ein schwerer Schlag für Trump. Immerhin hatte er mehr als 80 Millionen Follower, die er täglich mit seinen Botschaften versorgte. Nach seinem Ausschluss kündigte Trump die Entwicklung eines eigenen Netzwerks an. “Truth Social” ist mittlerweile in Betrieb, hat nach einem holprigen Start jedoch weiterhin Probleme.

Kriegsberichterstattung, Knappes Druckpapier, “BetweenTheLines”

1. “Das Opfer wird ins Rampenlicht gezerrt”
(sueddeutsche.de, Lars Langenau)
Wie sollen Medien vom Krieg berichten? Welche Bilder können und dürfen sie dem Publikum zumuten? Über diese Fragen hat sich die “Süddeutsche” mit Claudia Paganini unterhalten, Professorin für Medienethik an der Hochschule für Philosophie in München. Dazu passender Hörtipp: Wer es ausführlicher mag, dem sei der “SZ”-Podcast “Auf den Punkt” empfohlen, in dem Paganini zu Gast war: Wie die Brutalität des Krieges zeigen? (süddeutsche.de, Lars Langenau, Audio: 12:09 Minuten)

2. “Jeden Tag neuer Horror”
(deutschlandfunk.de, Annika Schneider & Antje Allroggen, Audio: 9:45 Minuten)
“Die Bilder aus Butscha, auch andere Fotos und Videos aus der Ukraine, sind für viele kaum zu ertragen. Wie muss es dann sein, diese Fotos zu machen, selbst durch die Kameralinse auf Tote zu schauen, in Live-Schalten aus zerbombten Siedlungen zu berichten?” Darüber hat sich der Deutschlandfunk mit Friederike Engst unterhalten, die sich als Psychologin auf die Traumabewältigung bei Journalistinnen und Journalisten spezialisiert hat.

3. “Tagesspiegel” streikt
(taz.de, Ruth Lang Fuentes)
Rund 120 “Tagesspiegel”-Beschäftigte haben gestern gestreikt und die Straße vor dem Redaktionsgebäude blockiert, um eine Kundgebung abzuhalten. Grund für ihren Unmut: Nach Branchentarif solle nur gezahlt werden, falls der Verlag schwarze Zahlen schreibt. Dies sei in den vergangenen zwanzig Jahren jedoch nur einmal vorgekommen.

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4. Damit Journalisten den Kopf frei haben
(verdi.de, Clemens Melzer)
Das zivilgesellschaftliche Hilfsprojekt “BetweenTheLines” bietet Medienschaffenden Begleitschutz bei Versammlungen in Sachsen an. Im Interview erklärt Klemens Köhler wie es zu der Initiative kam: “Was den Ausschlag für unsere Gründung gegeben hat, war die Verstetigung von Angriffen durch ‘normale’ Versammlungsteilnehmer*innen. Immer wieder wurden die gleichen Journalist*innen insbesondere am Rande von Querdenken-Veranstaltungen angegriffen, hauptsächlich in Dresden. Da haben wir gesagt: Wir müssen was machen.”

5. Fünf Dinge, die ich gerne früher verstanden hätte
(journalist.de, Hakan Tanriverdi)
Deutsche Journalistenschule, New-York-Korrespondent für die “Süddeutsche Zeitung”, aktuell Reporter für Cyber- und IT-Sicherheit beim BR – Hakan Tanriverdi hat und hatte spannende Posten in seiner bisherigen Journalisten-Karriere. Daher lohnt es, sich Tanriverdis “fünf Tipps für den Nachwuchs” anzuschauen: “Ich habe mir dann überlegt, welche fünf Punkte ich gerne früher verstanden hätte. Nicht allgemeingültig, sondern meine Perspektive auf den Job als Journalist:in. Etwas, das mir auch heute noch hilft, mich zurechtzufinden.”

6. Bücher knapper, Lücken in Buchhandlungen größer
(mdr.de, Linda Süß & Andrea Besser-Seuß)
“Es gibt in Europa kaum noch hochwertiges Druckpapier zu kaufen. Verlage verschieben manche Veröffentlichungen bereits um Monate, einige Bücher erscheinen gar nicht. Verlage und ihre Druckereien bekommen nur eine Handvoll Titel und die zu einem stattlichen Preis.” Linda Süß und Andrea Besser-Seuß schildern, wie es zu der Papierkrise kam.

Firmengründer Reichelt, Nach den Rechten sehen, “Goldene Blogger”

1. Ex-“Bild”-Chef Reichelt gründet Medienfirma
(spiegel.de, Alexander Kühn & Anton Rainer)
Laut einer Recherche des “Spiegel” hat der geschasste Ex-“Bild”-Chef Julian Reichelt in Berlin ein Medienunternehmen gegründet, er soll mit einigen Mitarbeitern an dem neuen Projekt arbeiten. Alexander Kühn und Anton Rainer sind der Sache nachgegangen und auf eine mögliche Verbindung zu einem umtriebigen Milliardär gestoßen.

2. Wertvolle Recherchehilfe aus dem Weltall
(deutschlandfunk.de, Michael Borgers, Audio: 7:25 Minuten)
In Zusammenhang mit den Gräueltaten und Verbrechen gegen die Zivilbevölkerung in der Ukraine gewinnen Satellitenbilder eine große Bedeutung. Die Firma Maxar Technologies veröffentlichte unlängst hochauflösende Sattelitenaufnahmen des Ortes Butscha. Diese “bestätigen die jüngsten Videos und Fotos in den sozialen Medien, auf denen Leichen zu sehen sind, die seit Wochen auf der Straße liegen”, so ein Sprecher des privaten Unternehmens.

3. Nach den Rechten sehen
(taz.de, Peter Nowak)
Die beiden linken Aufklärungsportale “Blick nach Rechts” und “Endstation Rechts” haben sich zusammengeschlossen – aus Sicht von “taz”-Autor Peter Nowak zu einem Zeitpunkt, der besser nicht hätte sein können. Die Zusammenlegung habe den Verantwortlichen eine Menge Arbeit abverlangt, so einer der Verantwortlichen: “Vor allem aus technischer Sicht war es ein relativ aufwendiger Prozess. Insgesamt mussten über 25.000 Artikel in einer sinnvollen Struktur zusammengelegt werden. Das Portal wurde technisch komplett neu konzipiert.”

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4. Goldene Blogger: Abends im Museum
(indiskretionehrensache.de, Thomas Knüwer)
Anfang der Woche fand in Berlin zum fünfzehnten Mal die Verleihung der “Goldenen Blogger” statt. Mit-Initiator Thomas Knüwer berichtet über seine Eindrücke und Empfindungen und erzählt, wer mit einer der begehrten Trophäen nach Hause gehen konnte.
Transparenzhinweis: Der “6-vor-9”-Kurator war in der Kategorie “Bester Einzelbeitrag” nominiert.

5. 3,8 Millionen Deutsche waren noch nie im Internet
(zeit.de)
Laut Statistischem Bundesamt haben sechs Prozent der Menschen in Deutschland zwischen 16 und 74 Jahren noch nie das Internet genutzt. Das entspreche rund 3,8 Millionen Personen. In der Europäischen Union habe der Durchschnitt bei acht Prozent gelegen. Weltweit haben nach Schätzungen der Vereinten Nationen 37 Prozent der Menschen noch nie das Internet genutzt.

6. Sonderoperation
(journalist.de, Sebastian Pertsch & Udo Stiehl)
Sebastian Pertsch und Udo Stiehl werfen im Rahmen ihres Projekts “Floskelwolke” einen sprach- und medienkritischen Blick auf vielbenutzte Formulierungen. Diesmal geht es um die “Sonderoperation” und weitere verschleiernde Kriegsvokabeln.

Fotos des Grauens, Narrative des Kremls, Medienkompetenz in Schulen

1. Wie umgehen mit Fotos des Grauens?
(deutschlandfunk.de, Annika Schneider)
Deutsche Medien gehen mit den schockierenden Fotos aus dem ukrainischen Butscha recht unterschiedlich um. Der Deutschlandfunk fasst die verschiedenen Abwägungen einiger Redaktionen zusammen. Außerdem kommen externe Experten und Expertinnen wie Petra Grimm, Leiterin des Instituts für Digitale Ethik, zu Wort.
Weiterer Lesehinweis: Der Deutsche Presserat appelliert an die Redaktionen, vor der Veröffentlichung von Kriegsbildern sorgsam zwischen dem Informationsinteresse der Leserschaft und den Interessen von Opfern und deren Angehörigen abzuwägen.

2. Die Narrative des Kremls
(journalist.de, Thomas Urban)
Angesichts des Kriegs in der Ukraine stellen sich für Thomas Urban, mehr als zwei Jahrzehnte Osteuropa-Korrespondent für die “Süddeutsche Zeitung”, einige Fragen: “Was haben die deutschen Medien dazu beigetragen, dass man in Berlin Putins Grenzüberschreitungen so lange hingenommen hat? Warum sind einige Narrative des Kremls, die mit der Annexion der Krim und dem Krieg im Industrierevier Donbass 2014 ihren Ausgang nahmen, bis heute überaus wirksam geblieben?”

3. Morden und Manipulieren für Putin
(spiegel.de, Christian Stöcker)
“Wie kann es sein, dass so viele Russen zu glauben scheinen, was der Kreml über den Krieg zusammenlügt?” In seiner “Spiegel”-Kolumne über die mediale Gleichschaltung in Russland stellt Christian Stöckers fest: “Putin und seine Berufsmörder sind auf die öffentliche Meinung weiterhin angewiesen. Sie haben deshalb schon vor langer Zeit dafür gesorgt, dass sie nahezu vollständig unter ihrer Kontrolle ist.”

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4. Fernsehmesse vor Herausforderungen: Krieg, Corona – Cannes?
(dwdl.de, Alexander Krei)
Seit gestern trifft sich die internationale Fernsehbranche zur Messe MIPTV in Cannes, doch viele Unternehmen haben abgesagt. Der Krieg in der Ukraine sorgt für weitere Unsicherheiten. Alexander Krei hat sich in der Branche umgehört, ob und mit welchen Erwartungen die Medienunternehmen nach Frankreich reisen und wie sie sich positionieren.

5. “Die Partizipation ist eine der wichtigsten Aufgaben der nächsten Jahre”
(medienpolitik.net, Helmut Hartung)
Der Deutschlandfunk gehört nach neuesten Datenerhebungen weiterhin als einziges Informationsprogramm zu den zehn meistgehörten Radioprogrammen in Deutschland. Intendant Stefan Raue gibt sich im Interview bescheiden: “Wenn in komplizierten Zeiten, in denen die Bürgerinnen und Bürger Antworten auf die vielen Fragen erwarten, die Angebote von öffentlich-rechtlichen Informations- und Kulturangeboten nicht intensiv genutzt würden, hätten wir sehr viel falsch gemacht.”

6. Medienkomeptenz in Schulen: Glückssache?
(verdi.de, Susanne Stracke-Neumann)
Vor drei Jahren startete die Initiative “Journalismus macht Schule”, mittlerweile ist daraus ein Verein “zur Förderung von Informations- und Nachrichtenkompetenz” geworden. Nach mehreren Online-Konferenzen gab es nun wieder eine Präsenz-Veranstaltung. Susanne Stracke-Neumann war vor Ort und hat genau zugehört.

Maks Levin, Podcast-Einheitsbrei, Junger Investigativjournalismus

1. Bekannter ukrainischer Fotograf und Dokumentarfilmer getötet
(spiegel.de)
Der seit dem 13. März vermisste ukrainische Fotograf Maks Levin wurde nun in einem Dorf nördlich von Kiew tot aufgefunden. Die Organisation Reporter ohne Grenzen schreibt bei Twitter über die “traurige Gewissheit”: “Er ist der sechste Journalist, der im Krieg in der Ukraine getötet wurde. Levin war unbewaffnet und trug eine Jacke mit der Aufschrift Presse.”

2. Wie sieht junger Investigativjournalismus aus?
(journalist.de, Annkathrin Weis)
Der “journalist” ist für seine ausführlichen Interviews mit Tiefgang bekannt. Aktuell bietet er ein lesenswertes Gespräch mit Isabell Beer, Investigativjournalistin, die sich in ihren Geschichten unter anderem mit Extremismus, Frauenhass, Missbrauch und Drogensucht auseinandersetzt. Beers Ansicht nach sei die jüngere Generation von Journalistinnen und Journalisten ganz anderen Gefahren ausgesetzt als die Generation davor: “Um unsere Arbeit zu promoten, sind viele von uns auf Twitter unterwegs und geben dort ihre Meinung ab, was ja auch durchaus sinnvoll ist. Aber wo man auch aneckt und es dazu führen kann, dass einem Leute nichts Gutes wollen. Früher gab es die Leserbriefe, bei denen man das Porto bezahlen musste. Aber einen Hasskommentar zu schreiben, ist kostenlos und wird noch viel zu selten verfolgt.”

3. Von True-Crime bis Geschichtspodcasts – geht die Experimentierfreude verloren?
(freitag.de, Benjamin Knödler)
Viele Verlage setzen bei ihren Podcast-Produktionen auf Bewährtes, schauen sich an, was bei den unabhängigen Podcastern und Podcasterinnen gut läuft und übernehmen deren Konzepte. Benjamin Knödler sieht in dieser Entwicklung eine Gefahr: “Die, die neue Dinge ausprobieren, die kleinen Formate, gehen im Zweifel irgendwann unter gegen die großen Medienhäuser. Am Ende droht der Einheitsbrei an ‘erprobten Formaten’. Genau deshalb sollten sich auch die großen Medienhäuser eine gewisse Experimentierlust bewahren.”

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4. Hat der Rechts­staat ver­sagt?
(lto.de, Lena Leffer & Stefan Hessel)
Nachdem vor Gericht gegen den Youtuber Rainer Winkler, besser bekannt als “Drachenlord”, ein vergleichsweise mildes Urteil erging, diskutieren Lena Leffer und Stefan Hessel die Frage, ob der Staat im Vorfeld mehr zu Winklers Schutz hätte beitragen müssen: “Im Fall Winkler hätte durch präventive polizeiliche Maßnahmen im digitalen Raum beispielsweise verhindert werden können, dass dieser erst in den sozialen Netzwerken und dann offline zur Zielscheibe wurde. Denkbar wären hier neben der frühzeitigen Identifizierung von Störern und damit verbundenen – gegebenenfalls digitalen – Gefährderansprachen insbesondere die Löschung von Aufrufen zu Hass und Gewalt im Netz im Rahmen der polizeilichen Gefahrenabwehr.”

5. Was ist los beim RBB?
(tagesspiegel.de, Markus Ehrenberg & Kurt Sagatz)
Der RBB hat eh schon mit schlechten Quoten zu kämpfen, doch zu Ostern könnte sich die Situation des öffentlich-rechtlichen Senders noch weiter verschlechtern. Hunderte von freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die Inhalte zu vielen TV-Sendungen und -Magazinen beisteuern, hätten für die Ferienzeit zur Aktion #wirsindnichtda aufgerufen. Markus Ehrenberg und Kurt Sagatz erklären die Hintergründe zur Protestaktion der Freien.

6. Die Folgen der Ohrfeige
(sueddeutsche.de, David Steinitz)
In Reaktion auf die von ihm ausgeteilte Ohrfeige bei der Oscar-Verleihung wurden zwei Filmproduktionen mit Will Smith, zumindest vorerst, gestoppt. Smith selbst trat aus der Oscar-Academy aus. David Steinitz spekuliert über weitere Konsequenzen: “Werden die Filmstudios bald wieder mit ihm arbeiten wollen? Glauben sie trotz (oder vielleicht ja sogar wegen) der Ohrfeige weiterhin an seine Boxoffice-Power? Oder lassen sie ihn zappeln oder gar ganz fallen?”

KW 13/22: Hör- und Gucktipps zum Wochenende

Hurra, endlich Wochenende – und damit mehr Zeit zum Hören und Sehen! In unserer Samstagsausgabe präsentieren wir Euch eine Auswahl empfehlenswerter Filme und Podcasts mit Medienbezug. Viel Spaß bei Erkenntnisgewinn und Unterhaltung!

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1. Uschi Jonas über Faktenchecks in Zeiten des Krieges
(denkangebot.org, Katharina Nocun, Audio: 1:02:22 Stunden)
Was für Falschmeldungen kursieren gerade zum Thema Krieg in der Ukraine? Welche Rolle spielen dabei russische Medien? Und wie arbeitet eigentlich eine Faktencheck-Redaktion? Darüber spricht “Denkangebot”-Podcasterin Katharina Nocun mit Uschi Jonas, die sich bei “Correctiv” mit Factchecking beschäftigt. Weitere Stimmen im Podcast: die beiden Autorinnen Marina Weisband und Karolin Schwarz.

2. Hauptsache Aufmerksamkeit: Die Medienstrategie der “Letzten Generation”
(ndr.de, Kim Kristin Mauch, Video: 10:45 Minuten)
Die Klimaschutzgruppe “Aufstand der letzten Generation” bekommt für ihren Protest viel mediale Aufmerksamkeit, doch die Aktionen sind äußerst umstritten. Das Medienmagazin “Zapp” hat dazu Carla Hinrichs, Sprecherin der “Letzten Generation”, interviewt, ebenso wie Grünen-Politikerin Renate Künast, die die Medienstrategie skeptisch sieht.

3. Das MDR-Gelände in Leipzig: Vom Schlachthof zur Sendezentrale
(ardmediathek.de, Nina Rothermund, Video: 44:40 Minuten)
Wo heute die Sendezentrale des MDR steht, versorgte von 1888 bis 1991 einer der größten Schlachthöfe Deutschlands die Stadt Leipzig mit Fleich- und Wurstwaren. Zum 30. Geburtstag des MDR widmet sich eine Doku der Geschichte und Gegenwart des heutigen Sendestandortes in Leipzig.

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4. AWFNR: Linda Zervakis
(awfnr.podigee.io, Paul Ripke, Audio: 59:30 Minuten)
Die Nachrichtensprecherin und Fernsehmoderatorin Linda Zervakis hat sich nach fast zwei Jahrzehnten bei den Öffentlich-Rechtlichen vom Privatfernsehen abwerben lassen und moderiert nun mit ihrem Kollegen Matthias Opdenhövel das ProSieben-Journal “Zervakis & Opdenhövel”. Mit Paul Ripke plaudert sie über die Hintergründe ihres Wechsels und sie erzählt, wie sich ihre Arbeit verändert hat.

5. Schieflage in der Russland-Berichterstattung
(deutschlandfunk.de, Brigitte Baetz, Audio: 36:39 Minuten)
Deutschlandfunk-Hörer Tim Kremser ärgert sich über Interviews mit sogenannten Russland-Experten, die die russische Aggression aus seiner Sicht heruntergespielt haben. Über die Auswahl von Interviewpartnern im Journalismus diskutiert Kremser mit Dlf-Osteuropa-Expertin Sabine Adler, Kommunikationswissenschaftler Daniel Nölleke und Brigitte Baetz aus der “Mediasres”-Redaktion.

6. Unsichtbar – Follow for Follow. Macht mich berühmt!
(mdr.de, Jonathan Doll, Video: 14:45 Minuten)
“Muss ich als junger Journalist mein Berufs- und Privatleben verwerten und vermarkten, um erfolgreich zu sein? Kann ich durch Follower und Followerinnen sichtbar werden und bekomme dann womöglich auch bessere Jobangebote?” Jonathan Doll hat ein zweiwöchiges Selbstexperiment gestartet und mit viel Fleiß, Geld und Tricks einen Instagram-Kanal aufgebaut. War es den Aufwand wert?

Lobbying-Vorstoß der Verlage, Meta-Schmutzkampagne, Ofarim angeklagt

1. Der Streit über Presseverlage zeigt deutlich, was bei der EU-Gesetzgebung falsch läuft
(uebermedien.de, Felix Reda)
Offenbar wollte die EU-Kommission in letzter Minute ein Gesetzesvorhaben im Sinne der Presseverlage ändern. Die Regelung hätte Suchmaschinen und Soziale Netzwerke verpflichtet, Ausschnitte aus Presseartikeln bezahlen zu müssen, die in Suchergebnissen oder Social-Media-Posts angezeigt werden. Felix Reda erlärt den Lobbying-Vorstoß der Verlage. Seine Kritik: Das sogenannte Trilogverfahren mache die EU anfällig für Lobbyismus.

2. “Fakten checken wird auf ein Podest gestellt, wo es nicht hingehört”
(deutschlandfunk.de, Sebastian Wellendorf, Audio: 5:40 Minuten)
Anlässlich des fünfjährigen Bestehens des ARD-“Faktenfinder” hat sich der Deutschlandfunk mit dem Leiter des Portals, Patrick Gensing, über die Herausforderungen und Grenzen von dessen Arbeit unterhalten: “TikTok ist da beispielsweise nochmal wirklich eine Plattform, die ganz neue Herausforderungen mit sich bringt, wo es Manipulationsmöglichkeiten gibt, die in sekundenschnell umgesetzt werden können.”

3. Keine Spur von Reporterin
(taz.de, Bernhard Clasen)
Der “taz” liegen Informationen vor, die darauf hinweisen, dass die ukrainische Journalistin Irina Dubtschen­ko von russischen Militärs entführt worden sein soll. Demnach habe Dubtschenko, die für die ukrainische Nachrichtenagentur Unian arbeitet, in dem Haus ihrer Großmutter einen verletzten ukrainischen Soldaten versteckt. Nachbarn sollen dies an russische Soldaten verraten haben, mutmaßt eine Kollegin.

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4. Gericht: FAZ darf Carolin Emcke nicht länger falsch zitieren
(sueddeutsche.de, Anna Ernst)
Die Autorin Carolin Emcke hat einen Gerichtsbeschluss gegen die “FAZ” erwirkt. Ein Satz von ihr sei “völlig aus dem Zusammenhang gerissen und falsch zitiert worden”, so Emckes Anwalt. Der “FAZ” liege der Gerichtsbeschluss derzeit noch nicht vor, sie könne daher noch nicht entscheiden, ob sie Rechtsmittel einlege.

5. Facebook finanziert Schmutzkampagne gegen TikTok
(netzpolitik.org, Markus Reuter)
Recherchen der “Washington Post” zufolge soll Facebooks Muttergesellschaft Meta eine Agentur damit beauftragt haben, den Konkurrenten TikTok in einem schlechten Licht darzustellen. In diesem Zusammenhang habe man sich auch Undercover-Taktiken wie dem Versenden falscher Leserbriefe bedient.

6. Anklage gegen Musiker Gil Ofarim erhoben
(zdf.de)
Der Musiker Gil Ofarim hatte in den Sozialen Medien beklagt, in einem Leipziger Hotel antisemitisch diskriminiert worden zu sein, was große Wellen der Empörung nach sich gezogen hatte. Nun hat die Staatsanwaltschaft Leipzig Ofarim wegen des Vorwurfs der falschen Verdächtigung und Verleumdung angeklagt. Das Verfahren gegen den belasteten Hotelmitarbeiter sei hingegen eingestellt worden.
Gucktipp zum Hintergrund: Der Fall Gil Ofarim (ndr.de, Kathrin Drehkopf, Video: 24:27 Minuten).

Zensurheberrecht, Recherchen aus dem All, RT DE zahlt und sendet

1. Zensurheberrecht: Wir gewinnen endgültig gegen Bundesregierung
(fragdenstaat.de)
Die Transparenzinitiative “FragDenStaat” hatte das Glyphosat-Gutachten des Bundesinstituts für Risikobewertung veröffentlicht und war dafür vom Staat verklagt worden. Der Streit endete nun mit einem Sieg Davids über Goliath: “Nach dem Landgericht und dem Oberlandesgericht hat jetzt auch der Bundesgerichtshof bestätigt, dass wir 2018 das Glyphosat-Gutachten veröffentlichen durften. Ein langer Rechtsstreit geht damit vorbei – mit einem wichtigen Sieg für die Informationsfreiheit und gegen das Zensurheberrecht!”

2. Ein “Mandat” fürs Sprechen mit Medien?
(deutschlandfunk.de, Michael Borgers & Bettina Köster, Audio: 9:24 Minuten)
Nach mehr als 100 Folgen und einer Laufzeit von zwei Jahren beendet der NDR einen der erfolgreichsten Podcasts der vergangenen Jahre: Vom “Coronavirus-Update” mit Christian Drosten und Sandra Ciesek wird es möglicherweise immer mal wieder einzelne neue Folgen geben, aber keine regelmäßigen Veröffentlichungen mehr. Der Deutschlandfunk hat sich mit Korinna Hennig unterhalten, eine der beiden Moderatorinnen des Podcasts.

3. RT DE zahlt und sendet
(tagesspiegel.de, Joachim Huber)
Die Produktionsgesellschaft des deutschen Ablegers des russischen Staatssenders RT hat das von der Medienanstalt Berlin-Brandenburg festgesetzte erste Zwangsgeld in Höhe von 25.000 Euro inzwischen gezahlt – und sendet munter weiter. Nun steht die Zahlung des nächsten Zwangsgelds im Raum. Diesmal gehe es um 50.000 Euro.

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4. Satellitenjournalismus: Recherchen aus dem All
(fachjournalist.de, Gunter Becker)
Im Zuge des russischen Kriegs gegen die Ukraine kommt dem sogenannten Satellitenjournalismus eine besondere Rolle zu: Die Luftbilder werden benutzt, um die militärische Lage, Truppenbewegungen und Schäden zu illustrieren und zu analysieren. Wie kommen Redaktionen an derartiges Bildmaterial? Mit welchen Kosten müssen sie rechnen? Und was gilt es zu beachten?

5. Corona verschlechtert Lage Freier drastisch
(verdi.de, Günter Herkel)
Freie Journalistinnen und Journalisten haben es eh schwer, die Corona-Pandemie hat die Lage der Freien noch einmal drastisch verschlechtert. Das ist das Ergebnis einer Studie der Otto-Brenner-Stiftung. In einer Zoom-Konferenz wurde die derzeitige Situation diskutiert, mit teile erschreckenden Erkenntnissen.

6. Als wir uns noch gruschelten
(zeit.de, Lisa Hegemann)
Ausgegruschelt! StudiVZ wird heute endgültig eingestellt. Zum Abschluss blickt Lisa Hegemann noch einmal zurück auf die Plattform, die für viele Millennials der erste Verknüpfungspunkt zwischen digitaler und analoger Welt gewesen sei: “StudiVZ wird gewiss auf irgendeine Art und Weise weiterleben. Allein schon, weil das Netz selten vergisst, werden sicher noch mal Bilder oder andere Informationen irgendwo auftauchen. Und sonst bleibt den ehemaligen Nutzerinnen und Nutzer zumindest die Erinnerung an gruschelige Zeiten und absurde Gruppen.”

Kriegsberichterstattung kostet, RT DE ignoriert, Propagandaschleuder

1. “Exxpress” muss Journalisten 10.000 Euro Entschädigung zahlen
(derstandard.at, Michael Möseneder)
“Tagesspiegel”-Autor Sebastian Leber war für eine Reportage über Migration nach Kroatien gereist und dort festgenommen worden. Die österreichische Boulevardredaktion “Exxpress” hatte über den Fall in einer verzerrenden und wahrheitswidrigen Weise berichtet, gegen die sich Leber rechtlich gewehrt hat. Das Gericht habe Leber nun Recht gegeben und ihm wegen der erlittenen üblen Nachrede und Rufschädigung 10.000 Euro Entschädigung zugesprochen.

2. Kriegsberichterstattung: Social Media ersetzen die Präsenz vor Ort nicht
(medienwoche.ch, Meret Michel)
Meret Michel beschäftigt sich mit dem Thema Kriegsberichterstattung. Die Recherche vor Ort sei unerlässlich für eine tiefergreifende Einordnung eines Konflikts. Dies sollten die Verlage entsprechend honorieren und “sich endlich von der Illusion verabschieden, dass Qualitätsjournalismus aus dem Ausland zum Discountpreis zu haben ist. Egal, ob eine Geschichte von Korrespondent:innen, Freien oder lokalen Kolleg:innen recherchiert und geschrieben wurde: Sie müssen so finanziert sein, dass sich der Aufwand und das Risiko für gute Geschichten wieder lohnt.”

3. Systematische Probleme der Pressefreiheit
(reporter-ohne-grenzen.de)
In Griechenland wird die Pressefreiheit einem Bericht (PDF) von Reporter ohne Grenzen und Media Freedom Rapid Response zufolge auf vielfältige Weise systematisch eingeschränkt: “Die Probleme sind zwar nicht einzigartig, aber schwerwiegender als in den meisten anderen EU-Mitgliedstaaten, was die beiden Partnerorganisationen für höchst problematisch halten.”

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4. RT.DE ignoriert weiter Sendeverbot
(tagesspiegel.de, Joachim Huber)
Nach deutschem Rundfunkrecht darf der russische Sender RT DE wegen einer fehlenden Lizenz nicht senden, halte sich jedoch nicht an das amtliche Sendeverbot. Dafür sei die Produktions-GmbH nun in der dritten Stufe mit einem Zwangsgeld in Höhe von 50.000 Euro belegt worden.

5. Vom Popgenerator zur Propagandaschleuder
(deutschlandfunk.de, Pia Behme & Michael Borgers, Audio: 7:41 Minuten)
Tiktok ist gemeinhin für harmlose Inhalte wie Tanzeinlagen und nachgesungene Lieder bekannt, doch seit dem Krieg gegen die Ukraine werde die App zunehmend zum Ort für Propaganda. Tiktok liefere laut einer NewsGuard-Untersuchung seinen Nutzerinnen und Nutzern innerhalb von 40 Minuten nach der Anmeldung “falsche und irreführende Inhalte über den Krieg in der Ukraine, unabhängig davon, ob sie eine Suche auf der Plattform durchführen”.

6. Exxpressionistisches
(noemix.wordpress.com, Michael Nöhrig)
Das österreichische Online-Boulevardmagazin “Exxpress” habe aus einem spekulativen Tweet eines “Bild”-Redakteurs über angebliche Kriegsverbrechen einen Artikel gemacht. Michael Nöhrig erklärt, worum es geht, und ordnet die Sache ein.

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