Snapstream, CEN, YouTube

1. „Der Medienmanipulator als Agent Provocateur: Schwarze Schafe sind noch lange keine Wölfe“
(wortvogel.de, Torsten Dewi)
Torsten Dewi denkt nach über die moralische Empörung über Provokationen: „Und so lassen wir uns von denen, die angetreten sind, uns zu provozieren, provozieren. Wir lassen uns am Nasenring durch die öffentliche Diskussion ziehen, während wir glauben, die Richtung vorzugeben.“

2. „Warum die ‚Heute Show‘ neidisch nach Amerika blickt“
(sueddeutsche.de, Hakan Tanriverdi)
Hakan Tanriverdi stellt Snapstream vor, eine Suchmaschine für das Fernsehen: „Warum gibt es so einen Dienst in den Vereinigten Staaten, aber nicht in Deutschland? Es liegt an der US-Regulierungsbehörde Federal Communications Commission (FCC). Sie hat im Jahr 1999 vorgeschrieben, dass fast alle Sendungen untertitelt sein müssen, akkurat und möglichst synchron: Das zielte natürlich nicht auf die Zweitverwertung durch Firmen wie Snapstream, sondern auf Menschen, die schlecht hören oder ganz taub sind. Selbst die Macher von Live-Sendungen stehen in der Pflicht, müssen live transkribieren.“

3. „The King of Bullsh*t News“
(buzzfeed.com, englisch)
Die Storys der Central European News (CEN) mit Hauptsitz im britischen Canterbury: „They’re often bizarre, salacious, gruesome, or ideally all three: If you’ve read a story about someone in a strange country cutting off their own penis, the chances are it came from CEN.“

4. „‚Es wird viel gelogen'“
(ostpol.de, Othmara Glas)
Ein Interview mit Jutta Sommerbauer zur Berichterstattung aus der Ukraine: „Man kann physisch nur auf einer Seite der Front sein. Je nachdem welche Seite das ist, sind bestimmte Informationen zugängig. Da wird viel gelogen. Oft stecken propagandistische Absichten dahinter. Eine verlässliche Berichterstattung ist nicht immer einfach. Wenn man sich unsicher ist oder bestimmte Fakten nicht verfügbar sind, sollte man das dem Leser jedoch auch so kommunizieren.“

5. “ Das Geschäft mit den Youtube-Stars“
(faz.net, Michael Ashelm und Julia Löhr)
Die Vermarktungsgesellschaften hinter YouTube-Inhalten arbeiten wie wie Plattenfirmen in der Musikindustrie, schreiben Michael Ashelm und Julia Löhr: „Die reichweitenstärksten Netzwerke kommen auf mehr als 500 Millionen Zugriffe im Monat und sind damit de facto große Online-TV-Sender.“

6. „Landwirtin sauer: Spiegel erschleicht sich Interview“
(topagrar.com, Alfons Deter)
Landwirtin Anneli Wehling fühlt sich von einer „Spiegel“-Journalistin überrumpelt: „Wehling legte in der lockeren Unterhaltung freimütig ihre Sicht der Dinge dar: Dass es sicherlich Fehlentwicklungen gebe und sich alle Verbände mal an einen Tisch setzen müssten, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern. ‚Im Gespräch am Rande mit der Journalistin habe ich mich schon kritisch über die Ausrichtung der Landwirtschaft und auch über Kostendruck auf den Betrieben geäußert und was diese Entwicklung treibt. Aber nicht in der Form, wie im Spiegel zitiert wird, sondern so dass ich auch dazu stehen kann! Hier bin ich offensichtlich sehr blauäugig auf billigen Journalismus gestoßen, der nur seine reißerische Story brauchte!‘, so Wehling gegenüber top agrar online.“