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Aus dem Katapult geschleudert, Fest ohne Feste, Kleine Anfrage zu “Libra”

1. Benjamin Fredrich tritt wegen “Katapult Ukraine” zurück, um “Katapult Ukraine” zu machen
(uebermedien.de, Stefan Niggemeier)
Es klingt seltsam, ist aber wahr: “Katapult”-Geschäftsführer und -Chefredakteur Benjamin Fredrich tritt wegen “Katapult Ukraine” zurück, um sich verstärkt bei “Katapult Ukraine” zu engagieren. Dem vorausgegangen waren zahlreiche Vorwürfe, die “Übermedien” Anfang der Woche veröffentlicht hatte (nur mit Abo lesbar). Fredrich hat daraufhin seinen Rückzug angekündigt, der gleichzeitig ein Neuanfang sein soll.

2. Die letzten Jahre der gedruckten Zeitungen
(blog-cj.de, Christian Jakubetz)
Christian Jakubetz beschreibt den Niedergang der gedruckten Tageszeitungen und argumentiert, dass diese an einem “Kipppunkt” angekommen seien. Gründe für den Niedergang seien das veränderte Leseverhalten, die hohen Preise und die ausgedünnten Inhalte. Es bestehe kein Zweifel daran, dass die Printmedien eines Tages verschwinden werden: “Ob das ein Verlust für die publizistische Landschaft sein wird, hängt davon ab, was danach kommen wird. Aber dass ein heute noch jüngeres Publikum jemals der bräsigen Zweifaltigkeit aus regionalen Tageszeitungen und dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk hinterher trauert, dafür fehlt mir aktuell jede Vorstellungskraft.”

3. “Humor hat viel mit Macht zu tun”
(taz.de, Doris Akrap)
Seit 100 Tagen steht Julia Mateus als Chefredakteurin an der Spitze des Satiremagazins “Titanic”. Im “taz”-Interview zieht sie eine (ironische) Zwischenbilanz und spricht über ihre Exit-Strategie: “Ich möchte so eine Reggae-Hexe mit grauhaarigen Dreads und Gottkomplex werden, die auf Festivals selbstgebackenen Kuchen und Holzschmuck feilbietet.”

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4. Fest ohne Feste
(deutschlandfunkkultur.de, Christian Berndt, Audio: 5:25 Minuten)
Filmfestivals brauchen engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, aber die Jobs in der Filmbranche sind oft schlecht oder gar nicht bezahlt. Darunter leiden auch die Filmfestivals. Im Deutschlandfunk Kultur sprechen Ludwig Sporrer von der AG Filmfestival und die Gewerkschafterin Kathlen Eggerling über die schwierige Situation und überlegen, was man besser machen könnte.

5. Skandalös staatsnaher Journalismus?
(faz.net, Jochen Zenthöfer)
Wie im Dezember in den “6 vor 9” zu lesen war, ist mit “Libra” ein staatsnahes Juristenmedium und journalistisches Informationsportal entstanden. Für Jochen Zenthöfer taten sich an dieser und dieser Stelle bereits Fragen auf, welche die Verquickung von Staat und Medium betreffen. Nun hat die CDU/CSU-Fraktion eine Kleine Anfrage an die Bundesregierung gestellt, wobei der Begriff “Klein” in diesem Fall etwas irreführend ist: Es handelt sich um einen Fragenkatalog mit über einhundert Fragen.

6. Das vorletzte Nashorn
(spiegel.de, Julia Stanek)
Eine beeindruckende Auswahl preisgekrönter Reisefotografie ist beim “Spiegel” zu sehen. Grundlage sind die Siegerfotos des Travel Photographer of the Year Awards.

Verkehrte Parallelmedienwelt, TikTok macht gut Wetter, Messerattacken

1. Verkehrte Parallelmedienwelt
(journalist.de, Matthias Meisner)
Der freie Journalist Matthias Meisner beschäftigt sich immer wieder mit dem Spektrum der “alternativen” oder “freien Medien” und gerät dabei selbst ins publizistische Schussfeld: “Tichys Einblick sieht in mir einen ‘Desorientierungsspezialisten’. Der Blogger Boris Reitschuster nennt mich ‘Karl-Lauterbach-Fan’ – und meint das nicht nett. Das Portal Telepolis setzt meine Berufsbezeichnung ‘Journalist’ in Gänsefüßchen. Vom Magazin Cicero bekomme ich den Titel ‘publizierender Aktivist’. Die NachDenkSeiten schreiben, ich sei bekannt für meine ‘intriganten Artikel gegen Sahra Wagenknecht’.”

2. Offizielle (!) Zahl der Messer-Attacken halb so hoch wie die sog. Experten
(volksverpetzer.de, Tobias Wilke)
In verschiedenen Medien war zeitweise von einer Zahl von Messerattacken in Deutschland zu lesen, die deutlich zu hoch ist und somit nichts mit der Realität zu tun hat. Tobias Wilke hat sich in seiner Analyse auf die Suche nach den Ursachen gemacht. Eine ist relativ einfach: “Dass Kriminalitätszahlen aus verschiedenen Bundesländern lieber nicht verglichen werden sollten, solange das BKA diese nicht ‘ausgesiebt’ und vereinheitlicht hat, ist leider keine Ausnahme. Wer es dennoch selbst versucht, vergleicht Äpfel mit Birnen und Mettbrötchen und erhält eine dementsprechend sinnfreie Gesamtsumme.”

3. TikTok-Chef wird im US-Kongress aussagen
(spiegel.de)
Die App TikTok des chinesischen Konzerns ByteDance steht in den USA seit geraumer Zeit in der Kritik. Sogar von einem Verbot war immer wieder die Rede. Nun hat das Unternehmen mit einer Lobbykampagne reagiert, die die Bedenken in den USA zerstreuen soll: TikTok bietet an, die Daten dortiger Nutzerinnen und Nutzer bei einem US-Provider zu speichern, die Moderationspolitik zu überarbeiten und die Empfehlungsalgorithmen zu überprüfen.
Weiterer Lesetipp: “Kauft den Schrott nicht!”: Auf Tiktok geht gerade “Deinfluencing” durch die Decke (omr.com, Roland Eisenbrand).

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4. Russischer Exiljournalismus: Beeindruckender Mut und große Sorgen
(br.de, Linus Lüring & Leon Wohlleben, Audio: 28:58 Minuten)
Hunderte russische Medienschaffende hätten wegen ihrer kritischen Haltung gegenüber Wladimir Putin und dem Krieg gegen die Ukraine Russland verlassen müssen. Viele von ihnen würden nun trotz schwieriger Bedingungen mit bemerkenswerter Professionalität und Kreativität aus dem Ausland weiter berichten. Linus Lüring und Leon Wohlleben sprechen mit Tamina Kutscher (Chefredakteurin von dekoder.org), Polina Stretter (Programmdirektorin beim JX Fund) und Valeria Ratnikova (Moderatorin beim TV-Sender Doschd).

5. Gefährlicher Präzedenzfall
(taz.de, Reinhard Wolff)
Zwei Journalisten der finnischen Zeitung “Helsingin Sanomat” wurden wegen der “Offenlegung von Staatsgeheimnissen” schuldig gesprochen. Dabei ging es um eine Recherche aus dem Jahr 2017 zu einem Gesetzesentwurf, der den Sicherheitsdiensten erweiterte Überwachungsbefugnisse einräumen sollte. Der Chefredakteur der Zeitung bezeichnete das Urteil als Angriff auf die Pressefreiheit in Finnland, da es eine abschreckende Wirkung auf die Arbeit von Journalistinnen und Journalisten habe, wenn sie inhaftiert werden könnten.

6. 100 Jahre Radio – Zur Geschichte und Zukunft des Hörfunks
(ardaudiothek.de, Norbert Lang, Audio: 44:18 Minuten)
Das Radio wurde schon oft totgesagt, doch immer noch hört mehr als die Hälfte der Menschen in Deutschland täglich Radio. Was macht das Medium aus? Und wie wird es sich in Zukunft verändern? Darüber diskutiert Norbert Lang mit dem Musik- und Medienwissenschaftler Golo Föllmer, der SWR-Hörfunkjournalistin Sandra Müller und dem Literatur- und Medienwissenschaftler Andreas Stuhlmann.

Ohne Loser, aber mit Werbung für die Wunderwaffe gegen Hautalterung

Wenn vier prominente Frauen sich treffen, offen über ihr Single-Dasein plaudern und von ihrer Männersuche erzählen, dürfte das für ein Boulevardmedium ein großes Geschenk sein. Selbstverständlich hat sich “Bild”-Chefreporterin Iris Rosendahl diese Geschichte nicht entgehen lassen:

Screenshot Bild.de - Ruland, Ahrens, Halmich und Bülter im Girls-Talk - Wir wollen keine Loser

Sie gehen zusammen auf Partys, fahren teils zusammen in den Urlaub und sind seit vielen Jahren miteinander befreundet: die Schauspielerinnen Tina Ruland und Mariella Ahrens, Ex-Boxweltmeisterin Regina Halmich und Moderatorin Tanja Bülter.

Und alle eint, dass sie aktuell Single sind. Sie lachen, tuscheln und rechnen, als BILD am SONNTAG die vier darauf anspricht. Dann steht das Ergebnis fest. “Zusammen sind wir 15 Jahre Single”, sagt Tina Ruland.

Vorab musste natürlich noch die Frage geklärt werden, wo das Lach-und-Tuscheltreffen stattfinden könnte. Aber auch dafür gab es eine Lösung:

Zusammen machte das Berliner Freundinnen-Quartett einen Ausflug nach Werder (Havel, Brandenburg) (…) Dort traf BamS die Vier zum exklusiven Interview.

Praktisch.

Ohne unsere Auslassung lautet die Passage im Bild.de-Artikel übrigens so:

Zusammen machte das Berliner Freundinnen-Quartett einen Ausflug nach Werder (Havel, Brandenburg), testete dort ein neuartiges Anti-Aging-Lasersystem PicoSure Pro (eins von drei in Deutschland!) in der Privatpraxis von Dr. med Jasmin Last. Hollywood schwört bereits auf die Wunderwaffe im Kampf gegen die Hautalterung.

Dort traf BamS die Vier zum exklusiven Interview.

Im gesamten Beitrag gibt es keine einzige inhaltliche Verbindung zum “neuartigen Anti-Aging-Lasersystem”, keine zu der Privatpraxis, zum Thema Hautalterung oder zur “Wunderwaffe im Kampf” dagegen. Zu Hollywood gäbe es die Verknüpfung, dass mit Tina Ruland und Mariella Ahrens zwei Schauspielerinnen in der Runde dabei sind, und in Hollywood auch geschauspielert wird. Das wäre es dann aber auch. Es gibt nur diese zwei Absätze, die so überraschend und brachial daherkommen, dass man wohl nicht mehr von Schleichwerbung, sondern von Trampelwerbung sprechen müsste. Dazu noch ein Foto der vier Freundinnen und der Ärztin, die lächelnd um das “eins-von-drei-in-Deutschland-!”-Lasersystem stehen, von der “Bild”-Chefreporterin eigenhändig aufgenommen:

Screenshot Bild.de - Foto von Ruland, Ahrens, Halmich und Bülter neben der Ärztin und der  mit der Bildunterschrift - Die Freundinnen testeten das Anti-Aging-Lasersystem PicoSure Pro bei Dr. med. Jasmin Last (35, ganz links). Die Ärztin für Ästhetische Medizin zu BamS: Wer mit seinem eigenen Gesicht verzögert und natürlich älter werden möchte, ist bei mir richtig. Der Laser hilft bei der Hautverjüngung, Narben und Pigmentreduzierung.

Nach dem eingeschobenen, nicht gekennzeichneten Werbeblock für die Praxis geht es zusammenhangslos wieder um die Partnersuche der vier Promi-Frauen:

(…) Hollywood schwört bereits auf die Wunderwaffe im Kampf gegen die Hautalterung.

Dort traf BamS die Vier zum exklusiven Interview.

Gegen einen neuen festen Partner hätten aber alle vier nichts einzuwenden. Doch der muss auch ins Profil passen.

Und so weiter.

In der gedruckten “Bild am Sonntag” ist der Artikel ohne die Passage zu “PicoSure Pro” und das Foto erschienen. Dort geht es nur um die vier Freundinnen und ihr Single-Leben.

Mit Dank an Bastian für den Hinweis!

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KW 04/23: Hör- und Gucktipps zum Wochenende

Hurra, Wochenende – und damit mehr Zeit zum Hören und Sehen! In unserer Wochenendausgabe präsentieren wir Euch eine Auswahl empfehlenswerter Filme und Podcasts mit Medienbezug. Viel Spaß bei Erkenntnisgewinn und Unterhaltung!

***

1. Inside Hauptstadtstudio
(deutschlandfunk.de, Tom Schimmeck, Audio: 1:11:26 Stunden)
Beim “Politikpodcast” des Deutschlandfunks (Dlf) gibt es eine Sonderfolge: Anlässlich der 300. Ausgabe hat der preisgekrönte Reporter und Feature-Autor Tom Schimmeck das Team des Dlf-Hauptstadtstudios in Berlin besucht und bei der Arbeit beobachtet. Hörenswert!

2. Khesrau Behroz in der Hörbar Rust
(radioeins.de, Bettina Rust, Audio: 1:27:22 Stunden)
In der “Hörbar Rust” begrüßt Gastgeberin Bettina Rust den Journalisten und Podcastproduzenten Khesrau Behroz, der vor allem wegen seiner bemerkenswerten Produktionen wie “WTF happened to Ken Jebsen?” oder “Wer hat Angst vorm Drachenlord?” bekannt ist.

3. Exitstrategie AI
(logbuch-netzpolitik.de, Tim Pritlove & Linus Neumann, Audio: 1:59:44 Stunden)
Beim “Logbuch:Netzpolitik” sprechen Tim Pritlove und Linus Neumann über mehrere medienrelevante Themen: über die Copyright-Problematik bei Künstlicher Intelligenz und die Möglichkeit, Kreative finanziell zu beteiligen, über den fortschreitenden Niedergang von Twitter und über die Frage, warum “linke Links” gefährlich sein können, wie man an der Razzia bei Radio Dreyeckland sehen könne.
Weiterer Hörtipp: In der neuesten Folge von “Studio Komplex” geht es um die drohende “KI-Apokalypse” und die Frage: “Wird die KI uns Menschen überflüssig machen?” (hr-inforadio.de, Anne-Katrin Eutin, 54:22 Minuten)

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4. Das Ringen um Wahrheit – Die Räumung von Lützerath und die Medien
(ardaudiothek.de, Brigitte Baetz, Audio: 33:30 Minuten)
War die Berichterstattung über die Räumung von Lützerath unvollständig und teilweise einseitig, wie von einer Deutschlandfunk-Hörerin behauptet? Darüber diskutieren mit ihr Landeskorrespondentin Felicitas Boeselager, Umweltredakteur Georg Ehring und Brigitte Baetz aus der Medienredaktion des Senders.

5. 40 Jahre Medienpolitik: von Leo Kirch bis Künstliche Intelligenz
(br.de, Nina Landhofer, Audio: 32:00 Minuten)
Im BR24-Medienmagazin unterhält sich Nina Landhofer mit der Medienjournalistin Sissi Pitzer, die das Medienmagazin 26 Jahre verantwortet hat. In dem Gespräch geht es um die Entwicklungen der Medienlandschaft der vergangenen Jahrzehnte – von Leo Kirch bis zur Künstlichen Intelligenz.

6. Der erste Film
(geschichte.fm, Daniel Meßner & Richard Hemmer, Audio: 50:52 Minuten)
Bei den “Geschichten aus der Geschichte” überraschen sich zwei geschichtsbegeisterte Podcaster Woche für Woche mit einer interessanten historischen Episode. Diesmal geht es um Louis Le Prince, der die ersten überlieferten Bewegtbilder der Filmgeschichte drehte: “Wir sprechen über die Geschichte des Films, wie Le Prince überhaupt auf die Idee kam, eine Filmkamera zu entwickeln, und wie Thomas Edison schließlich zum Begründer der Filmindustrie wurde – obwohl er seine Kameras William Dickson zu verdanken hatte.”

Neue Gehaltsexzesse beim RBB, Aufstand bei Beck, “Welt”-Vorwürfe

1. Aufstand beim C.-H.-Beck-Verlag
(tagesschau.de, Silvio Duwe & Daniel Laufer & Lisa Wandt)
Wie vergangene Woche in den “6 vor 9” zu lesen war, hat Hans-Georg Maaßen seinen Vertrag als Mitautor des im Verlag C. H. Beck erscheinenden Kommentars zum Grundgesetz gekündigt. Bei Tagesschau.de ist zu lesen, welchen Einfluss dabei offenbar die Beck-Belegschaft hatte: “Nach Kontraste-Recherchen führte offenbar ein Aufstand in der Belegschaft dazu, dass sich der C.-H.-Beck-Verlag von seinem Autoren Maaßen trennen wollte. Ex-Verfassungsschutzchef und CDU-Mitglied Maaßen kam dem mit einer Kündigung zuvor.”
Hier das dazugehörige Video der “Kontraste”-Redaktion: Die Radikalisierung des Hans-Georg Maaßen (ardmediathek.de, 6:36 Minuten).

2. Neue Gehaltsexzesse beim RBB: Öffentlich-rechtlicher Sender lässt Auszahlung eines ARD-Bonus an die Ex-Geschäftsleitung juristisch prüfen
(businessinsider.de, Jan C. Wehmeyer)
Der “Business Insider”, der sich bereits um die Aufklärung zahlreicher Missstände beim RBB verdient gemacht hat, hat eine weitere Sonderbarkeit entdeckt: Die RBB-Spitze um die damalige Intendantin Patricia Schlesinger habe ab Mitte 2021 neben Gehalt und Bonuszahlungen noch eine zusätzliche ARD-Zulage von mindestens 1.700 Euro pro Monat kassiert. Derartige Sonderzahlungen seien aber unüblich und intern offenbar nicht genehmigt gewesen. Der RBB lasse den Vorgang nun juristisch prüfen.

3. Vorwürfe gegen Springer-Chef Döpfner
(faz.net, Sara Wagner)
Wie am Dienstag in den “6 vor 9” bereits zu lesen war, kündigte der Springer-Vorstandsvorsitzende Mathias Döpfner in einem Interview mit der dpa Änderungen bei “Bild” und “Welt” an, die mindestens mit einer “Personalumschichtung” einhergehen würden. Dies trifft auf der Gegenseite anscheinend auf wenig Gegenliebe: Der “FAZ” liege ein interner offener Brief des “Welt”-Betriebsrats vor, in dem sich dieser bei Döpfner über dessen Form der Kommunikation beschwert.

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4. Streik beim rbb!
(djv-berlin.de)
Der Deutsche Journalisten-Verband Berlin JVBB hat die Beschäftigten des RBB für heute zu einem Warnstreik aufgerufen. Demnach seien “alle festangestellten und arbeitnehmerähnlichen freien Journalist:innen sowie die Volontär:innen” aufgefordert, in der Zeit von 4:30 Uhr bis 22:30 Uhr die Arbeit niederzulegen. Hintergrund sind die Verhandlungen in der aktuellen Tarifrunde.

5. Mehr Recherche im Rundfunk – jetzt!
(journalist.de, Daniel Drepper)
Der Journalist Daniel Drepper leitet die Recherchekooperation von NDR, WDR und “Süddeutscher Zeitung”. In seinem Beitrag beim “journalist” erklärt er, wie wichtig, aber auch wie aufwändig investigativer Journalismus sei. Es brauche ganze Teams kluger Reporterinnen und Reporter mit Rückendeckung und Freiheiten: “Wenn ich möchte, dass diese Reporterinnen wichtige Diskussionen in der Gesellschaft anstoßen, wenn ich möchte, dass sich diese Reporterinnen für uns alle in den Wind stellen – dann muss ich als Sender investieren und dann muss ich mich als Sender etwas trauen.”

6. Landgericht Oldenburg stärkt Auskunftsrechte
(blogs.taz.de)
In ihrem Hausblog berichtet die “taz” über einen gewonnenen Rechtsstreit gegen Deutschlands fünftgrößten Energiekonzern, die EWE AG. Das Unternehmen müsse laut einem Urteil des Landgerichts Oldenburg einem “taz”-Redakteur Auskunft über seine Spendenpraxis erteilen. Die Entscheidung sei ein gutes Signal an Journalistinnen und Journalisten, beharrlich zu bleiben und sich nicht so schnell abspeisen oder einschüchtern zu lassen, so der Anwalt der “taz”.

FakeGPT, Nachrichtendienst setzt auf Journalisten, Brandbrief

1. ChatGPT schreibt überzeugende Falschinformation
(zeit.de)
Der Chatbot ChatGPT kann beeindruckende Texte erzeugen, denen man ihre maschinelle Herkunft kaum oder gar nicht anmerkt. Diese Fähigkeit lasse sich jedoch auch für Falschinformationen und Propaganda ausnutzen, warnt das Unternehmen NewsGuard. Zuvor hatte es ChatGPT mit einigen Übungsaufgaben dazu gebracht, Erzählungen mit falschen Informationen abzuliefern.
Weiterer Lesetipp zu ChatGPT: “Arbeiter:innen in Kenia sollten teils traumatisierende Texte lesen, um ChatGPT zu optimieren. Ihr Stundenlohn: bis zu zwei US-Dollar. Eine Recherche des Time Magazines zeigt: Hinter dem Hype um die Künstliche Intelligenz steckt auch eine Geschichte von Ausbeutung im globalen Süden.” – Prekäre Klickarbeit hinter den Kulissen von ChatGPT (netzpolitik.org, Daniel Leisegang).

2. BND setzt auf Jour­na­listen als Spitzel
(lto.de, Hasso Suliak)
Womöglich entgegen einer Weisung des Kanzleramts setze der Auslandsnachrichtendienst BND auch auf Journalisten als Informanten. Dies gehe aus einem Schriftsatz des Bundesnachrichtendienstes vom 26. April 2022 an das Bundesverwaltungsgericht hervor, der “Legal Tribune Online” vorliegt. Hasso Suliak ordnet den Fall ein und gibt die Kritikpunkte des Deutschen Journalisten-Verbandes und der Linkspartei wieder.

3. Redaktionen wehren sich gegen Zerschlagung
(spiegel.de, Alexander Kühn)
Jahrzehntelang genoss das Medienunternehmen Gruner + Jahr einen Ruf als sicherer Arbeitgeber, doch seit der Übernahme durch RTL müssen die dort arbeitenden Menschen um ihre Arbeitsplätze fürchten. Die Redaktionsbeiräte von “Art”, “Brigitte”, “Eltern”, “Geo”/”P.M.”, “Geolino” und “Stern” hätten sich deshalb mit einem dem “Spiegel” vorliegenden Brandbrief an die Eigentümerfamilie Mohn gewandt, der das Gütersloher Medienhaus Bertelsmann und somit RTL gehört.

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4. Richtigstellung zu Berichterstattung in der B.Z.
(bundesgerichtshof.de)
Der Bundesgerichtshof (BGH) sieht sich gezwungen, einen Bericht der Berliner Tageszeitung “B.Z.” zu korrigieren, wonach das Gericht seinen Sitz von Leipzig nach Berlin verlegen wolle: “Diese Information ist unzutreffend. Es gibt keinerlei Umzugspläne für den 6. Strafsenat oder einen anderen Senat des Bundesgerichtshofs nach Berlin”, so der BGH zum Artikel des Springer-Blatts.

5. Newsletter Netzwerk Recherche 217 vom 24.01.2023
(netzwerkrecherche.org, Annelie Naumann & Albrecht Ude)
Wie immer eine Empfehlung wert, nicht nur für Journalistinnen und Journalisten aus dem Investigativbereich: der Newsletter des Netzwerk Recherche. Die neueste Ausgabe liefert einen aktuellen Überblick über Nachrichten, Veranstaltungen, Seminare, Stipendien und Preise. Außerdem geht es um das Thema Einschüchterungsklagen gegen Medienschaffende, das man auch auf der Jahreskonferenz aufgreifen werde. Im Pressespiegel gibt es zudem wertvolle Lesetipps zu ausgesuchten Themen.

6. Gregor Gysi unterstützt Journalistin bei Klage gegen Berliner Senat
(tagesspiegel.de, Madlen Haarbach)
Am Rande der Berliner Maidemo im Jahr 2020 sei einer Videojournalistin ein Polizist entgegengetreten und habe ihr unvermittelt mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Die Frau habe dabei ganz erhebliche Verletzungen an Nase und Zähnen erlitten. Mit Verweis auf den fehlenden Tatverdächtigen habe die zuständige Senatsverwaltung die Forderung nach Schmerzensgeld abgelehnt. Anschließend wies das Berliner Landgericht die Klage ab und habe der Journalistin sogar eine Mitschuld an ihren Verletzungen gegeben. Nun gehe sie in Berufung – mit juristischer Unterstützung durch Linken-Politiker Gregor Gysi.

Seitenwechsel, Buschmann lässt prüfen, Die nächsten Streaming Wars

1. Stempfle: “Entscheidung am Samstagabend gefallen”
(dwdl.de, Alexander Krei)
Wie das Bundesverteidigungsministerium mitteilt, wird der ARD-Journalist Michael Stempfle neuer Sprecher des Ministeriums sowie Leiter des Stabs Informationsarbeit. Dieser Vorgang ist durchaus bemerkenswert, schließlich hatte sich Stempfle nur vor wenigen Tagen in einem Artikel auf Tagesschau.de sehr lobend über seinen jetzigen Chef, Verteidigungsminister Boris Pistorius, geäußert. Die Gespräche über seinen Seitenwechsel seien jedoch erst nach der Veröffentlichung des Artikels geführt worden, wie Stempfle gegenüber “DWDL” betont.

2. Buschmann lässt “Libra” prüfen
(faz.net, Jochen Zenthöfer)
Wie im Dezember in den “6 vor 9” zu lesen war, ist mit “Libra” ein staatsnahes Juristenmedium und journalistisches Informationsportal entstanden. Für Jochen Zenthöfer taten sich bereits an dieser Stelle Fragen auf, die die Verquickung von Staat und Medium betreffen. Nun ist Bewegung in die Sache gekommen: Das Bundesjustizministerium lasse prüfen, ob “Libra” verfassungskonform ist.

3. Bild & Welt betroffen: Döpfner kündigt Trennungen von Mitarbeitern an
(kress.de, Marc Bartl)
Der Springer-Vorstandsvorsitzende Mathias Döpfner kündigte jüngst in einem Interview mit der dpa Änderungen bei “Bild” und “Welt” an. Auf die Frage, ob dies auch mit Entlassungen verbunden sei, antwortete er: “Personalumschichtung auf jeden Fall. An der einen Stelle wird es weniger, an der anderen mehr. Das bedeutet auch Trennungen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.” Auch der Fernsehkanal “Bild TV” kommt bei Döpfner nicht gut weg: “Dieses hochambitionierte Nachrichtensenderkonzept war im Rückblick nicht die richtige Idee.”
Weiterer Lesetipp: Bei Süddeutsche.de spekuliert Jakob Biazza über Döpfners Gemütszustand.

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4. Gabriele Krone-Schmalz verliert vor Gericht gegen Kritikerin
(t-online.de, Julian Seiferth)
Das Landgericht Köln hat entschieden: Die Kritik der Wissenschaftlerin Franziska Davies an Äußerungen der Journalistin und ehemaligen Moskau-Korrespondentin der ARD Gabriele Krone-Schmalz war zulässig. Krone-Schmalz müsse die Prozesskosten tragen. Nun stehe noch ein weiteres Verfahren an.

5. Das wird mega!
(journalist.de, Kathi Preppner)
“Was sind die Megathemen, die den Journalismus beeinflussen? Welche Themen dominieren die Berichterstattung, welche betreffen Journalist*innen und Medienhäuser?” Das Magazin “journalist” hat verschiedene Medienschaffende befragt, mit welchen Schwerpunkten sie in diesem Jahr rechnen – und die reichen von Künstlicher Intelligenz, Nachhaltigkeit, Versorgungssicherheit und Individualisierung bis hin zum kollaborativen Arbeiten.

6. Die fetten Jahre sind vorbei
(zeit.de, Eike Kühl)
Eike Kühl hat sich in seiner Analyse über die Streamingbranche angeschaut, wie es für die Anbieter weitergehen könnte. Seine Prognose: “Der nächste Streaming War beginnt. Und für manche Dienste könnte es diesmal nicht um den Aufstieg, sondern ums Überleben gehen.”

Alte Scholz-Rede, “Wie doof kann man sein?”, Kaffeesatzlesereien für 2023

1. “Berliner Zeitung” verkauft alte Olaf-Scholz-Rede als neu
(uebermedien.de Stefan Niggemeier)
Bundeskanzler Olaf Scholz hat beim Weltwirtschaftsforum in Davos eine Rede gehalten, die es scheinbar in sich hatte. So wusste die “Berliner Zeitung” von Passagen zur Gesundheitspolitik und zur Coronapandemie zu berichten, die geradezu aus der Zeit gefallen schienen. Das waren sie auch tatsächlich, denn der Autor – kein geringerer als der Herausgeber der “Berliner Zeitung” – hatte munter längst überholte Zitate einer Scholz-Rede aus dem vergangenen Jahr eingearbeitet. Dies sorgte im Netz für allerlei Aufregung und Konfusion.

2. Zu wenige Mitglieder da: RBB-Rundfunkrat verschiebt Sondersitzung
(sueddeutsche.de)
Weil dem öffentlich-rechtlichen RBB Verschwendung von Gebührengeldern vorgeworfen wird, hat der Sender 31 Anwälte von vier Rechtsanwaltskanzleien mit der Aufklärung der Verschwendungsvorwürfe beauftragt, was bislang über 1,4 Millionen Euro an Honoraren gekostet habe. Nun wollte sich der RBB-Rundfunkrat in einer Sondersitzung mit den Untersuchungsergebnissen beschäftigen. Doch die Sitzung konnte wegen mangelnder Beschlussfähigkeit nicht stattfinden. Zur Geldverschwendung kommt nun also auch die Zeitverschwendung, oder wie es Joachim Huber im “Tagesspiegel” ausdrückt: “Wie doof kann man sein?”

3. Wenn Google und NGOs für das Gleiche streiten
(netzpolitik.org, Ingo Dachwitz)
Ein “Lehrstück über die Tücken zielgenauer Regulierung und gut gemachten Lobbyismus” nennt Ingo Dachwitz den Streit um die Regulierung politischer Werbung durch die EU. Bereits um die Definition sei ein Streit entbrannt, bei dem sich die Zivilgesellschaft plötzlich an der Seite von Google wiederfinde.

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4. «Auto-Vervollständigung gibt uns nur Bullshit»
(infosperber.ch, Pascal Sigg)
Schweizer Medien hätten in den vergangenen Wochen und Monaten begeistert über Künstliche Intelligenz berichtet und es dabei an der notwendigen Distanz missen lassen. Pascal Sigg erklärt, warum Skepsis angebracht sei, und fasst dazu die fünf wichtigsten Aussagen des KI-Experten Gary Marcus zusammen.

5. Podcast, Video, Newsletter: die neue Dreifaltigkeit
(blog-cj.de, Christian Jakubetz)
Christian Jakubetz hat sich den neuesten “Digital News Report” des Reuters Institute for the Study of Journalism angeschaut. Drei Themen seien aus Mediensicht im kommenden Jahr unverzichtbar: Podcast, Video und Newsletter. Jakubetz erklärt, warum es sich lohnt, sich in diesen Bereichen zu engagieren.

6. Glaskugelige Kaffeesatzlesereien 2023
(indiskretionehrensache.de, Thomas Knüwer)
Thomas Knüwer hat turnusgemäß die Glaskugel aus dem Schrank geholt und einen Blick auf mögliche Medienentwicklungen des bevorstehenden Jahres geworfen. Wie immer geht er dabei auch selbstkritisch seine Prognosen des Vorjahres durch.

KW 03/23: Hör- und Gucktipps zum Wochenende

Hurra, Wochenende – und damit mehr Zeit zum Hören und Sehen! In unserer Wochenendausgabe präsentieren wir Euch eine Auswahl empfehlenswerter Filme und Podcasts mit Medienbezug. Viel Spaß bei Erkenntnisgewinn und Unterhaltung!

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1. Die Medien und das Silvester-Debatten-Debakel
(sueddeutsche.de, Nadia Zaboura & Nils Minkmar, Audio: 34:26 Minuten)
Im Medienpodcast “quoted” unterhalten sich Nadia Zaboura und Nils Minkmar über die mediale Berichterstattung zu den Silvester-Geschehnissen. Es geht dabei um “vorschnelle Zuschreibungen, den Pressekodex zur Herkunftsnennung, die Polizei als sogenannte ‘privilegierte Quelle’ und die Folgen der medialen Debatte für den gesellschaftlichen Zusammenhalt”.

2. Mitsprache statt Mitleid – Wohnungs- und obdachlose Menschen in den Medien
(deutschlandfunk.de, Annika Schneider, Audio: 33:19 Minuten)
In der Hörersendung des Deutschlandfunks (Dlf) wünscht sich ein selbst von Wohnungslosigkeit Betroffener mehr inhaltliche Tiefe bei der Berichterstattung über Wohnungs- und Obdachlosigkeit. Am Gespräch sind außerdem die Bonner Lokalreporterin Lisa Inhoffen und Annika Schneider aus der Dlf-Medienredaktion beteiligt.

3. Funkfrequenzen in der Debatte
(soundcloud.com, M – Der Medienpodcast, Audio: 22:39 Minuten)
Auf der Ende dieses Jahres stattfindenden Weltfunkkonferenz in Dubai wird neu über die Vergabe der Funkfrequenzen verhandelt, und das betrifft auch die Medienwelt. Kommerzielle Mobilfunkbetreiber sowie das Militär würden auf mehr Funkfrequenzen drängen. Die Verlierer könnten dabei Kultur- und Sportveranstaltungen sein, aber auch Fernseh- und Filmproduktionen, die ebenfalls kleine Frequenzen für ihre Arbeit nutzen.

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4. Exklusive Ausbildung?
(hinterdenzeilen.de, Niklas Münch & Tobias Hausdorf, Audio: 41:32 Minuten)
Bei “Hinter den Zeilen” geht es diesmal um die Debatte über die neue Journalismusschule des “Katapult”-Magazins. Was darf journalistische Ausbildung kosten? Und braucht es wirklich eine weitere Journalismusschule – oder eher eine ganz andere Ausbildungsform? Empfehlenswert sind auch die auf der Seite verlinkten weiteren Folgen rund um das Thema journalistische Ausbildung.

5. Wünsche an den Journalismus der Zukunft
(seitenwaelzer.de, Charlotte Möller, Audio: 12:28 Minuten)
Der journalistische Podcast “Auf allen Kanälen” startet mit einer Sonderfolge ins neue Jahr, einem Best-of aus den bereits erschienenen Folgen zur TV-Moderation mit “Lokalzeit”-Moderator Hendrik Schulte, zum Volontariat mit MDR-Volontärin Marie Brand, zum freien Journalismus mit Alexander Krützfeldt und zum Lokaljournalismus mit Marc-Stefan Andres, dem Gründer von “RUMS”.

6. How Underwater Scenes Are Shot For Movies And TV Shows
(youtube.com, Insider, Video: 9:44 Minuten)
Zum Abschluss noch etwas leichte Kost: Der Youtube-Kanal “Insider” erklärt, wie Filmproduktionen schwierige Unterwasserszenen umsetzen. Ein interessanter Blick hinter die Kulissen der Filmindustrie.

Beck und Maaßen, Prinz Harry und DJ Ötzi, Kampf um die Deutungshoheit

1. Der Beck-Verlag trennt sich von Maaßen
(faz.net, Patrick Bahners)
Wie die “FAZ” berichtet, hat Hans-Georg Maaßen seinen Vertrag als Mitautor des im Verlag C. H. Beck erscheinenden Kommentars zum Grundgesetz gekündigt. Der frühere Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz sei damit der Kündigung des Vertrags durch den Verlag zuvorgekommen. Dem vorausgegangen war eine längere, auch andernorts ausgetragene Kontroverse um den CDU-Rechtsaußen (siehe etwa hier und hier).

2. Eine “Top-Spionin” wehrt sich
(sueddeutsche.de, Wolfgang Janisch)
Im Oktober 2013 erschien in der “Welt” ein Artikel über “Die Stasi-Frau an Gysis Seite”, die in dem Beitrag als “Top-Spionin in der DDR” bezeichnet und mit dem Verschwinden des SED-Parteivermögens in Verbindung gebracht wurde. Dagegen setzte sich die von der Berichterstattung betroffene Frau juristisch zur Wehr und erwirkte eine Gegendarstellung. Zu Recht, wie nun der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte befand.

3. Lützerath: Kampf um die Deutungshoheit
(ndr.de, Zapp, Video: 9:35 Minuten)
Das Medienmagazin “Zapp” hat sich mit der Berichterstattung über die Proteste in Lützerath beschäftigt: Wie befangen sind Journalistinnen und Journalisten, und aus welcher Perspektive berichten sie? Wie kann trotz der starken Emotionalisierung eine professionelle Distanz gelingen? Aber auch: Wo bleibt die Auseinandersetzung mit den eigentlichen Inhalten?

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4. Journalismus im Metaversum – erste Projekte im dreidimensionalen Internet
(fachjournalist.de, Gunter Becker)
Beim “Fachjournalist” beschreibt Gunter Becker die ersten journalistischen Einsatzszenarien in Mark Zuckerbergs dreidimensionalem Internet “Metaverse”, nennt Praxisbeispiele und klärt Begrifflichkeiten. Zudem beschäftigt er sich mit den Fragen, wie das Thema weiter an Fahrt aufnehmen könnte, welche Maßnahmen nötig wären, um den Einsatz neuer Technologien für Redaktionen attraktiver zu machen, und verweist auf einen neuen Ausbildungsberuf sowie auf mögliche Förderungen.

5. Facebook könnte Trump-Sperre bald aufheben
(spiegel.de)
Wie beim “Spiegel” zu lesen ist, will Meta, der Mutterkonzern hinter den Plattformen Facebook und Instagram, “rasch” über die Aufhebung der Sperren des früheren US-Präsidenten Donald Trump entscheiden. Es zeichne sich ab, dass Trump in beiden Netzwerken wieder zugelassen werde.

6. Prinz Harry steht nicht auf DJ Ötzi – Wie ein Gerücht entstand
(mimikama.org, Ralf Nowotny)
Mehrere österreichische Medien behaupteten fälschlicherweise, Prinz Harry habe sich in seiner Biographie als Fan von DJ Ötzi geoutet. Sie waren anscheinend auf eine Quatschmeldung der Instagramseite “galerie.arschgeweih” hereingefallen.

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