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KW 14/22: Hör- und Gucktipps zum Wochenende

Hurra, endlich Wochenende – und damit mehr Zeit zum Hören und Sehen! In unserer Samstagsausgabe präsentieren wir Euch eine Auswahl empfehlenswerter Filme und Podcasts mit Medienbezug. Viel Spaß bei Erkenntnisgewinn und Unterhaltung!

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1. quoted. der medienpodcast
(sueddeutsche.de, Nadia Zaboura & Nils Minkmar, Audio: 32:57 Minuten)
“quoted. der medienpodcast” ist ein Gemeinschaftsprojekt der Stiftung CIVIS und der “Süddeutschen Zeitung”. In der ersten Folge sprechen die Kommunikationswissenschaftlerin Nadia Zaboura und “SZ”-Autor Nils Minkmar über die mediale Berichterstattung über den Ukraine-Krieg – auch im Vergleich zu vorherigen geopolitischen Konflikten.

2. Wie sollen Medien mit Kriegsbildern umgehen?
(deutschlandfunk.de, Pia Behme, Audio: 41:25 Minuten)
Wie sollen Redaktionen mit den grausamen Kriegsbildern aus der Ukraine umgehen? Darüber diskutieren ein Deutschlandfunk-Hörer, die Medienwissenschaftlerin Petra Grimm, Kendra Stenzel vom “Kölner Stadt-Anzeiger” und Pia Behme aus der DLF-Medienredaktion.

3. Katapult Ukraine: Bis an die Schmerzgrenze
(ndr.de, Inga Mathwig, Video: 20:26 Minuten)
Das “Katapult Magazin” aus Mecklenburg-Vorpommern hat mehrere ukrainische Medienschaffende eingestellt und eine Ukraine-Redaktion gegründet. Das verlangt der Belegschaft einiges ab, sowohl Mehrarbeit als auch Gehaltsverzicht. “Zapp” ist nach Greifswald gefahren und hat dort mit “Katapult”-Chef Benjamin Fredrich sowie einigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auch über die neu entstandenen Konflikte hinter den Kulissen gesprochen.

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4. “Meduza” – regierungskritische Medienstimme im Exil
(deutschlandfunkkultur.de, Jenny Genzmer & Dennis Kogel, Audio: 18:11 Minuten)
In Russland gibt es de facto keine Pressefreiheit mehr. Viele Medienhäuser mussten den Betrieb einstellen, anderen wurde die Arbeit verboten. Die Redaktion von “Meduza” ist ins lettische Riga abgewandert und berichtet von dort über die russische Politik. Möglich wird dies auch durch die Unterstützung der deutschen Plattform “Krautreporter”.

5. Dr. Astrid Plenk: Programmgeschäftsführerin KiKA
(wiesoweshalbwarum.podigee.io, Thomas Hartmann, Audio: 52:02 Minuten)
Astrid Plenk ist Programmgeschäftsführerin des KiKA von ARD und ZDF. Anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Senders hat Thomas Hartman mit ihr über die Herausforderungen bei der Arbeit für den Kinderkanal gesprochen: Wie entstehen die Inhalte für eine überaus vielfältige Zielgruppe, und welchen Einfluss haben die Kinder selbst darauf? Wie verändern die neuen Medien die Angebote? Und fühlt man sich als Programmverantwortliche eher der Innovation oder der Tradition verpflichtet?

6. Sollte man Karl Lauterbach mal Twitter wegnehmen?
(uebermedien.de, Holger Klein, Audio: 12:54 Minuten)
Wie kaum einen anderen Politiker zieht es Gesundheitsminister Karl Lauterbach in die Öffentlichkeit. Er sitzt in Talkshows, gibt Interviews und twittert. Das Kommunikationsverhalten des SPD-Politikers ist nicht unumstritten. Zuletzt revidierte er eine politische Entscheidung bei “Markus Lanz” und schob den dazu gehörenden Twitter-Post nachts um 2:37 Uhr hinterher. Holger Klein hat sich mit dem Kommunikationsberater Hendrik Wieduwilt über Lauterbachs Medienarbeit unterhalten.

Whistleblower, Papiersorgen, Digitaler Stimmenfang in Frankreich

1. Schutz noch unzureichend
(djv.de, Hendrik Zörner)
Der Deutsche Journalisten-Verband ist unzufrieden mit den geplanten Regeln zum Whistleblowerschutz und spricht von einer “Medienverhinderungsvorschrift”. Der Gesetzgeber müsse nachbessern und den Spielraum, den die EU-Richtlinie lasse, in vollem Umfang zum Schutz von Whistleblowerinnen und Whistleblowern ausnutzen.
Weitere Informationen zu der aktuellen Diskussion gibt es bei netzpolitik.org und beim “Whistleblower-Netzwerk”.

2. “Existenzielle Gefahr für viele Zeitschriftentitel”
(medienpolitik.net, Helmut Hartung)
Die Zeitschriftenverleger in Deutschland haben sowieso schon mit dem digitalen Wandel zu kämpfen und jetzt kommen noch steigende Papier- und Energiekosten hinzu. Der Geschäftsführer des Medienverbands der freien Presse sorgt sich um seine Branche: “Im Zuge der aktuellen Papierpreisexplosion – wir sprechen von bis zu 150 Prozent – besteht das Risiko noch kurzfristigerer Einschnitte in die Zeitschriftenvielfalt.”

3. 20 Uhr-tagesschau mit Untertiteln auf Ukrainisch und Russisch
(blog.tagesschau.de, Juliane Leopold)
Seit gestern gibt es die 20-Uhr-Ausgabe der “Tagesschau” mit ukrainischen und russischen Untertiteln auf tagesschau.de, in der ARD-Mediathek sowie bei Youtube. Eine Übersicht der Angebote der ARD auf Ukrainisch und Russisch gibt es hier.

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4. Wie europäische Medien über die Olympischen Winterspiele 2022 berichtet haben
(de.ejo-online.eu)
Das “EJO”-Netzwerk hat untersucht, wie Medien in Deutschland, Großbritannien, Lettland, Polen, Tschechien und der Schweiz über die Olympischen Winterspiele 2022 berichtet haben. Im Fazit der Analyse werden die wichtigsten Erkenntnisse zu Inhalt und Struktur der Berichterstattung samt Stärken und Schwächen zusammengefasst.

5. Erdbeermilch und Astroturfing: Der digitale Stimmenfang in Frankreich
(uebermedien.de, Léonardo Kahn)
Am Wochenende steht in Frankreich die Präsidentschaftswahl an. Léonardo Kahn hat sich angeschaut, wie die Parteien und deren Spitzenvertreter in den Sozialen Medien agieren, welche Kommunikationsstrategie sie verfolgen und mit welchen Tricks sie arbeiten.

6. Trumps soziales Netzwerk hat Probleme
(faz.net, Fridtjof Küchenmann)
Als Twitter den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump von der Plattform verwies, war dies ein schwerer Schlag für Trump. Immerhin hatte er mehr als 80 Millionen Follower, die er täglich mit seinen Botschaften versorgte. Nach seinem Ausschluss kündigte Trump die Entwicklung eines eigenen Netzwerks an. “Truth Social” ist mittlerweile in Betrieb, hat nach einem holprigen Start jedoch weiterhin Probleme.

Fotos des Grauens, Narrative des Kremls, Medienkompetenz in Schulen

1. Wie umgehen mit Fotos des Grauens?
(deutschlandfunk.de, Annika Schneider)
Deutsche Medien gehen mit den schockierenden Fotos aus dem ukrainischen Butscha recht unterschiedlich um. Der Deutschlandfunk fasst die verschiedenen Abwägungen einiger Redaktionen zusammen. Außerdem kommen externe Experten und Expertinnen wie Petra Grimm, Leiterin des Instituts für Digitale Ethik, zu Wort.
Weiterer Lesehinweis: Der Deutsche Presserat appelliert an die Redaktionen, vor der Veröffentlichung von Kriegsbildern sorgsam zwischen dem Informationsinteresse der Leserschaft und den Interessen von Opfern und deren Angehörigen abzuwägen.

2. Die Narrative des Kremls
(journalist.de, Thomas Urban)
Angesichts des Kriegs in der Ukraine stellen sich für Thomas Urban, mehr als zwei Jahrzehnte Osteuropa-Korrespondent für die “Süddeutsche Zeitung”, einige Fragen: “Was haben die deutschen Medien dazu beigetragen, dass man in Berlin Putins Grenzüberschreitungen so lange hingenommen hat? Warum sind einige Narrative des Kremls, die mit der Annexion der Krim und dem Krieg im Industrierevier Donbass 2014 ihren Ausgang nahmen, bis heute überaus wirksam geblieben?”

3. Morden und Manipulieren für Putin
(spiegel.de, Christian Stöcker)
“Wie kann es sein, dass so viele Russen zu glauben scheinen, was der Kreml über den Krieg zusammenlügt?” In seiner “Spiegel”-Kolumne über die mediale Gleichschaltung in Russland stellt Christian Stöckers fest: “Putin und seine Berufsmörder sind auf die öffentliche Meinung weiterhin angewiesen. Sie haben deshalb schon vor langer Zeit dafür gesorgt, dass sie nahezu vollständig unter ihrer Kontrolle ist.”

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4. Fernsehmesse vor Herausforderungen: Krieg, Corona – Cannes?
(dwdl.de, Alexander Krei)
Seit gestern trifft sich die internationale Fernsehbranche zur Messe MIPTV in Cannes, doch viele Unternehmen haben abgesagt. Der Krieg in der Ukraine sorgt für weitere Unsicherheiten. Alexander Krei hat sich in der Branche umgehört, ob und mit welchen Erwartungen die Medienunternehmen nach Frankreich reisen und wie sie sich positionieren.

5. “Die Partizipation ist eine der wichtigsten Aufgaben der nächsten Jahre”
(medienpolitik.net, Helmut Hartung)
Der Deutschlandfunk gehört nach neuesten Datenerhebungen weiterhin als einziges Informationsprogramm zu den zehn meistgehörten Radioprogrammen in Deutschland. Intendant Stefan Raue gibt sich im Interview bescheiden: “Wenn in komplizierten Zeiten, in denen die Bürgerinnen und Bürger Antworten auf die vielen Fragen erwarten, die Angebote von öffentlich-rechtlichen Informations- und Kulturangeboten nicht intensiv genutzt würden, hätten wir sehr viel falsch gemacht.”

6. Medienkomeptenz in Schulen: Glückssache?
(verdi.de, Susanne Stracke-Neumann)
Vor drei Jahren startete die Initiative “Journalismus macht Schule”, mittlerweile ist daraus ein Verein “zur Förderung von Informations- und Nachrichtenkompetenz” geworden. Nach mehreren Online-Konferenzen gab es nun wieder eine Präsenz-Veranstaltung. Susanne Stracke-Neumann war vor Ort und hat genau zugehört.

Maks Levin, Podcast-Einheitsbrei, Junger Investigativjournalismus

1. Bekannter ukrainischer Fotograf und Dokumentarfilmer getötet
(spiegel.de)
Der seit dem 13. März vermisste ukrainische Fotograf Maks Levin wurde nun in einem Dorf nördlich von Kiew tot aufgefunden. Die Organisation Reporter ohne Grenzen schreibt bei Twitter über die “traurige Gewissheit”: “Er ist der sechste Journalist, der im Krieg in der Ukraine getötet wurde. Levin war unbewaffnet und trug eine Jacke mit der Aufschrift Presse.”

2. Wie sieht junger Investigativjournalismus aus?
(journalist.de, Annkathrin Weis)
Der “journalist” ist für seine ausführlichen Interviews mit Tiefgang bekannt. Aktuell bietet er ein lesenswertes Gespräch mit Isabell Beer, Investigativjournalistin, die sich in ihren Geschichten unter anderem mit Extremismus, Frauenhass, Missbrauch und Drogensucht auseinandersetzt. Beers Ansicht nach sei die jüngere Generation von Journalistinnen und Journalisten ganz anderen Gefahren ausgesetzt als die Generation davor: “Um unsere Arbeit zu promoten, sind viele von uns auf Twitter unterwegs und geben dort ihre Meinung ab, was ja auch durchaus sinnvoll ist. Aber wo man auch aneckt und es dazu führen kann, dass einem Leute nichts Gutes wollen. Früher gab es die Leserbriefe, bei denen man das Porto bezahlen musste. Aber einen Hasskommentar zu schreiben, ist kostenlos und wird noch viel zu selten verfolgt.”

3. Von True-Crime bis Geschichtspodcasts – geht die Experimentierfreude verloren?
(freitag.de, Benjamin Knödler)
Viele Verlage setzen bei ihren Podcast-Produktionen auf Bewährtes, schauen sich an, was bei den unabhängigen Podcastern und Podcasterinnen gut läuft und übernehmen deren Konzepte. Benjamin Knödler sieht in dieser Entwicklung eine Gefahr: “Die, die neue Dinge ausprobieren, die kleinen Formate, gehen im Zweifel irgendwann unter gegen die großen Medienhäuser. Am Ende droht der Einheitsbrei an ‘erprobten Formaten’. Genau deshalb sollten sich auch die großen Medienhäuser eine gewisse Experimentierlust bewahren.”

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4. Hat der Rechts­staat ver­sagt?
(lto.de, Lena Leffer & Stefan Hessel)
Nachdem vor Gericht gegen den Youtuber Rainer Winkler, besser bekannt als “Drachenlord”, ein vergleichsweise mildes Urteil erging, diskutieren Lena Leffer und Stefan Hessel die Frage, ob der Staat im Vorfeld mehr zu Winklers Schutz hätte beitragen müssen: “Im Fall Winkler hätte durch präventive polizeiliche Maßnahmen im digitalen Raum beispielsweise verhindert werden können, dass dieser erst in den sozialen Netzwerken und dann offline zur Zielscheibe wurde. Denkbar wären hier neben der frühzeitigen Identifizierung von Störern und damit verbundenen – gegebenenfalls digitalen – Gefährderansprachen insbesondere die Löschung von Aufrufen zu Hass und Gewalt im Netz im Rahmen der polizeilichen Gefahrenabwehr.”

5. Was ist los beim RBB?
(tagesspiegel.de, Markus Ehrenberg & Kurt Sagatz)
Der RBB hat eh schon mit schlechten Quoten zu kämpfen, doch zu Ostern könnte sich die Situation des öffentlich-rechtlichen Senders noch weiter verschlechtern. Hunderte von freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die Inhalte zu vielen TV-Sendungen und -Magazinen beisteuern, hätten für die Ferienzeit zur Aktion #wirsindnichtda aufgerufen. Markus Ehrenberg und Kurt Sagatz erklären die Hintergründe zur Protestaktion der Freien.

6. Die Folgen der Ohrfeige
(sueddeutsche.de, David Steinitz)
In Reaktion auf die von ihm ausgeteilte Ohrfeige bei der Oscar-Verleihung wurden zwei Filmproduktionen mit Will Smith, zumindest vorerst, gestoppt. Smith selbst trat aus der Oscar-Academy aus. David Steinitz spekuliert über weitere Konsequenzen: “Werden die Filmstudios bald wieder mit ihm arbeiten wollen? Glauben sie trotz (oder vielleicht ja sogar wegen) der Ohrfeige weiterhin an seine Boxoffice-Power? Oder lassen sie ihn zappeln oder gar ganz fallen?”

KW 13/22: Hör- und Gucktipps zum Wochenende

Hurra, endlich Wochenende – und damit mehr Zeit zum Hören und Sehen! In unserer Samstagsausgabe präsentieren wir Euch eine Auswahl empfehlenswerter Filme und Podcasts mit Medienbezug. Viel Spaß bei Erkenntnisgewinn und Unterhaltung!

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1. Uschi Jonas über Faktenchecks in Zeiten des Krieges
(denkangebot.org, Katharina Nocun, Audio: 1:02:22 Stunden)
Was für Falschmeldungen kursieren gerade zum Thema Krieg in der Ukraine? Welche Rolle spielen dabei russische Medien? Und wie arbeitet eigentlich eine Faktencheck-Redaktion? Darüber spricht “Denkangebot”-Podcasterin Katharina Nocun mit Uschi Jonas, die sich bei “Correctiv” mit Factchecking beschäftigt. Weitere Stimmen im Podcast: die beiden Autorinnen Marina Weisband und Karolin Schwarz.

2. Hauptsache Aufmerksamkeit: Die Medienstrategie der “Letzten Generation”
(ndr.de, Kim Kristin Mauch, Video: 10:45 Minuten)
Die Klimaschutzgruppe “Aufstand der letzten Generation” bekommt für ihren Protest viel mediale Aufmerksamkeit, doch die Aktionen sind äußerst umstritten. Das Medienmagazin “Zapp” hat dazu Carla Hinrichs, Sprecherin der “Letzten Generation”, interviewt, ebenso wie Grünen-Politikerin Renate Künast, die die Medienstrategie skeptisch sieht.

3. Das MDR-Gelände in Leipzig: Vom Schlachthof zur Sendezentrale
(ardmediathek.de, Nina Rothermund, Video: 44:40 Minuten)
Wo heute die Sendezentrale des MDR steht, versorgte von 1888 bis 1991 einer der größten Schlachthöfe Deutschlands die Stadt Leipzig mit Fleich- und Wurstwaren. Zum 30. Geburtstag des MDR widmet sich eine Doku der Geschichte und Gegenwart des heutigen Sendestandortes in Leipzig.

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4. AWFNR: Linda Zervakis
(awfnr.podigee.io, Paul Ripke, Audio: 59:30 Minuten)
Die Nachrichtensprecherin und Fernsehmoderatorin Linda Zervakis hat sich nach fast zwei Jahrzehnten bei den Öffentlich-Rechtlichen vom Privatfernsehen abwerben lassen und moderiert nun mit ihrem Kollegen Matthias Opdenhövel das ProSieben-Journal “Zervakis & Opdenhövel”. Mit Paul Ripke plaudert sie über die Hintergründe ihres Wechsels und sie erzählt, wie sich ihre Arbeit verändert hat.

5. Schieflage in der Russland-Berichterstattung
(deutschlandfunk.de, Brigitte Baetz, Audio: 36:39 Minuten)
Deutschlandfunk-Hörer Tim Kremser ärgert sich über Interviews mit sogenannten Russland-Experten, die die russische Aggression aus seiner Sicht heruntergespielt haben. Über die Auswahl von Interviewpartnern im Journalismus diskutiert Kremser mit Dlf-Osteuropa-Expertin Sabine Adler, Kommunikationswissenschaftler Daniel Nölleke und Brigitte Baetz aus der “Mediasres”-Redaktion.

6. Unsichtbar – Follow for Follow. Macht mich berühmt!
(mdr.de, Jonathan Doll, Video: 14:45 Minuten)
“Muss ich als junger Journalist mein Berufs- und Privatleben verwerten und vermarkten, um erfolgreich zu sein? Kann ich durch Follower und Followerinnen sichtbar werden und bekomme dann womöglich auch bessere Jobangebote?” Jonathan Doll hat ein zweiwöchiges Selbstexperiment gestartet und mit viel Fleiß, Geld und Tricks einen Instagram-Kanal aufgebaut. War es den Aufwand wert?

Lobbying-Vorstoß der Verlage, Meta-Schmutzkampagne, Ofarim angeklagt

1. Der Streit über Presseverlage zeigt deutlich, was bei der EU-Gesetzgebung falsch läuft
(uebermedien.de, Felix Reda)
Offenbar wollte die EU-Kommission in letzter Minute ein Gesetzesvorhaben im Sinne der Presseverlage ändern. Die Regelung hätte Suchmaschinen und Soziale Netzwerke verpflichtet, Ausschnitte aus Presseartikeln bezahlen zu müssen, die in Suchergebnissen oder Social-Media-Posts angezeigt werden. Felix Reda erlärt den Lobbying-Vorstoß der Verlage. Seine Kritik: Das sogenannte Trilogverfahren mache die EU anfällig für Lobbyismus.

2. “Fakten checken wird auf ein Podest gestellt, wo es nicht hingehört”
(deutschlandfunk.de, Sebastian Wellendorf, Audio: 5:40 Minuten)
Anlässlich des fünfjährigen Bestehens des ARD-“Faktenfinder” hat sich der Deutschlandfunk mit dem Leiter des Portals, Patrick Gensing, über die Herausforderungen und Grenzen von dessen Arbeit unterhalten: “TikTok ist da beispielsweise nochmal wirklich eine Plattform, die ganz neue Herausforderungen mit sich bringt, wo es Manipulationsmöglichkeiten gibt, die in sekundenschnell umgesetzt werden können.”

3. Keine Spur von Reporterin
(taz.de, Bernhard Clasen)
Der “taz” liegen Informationen vor, die darauf hinweisen, dass die ukrainische Journalistin Irina Dubtschen­ko von russischen Militärs entführt worden sein soll. Demnach habe Dubtschenko, die für die ukrainische Nachrichtenagentur Unian arbeitet, in dem Haus ihrer Großmutter einen verletzten ukrainischen Soldaten versteckt. Nachbarn sollen dies an russische Soldaten verraten haben, mutmaßt eine Kollegin.

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4. Gericht: FAZ darf Carolin Emcke nicht länger falsch zitieren
(sueddeutsche.de, Anna Ernst)
Die Autorin Carolin Emcke hat einen Gerichtsbeschluss gegen die “FAZ” erwirkt. Ein Satz von ihr sei “völlig aus dem Zusammenhang gerissen und falsch zitiert worden”, so Emckes Anwalt. Der “FAZ” liege der Gerichtsbeschluss derzeit noch nicht vor, sie könne daher noch nicht entscheiden, ob sie Rechtsmittel einlege.

5. Facebook finanziert Schmutzkampagne gegen TikTok
(netzpolitik.org, Markus Reuter)
Recherchen der “Washington Post” zufolge soll Facebooks Muttergesellschaft Meta eine Agentur damit beauftragt haben, den Konkurrenten TikTok in einem schlechten Licht darzustellen. In diesem Zusammenhang habe man sich auch Undercover-Taktiken wie dem Versenden falscher Leserbriefe bedient.

6. Anklage gegen Musiker Gil Ofarim erhoben
(zdf.de)
Der Musiker Gil Ofarim hatte in den Sozialen Medien beklagt, in einem Leipziger Hotel antisemitisch diskriminiert worden zu sein, was große Wellen der Empörung nach sich gezogen hatte. Nun hat die Staatsanwaltschaft Leipzig Ofarim wegen des Vorwurfs der falschen Verdächtigung und Verleumdung angeklagt. Das Verfahren gegen den belasteten Hotelmitarbeiter sei hingegen eingestellt worden.
Gucktipp zum Hintergrund: Der Fall Gil Ofarim (ndr.de, Kathrin Drehkopf, Video: 24:27 Minuten).

“Ausländischer Agent”, Lage der Freien, Verschulhofisierung

1. DW in Russland als “ausländischer Agent” eingestuft
(dwdl.de, Uwe Mantel)
Das russische Justizministerum hat den deutschen Auslandssender Deutsche Welle als “ausländischen Agenten” eingestuft, was mit einem Sendeverbot einhergeht. Deutsche-Welle-Intendant Peter Limbourg gibt sich kämpferisch: “Das alles hält uns aber nicht davon ab, weiterhin unabhängig und umfassend aus unserem neuen Studio in Lettland und aus Deutschland über Russland und die Region zu berichten. Und wir werden in Zukunft noch viel mehr Aufwand in Zensur- und Blockadeumgehung stecken müssen. Dazu gehören jetzt bereits VPN-Clients wie Psiphon oder der Tor-Browser.”

2. Neuer Konflikt, bewährtes Muster
(deutschlandfunkkultur.de, Carina Schroeder, Audio: 7:27 Minuten)
“Erst das Coronavirus, jetzt der Ukraine-Krieg – bei Themen, die die Welt in ihren Grundfesten erschüttern, setzen immer mehr Medien auf Podcasts. Der Informationshunger ist groß, aber was können diese Formate tatsächlich leisten?” Carina Schroeder hat sich durch das Angebot gehört und stellt einige der Formate samt ihrer Stärken und Schwächen vor.

3. Beiträge von “heute” und “Tagesschau” mit ukrainischen Untertiteln
(haz.de)
Als Service für Kriegsflüchtlinge wollen ARD und ZDF relevante Beiträge ihrer populärsten Nachrichtensendungen mit ukrainischen Untertiteln anbieten. Es gehe dabei um Stücke aus den ZDF-Sendungen “heute” und “heute journal” sowie aus der 20-Uhr-“Tagesschau” der ARD.

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4. Russlands Medienpolitik: Die Grenzen der Zensur
(deutschlandfunk.de, Michael Borgers & Anh Tran, Audio: 7:48 Minuten)
Die russische Medienzensur hat zahlreiche Medien- und Online-Angebote verboten, darunter auch das beliebte Soziale Netzwerk Instagram. Russische Entwickler haben nun einen Instagram-Klon namens Rossgram entwickelt. Der Deutschlandfunk hat sich mit der Politikwissenschaftlerin Alena Epifanova darüber unterhalten, wie weit Russlands Trennung vom globalen Internet noch gehen kann.

5. Honorare müssen endlich steigen
(djv.de, Hendrik Zörner)
Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) reagiert auf die neueste Studie der Otto-Brenner-Stiftung zur Lage der freien Journalistinnen und Journalisten in der Corona-Pandemie: “Die Resultate decken sich mit den Aussagen vieler unserer freiberuflich tätigen Mitglieder an Tageszeitungen, dass sie von ihrer journalistischen Arbeit nicht mehr leben können”, so der DJV-Bundesvorsitzender Frank Überall.

6. Ein Nachglühen auf der Wange – darum geht es
(spiegel.de, Arno Frank)
“Die Ohrfeige ist ein besonderes Mittel der Kommunikation. Ein Spezialeffekt, mit dem sparsam umgegangen werden sollte. In jüngster Zeit allerdings scheint er sich zu häufen. Im Zeitalter der Kameras allüberall ist die Ohrfeige offenbar das aktuelle Mittel der Wahl, Meinungsverschiedenheiten endgültig beizulegen.” Arno Frank kommentiert die Vorkommnisse am Wochenende und fragt sich, ob wir gerade die “Verschulhofisierung” der Öffentlichkeit erleben.

KW 12/22: Hör- und Gucktipps zum Wochenende

Hurra, endlich Wochenende – und damit mehr Zeit zum Hören und Sehen! In unserer Samstagsausgabe präsentieren wir Euch eine Auswahl empfehlenswerter Filme und Podcasts mit Medienbezug. Viel Spaß bei Erkenntnisgewinn und Unterhaltung!

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1. Die Gräuel des Krieges
(br.de, Ingo Lierheimer, Audio: 24:05 Minuten)
Die aktuelle Ausgabe des BR-Medienmagazins beschäftigt sich mit dem Bericht der beiden AP-Reporter Mstyslav Chernov und Evgeniy Maloletka aus der belagerten ukrainischen Stadt Mariupol: “Wir haben uns in der Redaktion für diesen ungewöhnlichen Schritt entschieden, weil die Schilderung der beiden Kollegen so viel über die Bedeutung von Information, Nicht-Information und Desinformation aussagt.”

2. Ferngespräche: Russland
(ardaudiothek.de, Holger Klein, Audio: 47:25 Minuten)
Der Journalist Demian von Osten hat schon aus vielen Ländern berichtet. Seit 2018 ist er für die ARD als Fernsehkorrespondent in Moskau tätig und informiert von dort aus über das heutige Russland. Mit dem Krieg Russlands gegen die Ukraine hat sich viel für ihn und seine Berichterstattung geändert. Ein wie immer lohnenswertes Korrespondentengespräch.

3. Shitstorm statt Debatte: Wie Medien die Stimmung anheizen
(ndr.de, Hans Jakob Rausch, Video: 19:15 Minuten)
Im “Zapp”-Beitrag geht es um die Rolle, die Medien bei gesellschaftlichen Debatten spielen. Warum wird so stark polarisiert? Welche Bedeutung haben dabei die Sozialen Netzwerke? Und wie finden wir zurück zu einer besseren Streitkultur? Ein besonders eindrücklicher, weil demaskierender Moment des Films: Wie “Zapp”-Reporter Hans Jakob Rausch Roland Tichy von “Tichys Einblick” mit einem Artikel seines Magazins konfrontiert.

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4. Wie funktioniert guter Journalismus auf Instagram, Medienforscher Michael Graßl?
(wasmitmedien.de, Daniel Fiene & Sebastian Pähler, Audio: 1:09:48 Stunden)
Michael Graßl vom Lehrstuhl Journalistik an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt hat zusammen mit Jonas Schützeneder das Buch “Journalismus und Instagram” herausgegeben. Bei “Was mit Medien” verrät Graßl, wie guter Journalismus auf Instagram funktionieren kann.

5. Immer noch “Das ganze Bild”? – 25 Jahre Phoenix
(sr.de, Thomas Bimesdörfer & Michael Meyer, Audio: 16:28 Minuten)
Der Fernsehsender Phoenix wird dieser Tage 25 Jahre alt. Aus Anlass des Programmjubiläums sprechen Thomas Bimesdörfer und Michael Meyer mit dem Kölner Medienjournalisten Alexander Krei über die Zukunft des Senders.

6. Wie wird eigentlich das ZDF überwacht und von wem?
(uebermedien.de, Holger Klein, Audio: 22:25 Minuten)
Leonhard Dobusch war einige Jahre Mitglied des ZDF-Fernsehrats, als Vertreter des Bereichs Internet. Nun hat er sich für die andere Kontrollinstanz des Senders beworben, den Verwaltungsrat. Holger Klein hat sich mit Dobusch darüber unterhalten, was ihn in den nächsten fünf Jahren in dem Germium erwartet: “Wer in 20 Minuten verstehen will, wie die Aufsicht des öffentlich-rechtlichen Senders funktioniert, erfährt es hier.”

“Lockdown-Macher” zulässig, Einschaltquoten, Habecks Instagram

1. Presserat weist Beschwerden gegen “Lockdown-Macher”-Artikel zurück
(sueddeutsche.de, Anna Ernst)
Gegen den vielfach kritisierten “Bild”-Artikel mit der Überschrift “Die Lockdown-Macher” gingen beim Deutschen Presserat zahlreiche Beschwerden ein. Presseratssprecherin Sonja Volkmann-Schluck hatte seinerzeit erklärt: “Die Beschwerdeführer kritisieren, es werde der falsche Eindruck erweckt, dass Wissenschaftler Corona-Maßnahmen beschließen, für die aber die Politik verantwortlich ist. Dies schüre Verschwörungstheorien und sei zudem ein Aufruf zur Hetze gegen Wissenschaftler.” Nun hat der Presserat alle Beschwerden gegen den “Bild”-Artikel vom 4. Dezember 2021 als “unbegründet” zurückgewiesen. Der Artikel sei “presseethisch zulässig”.

2. Bundesamt macht Anhörungsschreiben an Telegram öffentlich
(spiegel.de, Max Hoppenstedt)
Das deutsche Bundesamt für Justiz wollte im April 2021 dem Betreiber des Messengerdienstes Telegram zwei Anhörungsschreiben zukommen lassen und hat diese per Post an den Firmensitz in Dubai gesendet. Beide Zustellversuche, die jeweils durch die Behörden der Vereinigten Arabischen Emirate durchgeführt wurden, seien nach “Spiegel”-Informationen gescheitert. Nun habe das Bundesamt die Schreiben im Bundesanzeiger veröffentlichen lassen, womit sie als zugestellt gelten.

3. EU-Staaten einigen sich auf strengeres Digitalgesetz
(zeit.de)
Das neue EU-Gesetz über digitale Märkte (Digital Markets Act) soll die Marktmacht der Internetkonzerne strenger regulieren und für faireren Wettbewerb sorgen: “Vor allem die US-Unternehmen Google, Amazon, Facebook und Apple dürften die Auswirkungen spüren. Diesen sogenannten Gatekeepern soll für ihre zentralen Dienste unter anderem verboten werden, eigene Produkte und Angebote bevorzugt gegenüber denen der Konkurrenz zu behandeln.”

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4. Mexiko: Fünf Jahre nach dem Mord an der Journalistin Miroslava Breach
(reporter-ohne-grenzen.de)
In Zusammenhang mit dem Mord an der mexikanischen Journalistin Miroslava Breach Velducea im Jahr 2017 erklärt Reporter ohne Grenzen: “Die mexikanischen Behörden haben die Krise der Gewalt gegen Journalistinnen und Journalisten im Land immer noch nicht in den Griff bekommen. Die mexikanische Regierung muss in Übereinstimmung mit ihren internationalen Verpflichtungen die volle Meinungsfreiheit garantieren und aufhören, Medienschaffende verbal zur Zielscheibe zu machen und zu kriminalisieren.”

5. TV-Einschaltquote: Heute zählen auch Klickzahlen
(deutschlandfunk.de, Michael Borgers, Audio: 5:33 Minuten)
Lange Zeit galt bei der Beurteilung des Erfolgs von Fernsehformaten die Einschaltquote als Maß aller Dinge. Heutzutage kommen neue Parameter wie die Werte von Mediatheken und Online-Streaming hinzu, deren Aussagekraft jedoch mitunter zweifelhaft ist. Oft sei bereits entscheidend, dass ein Inhalt einfach nur angeklickt wurde, wie der Medienwissenschaftler Christian Richter ausführt: “Es spielt also keine Rolle, ob man die gesamte Folge gesehen hat, ob man die Hälfte gesehen hat oder ob man tatsächlich einfach nur mal angeklickt, aus Versehen reingerutscht ist, sich verklickt hat, das alles spielt keine Rolle.”

6. Habecks Instagram
(faz.net, Andrea Diener)
Wirtschaftsminister und Vize-Kanzler Robert Habeck hat in letzter Zeit auf Instagram verschiedene Erklärvideos zu Gas, Kohle und Öl veröffentlicht. Andrea Diener findet lobende Worte für Habecks Medienarbeit: “Ausgerechnet der Wirtschaftsminister, der sich Anfang 2019 noch mit einigem Getöse von Twitter und Facebook verabschiedet hatte, weil er es nicht für die richtige Form hielt, Debatten zu führen, läuft hier als Erklärer in eigener Sache zu Hochform auf.”

“Warfluencer”, Armee der Trolle, Unterstützungsaktionen

1. Krieg der Influencer
(spiegel.de, Sascha Lobo)
Beim russischen Überfall auf die Ukraine sei der Krieg in und mit Sozialen Medien in eine völlig neue Größenordnung und Qualitätsstufe katapultiert worden, so Sascha Lobo in seiner aktuellen Kolumne beim “Spiegel”. Am deutlichsten erkennbar werde dies am Phänomen des “Warfluencers” oder “Kriegfluencers”, einem neuen Typus des Social-Media-Nutzers.

2. Die Armee der Trolle
(tagesschau.de, Patrick Gensing)
“Hunderte Kommentare mit ähnlichem Inhalt und anonyme Profile, die hyperaktiv zum Krieg gegen die Ukraine twittern: Russland hat offenkundig wieder Trolle in die digitale Schlacht geschickt.” Patrick Gensing erklärt, wie die russische Propaganda im Netz funktioniert.

3. Medienhäuser unterstützen ukrainische und russische Journalist*innen
(meedia.de)
Um ukrainische und russische Journalistinnen und Journalisten zu unterstützen, haben sich die “Zeit”, die “Frankfurter Allgemeine Zeitung”, das “Handelsblatt”, die “Süddeutsche Zeitung” und der “Tagesspiegel” für eine Hilfsaktion zusammengeschlossen: “Die Hilfe soll den Menschen ermöglichen, ihre Arbeit im Exil oder vor Ort fortzusetzen.”

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4. Schutzwesten sind rar
(faz.net, Lara Kirschbaum)
Der Verein Produzentenverband, die AG Dok, die Deutsche Filmakademie, die Deutsche Akademie für Fernsehen sowie Crew United haben die Spendeninitiative “Support Filmmakers Ukraine” ins Leben gerufen. Von dem Geld sollen insbesondere Schutzwesten und Helme sowie weiteres Equipment finanziert werden. Zusätzliche Informationen und Links zu ukrainischen Filmschaffenden gibt es auf der Projektseite des Produzentenverbands: “Archiv des Kriegs”.

5. MDR startet neues Willkommens-Angebot auf Ukrainisch
(dwdl.de, Daniel Kreutzenberger)
Der MDR bietet ab sofort aktuelle Nachrichten und Serviceinformationen in ukrainischer Sprache an. Das Angebot richtet sich an Geflüchtete und beinhaltet auch Informationen zu Anlaufstellen, Hilfsangeboten und Hinweisen zu Wohnmöglichkeiten in Mitteldeutschland.

6. “Was für ein Scheißladen”
(taz.de, Lea Fauth)
Am Dienstag haben zwei offenbar alkoholisierte Männer vor dem Redaktionsgebäude der Tageszeitung “nd” (vormals “Neues Deutschland”) randaliert. Sie sollen Mitarbeiter und Umstehende angepöbelt, bedroht und auch versucht haben, diese tätlich anzugreifen. “taz”-Redakteurin Lea Fauth befand sich zufällig in unmittelbarer Nähe und war Zeugin des Vorgangs.

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