Nato, Alkohol, Daily Mail

1. „Durchgestochen: Justiz und Journalisten“
(ndr.de, Video, 4:50 Minuten)
Die Weitergabe von teilweise kompletten Ermittlungsakten aus Kreisen der Staatsanwaltschaft an Journalisten „als politisches Kalkül“: „Nur wenn sie Amtsträger zum Geheimnisverrat anstiften oder Hilfestellung dazu leisten, begehen sie eine Straftat. Ansonsten endet der Geheimnisverrat in dem Moment, wo der Journalist die Unterlagen bekommt, ergänzt Martin Huff. Dadurch bleiben die Journalisten straffrei.“

2. „My Year Ripping Off the Web with the Daily Mail Online“
(tktk.gawker.com, James King, englisch)
James King berichtet aus seiner Zeit im New Yorker Newsroom der „Daily Mail“: „In a little more than a year of working in the Mail’s New York newsroom, I saw basic journalism standards and ethics casually and routinely ignored. I saw other publications‘ work lifted wholesale. I watched editors at the most highly trafficked English-language online newspaper in the world publish information they knew to be inaccurate.“

3. „Zum Totlachen“
(peterbreuer.me)
Peter Breuer wertet Voting Buttons auf Bild.de aus: „Ich habe willkürlich sieben Stichproben gezogen und in fünf von sieben Fällen dominierte bei diesen Texten die Emotion ‚Lachen‘.“

4. „Die Nato bleibt undurchschaubar“
(n-tv.de, Christoph Herwartz)
Nato-Informationen zum Krieg in der Ukraine lassen sich kaum überprüfen, schreibt Christoph Herwartz: „Journalisten und Abgeordnete kommen schnell an die Grenzen dessen, was sie selbst beobachten können. Das liegt auch daran, dass die Nato ihre Mitteilungen sehr allgemein hält. Wenn sie von russischen Truppen und russischen Waffen in der Ukraine spricht, gibt sie nicht an, wann wo wie viele Einheiten gesichtet wurden. Wenn sie es täte, könnten Journalisten an diese Orte fahren oder mit Anwohnern telefonieren.“

5. „Aus der Rausch: Leben mit der Alkoholsucht“
(spiegel.de, Video, 23:01 Minuten)
Eine Reportage über Alkoholiker in Mecklenburg-Vorpommern, dem Bundesland mit den „meisten Alkoholtoten der Republik“.

6. „So kann man’s natürlich auch machen“
(twitter.com/dennishorn)
Wie eine Beilage der „Zeit“ die Trennung von Inhalten und Werbung transparent macht.