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The Sun, EU, Rundfunkbeitrag

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Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an [email protected].

1. “17,98 Euro Rundfunkbeitrag”
(ard.de)
Wie der von jedem Haushalt in Deutschland zu zahlende Rundfunkbeitrag in der Höhe von monatlich 17,98 Euro verteilt wird.

2. “Sollen die Medien mehr über die EU berichten? Dann ändert nicht die Medien, ändert die EU!”
(foederalist.blogspot.de, Manuel Müller)
“Die Europäische Union hat ein Öffentlichkeitsproblem”, stellt Manuel Müller fest. “Natürlich ist es einfacher, über die Medien zu schimpfen als das politische System der EU zu reformieren, aber dadurch wird man die Regeln der Nachrichtenauswahl nicht verändern. Wirksamer wäre es, die parteipolitische Auseinandersetzung auf europäischer Ebene selbst endlich so spannend zu machen, dass die Medien von allein ein Interesse daran haben, darüber zu berichten.”

3. “Wer fürs Schreiben bezahlt werden will, sollte es nicht umsonst tun”
(netzfeuilleton.de, Jannis Kucharz)
Es sei doch ganz einfach, meint Jannis Kucharz: “Wenn ich vom Schreiben leben möchte und das als mein primäres Geschäftsmodell begreife, das wertvollste was ich zu bieten habe, dann sollte ich das nicht umsonst hergeben. Wenn hingegen mein Geschäftsmodell darin besteht etwas anderes zu verkaufen, Beratungen, eine Dienstleistung, Vorträge oder ein anderes Produkt, dann ist mein Geschäftsmodell ein anderes und ich kann das ‘Nebenprodukt’ Artikel auch umsonst abgeben, in der Hoffnung das ich Aufmerksamkeit für mein eigentliches Produkt wecke und darüber Umsatz mache.”

4. “Beistellschwule und Dekolesben”
(vocer.org, Rüdiger Becker)
Wie Homosexualität heute im Fernsehen gezeigt wird: “Wenn Heterosexualität nicht mehr die Norm ist, wenn in einer Sendung zum Thema Eifersucht ganz selbstverständlich und ohne besondere Erwähnung auch Schwule und Lesben ihre Erfahrungen schildern und wenn der Gewinner einer Quizsendung am Ende seinem Mann um den Hals fällt, dann gibt es keine Schmuddelecken mehr, in die das Thema abgedrängt werden kann.”

5. “Sun launches regular page two corrections column in response to ‘mental patients’ mistake”
(fullfact.org, Joseph O’Leary, englisch)
Die Boulevardzeitung “The Sun” reagiert auf Kritik an ihrer Titelschlagzeile “1,200 killed by mental patients” und führt eine regelmäßige Spalte für Korrekturen und Klarstellungen ein: “It’s a deficient response to a front-page mistake in which the headline and the article prominently contradicted the research they were based on. The new column is, nevertheless, a welcome public indication that the newspaper intends to take complaints and corrections more seriously than it has done before.”

6. “The Buzzfeed Story Generator”
(comediva.com, englisch)

Zwickau, Tame, Promi Big Brother

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1. “Warum wir Journalisten zurücktreten sollten”
(blogs.taz.de, Sebastian Heiser)
Sebastian Heiser plädiert dafür, dass die politischen Journalisten Deutschlands wegen Fehleinschätzung zurücktreten: “Die Union hat am Sonntag eine absolute Mehrheit im Bundestag nur knapp verfehlt. Niemand von uns hat das vorher auch nur für denkbar gehalten.”

2. “NSU-Berichterstattung: Wortewandel bei Tagesschau und Tagesthemen”
(zwickautopia.blogspot.de)
Kai Gniffke, Chefredakteur von ARD-aktuell, nimmt Stellung, warum die nationalsozialistische Terrorgruppe NSU zunächst “Zwickauer Terrorzelle” genannt wurde.

3. “Promi-BB: ‘Zügel deine Worte, verdammte Scheiße!'”
(dwdl.de, Hans Hoff)
Hans Hoff sieht sich Promi Big Brother an.

4. “Mission: Dachschadensbegrenzung”
(topfvollgold.de)
Drei Stellungnahmen der Regenbogenpresse nach Rügen des Presserats: “Wir hatten bisher ja immer gedacht, dass es die Redakteure und Autoren sind, die in diesen Läden am meisten Fantasie haben müssen. Doch die wirklich kreativen Köpfe der Regenbogenpresse sitzen ganz offenbar in den Rechtsabteilungen.”

5. “Was Journalisten mit Twitter anfangen können”
(youtube.com, Video, 4:52 Minuten)
Ein Gespräch mit Frederik Fischer vom Berliner Unternehmen Tame.

6. “Was ist uns denn hier für ein Unsinn passiert?”
(twitter.com/KaiDiekmann)
Kai Diekmann weist darauf hin, dass die von ihm verantwortete “Bild” den Artikel “Grüne suchen Schuldigen für Niederlage” gleich zweifach abdruckt.

Haudegen, Giftgas, Martin Luther King

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1. “BILD übernimmt Spiegel: Büchner und die ‘Brandstifter'”
(debattiersalon.de, Marion Kraske)
Ex-Mitarbeiterin Marion Kraske schreibt über den “Spiegel” (und den Boulevard): “Saßen da früher alte, unbequeme Haudegen mit Rückgrat, weitgereiste und weltgewandte Geister, denen Amerika ebenso vertraut war wie Albanien oder Afghanistan, tummeln sich (im Übrigen auch in anderen Redaktionen) heute glatte und angepasste Hauskarrieristen, die die Welt wahlweise aus dem Elfenbeinturm oder vom Deck der Segelyacht beurteilen, die zwar streetsmart und Talkshow-kompatibel sind, denen politische Prozesse allerdings egal und politisches Denken augenscheinlich fremd sind.”

2. “Wenn ‘Meinungsbildner’ beliebig austauschbar geworden sind”
(ef-magazin.de, André F. Lichtschlag)
André F. Lichtschlag stellt in den Mainstream-Medien Beliebigkeit fest: “War es früher anders? Sehr wohl. Rudolf Augstein in der ‘Bild’ und Axel Springer für den ‘Spiegel’ oder die damalige Mitherausgeberin des ‘Rheinischen Merkur’ Christa Meves in der ‘Zeit’, in der ausgerechnet dieser ‘Merkur’ nach ihrem Ausscheiden aufging, wären genauso undenkbar gewesen wie Franz Josef Strauß und Otto Graf Lambsdorff in der SPD oder Herbert Wehner in der FDP oder CDU. Sie alle stehen für unverwechselbare Inhalte, ja für Prinzipien. Sie hatten, was altmodische Menschen noch heute Charakter nennen.”

3. “BILD WILL KRIEG”
(rationalgalerie.de, U. Gellermann)
Ulrich Gellermann liest “Bild” und andere deutsche Medien zum Thema Giftgas in Syrien.

4. “‘Ich habe die Nase voll'”
(taz.de, Cigdem Akyol und Jürn Kruse)
Ex-ARD-Nahostkorrespondent Jörg Armbruster im Interview: “In Damaskus muss man mit dem Informationsministerium zusammenarbeiten, sonst wird man sofort ausgewiesen. Natürlich trifft man da ständig auf Lügen. Aber ich bin auch auf Menschen gestoßen, die mir unter dem Siegel der Verschwiegenheit und ohne Kamera erzählten, wie es wirklich zugeht. Es gibt allerdings auch Kollegen, die lassen sich anlügen.”

5. “Streichs Wutrede: Labbadia, Hertha und die Medien”
(youtube.com, Video, 3:01 Minuten)
Die “Badische Zeitung” zeigt Ausschnitte einer Pressekonferenz: “Mit einer denkwürdigen Wutrede hat Christian Streich vom SC Freiburg auf die Entlassung von Bruno Labbadia beim VfB Stuttgart und den angeblichen Sex-Skandal bei Hertha BSC reagiert. Im Fokus seiner Kritik: die Medien.”

6. “I have a dream”
(youtube.com, Video, 16:28 Minuten, englisch)
Am 28. August 1963 hielt Martin Luther King seine Rede “I Have a Dream”.

Tagesthemen, Brennpunkt, Todesursachen

6 vor 9

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1. “Aller Tage Abend”
(zeit.de, Carolin Emcke)
Carolin Emcke verbringt vier Tage auf der Tagesthemen-Redaktion. “Man fragt sich, was erstaunlicher ist: dass das Unterhaltungsprogramm der ARD von Rote Rosen bis Günther Jauch so viel Gebührengelder ausgeben darf oder dass die Tagesthemen, über das Jahr verteilt, aus einem Pool von gerade mal zwölf Redakteuren schöpfen müssen, die rotierend sieben Tage à 14 Stunden arbeiten.”

2. “Warum wir eine neue ‘Tagesschau’ brauchen”
(ulmen.tv, Peer Schader)
Peer Schader kritisiert den Brennpunkt: “Ausgerechnet bei Großereignissen, wenn seriöse Nachrichten, Bildschirmerfahrung und Vertrautheit für die Zuschauer am wichtigsten wären, opfert die ARD ihre Kompetenzen in diesem Feld dem Zuständigkeitsgeschacher ihrer Anstalten und lässt Leute auf den Schirm, die von ausgebildeten Nachrichtenmoderatoren so weit entfernt sind wie Kleber und Wickert von der Bescheidenheit.”

3. “Ein toter Elefant und die Methoden von Bild”
(stephan-mahlow.tumblr.com)
Stephan Mahlow schreibt zum Bild.de-Artikel “Zoo-Chef hüpft auf sterbendem Elefanten”.

4. “Warum wir Deutsche in 193 Jahren aussterben”
(robotergesetze.com, Boris Hänßler)
Boris Hänßler zählt von den Medien verbreitete Todesursachen nach Grund zusammen und vergleicht sie mit den statistischen Gesamtwerten.

5. “Leistungsschutzrecht tritt in Kraft, ist bereits tot”
(schmalenstroer.net, Michael Schmalenstroer)
Michael Schmalenstroer befasst sich mit der im Google-Blogeintrag “Google News bleibt offene Plattform für alle deutschen Verlage” angekündigten Bestätigungserklärung: “Google zahlt nicht und wer auf seinem LSR besteht, fliegt raus. Eine derartige Reaktion war zu erwarten, wir hatten eine vergleichbare Situation bereits in Belgien.”

6. “Blattkritik mal anders”
(blogs.tageswoche.ch, Dani Winter)
Frau R. wertet Fotos in sechs Ausgaben der “Tageswoche” aus und ermittelt so das Geschlechterverhältnis.

Panther-Parolen

Die Leute von “Bild” mögen die Leute von Blockupy offenbar nicht besonders. Zumindest gibt sich das Blatt seit Tagen redlich Mühe, die Protest-Bewegung in Verruf zu bringen. Nachdem “Bild” mit kräftiger Unterstützung des hessischen Verkehrsministers zunächst versucht hatte, dem linkspolitischen Bündnis irgendeinen Nazi-Skandal anzuhängen (BILDblog berichtete), legt Bild.de jetzt nach.

In einem Text über die “Blockupy-Sitzenbleiber” (hihi) fassen die Reporter zusammen, was am vergangenen Freitag in der Frankfurter Innenstadt passiert ist. Der Artikel endet so:

Und die Flughafen-Protestler trollen sich wieder Richtung Bahnhof. Mit der Parole: “Heute ist nicht alle Tage…” Der Paulchen-Panther-Spruch, den die Nazi-Mörder vom NSU für ihr widerliches Bekenner-Video nutzten …

Das ist um so viele Ecken gedacht, dass das Kreuz Haken schlägt.

Mit Dank an Teresa M.

Das Killervideo von der Wursttheke

In einem Berliner Supermarkt ist gestern ein Mann erstochen worden.

Zum Glück war aber jemand mit einer Kamera in der Nähe und konnte die Aufnahmen, wie der Mann stirbt und wie Kunden und Angestellte Erste Hilfe leisten, zeitnah Bild.de zur Verfügung stellen.

Und so gibt es jetzt auf Bild.de ein Video aus diesem Supermarkt, und die Sprecherin schildert aus dem Off, was man sieht:

Beängstigende Bilder aus einem Supermarkt in Berlin-Gesundbrunnen vom Dienstagabend: Vor der Wursttheke liegt ein 82-jähriger Rentner auf den Fliesen — niedergestochen! Geschockt beobachtet die Wurstverkäuferin, wie Kunden und Angestellte Erste Hilfe leisten. Andere überwältigen den mutmaßlichen Täter, halten ihn fest. Zeugen berichten, der 30-Jährige soll unvermittelt auf den älteren Mann zugegangen sein und habe dann mehrmals auf ihn eingestochen. Für das Opfer kommt jede Hilfe zu spät, es stirbt noch am Tatort.

Immerhin: Die Köpfe der einzelnen Menschen, die helfen statt zu filmen, sind unscharf gemacht worden. Auch das Blut ist eher zu erahnen als zu sehen.

In der gedruckten “Bild”-Zeitung ist beides anders.

[via Absolut Obsolet]

Handelsblatt, Günther Jauch, Buchmarkt

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1. “Wie das ‘Handelsblatt’ die AfD anschiebt”
(sueddeutsche.de, Michael König)
Eine Umfrage durch das “Handelsblatt” wird “unglücklich” und “suggestiv” genannt. “Was die Handelsblatt-Umfrage besonders bemerkenswert macht: Nicht ein übereifriger Meinungsforscher hat sich die methodisch zweifelhafte Fragestellung ausgedacht. Sondern das Handelsblatt selbst. Das bestätigten die Zeitung und das Mafo-Institut auf SZ-Anfrage.”

2. “Ich pochere das an!”
(neon.de, Max-Jacob Ost)
Max-Jacob Ost schaut die “Günther-Jauch”-Diskussionsrunde “Der Fall des Uli Hoeneß – vom Saubermann zum Steuersünder?”. “Besser wäre gewesen: ‘Der Fall Uli Hoeneß – eine Reise ins Land der Konjunktive mit inhaltlich randomisierter Gästerunde’.”

3. “Die Doppelmoral des ‘Buchmarkt'”
(haupt.it)
Johannes Haupt beklagt einen Plagiatsfall durch den selbst gerne Plagiatsfälle anprangernden “Buchmarkt”. In den Kommentaren antwortet Herausgeber Christian von Zittwitz: “Tatsächlich sind heute, der Sache wegen, ohne dass einer richtig hingeguckt habt, drei Passagen Ihrer Meldung von einer Volontärin bei uns übernommen worden, weil Ihre Übersetzung der Originalmeldung so schön griffig war.”

4. “Datenjournalismus beim Guardian: ein Augenschein”
(davidbauer.ch)
David Bauer hat eine Woche beim “Datablog” des “Guardian” mitgearbeitet: “Das Team des Datablog besteht im Kern aus drei Journalisten, wovon einer nur Teilzeit arbeitet. In den letzten zwölf Monaten wurden auf dem Guardian Datablog insgesamt 878 Artikel veröffentlicht, knapp 17 pro Woche.”

5. “Im Twitterversum”
(blog.zeit.de/radikale-ansichten, Yassin Musharbash)
Yassin Musharbash beobachtet in Folge des Anschlags auf den Boston-Marathon Twitter: “Twitter ist kein Journalismus-Ersatz. Die meisten Twitterer plappern einfach vor sich hin, so wie es Menschen in der analogen Welt auch tun: ‘Hast du schon gehört?’ – Was dann folgt, ist oft genug ein Gerücht, unvollständig, halbfalsch. Aber es kann in Sekundenfrist tausendfach verbreitet werden und mit jeder Verbreitung echter wirken. Auch das geschah im Fall Boston, in übelster Weise.”

6. “Männer baggern wie blöde”
(freitag.de, Mikael Krogerus)
Mikael Krogerus berichtet aus Schweden: “Schweden hat heute, als einziges Land neben Norwegen, einen Staatsfeminismus. Alle politischen Beschlüsse müssen unter Beachtung eines Gleichberechtigungsparagrafen und in Zukunft auch eines Vielfaltsparagrafen gefällt werden.”

Der Spiegel, Gala, The Voice

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1. “Der Medienwandel als interne Revolution”
(perlentaucher.de, Thierry Chervel)
Thierry Chervel analysiert die Abgrenzung zwischen “Spiegel Online” und dem “Spiegel”: “Die eigentliche Struktur der Öffentlichkeit ist heute das Internet. Was nicht im Netz ist, ist nicht öffentlich, kann nicht zirkulieren, nicht auf Facebook diskutiert werden. Print ist eine der abgeleiteten Formen, in denen Inhalte aufbereitet werden können, TV eine andere. Eine Einsicht, die seit über fünfzehn Jahren im Raum steht, lässt sich nun auch institutionell nicht mehr abwehren: Alle Medien müssen von der neuen Struktur der Öffentlichkeit her gedacht werden.”

2. “Spieglein, Spieglein”
(debattiersalon.de, Michael Kraske)
Michael Kraske beschäftigt sich mit dem “Spiegel” der letzten Jahre: “Der Spiegel ist eine große Maschine mit exzellenten Journalisten, aber er ist auch ein kreativitättötender Apparat, der Themen in der immer gleichen Weise durchnudelt.”

3. “Die eurofeindlichen Enten der Boulevardpresse”
(presseurop.eu, Lenka Petrášová)
EU-Direktiven werden von britischen Boulevardblättern in Schlagzeilen verwandelt und “anschließend von ausländischen Journalisten aufgegriffen”.

4. “Dissonanzen bei ‘The Voice'”
(edito.ch, Markus Ganz)
Verträge der im öffentlich-rechtlichen Schweizer Fernsehen ausgestrahlten Castingshow “The Voice Of Switzerland”. “Besonders stossend sind die Verpflichtungen über das Ende der Vertragsdauer hinaus. So erhebt gemäss einem Vertragsauszug das Management während fünf weiterer Jahre Anspruch auf Anteile von Einnahmen, die durch vermittelte Kontakte entstanden sind.”

5. “‘Seit meinem Antritt ist Gala lauter geworden'”
(meedia.de, Alexander Becker)
“Gala” sei “lauter geworden”, seit er, Christian Krug, als Chefredakteur walte. Trotzdem gelte: “Ohne Häme setzt Gala auf eine intime, aber respektvolle Nähe zu den Stars und erzählt einfühlsame Geschichten.” Und: “Jede Story wird mit einem hohen journalistischen Anspruch recherchiert – für uns ist es irrelevant, ob es sich dabei um nationale oder internationale Themen handelt.”

6. “Topf voll Gold – Geschichten vom Ende des Regenbogens”
(topfvollgold.de)
Ein neues Blog zur deutschen Regenbogenpresse von Mats Schönauer und Moritz Tschermak.

Die Zeit, Tagesthemen, BVB-Netradio

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1. “Würstchenjournalismus”
(beratersprech.de)
Tom Hillenbrand von Beratersprech.de findet in der “Zeit” eigene Sprüche, aber keine Quellenangabe.

2. “Wulff: Diskussion um ‘Medienhetze'”
(ndr.de, Video, 4:54 Minuten)
Michael Fröhlingsdorf vom “Spiegel” und Hans Leyendecker von der “Süddeutschen Zeitung” nehmen Stellung zur Frage, ob die Medien mit Vorwürfen gegen Ex-Bundespräsident Christian Wulff nicht etwas übertrieben haben.

3. “Wenn Journalisten bei Kollegen klauen”
(berliner-zeitung.de, Thomas Schuler)
“Auf Bitten der ARD” stehen Journalist Peter Köpf und sein Verlag den ARD-Tagesthemen “über mehrere Stunden mit Rat und Hilfe beiseite”. “Doch als der Beitrag am 2. April im Fernsehen lief, war Köpf tief enttäuscht. Weder Tom Buhrow noch der MDR-Fernsehjournalist Matthias Koch erwähnten Köpf und seine Recherchen als Quelle ihres Beitrags. Die ARD präsentierte das Thema, als sei die Recherche allein ihr Verdienst.”

4. “Warten auf den Dritten Weltkrieg”
(zeit.de, Eric T. Hansen)
Eric T. Hansen analysiert die Erklärung von Nordkorea, man befinde sich im Kriegszustand. “In den amerikanischen und britischen Medien dagegen musste man teilweise suchen, bis man die Schreckensnachrichten aus Nordkorea fand. Fast so, als ginge es nicht um den nahenden Dritten Weltkrieg, sondern um diplomatischen Alltag.”

5. “‘Leck mich anne Büchs'”
(taz.de, Michael Brake)
Fußball: die letzten Minuten des Champions-League-Viertelfinalrückspiels zwischen Malaga und Dortmund im BVB-Netradio.

6. “Endlich: Das offizielle Vorabend-Fernseh-Trinkspiel”
(titanic-magazin.de)

Übergriffe, Drachen, SWR3-Topthema

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1. “Wenn Politiker übergriffig werden”
(welchering.de)
Journalist Peter Welchering berichtet nach Recherchen über die Verwendung von Steuergeldern von Übergriffen durch Politiker: “Vollends irritiert hat mich, dass die vier Kollegen, die ähnliche Erfahrungen mit übergriffigen CDU-Politikern gemacht haben wie ich, von diesen Amtsträgern mit Bananenrepublikverständnis so eingeschüchtert waren, dass sie dringend um Anonymität gebeten haben.”

2. “SWR3 Flopthema – Mein Topthema”
(thorstenreimnitz.blogspot.de)
Thorsten Reimnitz kritisiert das “SWR3-Topthema”: “Ich will keine Phrasen (‘blühender Blödsinn’, ‘Neiddebatte’) oder gar Beleidigungen (‘Lügenbaron’) hören, ich will Argumente. Und eine Meinung will ich mir selber bilden, ansonsten kann ich auch eine Boulevardzeitung lesen.”

3. “In eigener Sache: Der Heise Zeitschriften Verlag und das Leistungsschutzrecht”
(heise.de)
Zum vom Bundestag letzte Woche verabschiedeten Leistungsschutzrecht für Presseverleger erklärt der Heise Zeitschriften Verlag: “Die Freiheit der Berichterstattung, der Verlinkung und des Zitierens, wer immer sie auch in Anspruch nimmt, darf keinesfalls gefährdet werden. Oder, um es allgemeiner zu formulieren: Wir akzeptieren keine Einschränkungen der Freiheiten und Möglichkeiten des Internet.”

4. “Ich blogge jetzt 8 Jahre und wollte euch was sagen”
(stadt-bremerhaven.de, Caschy)
Caschy bloggt “seit Jahren so 12 – 14 Stunden am Tag”: “Wie sich dieses Blog mit mir finanziert? Es gibt hier keine Schleichwerbung.”

5. “Die Finanzkrise im Spiegel der Medien”
(nzz.ch, Helena Hamann und Stephan Russ-Mohl)
Eine Gruppe von Forschern untersucht die Medien während der Finanzkrise: “Überraschend war für die Forscher, dass in den Nachrichten zwar von staatlichen Eingriffen berichtet und ihr Nutzen diskutiert worden sei, die Medien jedoch die Einmischung des Staates generell nicht mehr in Frage gestellt hätten. Auch die redaktionellen Linien der untersuchten Medien hätten ihre Gesamtberichterstattung nicht beeinflusst. ”

6. “#6 Chinabildblog: Medien machen Angst”
(doppelpod.com)
China als Drache auf den Titelseiten von “Spiegel” und “Focus”: “Ist das den Korrespondenten denn nicht langsam peinlich, für Magazine zu arbeiten, die mit ihrer Bildersprache da weiter machen, wo Wilhelm II mit seiner Hunnenrede aufgehört hat? Merken die denn gar nicht, dass sie mit diesen Bildern den Verdacht vieler Chinesen, westliche Medien würden anti-chinesische Propaganda betreiben, immer weiter erhärten?”

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