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Tote Links zu toter Frau

Nachdem die Potsdamer Staatsanwaltschaft am Dienstag vergangener Woche bekannt gegeben hatte, dass eine junge Frau tot aufgefunden wurde und gegen einen Mann wegen fahrlässiger Tötung ermittelt werde, berichtete auch “Bild” – und zwar…

… am Mittwoch vergangener Woche, am Donnerstag vergangener Woche, am Freitag vergangener Woche, am Samstag vergangener Woche sowie am Montag dieser Woche und am Dienstag dieser Woche.

Alle diese Berichte, verfasst u.a. von “Bild”-Reporter Jörg Bergmann, waren illustriert mit allerlei Fotos, die “Bild” offenbar aus Internetseiten zusammengesucht hatte: “Bild” jedenfalls nannte als Quelle einfach nur “Web”. Und ab Tag 2 der Berichterstattung zeigten alle diese Fotos das Opfer (das mit der Preisgabe privater Daten im Internet – StudiVZ, MySpace etc. – leider nicht zimperlich gewesen ist) ohne jede Unkenntlichmachung. Wollten wir indes die vielen “Bild”-Berichte ohne irgendeine Urheber- und Persönlichkeitsrechtsverletzung zeigen, bliebe davon wohl nicht mehr viel übrig (siehe Beispielausriss).

Heute nun berichtet “Bild” wieder über den Fall, wieder fast seitenfüllend. Aber anders als bisher wird der heutige Bericht nicht mit Fotos des Opfers illustriert. Anders als bisher wird die junge Frau heute auch nicht mehr bei ihrem richtigen Vornamen und abgekürzten Nachnamen genannt, sondern plötzlich:

"Katja Z. (21, Name und Alter geändert)"

Und bei Bild.de sind die bisherigen Veröffentlichungen zum Thema (außer ein paar, in deren URL die, ähm, unbeachtete Aufforderung “ACHTUNG… PIXELN” steht) vollständig aus dem Angebot entfernt.

Erfahrungsgemäß machen “Bild” und Bild.de sowas nicht freiwillig.

Und dass “Bild” nach einer Woche täglicher Berichterstattung auf einmal von selber zur Besinnung gekommen wäre, ist unwahrscheinlich: Über den Mann, gegen den im Zusammenhang mit dem Todesfall ermittelt wird, berichtet “Bild” auch heute wieder ausführlich, vorverurteilend und identifizierbar — und (seit gegen ihn auch wegen Mordes ermittelt wird) auch ohne schwarze Balken oder sonstige Unkenntlichmachung.

Mit Dank auch an die zahlreichen Hinweisgeber.

Bild.de verlinkt Neonazi

"Wie doof sind die denn? ARD zeigt falsche deutsche Fahne"Peinlich, was der ARD da am Samstag in den “Tagesthemen” passiert ist. Sehr peinlich sogar: Sie blendete eine falsche Deutschlandfahne ein, die statt schwarz-rot-gold, rot-schwarz-gold war. In “Bild” ist dieser “Fahnen-Flop” heute Titelschlagzeile (siehe Ausriss).

Bild.de berichtet schon seit gestern in einem kurzen Text darüber. Und weil “die entsprechende Passage” aus der ARD-Mediathek “bereits verschwunden” sei, verlinkte Bild.de auf ein YouTube-Video:

Das verlinkte Video wurde von einem Benutzer bei YouTube eingestellt, der sich den Namen “Volkwarth” gegeben hat. Es ist nicht sein einziges Video.

In “Volkwarths” Profil finden sich neben den deutschen Spielfilmen “Friedrich Schiller – Der Triumph eines Genies” (1940) oder “Bismarck” (1940) beispielsweise auch Mitschnitte von TV-Dokumentationen zum Thema Ausländerkriminalität. Zudem gibt es Videos von NPD-Kundgebungen und -Reden. Martin Walsers umstrittene Rede in der Paulskirche ist dort zu finden und ein “Privatgespräch Hitler Mannerheim”. Zudem zeigen diverse Videos Mitschnitte von Fernsehsendungen, deren Thema auf die ein oder andere Art der “jüdische Einfluß” auf Politik und Gesellschaft ist: “Jüdischer Einfluß – Die Israel-Lobby”, “Senta Bergers Erlebnisse im jüdischen Hollywood”, “Holocaust Konferenz und jüdischer Einfluß / demaskieren”

Kurz gesagt: “Volkwarths” YouTube-Videos beschäftigen sich primär mit Ausländerkriminalität, der NPD und den Juden. Diese Themenauswahl sollte einen vielleicht zweimal nachdenken lassen, ob es sinnvoll ist, dorthin zu verlinken – insbesondere, wenn man, wie Bild.de, täglich mehrere Millionen Leser hat.

Nichts mehr zu überlegen gibt es, wenn man sich einige Kommentare durchliest, die “Volkwarth” unter seinen Videos abgegeben hat:

Nachdem also ausgerechnet ein Internet-Angebot der Axel Springer AG zu einem YouTube-Nutzer mit offensichtlich rechtsradikalen und antisemitischen Ansichten verlinkt, wollten wir von der “Bild”-Pressestelle wissen, ob das Absicht war, und ob auf Bild.de verlinkte Seiten vorab redaktionell überprüft werden. Bisher haben wir zwar noch keine Antwort erhalten, aber der Link, der seit gestern Nachmittag online war, wurde kurz nach unserer Anfrage aus dem Artikel entfernt.

Mit Dank an Frank T. für den sachdienlichen Hinweis.

Nachtrag, 15.29 Uhr: Auch “Spiegel Online” verlinkt das YouTube-Video von “Volkwarth”. Allerdings direkt auf der eigenen Seite eingebunden. Ebenso wie Netzeitung.de.

Nachtrag, 15.50 Uhr: Die “Bild”-Pressestelle hat sich mittlerweile für den “Hinweis” bedankt, unsere Fragen jedoch unbeantwortet gelassen.

Nachtrag, 22.42 Uhr: “Spiegel Online” und Netzeitung.de haben den Link zum Video inzwischen geändert.

“Bild” macht sich die Linkspartei gefährlich

Es ist schwer zu sagen, wo die Enttäuschung über das Wahlergebnis am Sonntagabend größer war: beim Wahlkampfteam der hessischen CDU oder in den Redaktionsräumen von “Bild”. Die ganze Mühe war umsonst gewesen, der ganze Populismus und die ganzen Kampagnen.

In ihrer, ähm, Wut (und vor den Bürgerschaftswahlen in Hamburg, bei denen nach Meinungsumfragen die Linke ebenso wie in Hessen und Niedersachsen die Fünf-Prozent-Hürde schaffen könnte) schießt sich “Bild” seit gestern auf die Linkspartei ein.

Gestern fragte sie:

Wird Deutschland ein Links-Staat?

Um heute mit einer “Analyse” nachzulegen:

Gysi und Lafontaine von der Linkspartei — Warum sind diese beiden so gefährlich?

Die Erfahrung mit “Bild”-Überschriften lehrt, dass diese Frage im Text natürlich nicht direkt beantwortet wird. Dafür beguckt sich “Bild” die Linkspartei von allen Seiten und “analysiert” u.a.:

Die Linkspartei behauptet: Unsere Politik ist finanzierbar. Wir halten das, was wir versprechen!

Wahr ist: Die von der Linkspartei gewollte Erhöhung von Rente, Grundeinkommen und Arbeitslosengeld kostet Milliarden. Woher sie kommen sollen? Der Steuerzahler zahlt! Jährlich etwa 150 Milliarden Euro. Der Rentenkassenbeitrag von jedem, der heute arbeitet, müsste drastisch steigen. Hunderttausende Jobs wären in Gefahr.

Was die “Bild”-Zeitung ihren Lesern verschweigt: Die Zahlen, die sie als “Wahrheit” verkauft, stammen nicht von irgendeinem unabhängigen Institut, sondern von der SPD-Bundestagsfraktion (pdf). Im vergangenen August wurden sie ausdrücklich für die Auseinandersetzung mit der Konkurrenz im Wahlkampf verteilt. Die Berechnungen sind mindestens umstritten — “Bild” gibt nicht einmal ihre Quelle an.

“Bild” weiter:

Die Linkspartei behauptet: Wo wir regieren, geht es den Menschen besser.

Wahr ist: Berlin (SPD/Linke seit 2001) liegt bei der Arbeitslosenrate auf dem drittletzten Platz (14,2 %, Dez. 2007) der 16 Bundesländer. Mecklenburg-Vorpommern lag unter der rot-roten Regierung (1998 bis 2006) stets auf einem der letzten Plätze, ebenso wie bei der Kaufkraft pro Kopf (2006). Berlin liegt hier auf Platz 9.

Wahr ist auch, dass die Arbeitslosenquote in Berlin von 1997 bis 2001 unter Eberhard Diepgen (CDU) fast stagnierte, während sie in der gesamten Bundesrepublik zurückging. Unter der großen Koalition aus SPD und CDU lag Mecklenburg-Vorpommern im Dezember 2007 nicht mehr auf “einem der letzten Plätze” bei der Arbeitslosenrate, sondern auf dem letzten. Auf Platz 15 und damit noch hinter Berlin: Sachsen-Anhalt, regiert von einer weiteren großen Koalition unter CDU-Ministerpräsident Wolfgang Böhmer.

Aber die Argumentation mit ostdeutschen Bundesländern ist ohnehin unfair, da die Unterschiede zu den sog. alten Bundesländern auch 17 Jahre nach der Wiedervereinigung teils noch erheblich sind. (Mal ganz abgesehen davon, dass es sein könnte, dass die Arbeitslosigkeit dort, wo die Linkspartei mitregiert, auch deshalb sehr hoch ist, weil die Menschen dort, wo die Arbeitslosigkeit sehr hoch ist, dazu neigen, in ihrer Enttäuschung über die anderen Parteien die Linke zu wählen.)

Aber weiter im “Bild”-Text, denn es kommt noch besser:

Die Linkspartei behauptet: Hartz IV muss weg.

Wahr ist: Im Bundesrat stimmte 2003 das rot-rote Berlin für die Hartz-Gesetze, die damalige rot-rote Regierung von Mecklenburg-Vorpommern enthielt sich.

Wahr ist das nicht! Mal abgesehen davon, dass “Bild” die Sache mit den Enthaltungen im Bundesrat offenbar immer noch nicht verstanden hat, hat sich (wie uns die Berliner Linke und der Berliner Senat auf Nachfrage bestätigen) 2003 bei der Abstimmung über die Hartz-Gesetze nicht nur Mecklenburg-Vorpommern enthalten, sondern auch “das rot-rote Berlin”. Und was noch wichtiger ist: Auch 2004, als im Bundesrat tatsächlich konkret über Hartz IV abgestimmt wurde, enthielt sich Berlin ebenso wie Mecklenburg-Vorpommern — und zwar genau wie die nicht rot-rot regierten Länder Brandenburg, Sachsen, Sachsen Anhalt und Thüringen.

Schließlich heißt es in “Bild” noch:

Lafontaine behauptet: Die Linkspartei und nicht die SPD ist der wahre Anwalt der kleinen Leute.

Wahr ist: Nach Ansicht vieler, die ihn kennen, will Lafontaine vor allem persönlich Rache an Ex-Kanzler Schröder und der SPD nehmen, deren Vorsitzender er von 1995 bis 1999 war.

Inwieweit diese “Wahrheit” Lafontaines “Behauptung” widerlegen soll, wissen vermutlich nur die “Bild”-Autoren.

Mit Dank auch an Ilo.

Nachtrag, 31.1.2008: Was an einem Tag “wahr ist”, kann am nächsten schon “falsch” sein? In “Bild” schon. Dort heißt es heute in der Korrekturspalte:

In der BILD-Ausgabe vom 30. Januar hieß es, die Berliner Landesregierung aus SPD und Linkspartei habe 2003 im Bundesrat den Hartz-Gesetzen zugestimmt. Das ist falsch. Sie hat sich enthalten.

Allgemein  

Tipp: Die schwarzen Dinger links und rechts

Tja. Wie viele Fotos hätte der Bild.de-Autor noch in der Fotogalerie gebraucht, um nicht zu behaupten, an diesem getunten VW Passat Variant (siehe Ausrisse) seien keine Außenspiegel zu sehen?

Nachtrag, 19. Februar. Nach drei Tagen hat auch Bild.de sie entdeckt.

Danke an Dirk G., Alexander B. und Carsten M.!

Erdrutschsieg für Linkspartei bei Bild.de

Ein aufregender Wahlabend bei Bild.de:

Absolute Mehrheit für die NPD in Mecklenburg-Vorpommern?

Oder die Grünen im Landtag in Schwerin?

Die Linkspartei mit erdrutschartigen Gewinnen in Mecklenburg-Vorpommern?

Und auch der ganz große Gewinner in Berlin?

Hallo?

Danke an Dennis S. und Jonas!

“Nius” darf in Kanzlerflieger, Meta-Zensur, Vollprogrammwerdung

1. Rechts-außen-Portal »Nius« darf erstmals im Kanzlerflieger mitreisen
(spiegel.de)
Bei einer Reise von Bundeskanzler Friedrich Merz zum Westbalkan-Gipfel nach Montenegro habe erstmals ein Reporter des rechtspopulistischen Portals “Nius” in der Regierungsmaschine mitreisen dürfen. Zuvor seien 24 Mitreiseanträge des von Ex-“Bild”-Chefredakteur Julian Reichelt geleiteten Mediums abgelehnt worden. Laut dem mitgereisten Reporter Ralf Schuler habe das Portal seinen Platz im Flugzeug über juristische Schritte und eine “Kaskade von Anfragen und Gerichtsverfahren” erstritten.

2. Angriff auf die letzten kritischen Medien
(verdi.de, Krsto Lazarević)
Vor den Parlamentswahlen in Serbien seien die wenigen freien Medien unter Druck geraten. Präsident Aleksandar Vučić und dessen Partei würden die nationalen Sender fast vollständig beherrschen, Oppositionelle kämen kaum zu Wort. Zudem habe der portugiesische Investor Alpac Capital, bei dem Gelder aus dem Umfeld von Viktor Orbán eine Rolle spielen würden, ein Netzwerk wichtiger kritischer Medien übernommen. Nach der Absetzung beliebter Formate und vieler Kündigungen würfen Beschäftigte und Journalistenverbände der neuen Führung vor, kritische Redaktionen noch vor dem Urnengang politisch auf Regierungslinie gebracht zu haben.

3. Der mühsame Kampf gegen willkürliche Sperrungen
(taz.de, Julia Belzig)
Die Zensur auf Plattformen wie Instagram und Facebook treffe zunehmend gezielt progressive Stimmen, Organisationen für reproduktive Gesundheit und queere Kunstschaffende, so die Nichtregierungsorganisation Repro Uncensored. Auslöser seien häufig automatisierte Moderationsfilter. Problematisch werde das System jedoch vor allem dann, wenn Einsprüche von Betroffenen nachweislich ohne eingehende personelle Prüfung pauschal abgewiesen würden. Der Mutterkonzern Meta weise Vorwürfe einer systematischen Diskriminierung zurück.

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4. Ex-Chefredakteurin schießt öffentlich gegen Alice Schwarzer
(t-online.de)
Die frühere “Emma”-Chefredakteurin Lisa Ortgies widerspreche öffentlich den Aussagen von Magazingründerin Alice Schwarzer. Diese habe das Aus des Blattes zum Jahresende 2026 verkündet und Ortgies dabei im Rückblick als bloße “Fernsehfrau” abgetan. Auf LinkedIn halte Ortgies dagegen: Sie habe an der Henri-Nannen-Schule gelernt, lange für Printmagazine gearbeitet und vor ihrer Leitungsfunktion viele Jahre für die Zeitschrift kolumniert. Auch den Vorwurf mangelnden Engagements bei ihrem verzögerten Amtsantritt weise sie entschieden zurück. Damals sei ihr Vater schwer erkrankt und gestorben, zugleich habe sie einen Säugling betreut. Dies seien Umstände, über die Alice Schwarzer stets vollständig im Bilde gewesen sei.

5. Lob tut gut, Kritik bringt weiter
(de.ejo-online.eu, Judith Odenthal)
Trotz des Rückzugs vieler Großverlage aus der Branchenberichterstattung stehe es keineswegs schlecht um die Zukunft des Medienjournalismus, erklärt Frederik von Castell, Chefredakteur des “Medium Magazin”, im Interview. Durch unabhängige Angebote wie “Übermedien” sei das Fachgebiet im Netz heute präsenter als noch vor einigen Jahren. Zudem wachse das Interesse junger Journalistinnen und Journalisten an medienkritischen Formaten, so von Castell. Er plädiert für eine konstruktive Kritik, die Missstände und falsche Ausgewogenheit offen benennt.

6. Show must go on: Netflix und die Vollprogrammwerdung
(dwdl.de, Peer Schader)
Netflix entferne sich immer weiter von seinen Wurzeln als innovativer Nischenanbieter und nähere sich dem klassischen Fernsehen an, analysiert Peer Schader bei “DWDL”. Aufgrund eines schwächeren Nutzerwachstums und sinkender Börsenkurse setze der Konzern nun auf Werbung, Preiserhöhungen und teure Sportübertragungen. Zudem binde der Dienst in Ländern wie Frankreich bereits traditionelle Sender wie TF1 direkt ein.

KW 43/26: Hör- und Gucktipps zum Wochenende

Hurra, Wochenende – und damit mehr Zeit zum Hören und Sehen! In unserer Wochenendausgabe präsentieren wir Euch eine Auswahl empfehlenswerter Filme und Podcasts mit Medienbezug. Viel Spaß bei Erkenntnisgewinn und Unterhaltung!

***

1. Tragen Medien mit ihren Berichten über Demos dazu bei, dass Proteste eskalieren?
(uebermedien.de, Holger Klein, Audio: 29:27 Minuten)
Die mediale Berichterstattung über Proteste trage maßgeblich zur Eskalation sozialer Bewegungen bei, kritisiert der Konfliktforscher Jannis Grimm. Warnungen vor Ausschreitungen nach französischem Vorbild würden wie eine sich selbst erfüllende Prophezeiung wirken. Journalistinnen und Journalisten würden friedliche Protestmärsche vernachlässigen und sich stattdessen auf Randale und Radikalisierung fokussieren. Grimm bemängelt außerdem, dass Redaktionen selten direkt mit Demonstrierenden sprächen und wissenschaftliche Expertise selektiv heranzögen: Zu internationalen Unruhen wie in Frankreich gebe es reges Interesse; zu inländischen linken Protesten oder Solidaritätskundgebungen mit Palästina würden Protestforscher hingegen kaum angefragt.

2. Prepositions: the war on, for, about and against them
(instagram.com, Moritz Klein, Video: 2 Minuten)
Bei Instagram kritisiert der Journalist Moritz Klein in einem Video eine sinnentstellende Titelübersetzung der deutschsprachigen Ausgabe von Rashid Khalidis Standardwerk “The Hundred Years’ War on Palestine”, das im Unionsverlag unter dem Titel “Der hundertjährige Krieg um Palästina” erschienen ist. Die englische Wendung “War on” bezeichne eindeutig einen Krieg gegen etwas, analog zu geläufigen Begriffen wie “War on Terror”. Die deutsche Formulierung verwässere Khalidis kolonialen Fokus. Andere internationale Fassungen, etwa die französische (“Contre la Palestine”), hätten die Stoßrichtung des Originals beibehalten. Auf Kleins Nachfrage habe der Verlag die Übersetzung verteidigt und auf die Mehrdeutigkeit der Präposition “on” verwiesen. Recherchen hätten jedoch gezeigt, dass es bereits im Vorfeld der Veröffentlichung Unstimmigkeiten zwischen Autor und Verlag über den deutschen Titel gegeben habe.

3. Der Charisma-Bonus: Medien und ihre Lieblinge
(youtube.com, Tanjev Schultz & Markus Wolsiffer, Video: 50:07 Minuten)
Tanjev Schultz und Markus Wolsiffer sprechen bei “Die Medienversteher” über die Bedeutung von Charisma im Zusammenspiel mit Medienlogiken. Charisma sei keine feste Eigenschaft, sondern primär eine soziale Zuschreibung des Publikums, die durch Berichterstattung verstärkt werde. Anhand von Beispielen wie Jürgen Klopp, Angela Merkel oder Karl-Theodor zu Guttenberg diskutieren sie darüber, wie Personalisierung komplexe Themen vereinfache, aber auch das Risiko rascher Abstürze berge. Und es geht natürlich auch um die Frage, welche Rolle der Journalismus dabei spielt.

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4. Philosoph Michael Hampe über Big Tech & Konkurrenz vs. Kooperation
(youtube.com, Tilo Jung, Video: 3:31:29 Stunden)
Bei “Jung & Naiv” spricht der Philosoph Michael Hampe mit Tilo Jung über die Gefahren eines technokratischen Elitendenkens und die Dominanz digitaler Konzerne. Hampe warnt vor einem wiederkehrenden Sozialdarwinismus, der sich als Glaube an eine unkontrollierbare Intelligenzelite manifestiere. Über Plattformen und algorithmische Auswertungen werde menschliches Verhalten auf wenige Faktoren reduziert und gezielt für Geschäftsmodelle oder politische Machtinteressen instrumentalisiert. Mediale Öffentlichkeiten würden sich zunehmend in kriegsähnliche Räume verwandeln.

5. Ist Ausgewogenheit im Journalismus messbar?
(ardsounds.de, Ingo Lierheimer, Audio: 28:19 Minuten)
Angesichts zunehmender Vorwürfe politischer Einseitigkeit gegen den öffentlich-rechtlichen Rundfunk widmet sich das Medienmagazin “BR24 Medien” der Frage, wie Ausgewogenheit im Programm greifbar und messbar gemacht werden kann. Anlass ist ein von BR-Intendantin Katja Wildermuth beauftragtes Gutachten. Bei einer Podiumsdiskussion der Medientage München debattieren Wildermuth, Studien-Mitautorin Birgit Stark, die Vorsitzende des neu geschaffenen Medienrats Natalie Wappler sowie Medienjournalist Stefan Niggemeier über methodische Kriterien und die praktische Umsetzbarkeit.

6. Die neuen Klassikstars
(arte.tv, Lily Küntzle, Video: 51:52 Minuten)
Ohne Soziale Netzwerke gehe auch im klassischen Musikbetrieb kaum noch etwas, zeigt eine Dokumentation von Arte über die Musiker Anna Lapwood, Hayato Sumino und Marcin Patrzałek. Alle drei nutzen digitale Kanäle, um ein Millionenpublikum für teils unkonventionell dargebotene Instrumente wie Kirchenorgel oder Akustikgitarre zu begeistern. Die neuen Verbreitungswege böten enorme kreative Freiheiten jenseits des etablierten Konzertbetriebs. Sie brächten jedoch zugleich hohen Druck und den Zwang zu ständiger Selbstvermarktung mit sich.

Ulf Poschardt, Österreichisches Medienpaket, Karla Kolumna

1. Wie Ulf Poschardt den rechten Rand anschlussfähig macht
(belltower.news)
Der frühere “Welt”-Chefredakteur Ulf Poschardt fungiere als publizistischer Brückenkopf, der völkische Denkfiguren für ein bürgerliches Publikum anschlussfähig formuliere, analysiert die Redaktion von “Belltower.News”. Obwohl er sich selbst als Eichmaß der Mitte inszeniere, bediene Poschardt zentrale Motive der extremen Rechten. Er folge mit seiner Vorgehensweise dem strategischen Muster der US-amerikanischen Rechten.

2. 101 Millionen Euro für Zeitungen in der Krise
(taz.de, Florian Bayer)
Die österreichische Bundesregierung habe ein Medienpaket beschlossen, das 2027 und 2028 jeweils 50,5 Millionen Euro für kriselnde Verlage bereitstelle, berichtet Florian Bayer in der “taz”. Gefördert werden sollen die Zeitungszustellung sowie der digitale Wandel. Zudem seien Schutzmaßnahmen gegen missbräuchliche Klagen (SLAPPs) vorgesehen. Medienminister Andreas Babler (SPÖ) habe durchgesetzt, dass Gratisblätter wie “Heute” oder “oe24” von der Zustellförderung ausgeschlossen bleiben.

3. Programmreform im DLF: Freie wehren sich
(verdi.de)
Freie Journalistinnen und Journalisten des Deutschlandfunks wehren sich in einem Brief an die Senderleitung gegen drohende Beschäftigungseinbußen im Zuge der bevorstehenden Programmreform, meldet die Gewerkschaft Verdi. Zahlreiche Medienschaffende hätten sogenannte Einschränkungsmitteilungen erhalten, die auf eine spürbare Reduzierung ihres Arbeitsvolumens hindeuten würden. Gewerkschaftsvorstand Christoph Schmitz-Dethlefsen kritisiere, dass der öffentlich-rechtliche Sender den Betroffenen rund eineinhalb Monate vor dem Start des neuen Programmschemas keine klaren Perspektiven aufzeige.

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4. Verleger-Verbände laufen Sturm gegen Crawling-Klausel von Meta
(dwdl.de, Uwe Mantel)
Wie “DWDL” berichtet, laufen die Verlegerverbände BDZV und MVFP gegen geplante Änderungen der Geschäftsbedingungen von Meta Sturm. Der Tech-Konzern wolle sich ab Ende Oktober das Recht einräumen lassen, vollständige Websites und Archive verlinkter Anbieter automatisiert zu crawlen, zu speichern und für eigene kommerzielle Produkte auszuwerten. Die Verbände werten das Vorgehen als missbräuchliche Koppelung und klaren Verstoß gegen den Digital Markets Act. Die EU-Kommission müsse umgehend einschreiten und die Klausel stoppen, bevor durch das automatisierte Erfassen der Inhalte irreversible Tatsachen geschaffen werden.

5. Klimajournalismus jetzt!
(laeuft-programmschau.podigee.io, Lars Gräßer & Aycha Riffi, Audio: 30:16 Minuten)
Sarah Brasack vom “Kölner Stadt-Anzeiger” und Norman Schumann von der Initiative “Klima vor Acht” haben auf dem “b° future festival” über das Thema Klimajournalismus und mögliche Lösungswege gesprochen. So habe Schumann nach vergeblichen Vorstößen für eine feste Klimasendung im öffentlich-rechtlichen Rundfunk eine Kooperation mit RTL etabliert. Der “Kölner Stadt-Anzeiger” wiederum habe die Initiative “Bäume für Köln” ins Leben gerufen.

6. Die Erfinderin von Bibi Blocksberg erzählt ihre Geschichte
(youtube.com, Susan Link, Video: 19:41 Minuten)
In der WDR-Talksendung “Kölner Treff” hat Autorin Elfie Donnelly über die Entstehung ihrer Kultfiguren “Benjamin Blümchen” und “Bibi Blocksberg” sowie über ihren persönlichen Werdegang gesprochen. Der SFB-Kinderfunk habe das Manuskript seinerzeit als zu albern für das damalige Programm abgelehnt. Erst durch einen privaten Produzenten und unübliche Fernsehwerbung sei die Reihe zum Millionenerfolg geworden. Die Figur der Karla Kolumna gehe dabei auf die damalige SFB-Redakteurin Karla Krause von Fumetti zurück. Nach einem Schreib-Burnout Mitte der 1980er-Jahre habe Donnelly die Rechte zunächst komplett verkauft; sie profitiere aber dank des Bestseller-Paragrafen im Urheberrecht von 2001 wieder von den Erlösen.

Mediale Faschisierung, Unlösbare Plattformfrage, “Unter Druck”

1. Selbstzensur, Druck und Anfeindungen: Neue Studie bestätigt Warnsignale
(reporter-ohne-grenzen.de)
Zwei Drittel der befragten Journalistinnen und Journalisten sähen die Pressefreiheit bei der Berichterstattung über Israel und Palästina seit dem 7. Oktober 2023 verschlechtert. Das geht aus der von Reporter ohne Grenzen unterstützten Studie “Unter Druck” der Freien Universität Berlin hervor. Rund 35 Prozent der Befragten würden demnach ein Bedürfnis nach Selbstzensur spüren. Unter freien Medienschaffenden liege der Wert sogar bei 52 Prozent. Als Hauptursachen hätten die Befragten neben öffentlichem Druck vor allem Konflikte innerhalb der Redaktionen sowie die Sorge vor beruflichen Nachteilen genannt.

2. Datenleak: Nius gewann während Kampagne gegen Brosius-Gersdorf neue Abonnenten
(correctiv.org, Max Bernhard & Dominik Lenze)
Das rechtspopulistische Portal “Nius” habe von seiner massiven Berichterstattung gegen die Juristin Frauke Brosius-Gersdorf im Sommer 2025 direkt profitiert, berichtet “Correctiv” unter Berufung auf Informationen aus einem Datenleck. Das Medium von Ex-“Bild”-Chefredakteur Julian Reichelt habe die Rechtswissenschaftlerin in rund 50 Beiträgen unter anderem als “Richterin des Grauens”, “linksradikale Aktivistin” und “radikale Feministin” diffamiert und so deren Wahl zur Verfassungsrichterin torpediert. Interne Daten würden belegen, dass die Abonnentenzahl von “Nius” in diesem Zeitraum um rund 2.700 Neuzugänge gestiegen sei. Fachleute sähen darin ein typisches Vorgehen rechter Alternativmedien.

3. Coworking im braunen Sumpf: Warum sich die Plattform-Frage nicht moralisch lösen lässt
(socialmediawatchblog.de, Martin Fehrensen)
Die Rückkehr prominenter US-Tech-Blogger wie Casey Newton und John Gruber zu X (vormals Twitter) offenbare ein grundlegendes Dilemma, analysiert Martin Fehrensen im “Social Media Watchblog”: Plattform-Monopole würden sich nicht durch individuellen Konsumverzicht brechen lassen. Sein Fazit: “Solange wir als Gesellschaft keine echte Interoperabilität erzwingen (Stichwort: Social Graph mitnehmen), politisch dafür sorgen, Kartellrecht durchzusetzen und offene Infrastrukturen wie Eurosky nicht ernsthaft finanzieren, bleiben wir alle Gefangene zwischen zwei schlechten Optionen: Relevanzverlust im sauberen Exil oder Kollaboration mit der Broligarchie.”

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4. “Faschisierung ist ein medialer Prozess”
(netzpolitik.org, Daniel Leisegang)
Faschisierung sei kein fernes Schreckensszenario, sondern ein fortwährender medialer und gesellschaftlicher Normalisierungsprozess, argumentiert Kulturwissenschaftler Simon Strick anlässlich seines neuen Buches “Faschisierung. Fluchtlinie des Digitalen”. Heutige Plattformen würden maximale Zuspitzung und Reaktionslust belohnen, wodurch Memes und sprachliche Codes von “4chan” und rechten Gegenöffentlichkeiten bis in die Spitzenpolitik und ins Kanzleramt eingesickert seien. Solche memetischen Operationen würden nicht der bloßen Unterhaltung dienen, sondern Abwertungs- und Vernichtungsfantasien transportieren, die eine sich selbst antreibende Radikalisierung erzeugen.

5. Die Medienmänner für die neue Medienwelt
(taz.de, Yasemin Said)
Neubesetzungen beim ZDF wie Florian Schroeder mit dessen neuer Late-Night-Show oder Wyn Matthiesen als Moderator beim Jugendformat “13 Fragen” seien Symptome einer Medienlandschaft, die sich dem gesellschaftlichen Rechtsruck passiv anpasse, kritisiert Yasemin Said in ihrer Kolumne in der “taz”. Schroeder betreibe eine Form von Satire, die nach unten trete und laut internem Konzeptpapier gezielt Grüne, Linke und NGOs ins Visier nehmen solle; Matthiesen wiederum biete in Debattenformaten Stimmen von “Nius” oder “Junge Freiheit” eine Bühne. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk bilde damit kein Bollwerk gegen rechte Strömungen, sondern legitimiere reaktionäre Narrative und verschaffe konservativen bis extrem rechten Positionen zusätzliche Sendezeit.

6. Capital Bra soll 250.000 Euro Zwangs­geld zahlen
(lto.de)
Der Rapper Capital Bra sei im Streit mit der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) vor dem Verwaltungsgericht Berlin im Eilverfahren gescheitert. Das Gericht habe es abgelehnt, die Vollstreckung eines Zwangsgeldes über 250.000 Euro auszusetzen. Die GGL werfe dem Musiker vor, trotz eines behördlichen Verbots weiterhin unerlaubte Online-Glücksspiele per Livestream übertragen, Werbebanner geschaltet und eine Vergleichsseite für illegale Angebote betrieben zu haben. Capital Bras Anwalt habe Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht angekündigt.

Zweifel an Weimer, Rückzug der Frauen, CDU im medialen Fokus

1. Dokumente wecken Zweifel an Weimers Darstellung
(t-online.de, Jonas Mueller-Töwe)
Interne Akten des Bundesbeauftragten für Kultur und Medien (BKM), die sich t-online.de über das Informationsfreiheitsgesetz beschafft habe, würden Wolfram Weimer belasten. Der Kulturstaatsminister habe beim Deutschen Buchhandlungspreis drei von einer unabhängigen Jury nominierte linke Buchläden nach Einschaltung des Verfassungsschutzes von der Preisträgerliste streichen lassen. Entgegen Weimers öffentlicher Darstellung habe die zuständige BKM-Fachabteilung intern zunächst ausdrücklich empfohlen, dem Juryvotum zu folgen.

2. Frauen ziehen sich aus dem Netz zurück
(taz.de, Amelie Sittenauer)
Aus Furcht vor digitaler und bildbasierter sexualisierter Gewalt würden einer repräsentativen Studie des Deutschen Frauenrats zufolge zwei Drittel der Frauen in Deutschland ihre Online-Aktivitäten einschränken. Bei jüngeren Frauen (18 bis 39 Jahre) liege der Anteil sogar bei 76 Prozent. Jede Fünfte habe bereits Erfahrungen mit sexualisierten KI-Fälschungen gemacht. Dieser massive Rückzug aus dem digitalen Raum gefährde die gesellschaftliche Teilhabe und damit die Demokratie unmittelbar. Der Deutsche Frauenrat und Der Deutsche Juristinnenbund würden deshalb deutliche Nachbesserungen am geplanten Gewaltschutzgesetz fordern.

3. “Radikalität zerstört jede Gesprächskultur”
(journalist.de, Jan Freitag)
“Spiegel”-Autor und Talk-Moderator Markus Feldenkirchen betont im Interview mit dem “journalist”, dass Vertrauen in den Journalismus vor allem durch akribische Faktentreue, Berechenbarkeit und innere Disziplin entstehe. Interviews mit Vertreterinnen und Vertretern der AfD würden eine besondere Besonnenheit erfordern: “Den aggressiven Diskursstil der AfD selbst zu übernehmen, wäre aus meiner Sicht kontraproduktiv. Also sage ich: Ruhe bewahren, freundlich sein, höflich bleiben und immer faktenbasiert argumentieren. Falls ich mit diesem Ansatz nicht mehr alle Menschen im Land erreiche, dann ist das eben so.”

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4. CDU im medialen Fokus
(deutschlandfunk.de, Sören Brinkmann, Audio: 31:38 Minuten)
In der aktuellen Folge des Podcasts “Nach Redaktionsschluss” geht es um die Frage, welche Rolle Medien beim Blick auf die CDU spielen. Es geht um Zuspitzungen und Dramatisierung, aber auch um die Frage, welche Rolle die Partei selbst dabei spielt. Mit Moderator Sören Brinkmann diskutieren der Dokumentarfilmer Stephan Lamby und Katharina Hamberger vom Deutschlandfunk.

5. Politische Bildung braucht freie Medien
(djv.de, Philipp Blanke)
In einem Impulsvortrag vor dem Parlamentskreis Politische Bildung hat Philipp Blanke aus dem Bundesvorstand des Deutschen Journalisten-Verbands davor gewarnt, dass die Erosion unabhängiger Medien auch das Fundament politischer Bildung untergrabe. US-amerikanische und chinesische Plattformkonzerne würden den Informationsraum dominieren. Sie entzögen Verlagen Werbeeinnahmen und würden durch polarisierende Algorithmen Emotionen, “Fake News” und Hass gegen Medienschaffende begünstigen. Blanke fordert die rechtliche Gleichstellung von Tech-Konzernen mit Medienunternehmen.

6. Prime-Alt­kunden zahlen vor­erst wieder weniger
(lto.de)
Der Bundesgerichtshof habe die Preisanpassungsklausel in den AGB von Amazon Prime für unwirksam erklärt, da sie widersprüchlich formuliert gewesen sei und Kundenrechte bei Preiserhöhungen im Unklaren gelassen habe. Infolgedessen passe Amazon den Beitrag für Altkunden mit unveränderten Verträgen von vor Mitte September 2022 vorübergehend wieder auf das alte Niveau an. Ob bereits gezahlte Mehrbeträge erstattet werden müssen, sei damit noch nicht entschieden.

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