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Fotos Getöteter zeigen? Für Ernst Elitz „eine richtige Entscheidung“

E. Behrendt („Bild“-Leser) hatte neulich eine ziemlich gute Frage:

Nach dem Mord an einer jungen Frau in Thailand schrieb Leser E. Behrendt: „Können Sie mir erklären, warum Bilder des Opfers in unverpixelter Form gezeigt werden?“

Von dieser Zuschrift berichtete „Bild“-Ombudsmann Ernst Elitz am vergangenen Samstag im Blatt und bereits am Abend zuvor bei Bild.de. Der Leser bezieht sich auf die Berichterstattung von Anfang April über den Tod einer 26-Jährigen, für die die „Bild“-Medien mehrere Fotos von der Facebookseite des Opfers genommen und ohne jegliche Unkenntlichmachung veröffentlicht haben.

Natürlich findet Ombudsmann Elitz auch für diese Schweinerei eine Erklärung, damit er am Ende seines Textes einmal mehr verkünden kann, dass die Redaktion alles richtig gemacht habe:

Hier die Erklärung: Das Foto war aus dem öffentlichen, für jeden einsehbaren Sektor von Facebook, nicht aus einer geschlossenen Community übernommen worden. Es zeigt die Frau glücklich und lebensfroh. So wie sie sich selber sah.

Die Redaktion wollte, dass sie mit dieser sympathischen Ausstrahlung und nicht als anonymes Opfer eines Verbrechers in Erinnerung bleibt. Deshalb wurde sie auf dem Foto nicht unkenntlich gemacht.

Für mich war das eine richtige Entscheidung.

Nur spielt es bei den beiden Rechten, die in solchen Fällen wichtig sind — dem Persönlichkeits- sowie dem Urheberrecht –, überhaupt keine Rolle, ob das abgebildete Opfer „glücklich und lebensfroh“ aussieht oder nicht. Es ist egal, wie sympathisch dessen Ausstrahlung auf den Fotos sein mag. Nicht die ästhetische Abwägung der „Bild“-Redaktion ist bei der Frage, ob die Aufnahmen gezeigt werden dürfen, relevant, sondern die Entscheidung der Familie.

Aus Erzählungen wissen wir, dass das Zeigen von Fotos, dazu noch unverpixelt, einen zusätzlichen, tiefen Schmerz bei Angehörigen hinterlassen kann — auch wenn die Personen auf Titel- und Startseiten „glücklich und lebensfroh“ ausschauen. Den Familien wird von „Bild“ die Kontrolle darüber entrissen, wie ihre Söhne und Töchter wahrgenommen werden. Manche von ihnen bringen die Kraft auf und wehren sich gegen diese Methoden von „Bild“. Erst vor wenigen Monaten hatten wir über zwei Fälle berichtet. In beiden hatten die Abgebildeten eine ausgesprochen „sympathische Ausstrahlung“. Und dennoch sind die Angehörigen gegen die Veröffentlichungen vorgegangen.

Bild.de verbreitet Messwert-„Gaga“-Unsinn des Verkehrsministers

Ernst Elitz begegnet uns ja normalerweise als Ombudsmann, der bei und in „Bild“ für Recht und Ordnung sorgen soll. Manchmal schreibt Elitz aber auch als Autor für „Bild“ und Bild.de und stiftet dann selbst mit falschen Fakten Unordnung. So auch jetzt wieder.

Elitz schrieb am Freitag über den Talk bei „Maybrit Illner“:

Aufreger der Woche! Das Thema bei „Maybrit Illner“: „Fahrverbot und Tempolimit — muss Deutschland runter vom Gas?“

Jeder hat eine Meinung. Wer hat die schlagenden Argumente?

Für Elitz und Bild.de offenbar Verkehrsminister Andreas Scheuer:

Screenshot Bild.de - Diesel-Talk bei Illner - Scheuer lästert über Gaga-Mess-Stationen

Scheuer macht sich lustig: In Stuttgart steht eine Mess-Station „am Neckartor in der Gebäudenische neben der Mülltonne. In Wien ist die zentrale Mess-Station in einer Fussgängerzone.“ Scheuer: „Wenn man sich selber kasteien will, muss man es machen wie in Stuttgart.“

Noch ein Mess-Stationen-Witz vom Verkehrsminister: In Oldenburg wurden die höchsten Werte während eines Marathonlaufs gemessen. Scheuer: „Wenn das nicht Gaga ist.“ Scheuer will die Grenzwerte noch mal überprüfen lassen.

Erstmal sollte Andreas Scheuer aber vielleicht seine Fakten überprüfen lassen. Und das am besten nicht von Ernst Elitz, der Scheuers „Mess-Stationen-Witz“ aus Oldenburg bereitwillig aufgreift und verbreitet.

Denn es stimmt schlicht nicht, was der Verkehrsminister und der „Bild“-Ombudsmann da erzählen.

Die vermeintlich hohen Messwerte während des Marathons in Oldenburg kursieren schon länger. Neulich erst tauchten sie zum Beispiel in der Doku „Das Diesel-Desaster“ im „Ersten“ auf. Und jetzt eben bei „Maybrit Illner“ und Bild.de.

Der Marathonlauf in Oldenburg fand am 21. Oktober 2018 statt. Die gesperrte Strecke führte unter anderem an einer Messstation für Stickstoffdioxid vorbei. Diese meldete für den 21. Oktober den Tageshöchstwert von 54 µg/m³, also ein gutes Stück über dem Grenzwert von 40 µg/m³.

Wurden in Oldenburg also „die höchsten Werte während eines Marathonlaufs gemessen“, wie Ernst Elitz dem Verkehrsminister nachplappert? Nein. Die 54 µg/m³ wurden um 21 Uhr gemessen, als der Marathon längst vorbei war, und wieder Autos an der Messstation vorbeifuhren. Während des Laufs — um 16 Uhr wurden die letzten Straßensperrungen aufgehoben — lagen die offiziellen Messergebnisse unter dem Grenzwert:

XXX

Die Stadt Oldenburg schreibt dazu:

Im Zusammenhang mit der Diskussion um die Messstation am Heiligengeistwall wird auch häufig der Tag des Marathonlaufes in Oldenburg, 21. Oktober 2018, als Argument für die möglicherweise unzutreffenden Messwerte heran gezogen. Beim Marathonlauf gab es keine Autos in der Stadt, trotzdem hohe Messwerte. Wie lässt sich das erklären? (…)

Der Tagesmittelwert am 21. Oktober 2018 hat den üblichen Sonntagswert um 1,2 µg/m³ unterschritten.

Der Laufsonntag war auch für den Heiligengeistwall nicht verkehrsfrei. Lediglich im Zeitraum zwischen 9 und 14 Uhr sorgten Absperrungen für weniger Verkehr als sonst üblich. Während dieser Zeit konnten in Richtung Julius-Mosen-Platz etwa 670 Fahrzeuge den Bereich der Messstelle passieren. Im gesamten Zeitraum von 0 bis 24 Uhr befuhren etwa 2.500 PKW und rund 200 LKW/Busse die Strecke in diese Richtung.

Auf der Bild.de-Startseite wirbt Ernst Elitz so für seine Dienste als „Bild“-Ombudsmann:

Screenshot Bild.de - Debatte falsch dargestellt? Zweifel an Fakten? Schreiben Sie dem Bild-Ombudsmann

Wir hätten da was, siehe oben.

Mit Dank an theo und @MichaelKreil für die Hinweise!

„Also ich würde euch anzünden“

Es ist noch gar nicht so lange her, da hat „Bild“-Feigenblatt „Bild“-Ombudsmann Ernst Elitz uns alle beruhigt:

Der BILD-Ombudsmann - Bild löscht Hass

Werden Migranten einer Gewalttat verdächtigt, reagieren Leser auf die Facebook-Beiträge von BILD im Sekundentakt. Viele testen dabei die Grenzen des Rechts auf freie Meinungsäußerung aus. Mich erreichen Mails mit der Frage: Was tut BILD, um dabei den Hass „einzudämmen“ und nicht noch zu „schüren“? (…)

Die Redaktion greift bei unangemessenen Äußerungen ein, stellt Fake News richtig und sperrt Hetzer, die andere „an den Eiern aufhängen“ oder Flüchtlinge „wieder im Mittelmeer aussetzen“ wollen, mit einem Klick auf die Löschtaste aus.

So, so.

Heute hat die „Bild“-Redaktion diesen Beitrag auf ihrer Facebook-Seite veröffentlicht:

Screenshot eines Facebook-Posts der Bild-Redaktion - Die beiden Männer fielen auf einem unbeleuchteten Weg über die junge Frau her - Frau (19) nach Herbstmarkt vergewaltigt - Fahndung

Bis jetzt über 1900 Likes, mehr als 2700 Mal geteilt, knapp 600 Kommentare. Darunter der von „Bild“-Leserin Doris, die meint, die „Kameltreiber“ sollten „alle erstmal kastriert werden“, „bevor sie die Grenze übertreten dürfen“:

Screenshot eines Kommentars auf der Bild-Facebookseite - Zu zweit auf eine 19-jährige, was für Ehrenmänner. Irgendwann erwischen sie die Falsche, dann gibt es Rührei vom Feinsten. Die sollten, bevor sie die Grenze übertreten dürfen, alle erstmal kastriert werden. Mädels macht Selbstverteidigungskurse und zeigt den Kameltreibern mal, was deutsche Frauenpower bedeutet

Und auch „Bild“-Leserin Maria plädiert für die „Zwangskastration“:

Screenshot eines Kommentars auf der Bild-Facebookseite - Ach, die Geschwister Meier schon wieder. Zwangskastration, eine andere Sprache verstehen diese Typen nicht

„Bild“-Leserin Dorett ist für die Todesstrafe:

Screenshot eines Kommentars auf der Bild-Facebookseite - Direkt auf den elektrischen Stuhl, jepp, ohne großes reden

… genauso wie „Bild“-Leser Kai:

Screenshot eines Kommentars auf der Bild-Facebookseite - Anlegen und Feuer frei

„Bild“-Leser Timo findet, dass man solche Fälle nicht dem Staat überlassen sollte, und würde lieber zur Selbstjustiz greifen:

Screenshot eines Kommentars auf der Bild-Facebookseite - Also ich würde euch anzünden

„Bild“-Leser Max sieht das auch so:

Screenshot eines Kommentars auf der Bild-Facebookseite - man könnte die doch zum Abschuss frei geben, was glaubst du wie schnell in DE wieder Ruhe wäre

Von „Bild“-Leserin Claudi gibt es die üblichen Beleidigungen:

Screenshot eines Kommentars auf der Bild-Facebookseite - Bei unverschleierten Frauen fällt es schon schwer, die beschnittene Kümmelstange unter Kontrolle zu halten, nicht wahr

„Bild“-Leser Joe wünscht sich einen „Österreicher“ herbei — wen er damit wohl meint?

Screenshot eines Kommentars auf der Bild-Facebookseite - warum ist denn nie ein Österreicher da wenn man mal einen braucht?

Und „Bild“-Leser Alex wendet sich direkt an Adolf Hitler:

Screenshot eines Kommentars auf der Bild-Facebookseite - Oh man Addi, wo bist du, wenn man dich brauch?

Die „Löschtaste“, mit der die „Bild“-Redaktion laut Ombudsmann Elitz den Hass eindämmt, scheint derzeit zu klemmen.

Mit Dank an @bild_fb_watch für den Hinweis!

„Sofort erschiessen den Eselsohn“

Ernst Elitz zu sein hat auch seine Vorteile. Man könnte ihn pink anstreichen und mit quietschenden Clownschuhen in die Innenstadt schicken — es müsste nur jemand von „Bild“ kommen und sagen: „Nee, Ernst, keine Sorge, du siehst ganz normal aus!“ Er würde es glauben und beruhigt weiterquietschen.

So läuft das beim „Bild“-Ombudsmann. Als er jetzt von Leserinnen und Lesern gefragt wurde, was „Bild“ auf Facebook tue, um den Hass in den Kommentaren einzudämmen, sagte ihm die Redaktion, dass sie den Hass lösche.

Fall abgeschlossen.

Der BILD-Ombudsmann - Bild löscht Hass

Werden Migranten einer Gewalttat verdächtigt, reagieren Leser auf die Facebook-Beiträge von BILD im Sekundentakt. Viele testen dabei die Grenzen des Rechts auf freie Meinungsäußerung aus. Mich erreichen Mails mit der Frage: Was tut BILD, um dabei den Hass „einzudämmen“ und nicht noch zu „schüren“? (…)

Die Redaktion greift bei unangemessenen Äußerungen ein, stellt Fake News richtig und sperrt Hetzer, die andere „an den Eiern aufhängen“ oder Flüchtlinge „wieder im Mittelmeer aussetzen“ wollen, mit einem Klick auf die Löschtaste aus.

Hätte Elitz selbst mal einen Blick auf die Facebook-Seite von „Bild“ geworfen, wäre er auf diesen Beitrag gestoßen:

Facebook-Eintrag von Bild - Youssef H. und Souina S. sollen das sieben Monate alte Kind geschlagen, gebissen und anschließend zurück gelassen haben. - Der Vater lachte fröhlich im Gericht: Eltern ließen kleine Ilias sterben

Und darunter auf diese Kommentare:

An der nächsten Strassenlampe aufhängen…

Dreckspack , an die Wand und Feuer.

Hinrichten!!!!verdammte drecksschweine unzwar beide!!!!😠😠

Kann man solche Leute nicht einfach erschießen .

Dreckspack

Da einsperren wo die harten Jungs sind er lacht dann nicht mehr

Solch eine Person an die Wand stellen und exekutieren.
Dies wäre eine angemessene Strafe

Bitte Deutschland holt die Todesstrafe

Dreckiges pack 😡😡😡😡

Ich wäre für öffentlich steinigen

Eine kugel ist noch zu schade für den Asch

..ab in die Heimat aber schnell, gerne mit Folter.

Mein Vorschlag. Eisenstange und dann jeden Knochen brechen, aber nur jeden Tag einen, damit es sich auch lohnt.

Aufhängen

gesindel.schlimmer als tiere.

Wo ist nur der gute alte Galgen geblieben

Für solche Menschen wöre die Todesstrafe angebracht.!!!!!

weg mit dem Abschaum die sollen genau so leiden wie der kleine

So ein urvieh hat jegliches recht auf Existenz verwirkt

Auf den Stuhl! Mit so einem abschaum.

Dieses Pack macht hier was es will !

Wer noch schäbig lacht hat eine sehr qualvolle Todesstrafe verdient!

Sofort erschiessen den Eselsohn

das ist deren Kultur, nichts neues

Direkt Giftspritze setzen ohne Knade

Das gleiche mit die Schweine machen

Beide in Flieger. Aussteigen ohne Landen. Fertig.

Hinter die Karre binden und über die Autobahn schleifen bis Ihnen das Grinsen vergeht! Welche Monster leben nur unter uns! Unfassbar

Ein weiterer Beweis das diese Menschengruppe nicht mal ansatzweise europäische Werte in sich tragen bzw. fähig sind sie anzunehmen.

15 Jahre Knast, danach direkt abschieben……DRECKSPACK !!!!! Und die so genannten Anwälte, die solche ARSCHLÖCHER noch verteidigen, direkt die Lizenz entziehen !!!!!!!!!!!!!

Köpfen dieses schwein

Schädel runter und nicht noch Steuergelder verschwenden.

Sind die schuldig, dann ab in den Keller 7,62 mm gesunden Menschenverstand einsetzen und gut ist es.

Tötet ihn!!

Monster 👹😡beide abschieben Richtung Todesstrafe 💣💉👹😡😡😡😡

Einfach nur Aufhängen und richtig leiden lassen die beiden , was sie Ihrem Kind angetan haben.

Wenn ich allein die Vornamen lese, wird mir schlecht…, alles klar…
In deren Wüstenstaaten is son menschenverachtendes Verhalten ja völlig normal.
Kanake bleibt Kanake!
Dreckspack!!!

Dem sollte man nen Schneeschieber ins Maul stopfen

In der hölle wünsche ich ihnen 72 dauergeile rosettenvögler

Viele der Kommentare stehen seit über 20 Stunden auf der Seite. „Auf die Löschtaste“ geklickt hat niemand.

Hätte Elitz dann kurz weitergescrollt, wäre er auf diesen Beitrag gestoßen:

Facebook-Eintrag von Bild - Im Minions-T-Shirt vor Gericht: Mann (24) hortet mehr als 7000 Kinderpornos - Darunter auch Videos und Fotos, auf denen wenige Monate alte Säuglinge schwer sexuell missbraucht werden

Und auf diese Kommentare:

Direkt Todesstrafe

Ne 9mm Kopfschmerztablette und der Müllhaufen kostet nicht noch unnötig Gelder !

Kastrieren… basta !

Der hat einen Kopfschuss verdient was gibt es da noch zu verhandeln 😡😡😡😡wer sich an einem Kind vergeht hat für mich alle rechte verloren Punkt

Sowas gehört sich gleich direkt getötet

Wer sich an Kindern vergeht, hat das Recht auf sein Leben verwirkt!

Pimmel ab……!!!!!

Das sowas überhaupt noch einen Prozess bekommt. Kostet wieder nur Steuergelder 🤦‍♀️ Erst Schippi abhacken, dann Kopf abhacken und dann hat sich das kostengünstig erledigt.

Der hat seine Daseinsberechtigung verspielt und gehört an die Wand gestellt 😠😠

Ekelhafter Untermensch! Mehr fällt mir da nicht ein. Wie krank kann ein Mensch sein.

Der gehört in ein Loch gesperrt und zugemauert 🤬🤬🤬🤬🤬

Tut mir leid aber solche Menschen gehören an die Wand gestellt!

Eier mit allem ab !!!

Töten ihn

Bei lebendigen Leib verbrennen. Vorher noch 24 Stunden foltern!

Verbuddelt dieses Unkraut 😠😠 und die Richterin gleich mit…

Im Wald an einen Baum verkert an seinem Schwanz aufhāngen.Und kreppieren lassen.

Da hilft nur der Elektrische Stuhl.

Ein Strick geht auch

Diese mistmade wird (hoffentlich im knast) so rangenommen, das er dauerhaft ne auffangschüssel braucht 😤😡

Einschläfern !!!!

Kastrieren ohne medizinischen Eingriff und ausbluten lassen !

Todesstrafe für ihn ! Wer ander Meinung hat müsste sie auch bekommen !!!!!

Töten

Warum lebt so was noch?Kann den mal jemand bei Seite schaffen 😡😡

Öffentlich hinrichten lassen aber vorher zu Tode quälen ! Mittelalterliche Methoden als Strafe für Kinderschänder und alle die was damit zu tun haben! Ich bring euch alle um!

Ein Baum Ein strick ein pedogenick

Du reudiger Köter erschießen müsste man dich Du dreckiger Asphaltbesen😠😠

Das einzige recht das ihm jetzt bleiben sollte ist sein Tod!

Da gibt es doch sooo viele gaaaanz tiefe Löcher und Schluchten auf diesem Planeten….einfach rein mit solchen Leuten….spart man Nerven und Kosten…was anderes verdienen die sowieso nicht!

Schwanz ab das einzige was hilft

Totesstrafe für solche Drecksschweine 😡😡😡mit welcher Begründung darf so ein Drecksschweine überhaupt Leben😡😡

Schnipp Schnapp Schwänzchen ab😎Punkt

Sofort Kopf ab

Hätte Elitz dann noch ein bisschen weitergescrollt, wäre er auf diesen Beitrag gestoßen:

Facebook-Eintrag von Bild - Dieser Fall an einer Berliner Grundschule schockiert Deutschland und bringt immer mehr schreckliche Details zum Vorschein. - Vergewaltigung von Grundschüler: Täter hatte anderes Opfer im Visier

Der mutmaßliche Täter ist ein zehnjähriger Junge aus Afghanistan. Und was meinen die „Bild“-Leser?

Ein Täter
Eine Wand
Muss ich mehr sagen

Die ganze sippe ausrotten

Öffentlich wie im Afghanistan auf dem Marktplatz steinigen

Natürlich kommt der Täter in ein Schutzprogramm. Im „Rechtsstaat“ muss man ja mehr für einen armen Täter tun. Vorallem wenns ein Batschake aus irgendwo ist. Wie wäre es mit ordentlich Prügel und Abschieben in sein Bauerndorf? Sollen die doch mit ihm klarkommen

Unfassbar 🤬😠!Und da soll man keinen Hass bekommen….!!!Dreckspack🤬🤬

Hätte man bei der Beschneidung besser Mal die restlichen cm mit weggeschnibbelt. Ich bin für Zwangskastration aufgrund psychischer Störung. Sonst passiert dem Mistblag ja nix !

Statt sich Gedanken zu machen wo er unterrichtet werden soll, sollte man ihn mitten auf einem Mienenfeld aussetzen. Danke für nix Frau Merkel

Das ist ja wohl eine saudumme Frage, wo der unterrichtet werden soll, der gehört nach Afghanistan! Dort scheint das zur Kultur zu gehören!
Es geht mir nicht in Kopf, wie ein (angeblich) 10jähriger schon zu solch einer widerlichen Tat fähig ist. Der gehört kastriert!

Was du nicht willst was man dir tu, das füg auch keinem andren zu. Ab in die Zelle zu nem Pedo. Feierabend

Gäbe es keine Flüchtlinge in unserem Land, gäbe es keine derartigen Verbrechen. Es ist an der Zeit, dass wieder Ruhe und Ordnung in Deutschland einzieht .

Klatscht die Leute einfach selber weg meine Güte. Was will man sich auf Gerichte verlassen, das ist doch lächerlich.

Gehört eingeschläfert. Das Leben eines solchen Wesens ist weniger wert, als das von Schweinen. Die tun wenigstens niemandem Leid an. Und die werden auch Tag für Tag zu Tausenden geschlachtet. Einschläfern und fertig, Ende des Problems.

Hätte Ernst Elitz dann noch weiter gescrollt, wäre er auf viele, viele, viele weitere Kommentare gestoßen, in denen sich „Bild“-Leser ausmalen, wie sie Ausländer foltern und Kinder kastrieren, in denen sie beleidigen, zum Mord aufrufen und sich Auschwitz zurückwünschen. Stattdessen gibt er Entwarnung: „BILD löscht Hass“!

Wer als Ombudsmann eine solche Witzfigur abgibt, hätte Clownschuhe mehr als verdient.

„… sieht die Redaktion keinen Anlass für weitere Berichterstattung“

Was viele ja nicht wissen: Die „Bild“-Medien wollen mit ihrer realistischen Skandal-Berichterstattung eigentlich nur aufrütteln, im besten Fall jene, um die es darin geht. Zum Beispiel Jan Ullrich. „Bild“, „Bild am Sonntag“ und Bild.de haben Artikel um Artikel über den früheren Rad-Profi rausgehauen, allein bei Bild.de waren es 43 Beiträge in 17 Tagen. Ist der oder die Betroffene durch die ganzen Details aus seinem oder ihrem Privatleben, die „Bild“-Mitarbeiter genüsslich der Öffentlichkeit präsentieren, dann endlich aufgerüttelt, macht die Redaktion auch direkt Schluss.

In etwa so verteidigte „Bild“-Ombudsmann Ernst Elitz am 20. August jedenfalls die vielen, vielen Artikel über Jan Ullrich:

BILD berichtete am Beispiel von Jan Ullrich über die Hölle, die ein Drogensüchtiger durchläuft, bis er sich zum Entzug entscheidet. Leser Bennop Jonas fand diese Berichterstattung „untragbar“.

Aber sie war höchst realistisch und rüttelte auf. Nachdem der Ex-Profisportler sich für den Entzug entschieden hat, sieht die Redaktion keinen Anlass für weitere Berichterstattung.

So schaut es in der Praxis aus, wenn eine „Redaktion keinen Anlass für weitere Berichterstattung“ sieht:

Screenshot Bild.de - Bild-Besuch in der Betty-Ford-Klinik - So geht es Ullrich im Drogenentzug - Ich werde täglich auf Substanzen getestet
(Bild.de am 23. August)
Screenshot Bild.de - Seit der Ex-Radstar in Drogen-Therapie ist - Drei Einbrüche in Ullrichs Villa!
(Bild.de am 24. August)
Screenshot Bild.de - Monate nach der Trennung - Ullrich trägt noch immer seinen Ehering - seine Frau Sara nicht mehr
(Bild.de am 25. August)
Screenshot Bild.de - Ullrich über sein Liebes-Leben in der Klinik - Ich brauche halt Sex
(Bild.de am 29. August)
Screenshot Bild.de - Entzug vorbei - Ullrich zurück auf Mallorca
(Bild.de am 2. September)

Entweder verarschen die „Bild“-Mitarbeiter den viel zu leichtgläubigen „Bild“-Ombudsmann bei seinen Nachfragen zur „Bild“-Berichterstattung. Oder der „Bild“-Ombudsmann verarscht die Leserinnen und Leser, die ihm schreiben, weil er eigentlich weiß, dass es Unsinn ist, was er ihnen antwortet. Schwer zu sagen, was trauriger wäre.

Von den fünf Bild.de-Artikeln über Jan Ullrich, die erschienen sind, seit bei Bild.de eigentlich keine Artikel mehr über Jan Ullrich erscheinen, kann man drei nur mit einem „Bild plus“-Abo lesen. Von den 43 Artikeln über Ullrich, die Bild.de zuvor veröffentlicht hat, befinden sich 22 hinter der Bezahlschranke. Dass es bei der Ullrich-Dauerberichterstattung auch ums Geldmachen mit dem tragischen Absturz einer Person geht, die dringend Hilfe braucht — das wäre mal ein Thema für einen Ombudsmann.

Dazu auch:

Wie „Bild“ mit einer Vorverurteilung den Rechtsstaat in Verruf bringt

Es gibt ihn noch. Ernst Elitz, vor eineinhalb Jahren von „Bild“-Chef Julian Reichelt als Ombudsmann eingesetzt, als Anwalt für die Leserinnen und Leser, ist noch immer im Amt. Nach wie vor scheint er sich eher als Anwalt der Redaktion zu sehen und verteidigt die „Bild“-Medien gegen kritische Zuschriften aus der Leserschaft, aber manchmal findet selbst Elitz, dass „Bild“ und/oder Bild.de was falsch gemacht haben. Vor gut zwei Wochen schrieb er:

Von grundsätzlicher Bedeutung ist auch der Hinweis des Lesers Alexander Neu.

Die Sendung „Hart aber fair“ hatte eine offizielle Kriminalstatistik über „tatverdächtige“ Ausländer präsentiert. Der Leser kritisiert zu Recht, dass im BILD-Bericht über die Sendung der Eindruck erweckt wurde, es handle sich um eine Statistik bereits verurteilter Täter. Das war sie nicht!

Nicht jeder, der unter Verdacht steht, ist schon ein überführter Krimineller. Gerade bei einem politisch so brisanten Thema muss korrektes Zitieren erstes Gebot sein.

Hört, hört!

Es ist aber schon etwas niedlich, dass jemand in „Bild“ und bei Bild.de ernsthaft mahnt, man solle Tatverdächtige nicht als überführte Kriminelle darstellen; in den zwei Medien, die seit jeher wie keine anderen Tatverdächtige als überführte Kriminelle darstellen.

Das aktuellste Beispiel dieser redaktionellen Leidenschaft: Sami A.

Über den Tunesier wurde in den vergangenen Wochen viel geschrieben und diskutiert. Bei Bild.de unter anderem mit dieser Schlagzeile aus dem Juli:

Screenshot Bild.de - Abschiebe-Skandal! Juristisches Tauziehen um Ex-Leibwächter von Osama bin Laden - Kommt Terrorist Sami A. jetzt zurück nach Deutschland?
(Alle Unkenntlichmachungen in diesem Beitrag durch uns.)

Das Problem dabei: Sami A. ist kein Terrorist. Jedenfalls wurde er nie als Mitglied einer terroristischen Vereinigung verurteilt. Oder wie Ombudsmann Elitz sagen würde:

Nicht jeder, der unter Verdacht steht, ist schon ein überführter Krimineller. Gerade bei einem politisch so brisanten Thema muss korrektes Zitieren erstes Gebot sein.

Die Berichterstattung der „Bild“-Redaktion zum Fall von Sami A., die man wohlwollend als schlampig und ungenau bezeichnen kann und weniger wohlwollend als böswillig falsch, ist gleich doppelt problematisch: Sie erklärt einen Mann zum Terroristen, der rechtlich gesehen keiner ist. Und vielleicht noch schlimmer: Sie hinterlässt bei der Leserschaft den falschen Eindruck, dass der Staat überlegt, einen verurteilten Terroristen nach Deutschland zurückzuholen. Die daraus resultierende (unberechtigte) Verachtung für Behörden und Gerichte kann man in den Facebook-Kommentaren zum „Terrorist“-Artikel bestens beobachten:

Bitte bitte nicht! Ein Terrorisrt und Mörder oll zurückgeholt werden! Seit ihr jetzt alle komplett durchgeknallt oder habt ihr schlechte Drogen erwischt!

Je mehr Verbrechen du als Migrant begehst und je mehr einer weltweit gejagt wird, desto mehr klammert sich dieser Staat an seine Terroristen.

Jeden Tag kann man sehen warum man Heute die AFD eigentlich schon wählen muss: Alle anderen Parteien hofieren Verbrecher und Terroristen.

Wie kommen andere Länder nur auf die Idee, Deutschland würde Terroristen willkommen heißen. Kann ich ja so gaaaar nicht nachvollziehen.

Das Theater signalisiert allen Terroristen auf der Welt — in D kannst du sicher und vollversorgt auf Kosten Anderer, deinen wohl verdienten Terror Lebensabend geniessen….

Überall wird Terrorismus bekämpft und in Deutschland holt man ihn sich rein….Ganz sauber im Oberstübchen sind wohl hier viele Amtsinhaber nicht mehr.

Jetzt kämpft das Gericht in Gelsenkirchen darum, das der arme Traumatisierte Terrorist sofort wieder an die Sozialtöpfe nach Deutschland zurückkehren kann. Dieser Irrsinn ist nicht mehr zu verstehen.

Natürlich versteht man als nur halbinformierter „Bild“-Leser die Welt und vor allem deutsche Behörden und Gerichte und die Regierung nicht mehr, wenn scheinbar ein Terrorist „jetzt zurück nach Deutschland“ kommen soll, und kommentiert bei Facebook wütend drauf los. Dass diese Empörung auf falschen Tatsachen beruht, ist auch „Bild“ zu verdanken.

Sami A. kommt 1997 als Student nach Deutschland. 2006 stellt er einen Asylantrag, der 2007 abgelehnt wird. 2010 entscheidet ein Verwaltungsgericht, dass Sami A. nicht abgeschoben werden darf, weil ihm in Tunesien unter anderem Folter drohe. 2014 widerruft das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge dieses Abschiebungsverbot, weil in Tunesien ein Regimewechsel stattgefunden hat. 2016 entscheidet ein Verwaltungsgericht erneut, dass Sami A. nicht abgeschoben werden darf, da ihm in Tunesien noch immer „mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit Folter, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung“ drohe. Ein Oberverwaltungsgericht bestätigt diese Entscheidung 2017. Am 13. Juli dieses Jahres wird Sami A. doch nach Tunesien abgeschoben, obwohl einen Tag zuvor ein Verwaltungsgericht erneut entschied, dass er dorthin nicht abgeschoben werden darf. Der Mann kam in Tunesien direkt ins Gefängnis. Nun wird diskutiert, ob Sami A. nach Deutschland zurückgeholt werden muss. Bei „Spiegel Online“ gibt es eine detaillierte Chronologie.

Mittendrin in diesem Hin und Her, ab März 2006, gibt es Ermittlungen der Bundesanwaltschaft gegen Sami A. wegen des Verdachts auf Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung. Er soll um die Jahrtausendwende mehrere Monate im Grenzgebiet zwischen Afghanistan und Pakistan gewesen sein und dort eine militärische Ausbildung der Terrororganisation al-Qaida durchlaufen haben. Anschließend soll er zum Mitglied der Leibgarde Osama bin Ladens aufgestiegen sein. Sami A. bestreitet all das. Das Verfahren gegen ihn wird im Jahr 2007 eingestellt, da die Ermittlungsergebnisse nicht für eine Anklageerhebung reichen.

Sami A. ist also kein verurteilter Terrorist. Ihm wurde auch nie von einer Staatsanwaltschaft oder einem Gericht nachgewiesen, Leibwächter Osama bin Ladens gewesen zu sein. Er ist laut Behörden ein islamistischer Gefährder.

Einen Mann, gegen den wegen Mordes ermittelt wird, kann man auch nicht einfach Mörder nennen, wenn die Ermittlungen mangels Beweisen eingestellt werden. Wer es trotzdem macht, hat nichts übrig für den Rechtsstaat und das Prinzip der Unschuldsvermutung. Und wer es so penetrant macht wie die „Bild“-Redaktion, gibt diese Justizverachtung an die eigene Leserschaft weiter.

Nur ein paar Beispiele:

Screenshot Bild.de - Ex-Leibwächter von Osama bin Laden abgeschoben!
Ausriss Bild-Zeitung - Gericht entscheidet zwölf Stunden nach Abschiebung - Bin Ladens Leibwächter muss zurück nach Deutschland!
Ausriss Bild-Zeitung - Schon wieder grobe Fehler beim Abschieben - Nach Bin Ladens Leibwächter soll erneut ein Asylbewerber nach Deutschland zurückgeholt werden
Screenshot Bild.de - Bin-Laden-Leibwächter Sami A. nach Tunesien gebracht. Jetzt soll er zurück
Ausriss Bild-Zeitung - Abschiebung von Bin Ladens Leibwächter - Wer hat Schuld am Chaos?
Screenshot Bild.de - Abschiebung des Bin-Laden-Leibwächters - Dieser Anwalt will Sami A. nach Deutschland zurückbringen
Screenshot Bild.de - Sami A. ist das Sinnbild für den Abschiebe-Irrsinn - Kein Fall mehr für deutsche Gerichte - Bin Ladens Ex-Leibwächter wurde endlich abgeschoben - Anwältin des Terror-Gefährders: Er muss mit Visum zurück

„Bild“ veröffentlichte auch eine Art Interview mit Sami A. „Bild“-Reporter Paul Ronzheimer hatte dem Anwalt des Tunesiers Fragen mitgegeben. Sami A. antwortete unter anderen:

„Ich war nie Leibwächter von Osama bin Laden, das ist völlig frei erfunden. Ich war in Saudi-Arabien, Pakistan und Iran in meinem Leben, aber nie in Afghanistan. Auch hier in Tunesien wissen alle, dass diese Vorwürfe einfach nicht stimmen.“

Dass es doch so war, dass die „Bild“-Berichterstattung der vergangenen Wochen und Monate also nicht in einem wichtigen Punkt falsch war — dazu liefern „Bild“ und Ronzheimer nicht einen Beweis.

Ende Juli gab es dann gleich zwei größere Überraschungen: Sami A. wurde in Tunesien aus der Haft entlassen, und Bild.de schrieb auf einmal:

Screenshot Bild.de - Breaking News - Mutmaßlicher von Osama bin Laden: Sami A. in Tunesien vorläufig wieder frei

Das Wort „mutmaßlicher“ war aber wohl doch nur ein Ausrutscher. Kurz darauf ging es bei „Bild“ und Bild.de mit der gewohnten Missachtung der Unschuldsvermutung weiter.

„Bild“-Ombudsmann verlängert DDR um 25 Prozent

Ernst Elitz ist gnadenlos:

Screenshot Bild.de - Der Bild-Ombudsmann - Eile ist keine Entschuldigung

Viele Fehler seien „der Eile geschuldet“, schreibt der Ombudsmann in seinem neuesten Text in der „Bild“-Zeitung und bei Bild.de. Dann stünde in einem Artikel „das“, wo eigentlich „dass“ stehen müsste, oder „Teater“ statt „Theater“, „was großgeschrieben gehört, wird kleingeschrieben oder umgekehrt“. Doch:

Doch Eile entschuldigt nichts. „Die Ausrede ‚Fehler passieren überall‘ würde ich bei BILD nicht gelten lassen“, meint Leser Heinfried Knigge. Und er hat recht!

Ein Medium wie BILD, das täglich Millionen Leser erreicht, darf Schnelligkeit nicht vor Sorgfalt setzen. Nur wer beides liefert, liefert Qualität.

Um diese „Qualität“ endlich mal herzustellen zu sichern, ist jetzt ja auch Elitz da:

Ich gehe jedem Fall nach. Erkenne ich Fehler, verlange ich Korrekturen. Wenn nicht sorgfältig gearbeitet wurde, übe ich intern oder in meiner Kolumne Kritik an der Arbeit der Redaktion.

Ernst Elitz wacht aber nicht nur über die „Bild“-Medien, er schreibt selbst auch noch für sie (und sieht offenbar kein Problem in seiner Doppelrolle als Redaktions-Wachhund einerseits und Redaktions-Mitglied andererseits). Erst gestern, am selben Tag also, an dem auch seine Ombudsmann-Kolumne veröffentlicht wurde, erschien eine TV-Kritik von Elitz über den Sonntagstalk bei „Anne Will“:

Erst fünfzig Jahre SED-Diktatur, und dann sitzen „in den Chefetagen alles Menschen aus Westdeutschland. Was wäre denn in Bayern los, wenn achtzig Prozent der Führungseliten aus Schleswig-Holstein kommen?“

„Fünfzig Jahre“? Wurde die DDR bereits 1939 (statt 1949) gegründet? Oder fand die deutsche Wiedervereinigung erst im Jahr 2000 (statt 1990) statt? Ernst Elitz schafft es, „fünfzig Jahre SED-Diktatur“ in rund 40 Jahre DDR zu packen.

Dieser Fehler mag in Eile passiert sein. „Doch Eile entschuldigt nichts.“

Mehr über den „Bild“-Ombudsmann:

Mit Dank an Lukas H. für den Hinweis!

Nachtrag, 3. November: Unser Leser Bernhard K. weist darauf hin, dass in der Sendung, die Elitz rezensiert, laut „Berliner Kurier“ Theo Waigel von „50 Jahren Kommunismus“ gesprochen hat. Ernst Elitz hat sich diesen Klops dann wohl einfach zueigen gemacht.

Erster Arbeitstag von „Bild“-Ombudsmann Ernst Elitz

Der BILD-Ombudsmann - BILD hat einen Fehler gemacht

Ja, doch, das steht da tatsächlich. Wir dachten auch zuerst an einen Witz, an irgendeinen Trick. Aber offenbar hat „Bild“-Ombudsmann Ernst Elitz, nach etwas mehr als 100 Tagen im Amt, die Idee gehabt, wie ein Ombudsmann zu arbeiten.

Bisher schien Elitz‘ Leitsatz stets gewesen zu sein: „Die Redaktion hat alles richtig gemacht“. Doch jetzt hat sich die „Bild“-Zeitung etwas geleistet, das nicht mal Chef-Verteidiger Obumdsmann Elitz geradebiegen kann: Am vergangenen Freitag dankte die Regionalausgabe aus Frankfurt am Main auf einer Doppelseite allen Polizisten der Stadt, die in den vergangenen 150 Jahren im Einsatz waren — explizit auch dem früheren Polizeipräsidenten Adolf Beckerle, einem überzeugten Nazi. Beckerle soll maßgeblich an der Deportation und Ermordung von etwa 11.000 Juden beteiligt gewesen sein. Wir berichteten hier im BILDblog am Dienstag über den Fall.

Ernst Elitz hat sich nun informiert, wie der Dank an Beckerle zustande kam:

Ich habe untersucht, wie es zu dem Bericht kommen konnte. Ergebnis:

Die Redaktion hat auf eigene Recherchen verzichtet und sich allein auf eine von der Polizei vorbereitete Festschrift gestützt, die keine kritischen Anmerkungen zum Fall Beckerle enthielt. Der Verzicht auf eigene Recherche ist ein Verstoß gegen klassische journalistische Standards.

In der Redaktion haben die Verantwortlichen weder den Verzicht auf Eigenrecherche noch den Mangel an historischer Einordnung erkannt und die Veröffentlichung in dieser kritikwürdigen Form zugelassen.

Einfach mal auf Recherche verzichten, blind das PR-Material der Polizei abschreiben, bei der Jahreszahl 1933 nicht stutzig werden — kann natürlich mal passieren.

Damit das alles nicht wieder vorkommt, zählt Elitz noch mal „die Grundlagen professioneller journalistischer Arbeit“ auf:

Dieser Fall gibt Anlass darauf hinzuweisen, dass Eigenrecherche, Überprüfung der Quellen und verantwortungsvolle Kontrolle die Grundlage professioneller journalistischer Arbeit sind. In diesem Fall wurde gegen diese Regeln verstoßen.

Da können wir dann auch nur noch zustimmen.

Mehr über den „Bild“-Ombudsmann:

Mit Dank an @AndyOSW und @SidneyGennies für die Hinweise!

100 Tage „Bild“-Ombudsmann: Die Redaktion hat alles richtig gemacht

Schampus raus, es gibt was zu feiern!

Am 22. Februar machten „Bild“-Chefredakteurin Tanit Koch und „Bild“-Chefchef Julian Reichelt den früheren Intendanten des „Deutschlandradios“ Ernst Elitz zum „Bild“-Ombudsmann.

Und seitdem?

Die Festschrift, die heute in der „Bild“-Zeitung und gestern Abend bereits bei Bild.de erschienen ist, bietet leider kein brauchbares 100-Tage-Resümee. Stattdessen hat der Jubilar selbst ein tolles Geschenk mitgebracht:

Viele Leser wünschen sich mehr Möglichkeiten, ihre Meinung zu äußern. Da in der Zeitung der Platz für Leserbriefe begrenzt ist, habe ich die Chefredaktion gebeten, zusätzlich Leserbriefe bei BILD.de zu veröffentlichen. Das klappt: Sie finden mehr Leserbriefe ab heute unter http://www.bild.de/ombudsmann

Mit dem Elitz als Ombudsmann — da bewegt sich richtig was bei „Bild“. Und so werden jetzt endlich auch solche Leserbriefe veröffentlicht:

Zu: Kann die weg? Oder brauchen wir die Ein-Cent-Münze noch?

Im Portemonnaie nerven sie. Aber abschaffen würde ich diese nicht. Ich lege die Ein-Cent-Stücke immer beiseite und bringe sie zweimal im Jahr zur Bank.
[anonym]

Oder diese zwei fundierten Debattenbeiträge:

Zum Kommentar: Letzte Chance für die SPD

Die SPD kommt noch aus den Puschen!
Wolfgang J[.]

Die SPD ist wie 1860 München. Schnell geht es abwärts.
Klaus Guido S[.]

Doch zurück zur 100-Tage-Bilanz von Ernst Elitz. Tanit Koch und Julian Reichelt schrieben im Februar an ihre Leserinnen und Leser: „Wir wollen, dass Sie bei uns Gehör finden, wenn Sie sich über uns ärgern oder etwas falsch dargestellt sehen. Wir wollen, dass Sie unseren Fakten nicht nur vertrauen, sondern sie transparent nachvollziehen können. Wir wollen von Ihnen hören, wenn Sie meinen, einen Fehler entdeckt zu haben.“

Hat das geklappt? Hat die Leserschaft Gehör gefunden? Hat der Ombudsmann die kritischen Fragen, die ihn erreicht haben, ernstgenommen?

Hier eine Auswahl von Ernst Elitz‘ Urteilen zur „Bild“-Berichterstattung:













Der „Bild“-Ombudsmann ist ein schlechter Witz.

Elitz schreibt, ihn erreichen 150 Briefe von Leserinnen und Lesern pro Woche. 100 Tage ist er im Amt, also etwas mehr als 14 Wochen. Bei über 2000 Leserhinweisen hat er es nicht hinbekommen, irgendetwas rauszufischen, das wenigstens den Anschein eines Fehlers oder Verstoßes durch die „Bild“-Redaktion besitzt. Die heftigste Kritik äußerte der Ombudsmann, als „Bild“ nach dem Champions-League-Viertelfinale aus Fußballer Cristiano Ronaldo „der verfluchte Cristiano Ronaldo“ machte:

Das „verflucht“, als Ronaldo die Bayern aus dem Halbfinale schoss, war in der Redaktion selbst umstritten. Ich bin bei denen, die diese Wortwahl nicht für angemessen halten. Bitte fair nicht nur auf dem Rasen, sondern auch beim Spiel mit Worten!

Hui!

Dabei hätte es in den vergangenen 100 Tagen zahlreiche kritische Texte vom Ombudsmann geben können, wenn Ernst Elitz seiner Aufgabe ernsthaft nachgegangen wäre, und wenn „Bild“ ein ehrliches Interesse daran hätte. Elitz hätte beispielsweise darüber schreiben können, wieso die Redaktion Fotos von Jugendlichen verbreitet, die seit dem Attentat in Manchester verschwunden sein sollen, obwohl sie zum Zeitpunkt der Tat gar nicht in der Stadt waren. Oder ob er es für richtig hält, dass Bild.de findet, „Mädels“ sollten ihrem Sexpartner „den Gefallen“ tun, das Kondom mit dem Mund überzuziehen. Oder wie Bild.de darauf kommt, dass es für den Verdächtigen beim Anschlag auf den BVB um Millionen von Euro ging. Warum Bild.de auf einen Witz aus Island reinfällt. Wieso die „Bild“-Medien über die Figur eines Angeklagten witzeln, obwohl dessen Körpergewicht nichts mit dem Fall zu tun hat. Warum „Bild“ eine falsche Ursache zum Tod eines 14-Jährigen in Umlauf bringt. Ob er es gut findet, dass Bild.de die Beleidigung „Mongo“ auf der Startseite verbreitet. Ob er es für angemessen hält, Fußballer als „Flaschen“ zu bezeichnen. Wieso Bild.de auf eine gestellte Hoverboard-Explosion reinfällt. Wie Bild.de und „Bild am Sonntag“ auf ihre falsche Ein-Sekunden-Theorie beim Bombenattentat auf den BVB kamen. Ob Norbert Körzdörfers Aussage tatsächlich so rassistisch ist, wie man sie verstehen kann. Oder warum Bild.de und „Bild am Sonntag“ falsche Informationen über eine Frau, die im Koma liegt, veröffentlichen.

Über all das hätte Ernst Elitz in den vergangenen 100 Tagen schreiben können. Stattdessen hat er die „Bild“-Medien lieber gelobt.

Mehr über den „Bild“-Ombudsmann:

Geld verdienen mit dem Tod junger Menschen

Es ist ein großes Glück, dass in der Redaktion der „Bild“-Zeitung so viele feinfühlige Eltern sitzen. Andernfalls hätte die Berichterstattung des Boulevardblatts über den Anschlag in Manchester nämlich ganz anders ausgesehen.

Das ist jedenfalls der logische Rückschluss aus dem, was „Bild“-Ombudsmann Ernst Elitz in der Samstag-Ausgabe schrieb:

In dieser Woche erreichten mich mehrere Zuschriften von Lesern, die meinten, man hätte darauf verzichten sollen, die Fotos der Opfer von Manchester zu zeigen. (…)

Viele Mitarbeiter haben Kinder im Alter der Ermordeten. Und so wurde die Auswahl der Fotos eben nicht nur von Journalisten getroffen, sondern von Müttern und Vätern, die sich fragten: Würde ich mein Kind so zeigen, wenn meine eigene Familie von diesem Grauen betroffen wäre? (…)

Die Auswahl eines jeden Fotos war eine Gewissensentscheidung. Ich finde, das Gewissen der Mütter und Väter in der Redaktion hat bei der Auswahl der Fotos aus Manchester richtig entschieden.

Kurzum, das übliche ElitzUrteil: „Bild“ hat’s richtig gemacht.

Und das dank der „Mütter und Väter in der Redaktion“. Die sollen sich also gefragt haben: „Würde ich mein Kind so zeigen, wenn meine eigene Familie von diesem Grauen betroffen wäre?“ Nun orientiert sich das Persönlichkeitsrecht und das Recht am eigenen Bild und auch der Pressekodex in der Regel nicht an einer hypothetischen Entscheidung des durchschnittlichen „Bild“-Redakteurs. Die richtigere Frage wäre wohl gewesen: „Wollen die Eltern, dass ihr Kind so gezeigt wird?“ Und diese Frage hätten die „Bild“-Mitarbeiter am besten nicht sich selbst gestellt, sondern den betroffenen Eltern.

Haben sie aber nicht gemacht und sich stattdessen entschieden, „Fotos aus den glücklichen Tagen der ermordeten Kinder zu zeigen“. Ernst Elitz verkauft diese Entscheidung beinahe als Wohltat:

BILD entschied auch, Fotos aus den glücklichen Tagen der ermordeten Kinder zu zeigen, damit sie uns mit ihrem Lächeln, ihrer Hoffnung, ihrer Schönheit in Erinnerung bleiben. Als ein Zeugnis der Liebe, das uns von den Terroristen unterscheidet.

Halten wir also schon mal fest: Sollten die Kinder der „Bild“-Mitarbeiter jemals in ein derartiges Unglück geraten — was hoffentlich niemals geschehen wird! –, kann man ohne Bedenken ihre Facebook- und Instagram-Seiten plündern und die dort zu sehenden Fotos ins Internet stellen, Bezahl-Artikel mit ihnen füllen, sie hunderttausendfach drucken. Schließlich haben die „Mütter und Väter in der Redaktion“ die Frage „Würde ich mein Kind so zeigen, wenn meine eigene Familie von diesem Grauen betroffen wäre?“ mit einem kräftigen „Ja!“ beantwortet. Sie haben dabei auf Collagen zurückgegriffen, auf denen Personen zu sehen waren, die zur Zeit des Anschlags nicht mal in Großbritannien waren. Sie haben einen Text über die 18-jährige Georgina veröffentlicht, Titel: „Ausgelöscht!“, der fast ausschließlich aus Postings des Mädchens in verschiedenen Sozialen Netzwerken besteht. Um ihn lesen zu können, braucht man ein „Bild plus“-Abo. Es soll bei solchen Artikeln also darum gehen, ein kleines Denkmal für dieses Mädchen zu errichten, ein „Zeugnis der Liebe“, wie Ernst Elitz schreibt? Nein, es geht ums Geldverdienen mit verstorbenen jungen Menschen.

Die „Bild“-Eltern haben sich auch dazu entschlossen, verletzte Kinder und Jugendliche zu zeigen, die nach dem Anschlag schockiert und verwirrt und voller Panik durch Manchester laufen. Immerhin — das stellt auch Elitz heraus („Die Redaktion entschied dabei sehr bedacht, machte die Gesichter der flüchtenden Kindern unkenntlich.“) — haben sie dabei nicht jedes, aber viele der Gesichter verpixelt.

Fast alle dieser Fotos, die die feinfühligen Mütter und Väter aus der „Bild“-Redaktion unkenntlich gemacht haben, sind auch bei Bild.de erschienen. Dort allerdings bis heute ohne irgendeine Verpixelung. Auch das wäre eine Erkenntnis aus Ernst Elitz‘ Verteidigungsschrift: Bei Bild.de arbeiten offenbar nur Kinderlose ohne Gewissen.

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