Suchergebnisse für ‘spiegel online’

Jamba, Propaganda, Israel

1. “‘Propaganda’: Schlagwort des Jahres 2014”
(zdf.de, Video, 6:11 Minuten)
Ein Bericht über Propaganda im Fernsehen: “25 Jahre nach Ende des Kalten Krieges müssen wir uns wieder klar machen, was Propaganda eigentlich ist.”

2. “Ken-Jebsen-Stammtisch im ZDF”
(fr-online.de, Katja Thorwarth)
Katja Thorwarth schaut sich die Satiresendung “Die Anstalt” mit Claus von Wagner und Max Uthoff an: “Schablonenhaftes Schwarz-Weiß-Denken ohne intellektuelle Differenzierung hätte es unter Priol nicht gegeben.”

3. “Die Israel-Story”
(welt.de, Matti Friedman)
Der Journalist Matti Friedman stellt seine Sicht von Journalisten in Israel dar. Es stört ihn insbesondere, dass internationale Organisationen in den Storys der Reporter kaum je auftauchen – obwohl sie aus seiner Sicht “zu den mächtigsten Akteuren” vor Ort gehören: “Sind sie aufgebläht, ineffektiv, korrupt? Sind sie Teil der Lösung oder des Problems? Wir wissen es nicht, denn Journalisten zitieren sie, statt über sie zu berichten.”

4. “Sprachlust: Auf Deutsch lässt sich viel behaupten”
(infosperber.ch, Daniel Goldstein)
Daniel Goldstein vermisst die klare Erkennbarkeit von Fakten im deutschsprachigen Journalismus: “Angelsächsischen Journalisten wird eingetrichtert, fein säuberlich zwischen Fakten und Äusserungen zu unterscheiden, und so wimmelt es in ihren Berichten von ‘he said’ und ‘she said’. Man könnte das auch auf Deutsch so halten, tut es aber selten. Das liegt nicht an der Sprache, sondern an der journalistischen Kultur: Wertende Kommentare werden zwar auch bei uns im Prinzip abgetrennt, Einordnungen aber baut man gern in die Berichte ein und nimmt dafür in Kauf, dass die reine Nachricht nicht mehr klar erkennbar ist.”

5. “Studie für extrem faule ‘Medienkritiker'”
(plus.google.com, Torsten Kleinz)
Torsten Kleinz hält die Studie “Synchronisation von Nachricht und Werbung” (siehe “6 vor 9” vom Freitag) für fragwürdig: “Ich bin absolut nicht in der Lage, Spiegel oder Focus freizusprechen. Aber ich kann die Autoren des Papiers davon freisprechen, irgendeinen Beitrag zu der von ihnen geforderten fundierten Forschung zum Thema geleistet zu haben.”

6. “Zum Zehnjährigen: Jamba Laya”
(spreeblick.com, Johnny Häusler)
Johnny Häusler macht sich Gedanken über seinen Artikel “Jamba Kurs” vom 12. Dezember 2004: “Speziell den letzten Satz hatte ich in den Monaten nach der Veröffentlichung immer wieder mal bereut, denn ich hatte den Eindruck, dass er als Einladung für die oben beschriebenen Aggressionen gelesen wurde. Für die Dramaturgie des Textes, dem schließlich auch eine Wut innewohnte, war der Satz jedoch wichtig, und so habe ich ihn bis heute nicht gelöscht.”

Karl Dall, Jürgen Elsässer, Zivilcourage

1. “Freispruch für Karl Dall”
(nzz.ch, Brigitte Hürlimann)
Karl Dall wird vor dem Bezirksgericht Zürich vom Vorwurf der Vergewaltigung und der versuchten Nötigung freigesprochen: “Marc Engler, der Verteidiger des 73-jährigen Komikers, listet vor dem Bezirksgericht Zürich die Parallelen im Vorgehen der Frau auf: Sie nutzt ihre Stellung als Journalistin, um mit prominenten Männern in Kontakt zu kommen. Das anfänglich berufliche Interesse wechselt rasch in ein privates, erotisches über, wobei die Avancen von ihr ausgehen. Entwickelt sich die Beziehung mit dem Prominenten nicht so, wie sie es sich wünscht, fangen Bedrohungen und Belästigungen an, die sie auch auf die Familie der Männer ausdehnt. (…) Sogar Staatsanwalt Edwin Lüscher räumt ein, es sei nicht klar, was in jener Nacht in jenem Zürcher Hotelzimmer geschehen sei. Die Schilderungen der beiden Beteiligten stünden sich diametral gegenüber, es bestehe eine eigentliche Pattsituation, und er beneide das Gericht nicht darum, diesen Fall entscheiden zu müssen.”

2. “Spiegel vs. Online: Das Erwachen der Macht”
(gutjahr.biz)
Richard Gutjahr rekapituliert seine Erfahrungen mit verschiedenen Redaktionen: “Jedes Haus besitzt kreative Köpfe. Visionäre, Querdenker, Rock’n Roll. Aber selten sitzen diese Leute in den Positionen, in denen sie eigentlich sitzen müssten. Dort sitzen die kleinen Fürsten, die Karrieristen, mit ihren lieb gewonnenen Privilegien – das eigentliche Problem.”

3. “TV-Leute veralbern den Islamischen Staat”
(nzz.ch, Cigdem Akyol)
Cigdem Akyol stellt die Comedy-Serie “Dawlat al-Khurafa” (Staat der Mythen) vor: “Produziert wurde die Comedy in Bagdad; das irakische Staatsfernsehen al-Iraqiya TV strahlte sie im September aus. Alle Folgen sind auf Youtube auf Irakisch-Arabisch abrufbar, leider ohne englische oder hocharabische Untertitel. Aus Furcht vor Fundamentalisten wollten einige Akteure nicht im Abspann erwähnt werden.”

4. “Ist halt so, ist die Wahrheit!”
(faz.net, Anna Prizkau)
Anna Prizkau schaut sich YouTube-Videos an, die “Kopf- bis Bauchschmerzen machen, wenn man sie anschaut”. Und hört Jürgen Elsässer zu, dessen Parolen sie als “böse und schlimm” bewertet: “Doch das Allerschlimmste ist es, mitanzusehen, wie die Menschen auf ihn reagieren. ‘Ami, go home!’, sagt Elsässer unaufgeregt in ein Mikrofon, nachdem er über Amerika – das Lieblingshassthema auf Montagsveranstaltungen – gesprochen hat. Eine berauschte Menge schreit es ihm darauf nach. ‘Ami, go home!’ Immer und immer wieder.”

5. “Mediale Zivilcourage: Wo ist der Unterschied zwischen Tugce und Joey?”
(wissensschmiede.wordpress.com)
Die Wissensschmiede fragt sich, weshalb ein Fall von Zivilcourage zur deutschlandweiten Debatte wird – und ein anderer Fall nicht.

6. “Manche lernen es wohl nicht anders”
(facebook.com/TimHeiligOfficial)

Avarija, E-Zigaretten, Tatort

1. “Wie aus einer Panne ein Atomunfall wurde”
(tagesschau.de, Bernd Großheim)
Der ukrainische Ministerpräsident Arseni Jazenjuk verwendet an einer Pressekonferenz das Wort “Avarija” im Zusammenhang mit einem Atomkraftwerk, worauf Journalisten eine Katastrophe fürchten.

2. “Für keine Handvoll Dollar”
(tagesspiegel.de, Patrick Wehner)
In der syrischen Stadt Homs dient Abu Emad Journalisten von BBC und CNN als Informant: “Abu Emad sagt, er habe die Journalisten ein paar Mal nach Geld gefragt, um das Internet bezahlen zu können. Und um die Akkus seiner Kamera und seines Handys aufladen zu können. Bekommen habe er nichts. ‘Vor ein paar Wochen habe ich mit einer CNN-Moderatorin telefoniert. Ich habe ihr gesagt, dass das Leben gerade richtig hart ist. Dass ich ein paar Dollar gut gebrauchen könnte.’ Sie habe geantwortet, ihr Sender könne ihm nichts bezahlen. Die Journalisten müssten unparteiisch bleiben. Bei allen anderen Medien sei es ganz genauso gewesen, sagt Abu Emad.”

3. “‘Ich muss weitermachen'”
(taz.de, Anne Fromm)
Ein Interview mit der afghanischen Journalistin Farida Nekzad: “Dass heute fast jeder Afghane ein Handy besitzt, ist der größte Fortschritt der letzten Jahrzehnte. Das eröffnet uns Journalisten ganz neue Möglichkeiten: Plötzlich erreichen wir junge Leute und Frauen – und vor allem sie uns.”

4. “Ein Ausflug in die Datenminen”
(krautreporter.de, Theresia Enzensberger und Hannes Grassegger)
Handel mit persönlichen Daten von Lesern: “Während die Redaktion der ‘Zeit’ seit Jahren engagiert gegen den Datendiebstahl durch Geheimdienste anschreibt und über die Gefahren des Missbrauchs persönlicher Daten aufklärt, bietet der Verlag des Blattes seine eigenen Kundendaten auf dem freien Markt an.”

5. “Keine Panik, liebe Raucher: Ihr dürft auf E-Zigis umsteigen”
(watson.ch, Roman Rey)
Watson.ch dementiert den eigenen Artikel “E-Zigaretten sind schädlicher als klassischer Tabak”, der jedoch unverändert online bleibt inzwischen mit einem Hinweis versehen wurde.

6. “Krimisendung ‘Tatort’: 12 Fußballer als verdächtige Verbrecher”
(90minuten.at, Martin Böswarth)
Fahndungsfotos im “Tatort”, die aus dem Panini-Album stammen.

Putin, Print wirkt, Toleranz

1. “Selbstversuch eines Teenagers: Moritz, 16, kauft eine Zeitschrift”
(spiegel.de, Moritz Deutschländer)
Moritz Deutschländer kauft und liest die Ausgabe “Der Kapitalismus” der Zeitschrift “Geo Epoche”: “Ich habe mehr erwartet, vielleicht zu viel. Ich bin enttäuscht. Die zehn Euro bereue ich zwar nicht, aber im Internet gibt’s mehr Für und Wider. Ein großer Zeitschriftenleser werde ich wohl nie mehr. Ein großer Kapitalist wahrscheinlich auch nicht. Ich schenke meine erste Zeitschrift meinen Eltern.”

2. “Es hört nicht auf zu wirken”
(operation-harakiri.de, Ralf Heimann)
Ralf Heimann schlägt der Kampagne “Print wirkt.” des Verbands Deutscher Zeitschriftenverleger VDZ neue Plakate vor.

3. “In der Regel ein Artikel pro Redaktor und Tag”
(medienwoche.ch, Antonio Fumagalli)
Welche Produktionsleistung von Journalisten einer Schweizer Tageszeitung erwartet wird: “Ein Artikel pro Redaktor und Tag. Ist es eine grössere Geschichte, können wegen Front-Text und Kommentar schnell auch drei daraus werden. Bei anderen Zeitungen mag diese Kadenz ein bisschen tiefer liegen, auf Online-Redaktionen dafür umso höher.” Siehe dazu auch “Wer schreibt noch über uns?” (zeit.de, Catherine Duttweiler).

4. “Toleranz ist die falsche Utopie”
(gruen-ist-lila.de, Johanna Braun)
“Eine tolerante Welt ist die falsche Utopie”, schreibt Johanna Braun in der von der ARD ausgerufenen Themenwoche Toleranz: “Nach Ausgrenzung, Diskriminierung und Intoleranz dürfen wir nicht bei Toleranz stehen bleiben. Ziel muss es sein, eine Gesellschaft zu kreieren, in der alle Menschen einen Platz haben, ungeachtet irgendwelcher Merkmale, die als Makel angesehen werden.”

5. “Der Lieblingsbösewicht”
(taz.de, Andreas Rüttenauer)
Andreas Rüttenauer kommentiert das ARD-Interview mit Wladimir Putin (ardmediathek.de, Video, 78:24 Minuten): “Allzu oft dominiert der Stolz darauf, einen der Großen der Politik vor das Mikrofon bekommen zu haben, den journalistischen Ehrgeiz, etwas wirklich Substanzielles aus den Gesprächspartnern herauszukitzeln. Seit den finsteren Zeiten des CSU-Staatsfunks hat sich da nicht viel geändert.”

6. “Neue Pressebild-Agentur ist auf Fotos von finster dreinblickendem Putin spezialisiert”
(der-postillon.com)

Bild  

Zwei, wie füreinander geschaffen

Der “Stern” schreibt in seiner aktuellen Ausgabe über die “gefährliche Nähe” zwischen Ex-AWD-Chef Carsten Maschmeyer und Gerhard Schröder. Laut dem Artikel soll Maschmeyer dem Altkanzler zwei Millionen Euro für die Rechte an dessen Autobiographie gezahlt haben — doppelt so viel wie bisher bekannt.

“Privates wurde mit Geschäftlichem vermischt”, finden einige Journalisten; die “Stern”-Enthüllung geht seit gestern durch alle Medien. Oder durch fast alle. Denn “Bild” hat bislang kein einziges Wort darüber berichtet, weder in der Print-Ausgabe noch online.

Woran das wohl liegt? Ist der “stern” vielleicht nicht glaubwürdig genug für ein Sorgfaltsmedium wie “Bild”? Oder hat es womöglich etwas damit zu tun, dass Béla Anda, Politikchef von “Bild”, sowohl Schröders Regierungssprecher als auch später Maschmeyers Kommunikationschef war? Wir wissen es nicht. Wir wissen nur: Auch Carsten Maschmeyer und die “Bild”-Zeitung stehen sich gefährlich nahe.

Seit Jahren sind die beiden dicke Kumpels, was praktisch ist für den Finanzmann, denn wenn mal wieder irgendwelche Vorwürfe gegen ihn laut werden, kann er sich gleich via „Bild“ vor Millionen Lesern verteidigen. Als sich etwa 2011 eine NDR-Doku kritisch mit Maschmeyer und der AWD beschäftigte, bot das Blatt ihm schon einen Tag nach der Sendung die Möglichkeit, den Vorwürfen in einem Pseudo-Verhör ausführlich zu widersprechen (BILDblog berichtete). Als “Bild” knapp ein Jahr später berichtete, dass Maschmeyer die Anzeigen für das Wulff-Buch bezahlt hatte, durfte er auch gleich seine Version der Geschichte loswerden. Als er 2013 von Günther Jauch in dessen Talkshow “attackiert” wurde, durfte er kurz darauf bei Bild.de zurückschlagen.

Die „Bild“-Zeitung gibt “Maschi”, wie sie ihn liebevoll nennt, eine Plattform, wenn er eine braucht, sie hofiert ihn über die roten Teppiche, feiert ihn als vielleicht etwas umstrittenen, aber eigentlich doch herzensguten Wohltäter, und als er Veronica Ferres heiratete („Zwei, wie füreinander geschaffen“), wünschte die „Bild am Sonntag“ natürlich „von Herzen: Alles Glück dieser Welt!“

Aber auch für „Bild“ hat die Freundschaft zu Maschmeyer so ihre Vorteile. Als Maschmeyer 2012 sein Buch veröffentlichte, war es die „Bild“-Zeitung, die vorab exklusive Auszüge daraus drucken durfte. „Bild“ erfuhr auch vor allen anderen Medien von den Morddrohungen gegen Maschmeyer, und freilich lassen er und Frau Ferres sich auch regelmäßig auf den „Bild“-Events blicken, worüber die Zeitung dann wieder ganz entzückt berichten kann.

Das hat schon fast was Symbiotisches: Maschmeyer profitiert von der Reichweite und Meinungsmacht der „Bild“-Zeitung, sie von seiner Berühmt- und Berüchtigtheit. Und von seinem Geld.

2008 spendete Maschmeyer eine Million Euro aus seinem Privatvermögen an die „Bild“-Hilfsorganisation „Ein Herz für Kinder“. Bei der Gala 2010 gab er 1,4 Million Euro, außerdem sponsorte die AWD im selben Jahr Bandenwerbung für „Ein Herz für Kinder“ im Wert von 500.000 Euro. Im vergangenen Jahr zahlte Maschmeyer erneut eine Million aus eigener Tasche an die „Bild“-Organisation. In gut drei Wochen findet die nächste Spendengala statt.

Kein Wunder, dass die „Bild“-Leute ihren Maschi lieber in Ruhe lassen.

Mit Dank an Sabine.

1. Nachtrag, 14. November: Tja, was sollen wir sagen? Heute berichtet “Bild” plötzlich doch über die Geschichte — und zwar so:

2. Nachtrag, 14. November: Béla Anda hat unseren Eintrag gelesen. Und nicht verstanden. In seinem “Bild”-Politik-Newsletter schreibt er (mit “Osnablogger” ist übrigens Stefan Niggemeier gemeint):

Bild, Focus, Stern  etc.

Wie DFB, Medien und “Die Mannschaft” auf einen Fake hereinfielen

Morgen startet in den Kinos der DFB-Werbespot WM-Film „Die Mannschaft“, in dessen Trailer* gleich zu Beginn dieses Zitat auftaucht:


(Screenshot aus dem Trailer.)

Die Filmemacher und DFB-Verantwortlichen müssen sehr stolz auf dieses Zitat sein, denn es eröffnet nicht nur den Trailer und war Inspiration für den Titel, sondern wurde gar zur „Leitidee“ des ganzen Projekts erklärt. In einer Pressemitteilung schrieb der DFB vor einigen Wochen:

Der Film […] stellt den besonderen Teamgedanken als entscheidend für den vierten Titelgewinn heraus. “Brasilien hat Neymar. Argentinien hat Messi. Portugal hat Ronaldo. Deutschland hat eine Mannschaft!” Dieses Motto, ein Twitter-Beitrag des englischen Kapitäns Steven Gerrard nach dem 7:1-Triumph des DFB-Teams im Halbfinale gegen Brasilien, ist die Leitidee.

Doof nur: Das Zitat stammt gar nicht von Steven Gerrard.

Der „Twitter-Beitrag“, auf den sich der DFB bezieht, sieht so aus:

Tweet von "Steven Gerrard" (@iSteven8Gerrard): "Brazil have Neymar. Argentina have Messi. Portugal have Ronaldo. Germany have a team!"

Da steht zwar „Steven Gerrard“, und das Foto zeigt ihn auch, doch hinter dem Account steckt nicht Gerrard selbst, sondern ein Fan. Das erkennt man zum Beispiel daran, dass über Gerrard in der dritten Person getwittert wird, oder auch am fehlenden blauen Haken (Sportler dieser Größenordnung haben in der Regel verifizierte Accounts, wie man schön an dieser Liste sieht), vor allem aber an der Profilbeschreibung, in der es heißt:

Your mouth-piece centre for #LFC transfers news and rumours #DareToGerrard #TeamGerrard

Als Website wird im Profil außerdem eine Steven-Gerrard-Fanseite verlinkt.

Kurzum: Eigentlich hätte auch der DFB darauf kommen können, dass das ach so schöne Zitat nicht vom damaligen Kapitän der Engländer stammt, sondern von irgendwem.

Und die Medien genauso. Aber die sind auch drauf reingefallen, schon damals, als der Tweet um die Welt ging. Und zwar durch die Bank. So erschien das angebliche Gerrard-Zitat unter anderem in der „Bild“-Zeitung, in der „Berliner Zeitung“, in der „Süddeutschen Zeitung“, in der „Welt“, im „Stern“, im „Focus“, im „Tagesspiegel“, in der „Badischen Zeitung“, der „Saarbrücker Zeitung“, der „Kölnischen Rundschau“, der „Rheinischen Post“, den „Aachener Nachrichten“, dem „Darmstädter Echo“, der „Westdeutschen Zeitung“, dem „Bonner General-Anzeiger“, auf den Webseiten des „Handelsblatts“, der „Berliner Morgenpost“, der „Sport Bild“, der „Augsburger Allgemeinen“, der “Sportschau”, der „Hamburger Morgenpost“, bei Web.de, T-Online, der AFP, dem SID und bei vielen, vielen mehr.

Aber vielleicht als kleiner Trost, damit wir die fußballpatriotische Ein-Hoch-auf-uns-Stimmung jetzt nicht völlig zerschießen: Es gibt noch ein anderes Zitat, nämlich vom damaligen Trainer der Brasilianer, der nach der 1:7-Niederlage gegen Deutschland sagte:

We tried to do what we could, we did our best – but we came up against a great German team.

Das knallt zwar nicht so schön, ist aber wenigstens kein Fake.

Mit Dank an David.

*Korrektur/Nachtrag, 13. November: Das falsche Gerrard-Zitat taucht nur im Trailer auf, nicht im Film selbst, wie wir zunächst geschrieben hatten. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

Inzwischen haben wir auch den Verfasser des Tweets erreicht und ihm ein paar Fragen gestellt:

Hallo @iSteven8Gerrard, nur der Vollständigkeit halber: Bist Du der echte Steven Gerrard?
Nein, ich bin nicht der echte Steven Gerrard.

Du hast ja mitbekommen, dass Dein Tweet (“Deutschland hat eine Mannschaft!“) ganz schön die Runde macht. Stammt das Zitat denn von Dir oder vom echten Gerrard?
Das Zitat ist von mir. Während der Weltmeisterschaft haben meine Freunde ich darüber gesprochen, dass sich die Deutschen so gut schlagen, weil sie im Gegensatz zu Brasilien oder Argentinien als Mannschaft spielen. Dann bin ich auf Twitter gegangen, und das waren die Sätze, die mir in den Kopf kamen.

Wie heißt Du denn wirklich und worum geht’s bei Deinem Twitter-Projekt?
Mein echter Name ist Seumas Beathan. Der Twitter-Account hat als normale Fanseite [über Gerrard und den FC Liverpool] begonnen, und zurzeit arbeite ich noch an einer Website für Liverpool-Fans.

Seit Juli hat dein Tweet über 35.000 Retweets bekommen. Ist das Dein erfolgreichster Tweet?
Ich hatte ein paar, die über 1.000-mal retweeted wurden, aber dieser ist mit Abstand der erfolgreichste.

Jetzt taucht er sogar im Trailer zum offiziellen DFB-WM-Film auf und wurde zur „Leitidee“ des Projekts erklärt — ist das der krönende Moment?
Nun, ja und nein. Ja, weil es natürlich unglaublich ist, meinen Tweet im Trailer zu sehen, aber auch nein, weil ich keine Anerkennung dafür bekommen habe. Außer ein paar Journalisten und deutschen Fans hat niemand gemerkt, dass der Tweet in Wirklichkeit gar nicht von Steven Gerrard kam.

Aber hast Du denn nicht manchmal ein schlechtes Gewissen, Dich als Steven Gerrard auszugeben? Oder besser: Wenn so viele Leute glauben, Du seist er?
Ich gebe mich nicht wirklich als er aus. Offensichtlich gibt es einige Leute, die mich fälschlicherweise für den echten Gerrard halten, aber der Großteil meiner Follower ist sich bewusst, dass es ein Fan-Account ist. Und ich versuche so gut wie möglich, die Leute zu korrigieren und darauf hinzuweisen, dass es nur eine Fanseite ist.

Hat Dich jemals irgendein deutscher Journalist oder Fußball-/Film-Mensch kontaktiert, um zu überprüfen, ob Du der echte Gerrard bist?
Nein, und das enttäuscht mich. Der DFB hat mein Zitat ohne Erlaubnis benutzt, darüber bin ich ziemlich unglücklich.

Hast Du überlegt, Dir einen Anwalt zu nehmen?
Nein, das möchte ich nicht. Mir missfällt auch nicht unbedingt die Tatsache, dass der Tweet benutzt wurde, sondern dass sie mich nicht kontaktiert und es nicht geschafft haben, mich korrekt zu zitieren.

Hast Du den echten Gerrard eigentlich jemals getroffen?
Nein, leider noch nicht. Aber ich hoffe, dass ich das eines Tages werde.

Super Illu, Ebola, Restrukturierungen

1. “Die Netzflüsterer”
(datum.at, Stefan Apfl und Sarah Kleiner)
Österreichische Unternehmen beauftragen eine PR-Agentur, die schmeichelhafte Internet-Einträge über sie erstellt, “80.000 bis 100.000 PR-Postings pro Jahr”: “Wer einmal begriffen hat, wie umfassend heimische Unternehmen das Netz mithilfe der PR-Agentur Mhoch3 manipuliert haben, der wird kein Posting und keinen Onlinekommentar mehr lesen können, ohne dabei ein mulmiges Gefühl und die Frage im Kopf zu haben: Was, wenn der Mensch dahinter dafür bezahlt wurde?” Siehe dazu auch “Das Geschäft mit der gefälschten Meinung” (sueddeutsche.de, Johannes Boie).

2. “Engagiert gegen ‘Bild’-Miezen”
(ndr.de, Janina Kalle)
Die Petition “Zeigt allen Respekt – schafft das BILD-Girl ab!” (change.org) findet bisher über 11 000 Unterstützer.

3. “Experten erwarten mehr Ebola-Panikfälle in Deutschland”
(stefan-niggemeier.de, Boris Rosenkranz)
Während in manchen Monaten 40 bis 50 Malaria-Fälle diagnostiziert werden bei aus Westafrika einreisenden Personen, hat sich bis heute in Deutschland niemand mit Ebola infiziert. “Die Verdachtsfälle, die es gab, waren jedes Mal – Verdachtsfälle. Und trotzdem wurden sie vom medialen Panikorchester begleitet.”

4. “Blutarmut als Konzept”
(vocer.org, Jan Klage)
Restrukturierer Jan Klage blickt kritisch auf die Restrukturierungen bei Gruner + Jahr: “Warum aber übernimmt ein international tätiges und innovatives Verlagshaus wie Gruner + Jahr ein vier Jahre altes und immer noch umstrittenes Umstrukturierungskonzept eines mittelständischen Mitbewerbers? Weil es praktikabel ist. Und weil offensichtlich immer noch keine bessere Lösung in Sicht ist. (…) Nicht PR-Texte und Auftragsarbeiten schlecht bezahlter freier Journalisten werden die Schlacht um die Aufmerksamkeit moderner Zielgruppen gewinnen, sondern Geschichten mit Herzblut und Authentizität.”

5. “Bräsiger Mix aus Käse- und Infoblatt”
(taz.de, Jenni Zylka)
Jenni Zylka liest die “Super Illu”, “die Zeitschrift, die immer noch jede Woche von jedem fünften Erwachsenen in Ostdeutschland gelesen wird und damit, so wirbt sie seit Jahren, ‘mehr Leser erreicht als Spiegel, Stern und Focus zusammen’.”

6. “Keine üble Nachrede gegen Tiedje: Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen gegen stern-Mann Tillack ein”
(meedia.de)

Die “Huffpo” und die Popcorn-Panik

Viele von uns lesen vermutlich häufiger blödsinnige Texte, als uns bewusst ist. In dem Dschungel aus Pseudo-Journalismus, Clickbaiting und zusammengeklaubten Informationsfetzen ist es ja auch schwer, den Überblick zu behalten.

Es kann aber schon helfen, zumindest die hohlsten Medien aus den Bookmarks zu streichen. Zum Beispiel die Huffington Post.

Viele von uns essen vermutlich häufiger ungesunde Lebensmittel, als uns bewusst ist. In dem Dschungel aus Fertig-Produkten, Fastfood und Diät-Produkten ist es ja auch schwer, den Überblick zu behalten. […]

Es kann aber schon helfen, zumindest die ungesündesten Produkte vom Speiseplan zu streichen.

Gut, statt der angekündigten acht folgen dann zwar neun “ungesunde Lebensmittel”, aber die Zahlen sind dann doch eher das kleinste Problem.

Fangen wir mal ganz oben in der Liste an, beim Mikrowellen-Popcorn. Die “Huffpo” behauptet:

In Mikrowellen-Popcorn sind Chemikalien zu finden, die mit Leber-, Hoden- und Bauchspeicheldrüsenkrebs in Verbindung gebracht werden. Die Perfluoroctansäure und der Stoff Diacetyl lösen Tumore und Lungenschäden aus.

Im Original ist der letzte Satz mit einem Link unterlegt, der allen Ernstes zum “Kopp”-Verlag führt.

“Kopp”-Verlag, das ist der mit den “Informationen, die Ihnen die Augen öffnen” — zum Beispiel über UFOs, Geheimdienste, den 11. September, Chemtrails, den Dritten Weltkrieg, Flug MH17, die Politik, die Medien, die Heilkraft der Kokosnuss und so weiter.

Und weil natürlich auch die Lebensmittelindustrie mit den CIA-UFO-Manipulations-Leuten unter einer Decke steckt, finden sich zwischen den Büchern über “Die Pyramiden und das Pentagon” (Untertitel: “Die streng geheimen Forschungen von Regierungen und Geheimdiensten zu mystischen Relikten, untergegangenen Zivilisationen und außerirdischen Besuchern”) und “Das Geheimnis der deutschen Atombombe” (“Gewannen Hitlers Wissenschaftler den nuklearen Wettlauf doch?”) immer wieder auch Texte zu den “Wahrheiten” über unser Essen.

Das ist der “Kopp”-Artikel, den die “Huffpo” als Quelle herangezogen hat. Es ist ein aus dem Englischen übersetzter Text von naturalnews.com, einer amerikanischen Seite, die sich auf Verschwörungstheorien aus der Medizin spezialisiert hat.

Solche Krebs-Lebensmittel-Listen kursieren schon seit Jahren. Das Mikrowellen-Popcorn ist meistens mit dabei. Im “Kopp”-Text heißt es dazu:

Die amerikanische Umweltbehörde EPA bezeichnet die Perfluoroctansäure (PFOA) im Mikrowellen-Popcorn als “wahrscheinlich” karzinogen, mehrere unabhängige Studien haben die Substanz mit der Entstehung von Tumoren in Zusammenhang gebracht. Auch das Diacetyl, das im Popcorn selbst verwendet wird, wird mit Lungenschäden und Krebs in Verbindung gebracht.

In Verbindung gebracht. “Wahrscheinlich” karzinogen. Was genau das bedeutet, verrät der Text nicht, weder bei “naturalnews” noch bei “Kopp” noch bei der “Huffpo”. Und wenn man sich mal die seriösen Quellen zu dem Thema anschaut, wird auch schnell klar, warum.

Im Jahr 2000 wurde bei mehreren Menschen in den USA eine Lungenerkrankung namens Bronchiolitis obliterans festgestellt, die möglicherweise von dem Butteraroma des Mikrowellen-Popcorns (Diacetyl) ausgelöst wurde.

Allerdings: Die Erkrankten hatten allesamt in einer Popcorn-Fabrik gearbeitet, sie waren den Diacetyl-Dämpfen also über lange Zeit und in großen Mengen ausgesetzt. Darum wird die Krankheit auch “popcorn worker’s lung” genannt.

Für den normalen Verbraucher ist das Risiko dagegen viel geringer. 2007 wurde zwar ein Fall bekannt, in dem ein Mann erkrankte, der nicht mit dem Popcorn gearbeitet, sondern es bloß gegessen hatte — allerdings hatte er sich auch zehn Jahre lang jeden Tag mehrere Packungen in der Mikrowelle zubereitet und das Diacetyl darum ebenfalls über einen langen Zeitraum inhaliert.

Die andere Substanz, Perfluoroctansäure, gilt zwar ebenfalls als gefährlich, aber erstens kommt sie nicht im Popcorn selbst vor, sondern in der Verpackung, und zweitens ist ihr Einfluss auf die menschliche Gesundheit erst wenig erforscht. Wenn, dann sind aber, wie beim Diacetyl, am ehesten Industriearbeiter betroffen, die lange und intensiv mit der Subtanz zu tun haben. Das Bundesamt für Riskobewertung ist außerdem, obwohl es die Substanz durchaus kritisch sieht, 2008 zu dem Schluss gekommen, dass “Gesundheitliche Risiken durch PFOS und PFOA in Lebensmitteln […] nach dem derzeitigen wissenschaftlichen Kenntnisstand unwahrscheinlich” seien.

Wenn es also bei “naturalnews” oder im “Kopp Verlag” heißt, dass “mehrere unabhängige Studien […] die Substanz mit der Entstehung von Tumoren in Zusammenhang gebracht” haben, dann ist gemeint: in Tierversuchen.

Davon ab: In den vergangenen Jahren haben viele Unternehmen die Mengen von Diacetyl und Perfluoroctansäure reduziert oder verzichten inzwischen ganz darauf. Wenn man also nicht gerade in einer Mikrowellen-Popcorn-Fabrik arbeitet oder sich täglich mehrere Packungen davon reinpfeift, hält sich die Krebs-Gefahr doch stark in Grenzen.

Aber solche Fakten stören dann nur bei den Panikschürern aus der Verschwörungsecke. Und die “Huffpo” streut die Viertelwahrheiten weiter, weil sie sich, statt in vernünftigen Quellen zu recherchieren, blind auf die selbsternannten Augenöffner verlässt.

Auch beim Rest der Krebs-Lebensmittel-Liste hat sich die “Huffpo”-Autorin ganz offensichtlich von den hysterischen Geschichten der “Kopp” & Co.-Jünger einlullen lassen. Wir wollen jetzt nicht zu jedem Punkt aufschreiben, was davon stimmt und welche Details verschwiegen wurden (das wäre schließlich die Aufgabe der “Huffpo” gewesen), aber ein Blick auf die Quellen erklärt schon einiges.

Der Artikel enthält 14 Links. Zwei davon gehen zu eigenen “Huffpo”-Artikeln, einer zu “Focus Online”. Alle anderen führen den Leser schnurstracks in die zwielichtige Welt der AIDS-Leugner und Chemtrail-Gläubigen.

Verlinkt ist neben dem “Kopp”-Verlag etwa das “Zentrum der Gesundheit”. Das Portal bietet laut Eigenbeschreibung “unzensierte Informationen aus den Bereichen Gesundheit, Ernährung und Naturheilkunde” — also Videos wie “Der HIV-AIDS-Schwindel” oder “Chemotherapie heilt Krebs und die Erde ist eine Scheibe” oder auch “CIA Kontrolliert Deutsche Medien”.

Eine weitere Quelle sind die “Deutschen Wirtschafts Nachrichten”, eine nicht weniger dubiose Seite, die eigentlich eher für panische Untergangsszenarien aus der Wirtschaft zuständig ist und ungefähr den gleichen Schlag von Menschen anzieht wie “Kopp” & Co.

Und schließlich beruft sich die Autorin noch auf eine Seite namens “fatkiller.guru”, auf der es um die magischen Heilkräfte der Natur geht. Da heißt es:

Warum haben wir diese natürlich heilende Magie vergessen?

Dank korrupter Politiker und die Macht der Pharmaindustrie.

Es ist nicht so, dass wir diese Wundermittel vergessen haben. “Die” wollen uns nur glauben lassen, dass sie einige schwerwiegende Risiken einschließen.

Tja. Und auf solchen Quellen basiert der ganze Artikel. Aber die “Huffpo”-Macher scheint das nicht zu stören. Der Text ist seit fünf Tagen online, die Nähe zur “Kopp”-Ecke wurde in den Kommentaren schon mehrfach kritisiert, aber passiert ist bislang: nichts.

Mit Dank an Moritz N.

Nachtrag, 29. Oktober: Inzwischen hat die “Huffington Post” den Artikel doch noch überarbeitet und am Ende einen Hinweis eingefügt:

Nachtrag: Drei der genannten Punkte basierten auf fragwürdigen Quellen. Wir haben sie daher entfernt. Wir bitten, diesen Fehler zu entschuldigen. Alle anderen Punkte haben wir ebenfalls noch einmal überprüft und weitere Quellen hinzugefügt.

Peter Frey, DNN, Tatort Autobahn

1. “Es ist ein Kampf. Sagt Herr Allenstein.”
(tagesspiegel.de, Lucas Vogelsang)
Zu Besuch in einem Kiosk in Berlin-Mitte: “Früher, sagt Frau Allenstein, haben sie fünfzehn ‘Spiegel’ verkauft. Heute werden sie in einer Woche noch zwei los. Vielleicht auch mal fünf. Kommt auf den Titel an.”

2. “Deo? Gratias!”
(stefanolix.wordpress.com)
Das “Canaletto-Gespräch” in den Dresdner Neuesten Nachrichten: “Wie stark dürfen sich die Tätigkeiten Journalismus und PR miteinander verbinden? Und: Wie unabhängig kann eine Lokalredaktion über Interviewpartner eines solchen Gesprächs berichten, wenn mit dem Unternehmen mal etwas schiefgeht?”

3. “‘Wir versuchen so objektiv wie möglich zu berichten'”
(medienpolitik.net)
“Die Zuschauer hören und sehen genau hin und sie teilen uns oft sehr unverblümt mit, womit sie nicht einverstanden sind”, stellt ZDF-Chefredakteur Peter Frey fest: “Dabei werden wir in Einzelfällen auch darauf aufmerksam gemacht, dass die Berichterstattung nicht hundertprozentig exakt war. Wir hatten zum Beispiel ein Problem mit der Übersetzung eines O-Tones, wo der Korrespondent eine Passage übernommen hatte, die nicht so übersetzt wurde, wie sie im Russischen gesagt worden war. Es stellte sich heraus, dass das, was übersetzt wurde, im Interview vorkam, aber nicht an der Stelle, die dann im Programm zu hören war.”

4. “Clickbaiting auf Kosten der GEMA”
(netzpiloten.de, Lars Sobiraj)
Lars Sobiraj beschäftigt sich mit dem Artikel “Finanziert die GEMA indirekt den IS-Terror mit?” (heise.de/tp, Peter Mühlbauer), der auch von Bild.de aufgegriffen wurde.

5. “Tatort Autobahn | Walulis sieht fern”
(youtube.com, Video, 3:13 Minuten)
“Der ganz normale Alltag auf deutschen Autobahnen.”

6. “Designierter Digital-Kommissar Oettinger täglich online”
(donaukurier.de)

Frontal21, Mario Götze, Peter Wälty

1. “Ukraine-Konflikt: Kritik an Medienhäusern”
(ndr.de, Video, 6:21 Minuten)
Die Berichterstattung zum Ukraine-Konflikt: Rund 300 Menschen demonstrieren vor dem Redaktionsgebäude des “Spiegel” in Hamburg, die ARD-Tagesschau und die ARD-Tagesthemen erhalten täglich stapelweise kritische Post (ab 4:28 Minuten).

2. “Als-ob-Information”
(demystifikation.wordpress.com)
Stefan Wagner misst eine von der ZDF-Sendung “Frontal21” in einem Beitrag (youtube.com, Video, ab 5:15 Minuten) verwendete Grafik nach.

3. “Kein Liebling der Massen”
(wdr.de, Video, 8:35 Minuten)
Die WDR-Sendung “Sport Inside” beleuchtet die Abschottung von Fußballer Mario Götze durch PR und Werbung.

4. “Deshalb nervt PR”
(blog.tagesanzeiger.ch/offtherecord, Christian Lüscher)
Christian Lüscher listet zehn Methoden auf, wie Öffentlichkeitsarbeiter versuchen, Journalisten für ihre Sache zu gewinnen.

5. “‘Diese professionelle Demutsheuchelei ist mir auf Dauer zu anstrengend'”
(persoenlich.com, Matthias Ackeret)
Ein Interview mit Peter Wälty, Leiter Digitalentwicklung und stellvertretender Chefredaktor von “20 Minuten”: “Wir kriegen 5’000 Leserbilder im Monat, davon zeigen wir vielleicht 50. Dasselbe bei den Leserkommentaren. Wir kriegen täglich um die 5’000, aber nur deshalb, weil wir die Kommentarfunktion nach 24 Stunden schliessen. Würden wir das nicht tun, hätten wir doppelt so viele.”

6. “Helmut Markwort: ‘Ja, ich bin Moritz Rodach'”
(newsroom.de, Bülend Ürük)
Helmut Markwort gibt zu, unter dem Pseudonym Moritz Rodach für “Focus Online” über den FC Bayern München geschrieben zu haben: “Ich bin ja nicht nur Fan, sondern auch Aufsichtsratsmitglied des FC Bayern. Jeder weiß das. Natürlich auch die Kollegen von Online, als sie mich baten, ihnen ein paar Fakten von einer Reise mit den Bayern durchzugeben. Es war eine Gelegenheitsarbeit – und in meinem grundsätzlichen Bemühen, ein objektiver Journalist zu sein, meine subjektive Schwachstelle.”

Blättern:  1 ... 159 160 161 ... 225