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Ziemlich bester Feind, Döpfners Erben, Schon wieder Funke

1. Ziemlich bester Feind
(epd.de, Volker Lilienthal)
Die “Bild”-Medien berichten seit längerer Zeit besonders kritisch über ARD und ZDF. Was steckt dahinter? Volker Lilienthal hat für “epd Medien” aufgeschrieben, was von den Vorwürfen zu halten ist. Erkennbar sei “eine politische Tendenz mit boulevardesker Aufmachung”. Wenn die Boulevardredaktion über den öffentlich-rechtlichen Rundfunk berichtet, “werden die Fakten meist selektiv ausgewählt und die Belastungszeugen passend zum schon feststehenden Urteil ausgewählt”, so Lilienthal.

2. Abermals Schumacher auf einem Illustrierten-Cover der Funke-Gruppe
(spiegel.de)
Erst vor wenigen Tagen wurde die Chefredakteurin eines Regenbogenblattes der Funke-Mediengruppe wegen eines erfundenen Michael-Schumacher-Interviews entlassen (siehe die “6 vor 9” von vorgestern), da macht eine andere Funke-Illustrierte ebenfalls mit dem vor einigen Jahren beim Skifahren verunglückten Michael Schumacher auf dem Titelblatt auf und phantasiert einen “Glücks-Jubel” herbei. Die Wahl des Titels habe in der Medienbranche Verwunderung bis Empörung ausgelöst.

3. Döpfners Erben
(taz.de, Klaus Wolschner)
Der Bundesverband Digitalpubli­sher und Zeitungsverleger hat eine neue Spitze. Auf den langjährigen Präsidenten Mathias Döpfner, der nicht mehr kandidierte, folgen Matthias Ditzen-Blanke, Verleger der Bremerhavener “Nordsee-Zeitung”, und Stefan Hilscher, der unter anderem “Die Harke” in der Grafschaft Hoya herausgibt.

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4. Facebook und Twitter müssen illegale Inhalte schneller entfernen
(zeit.de)
Mit dem sogenannten Digital Services Act will die EU-Kommission die Bürgerinnen und Bürger vor schädlichen Inhalten im Internet schützen. Insgesamt 19 Dienste wurden als “sehr große Online-Plattformen” beziehungsweise “sehr große Online-Suchmaschinen” eingestuft, die in der EU künftig besonders entschieden gegen illegale Inhalte auf ihrer jeweiligen Plattform vorgehen müssen. Dazu gehören nicht nur Netzwerke wie Twitter, Facebook, TikTok und mehrere Google-Dienste, sondern auch Zalando, Wikipedia, Booking.com, der Amazon Marketplace und der App-Store von Apple.

5. Wer braucht jetzt noch einen Podcast?
(journalist.de, Ingo Notthoff)
Das Medium Podcast hat in den vergangenen Jahren einen bemerkenswerten Aufschwung erlebt. Ingo Notthoff, “lange Jahre Journalist und Kommunikator”, glaubt an weiteres Wachstum und an weitere Chancen. Im “journalist” gibt er einen Überblick über den Markt und verrät elf Punkte, die man aus seiner Sicht zum Thema Podcast wissen sollte.
Weiterer Lesetipp: Bei “Übermedien” kommentiert Sandro Schröder: Niemand braucht die teuren Laber-Podcasts der Ministerien.

6. Geschichte der US-Medien ist auch eine der Hassprediger
(deutschlandfunk.de, Michael Borgers & Stefan Fries, Audio: 4:37 Minuten)
Am Montag hat der US-Fernsehsender Fox News die Trennung von seinem stramm rechten Starmoderator Tucker Carlson bekanntgegeben. Wer nun glaubt, Fox News wird einen gemäßigteren Kurs einschlagen, könnte sich täuschen: Experten befürchten, dass Carlsons Nachfolger noch schlimmer wird.

Springer verklagt Reichelt, Tote bekommen blaue Haken, Honorare

1. Boys Club – Macht & Missbrauch bei Axel Springer
(spotify.com, Spotify & TRZ Media, Dritte Folge: 48:12 Minuten, Vierte Folge: 48:02 Minuten)
Wie vergangene Woche in den “6 vor 9” zu lesen war, hat Spotify einen Podcast zum Thema “Macht & Missbrauch bei Axel Springer” gestartet, eine Kooperation zwischen dem Streamingdienst und Jan Böhmermanns Produktionsfirma TRZ Media. In einem ersten Schwung wurden die Folgen 1 und 2 des insgesamt achtteiligen Podcasts veröffentlicht, nun stehen die nächsten beiden zur Verfügung. Transparenzhinweis: Auch wir vom BILDblog haben einige Worte zu den Methoden von “Bild” beigesteuert.
Weiterer Hörtipp: Beim Medienpodcast von BR24 geht es um die vielfältigen Aspekte der Döpfner-Affäre. Linus Lüring spricht mit Knut Cordsen (BR-Literaturkritiker), Annika Sehl (Professorin für Journalistik an der Uni Eichstätt-Ingolstadt), Georg Streiter (früherer Politikchef von “Bild”) und Frank Überall (Vorsitzender des Deutschen Journalisten-Verbandes) (br.de, 27:11 Minuten).
Und noch ein Lesetipp: “Übermedien” hat einen lesenswerten Beitrag von Stefan Niggemeier von der Bezahlschranke befreit: “Auf Geisterbahnfahrt durch die Gedankenwelt von Mathias Döpfner”.

2. Axel Springer verklagt Ex-“Bild”-Chefredakteur Julian Reichelt
(dwdl.de, Timo Niemeier)
Unter Berufung auf eine Meldung des “Spiegel” (nur mit Abo lesbar) berichtet “DWDL” über eine Klage des Axel-Springer-Verlags gegen einen ehemaligen leitenden Angestellten, den früheren “Bild”-Chefredakteur Julian Reichelt. Springer fordert demnach die an Reichelt gezahlte Abfindung in siebenstelliger Höhe zurück und verlangt darüber hinaus eine Vertragsstrafe.

3. Oberauer & Freischreiber schaffen größte Honorardatenbank
(freischreiber.de)
Freischreiber, die Interessenvertretung freier Journalistinnen und Journalisten, und der Medienfachverlag Oberauer wollen gemeinsam “die umfassendste Datenbank für Honorare und Gehälter in der deutschsprachigen Medienbranche” aufbauen. Dabei handele es sich um ein Mitmachprojekt, dessen Ergebnisse man frei zur Verfügung stelle.

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4. Tote bekommen blaue Häkchen, Lebende wollen sie nicht mehr
(spiegel.de)
Kürzlich hat Twitter die blauen Haken von Accounts entfernt, die zuvor verifiziert waren, um sie zum Abschluss einer kostenpflichtigen Mitgliedschaft zu bewegen. Nun taucht der blaue Haken aber wieder bei vielen Accounts prominenter Nutzerinnen und Nutzer auf, die versichern, den Dienst nicht abonniert zu haben. Besonders makaber: Der blaue Haken wurde auch an die Profile einiger bereits verstorbener Persönlichkeiten geheftet.
Weiterer Lesehinweis: Die “taz” hat auf Twitter einen Sammelthread erstellt: “Kaum jemand will mehr einen blauen Haken auf Twitter haben, nichtmal geschenkt. Promis dementieren, gezahlt zu haben, versuchen ihn wieder loszuwerden. User*innen blockieren”.
Und noch ein Lesetipp: Für “Zeit Online” hat Johannes Franzen ein erhellendes und unterhaltsames Essay über den Geniemythos bei Medienfiguren wie Elon Musk verfasst.

5. CDU-Medienpolitiker Liminski sieht Sender in der Pflicht
(deutschlandfunk.de, Michael Borgers & Anh Tran, Audio: 10:17 Minuten)
Der Deutschlandfunk hat sich mit dem CDU-Medienpolitiker Nathanael Liminski über die Höhe des Rundfunkbeitrags unterhalten. Aus Sicht von Liminski müsse dieser “möglichst stabil” bleiben, aber was bedeutet das konkret? Und wo genau sollen die Sender sparen?

6. Tucker Carlson verlässt Fox News
(faz.net)
Der US-Fernsehsender “Fox News” hat den stramm rechten und paläokonservativen Moderator Tucker Carlson gefeuert. Carlson war in der Vergangenheit immer wieder durch rassistische Äußerungen, die Verbreitung von Verschwörungsmythen und offensichtliche Falschbehauptungen aufgefallen. Sein überraschendes Aus bei “Fox News” ist möglicherweise auf eine von ihm verbreitete Lügengeschichte zurückzuführen, die seinen bisherigen Sender mehr als 700 Millionen US-Dollar gekostet hat.

Frontzugang gefordert, Grenzen der Wirtschaftlichkeit, “Officer Denny”

1. Frontzugang gefordert
(djv.de, Hendrik Zörner)
Der Deutsche Journalisten-Verband fordert sowohl Russland als auch die Ukraine auf, Kriegsberichterstattern den Zugang zu den Frontgebieten zu ermöglichen: “Die Auswirkungen dieses furchtbaren Kriegs auf die ganze Welt sind in allen Ländern spürbar. Da sind unabhängige und ungefilterte Berichte über das Geschehen an der Front unverzichtbar für Information und Meinungsbildung der Menschen.”

2. In diesem Buch könnte alles stehen!
(uebermedien.de, Stefan Niggemeier)
Heute erscheint “Noch wach?”, der neue Roman von Benjamin von Stuckrad-Barre, über den im Vorfeld allerlei Andeutungen zu lesen waren: Ist es ein Enthüllungsroman, der uns einen literarischen Zugang zur Innenwelt des Springer-Konzerns verschafft? Niemand weiß es, aber alle spekulieren munter drauf los. Stefan Niggemeier hat sich angeschaut, wie das Buch in den Medien ankommt – noch bevor jemand weiß, was wirklich drin steht.
Weiterer Lesehinweis: Was auch immer in Stuckrad-Barres Buch (verklausuliert) über den Springer-Verlag zu lesen sein mag, Hanna Lakomy (Pseudonym: Salomé Balthus) hat ihre ganz eigenen Erfahrungen mit Springers “Boys-Club” gemacht. Der “Welt”-Kolumnist Don Alphonso, zeitweilig so etwas wie Lakomys Mentor bei der “Welt”, habe ihr schriftlich sexuelle Avancen gemacht und ein zweifelhaftes Angebot unterbreitet: “Seine Drohung: Wenn ich da nicht mitmache, nimmt mich nie wieder eine andere Zeitung. Er sei meine einzige Chance, ob ich das nicht einsähe?” (berliner-zeitung.de)

3. Grenzen der Wirtschaftlichkeit
(faz.net)
Rund ein Drittel der Zeitschriften in Deutschland sei durch die hohen Energie- und Papierpreise in der Existenz bedroht, so der Geschäftsführer des Zeitschriftenverbandes MVFP, Philipp Welte. Er appellierte an die Bundesregierung, eine “diskriminierungsfreie Förderung” zu gewährleisten, um die Vielfalt und Freiheit der Presse zu erhalten. Eine Trendumfrage zeige, dass 84 Prozent der teilnehmenden Medienunternehmen eine Förderung von Zeitschriften für notwendig erachten.

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4. Online-Magazin «Republik» entlässt acht Angestellte
(srf.ch)
Das Schweizer Online-Magazin “Republik” entlässt acht Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, außerdem treten der gesamte Verwaltungsrat und der Vorstand zurück, da die geplante Expansionsstrategie gescheitert sei. Das Magazin hatte in einen Ausbau investiert, doch die neu geschaffenen Angebote brachten nicht den erhofften Zuwachs an Abonnentinnen und Abonnenten. “Republik” plant nun, das Budget zu reduzieren und sich aufs Kerngeschäft, das Publizieren, zu konzentrieren.

5. Hollywood droht ein Autoren-Streik
(sueddeutsche.de)
Die Mitglieder der Writers Guild of America, der Gewerkschaft der Drehbuchautoren und -autorinnen in den USA, haben mit einer überwältigenden Mehrheit von fast 98 Prozent für einen Streik gestimmt, falls die laufenden Tarifverhandlungen mit den Film- und Fernsehproduzenten bis zum 1. Mai zu keinem Ergebnis führen. Mehr als 9.200 Mitglieder – das sind fast 80 Prozent der stimmberechtigten Autorinnen und Autoren – nahmen an der Urabstimmung teil, eine Rekordbeteiligung. Die Forderungen der Gewerkschaft umfassen unter anderem Gehaltserhöhungen, bessere Arbeitsbedingungen und höhere Zuschüsse zur Kranken- und Altersvorsorge.

6. Berliner Polizist darf sich auf TikTok nicht als »Officer Denny« inszenieren
(spiegel.de)
Ein Berliner Polizist mit dem Pseudonym “Officer Denny” darf sich auf TikTok und in anderen Sozialen Medien nicht mehr mit Beiträgen mit polizeilichem Bezug präsentieren. Das Land Berlin hatte dem Polizisten sämtliche Internetbeiträge mit dienstlichem Zusammenhang untersagt, das Oberverwaltungsgericht für Berlin und Brandenburg bestätigte diese Entscheidung nach einer Beschwerde des Beamten. Das Gericht entschied, dass es sich bei den Social-Media-Aktivitäten des Polizisten um eine Nebentätigkeit handele, die dienstliche Interessen beeinträchtige und daher untersagt werden dürfe.

Accountsperren gegen Hass, Baerbocks China-Reise, Assange

1. Mit Accountsperren gegen Hass im Netz
(tagesschau.de, Kristin Becker)
Kristin Becker berichtet über ein Eckpunktepapier der Bundesregierung, das Maßnahmen zur Bekämpfung digitaler Gewalt vorschlägt. Verschiedene Themen würden darin angesprochen, darunter die Verbesserung des Schutzes vor Hass und Hetze im Internet, die Stärkung der Opferrechte und die Regulierung Sozialer Medien.

2. “Julian kämpft ums Überleben”
(taz.de, Rob Savelberg)
Die “taz” spricht mit Stella Assange, Ehefrau und Anwältin des inhaftierten Wikileaks-Gründers Julian Assange. In dem Interview schildert sie unter anderem die katastrophalen Haftbedingungen in einer winzigen Zelle: “Er muss mindestens 20 Stunden pro Tag in der Zelle bleiben. Besucher dürfen 75 Minuten bleiben. Die Häftlinge dürfen höchstens eine Stunde lang nach draußen. Dann muss er sich Essen holen und es in der Zelle alleine essen. Alle paar Tage darf er duschen. (…) Einmal in vier Jahren durfte er ins Fitnessstudio gehen. Und einmal zum Fußballspielen, als der Minister zu Besuch kam.”

3. Hilfe für Journalist:innen in Gefahr
(fachjournalist.de, Gunter Becker)
Im “Fachjournalist” stellt Gunter Becker die Hannah-Arendt-Initiative vor. Das staatlich geförderte Netzwerk zivilgesellschaftlicher Organisationen wurde gegründet, um bedrohte Medienschaffende im Ausland und im Exil zu schützen und zu unterstützen. In dem Beitrag berichten Vertreter der an der Initiative beteiligten NGOs mit Fokus auf Belarus, Ukraine, Russland und Afghanistan, wer die Unterstützungsangebote in Anspruch nehmen kann und wie diese vermittelt werden.

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4. Twitter-Belegschaft auf 1.500 Angestellte geschrumpft
(zeit.de)
“Zeit Online” berichtet, dass Twitter-Chef Elon Musk über 6.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entlassen habe. Etwa 1.500 Angestellte umfasse die Belegschaft derzeit noch, vor Musks Übernahme waren es mehr als 8.000. So habe er es jedenfalls in einem BBC-Interview gesagt. Was Musk der BBC sonst noch erzählt hat, kann man beim “Spiegel” nachlesen: Twitter hat einen neuen Namen und laut Elon Musk angeblich einen neuen Chef (spiegel.de).

5. Muss man wieder alles selber machen
(freischreiber.de)
Im April-Newsletter des Berufsverbands freier Journalistinnen und Journalisten Freischreiber werden wichtige Entwicklungen in der Medienlandschaft zusammengefasst, Fortbildungen, Stipendien und Preise vorgestellt und kommende Veranstaltungen angekündigt.

6. Freilassung von Journalisten fordern
(reporter-ohne-grenzen.de)
Anlässlich der China-Reise von Annalena Baerbock appelliert Reporter ohne Grenzen an die Außenministerin, sich für die Freilassung der mehr als 100 inhaftierten Journalistinnen und Journalisten einzusetzen: “Die Lage der Pressefreiheit in China ist so katastrophal, dass die Außenministerin ihr einen zentralen Platz in den Gesprächen vor Ort einräumen muss.”

Mit Tätern sprechen?, Front-Verbot in der Ukraine, Auf1 und das Klima

1. 3,4 Millionen Deutsche waren noch nie im Internet
(spiegel.de)
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes nutzen knapp sechs Prozent der 16- bis 74-Jährigen in Deutschland das Internet nicht. Am größten sei der Anteil der sogenannten Offliner in der Gruppe der 65- bis 74-Jährigen. Insgesamt liege Deutschland damit knapp unter dem EU-Durchschnitt.

2. Mit Tätern sprechen
(journalist.de, Malte Herwig)
Malte Herwig ist Journalist, Buchautor und Podcast-Host von Produktionen wie “Faking Hitler” und “Jack”, ein Podcast über den österreichischen Serienmörder Jack Unterweger. Für sein aktuelles Podcast-Projekt interviewt Herwig Frauenmörder, Serienkiller und NS-Verbrecher. Das wirft verschiedene, auch ethisch-moralische Fragen auf, denen er in seinem Gastbeitrag nachzugehen versucht.

3. Front-Verbot für Medienschaffende
(reporter-ohne-grenzen.de)
Die Ukraine hat zahlreiche Städte und Dörfer an der Front im Osten des Landes für Medienschaffende gesperrt. Reporter ohne Grenzen ist damit nicht einverstanden: “Wir halten die neuen Regeln für übertrieben”, so Geschäftsführer Christian Mihr: “Sie machen die Berichterstattung von der Front praktisch unmöglich.” Die ukrainische Regierung müsse sicherstellen, dass Journalistinnen und Journalisten weiterhin aus erster Hand über den russischen Krieg gegen die Ukraine berichten können.

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4. Auf1 verbreitet mehrere falsche Behauptungen zum Klimawandel
(correctiv.org, Paulina Thom)
Der österreichische Fernsehsender Auf1 verbreitet in einem Video sieben Behauptungen über den Klimawandel, die sich einem Faktencheck durch “Correctiv” zufolge als falsch erwiesen hätten und dem Stand der Wissenschaft widersprächen: “Fünf der Hauptbehauptungen im Video sind größtenteils falsch, zwei Behauptungen fehlt relevanter Kontext. An einigen Stellen im Video werden aus richtigen Aussagen falsche Schlüsse gezogen.”

5. Was die neuen EU-Regeln für die Wikipedia bedeuten
(netzpolitik.org, Anna Biselli)
Das Digitale-Dienste-Gesetz bringt neue Regeln für Online-Plattformen, die sich auch auf Wikipedia auswirken werden. netzpolitik.org hat mit Dimitar Dimitrov von Wikimedia in Brüssel darüber gesprochen, was das neue Regelwerk für die Online-Enzyklopädie bedeutet, und wo es noch Herausforderungen gibt.

6. Eine künstliche Blondine spricht Nachrichten für Kuwait
(faz.net)
Die “Kuwait News” wollen ihre Nachrichten künftig von “Fedha” vorlesen lassen, einer virtuellen Sprecherin, die mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz geschaffen worden sei. Die Website, die zur englischsprachigen Zeitung “Kuwait Times” gehört, teste zurzeit das Potential von Künstlicher Intelligenz, um “neue und innovative Inhalte” zu liefern, so der stellvertretende Chefredakteur.

KI aber fair!, Momente der Wahrheit, Bußgeldverfahren gegen Twitter

1. Im Bündnis mit 15 Organisationen fordert die dju “KI aber fair!”
(dju.verdi.de)
Gemeinsam mit 15 Kultur- und Kreativverbänden hat die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) ein Positionspapier (PDF) zum Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI) unterzeichnet. Die Verbände aus den Bereichen Text, Lektorat, Journalismus, Grafik, Illustration, Fotografie und Kunst fordern darin einen besseren Schutz ihrer kreativen Werke vor unberechtigter Nutzung, eine Stärkung des Urheberrechts und eine Vergütung für die Nutzung ihrer Werke: “Unsere schöpferischen Leistungen nutzen viele KI-Entwickler wie selbstverständlich zum Training ihrer Anwendungen. Diese Selbstbedienungsmentalität zulasten unserer Branche ist nicht akzeptabel”, so die Initiatoren von “KI aber fair!.
Weiterer Lesehinweis: Kanada ermittelt gegen Unternehmen hinter ChatGPT: “Der kanadische Datenschutzbeauftragte untersucht, ob OpenAI unerlaubt persönliche Daten sammelt. Auch US-Präsident Joe Biden fordert, dass KI-Produkte sicher sein müssen.”

2. “Ich möchte Momente der Wahrheit finden”
(journalist.de, Jan Freitag)
Khesrau Behroz hat bereits einige bemerkenswerte Podcasts produziert, darunter Cui Bono – WTF happened to Ken Jebsen?, Wer hat Angst vorm Drachenlord? und Noise. Was ihn antreibt, wie viel Aufwand er und sein Team betreiben, und warum er mit reinen Gesprächspodcasts mehr verdienen würde, verrät Behroz im gut geführten und lesenswerten Interview mit dem “journalist”.

3. Gefängnisleitung verwehrt RSF Assange-Besuch
(reporter-ohne-grenzen.de)
Reporter ohne Grenzen protestiert gegen die Entscheidung der Londoner Gefängnisverwaltung, der Organisation das Recht zu verweigern, den dort inhaftierten Julian Assange zu besuchen: “Wir sind zutiefst enttäuscht über die willkürliche Entscheidung der Gefängnisverwaltung, uns den Besuch bei Julian Assange zu verwehren, obwohl wir alle Regeln befolgt haben. Julian Assange hat das Recht, Besucherinnen und Besucher im Gefängnis zu empfangen, und als Pressefreiheitsorganisation sind wir berechtigt, ihn zu besuchen. Wir fordern, dass die Entscheidung aufgehoben wird und wir umgehend Zugang erhalten.”

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4. Bundesamt für Justiz leitet Bußgeldverfahren gegen Twitter ein
(spiegel.de)
Wie Justizminister Marco Buschmann auf Twitter mitteilt, habe sein Ministerium ein Bußgeldverfahren gegen Twitter eingeleitet: “Dem BfJ liegen hinreichend Anhaltspunkte dafür vor, dass Twitter gegen die gesetzliche Pflicht zum Umgang mit Beschwerden über rechtswidrige Inhalte verstoßen hat. Das Internet ist kein rechtsfreier Raum. Plattformen dürfen es nicht einfach hinnehmen, wenn ihre Dienste zur Verbreitung strafbarer Inhalte missbraucht werden.”

5. Springer schließt Druckstandort
(sueddeutsche.de)
Die Axel-Springer-Verlagsgruppe plant die Schließung ihres Druckstandorts Ahrensburg bei Hamburg. Dort drucke man bislang Regional- und Teilauflagen der “Bild”-Zeitung, von “Bild am Sonntag”, “Welt” und “Welt am Sonntag”, aber auch das “Hamburger Abendblatt” sowie Teilauflagen der “Süddeutschen Zeitung”. Von der Schließung des Standorts seien etwa 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betroffen. Die wegfallenden Auflagen wolle man auf andere im Besitz befindliche Druckereien verteilen.

6. Quelle Selbstauskunft: Falsche Opferidentitäten im Netz
(freitag.de, Özge İnan)
Özge İnan nimmt den Fall “Jule Stinkesocke”, eine bislang erfolgreiche, aber offensichtlich gefälschte Twitter-Identität, zum Anlass, ein paar gute Gedanken über unsere Liebe zu fein gesponnenem Seemannsgarn, analogen und digitalen Hochstaplern und erfundenen Opferidentitäten zu entwickeln.

Wird’s knapp für Kurz?, Gefährlicher Präzedenzfall, Kalkofe

1. Für Kurz wird’s knapp
(taz.de, Ralf Leonhard)
Vergangene Woche wurden die Büroräume der österreichischen Boulevardzeitung “Heute” durchsucht. Es soll dabei um den Vorwurf der Bestechung gehen. Für Sebastian Kurz, der wegen des Vorwurfs der Inseratenbestechung Ende 2021 als Bundeskanzler und ÖVP-Chef zurücktreten musste, könnte es nun unangenehm werden, schreibt Ralf Leonhard in der “taz”.

2. Anspielung auf Springer-Chef Döpfner?
(tagesspiegel.de)
Der Schriftsteller Benjamin von Stuckrad-Barre hat auf Instagram ein Video veröffentlicht, in dem rund 70 bekannte Personen den Satz sagen: “Dann müssen sich die Frauen auch nicht wundern”. Möglicherweise eine Aktion mit ernstem Hintergrund: Es wird vermutet, dass Stuckrad-Barres neuer Roman eine Anspielung auf den Sexismus im Springer-Verlag und die Affäre um Ex-“Bild”-Chefredakteur Julian Reichelt ist.

3. Ein gefährlicher Präzedenzfall
(reporter-ohne-grenzen.de)
Der Russland-Korrespondent des “Wall Street Journal”, Evan Gershkovich, ist in Jekaterinburg wegen angeblicher Spionage verhaftet worden. Christian Mihr, Geschäftsführer von Reporter ohne Grenzen, bezeichnet die gegen Gershkovich erhobenen Vorwürfe als “absurd”: “Er ist langjähriger Korrespondent mit großem Renommee und unschuldig. Das Vorgehen gegen ihn zeigt, dass das Regime im Kampf gegen unabhängigen Journalismus keine Grenzen mehr kennt und jedes Mittel nutzt. Gershkovich muss sofort freigelassen werden. Dafür muss die internationale Gemeinschaft Druck auf Russland ausüben.”
Weiterer Lesehinweis: In einem Café im russischen Sankt Petersburg ist ein Sprengsatz detoniert. Dabei kam ein ultranationalistischer Militärblogger ums Leben, 30 weitere Menschen wurden verletzt: Russischer Militärblogger bei Bombenanschlag getötet (t-online.de).

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4. Falschinformations-Tricks – und wie Sie sie durchschauen können
(br.de, Sophie Rohrmeier)
Beim BR befasst sich Sophie Rohrmeier mit dem Thema Falschinformationen und der Frage, wie man sie durchschauen kann. Sie weist darauf hin, dass Falschinformationen oft mit scheinbar logischen Argumenten und manipulativer Sprache verbreitet werden. Der Artikel gibt einige Tipps, wie man Falschinformationen entlarven kann, beispielsweise indem man die Quellen überprüft, die Fakten verifiziert und die Sprache der Argumentation genau analysiert.

5. Exxpress will Täuschung der “Mainstream-Medien” aufgedeckt haben und täuscht sich dabei selbst
(kobuk.at, Andrea Gutschi)
Das österreichische Boulevard-Onlineportal “Exxpress” erhebt schwere Vorwürfe gegen die “Mainstream-Medien” im Zusammenhang mit der Berichterstattung über die Amokfahrt am Kölner Flughafen. Diese hätten die Herkunft des Täters bewusst verschwiegen. Andrea Gutschi erklärt den Fall und hat eine schöne Pointe parat: “Auch der Exxpress hat einen Text über die Amokfahrt veröffentlicht, in dem die Herkunft des Täters unerwähnt bleibt. Wenn nur der Exxpress wüsste, was der Exxpress schreibt …”

6. “Das ZDF war das ProSieben der 70er und frühen 80er Jahre”
(dwdl.de, Thomas Lückerath)
Bei “DWDL” plaudert Thomas Lückerath mit der TV- und Humor-Legende Oliver Kalkofe über 60 Jahre ZDF, 150 Folgen “SchleFaZ” (Abkürzung für Kalkofes satirisches Format die “Schlechtesten Filme aller Zeiten”), überraschende Gemeinsamkeiten und den Wunsch, das “Traumschiff” für die “SchleFaZ” zu bekommen.

KW 13/23: Hör- und Gucktipps zum Wochenende

Hurra, Wochenende – und damit mehr Zeit zum Hören und Sehen! In unserer Wochenendausgabe präsentieren wir Euch eine Auswahl empfehlenswerter Filme und Podcasts mit Medienbezug. Viel Spaß bei Erkenntnisgewinn und Unterhaltung!

***

1. Die Vulkan Files
(zdf.de, Joachim Bartz & Ulrich Stoll, Video: 28:07 Minuten)
Interne Dokumente des russischen IT-Unternehmens NTC Vulkan geben erstmals Einblick in Wladimir Putins Pläne für den digitalen Cyberkrieg. Recherchen von “Spiegel”, “Süddeutscher Zeitung” und weiteren renommierten Medien belegen, wie die Firma seit Jahren mit dem russischen Geheimdienst kooperiert. In Schulungsunterlagen würden mögliche Ziele der Angriffe benannt – etwa die “Lahmlegung von Kontrollsystemen des Schienen-, Luft- und Seeverkehrs” und die “Störung von Funktionen von Energieunternehmen und kritischer Infrastruktur”. Der verlinkte ZDF-Film gibt einen guten Überblick über die “Vulkan Files”.

2. Ramadan medial: mehr Perspektiven bitte
(sueddeutsche.de, Nils Minkmar, Audio: 32:13 Minuten)
In der neuen Folge von “quoted. der medienpodcast” ist Fabian Goldmann zu Gast, Islamwissenschaftler, Journalist und Medienkritiker sowie Betreiber des Blogs “Schantall und Scharia”. In dem Gespräch geht es um die Frage, wie der Islam in Fernsehen, Radio, Zeitungen und Online-Medien dargestellt wird: Wie kommt muslimisches Leben in der Berichterstattung in Deutschland vor? Wo verhindern Klischees und Stereotype eine angemessene Darstellung?

3. Mit Influencer*innen Nachrichtenmuffel erreichen?
(podcast.leibniz-hbi.de, Johanna Sebauer, Audio: 38:54 Minuten)
Influencerinnen und Influencer könnten auch ein nachrichtenfernes Publikum mit politischen Themen erreichen. Das haben Hannah Immler und Lisa Merten in einer Instagram-Studie herausgefunden. Dafür haben sie die 465 einflussreichsten Instagram-Kanäle im deutschsprachigen Raum einen Monat lang beobachtet, die geposteten Inhalte analysiert und das Publikum nach Nachrichtenaffinität kategorisiert.

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4. Psychische Gesundheit und Social Media
(zdf.de, Mai Thi Nguyen-Kim, Video: 28:07 Minuten)
“Depressionen, Zwänge oder ADHS – wer keinen Therapieplatz bekommt, findet häufig Leidensgenossen und eine Community in den sozialen Medien. Aber auch falsche Diagnosen und Scams.” Mai Thi Nguyen-Kim erläutert in ihrer Sendung “MaiThink X”, welche Wechselwirkungen zwischen psychischer Gesundheit und der Nutzung Sozialer Medien bestehen können.

5. Medien, Meteorologie und Anti Bullshit mit Özden Terli
(youtube.com, Patrick Breitenbach & Jens Brodersen, Video: 3:08:54 Stunden)
In der aktuellen Folge des Podcasts “2045 by Design or Disaster” ist der Diplom-Meteorologe und ZDF- Wettermoderator Özden Terli zu Gast, der über Medien, Meteorologie und den Kampf “gegen den alltäglichen Bullshit” spricht (dies tut er übrigens auch meinungsstark und empfehlenswert informativ auf Twitter).

6. Fake Diversity: Ist unser Journalismus wirklich für alle?
(funk.net, Strg_F, Sulaiman Tadmory & Lia Gavi, Video: 29:59 Minuten)
Die öffentlich-rechtlichen Medien wollen sich diverser geben, und wenn man sich die Programm anschaut, scheint dies auch zu gelingen. Doch wie sieht es aus, wenn man durch die Gänge der Sender geht? Die “Strg_F”-Reporter Lia Gavi und Sulaiman Tadmory haben sich gefragt, woran es liegt, dass vor der Kamera alles so anders aussieht als dahinter – oder ob der Eindruck täuscht.

Rettung des Medienjournalismus, Unguter Gütetermin, Leere Bahnhöfe

1. RBB und Betriebsdirektor vor Arbeitsgericht
(tagesspiegel.de, Joachim Huber)
Der RBB-Skandal kostet den öffentlich-rechtlichen Sender nach wie vor viel Zeit und vor allem viel Geld. Beim Arbeitsgericht Berlin gäben sich ehemalige und gekündigte Mitglieder der Geschäftsleitung die Klinke in die Hand, berichtet Joachim Huber. Er erklärt, um welche beträchtlichen Summen es dabei geht, und erörtert die Frage, warum der RBB bei einem Urteil schlechte Karten haben dürfte.

2. Eine Königsdisziplin
(epd.de, Hans-Jürgen Jakobs)
Hans-Jürgen Jakobs war einige Jahre Leiter des Medienressorts der “Süddeutschen Zeitung” und ist nun Senior Editor beim “Handelsblatt”. Beim epd macht er sich Gedanken über die Rettung des Medienjournalismus und fragt: “Inwieweit sind Presse und öffentlich-rechtlicher Rundfunk in der Lage, ein positives Gegenbild zum publizistischen Inferno der vorzugsweise amerikanischen Internetkonzerne abzugeben, oder sind sie in Wahrheit längst deren Zulieferer und Vollstrecker geworden?”

3. Bundesweit die Nachrichten kappen
(taz.de, Shoko Bethke)
Journalismus ist unterbezahlt und wird zu wenig wertgeschätzt, findet Shoko Bethke und überlegt, ob ein Streik helfen könnte: “Medien berichten ständig über Streiks. In der einen Woche ist es das Gesundheitspersonal, in der anderen das deutsche Verkehrswesen. Aber der Journalismus streikt nicht mit, zumindest nicht medienübergreifend und nicht bundesweit. Warum eigentlich nicht?”

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4. Fake News
(podcastfe7a98.podigee.io, Media Lab Bayern, Sabrina Harper, Audio: 32:01)
Die aktuelle Folge des “Media-for-Peace”-Podcasts beschäftigt sich mit dem globalen Problem der “Fake News”. Diese würden gezielt eingesetzt, um Meinungen und Stimmungen in Gesellschaften zu erzeugen, was besonders in Kriegs- und Krisengebieten brisant sei. Darüber sprechen der afghanische Journalist Omid Sobhani, Christoph Neuberger von der Freien Universität Berlin und Lina Timm, Leiterin des Media Lab Bayern.

5. Öffentliche Anhörung als Symbolpolitik?
(whistleblower-net.de)
Gestern fand die zweite öffentliche Anhörung des Rechtsausschusses des Bundestags zum Hinweisgeberschutz und zur Umsetzung der EU-Whistleblowing-Richtlinie statt. Das Whistleblower-Netzwerk ist pessimistisch, dass die von verschiedenen Experten und Interessenvertretern geforderten Änderungen noch umgesetzt werden.

6. “Wirklich etwas für die Geschichtsbücher”
(twitter.com, Übermedien, Boris Rosenkranz, Video: 1:20 Minuten)
Boris Rosenkranz hat in einem kurzen Video zusammengestellt, wie verschiedene Redaktionen ihre besten Leute in die Welt geschickt haben, um packende Bilder und viel Gerede über das große Nichts leerer Bahnhöfe und Bahnsteige liefern zu können.

Grimme-Preise, Verschwörungs-TV, Betrügerische Werbeanzeigen

1. Und das beste Fernsehen macht: Tim Mälzer
(sueddeutsche.de, Anna Ernst)
Die Fachjurys des Grimme-Preises haben erneut die besten TV- und Streaming-Formate in Deutschland gekürt. TV-Koch Tim Mälzer erhält für sein inklusives Vox-Format “Zum Schwarzwälder Hirsch” gleich zwei der begehrten Trophäen. Ansonsten dominieren in den meisten Kategorien die öffentlich-rechtlichen Sender.

2. Verschwörungssender Auf 1: Mit “Flood the zone with shit” zum Erfolg
(derstandard.at, Markus Sulzbacher)
Der österreichische TV-Sender Auf1 habe dank einer Social-Media-Strategie, die auf dem Konzept “Flood the Zone with Shit” basiere, seine Zuschauerzahlen deutlich steigern können. Der Ansatz bestehe darin, viele verschiedene Verschwörungserzählungen und Falschmeldungen in den Sozialen Medien zu verbreiten, um die Aufmerksamkeit der Menschen zu erregen. Das Erfolgsgeheimnis des Senders liege auch in der Erschließung des deutschen Desinformationsmarktes, so der Rechtsextremismusexperte Bernhard Weidinger vom Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes.

3. Wie es betrügerische Werbeanzeigen immer wieder in Online-Medien schaffen
(tagesspiegel.de, Tobias Mayer)
Tobias Mayer zeigt im “Tagesspiegel”, wie Betrüger mit gefälschten Anzeigen in Online-Medien Erfolg haben. Diese Anzeigen werden oft mit manipulierten Bilder und falschen Meldung bestückt. Mayer erklärt, wie solche Betrugsversuche funktionieren, welche Folgen sie haben können und wie man sich davor schützen kann.

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4. Facebook kann löschen
(faz.net)
Die “FAZ” berichtet über eine wichtige Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster, das Social-Media-Nutzerinnen und -Nutzern einen wichtigen Anspruch nehme: Löscht Facebook oder eine andere Plattform Beiträge, müsse das nicht überprüft und begründet werden.

5. Welchen Nachrichten kann man trauen?
(medienpolitik.net, Helmut Hartung)
In repräsentativen Umfragen hat die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung untersucht, in welchem Maße Menschen Angst vor der Verbreitung von Desinformation haben und ob sie den öffentlich-rechtlichen Medien vertrauen. Bei medienpolitik.net fasst Helmut Hartung die Ergebnisse zusammen.

6. Warum TikTok eine Notbremse braucht
(netzpolitik.org, Sebastian Meineck)
Sebastian Meineck äußert sich kritisch zur Diskussion um ein mögliches TikTok-Verbot in den USA. Er hält TikTok zwar für bedenklich, aber nicht für gefährlich. Die Gründe dafür hätten nur am Rande mit Datenschutz und China zu tun, vielmehr mit der besonderen Sogwirkung und Suggestivkraft TikToks.
Weiterer Lesehinweis zu TikTok: TikTok schränkt Challenges stärker ein: Kurz vor einer Anhörung vor dem US-Kongress kündigt die Plattform strengere Vorgaben für seine Nutzerinnen und Nutzer an. Sie schließen unter anderem Aktivitäten aus, die zu “mäßigen körperlichen Schäden führen können” (spiegel.de).

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