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Von Notdurft-Afghanen und Hetz-Österreichern

Nach einem kurzen Anflug von Besonnenheit sind die “Bild”-Medien inzwischen ja wieder zurück in ihrer gewohnten Spur.

Die österreichischen Boulevardblätter “Österreich” und “Kronen Zeitung” haben den Panikkurs dagegen gar nicht erst verlassen. Seit Wochen schlagen sie auf den Titelseiten immer wieder Alarm:








(Zum Begriff der “Völkerwanderung” hat sueddeutsche.de ein interessantes Interview geführt.)







(Quelle übrigens: Rainer Wendt.)

Die (vorerst) übelste Panikattacke hat sich die “Kronen Zeitung” am vergangenen Wochenende geleistet.

Ein Mann namens Christoph Biró verfasste für die Steiermark-Ausgabe einen Text, der, wir greifen mal vorweg, die journalistische Qualität eines FPÖ-Wahlplakates besitzt und inhaltlich so viel bietet wie ein Flyer von “Pegida”.

Es fängt schon düster an.

Dann legt Biró los. Und wie.

Wir erfahren von jungen, testosteron-gesteuerten Syrern, sie sich äußerst aggressive sexuelle Übergriffe leisten, um es harmlos auszudrücken.

Beispiele oder Quellen nennt Biró dafür nicht. Es bleibt bei diesem einen Satz.

Da schlitzen Afghanen in den ÖBB-Waggons die Sitze auf und verrichten nicht nur ihre Notdurft. „Da sitzen wir nicht!“, sagen sie, „da sind ja Christen draufgesessen!“

Auch das behauptet Biró einfach so, ohne einen einzigen Beleg.

Wir haben selbst mal nachgeschaut und tatsächlich einen Vorfall gefunden: Letzte Woche wurde ein ÖBB-Sonderzug, der 500 Flüchtlinge von Graz nach Linz gebracht hatte, beschädigt; laut kleinezeitung.at hatten die Passagiere „an mehreren Notfallentriegelungsfenstern die Gummileisten heruntergerissen“. Von “Afghanen”, die in den Zügen Sitze aufschlitzen und „nicht nur ihre Notdurft“ verrichten, ist nirgends auch nur ansatzweise zu lesen — außer bei Biró.

In den Notquartieren verwenden sie die sanitären Einrichtungen nicht, sondern erledigen ihr Geschäft just daneben und fordern weibliche Hilfskräfte dann auf: Mach’s weg, dazu bist du ja da…

Wer „sie“ in diesem Fall sind — die Testosteron-Syrer? Die Notdurft-Afghanen? Alle Flüchtlinge? –, verrät Biró nicht. Quellen? Beispiele? Belege? Auch nicht.

Horden stürmen die Supermärkte, reißen die Packungen auf, nehmen sich, was sie wollen, und verschwinden wieder. Die Polizei ist machtlos.

Und wieder: Keine Quelle, keine Beispiele, keine Belege.

Solche Supermarkt-Geschichten werden im Übrigen auch in Deutschland immer wieder erzählt – und immer wieder als hetzerische Lügen enlarvt:

Auch in Österreich gibt es solche Geschichten. Der „Standard“ ist ihnen erst vor ein paar Wochen nachgegangen. Ergebnis:

Auch in Österreich entbehren die Gerüchte jeder Grundlage, erklärt die Supermarktette Spar. “Selbstverständlich gibt es keine ‘Freigabe’ von Ladendiebstahl für Flüchtlinge”, heißt es dort. Auch bei Rewe (Billa, Merkur, Bipa) verwehrt man sich “gegen Hetze und böse Gerüchte”. Doch was sagt die Diebstahlsstatistik? Laut Rewe kann weder in Filialen nahe Erstaufnahmezentren wie Traiskirchen und Thalham noch am Wiener Westbahnhof ein “signifikant erhöhter Schwund” festgestellt werden.

“Krone”-Autor Biró erwähnt davon natürlich kein Wort. Auch sonst führt er seine Behauptungen nicht weiter aus, stattdessen kommt er zum wilden Finale seiner (im wahrsten Sinne: beispiellosen) Hetztirade:

Integration? Ein schönes Wort, mehr nicht. Integration kann bestenfalls in Einzelfällen funktionieren.

Spätestens seit Freitag, als sämtliche Ordnungskräfte einfach überrannt wurden; spätestens jetzt, da alle Notquartiere übervoll besetzt sind – und trotzdem Tausende wie auf Kommando über unsere Grenzen trampeln…

… spätestens jetzt ist ALLEN klar geworden – ganz egal, ob rechter Hardliner oder linker Sozialromantiker: Die Grenzen müssen dicht gemacht werden. Die humanitäre Katastrophe muss gestoppt werden, vor allem auch FÜR Österreich und seine Einwohner.

Puh.

Zuallererst sollte man vielleicht diese journalistische Katastrophe stoppen. Das würde die Integration jedenfalls um einiges erleichtern.

Und wenn Sie sich jetzt fragen, wer eigentlich dieser Christoph Biró ist, der diese Zeilen in die Steiermark-“Krone” gespuckt hat — es ist ihr Chefredakteur.

Bald wird sich der Österreichische Presserat mit Birós Ergüssen befassen; bis gestern Abend waren 30 Beschwerden zu dem Text eingegangen.

Keine Frage: Medien müssen auch über die Probleme mit Flüchtlingen berichten, Missstände dürfen nicht heruntergespielt oder verschwiegen werden. “Österreich” und die “Kronen Zeitung” aber klären nicht auf, sie vernebeln und vergiften — dort, wo Nüchternheit und Klarheit dringend nötig wären. Sie verbreiten Angst und schüren Hass.

Und so klang es fast wie eine Erfolgsmeldung, als “Österreich” vorgestern verkündete:

Mit Dank an Stephan E.

Nachtrag, 13.55 Uhr: Im „Kurier“ sagt der Sprecher der österreichischen Polizei heute, Birós Kommentar sei „ein absoluter Blödsinn”. Dabei handle es sich um Facebook-Gerüchte, für die Beweise fehlen.

Erst vor drei Tagen hatte der Polizeisprecher im „Standard“ die Geschichten von plündernden Flüchtlingen dementiert:

“Von diesen Leuten geht keine Gefahr aus. Diese ganzen Meldungen sind ein Blödsinn und dienen nur der Verunsicherung der Bevölkerung”, sagt Fritz Grundnig, Sprecher von Polizei und Innenministerium, im Gespräch mit dem STANDARD am Samstagnachmittag. Erst am Morgen habe man sich wieder mit einer Falschmeldung über einen angeblich geplünderten Discounter-Markt im Raum Leibnitz herumgeschlagen. Die angebliche Plünderung erwies sich als glatte Lüge.
“Dabei wollen diese Menschen nur so schnell wie möglich weiterkommen nach Deutschland, sie haben eine extreme Flucht hinter sich und sind erschöpft”, sagt Grundnig weiter. In den vergangenen Tagen habe sich auch die Behauptung im Internet verbreitet, die Polizei warne die Bevölkerung in der Südsteiermark davor, aus dem Haus zu gehen, das sei “alles Blödsinn, die Polizei warnt vor nix, wir versuchen die Bevölkerung zu beruhigen”, betont Grundnig, “es liegt in der Natur der Sache, dass es zu Verkehrsbehinderungen kommt, aber das ist alles”. (…)

Was der Polizei aber tatsächlich extra Arbeit verursache “und einen Riesenaufwand, den wir momentan nicht brauchen können”, sei dieses dauernde Streuen von Gerüchten, so Grundnig.

Und die Sache mit den Flüchtlingen, die nicht die sanitären Einrichtungen verwenden, sondern „ihr Geschäft just daneben“ verrichten und die weiblichen Hilfskräfte zum Putzen auffordern?

“Stimmt nicht”, sagt Grundnig.

Auch die Behauptung von den aufgeschlitzten Sitzen ist offensichtlich Unsinn. Der Sprecher der ÖBB sagte dem „Kurier“:

Wäre das tatsächlich so, würden von uns keine Sonderzüge mehr fahren.

Die steirische Landtagsabgeordnete Sabine Jungwirth (Grüne) hat Christoph Biró heute in einem offenen Brief aufgefordert, die Quellen für seine Behauptungen offenzulegen.

Die Menschenrechtsorganisation „SOS Mitmensch“ hat die Staatsanwaltschaft Graz unterdessen gebeten zu prüfen, ob Birós Kommentar „unter den Verhetzungsparagraphen (§ 283 StGB) und/oder unter die wissentliche Verbreitung falscher, beunruhigender Gerüchte (§ 276 StGB) falle“.

Nachtrag, 23.28 Uhr: Christoph Biró sieht seinen Kommentar inzwischen als “Fehler”, hat erste Konsequenzen gezogen und wird sich “aus eigenen Stücken für einige Zeit aus der Redaktion zurückziehen”. Er habe das Augenmaß verloren, sagte er laut Agentur APA:

Das war ein Fehler, wie er mir in 39 Jahren noch nicht passiert ist. Fehler passieren? Ja, aber dieser ist besonders bedauerlich. Man muss bei diesem Thema ein ganz besonderes Fingerspitzengefühl haben. Und das habe ich vermissen lassen.

Die “Kronen Zeitung” hat sich von Birós Kommentar distanziert.

Al Dschasira, Abgaswerte, Ausländerfeinde

1. Al-Dschasira-Reporter profitieren von Massenamnestie in Ägypten
(dw.com)
Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi hat zwei Reporter des Fernsehsenders “Al Dschasira” begnadigt. Der kanadische Journalist Mohammed Fahmi und sein ägyptischer Kollege Baher Mohammed waren 2013 festgenommen und Ende August endgültig zu drei Jahren Gefängnis verurteilt worden. Sie gehören zu einer Gruppe von hundert begnadigten Häftlingen. Der harte Kurs gegen die Opposition und kritische Journalisten geht aber weiter, mehr dazu in einem Erfahrungsbericht eines deutschen Fernsehjournalisten.

2. VW-Skandal: Was wussten Auto-Journalisten?
(ndr.de, Daniel Schmidthäussler, Video, 5:10 Minuten)
Als die große Finanz- und Bankenkrise ins Rollen kam, folge schnell die Frage an alle Wirtschaftsjournalisten, warum sie die Probleme nicht haben kommen sehen. Bei den manipulierten Abgaswerten von VW jetzt das gleiche Spiel: Warum sind die Automagazine bei ihren eigenen Tests nicht stutzig geworden? “Zapp” hat bei der Fachpresse nachgefragt.

3. Die “Huffington Post” ist zu blöd, um Ausländerfeinden Blödheit vorwerfen zu können
(stefan-niggemeier.de)
Die “Huffington Post” hat einen Text veröffentlicht, in dem sie generell Ausländerfeinden vorwirft, “nicht sonderlich viel in der Birne” zu haben, und konkret Michael Stürzenberger, eine Falschmeldung zu einem Machetenangriff durch einen Flüchtling zu verbreiten. Nur: Die Geschichte scheint zu stimmen. Man bekämpfe Ausländerfeinde “nich dadurch, dass man bestreitet, dass es solche Fälle gibt”, schreibt Stefan Niggemeier: “Wenn man es tut, liefert man ihnen nur noch mehr Munition.”

4. Covering the refugee crisis on Snapchat and Periscope as “a day-by-day documentary”
(journalism.co.uk, Caroline Scott, englisch)
Während Facebook mittlerweile in den meisten Redaktionen angekommen ist, sind insbesondere jüngere Zielgruppen längst zu anderen Plattformen und Netzwerken weitergewandert. Medien wie die BBC, “Time” und “Bild” haben das erkannt und experimentieren mit Livestreams bei Periscope und Storytelling auf Snapchat.

5. Der missliebige Gewinner
(medienwoche.ch, Nick Lüthi)
Der Schweizer “Beobachter” feiert sich selbst als “erneut sympathischste Medienmarke”, die “NZZ” freut sich über den Titel der drittsympathischsten Medienmarke hinter “Beobachter” und “Radio SRF 1”. Nick Lüthi wundert sich: “Der Superlativ stimmt nicht. In der Mitteilung zum Ranking steht deutlich: ‘Die sympathischste Medienmarke in der deutschen Schweiz ist Google. Sie lässt den traditionsreichen Beobachter knapp hinter sich.'”

6. Super Timing, wohin man auch schaut
(taz.de, Silke Burmester)
Kai Diekman stellt klar: Wer nicht unterschreiben will, dass “Bild” ein “Bollwerk gegen Hass” ist, der lügt. Silke Burmester dazu in ihrer Kolumne “Die Kriegsreporterin”: “Letzte Woche habe ich mich noch dagegen gewehrt, als ‘Lügenpresse’ bezeichnet zu werden. Jetzt trage ich den Titel mit Stolz und gebe mit dem Ruf ‘Lügenpresse! Lügenpresse!’ erhobenen Hauptes zurück nach Berlin!”

Boulevardmäuse in Klickfabriken, Windows-Mythen, Plagiate

1. Der Journalismus im Internet ist eine Enttäuschung. Denn damit Du diesen Text liest, brauchst Du so eine Schlagzeile.
(medienwoche.ch, Ronnie Grob)
Ronnie Grob ist enttäuscht vom Onlinejournalismus: “Vielleicht muss ich einigen Kritikern des Internets recht geben. Denn die großen, mit der Explosion von Möglichkeiten im Internet geschmiedeten Träume konnten bisher nicht erfüllt werden.” Trotz der grenzenlosen Möglichkeiten des Internets seien viele Online-Journalisten “kleine Boulevardmäuse geblieben, bemitleidenswerte Klickfabrik-Arbeiter”. Der “große Teil des wertvollen Journalismus” finde immer noch offline statt, “und zwar oft auf Papier”. Der Beitrag ist der Auftakt einer Serie, in der die “Medienwoche” beleuchten will, wie das Internet den Journalismus verändert hat.

2. Tagebau von Presse befreit
(taz.de, Malte Kreutzfeld)
Am Samstag demonstrierten in Garzweiler rund 1000 Menschen gegen Braunkohleabbau. Journalisten, die über die Protest-Aktion berichten wollten, wurden dabei offenbar massiv behindert und eingeschüchtert: “Eine Reporterin, die für die Tageszeitung Neues Deutschland und das Online-Magazin klimaretter.info schreibt, wurde nach eigenen Angaben im Tagebau ohne erkennbaren Grund aus nächster Nähe mit Pfefferspray besprüht und konnte ihre Arbeit nicht fortsetzen.” Auch eine Redakteurin der dänischen Tageszeitung Dagbladet Information habe stundenlang gefesselt in einem Polizeikessel ausharren müssen. Die betroffenen Medien haben sich nun beim nordrhein-westfälischen Innenminister Ralf Jäger beschwert und eine Stellungnahme eingefordert.

3. Plagiarismus, getarnt als Recherche
(faz.net, Frank Fischer und Joseph Wälzholz)
Der Autor und Bachmannpreisträger Tex Rubinowitz hat sich anscheinend nicht nur für seinen Text im “SZ Magazin” vom Metafeuilleton “Der Umblätterer” inspirieren lassen, sondern auch ganze Absätze seines aktuellen Buches aus der Wikipedia abgeschrieben: “Jedenfalls könnte man ‘Irma’ streckenweise auch ‘Irmapedia’ nennen, denn was darin zum Haussperling, zu ‘Deep Space Nine’, zu Mary Hopkin, zu Bruce Dickinson, zu den Najaden und noch zu ein paar anderen Sachen steht, ist wieder satzweise und ohne Quellenangabe aus der Wikipedia rausgeklaubt.”

4. Fünf falsche Windows 10 Mythen: Wenn für Klicks die Journalistenethik mit Füßen getreten wird
(wprea.de, Albert Jelica)
Vor genau drei Wochen wurde Windows 10 veröffentlicht, und seitdem reißt die Kritik nicht ab. Verbraucherschützer warnen vor der “Datenschleuder”, Tech-Blogs und Online-Medien sind voll mit Ratgebern, “wie Sie Windows 10 am Spionieren hindern”, viele Kunden sind mittlerweile ernsthaft verunsichert und zögern das Update heraus. Doch ist Microsoft wirklich daran interessiert, seine Nutzer zu überwachen und mit den Daten Geld zu verdienen? “Manche Kritik ist sicher berechtigt”, bilanziert Albert Jelica, nachdem er fünf weit verbreitete Mythen näher beleuchtet hat. Doch bei der “Dichte an Falschmeldungen ist an Flüchtigkeitsfehler mittlerweile schwer zu glauben. Die neue Währung im Online-Journalismus heißt Click und um diese zu generieren, treten viele Journalisten ihre Berufsethik mit Füßen.”

5. Warum wir über “Nazi-Patrouillen in Dortmund” nicht berichtet haben
(deutschlandfunk.de, Marco Bertolaso)
“Es ist immer eine Gratwanderung und keine leichte Abwägung. Über wichtige Themen müssen und wollen wir berichten. Wir machen aber keine PR. Erst recht nicht für Rechtsextreme in Dortmund.”

6. Julian Reichelt, der gute Mensch von bild.de
(leogfischer.com, Leo Fischer)

“False Flag”, Til Schweiger, Besuch bei Facebook

1. Unter falscher Flagge
(br.de, Maximilian Zierer)
Der wichtigste Satz steht ganz am Ende: “Wer Artikel über Asylbewerber findet, sollte lieber zweimal überprüfen, ob der Text echt ist.” Der Hintergrund: Derzeit werden auf Facebook häufig vermeintliche Positiv-Meldungen über Geflüchtete (“Junge Flüchtlinge mit Herz schenken obdachloser deutscher Frau ihre Einkaufsgutscheine”) geteilt. Das Problem: Diese Meldungen sind erfunden. Die Krux: Dahinter stecken Rechtsextreme, die ihre eigenen Falschmeldungen später als solche entlarven, um damit Stimmung gegen die vermeintliche Lügenpresse und deren angebliche Pro-Flüchtlings-Propaganda zu machen. Auf das gleiche Problem hat vor einigen Tagen auch schon Elke Wittich hingewiesen (jungle-world.com).

2. Diffamiert als Trottel
(sueddeutsche.de, Hannah Beitzer)
Til Schweiger setzt sich gerade (auf seine ihm eigene Art) für Flüchtlinge ein, erntet neben Dank aber vor allem Spott, auch von Journalisten. Hannah Beitzer findet, das sei der falsche Weg: Wer Menschen, die sich ernsthaft einbringen wollen, signalisiere, dass sie keine Ahnung hätten oder sie nicht erwünscht seien, schlage ihnen “die Tür vor der Nase zu. Das ist elitär, selbstgefällig und schadet der Debatte.”

3. The Great Moon Hoax
(zeitpunkte.eu, Kurt Tutschek)
Kurt Tutschek erinnert an den “Great Moon Hoax”: Vor gut 200 Jahren veröffentlichte die „New York Sun“ eine Artikelserie, in der es hieß, ein Astronom habe Leben auf dem Mond entdeckt: Ziegen, Pelikane, Bisonherden und sensationelle Fledermausmenschen, die sich auf der Mondoberfläche tummelten. In Wahrheit hatte sich der Reporter die Story natürlich bloß ausgedacht – eine der ersten groß angelegten Fälschungen im Journalismus.

4. “Die SZ folgt dem technokratischen Herangehen der politischen Akteure”
(heise.de, Marcus Klöckner)
Die Wissenschaftlerinnen Margarete Jäger und Regina Wamper haben von Januar bis Juni die Kommentare der “Süddeutschen Zeitung” zu Griechenland und der Eurokrise ausgewertet. Ihrer Meinung nach seien die Meinungsartikel “von neoliberaler Ideologie geprägt”. Reformen würden als schmerzhaft aber notwendig und zielführend dargestellt, die Verantwortung werde auf die Griechen selbst abgewälzt, die Rolle Deutschlands und der übrigen Euro-Länder bleibe außen vor. Erst wenn sich der Blick von Griechenland löse und die Schuldenkrise insgesamt oder die Zukunft Europas in den Blick genommen werde, würden “Sätze sagbar, dass es zur Stabilisierung der Volkswirtschaften auch darum gehe, staatlicherseits durch ein Investitionsprogramm die Binnennachfrage zu stärken.”

5. Festung Facebook – Der Versuch eines Besuchs im deutschen FB-Headquarter
(blogs.deutschlandfunk.de, Axel Schröder)
Weil das Foto einer Kollegin auf einer rechtsradikalen Facebookseite missbraucht wurde, um Stimmung gegen Geflüchtete zu machen, macht sich der Deutschlandfunk-Reporter Axel Schröder auf den Weg, um Facebook damit zu konfrontieren. Seine Suche nach der Deutschlandzentrale wird zu einer Schnitzeljagd durch Hamburg (wobei man zugestehen sollte, dass eine Google-Suche schneller zum Ziel geführt hätte), bis er schließlich fündig wird – und schließlich sogar eintreten darf. Dann allerdings will niemand mit ihm sprechen. Stattdessen füllt er am Empfangstresen ein Beschwerde-Formular aus, “das die junge Facebook-Mitarbeiterin dann nach Kalifornien ins Headquarter geschickt hat. Per Fax, ganz altmodisch.”

6. Alter vor Schönheit
(sz-magazin.sueddeutsche.de, Marc Baumann und Dorothea Wagner)
Das “SZ Magazin” wünscht Iris Berben zum 65. Geburtstag, “dass sie nie wieder diese immer gleiche unverschämte Frage beantworten muss.”

“Focus Online” ruft 27 Millionen Ikea-Kommoden zurück

In den vergangenen eineinhalb Jahren sind zwei Kinder in den USA von umfallenden Ikea-Kommoden der Serie „Malm“ getötet worden.

So weit ist der Artikel, den “Focus Online” heute früh veröffentlicht hat, korrekt.

Nun wird Ikea aktiv und ruft 27 Millionen Exemplare der Kommode zurück.

Das ist dann allerdings Quatsch. Und “Focus Online” schreibt sogar selbst, warum:

Genauer gesagt erhalten “Malm”-Kunden ein kostenloses Kit zum Anschrauben der Kommode an ihre Wand.

Noch “genauer gesagt” ist die Rückruf-Aktion überhaupt keine Rückruf-Aktion. Sondern eine Kampagne, mit der die amerikanische Behörde für Produktsicherheit (CPSC) und Ikea vor umkippenden Möbeln im Allgemeinen warnen wollen.

So schreiben es auch die meisten Medien:



Nur “Focus Online” behauptet seit über zehn Stunden, Ikea rufe die 27 Millionen Möbelstücke zurück:

Als Quelle gibt das Portal den US-Sender CNBC an. Dort steht auch tatsächlich:

In einem Update unter dem Artikel heißt es allerdings:

Update: This article has been updated to reflect that the recall does not require owners to return the furniture to the stores.

Aber davon wollen die Leute bei “Focus Online” nichts wissen. Auch auf der Startseite schreiben sie:

Und bei Facebook legen sie und ihre Clickbait-Kumpels von der “Huffington Post” noch eine Schippe Panik drauf:



(Markierung von uns.)

Und es wirkt:


Die Pressestelle von Ikea hat uns heute Abend auf Anfrage bestätigt, dass die Behauptung von “Focus Online” falsch ist. In einem Statement heißt es:

IKEA hat aktuell in den USA die Secure it! Kampagne veröffentlicht, die auf die Gefahr von umkippenden Möbeln im Allgemeinen hinweist, wenn diese nicht an der Wand befestigt sind. Bei der Kampagne handelt es sich nicht um einen Produktrückruf. IKEA möchte mit dieser Kampagne in Zusammenarbeit mit der Consumer Product Safety Commission (CPSC) auf dieses Gefahrenpotential hinweisen und so Unfälle verhindern.

Und das Traurigste ist: “Focus Online” weiß das schon seit Stunden. Ikea teilte uns mit, man habe “bereits heute morgen bei focus.de darum gebeten, dass die [Falschmeldung] korrigiert wird”. Der Artikel ist noch immer online.

Mit Dank an Bastian B.

Siehe auch: Ikea warnt vor umkippenden Möbeln (test.de)

Nachtrag, 21.40 Uhr: Jetzt hat “Focus Online” den Artikel doch noch (unauffällig) geändert. Die Überschrift lautet nun: “Wegen kippender Möbel: Ikea bietet Kunden Sicherheitskits an”. Einen Hinweis auf den eigenen Fehler gibt es (schon aus Traditionsgründen) natürlich nicht.* Dafür aber einen neuen Artikel zum Thema. Auf der Startseite schreibt „Focus Online“:

*Nachtrag, 1.10 Uhr: Inzwischen findet man am Ende des Artikels doch einen Hinweis:

Hinweis: In einer früheren Version dieses Artikels war von einer Rückrufaktion die Rede. Dies ist nicht richtig. Ikea warnt in den USA davor, dass das Möbelstück kippen kann und liefert die Befestigungen nach.

FIFA, Insel-Märchen, Robo-Reporter

1. „Das Märchen von der Buffett-Insel“ 
(capital.de, Christian Kirchner)
Am Wochenende machte eine Falschmeldung die Runde: Der Milliardär Warren Buffett soll eine griechische Insel für 15 Millionen Euro erworben haben. Der angebliche Kauf löste internationale Empörung aus. Diese Meldung wurde unter anderem von Bild.de, „Spiegel Online“ (Klarstellung) und manager-magazin.de (Klarstellung) verbreitet. Christian Kirchner mahnt deshalb:

Der Fall zeigt aber, dass eine verbale Abrüstung Not tut, weil derartige Meldungen wie der Kauf einer Insel durch einen US-Großinvestor Ressentiments schüren und entscheidend zur Meinungsbildung in Sachen Griechenlandkrise beitragen. Das erfordert entsprechende Vorsicht (…).

2. „Die Schreib-Maschinen“
(brandeins.de, Lars Jensen)
Lars Jensen besucht die Agentur „Associated Press“ und die Erfinder des Schreibroboters „Wordsmith“. Beide Unternehmen zeigen sich zufrieden mit der Arbeit, die die „Robo-Reporter” leisten, auch wenn Autor Lars Jensen anmerkt, die Meldungen läsen sich, „als hätte sie ein leicht gelangweilter Redakteur geschrieben“. Angst müssten Journalisten aber keine haben, sagt Robbie Allen, Gründer von „Wordsmith“, denn: „Eine Filmkritik oder einen Kommentar zu Obamacare kann kein Algorithmus schreiben.“

3. „Wir müssen lernen, den Shitstorm zu lesen”
(meedia.de, Christoph Driessen)
„In einem kollektiven Empörungssturm können sich große gesellschaftliche Fragen zeigen”, sagt der Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen im Interview. Er schlägt vor, einen Shitstorm als gesellschaftliche Komponente und nicht als Kampfbegriff zu betrachten. Es ließen sich daraus gar Wertkonzepte aufzeigen.

4. „That FIFA Movie Really Was As Much Of A Bomb As You Heard“
(fivethirtyeight.com, David Goldenberg, englisch)
David Goldenberg entlarvt den 27 Millionen Dollar teuren FIFA-Film „United Passions” als großen Flop in den USA. Bis in die deutschen Kinos schaffte es der Streifen nicht. Hauptdarsteller Tim Roth, der den FIFA-Boss Joseph Blatter spielt, schäme sich heute für den Film.

5. „Warum machst du es dir so schwer?“
(girlsguidetoblogging.de, Sandra)
Sandra Konrad gibt drei Tipps, die den Einstieg ins Blogger-Dasein erleichtern und sich zum Teil auch Journalisten zu Herzen nehmen können: „Du wirst es nie allen recht machen können. Das ist einfach so. Punkt! Das Gute daran: Du musst es auch nicht.“

6. „Was ich sehe, wenn ich versehentlich auf der Startseite vom FOCUS lande“
(torbenfriedrich.de)

Menschenfleisch, Rand Paul, Elisabeth II.

1. “Interview zu angeblichen MH17-Manipulationen: ‘Bellingcat betreibt Kaffeesatzleserei'”
(spiegel.de, Benjamin Bidder)
Bildforensiker Jens Kriese spricht über Analysen von Satelliten-Aufnahmen bezüglich der Absturzursache von Malaysia-Airlines-Flug 17: “Wir können nicht wissen, ob die Bilder zeigen, was Moskau behauptet. Diese ‘Analyse’ aber hat nichts gebracht – die Steigerung der Bekanntheit von Bellingcat einmal ausgenommen.” Siehe dazu auch “Falsche Wolken über der Ukraine? Die Photoshop-Arbeiten des Kreml und die Fehler der Bellingcat-Analyse” (stefan-niggemeier.de).

2. “Kodexfusion bei der ‘Zeit’: Gemeinsame ethische Richtlinien für Print und Online”
(stefan-niggemeier.de)
Stefan Niggemeier veröffentlicht den neuen “Code of Ethics von ZEIT ONLINE und DIE ZEIT”.

3. “BBC-Journalistin erklärt Queen fälschlicherweise für tot”
(blog.zeit.de/teilchen, Tobias Dorfer)
Eine BBC-Journalistin twittert, Königin Elisabeth II. sei gestorben. “Der Fauxpas sei während einer ‘technischen Übung’ passiert. ‘Die Tweets wurden inzwischen gelöscht und wir entschuldigen uns für den Vorfall.'”

4. “Vorsicht Fake: Wie man Falschmeldungen im Netz enttarnt”
(fachjournalist.de, Bernd Oswald)
Bernd Oswald gibt Tipps, um Fakes zu enttarnen: “Man kann es vermeiden, falschen Identitäten aufzusitzen, wenn man die Herkunft des Profils hinterfragt und mit anderen Web-Profilen vergleicht. Im Zweifelsfall ist das gute alte Telefon der wichtigste Verbündete beim Überprüfen von sonderbar anmutenden Informationen.”

5. “Kannibalen-Falschmeldung kreist 2 Jahre lang durchs Netz”
(kobuk.at, Moriz Büsing)
Servierte ein Restaurant in Nigeria Menschenfleisch, wie das “Heute” und “Österreich” behaupten? Nein. “Es ist doch bemerkenswert, wie eine Meldung von einem nigerianischen Blog fast 2 Jahre später noch um die Welt gehen kann. Und in diesen 2 Jahren hat es sich niemand (bis auf die BBC heute) angetan, bei der nigerianischen Polizei nachzufragen, ob an der Geschichte etwas Wahres dran ist.”

6. “Fox News Explains Why Rand Paul Was Left Out of 2016 Poll Graphic”
(mediaite.com, Matt Wilstein, englisch)

“Bild am Sonntag” serviert FIFA-Kaiserschmarrn

In einem Artikel über die FIFA und Franz Beckenbauer schrieb die “Bild am Sonntag” gestern:

Fragen zur Korruption bei der WM-Vergabe an Russland und Katar drohen Beckenbauer erneut, diesmal von der Schweizer Justiz. Die Bundesanwaltschaft ermittelt nun auch in der Sache und hat bereits zehn Mitglieder des Exekutivkomitees von 2010 als Zeugen geladen. Nach Informationen aus Justizkreisen sollen auch die übrigen 14 Mitglieder von damals vernommen werden. Darunter wäre auch Beckenbauer.

Wir haben bei der Bundesanwaltschaft nachgefragt, was an der Geschichte dran ist. Auf eine Antwort mussten wir — wie beim letzten Mal — nur wenige Minuten warten. Der Pressesprecher schreibt:

F. Beckenbauer gehört nicht zu den von der BA zu befragenden Auskunftspersonen. Dies sind explizit KEINE Zeugen, sondern Auskunftspersonen, was juristisch ein wesentlicher Unterschied ist. Weitere Personen sind zur Zeit nicht zur Befragung vorgesehen. Die Geschichte der BamS ist somit mehrfach falsch.

Und das hätte sie mit einem kurzen Anruf bei der Bundesanwaltschaft auch selbst herausfinden können. Nachgefragt hat sie dort aber nie:

Eine entsprechende Anfrage der BamS oder von Bild ist bei der BA nie gestellt worden.

Auch der Sport-Informations-Dienst (sid) hat auf die Recherche verzichtet und sich bei seiner Agenturmeldung lieber blind auf die „BamS“ verlassen:

Schlageile des sid: 'BamS: Schweizer wollen Beckenbauer befragen'

Die Meldung findet sich jetzt unter anderem auf den Seiten des „Handelsblatts“, der „Welt“, der “11 Freunde”, bei „Zeit Online“, „Focus Online“, N24.de, Sport1.de, ran.de, spox.com und vielen mehr.

So verbreitet sich zum zweiten Mal innerhalb von vier Tagen eine FIFA-Falschmeldung, obwohl das Abschreiben der Geschichten länger dauert, als herauszufinden, dass sie Quatsch sind.

Mohammed-Karikaturen, Sing-Treff, Corinna Schumacher

1. “Religion schlägt Meinungsfreiheit”
(zeit.de, Cigdem Akyol)
Ceyda Karan und Hikmet Cetinkaya drohen bis zu viereinhalb Jahre Haft, weil sie “zwei kleine Mohammed-Karikaturen in ihren Kolumnen zwischen ganz viel Text versteckten”: “Die Staatsanwaltschaft in Istanbul wirft ihnen vor, den öffentlichen Frieden gestört und die religiösen Werte der Menschen in der Türkei beleidigt zu haben.”

2. “Speed kills: Germanwings und die Medien”
(derstandard.at, Johanna Jung, Jennifer Woods und Josef Trappel)
Medienwissenschaftler greifen die Berichterstattung zum Germanwings-Flug 9525 auf: “Unzählige Falschmeldungen ohne Bestätigung, Expertenbefragungen ohne Antworten, Sondersendungen ohne Inhalt und Spekulationen ohne ausreichende Hinweise prägen den medialen Irrflug. Keine Frage: Ihre Informationspflicht haben die Medien mehr als erschöpfend erfüllt – zumindest in Sachen Schnelligkeit und Aktualität. Doch sind Speed und Quantität die neue Qualität?”

3. “Nein, die GEMA will kein Seniorensingkränzchen killen”
(medium.com/@jagermo)
Moritz Jaeger zweifelt die Story “Gema verlangt Gebühren fürs Volkslieder-Singen” (siehe dazu auch “6 vor 9” vom 11. Mai) an und fragt bei der Gema nach, die ihm ausführlich Auskunft erteilt: “Wir bedauern es sehr, dass sich Frau von Assel nach Erhalt der Rechnung nicht an uns, sondern direkt an die Presse gewendet hat. Erst aufgrund der jetzt veröffentlichten Berichterstattung in den Schleswiger Nachrichten haben wir jedoch erfahren, dass es sich bei dem ‘Sing-Treff im Café Fahrdorf’ um ein nicht-öffentlichen Sing-Treffen handelt. Diese Information lag uns bislang nicht vor. Daher werden wir die Rechnung gegenüber der Veranstalterin stornieren.”

4. “Schumacher vs. taz: Streit ums Foto endlich entschieden”
(blogs.taz.de/hausblog, Manuel Schubert)
Ein Gerichtsfall um ein in der “taz” abgedrucktes Foto von Corinna Schumacher: “Das von uns verwendete Bildnis sei ‘kontextgerecht’, urteilten die Richter. Es illustriere und belege die Wortberichterstattung in besonderer Weise und hätte einen eigenen Informationswert. (…) Die Richter des Oberlandesgerichts Köln ließen keine Berufung zu ihrem Urteil zu.”

5. “Bilder zu Netzthemen: Überwachung? Kann ich nicht mehr sehen!”
(spiegel.de, Markus Böhm)
Markus Böhm macht sich Gedanken, wie man das Thema Überwachung bebildern könnte: “Man kann wohl mittlerweile noch so gute und wichtige NSA- oder BND-Enthüllungsgeschichten schreiben, noch so originelle Plädoyers für oder gegen die Vorratsdatenspeicherung: Ohne ein Foto, das in den Artikel zieht, ist die Chance gering, dass der Text überdurchschnittlich oft gelesen wird und nicht nur die übliche Zielgruppe erreicht.” Siehe dazu auch “BND liefert NSA 1,3 Milliarden Metadaten – jeden Monat” (zeit.de, Kai Biermann).

6. “Faces of doom: what reporters look like delivering horrific news – in pictures”
(theguardian.com)

Kassel, Margaret Sullivan, Focus Online

1. “‘New York Times’-Leseranwältin Sullivan über korrekte Berichterstattung”
(profil.at, Ingrid Brodnig)
Ein Interview mit dem Public Editor der “New York Times”, Margaret Sullivan: “Genau, ich vertrete die Leser. Wenn diese Fragen haben, hake ich in der Redaktion nach. Manchmal gebe ich den Lesern recht, manchmal den Journalisten.”

2. “Fake quakes: rumours spread after Nepal tragedy”
(bbc.com, Samiha Nettikkara, englisch)
Einige Falschmeldungen zum Erdbeben in Nepal vom 25. April 2015.

3. “Pro-Ukraine: Propaganda trifft Selbstzensur”
(ndr.de, Video, 6:29 Minuten)
Propaganda und Gegenpropaganda im russischen und ukrainischen Fernsehen.

4. “Wie wir arbeiten”
(prenzlauerberg-nachrichten.de, Thomas Trappe)
Die Arbeitsweise der “Prenzlauer Berg Nachrichten”: “Nicht immer sind wir die ersten, die ein Thema ausgraben. Schließlich befinden wir uns hier noch in Prenzlauer Berg, einem Stadtteil, bei dem bei Menschenansammlungen von mehr als fünf Personen davon auszugehen ist, dass einer davon die anderen interviewt, wahrscheinlich zum Thema Latte Macchiatto, Mütter oder Schwaben.”

5. “Die ‘Huffington Post’ zieht’s nach Kassel, Germany”
(stefan-niggemeier.de, Boris Rosenkranz)
Die Schlagzeile “US-Zeitung lobt Kassel”. Zu Kassel siehe auch “Zoll-Razzia bei ‘HNA-naher’ Zustellfirma” (lokalzeitungskritik.de, L. Kiepe).

6. “Focus Online recherchiert jetzt im Rossmann-Prospekt”
(wuv.de, Frank Zimmer)

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