Militärgranaten gegen Polizisten eingesetzt
DPolG Berlin: Schwelle zum Terrorismus endgültig erreicht; neue Dimension der Gewalt gegen PolizistenAm 1.Mai wurden in Berlin 479 Polizisten verletzt. Mindestens 47 von ihnen durch eine Gasbombe, deren Herkunft bislang unklar war. Nun stellte sich heraus, das die Berliner Polizeiführung schon seit einiger Zeit wusste, was da genau explodierte. Es war eine Militärgranate aus britischen Beständen, die zur Terrorbekämpfung in Nordirland konzipiert wurde.
Der Landesvorsitzende der DPolG, Bodo Pfalzgraf dazu: “Wenn zum 1.Mai jetzt schon Militärgranaten gegen Polizisten eingesetzt werden, ist die Schwelle zum Terrorismus endgültig erreicht. Solche Typen haben ihr Grundrecht auf Versammlungsfreiheit längst verwirkt.”
Bislang wurden weder die betroffenen Polizisten, noch die Anwohner im Kreuzberger Kiez darüber informiert. Pfalzgraf: “Solche Erkenntnisse dürfen nicht unter der Decke gehalten werden. Der Polizeipräsident hat versäumt, in diesem Fall die notwendige Transparenz herzustellen!” Wir erwarten nach solchen Erfahrungen für die betroffenen Polizisten und Anwohner umfangreiche medizinische Fürsorgemaßnahmen, eine verbesserte Ausstattung und die Veränderung der Einsatzkonzeptionen.
Von Rot-Rot muss die teilweise in den Regierungsparteien noch vorherrschende Toleranz gegenüber der autonomen Szene sofort öffentlich widerrufen werden. Pfalzgraf: “Kiezterroristen müssen mit allen Mitteln des Rechtsstaates bekämpft werden. Wir brauchen den massiven Einsatz von verdeckten Ermittlern und keine “Seelenverwandtschaft” der Regierungsparteien. Solche Entwicklungen muss ein Regierender Bürgermeister zur Chefsache machen und kann nicht weiter den Betroffenheitsaugust spielen!”
Suchergebnisse für ‘pol’
Jackson, Landesbanken, Pollmer
6 vor 9
Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an [email protected].
1. “RTL trickst ‘Bild’ & Co. mit Michael-Jackson-Fake-Video aus”
(bartlspielt.de)
Am Dienstag war auf YouTube ein Video zu sehen, in dem jemand, der an Michael Jackson erinnert, aus einem Leichenwagen steigt. Das Video online gestellt hat der TV-Sender “RTL” für einen Bericht des Boulevard-Magazins “Explosiv” namens “Wie leichtgläubig sind Verschwörungstheoretiker?”, der heute Abend um 18 Uhr gezeigt wird. Bild.de berichtete darüber und zeigt sich nun enttäuscht.
2. “Kaum Auskünfte – Sonderzahlungen bei den Landesbanken”
(ndr.de, Video, 6:49 Minuten)
Ein Report der medienkritischen Sendung “Zapp” über das große Schweigen bei den deutschen Banken.
3. Udo Pollmer besucht Journalistenschüler
(axel-springer-akademie.de, Nina Trentmann)
Der Ernährungsexperte Udo Pollmer warnt Journalistenschüler der Axel-Springer-Akademie vor “Skandal-Studien” und bringt ihnen bei, “wie manipulierbar wissenschaftliche Untersuchungen sind”. “Quatsch” sei zum Beispiel “der von Journalisten viel zitierte Body Mass-Index” – “genauso gut könne man bei einer Frau die Körbchengröße mit dem Schädelumfang verrechnen, um den IQ zu bestimmen.”
4. “Der neue alte Journalismus”
(kaliban.de)
“Ich sorge mich nicht um den Journalismus. Bedarf gibt es in dieser komplexen Welt genug. Man wird, jetzt und in Zukunft, seine Zielgruppen finden, wenn man Journalismus als Service versteht. Wenn man seinen Lesern objektiv und verständlich die Welt erklärt. Wenn man sich vorurteilsfrei bemüht, die Stärken jedes Medienkanals zu nutzen. Wenn man die Leser ernst nimmt und auf sie hört.”
5. “Briefkasten leer”
(presseverein.ch/blog)
Als hätten die Schweizer Zeitungsverlage nicht schon genügend Probleme, erhalten sie jetzt auch noch ein Ultimatum der Verträger ihrer Blätter. Rund 60 Zeitungsverträgerinnen und -verträger versammelten sich um 4 Uhr morgens vor dem Zürcher Volkshaus und verlangten eine Rücknahme der angekündigten Lohnsenkungen von bis zu 20 Prozent.
6. “25 things journalists can do to future-proof their careers”
(econsultancy.com/blog, englisch)
Was Journalisten tun können, um ihre Karriere in Zukunft zu sichern.
Polenflugwarnung
Weil Prinz Fürst Albert von Monaco in einem Interview gesagt hat, dass er erst dann heiraten wird, wenn er heiraten wird, schenkt “Spiegel Online” uns einen vielteiligen Blick in das Fotoalbum der Familie — und den Bio- und Erdkunde-Lehrern der Nation wieder einmal frisches Material für das beliebte Spiel: “Was stimmt hier nicht?”
Mit Dank an Uwe M. und Steffen S.
Nachtrag, 30. Juni. “Spiegel Online” hat sich in einer “Anmerkung der Redaktion” korrigiert:
In dieser Fotostrecke befand sich ein Bild von Albert mit einem Pinguin, versehen mit dem Text, der Fürst sei auf einer Nordpolexpedition gewesen. Tatsächlich gibt es am Nordpol keine Pinguine. Wir haben das Bild entfernt und bitten den Fehler zu entschuldigen.
Das Foto einfach mit dem passenden Text zur Südpol-Expedition Alberts zu versehen, war den Kollegen wohl zu riskant.
Pfusch? Natürlich aus Polen!

Mit Dank auch an die vielen Hinweisgeber!
Politiker und Journalisten, Winnenden
1. “Studie: Hauptstadtjournalisten wollen Einfluss auf Politik nehmen”
(tagesspiegel.de, Sonja Pohlmann)
Hans Mathias Kepplinger befragte in Berlin 187 Bundestagsabgeordnete und 235 Journalisten. Letztere gefragt, ob sie erstere beeinflussen, schätzten sie den Ist-Zustand mit 7,04 / 10 Punkten ein, den gewünschten Zustand mit 5,47 / 10 Punkten (auf einer Skala von 0 bis 10). “Damit nimmt ein großer Teil der Hauptstadtjournalisten offenbar an, dass sie bereits spürbar in das politische Geschehen eingreifen.”
2. “Winnenden: Stadt im Ausnahmezustand”
(ndr.de, Video, 8:18 Minuten)
Kann man trauern, wenn einen dabei ungezählte Kameras verfolgen? Nein, und das stört die Einwohner der von Journalisten überschwemmten Kleinstadt. Befragt nach den Journalisten, berichten sie von Missachtung der Privatsphäre und von Erpressungsversuchen. Beste Szene: Über die Friedhofsmauer fotografierende Presseleute beschweren sich, weil sie dabei gefilmt werden
3. “Der Markt schreit immer mehr nach Sensation”
(zeit.de, Kathrin Wanke)
“Nach dem Amoklauf von Winnenden hat die Öffentlichkeit über Schützenvereine und Computerspiele diskutiert. Doch auch die Berichterstattung der Medien steht in der Kritik.”
Polizei: “Bild” gefährdet Kinderporno-Ermittlungen
Aus einer Pressemitteilung der Polizei vom 21.1.2009:
Die Polizeidirektion Schwalm-Eder ermittelt aktuell in einem Tatkomplex wegen Besitz/Verschaffung und Verbreiten von kinderpornographischen Schriften. (…)
Wir bitten ausdrücklich um Verständnis, dass zum jetzigen Zeitpunkt, aus ermittlungstaktischen Gründen, um die weiteren Ermittlungen und damit die Aufklärung weiterer Straftaten nicht zu gefährden, keine weiter gehenden Detailinformationen gegeben werden. Aus dem gleichen Grund bitten wir Sie, von diesem Sachverhalt zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht öffentlich zu berichten. (…)
Diese Pressemitteilung wurde gestern anfragenden Journalistinnen und Journalisten, die lokal von Durchsuchungsmaßnahmen Kenntnis erhalten hatten, übermittelt – verbunden mit der ausdrücklichen Bitte, von einer Veröffentlichung einstweilen abzusehen, um den Ermittlungserfolg nicht zu gefährden. Da sich offenbar ein Presseorgan* nicht in der Lage sah, dieser – sicher verständlichen Bitte – zu entsprechen und somit eine unbekannte Anzahl von Verfahren gefährdet hat, sollen auf diesem Wege alle Medien auf den gleichen Stand gebracht werden. Von weiteren Nachfragen bitten wir derzeit abzusehen und auch für eine evtl. Veröffentlichung zu bedenken, dass die Durchsuchungen noch immer nicht abgeschlossen sind und jede weitere Publikation dazu führen kann, dass Besitzer und Verbreiter kinderpornografischer Dateien aktuell vor den Strafverfolgungsbehörden und deren geplantem Zugriff gewarnt werden.
*) Überraschung! Bei dem “Presseorgan”, das nach Einschätzung der Polizei “eine unbekannte Anzahl von Verfahren gefährdet” und womöglich dafür gesorgt hat, dass “Besitzer und Verbreiter kinderpornografischer Dateien aktuell vor den Strafverfolgungsbehörden und deren geplantem Zugriff gewarnt werden”, handelt es sich um… “Bild”.
Mit Dank an Flo F. für den Hinweis.
Genauer, als die Polizei erlaubt
Kommen wir noch einmal zurück auf die beiden “Autodiebe”, denen n-tv ein “standesgemäßes Ende” bescheinigt hatte – allerdings in einem etwas anderen Zusammenhang.
Die “Bild”-Zeitung berichtete gestern nämlich in ziemlich großer Aufmachung in ihrer Berliner Ausgabe über denselben Fall:
Der Artikel ist garniert mit diversen Fotos einer Drogerie (Polizeiauto vor der Drogerie, der aufgehebelte Rolladen der Drogerie, Blick in die Drogerie auf ein umgestürztes Regal). Und fast als wären sie dabei gewesen, berichten Jörg Bergmann und Matthias Lukaschewitsch, wie sich die Geschichte zugetragen haben soll:
Sie hatten es auf Parfumflacons, Scheren und Kosmetikartikel abgesehen – ein paar Minuten später waren die beiden Einbrecher tot!
0.15 Uhr. In die Drogerie “Rittmeier” in Blankenfelde (Teltow-Fläming) wird eingebrochen, die Diebe steigen durch ein Fenster an der Vorderseite des Ladens ein. Sie kippen ein Regal mit Parfumflaschen, Kosmetik und hochwertigen Scheren um. Sie breiten ein Laken aus, wollen die Sachen mitgehen lassen.
Eine Zeugin ruft die Polizei. Als die Täter die Sirenen hören, flüchten sie ohne Beute aus dem Laden. Sie steigen in einen Mercedes, den sie vor Wochen in Berlin geklaut hatten* – und geben Vollgas.
Das Ende ist bekannt: Beide Insassen des Mercedes sterben, als der Wagen gegen einen Baum prallt.
Und das ist auch so ziemlich das Einzige, was bisher sicher ist. Alles, was Bergmann und Lukaschewitsch sich da sonst noch so zusammenreimten und als Tatsachen darstellten, ist unbestätigt. Der Stand der Ermittlungen lässt sich im Grunde auch heute noch so zusammenfassen, wie die Nachrichtenagentur ddp am Sonntag schrieb:
Parallel zu dem Verkehrsunfall wurde bei der Polizei ein Einbruch in einen Laden in Blankenfelde gemeldet. Ein Zusammenhang zu dem Verkehrsunfall wird nicht ausgeschlossen. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei des Schutzbereiches Teltow-Fläming dauern an.
Es gibt allerdings Hinweise, nach denen die beiden Getöteten, anders als “Bild” schrieb, gar nicht selbst in der Drogerie waren, sondern womöglich zwei Komplizen dort abgesetzt hatten. Wie uns eine Polizei-Sprecherin bestätigt (und die Nachrichtenagentur dpa gestern berichtete), will eine Zeugin gesehen haben, wie aus dem später verunglückten Mercedes zwei Männer ausstiegen, deren Beschreibung nicht auf die Getöteten passt.
Wohl deswegen klingt das, was “Bild” gestern noch so genau zu wissen schien, in einem “Bild”-Artikel von heute denn auch sehr viel weniger präzise:
In ihrer Todesnacht waren die Brüder an einem Einbruch in einen Drogeriemarkt in Blankenfelde (Teltow-Fläming) beteiligt.
*) Tatsächlich war der Wagen entgegen einer ersten Pressemitteilung der Polizei doch nicht gestohlen gewesen.
Mit Dank für den Hinweis an Phil.
Polylux, Hoesli, Korrekturen
1. “Opium fürs Volch”
(medienspiegel.ch, Fred David)
Fred David äussert sich zu den schweizer Medien: “Unsere Medien vertreten die Macht. Sie kontrollieren sie nicht, wie sie vorgeben. Dazu sind sie nicht mehr in der Lage. Diese Funktion passt nicht in ihre Marketing-, Gratis- und Sonstwiestrategien. Dass da ein wichtiges Element der Demokratie nicht mehr richtig funktioniert, scheint niemanden zu sorgen. Ausser vielleicht einen Spekulanten wie Tito Tettamanti.” Ebenfalls sehr lesenswert sind die Kommentare. Der anonyme “Skepdicker”, ganz offenbar ein Kenner der schweizer Medienszene, schreibt: “Die Inlandredaktionen schreiben seit Jahren an einer oberflächlichen Soap-Opera über den Kampf der Zwerge gegen den bösen Giganten B. Während ein Markus Schneider Bücher über die Flat Tax oder soziale Mobilität schreibt, befassen sich die Journalisten-Zwerge damit, ob Doktor B., Frau B., Bruder B., Schwester G.-B., Tochter M.-B…”
2. Interview mit Wolfgang von Mecklenburg
(weltwoche.ch, Roger Köppel)
Roger Köppel, der im Editorial mitteilt, er habe nun die Zeitschrift zu 100% übernommen, im Gespräch mit Wolfgang von Mecklenburg von der M&M Media-Agentur. Der empfiehlt dem Blick, zum alten Format zurückzukehren, vom aktuellen Zustand der Zeitungen ist er nicht gerade begeistert: “Die heutige Medienszene tendiert Richtung Massenprodukt. Wir haben zu viele graue Mäuse.”
3. “‘Polylux’ ist tot”
(taz.de, Peer Schader)
“Menschen mit kuriosen Hobbys oder außergewöhnlichen Eigenschaften konnten sich darauf verlassen, ab dem Moment, in dem das ‘Polylux’-Kamerateam bei ihnen im Hausflur stand, zum Mainstream zu gehören. Wahrscheinlich hat die Redaktion viel Zeit damit verbracht, darauf zu warten, dass andere Medien was aufschreiben, das sie dann nachdrehen kann.”
Politik mit Gimmick
Ach ja? Und worin ihre Trickserei besteht, weiß “Bild”-Kommentator Einar Koch auch nicht:
Aha. “Möglichst unbemerkt” dann aber wohl im Sinne von: unter den Augen der Öffentlichkeit.
Denn nachdem vor etwas mehr als zwei Monaten bekannt wurde, dass die hessische SPD ein zweites Mal versuchen wollen könnte, Andrea Ypsilanti zur Ministerpräsidentin wählen zu lassen, wurden die Vorbereitungen (Verschiebung des SPD-Parteitags auf die Zeit nach der Bayernwahl, für Anfang Oktober geplante Koalitionsverhandlungen mit den Grünen, möglicher Wahltermin im November, der Ruf nach Probeabstimmungen im Vorfeld und schließlich die gestrigen Probeabstimmungen selbst) minutiös verfolgt und von Politik und Medien — auch von “Bild” — öffentlich diskutiert.
Aber vermutlich traut “Bild” ihrer Tricksilanti, der alten Lügilanti, sogar zu, dass sie für ein bisschen Windschatten den Kollaps von CSU und internationaler Finanzwelt selbst eingefädelt hat.
“Bild” beschmiert Jungpolitiker mit Hakenkreuzen
Die bisherige politische Karriere des 25-jährigen CDU-Nachwuchspolitikers F. endete am 10. September 2008.
Darüber, welchen Anteil F. selbst daran hat, lässt sich diskutieren. Über den Anteil von “Bild” nicht. Denn “Bild” zeigte am 
Mindestens drei CDU-Mitglieder sollen in einen Hakenkreuz-Skandal verwickelt sein. Jetzt tauchte ein geheimes Videoband bei der CDU-Zentrale im Abgeordnetenhaus auf.
Die Hauptdarsteller: drei Parteimitglieder, darunter [F.] (25), Kreisvorsitzender der Jungen Union […].
Der Film zeigt die CDU-Mitglieder während einer Fahrt vor zwei Jahren: Sie haben ihre Oberkörper mit Hakenkreuzen beschmiert, schreien wüste Nazi-Parolen!
Das Video:
Die Videosequenz, die kurz vor dem “Bild”-Bericht der Berliner CDU zugespielt worden war, zeigt mehrere junge, sichtlich alkoholisierte Männer, darunter auch F. und andere JU-Mitglieder (u.a. mit polnischem, tschechischem und jüdischem Hintergrund), die sich zum Zeitvertreib wie in einer Talk-Show Fragen stellen. Irgendwann hält einer der Anwesenden kurz einen Sticker mit Hakenkreuz-Motiv vors Objektiv, den er an einem Rigaer Souvenirstand erworben hat; ein anderer findet es hingegen sichtlich lustig, zum Thema Ausländer mit rechten Parolen wie der Bekämpfung “des jüdischen Bolschewismus” in die Kamera zu provozieren.
F. ist währenddessen anwesend, aber nicht im Bild.
Nach eigenen Angaben unterhielt er sich, während die Situation entglitt, mit einem Kollegen, wenig später spricht er sich im selben Video für eine multikulturelle Gesellschaft aus.
Nach unseren Informationen veröffentlichte “Bild” diese Zeilen, ohne das “geheime Videoband” überhaupt gesehen zu haben. Und so ist es vielleicht auch kein Wunder, dass der Film (ein etwa 3-minütiger Ausschnitt aus einem längeren Privatvideo, entstanden vor knapp drei Jahren auf einer Schülerunionsreise in Riga) nicht das “zeigt”, was “Bild” behauptet: Mit Hakenkreuzen beschmierte Oberkörper etwa sucht man auf dem Video vergeblich (siehe Kasten).
Mehrere Teilnehmer der Riga-Reise haben, unmittelbar nachdem die Videosequenz der Berliner CDU zugespielt worden war, Konsequenzen aus dem Bekanntwerden gezogen und sind aus der Partei aus- bzw. von ihren Ämtern zurückgetreten.
F. indes, der in “Bild” als einziger namentlich genannt und gezeigt wird, sieht sich zu Unrecht diffamiert. Seine Beteiligung am “Hakenkreuz-Skandal” bestehe, wie er uns sagt, ausschließlich in seiner Anwesenheit während der fraglichen Szenen, sein Fehler wohl eher darin, dass er damals vor Ort nicht eingeschritten sei. Darüber hinaus jedoch habe er sich nichts vorzuwerfen — zumal er sich selbst seit längerer Zeit in Sozialprojekten für Intergration einsetzt und u.a. für den “Störungsmelder”, dem Anti-Nazi-Blog der “Zeit”, als Autor tätig war. (Dort ruht seine Autorenschaft derzeit “bis zur endgültigen Klärung der Vorwürfe”.)
F. prüft derzeit rechtliche Schritte gegen “Bild”. Dort erklärt man nach unseren Informationen die falsche Behauptung, F. und seine Kollegen hätten “die Oberkörper mit Hakenkreuzen beschmiert”, mit einem “Übermittlungsfehler”.
Hinweis: Dieser Artikel wurde nachträglich anonymisiert.




