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Verdünnte Wahrheiten beim SWR, Maaßens Irreführung, China-Memo

1. Interview zu SWR-Beitrag: “Eine Überschrift wie ‘Wie wirkt Homöopathie?’ hätten wir nicht senden sollen”
(medwatch.de, Hinnerk Feldwisch Drentrup)
Ein Beitrag der SWR-Sendung “Landesschau Baden-Württemberg” befasste sich in einer Weise mit dem Thema Homöopathie, die von vielen Zuschauern kritisiert wurde. “MedWatch” hat mit dem SWR-Verantwortlichen Rüdiger Mertz gesprochen, der Fehler zugibt und Besserung verspricht: “Wir sollten uns evidenzbasierter Medizin verpflichtet fühlen. Leider sind wir diesem Anspruch mit dem Beitrag nicht gerecht geworden. Das bedaure ich.”

2. Wie die Zeitung lebt
(taz.de, Georg Löwisch)
Der Chefredakteur der “taz”, Georg Löwisch, hat 15 Gedanken über das gedruckte Wort in digitalen Zeiten notiert: “Die Zeitung hat ihren Stolz zu recht. Sie verdient verdammt noch mal Respekt. Man sollte ehrlich darüber sprechen, dass die Zeitung aus Papier bestimmte Fähigkeiten und Eigenschaften hat, die der Zeitung hinter Glas fehlen. Und dass es umgekehrt ganz genauso ist.”

3. Maaßens irreführende Vorwürfe gegen die “Tagesschau”
(uebermedien.de, Stefan Niggemeier)
Der bald ehemalige Verfassungsschutz-Präsident Maaßen hat bei seiner Befragung durch den Innenausschuss des Bundestages der “Tagesschau” Vorwürfe in Bezug auf das “Chemnitz-Video” gemacht. Stefan Niggemeier hat sich die Sendungen daraufhin nochmal angeschaut. Niggemeier stellt fest: “Zu dem vielen, was an Maaßens Äußerungen zweifelhaft ist, gehört auch das: Er gibt den angeblichen Auslöser seiner öffentlichen Einlassungen falsch wieder.”

4. Bloß nicht kritisieren
(zeit.de, Rita Lauer)
Ein Team der Universität Trier hat den Lokaljournalismus untersucht und dazu mehr als 100 Lokalzeitungen und Lokalausgaben von Boulevard- und überregionalen Blättern sowie deren Onlineableger ausgewertet. Rita Lauer fasst die Ergebnisse zusammen.

5. Bericht: Google unterdrückt kritisches Memo zu zensierter Suchmaschine
(faz.net)
Acht Jahre ist es her, dass sich Google aus China zurückgezogen hat, vor allem wegen der staatlichen Zensur. Offenbar arbeitet man hinter den Kulissen an einer erneuten Annäherung, die jedoch einen hohen Preis haben könnte: Laut einem internen Google-Memo sollen Suchanfragen zu Begriffen wie “Menschenrechte” ausgefiltert werden und der Standort der Suchenden weitergegeben werden. Über das sogenannte Projekt “Dragonfly” hat “The Intercept” bereits Anfang August berichtet — und ist seitdem an der Geschichte drangeblieben.

6. Mono­lo­gi­sche #Viel­falt
(geschichtedergegenwart.ch, Sylvia Sasse)
Manche Schweizer Medien haben sich “Vielfalt” und “Ausgewogenheit” auf die Fahnen geschrieben. Was sich zunächst toll anhört, hat seine Tücken, wie die Literaturwissenschaftlerin Sylvia Sasse ausführt: “Auf diese Weise wird auch nicht poli­ti­sche Viel­falt abge­bildet, sondern schlicht jour­na­lis­ti­sche Qualität vernach­läs­sigt, denn ausge­rechnet die Rede von der “Viel­falt” wird so zum Einfallstor für Popu­lismus und Propa­ganda.”

Illegale AfD-Finanzierung, Tod im Hambacher Forst, China calling

1. AfD: Interne Mails belegen heimliche Wahlkampffinanzierung
(daserste.ndr.de, Ben Bolz & Marvin Milatz)
Schon lange gab es den Verdacht, dass die AfD kostenlose Wahlkampfhilfe durch den ominösen Herausgeber des “Deutschland Kuriers” erhält, den “Verein zur Erhaltung der Rechtsstaatlichkeit und der bürgerlichen Freiheiten”. In den Rechenschaftsberichten der AfD tauchten diese geldwerten Leistungen des Vereins jedoch nicht auf. In Interviews bestritten AfD-Politiker stets, etwas mit dem Verein zu tun oder den “Deutschland Kurier” in Auftrag gegeben oder bestellt zu haben. Nun liegen Mails und Interviewaussagen vor, die Gegenteiliges belegen.
Weitere Empfehlung: Auch “Zapp” berichtet in einem Video (5:41 Minuten): AfD: Interne Mails belegen heimliche Finanzierung.

2. Vom Beobachter zum Freund
(taz.de, Malte Kreutzfeldt)
Im von der RWE-Rodung bedrohten Hambacher Forst ist der 26-jährige Steffen Meyn verunglückt, der dort an einer Langzeitdokumentation arbeitete. Meyn nahm mit einer 360-Grad-Kamera den Wald und die Baumhausdörfer für ein Virtual-Reality-Projekt auf und dokumentierte das Leben der BaumhausbewohnerInnen. Es sei ihm dabei nicht nur um den Einsatz für den Umweltschutz gegangen, sondern auch um den alternativen Gesellschaftsentwurf.
Weiterer Lesehinweis: Lesenswert ist in diesem Zusammenhang auch der eindrückliche und dennoch wohltuend ruhige und besonnene Augenzeugenbericht von Bernd Müllender: Der Schock nach dem Absturz.
Und zum Schluss ein Film von Steffen Meyn, den er am 28. August dieses Jahres auf Youtube stellte: Chronik einer Razzia — Wiesendurchsuchung am Hambacher Forst.

3. Medienwächter prüfen Digital-Angebote: Spahn muss bangen
(morgenpost.de, Kai-Hinrich Renner)
Die Medienwächter der ZAK (Kommission für Zulassung und Aufsicht der Landesmedienanstalten) überprüfen derzeit den Digital-Auftritt von Gesundheitsminister Jens Spahn. Es bestehe der “noch sehr leise” Anfangsverdacht, der Minister könnte auf seiner Website und auf seinem Facebook-Account sowohl Rundfunk betreiben als auch die Grenzen staatlicher Öffentlichkeitsarbeit überschreiten.

4. China calling — aber wer hört zu?
(medienwoche.ch, Peter Stäuber)
Vor zehn Jahren hat China eine globale Medienoffensive gestartet. Rein zahlenmäßig ein Erfolg: Die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua habe laut “Economist” mehr Auslandsbüros als alle Konkurrenten; China Radio International sende in mehr als 60 Sprachen; das Auslandfernsehen CGTN habe Reporter-Teams in über siebzig Ländern, und die Facebook-Seite von CGTN habe 67 Millionen Follower — mehr als zehnmal so viele wie die des BBC World Service. Doch Zahlen sind das eine, das Echo bei den Lesern und Zuschauern das andere. Und da habe China derzeit noch Probleme.

5. “Wir waren nur die Folie für deren Propaganda”
(zeit.de, Carolin Ströbele)
“Zeit Online” hat mit Florian Hager gesprochen, dem Programmchef bei der öffentlich-rechtlichen Plattform “funk”. Es geht um den Fall Schlecky Silberstein und das Vorgehen der AfD. Hagers Resümee: “Beim Fall Schlecky Silberstein sprachen alle Argumente, alle Fakten, alle moralischen Fragen für uns. Aber darum geht es leider gar nicht. Die AfD hat ihren Punkt gemacht, das Storytelling für ihre Anhängerschaft hat funktioniert. Wir waren letztlich nur die Folie für deren Propaganda. Das macht mir große Sorgen.”

6. “Netflix muss sich warm anziehen”
(spiegel.de, Christian Buß)
“Spiegel Onine”-Redakteur Christian Buß hat sich mit dem Starproduzent und Ufa-Chef Nico Hofmann über die Bedrohung durch Streamingdienste wie Netflix unterhalten. In den USA beobachtet Hofmann eine Marktbereinigung und Monopolisierung, die er für gefährlich hält. Für Deutschland ist Hofmann derzeit noch gelassen, da Netflix hier fast ausschließlich bestehendes Programm aufkaufe.

Aufwärmverhalten, Griff in RTLs Portokasse, Schmuddel-Kampagnen

1. Die Vertrollung der Konservativen
(spiegel.de, Sascha Lobo)
Einem Teil der Konservativen bekommt das Internet nicht, findet Sascha Lobo in seiner neuesten Kolumne. Die Folge sei die Vertrollung dieser Konservativen: “Das Sahnehäubchen der Trollerei zu Maaßen und Chemnitz hat sich der Dresdner Politologe Werner Patzelt in Form einer Narrenkappe aufgesetzt. Er behauptete, das Video, das zu Maaßens Versetzung führte, habe keine Hetzjagd, sondern “Nacheileverhalten” gezeigt. Nacheileverhalten. Wenn man so anfängt, ist der Weg nicht mehr weit, Brandanschläge “Aufwärmverhalten” zu nennen.”

2. Massiver Abbau
(sueddeutsche.de, Laura Hertreiter)
In Dänemark hat die rechtspopulistische Dänische Volkspartei Stimmung gegen den Rundfunkbeitrag gemacht. Mit Erfolg und verheerenden Folgen für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk: Nach der Abschaffung der Rundfunkgebühr und Etat-Kürzungen von 20 Prozent werden bis zu 400 Stellen gestrichen und mehrere Radio- und Fernsehsender zum Jahr 2020 eingestellt.

3. Frau nicht im “Spiegel”
(blogs.taz.de, Dinah Riese)
Neulich hatte die “taz” Besuch. Die Kollegen vom “Spiegel” waren da, es ging um einen Artikel über die “taz” von früher und die “taz” von heute. Nachdem der Artikel erschienen ist, wundert sich “taz”-Redakteurin Dinah Riese: Obwohl das “Spiegel”-Team mit etlichen Frauen im Haus gesprochen habe, komme keine einzige im Beitrag vor. Rieses Vorschlag: “Vielleicht besucht die taz ja mal den Spiegel. Um die Schniedel-Quote auszugleichen, reden wir dann aber nur mit Frauen.”

4. Medienwächter belasten Portokasse von RTL
(uebermedien.de, Boris Rosenkranz)
Die Medienaufsichtsbehörde ZAK (Kommission für Zulassung und Aufsicht) beanstandet, wie RTL im Juni nach einem Pädophilen gefahndet hat. Der Sender habe damit gegen “journalistische Grundsätze” verstoßen. RTL muss nun eine Verwaltungsgebühr in Höhe von 1.000 Euro zahlen, was der Konzern sicher verschmerzen kann. Brisanter könnte der nächste Schritt sein: Die Staatsanwaltschaft Bremen prüft, ob der Sender in dieser Sache strafrechtlich zu belangen ist.

5. FLURFUNK-Podcast 11: Chemnitz, Sachsen und die Pressefreiheit. Gast: Ine Dippmann, DJV
(flurfunk-dresden.de, Lucas Görlach & Peter Stawowy)
In der aktuellen Ausgabe des “Flurfunk”-Podcasts geht es unter anderem um die Pressefreiheit in Sachsen, Fake News um Chemnitz und die Medienschelte des sächsischen Ministerpräsidenten. Zu Gast im Studio ist die Journalistin Ine Dippmann, Vorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbands Sachsen.

6. Diese Schmuddel-Kampagnen wurden vom Werberat gerügt
(horizont.net, Marco Saal)
Wer sich über geschmacklose, sexistische oder diskriminierende Werbung ärgert, kann sich beim “Deutschen Werberat” beschweren, dem Kontrollorgan der deutschen Werbeindustrie. Dieser wendet sich dann an das betreffende Unternehmen und spricht gegebenenfalls eine Rüge aus. “Horizont” zeigt die sieben aktuellen Beispiele, doch Achtung: Das Kopfschütteln beim Betrachten kann zu Kopfschmerzen und Drehschwindel führen.

Video-Verifikation, Schlecky Silberstein, YouTube-Journalismus

1. Das “Chemnitz-Video”: Welche Tools helfen bei der Verifikation?
(innovation.dpa.com, Stefan Voß)
Immer wieder laden Augenzeugen Videos auf Twitter und Co. hoch. Dürfen derartige Videos von Journalisten als Informationsquelle verwendet werden, auch wenn die Urheber anonym bleiben? Ja, aber die Filmaufnahmen müssen verifiziert werden. Anhand des berühmten “Chemnitz-Videos” stellt dpa-Faktenchecker Stefan Voß einige Verifikationstechniken vor.

2. Silberstein: “Man kann sich gar nicht dagegen wehren”
(dwdl.de, Alexander Krei)
Der Satiriker und Blogger Schlecky Silberstein hat für “Funk”, das Junge-Leute-Content-Netzwerk von ARD und ZDF, eine Parodie auf die Ereignisse in Sachsen gedreht und ist dadurch ins Visier der AfD geraten. Inklusive Nachstellungen und Morddrohungen. “DWDL” hat mit ihm über Filterblasen, Angst und Kunstfreiheit gesprochen.
Weitere Lesehinweise: Auf seiner eigenen Seite hat Silberstein über die Ereignisse geschrieben: Ein Hauch von ’33 — und plötzlich stehen sie vor deiner Tür.
Und auch “Spiegel Online” hat mit ihm gesprochen.

3. Ganz neue Töne
(sueddeutsche.de, Stefan Fischer)
Auch das öffentlich-rechtliche Radio will vom Podcast-Boom profitieren und produziert Dokuserien, die sowohl klassisch ausgestrahlt als auch über Audiotheken oder Podcast-Plattformen wie Apples iTunes und Spotify verbreitet werden. Stefan Fischer ordnet die Entwicklung ein und stellt einige neugierig machende fiktionale und non-fiktionale Produktionen vor.

4. Ken Jebsen und das Establishment
(medienblog.hypotheses.org, Michael Meyen)
Michael Meyen ist seit 2002 Professor für Allgemeine und Systematische Kommunikationswissenschaft an der LMU München. Unlängst hat er Ken Jebsen ein Interview auf dessen Kanal “KenFM” gegeben. Einige seiner Freunde und Kollegen hätten darauf mit Unverständnis und Kritik reagiert (“Motto: Hat er sie noch alle?”). In einer Stellungnahme erklärt Meyen seine Beweggründe und betreibt “etwas Werbung für Toleranz und guten Journalismus.

5. “STRG_F”: Journalismus auf YouTube
(message-online.com, Anna Neumann & Sebastian von Hacht)
Um jüngere Zuschauer zu gewinnen, setzen ARD und ZDF auf spezielle Youtube-kompatible Angebote, die sie unter dem Netzwerklabel “Funk” bündeln. Eines dieser Angebote nennt sich “Strg-F” und beschäftigt sich mit Themen, die vor allem 20- bis 29-Jährige politisch und gesellschaftlich berühren. Das Journalismus-Magazin “Message” fragt, ob das gut gehen kann.

6. “Das sind gezielte Angriffe”
(taz.de, Meike Laaf)
Die österreichische Extremismus- und Terrorismusforscherin Julia Ebner arbeitet derzeit am Londoner Institute for Strategic Dialogue. Im Interview mit der “taz” erklärt Ebner, wie Rechtsextreme Falschinformationen im Netz verbreiten und auf welche Themen sie bevorzugt setzen.

#wirsindmaaßen-Hysterie, “Time”, Privateigentum vs. Pressefreiheit

1. #wirsindmaaßen: Welche Twitter-Accounts sich vor den Verfassungsschutzchef stellen
(netzpolitik.org, Chris Köver)
Große Teile der AfD und ihr Umfeld stellen sich hinter Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen. netzpolitik.org hat ausgewertet, welche Twitter-Accounts hinter dem Hashtag #wirsindmaaßen stehen. Eine große Rolle spielt dabei Vera Lengsfeld, die einen bemerkenswerten Wandel von der DDR-Dissidentin zur AfD-Sympathisantin durchmachte und zunächst für die Grünen und später für die CDU im Bundestag saß.
Weiterer Lesehinweis: Im “Verfassungsblog” beschäftigt sich der Professor für Öffentliches Recht Jörn Reinhardt mit der Frage, was Maaßen aus juristischer Sicht sagen durfte und was nicht.

2. Salesforce-Gründer kauft Time-Magazine
(faz.net, Marc Benioff)
Vor fünf Jahren übernahm Amazon-Chef Jeff Bezos die “Washington Post”. Nun wird ein weiterer Internet-Milliardär zum Medienbaron: Salesforce-Gründer Marc Benioff und seine Frau Lynne kaufen sich für 190 Millionen Dollar das “Time Magazine”. Es handelt sich um eine Privatanschaffung: Der Kauf des Wochenmagazins habe nichts mit dem Unternehmen zu tun.

3. Schrott-Seiten kopieren Instagram komplett und erreichen Millionen-Reichweiten
(omr.com, Martin Gardt)
Reich werden mit Instagram, ohne selbst auf der Plattform zu sein? Das gelingt, wenn man das Selbstdarstellernetzwerk einfach spiegelt samt aller Fotos, Beschreibungen, Hashtags, Kommentare und Likes. Martin Gardt erklärt die Vorgehensweise dubioser Seiten wie “Websta”, “Pikbee”, “Webstagram” oder “Instahu”, die mittels Datenklau riesige Reichweiten erzielen und über Google Adsense jede Menge Geld verdienen.

4. “Filmteam an der Arbeit gehindert”
(taz.de, Bert Schulz)
In Berlin gibt es an zentralen Orten wie dem Potsdamer Platz mehrere Privatstraßen, die als solche nicht gleich zu erkennen sind. Das kann ein Problem für die Berichterstattung werden, denn das Platzmanagement kann dort Demonstrationen untersagen oder Drehverbote erteilen. Der Journalistenverband Berlin-Brandenburg hat nun einen Brief an den Regierenden Bürgermeister geschrieben: Der Regierungschef möge sicherstellen, dass Pressefreiheit Vorrang hat vor Privateigentum.

5. Whatsapp und Youtube – schnell die rechte Szene erreichen
(deutschlandfunk.de, Jan Rähm)
Die extrem rechte Szene in Deutschland ist gut vernetzt und äußerst effektiv, wenn es um die Mobilisierung geht, wie man unlängst bei den “Trauermärschen” in Chemnitz und Köthen erlebt hat. Eine wichtige Rolle dabei spielen klassischerweise die sozialen Netzwerke Facebook und Twitter, doch auch Youtube und Whatsapp sind wichtige Werkzeuge.

6. Digital ist besser
(sueddeutsche.de, Karoline Meta Beisel)
Beim ZDF haben sie sich was vorgenommen: Dort sollen 400.000 Sendebänder in Dateien umgewandelt und für die Nachwelt gesichert werden. Das Projekt “Massenumcodierung” ist immerhin zur Hälfte abgeschlossen: Gerade hat das sechsköpfige Projektteam Bergfest gefeiert, die restlichen 200.000 Bänder will man bis 2021 überspielt haben. Karoline Meta Beisel berichtet vom herausfordernden Wettlauf gegen die Zeit, der auch bei anderen Sendern stattfindet.

Vermeintliche Falle im Hambacher Forst: Twittern Julian Reichelt Style

Die Polizei Aachen, die derzeit bei der Räumung des Hambacher Forsts aktiv ist, schrieb gestern bei Twitter:

Screenshot eines Tweets der Polizei Aachen - Neben Depots stößt die Polizei Aachen im Hambacher Forst auf solche Fallen. Mittels einer Drahtseilkonstruktion wurde ein mit Beton und Schutt gefüllter Eimer in die Höhe gezogen. Beim Auslösen der Falle, fällt der Eimer in die Tiefe. Es besteht Lebensgefahr für alle. - Dazu ein Foto eines mit Erde verschmutzten Eimers, der mit Beton gefüllt ist. Aus dem Beton guckt ein Drahtseil raus

Es gibt erhebliche Zweifel an dieser Geschichte. Und ein Anruf von uns bei der Polizei Aachen nährt diese Zweifel — dazu weiter hinten mehr.

Dennoch verbreitete sich der Polizei-Tweet gestern rasant. Auch weil “Welt”-Chefredakteur Ulf Poschardt drauf ansprang:

Screenshot eines Tweets von Welt-Chef Ulf Poschardt, der zum Tweet der Polizei Aachen schreibt: Neulich bei den Aktivisten - das Wort Aktivisten hat Poschardt in Anführungszeichen gesetzt

Genauso “Bild”-Chef Julian Reichelt, der diesen Tweet gerade offenbar gelöscht hat:

Screenshot eines Tweets von Bild-Chef Julian Reichelt, der zum Tweet der Polizei Aachen schreibt: Naturschutz Hafenstraße Style.

Und selbst Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet äußerte sich:

Screenshot eines Tweets von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, der zum Tweet der Polizei Aachen schreibt: Vor friedlichem Protest gegen die rotgrüne Entscheidung zum Roden des Hambacher Forst habe ich großen Respekt, aber was Gewalttäter sich in diesen Tagen an Straftaten erlauben, wird der Rechtsstaat nicht dulden.

Verschiedene Onlinemedien haben den Tweet der Polizei in ihre Artikel eingebettet: ZDF.de, t-online.de*, jungefreiheit.de.

Zur Erzählung der Aachener Beamten gab es bei Twitter starken Widerspruch: Es handele sich nicht um eine Falle, sondern um ein relativ übliches Gegengewicht für ein Kletterseil. Tatsächlich ist es etwas merkwürdig, dass auf einem der Fotos, die die Polizei Aachen getwittert hat, noch eine Schaufel oder Hacke zu sehen ist; dass auf den Fotos Löcher im Boden zu erkennen sind; und dass die Handschuhe des Polizisten, der auf einem der Fotos kniet, recht erdig sind.

Auf unsere Nachfrage widerspricht eine Sprecherin der Polizei Aachen dann auch der Geschichte, die die Behörde im Tweet verbreitet hat: Der betongefüllte Eimer wurde nicht “mittels einer Drahtseilkonstruktion” “in die Höhe gezogen”. Man habe den Eimer am Boden vorgefunden. Dennoch gehe man davon aus, dass er geeignet wäre, “Kolleginnen und Kollegen zu verletzen”.

Es zeigt sich einmal mehr: Für Redaktionen und Journalisten (und Ministerpräsidenten) reicht es nicht, sich einzig und allein auf Verlautbarungen der Polizei zu verlassen.

*Nachtrag, 14:51 Uhr:Die Redaktion von t-online.de hat den Tweet inzwischen aus ihrem Artikel entfernt.

Nachtrag 18. September: Die Polizei Aachen schreibt in einer Pressemitteilung nun auch, dass es sich um “einen auf dem Waldboden liegenden mit Beton gefüllten Eimer” handelte:

Darin waren Seile eingelassen, die auch auf dem Boden lagen. Aus Sicht der Polizei hätte der Eimer in die Höhe gezogen und beim Passieren von Polizeibeamten zu Boden fallen gelassen oder als Pendel eingesetzt werden können.

Hambacher Presseblockade, “Stern”-Wundbeschau, Hetzjagd-Wortstreit

1. Polizei behindert Journalisten
(djv.de, Hendrik Zörner)
Der Deutsche Journalisten-Verband fordert in einer Pressemitteilung die Einsatzkräfte der Bundespolizei und der Polizei NRW auf, Journalistinnen und Journalisten unverzüglich den Zugang zum Hambacher Forst zu ermöglichen. Polizeiblockaden gegen Journalisten seien nicht akzeptabel, so der Vorsitzende des DJV Nordrhein-Westfalen.

2. Wundbeschau
(sueddeutsche.de, Peter Burghardt)
Der “Stern” hat seinen 70. Geburtstag gefeiert und dazu in die Redaktion am Hamburger Baumwall eingeladen. Dort gab es eine Auswahl aus den originalen gefälschten Hitler-Tagebüchern zu sehen. Aus der goldenen Ära des “Stern”, in denen das Magazin noch “Geld wie Heu” hatte: “Klagen über Honorare und Spesen konterte der frühere Herausgeber Henri Nannen einst mit dem Hinweis, dass man das Geld doch nur mit beiden Händen zum Fenster hinaus werfen müsse, damit es unten schubkarrenweise durch die Tür wieder hineinkomme.”
Weiterer Lesehinweis: Silke Burmester hat in der “taz” über den “Stern”-Geburtstag geschrieben: 70, verglüht.

3. Online & Print: Wie organisieren sich die Redaktionen?
(einfacherdienst.de)
Der “Einfache Dienst” hat sich angeschaut, wie die großen deutschen Zeitungen mit Online und Print umgehen: Wann starteten die Redaktionen parallele Online- und Printredaktionen? Wo gibt es ein Nebeneinander, wo ein Miteinander? Eine Grafik stellt die Entwicklung der vergangenen Jahre dar.

4. Urheberrechtsreform: Was hat das EU-Parlament tatsächlich beschlossen?
(heise.de, Stefan Krempl)
Die geplante EU-Urheberrechtsnovelle lässt viele Deutungen zu: Einige sprechen vom Tod des Internets, wie wir es kennen, andere von der Rettung der Kulturindustrie. Der Kulturwissenschaftler und Journalist Stefan Krempl versucht die Frage zu beantworten, was das EU-Parlament tatsächlich beschlossen hat.

5. Offenkundig außer Kontrolle
(spiegel.de, Thomas Fischer)
Der Ex-Bundesrichter und streitbare Kolumnist Thomas Fischer findet deutliche Worte zum Wortstreit um die Hetzjagd in Chemnitz. Dieser sei “ein sensationeller kommunikativer Erfolg der rechtsradikal-nationalsozialistischen Minderheit”. “Intellektuell und sozial randständige” Persönlichkeiten wie Bachmann, Höcke und Weidel, so Fischer weiter, zwängen die Regierungen der Bundesrepublik Deutschland und des Freistaats Sachsen zu einer öffentlichen Diskussion darüber, ob man das “kurzfristige Verfolgen” von Ausländern durch Nationalsozialisten als “Hetzjagd” bezeichnen darf.

6. Bald auch Kanzlerin? Die Barbararisierung Deutschlands
(dwdl.de, Hans Hoff)
In seiner Sonntagskolumne traut Hans Hoff der medial omnipräsenten Barbara Schöneberger auch politische Ämter zu, ja sogar das der Bundeskanzlerin: “Es dürfte lustig werden mit der Bundeskanzlerin Barbara Schöneberger. Obwohl sie den Job natürlich auch nur nebenamtlich erledigen könnte. So wie beim Radio und so wie beim Heft auch. Ab und an schneit sie mal rein ins Kanzleramt, bringt den Laden mit ihrer Frische zum Glühen und verschwindet dann wieder auf dem Weg zur nächsten großen Aufgabe.”

“Bild” bringt Geflüchtete mit Clan-Kriminalität in Zusammenhang

Bei ihrem Versuch, Geflüchtete mit negativen Geschichten und Schlagzeilen in Verbindung zu bringen, entfaltet die “Bild”-Redaktion ihre ganze kreative Energie. Erst gestern wieder, in diesem Artikel:

Screenshot Bild.de - Bild fordert - Endlich null Toleranz gegenüber arabischer Clan-Kriminalität!

“BILD FORDERT” scheint die nächste Stufe zu sein nach “Das meint BILD”, dem Kommentar der gesamten Redaktion, den Julian Reichelt eingeführt und den Julian Reichelt für gut befunden hat. “BILD FORDERT” jedenfalls erstmal auf einer falschen faktischen Grundlage:

Die Clan-Kriminalität in der deutschen Hauptstadt und im ganzen Land ist außer Kontrolle.

Mehrere Hunderttausend (!) Menschen werden ihr zugerechnet. Sie hat sich zum Staat im Staat entwickelt.

Die Redaktion hat das ganz ähnlich schon mal behauptet:

Ausriss Bild-Zeitung - Ermittlungen des BKA - 200.000 kriminelle Clan-Mitglieder in Deutschland

Doch weder “mehrere Hunderttausend (!)” noch “200.000” stimmt. Stefan Niggemeier hat das bereits vor einem Monat drüben bei “Übermedien” ge- und erklärt. Und auch Martin Klingst erläuterte in der “Zeit” vom 9. August: Das Bundeskriminalamt schätzt nicht, dass 200.000 Clan-Mitglieder kriminell sind, sondern dass die Clans, die in Deutschland immer wieder kriminell auffällig sind, insgesamt etwa 200.000 Familienmitglieder haben. Ein Teil davon ist kriminell, ein anderer Teil nicht. “FORDERT” “Bild” etwa auch die Rückkehr zur Sippenhaft?

Apropos “Kennste einen, kennste alle” — “Bild” und Bild.de schrieben gestern weiter:

Die Entstehung der arabischen, organisierten Kriminalität in Deutschland war das Ergebnis von Flucht und Zuwanderung aufgrund eines Krieges in einem arabischen Land (Libanon).

Viele Politiker sehen solche Szenen [von Clan-Mitgliedern, die die Gesetze nicht achten,] einige wenige Male im Jahr, wenn sie — wie jetzt — in der Zeitung gedruckt sind.

Aber für viele Menschen in deutschen Großstädten gehören sie zum Stadtbild. Natürlich macht das Angst.

Natürlich schmälert das den Glauben an den Rechtsstaat und daran, dass wir weitere Hunderttausende Menschen, die bei uns Zuflucht gefunden haben, erfolgreich integrieren werden.

Krieg in einem arabisches Land, Flucht, Kriminelle in Deutschland. Das ist die dünne wie toxische Logik, die die “Bild”-Medien verbreiten: Wenn die Personen der Gruppe A als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen und hier kriminell geworden sind — wieso sollen dann die Personen der Gruppe B nicht auch kriminell werden? Die sind doch schließlich auch als Flüchtlinge gekommen.

Dazu passt dann auch die bemerkenswerte Verkürzung bei der Entstehungsgeschichte der Clan-Kriminalität: Als wäre zwischen der Flucht vor dem libanesischen Bürgerkrieg, der von 1975 bis 1990 dauerte, und dem Schutzgeldeintreiben, dem Drogengeschäft, dem Menschenhandel einiger Großfamilien Jahre und Jahrzehnte später nichts weiter passiert; als wäre das eine (Clan-Kriminalität) die unausweichliche Folge des anderen (Flucht).

Um die “Bild”-Redaktion zu zitieren: “Natürlich macht das Angst.”

“Junge Freiheit” zaubert AfD-Fahnen ins Fußballstadion

Als die Fußballer des SV Darmstadt 98 vor ein paar Wochen gegen den FC St. Pauli ranmussten, postete der Kreisverband der AfD Darmstadt zum Anpfiff:

Screenshot eines Facebook-Eintrags der AfD Darmstadt: Es geht los ...

Zwei Tage nach dem Spiel antwortete der Fußballverein in der Kommentarspalte:

Screenshot eines Facebook-Kommentars des SV Darmstadt 98 - Nur zur Erinnerung/Auffrischung: Wir stehen dafür ein, als verbindendes Element zwischen Menschen unterschiedlicher Nationalitäten, Kulturen und Religionen sowie Menschen mit und ohne Behinderung zu wirken, dies ist auch klar in unserer Vereinssatzung verankert. Auch rassistischen und fremdenfeindlichen Bestrebungen und anderen diskriminierenden oder menschenverachtenden Verhaltensweisen treten wir entschieden entgegen. Da die Positionen, für die Ihr einsteht, nicht in Einklang mit den Werten zu bringen sind, die wir verkörpern, solltet Ihr Eure Anhängerschaft dringend überdenken. Wir wollen Menschen mit solchem Gedankengut nicht in unseren Fanblöcken haben!

Daraufhin erschien in der Onlineausgabe der rechten Wochenzeitung “Junge Freiheit” ein Artikel, in dem sich der Vorsitzende der Hessischen AfD über die Reaktion des Vereins beschwert.

Bebildert war der Artikel mit diesem Foto:

Screenshot jugenfreheit.de - Das Foto zeigt die Fankurve des SV Darmstadt 98, die verschiedene blaue und blau-weiße Fahnen schwenken, darunter zwei große AfD-Fahnen.

Was die “Junge Freiheit” ihren Lesern jedoch verschwieg: Das Bild ist eine Fotomontage.

Screenshot jugenfreheit.de - Das Foto zeigt die Fankurve des SV Darmstadt 98, die verschiedene blaue und blau-weiße Fahnen schwenken, es sind keine AfD-Fahnen zu sehen

Vorgestern veröffentlichte die “Junge Freiheit” eine Gegendarstellung des Fußballvereins:

Screenshot jugenfreheit.de - Gegendarstellung - Sie veröffentlichten unter jungefreiheit.de am 16.08.2018 unter der Überschrift AfD wirft SV Darmstadt 98 Politisierung und Spaltung der Fans vor folgende Aufnahme: Es folgt das Foto der Fans mit den AfD-Fahnen. Hierzu stellen wir fest:  Es handelt sich um eine Fotomontage. Tatsächlich wurden dort in unserem Fanblock keine Flaggen der Alternative für Deutschland geschwenkt.  Darmstadt, den 16. August 2018 - SV Darmstadt 1898 e.V., vertreten durch das Präsidium - Rüdiger Fritsch - Markus Pfitzner

Das Bild wurde inzwischen ausgetauscht.

Markworts “wohltätiger Zweck”, Perplexer Voss, Cartoonisten-Duo

1. Urheberrecht: Axel Voss weiß nicht genau, was in seinem Gesetz steht
(netzpolitik.org, Alexander Fanta)
Man möchte meinen, dass keiner so tief in der Urheberrechtsdebatte steckt wie Axel Voss. Der CDU-Politiker gilt als Vater des neuen Urheberrechtes, das in dieser Woche im EU-Parlament auf den Weg gebracht wurde. Doch was sein Projekt anbelangt, scheint Voss große Wissenslücken zu haben. Nach der Abstimmung wurde er von einem schwedischen Journalisten darauf angesprochen, dass der nun beschlossene Entwurf praktisch jedes Foto oder Video bei einer Sportveranstaltung zur Urheberrechtsverletzung machen würde. Der etwas perplexe Voss darauf: “Nun, wir sind überrascht, dass das im Text ist, und wir werden es erst noch besprechen.”

2. Wahlkampf in der Vorabendserie
(deutschlandfunk.de, Michael Watzke, Audio, 4:19 Minuten)
Der frühere “Focus”-Chef Helmut Markwort (81) hat ein neues Lebensziel: Er will für die FDP in den bayerischen Landtag einziehen. Um seine Wahlkampfkasse aufzubessern, veranstaltete Markwort ein Fundraising-Dinner, in dem er eine maßgeschneiderte Rolle in der TV-Serie “Hubert ohne Staller” versteigerte. Der Produzent der Serie und bisherige Markwort-Freund ist sauer: Markwort habe ihm gesagt, die Versteigerung der Rolle erfolge für einen “wohltätigen Zweck”, und verschwiegen, dass es sich bei dem wohltätigen Zweck um Markwort selbst handeln würde.

3. “Das Leitmedium, das der Spiegel mal war, kann er gar nicht mehr sein”
(detektor.fm, Christian Eichler, Audio, 16:53 Minuten)
Detektor.fm hat mit “Spiegel”-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer gesprochen, der ein Buch über die USA geschrieben hat (“Nachruf auf Amerika: Das Ende einer Freundschaft und die Zukunft des Westen”). Im Gespräch geht es darum, wie sich die USA unter Trump positionieren und welche Rolle Journalisten in Zeiten politischer Krisen spielen. Aber auch um Brinkbäumers Zeit als “Spiegel”-Chefredakteur, die Ende des Jahres ein Ende findet.

4. “Manchmal sind die Figuren wir selbst”
(faz.net, Jörg Thomann)
Das Cartoonisten-Duo Hauck & Bauer feiert 2018 sein 15-jähriges Bestehen und gleichzeitig 15 Jahre des Comicstrips “Am Rande der Gesellschaft” in der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung”. Im Interview erzählen die beiden “FAS”-Karikaturisten, wer sie sind und wie sie arbeiten.

5. CC-Lizenz – kostenlos, aber nicht umsonst
(ipcl-rieck.com, Corinna Bernauer)
Einige Fotografen stellen ihre Bilder frei nutzbar zur Verfügung und versehen sie dazu mit einer CC-Lizenz. Corinna Bernauer, die als wissenschaftliche Mitarbeiterin bei einer Rechtsanwaltskanzlei arbeitet, erklärt die verschiedenen Varianten der CC-Lizenz und weist auf mögliche Fallstricke hin.

6. Polizei ermittelt, weil Student “Postillon”-Artikel likt
(sueddeutsche.de, Martin Bernstein)
Eine Geschichte, die wie ausgedacht klingt: Münchener Student gerät ins Visier der bayerischen Polizei, weil er einen Beitrag des Bayerischen Rundfunks mit einer kurdischen YPG-Fahne auf seiner Facebook-Seite geteilt hat. Die fleißigen Beamten untersuchen sein Facebook-Profil und finden Material für ein weiteres Ermittlungsverfahren wegen einer angeblich rechts motivierten Straftat. Sein Vergehen: Er hatte einen Artikel der Satireseite “Der Postillon” gelikt, auf dem ein Hitler-Foto zu sehen ist.

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