Privatsphäre in Corona-Zeiten? Ist Bild.de doch egal!

Beim Fußballbundesligisten Hertha BSC gibt es einen Spieler, der positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Der Verein veröffentlichte dazu heute eine Pressemitteilung:

Eigentlich sollte es heute nach drei Tagen mit individuellen Trainingsplänen wieder mit dem Teamtraining auf dem Schenckendorffplatz für diese Woche losgehen. Nachdem jedoch nun ein Spieler der Profimannschaft bei Hertha BSC positiv auf das Corona-Virus getestet wurde, wurde für alle Spieler des Lizenzspieler-Kaders und für das Trainer- und Funktionsteam nun eine 14tägige häusliche Quarantäne angeordnet.

Liest man die komplette Mitteilung, dann fällt auf, dass der Klub an keiner Stelle den Namen des positiv getesteten Spielers nennt. Das sei „nach interner Rücksprache“ ganz bewusst geschehen, sagt uns Herthas Pressesprecher Marcus Jung auf Nachfrage, denn dafür gebe es „gute Gründe“: Privatsphäre, Datenschutz, ärztliche Schweigepflicht.

Das alles scheint den Leuten bei Bild.de herzlich egal zu sein.

Screenshot Bild.de - Team in Corona-Quarantäne - Hertha-Profi positiv getestet!

Im Artikel nennt die Redaktion den Namen des Spielers („Nach BILD-Informationen handelt es sich bei dem Betroffenen um (…)“) und zeigt ein Foto von ihm. Inzwischen berichten zahlreiche andere Medien, um wen es sich „laut der ‚Bild‘-Zeitung“ handeln soll.

Mit Dank an @FacepalmL für den Hinweis!

Nachtrag, 18. März: In der heutigen Berlin-Ausgabe der „Bild“-Zeitung berichtet die Redaktion auch groß über den ersten Corona-Fall bei Hertha BSC. Sie nennt auch dort den Namen des Fußballers, direkt in der Überschrift:

[…] infiziert! Hertha in Quarantäne

In der „Bild“-Bundesausgabe gibt es zum Thema eine Meldung im „CORONA-TICKER“ auf der Sportseite. Auch dort wird der Name genannt.

Der Spieler selbst hat sich nach wie vor nicht öffentlich, etwa auf seinem offiziellen Instagram-Profil, zum positiven Corona-Test geäußert.

Corona-Fakes erkennen, Chance für Lokaljournalismus, Distanzlos

1. So erkennen Sie, welche Nachrichten zum Coronavirus stimmen
(zeit.de, Markus Knauff)
In einem Gastbeitrag für „Zeit Online“ gibt Psychologie-Professor Markus Knauff neun Tipps, wie man Corona-Nachrichten und Behauptungen zum Virus auf WhatsApp, Facebook und in Medien prüfen kann, um sich vor Gerüchten und Verschwörungstheorien zu schützen.
Siehe dazu auch: Falsche Tipps in WhatsApp-Kettenbrief: Luft anhalten oder Wasser trinken helfen nicht gegen das Coronavirus (correctiv.org, Alice Echtermann).

2. Corona: Was das Virus für die Filmbranche bedeutet
(out-takes.de, Peter Hartig)
Auch die Film- und Fernsehbranche leidet unter den Auswirkungen der Corona-Krise. Peter Hartig stellt in einem fortlaufend aktualisierten Beitrag zusammen, was das für die Beschäftigten und die Produktionen konkret bedeutet. Eine gelungene Übersicht mit vielen weiterführenden Links.

3. Krise – aber auch Chance für Lokaljournalismus
(djv.de, Mika Beuster)
Mika Beuster erinnert an die derzeit besonders wichtige Rolle des Lokaljournalismus. Die dort tätigen Personen seien momentan unentbehrlich: „In Zeiten des ‚Social Distancing‘ sorgen sie dafür, dass Menschen gerade eben nicht sozial isoliert sind, sondern mit den lokaljournalistischen Angeboten am kommunalen Leben in Notzeiten teilhaben können.“ Dies müsse jedoch auch honoriert werden, ob durch den Abschluss von Abos oder den Kauf von Artikeln.

4. Wissen Sie eigentlich …
(twitter.com, Sebastian Pertsch)
„Wissen Sie eigentlich, wie modern unsere Bibliotheken mittlerweile sind und welch grandiose digitale Angebote es für läppische 10 € pro Jahr gibt?“ Sebastian Pertsch erklärt auf Twitter, wie man sich über den Umweg einer öffentlichen Bibliothek eine Online-Kultur-Flatrate zum Minipreis besorgt.
Weiterer Lesehinweis: Kultur-Tipps für Corona-Tage: Kostenlos und frei Haus (deutschlandfunkkultur.de).

5. Die Zeitung in Zeiten von Corona
(blogs.taz.de, Georg Löwisch)
„taz“-Chefredakteur Georg Löwisch schreibt im Hausblog über die besonderen Herausforderungen einer Zeitung in Krisenzeiten: „Um die Verbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen, verringern wir Recherchereisen. Das tazlab ist längst um ein Jahr verschoben. Das taz-Haus in der Friedrichstraße, sonst im Erdgeschoss öffentlicher Diskussionsort und Restaurant, ist vorläufig zum reinen Verlagsgebäude geworden. Und das Haus leert sich weiter.“ Parallel bereite ein Planungsstab die „taz“ auf die Zeit vor, in der womöglich eine Quarantäne über die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen verhängt werden muss.

6. Diskussion ohne Distanz
(uebermedien.de, Boris Rosenkranz, Video: 1:16 Minuten)
Talkshows finden aus Sicherheitsgründen mittlerweile ohne Studiopublikum aus, und auch die Gäste sollten einen Sicherheitsabstand wahren, um einer möglichen Corona-Ansteckung vorzubeugen. Bei „Anne Will“ war dies am Sonntag nicht der Fall, was so richtig deutlich wurde, als eine Medizinerin von einem Sicherheitsabstand von zwei Metern sprach und dafür peinlich berührtes Lachen erntete. Eindeutig besser gemacht hatte es die zeitgleich stattfindende ORF2-Sendung „Im Zentrum“.

tag24.de lässt Corona-Sterberate für ältere Menschen steigen

Die Überschrift soll vermutlich sowas wie Aufklärung versprechen:

Screenshot Tag24.de - Coronavirus: Diese Zahlen zeigen, wie gefährlich es wirklich ist!

Was das Newsportal tag24.de dann aber heute liefert, ist das exakte Gegenteil von Aufklärung: eine gefährliche Verdrehung und falsche Information.

Die Redaktion schreibt, dass Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler „mittlerweile immer mehr Zahlen (vor allem aus China) über die Krankheitsverläufe und Sterberaten auswerten konnten“, und dass daher „die Gefahr des Virus immer offenbarer“ werde. Um konkreter zu werden, zieht tag24.de den Virologen Christian Drosten heran:

Christian Drosten (48), Chef-Virologe der Charité Berlin, warnt, dass jeder vierte Erkrankte, der über 65 Jahre alt ist, an dem Virus sterben könnte.

Das liegt vorallem daran, dass Menschen in diesem Alter kein so starkes Immunsystem mehr haben und oft unter Vorerkrankungen leiden.

„Jenseits des Rentenalters muss man die Bevölkerung wirklich schützen“, erklärte Drosten im NDR Podcast.

Aus der „könnte“-Warnung von Drosten macht tag24.de eine unausweichliche Tatsache, extra gefettet und mit Ausrufezeichen:

Um es noch einmal anders auszurücken [sic]: Jeder Vierte, der sich in einem Alter ab 65 das Virus einfängt, stirbt daran!

Ja, das ist wirklich „anders“ ausgedrückt.

Tatsächlich sagte Drosten in dem angesprochenen NDR-Podcast (Folge vom 9. März, hier das Transkript als PDF):

Ich habe gestern mit meinem Vater telefoniert, der lebt in einem ländlichen Bereich. Und der sagt mir, alle seine Altersgenossen sehen das im Fernsehen, und die finden das super, dass der Sohn von dem Drosten immer im Fernsehen ist. Die finden das verfolgungswürdig und schicken sich per WhatsApp die neuesten Informationen zu. Aber die beziehen das noch nicht wirklich auf sich. Die haben noch nicht verstanden, dass sie in dieser Altersgruppe sind — mein Vater ist über 70 und seine Alterskollegen, Vereinskollegen und so weiter, das ist ein blühendes Vereinsleben dort im ländlichen Bereich –, dass sie eigentlich die wirklich Betroffenen sind und dass auch das Sozialleben jetzt für einige Monate aufhören muss. Der Verein, das Fitnessstudio, und auch leider das Schützenfest. Dass das alles in diesem Sommer betroffen sein wird, und dass es jetzt ernst ist. Und wenn man das nicht ernst nimmt, dass man davon ausgehen muss, dass Raten, die sich im Bereich von 20 Prozent, 25 Prozent dieser Personen bewegen, sterben werden. Da schluckt man dann natürlich, das muss man aber vermitteln.

Zahlen aus China, für die 1023 Todesfälle ausgewertet wurden und die tag24.de in dem Artikel auch in einer Grafik eingebaut hat, zeigen, dass dort die Sterberate für 60- bis 69-Jährige, die sich infiziert haben, bei 3,6 Prozent lag, für 70- bis 79-Jährige bei 8,0 Prozent und für Über-80-Jährige bei 14,8 Prozent.

Mit Dank an Ronny für den Hinweis!

Nachtrag, 20:53 Uhr: Die Redaktion hat die Stelle inzwischen, ohne Korrekturhinweis, geändert. Dort steht nun:

Um es noch einmal anders auszudrücken: Bis zu jeder Vierte, der sich in einem Alter ab 65 das Virus einfängt, könnte daran sterben!

Bei Twitter verbreitet sie den Unsinn hingegen weiterhin.

Netzhetze, We agree to disagree, Dieter Bohlens wirres Statement

1. „Hetze trifft irgendwann jeden: Verwandte, Bekannte, Sie selbst“
(zeit.de, Meike Laaff & Lisa Hegemann)
„Zeit Online“ hat sich mit der Grünen-Politikerin Renate Künast über Hass und Hetze im Netz unterhalten. Künast ist immer wieder das Ziel von Anfeindungen, gegen die sie sich nötigenfalls auch juristisch zur Wehr setzt. Im Gespräch geht es vor allem um die beiden Gesetzesentwürfe, mit denen die Bundesregierung Hassrede im Internet bekämpfen will und die von Künast kritisch beurteilt werden: „Wir brauchen nicht nur das BKA, wir brauchen auch ein Demokratiefördergesetz, eine gute Finanzierung für Beratungsstellen und Leute, die wirklich immer hingucken.“

2. Dialog oder Kampf?
(gaborsteingart.com, Marina Weisband & Gabor Steingart, Audio: 53:02 Minuten)
Der Journalist und Medien-Unternehmer Gabor Steingart eckt mit seinem täglichen Newsletter „Morning Briefing“ und dem dazugehörigen Podcast immer wieder an und erntet teilweise deutliche Kritik. Nun haben sich Marina Weisband und Gabor Steingart zum Streitgespräch zusammengesetzt, und das ist insofern eine Besonderheit, da Weisband selbst einen Podcast bei Steingarts Unternehmen Media Pioneer betreibt. Das merkt man jedoch an keiner Stelle, denn Weisband schont ihren Auftraggeber nicht und konfrontiert ihn mit seinen Aussagen zu Migration und Hufeisentheorie. Ein gelungenes Beispiel für Streitkultur, bei dem es am Ende heißt: We agree to disagree.

3. Die Maus grüßt ab Mittwoch täglich
(spiegel.de)
In vielen Bundesländern bleiben wegen der Corona-Krise die Kindertagesstätten und Schulen geschlossen, die Kinder müssen daheim bleiben. Die öffentlich-rechtlichen Sender haben auf die veränderte Situation reagiert und ihr Programm für die jungen Zuschauer und Zuschauerinnen angepasst. Das reicht von Unterhaltungssendungen bis hin zu Lernformaten. Der „Spiegel“ bietet eine Übersicht.

4. Dieter Bohlen in „Der Sinneswandel in zwei Stunden“
(dwdl.de, Thomas Lückerath)
Nach dem Rauswurf von Xavier Naidoo aus der Unterhaltungssendung „Deutschland sucht den Superstar“ warteten viele gespannt auf das angekündigte Statement von Jury-Urgestein Dieter Bohlen. Nach allerlei quotenschielender Zeitschinderei kam es dann zu einem Statement, das an Wirrheit kaum zu überbieten ist. Thomas Lückerath versucht die Gedanken des „Poptitans“ nachzuvollziehen, kapituliert jedoch am Ende: „Das ist Realsatire, serviert von einem Mann, der offenbar mit der ihm zugetragenen Rolle überfordert ist und auch nach drei Tagen kein noch so einfaches oder klares Statement abgeben kann. Lieber Dieter Bohlen, nein, es ging in der Empörung der vergangenen Woche nie um die Jury Ihrer Castingshow. Es ging um rassistische und höchst irritierende Aussagen von Xavier Naidoo. Es sind nicht die anderen, die da etwas durcheinander bekommen haben.“

5. Erster Corona-Fall: ZDF beschließt Maßnahmen für Mitarbeiter
(meedia.de, Thomas Borgböhmer)
RTL schickt ab heute 2500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ins Homeoffice. Ähnliche Maßnahmen treffe nun das ZDF. Nach einem ersten bestätigten Fall einer Corona-Infektion solle die Belegschaft, sofern das möglich und vertretbar ist, von zu Hause aus arbeiten. „Wir müssen gemeinsam alles tun, um die Sendesicherheit, das Programm und die notwendigen Infrastrukturen aufrechtzuerhalten. In Zeiten wie diesen ist unser Programmauftrag wichtiger denn je“, so Intendant Thomas Bellut.

6. „Immer nur Corona? Das verdirbt doch die Laune.“
(twitter.com, Boris Rosenkranz)
„Immer nur Corona? Das verdirbt doch die Laune. Wir sollten ein hoffnungsvolles Gegenprogramm senden.“ Diese Worte legt Boris Rosenkranz spöttisch den „Welt“-Programmmachern in den Mund und dokumentiert mit einem Screenshot die auffällige Themenbesessenheit des Senders.

„Unglaubliche Zahlen“ von Bild.de

Es gibt derzeit viele Redaktionen, die mit der nötigen Ernsthaftigkeit und Dringlichkeit, aber ohne unnötige Panik über die Verbreitung des Coronavirus berichten. Und dann gibt es die „Bild“-Redaktion:

Screenshot Bild.de - Iran: 175.000 Menschen positiv getestet

Unglaubliche Zahlen aus dem Iran! 7,5 Millionen Menschen wurde auf das Coronavirus getestet — davon 175 000 positiv.

… steht seit gestern Abend bei Bild.de im Corona-Live-Ticker. Und das ist wirklich „unglaublich“, aber im Sinne von: Das stimmt so nicht.

Die „Bild“-Redaktion bezieht sich auf diesen Tweet der Iran-Korrespondentin der ARD Natalie Amiri:

Screenshot eines Tweets von Natalie Amiri - Iran Coronavirus - nachdem 7,5 Millionen Menschen in drei Tagen gescreened wurden, ist das Ergebnis: 175.000 zeigen Symptome. Zweiundzwanzigeinhalb Tausend wurden zum Arzt geschickt und davon 1077 ins Krankenhaus, so der stellvertretende Gesundheitsminister heute. Bisher 611 Todesfälle. (Offizielle Angaben).

Während Amiri also von „gescreened“ spricht, schreibt Bild.de: „getestet“. Während Amiri von „zeigen Symptome“ spricht, schreibt Bild.de: „positiv“ getestet.

Das sind zwei riesige Unterschiede — erst recht, wenn man sich mal etwas genauer anschaut, wie die iranische Regierung auf die von Amiri genannten und von Bild.de falsch weitergetragenen Zahlen gekommen sein soll. Leider erst gut vier Stunden nach ihrem ersten Tweet zum Thema schilderte Natalie Amiri in einem weiteren Tweet, mit welcher Methode im Iran „gescreened“ wurde: Auf der Website des iranischen Gesundheitsministeriums konnten die Menschen selbst Daten über sich eintragen und wurden gegebenenfalls zurückgerufen. Diese Selbstauskunft sollen 7,5 Millionen Iranerinnen und Iraner vorgenommen haben; 175.000 von ihnen sollen dabei Symptome genannt haben, die auf eine Erkrankung durch das Coronavirus hinweisen können, aber natürlich nicht automatisch bedeuten, dass jemand am Coronavirus erkrankt ist.

Das verdreht Bild.de also zur Schockmeldung: „7,5 Millionen Menschen wurde auf das Coronavirus getestet — davon 175 000 positiv.“

Mit Dank an die vielen Hinweisgeber!

„6 vor 9“-Sonderausgabe: Corona in und bei Medien

1. Der Corona-Aufklärer der Nation
(sueddeutsche.de, Carolin Gasteiger)
Professor Christian Drosten, Leiter des Instituts für Virologie an der Berliner Charité, ist in den Medien derzeit nahezu omnipräsent. Er sitzt in der Bundespressekonferenz, äußert sich unter anderem in der „Tagesschau“ und ist beim täglichen Podcast „Das Coronavirus Update“ (NDR) zu hören. Carolin Gasteiger stellt den Wissenschaftler vor.

2. Wie deutsche Medien auf die Corona-Pandemie reagieren
(deutschlandfunk.de)
Wie wollen Medien in Corona-Zeiten die Berichterstattung sichern? Welche Auswirkungen auf das Programm gibt es? Wie gehen Soziale Medien mit dem Coronavirus um? Der Deutschlandfunk versucht sich an Antworten auf diese und die damit in Zusammenhang stehenden Fragen.
Weiterer Lesetipp: Coronavirus-Fall beim „Tagesspiegel“: Wie das Virus unseren Alltag auf die Probe stellt (tagesspiegel.de, Maris Hubschmid).

3. Corona-Pandemie: Wie Medienhäuser, Werbe- und die Eventindustrie die Auswirkungen beurteilen
(meedia.de)
Wie wirkt sich die Corona-Krise auf die Medien-, Werbe- und Eventindustrie aus? Die Arbeit im Home Office wird angeordnet, Dienstreisen werden abgesagt. Die Anzahl persönlicher Meetings wird reduziert und Veranstaltungen werden verschoben. Siehe dazu auch: Springer schickt alle Mitarbeiter nach Hause (uebermedien.de, Jürn Kruse).

4. Corona trifft Medien: Was das Publikum erwarten kann
(br.de, Jonathan Schulenburg, Audio: 23:04 Minuten)
Im Podcast „Das Medienmagazin“ (BR) geht es in der aktuellen Ausgabe auch um das Thema Corona und die Medien: Wie bereitet sich der Bayerische Rundfunk auf die Pandemie vor? Wie können Medien derzeit in der italienischen Hauptstadt arbeiten? Welche Verschwörungstheorien und Falschinformationen zum Coronavirus breiten sich im Internet aus? Und wie erkennt man sie?

5. Coronavirus in den Medien: Von Experten und «Experten»
(medienwoche.ch, Servan Grüninger)
Servan Grüninger hat sich angeschaut, wie in der Schweiz über das Thema Corona berichtet wird. Sein Resümee: Die Journalisten und Journalistinnen „sollten dem Publikum dabei helfen, irreführenden Nonsens von verlässlichen Informationen unterscheiden, und damit im Krisenfall eine Art ‚geistige Rettungsgasse‘ schaffen, damit die relevanten und verlässlichen Informationen durchdringen können. Dazu gehört insbesondere, die befragten Experten konsequent nach Quellen und Unsicherheiten fragen, diese richtig wiederzugeben und auf Zuspitzungen und Übertreibungen verzichten.“

6. Historischer Krisentag: dpa verschickte 31 Eilmeldungen
(t-online.de, Lars Wienand)
Freitag gab es bei der Deutschen Presse-Agentur (dpa) eine rekordverdächtige Zahl von Eilmeldungen. Ganze 31 wurden über den Basisdienst verschickt. Damit habe es an einem Tag halb so viele Eilmeldungen gegeben wie im gesamten Jahr 2019 zu Terror (60).

7. Ein Thread, um die Widerstandsfähigkeit gewöhnlicher Menschen zu feiern
(twitter.com/leonardocarella)
Extralink: Zum Schluss ein bewegender Blick nach Italien, wo die Menschen in Zeiten von Quarantäne und Lockdown zusammenhalten, sich über die Balkongrenzen hinweg Gesellschaft leisten, singen, tanzen und Musik machen.

Naidoos Aus bei „DSDS“, Politiker raus, Woody Allens Autobiographie

1. Xavier Naidoo: Endgültiges Aus bei DSDS
(rtl.de)
Das Tischtuch zwischen Xavier Naidoo und dem Sender RTL scheint nun endgültig zerschnitten. Hieß es in der vorangegangenen Stellungnahme noch, Naidoo werde bei der nächsten Sendung von „Deutschland sucht den Superstar“ als Juror ausgeschlossen, bezieht sich der Ausschluss nun auf die gesamte Staffel: „Xavier Naidoo ist auf unser Angebot, seine missverständlichen und widersprüchlichen Aussagen plausibel zu erklären, bis heute nicht eingegangen. Wir sehen an den vielen Reaktionen, dass das Thema bewegt, deshalb hätten wir eine unmittelbare, öffentliche Diskussion mit ihm gut gefunden. Das ist für uns Meinungsfreiheit. Dazu ist es aber nicht gekommen. Deshalb wird es für ihn keine Rückkehr zu DSDS geben.“

2. Politiker raus aus den Talkshows
(fr.de, Katja Thorwarth)
Katja Thorwarth, Kolumnistin der „Frankfurter Rundschau“, hat die Nase voll von den derzeitigen Talkshow-Zusammensetzungen: „Praktiziert wird das Gegenteil von intellektuellem Austausch, vielmehr wirkt die gesellschaftliche Polarisierung auf der Wohnzimmercouch weiter. Daher mein Vorschlag: Alle (!) Politiker raus aus den Talkshows. Stattdessen besprechen Menschen, die weder vom parteipolitischen noch vom Profilierungsdruck gesteuert sind, die relevanten Themen.“

3. Klage gegen „Zeit-Magazin“ abgewiesen
(faz.net, Emeli Glaser)
Die Schauspielerin Jany Tempel berichtete der „Zeit“ zunächst anonym, der Regisseur Dieter Wedel habe sie angeblich sexuell missbraucht. Nach der Veröffentlichung wurde sie jedoch in gewisser Weise zum Gesicht der Auseinandersetzung und geriet in einen Konflikt, den sie ursprünglich habe vermeiden wollen. Ein Irrtum bei der Beurteilung der Verjährungsfristen spielt dabei eine zentrale Rolle: „Die Münchner Staatsanwaltschaft nahm nach Erscheinen des Artikels ein Ermittlungsverfahren gegen Wedel auf und machte Tempel zur wichtigsten Belastungszeugin. Tempels Anwalt warf daraufhin der ‚Zeit‘ vor, sie bezüglich der Verjährung schlecht beraten und anschließend, anders als angeblich zugesichert, nicht unterstützt zu haben. Er verklagte die Zeitung auf Schadensersatz in Höhe von 30.000 Euro, das entspricht der Höhe seines Anwaltshonorars. Nun hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass die ‚Zeit‘ nicht zahlen muss.“

4. „An erster Stelle steht für mich die Unterhaltung“
(fachjournalist.de, Ulrike Bremm)
Im Interview mit dem „Fachjournalist“ erzählt der Biologe Dr. Mario Ludwig von seiner Arbeit als „Experte für alles Tierische“. Seine Medien-Karriere habe mit einem Buch über Sex im Tierreich begonnen: „Mit dem Thema Sex wurde ich auch für das Fernsehen interessant. Zunächst hat mich Frank Elstner 2006 in seine Talkshow eingeladen, es folgten ‚3 nach 9‘, ‚TV total‘ und andere. Danach kamen dann Anfragen wie: ‚Wollen Sie nicht mal eine kleine Radiosendung machen, Herr Ludwig?‘ Oder Angebote wie: ‚Es wäre schön, wenn Sie eine kleine Kolumne für uns schreiben könnten, Herr Ludwig …'“

5. Der „Perlentaucher“ ist uns lieber denn je
(freitag.de, Michael Angele)
Das Online-Kulturmagazin „Perlentaucher“ feiert seinen zwanzigsten Geburtstag — Anlass für den „Freitag“-Chefredakteur Michael Angele auf die vergangenen beiden Jahrzehnte des „grundsympathischen“ Projekts zurückzuschauen.

6. Rowohlt bringt Woody Allens Autobiographie
(buchreport.de)
Es bleibt dabei: Woody Allens Autobiographie wird wie geplant im Rowohlt-Verlag erscheinen. Daran hat auch der offene Brief einiger Rowohlt-Autorinnen und -Autoren nichts ändern können. Rowohlt-Verleger Florian Illies äußert sich in einem „In eigener Sache“ zur Entscheidung des Verlags: „Wir stehen zu der Entscheidung, die Autobiographie von Woody Allen, dessen Erzählungen seit 1980 im Rowohlt Taschenbuch Verlag erscheinen, im April in einer deutschen Übersetzung zu veröffentlichen.“ In einem direkten Gespräch mit einigen Autorinnen und Autoren des Offenen Briefs seien die kontroversen Positionen ausgetauscht worden, so die Rowohlt-Presseerklärung: „Dabei wurde deutlich, dass der Brief nicht als Angriff auf die Meinungsfreiheit zu verstehen ist. Wir sehen den Offenen Brief als Zeichen der Verbundenheit der Autorinnen und Autoren mit dem Verlag.“

„Bild“ zeigt ohne Rücksicht Fotos getöteter Kinder

In Dresden läuft derzeit ein Prozess gegen einen Mann, der seine beiden Kinder getötet haben soll. Die „Bild“-Medien berichten seit mehreren Wochen über Fall und haben für den Angeklagten, der bei der Tat Bauschaum verwendet haben soll, auch schon eine boulevardtaugliche Bezeichnung gefunden: Es handele sich um „den mutmaßlichen Bauschaum-Killer“.

Ebenfalls „Bild“- und boulevardtypisch zeigt die Redaktion wiederholt Fotos der Kinder, die getötet wurden, ohne jegliche Unkenntlichmachung. Als Quelle gibt sie an: „Foto: Privat“.

Wir haben bei „Bild“-Sprecher Christian Senft nachgefragt, ob die Mutter (oder der Vater) einer Veröffentlichung der unverpixelten Kinderfotos zugestimmt hat. Bisher haben wir keine Antwort erhalten. Wir wollten von Senft auch wissen, woher die „Bild“-Medien die Fotos haben. Darauf gab es ebenfalls keine Antwort.

Im Artikel zum dritten Prozesstag berichtet Bild.de über die Aussage der Mutter vor Gericht. Auch in diesem Beitrag zeigt die Redaktion wieder unverpixelte Fotos der Kinder. Außerdem veröffentlicht sie ein Foto der Frau „auf dem Weg ins Gericht“, aufgenommen von einem „Bild“-Fotografen, ungeachtet der Tatsache, dass die Frau versucht, sich mit einem Schal vor Aufnahmen zu schützen. Am Ende des Textes erfährt man über sie:

M[.] ist schwer traumatisiert, befindet sich in Therapie.

Wir haben bei Christian Senft nachgefragt, ob die „Bild“-Redaktion abgewägt hat, die Fotos der getöteten Kinder aus Rücksicht auf die Mutter, die laut Bild.de „schwer traumatisiert“ sei und sich „in Therapie“ befinde, nicht zu veröffentlichen. Der „Bild“-Sprecher hat darauf nicht geantwortet.

Gestern erschien der neueste Artikel zum Thema, sowohl bei Bild.de als auch in der Dresden-Ausgabe der „Bild“-Zeitung. Die Redaktion verknüpft darin den einen Fall mit einem anderen, bei dem ebenfalls zwei Kinder getötet wurden, und der Vater bereits verurteilt wurde. Die Kinder und die Mütter hatten sich, auf der Flucht vor den Vätern, in einem Frauenhaus kennengelernt und angefreundet:

Ausriss Bild-Zeitung - S. und M. und M. und L. - Alle tot! Warum die vier Freunde von ihren Vätern ermordet wurden
(Unkenntlichmachungen durch uns.)

Auch hier haben wir bei „Bild“-Sprecher Christian Senft nachgefragt, ob der Redaktion eine Erlaubnis vorliegt, die Fotos der zwei anderen Kinder ohne Unkenntlichmachung zu drucken. Eine Antwort haben wir nicht bekommen. Als Fotocredit ist einmal der Name des bereits erwähnten „Bild“-Fotografen angegeben und: „FACEBOOK“.

Die vermeintliche Antwort auf die Frage in der Unterzeile, „warum die vier Freunde von ihren Vätern ermordet wurden“, liefert der Text direkt im ersten Satz:

Die schrecklichen Doppelmorde von Dresden — Väter töteten ihr Liebstes, weil die Mutter der Kleinen sie verlassen hatte.

Damit übernimmt „Bild“ eins zu eins die Perspektive des bereits verurteilten beziehungsweise des mutmaßlichen Täters.

Corona-Berichterstattung, Xavier Naidoo, Apotheken-Postillen

1. Das Coronavirus und die Medien
(ndr.de, Armin Ghassim & Gabor Halasz, Video: 2:51 Minuten)
Christian Drosten, Direktor des Instituts für Virologie an der Charité Berlin, hält die Berichterstattung über das Coronavirus für teilweise kontraproduktiv: „Die Bundespressekonferenz zuletzt habe ich als Zeitverschwendung empfunden. Ich wurde nur nach leeren Fußballstadien und dem CDU-Parteitag gefragt, anstatt inhaltliche, medizinische Fragen zu beantworten.“
Weiterer Lesehinweis: Sternstunde für die Regionalen: „Die überregionalen Medien berichten längst nicht mehr über jede Neu-Infektion mit Corona. Nun schlägt die Stunde des Lokaljournalismus — zum Beispiel beim ‚Bonner General-Anzeiger'“ (deutschlandfunk.de, Annika Schneider, Audio: 4:53 Minuten).
Und auf vielen Ebenen interessant: So veranschaulichen Datenjournalist:innen das Coronavirus (netzpolitik.org, Dominic Lammar) — aber Achtung: Diese Coronavirus-Karte stiehlt Passwörter (futurezone.at).

2. RTL trennt sich mit sofortiger Wirkung von Xavier Naidoo
(dwdl.de, Thomas Lückerath)
Nachdem fragwürdige Videos des Künstlers Xavier Naidoo mit äußerst irritierenden, teils rassistischen Textstellen aufgetaucht sind, hat sich RTL von Naidoo getrennt. Dem Wortlaut der Stellungnahme des Privatsenders nach, beziehe sich das zunächst aber nur auf die nächste „Deutschland sucht den Superstar“-Ausgabe. „Dass Naidoo jedoch zu ‚DSDS‘ zurückkehren wird, hält man nicht nur bei der Produktionsfirma UFA Show & Factual für unwahrscheinlich“, so „DWDL“-Chefredakteur Thomas Lückerath.

3. Irreführende Aussagen über rechten Terror
(tagesschau.de, Patrick Gensing & Georg Mascolo)
Der heutige AfD-Europaabgeordnete und frühere stellvertretende „Bild am Sonntag“-Chefredakteur Nikolaus Fest weiß in einem Video von angeblich brisanten Informationen zu berichten: Ein Bericht der EU-Polizeibehörde Europol sehe seiner Aussage nach keine Gefahr durch rechten Terror. Vielmehr seien Islamismus und Linksterror die großen Bedrohungen. Dies wolle man jedoch, so die Fest-Diktion, aus politischen Gründen nicht eingestehen und habe den Bericht daher als geheim eingestuft. Der ARD-„Faktenfinder“ ist dem Fall nachgegangen und kommt zum gegenteiligen Ergebnis. Damit konfrontiert, gerät Fest ziemlich ins Rumeiern.

4. NDR verzichtet auf Studiopublikum und sagt Veranstaltungen ab
(presseportal.de)
Der Norddeutsche Rundfunk hat ein ganzes Bündel an Maßnahmen beschlossen, um die Ausbreitung des Corona-Krankheitserregers zu verlangsamen. Das reicht von der Einschränkung des Besucherverkehrs bis hin zu Veranstaltungsabsagen. Sendungen, die auf dem NDR-Gelände produziert werden, etwa die „NDR Talk Show“ und „extra 3“, fänden bis auf Weiteres ohne Studiopublikum statt.

5. Und dann will das BKA an Ihr Passwort
(zeit.de, Lisa Hegemann)
Am heutigen Donnerstag wird im Bundestag ein Gesetzesentwurf diskutiert, der Rechtsextremismus und Hasskriminalität in Sozialen Netzwerken bekämpfen soll. Was sinnvoll klingt, hat seine Tücken, denn das Gesetz greife massiv in unsere Grundrechte ein und sei untauglich. Lisa Hegemann erklärt die Problemfelder und berichtet von den Bedenken der Kritikerinnen und Kritiker.

6. Kundendienst
(sueddeutsche.de, Helena Ott)
Hinter der Gesundheitspostille „Apotheken-Umschau“ steckt ein pfiffiges Konzept: Das Gratisblatt bezahlen nämlich nicht die Leser und Leserinnen, sondern die Apotheken. Je nach Vertrag sollen dies um die 35 Cent pro Stück sein. Nun wolle der Verlag den Erfolg mit einem anderen Magazin wiederholen: Er habe dazu 650.000 Exemplare des „Digital-Ratgebers“ gedruckt und bundesweit an Apotheken ausgeliefert. Das erste Heft sei für die Apotheken kostenlos. Wie es danach weitergeht, sei noch nicht bekannt.

Gefährliche Berichte von „Bild“ und Bild.de

Warnung: In diesem Beitrag geht es um einen versuchten Suizid.

Solltest Du Suizid-Gedanken haben, dann gibt es Menschen, die Dir helfen können, aus dieser Krise herauszufinden. Eine erste schnelle und unkomplizierte Hilfe bekommst Du etwa bei der „TelefonSeelsorge“, die Du kostenlos per Mail, Chat oder Telefon (0800 – 111 0 111 und 0800 – 111 0 222 und 116 123) erreichen kannst.

***

Ein zehnjähriger Junge wollte laut seiner Mutter einen Suizid begehen. Die Frau sagt, dass ihr Sohn in der Schule heftig gemobbt, getreten und bespuckt werde. Bild.de und die Frankfurt-Ausgabe der „Bild“-Zeitung berichten heute groß über den Fall.

Es ist gut, dass die „Bild“-Medien kritisch über Mobbing und die Folgen berichten. Die entscheidende Frage ist, wie sie es tun. Seit vielen Jahren ist bekannt, dass die Berichterstattung über (versuchte) Suizide gefährlich sein, und der sogenannte Werther-Effekt zu Nachahmungstaten führen kann. Forscherinnen und Forscher haben dieses Phänomen ausgiebig untersucht. Viele Medien berichten dennoch immer wieder ausgesprochen problematisch über Suizide und Suizidversuche.

Es gibt Leitfäden für Redaktionen, wie sie am besten berichten sollten — und wie auf keinen Fall. Die „Stiftung Deutsche Depressionshilfe“ hat zum Beispiel einen herausgegeben (PDF), genauso die „Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention“ (PDF). In diesen Leitfäden steht unter anderem:

In der Berichterstattung sollte alles vermieden werden, was zur Identifikation mit den Suizidenten führen kann, z.B. (…)

• den Suizid als nachvollziehbare, konsequente oder unausweichliche Reaktion oder gar positiv oder billigend darzustellen bzw. den Eindruck zu erwecken, etwas oder jemand habe „in den Suizid getrieben“. („Für ihn gab es keinen Ausweg“).

Und:

Nachahmung setzt Identifikation voraus. Diese Gefahr steigt, wenn: (…)

• der Suizid als nachvollziehbare Reaktion oder als einziger Ausweg bezeichnet wird

Außerdem warnen die Fachleute davor, die Suizid-Methode zu beschreiben. Dadurch könne die Gefahr einer Nachahmung ebenfalls steigen. Und auch die Aufmachung der jeweiligen Artikel sei von Bedeutung: Gefährlich könne es werden, wenn „durch Titelgeschichten, Schlagzeilen und Fotos Aufmerksamkeit erregt wird“.

In ihren Artikeln von heute machen „Bild“ und Bild.de zum wiederholten Male vieles falsch. Im Text steht über den Suizidversuch des Zehnjährigen unter anderem:

Als ihn dann noch ein Mädchen böse versetzt und mit einem Mitschüler abzieht, ist der Fünftklässler so verletzt, dass er keinen Ausweg mehr weiß.

Direkt im nächsten Absatz erzählen die „Bild“-Medien detailliert, was der Junge bei dem versuchten Suizid wie verwendet hat, also: Welche Methode er nutzte.

Und dann ist da noch die Präsentation der Artikel: Bei Bild.de war die Schlagzeile „Mein Kind wollte sich umbringen“ heute längere Zeit auf der Startseite zu finden. Die Frankfurter „Bild“-Redaktion hat die Geschichte mit derselben Überschrift als riesengroße Aufmacherstory auf der ersten Lokalseite gebracht.

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