Baltimore, Blendle, Bahnerth

1. „How Western media would cover Baltimore if it happened elsewhere“
(washingtonpost.com, Karen Attiah, englisch)
Karen Attiah malt sich aus, wie westliche Medien berichtet hätten, wären die Ausschreitungen im Baltimore nach dem Tod von Freddie Gray nicht in den USA passiert.

2. „NZZ-Digitalchefin: ‚Wir müssen im deutschsprachigen Raum zu den Besten zählen'“
(tageswoche.ch, Michaël Jarjour)
Ein Interview mit Anita Zielina, die bei der NZZ als „Chefredaktorin Neue Produkte“ startet: „Wir müssen mehr experimentieren. Das ist tatsächlich etwas, das in den USA deutlich weiter verbreitet ist als in den deutschsprachigen Ländern.“

3. „Stars und Journalisten – ein hinterfragenswürdiges Ökosystem“
(indiskretionehrensache.de, Thomas Knüwer)
Der Umgang mit Stars im Journalismus: „Interviews sind eng getaktet, oft genug wird der Themenkreis der erlaubten Fragen vorgegeben. Immerhin: Je hochrangiger das Medium, desto lockerer diese Regelung: ‚Spiegel‘-Abgeordnete dürften in der Regel mehr Frage-Freiheit bekommen als die Abgesandten von ‚Prisma‘ oder ‚Düsseldorfer Anzeiger‘.“ Siehe dazu auch „Do stars and news need to go their separate ways?“ (theguardian.com, Krishnan Guru-Murthy, englisch).

4. „Fünf Dinge, die Redakteure wirklich nerven“
(pressesprecher.com, Stefan Brunn und Mathias Wolff)
Zwei ehemalige Tageszeitungsredakteure über die Sünden der Pressearbeit: „PR ist Zulieferindustrie. Basta. (…) Vorschriften wie ‚Bitte veröffentlichen Sie die angehängte Pressemitteilung in der Samstagsausgabe‘, oder ‚Bitte stimmen Sie sämtliche Änderungen an der PM mit unserer Pressestelle ab‘, sind der formvollendete Beweis eines peinlichen Rollenmissverständnisses.“

5. „Blendle: A radical experiment with micropayments in journalism, 365 days later“
(medium.com, Alexander Klöpping, englisch)
Alexander Klöpping resümiert ein Jahr Blendle: „Over the past 12 months we’ve proven in the Netherlands that there’s a new market for publishers, next to selling subscriptions, full issues and advertising. Without spending a single euro on marketing, we gathered over a quarter of a million users.“

6. „Mein Leben mit Michael Bahnerth“
(verlag.baz.ch, Guy Morin)
Politiker Guy Morin antwortet Journalist Michael Bahnerth, der ihm in einem Artikel vorgeworfen hatte, er würde für einen Regierungspräsidenten unwürdige Schuhe tragen.