Archiv für September 20th, 2026

KW 38/26: Hör- und Gucktipps zum Wochenende

Hurra, Wochenende – und damit mehr Zeit zum Hören und Sehen! In unserer Wochenendausgabe präsentieren wir Euch eine Auswahl empfehlenswerter Filme und Podcasts mit Medienbezug. Viel Spaß bei Erkenntnisgewinn und Unterhaltung!

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1. Macht, Medien, Maschinen – Bedroht KI die Demokratie?
(ardmediathek.de, Anke Plättner, Video: 44:56 Minuten)
Bei Phoenix debattieren Medienwissenschaftler Martin Andree, Journalist Markus Beckedahl, Lokalreporterin Manuela Müller sowie Ippen-Chefredakteur Markus Knall über die Folgen von Künstlicher Intelligenz für Öffentlichkeit und Journalismus. Andree und Beckedahl warnen vor einer Übermacht US-amerikanischer Digitalmonopole, die Werbemärkte absaugen sowie Distributionswege kontrollieren, und fordern strengere Plattformhaftung sowie Werberegulierungen. Aus redaktioneller Sicht sieht Knall in KI ein unverzichtbares Werkzeug, während Müller betont, dass die persönliche Vor-Ort-Recherche und Einordnung durch Menschen unersetzlich bleiben.

2. KI-Gefahr: Was Desinformation mit dem Journalismus macht
(youtube.com, Mirko Drotschmann, Video: 16:21 Minuten)
Mirko Drotschmann (“MrWissen2go”) analysiert die wachsende Bedrohung von Demokratie und Journalismus durch KI-generierte Desinformation. Automatisierte Fälschungen bis hin zu Deepfakes von Politikerinnen und Politikern würden sich heute mit minimalem Aufwand erstellen und über Bot-Netzwerke rasant verbreiten lassen. Dahinter stehe die enorme Marktmacht weniger US-Technologiekonzerne, deren Algorithmen auf Interaktion ausgelegt seien und die sich weitgehend staatlicher Regulierung entzögen. Als Gegenpol hebt Drotschmann die Rolle des professionellen Journalismus hervor.

3. Journalismus im Abseits? Die Kommunikationsstrategie des DFB
(ardsounds.de, Johannes Leininger, Audio: 22:24 Minuten)
Moderator Johannes Leininger diskutiert bei “BR24 Medien” mit Sportjournalismus-Forscherin Inga Oelrichs und “SZ”-Sportpolitik-Redakteur Johannes Aumüller über den Deutschen Fußball-Bund (DFB) als Medienunternehmen. Mit eigenen Social-Media-Kanälen und dem Pay-TV-Sender DFB.TV setze der Verband verstärkt auf “Owned Media Content” mit exklusiven Dokus und Interviews. Dies werfe die Frage auf, ob dadurch der kritische Sportjournalismus verdrängt wird. Außerdem geht es in der Sendung um das Verhältnis von Bundestrainer Jürgen Klopp zur Presse und die historisch angespannte Beziehung zwischen Sportjournalismus und mächtigen Verbänden.

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4. Wofür brauchen wir das ZDF noch?
(lagedernation.org, Ulf Buermeyer & Philip Banse, Audio: 1:12:38 Stunden)
In der aktuellen Folge von “Lage der Nation” sprechen Philip Banse und Ulf Buermeyer mit ZDF-Intendant Norbert Himmler über die Zukunft und Daseinsberechtigung des öffentlich-rechtlichen Senders. Schwerpunkte des Gesprächs sind die Existenzberechtigung des dualen Systems aus ARD und ZDF, die Rolle und Aufgaben eines Intendanten, die Zusammensetzung der Rundfunkgebühr sowie der interne Sparkurs des Senders. Zudem diskutieren sie über öffentlich-rechtliche Unterhaltung, neue Zielgruppenansprachen via Social Media und “snackable Content”.

5. Seriös oder spekulativ? Medien über Merz | Immer mehr Video: Podcast-Trend
(deutschlandfunk.de, Anh Tran, Audio: 23:58 Minuten)
Anh Tran präsentiert bei “mediasres” verschiedene interessante Medienthemen: Im Interview ordnet “Zeit”-Journalist Robert Pausch die spekulativen medialen Personaldebatten um Bundeskanzler Friedrich Merz nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ein. Ein Vor-Ort-Bericht aus Kyjiw zeigt, wie ukrainische Investigativjournalisten trotz russischer Angriffe verstärkt interne Korruption recherchieren, um staatliche Institutionen zu stärken. Zudem analysiert die Sendung den rasanten Boom von Video-Podcasts, die laut Online-Audio-Monitor insbesondere bei jüngeren Zielgruppen stark wachsen.

6. Alltag, Auto, Auffindbarkeit: Der Online-Audio-Monitor 2026
(thisismedianow.podigee.io, Lukas Schöne, Audio: 20:51 Minuten)
Podcast-Host Lukas Schöne bespricht bei “This is Media Now” die aktuellen Ergebnisse des Online-Audio-Monitors. Die Audionutzung bleibe insgesamt stabil, allerdings würden jüngere Zielgruppen zunehmend zu Streaming und Podcasts auf Plattformen wie Spotify abwandern. Branchenvertreter sähen das Radio zwar weiterhin als wichtiges lokales “Lagerfeuer”, würden jedoch vor schwieriger Refinanzierung und Datenmonopolen durch globale Plattformen warnen.