1. 8 Learnings aus dem Reuters Digital News Report 2026
(socialmediawatchblog.de, Martin Fehrensen)
Martin Fehrensen ordnet den “Digital News Report 2026” (weltweit, deutsch) des Reuters Institute ein und hebt hervor, wie sehr Deutschland vom globalen Trend abweiche: Das Vertrauen in Nachrichten bleibe stabil und lineares Fernsehen ungewöhnlich stark. KI-Chatbots und News-Creator würden als Nachrichtenquelle kaum eine Rolle spielen. Weltweit seien Soziale Medien dagegen erstmals zur wichtigsten Nachrichtenquelle geworden.
2. Umgezogenes Problem
(taz.de, Erik Peter)
Wie Erik Peter in der “taz” berichtet, sei das neurechte Portal “Apollo News” nach Berlin-Kreuzberg gezogen, wo bereits Julian Reichelts “Nius” sitze. Dagegen wollen antifaschistische Initiativen um das Bündnis “Apollo Nö” am Samstag mit einer Fahrraddemo protestieren. Die Demo solle über “Apollo News” aufklären, das sich der Themenfelder der Neuen Rechten bediene und in Ergänzung zu “Nius” ein jüngeres, wirtschaftslibertäres Publikum ansprechen wolle.
3. “Meinungsfreiheit heißt nicht, dass ich wahllos Menschen mundtot machen darf”
(lto.de, Hanna E. Weißer)
Bei “Legal Tribune Online” erklärt Josephine Ballon, Co-Geschäftsführerin der Organisation HateAid, warum sich Betroffenenrechte gegen digitale Gewalt so schwer durchsetzen lassen. Meldungen würden bei den Plattformen oft versanden. Die rechtliche Durchsetzung sei zudem teuer und langwierig. Schnelles Löschen sei trotzdem wichtig: Mehr als die Hälfte der Internetnutzerinnen und -nutzer traue sich aus Angst vor digitaler Gewalt nicht mehr, politisch Stellung zu beziehen.
4. DW-Verwaltungsrat warnt vor weiterer Etat-Kürzung
(dwdl.de, Uwe Mantel)
Nachdem die Bundesregierung den Etat der Deutschen Welle (DW) für 2026 kurzfristig um zehn Millionen Euro gekürzt habe, befürchte der DW-Verwaltungsrat für 2027 einen weiteren Einschnitt. Zusammen mit Sparmaßnahmen von 2024 müsse die DW binnen drei Jahren rund ein Zehntel ihrer Ausgaben streichen, vor allem bei Personal und Investitionen. Das gefährde den gesetzlichen Auftrag, so der Verwaltungsratsvorsitzende Achim Dercks.
5. Hanna Reifgerst und Anne Schultka (Akademie für Kindermedien)
(wiesoweshalbwarum, Thomas Hartmann, Audio: 1:42:36 Stunden)
Hanna Reifgerst und Anne Schultka übernehmen ab diesem Sommer gemeinsam die Studienleitung der Akademie für Kindermedien (AKM). Im Gespräch mit Kindermedien-Podcaster Thomas Hartmann geht es um die Pläne der beiden, um Kriterien für hochwertige Kindermedien und um die Frage, warum das AKM-Angebot unverzichtbar sei.
6. Mit dem Wegzug des S.-Fischer-Verlags wird Frankfurt endgültig zur Provinz
(fr.de, Leo Fischer)
In seiner satirischen Kolumne nimmt Leo Fischer, Autor und früherer “Titanic”-Chefredakteur, den Umzug des S. Fischer Verlags von Frankfurt am Main nach Berlin zum Anlass für eine Abrechnung mit der Kulturpolitik der Stadt. Der Verlag von Stefan Zweig, Thomas Mann und Franz Kafka ziehe wie zuvor Suhrkamp in die Hauptstadt. Mit beißendem Spott hält Fischer Frankfurt vor, sich seiner Kulturszene zu schämen und sich auf Fußball, Apfelwein und Grüne Soße zu reduzieren.
