Archiv für August, 2019

Kampf um Köpfe, Feindeslisten und „Nordkreuz“, Gelöschter Unfall

1. Wir verlieren den Kampf um unsere Köpfe
(spiegel.de, Sascha Lobo)

Sascha Lobo schreibt in seiner neuen Kolumne über Trumps neuestes Ablenkungsmanöver, auf das wir alle hereinfallen würden: „Trumps Grönland-Aktion hat bei mir eine Irritation ausgelöst, die wiederum aus zwei wesentlichen Komponenten bestand: Einerseits wurde meine Einschätzung bestätigt, dass Trump eine schwere Störung zu haben scheint. Andererseits habe ich mich — ja, doch: durch die Abstrusität unterhalten gefühlt. Der für die Verarbeitung des Weltgeschehens zuständige Teil meines Gehirns war regelrecht erleichtert. Denn eine Ungeheuerlichkeit, die mich wütend, aber hilflos fühlen ließ, wurde durch eine leicht verarbeitbare Groteske ersetzt. Besser hätte es für Trump in meinem Kopf gar nicht laufen können.“

2. Feindeslisten und „Nordkreuz“: Mit dieser Klage geht es weiter
(fragdenstaat.de, Arne Semsrott & Johannes Filter)
Mitglieder des rechtsextremen Netzwerks „Nordkreuz“ haben Feindeslisten erstellt. Seit mehr als zwei Jahren arbeitet die sogenannte Prepper-Kommission im Auftrag des Innenministeriums von Mecklenburg-Vorpommern an dem Fall. Arne Semsrott und Johannes Filter schreiben dazu: „Weil das Ministerium die bisherigen Ergebnisse der Kommission nicht herausgeben will, verklagen wir es jetzt. Die Beamten argumentieren, die Berichte der Kommission seien lediglich Entwürfe — wir gehen aber davon aus, dass auch sie unter das Gesetz fallen. Dabei wollen wir auch herausfinden, ob das Innenministerium noch immer der Meinung ist, dass sich Prepper vor allem vor Starkregen schützen wollen.“

3. „Grund ist politisches Interesse“
(taz.de, Katharina Schipkowski)
Zwei Jahre ist es her, dass die Website linksunten.indymedia verboten wurde. Die „taz“ hat sich mit der Anwältin Kristin Pietrzyk über den aktuellen Stand der Angelegenheit unterhalten. Sollte das Bundesverwaltungsgericht das Verbot für rechtmäßig befinden, könne dies weitreichende Konsequenzen haben: „Den Betreibern von Open-Posting-Plattformen wird sich die Frage stellen: Wie stark müssen wir moderieren, um nicht verboten zu werden? Was darf dann noch ein Blog, was darf eine nicht renommierte Onlinezeitung, was darf ein Forum? Das öffnet Tür und Tor für Zensur. Wenn man Pressefreiheit als Säule unserer Demokratie versteht — da wird ganz schön dran gesägt.“

4. Ich wüsste gerne …
(twitter.com, Stefan Niggemeier)
Stefan Niggemeier hat sich das Werbevideo der „Bunte“ angeschaut und fragt nicht ohne Süffisanz: „Ich wüsste gerne, wie viele Menschen die @Bunte jede Woche nur wegen ihrer brillant performten und hochglanzproduzierten Werbevideos kaufen.“

5. Eine Influencerin hat ihren angeblichen Motorradunfall auf Instagram dokumentiert
(jetzt.de)
Die amerikanische Influencerin Tiffany Mitchell (mehr als 200.000 Abonnenten) hatte angeblich einen Motorradunfall. Die Bilder davon, auf denen wie zufällig zwei Marken-Wasserflaschen zu sehen sind, postete sie auf Instagram. Zahlreiche Nutzerinnen und Nutzer hatten Zweifel an der Geschichte: Einiges deute darauf hin, dass der Unfall gestellt sei. Mittlerweile hat die Influencerin die Bilder von Instagram entfernt: „Ich will einen so verletzlichen Moment nicht von Menschen missverstanden wissen.“

6. Tele 5 zeigt ein Jahr lang immer wieder den gleichen Film
(dwdl.de, Uwe Mantel)
Tele-5-Chef Kai Blasberg ist für seine mitunter ungewöhnlichen Aktionen bekannt. Seine neueste Idee: 20 Jahre nach dem Kinostart von „Bang Boom Bang – Ein Todsicheres Ding“ wolle man den Film ausstrahlen. Wöchentlich. Ein ganzes Jahr lang.

Bild.de liefert rechten Hetzern aufgewärmtes abgelaufenes Futter

Manchmal kommt es vor, dass 90 Tage alte Football-Ergebnisse in der gedruckten „Bild“ landen, und das ist dann ganz amüsant, aber auch nicht weiter schlimm. Das hier ist hingegen schlimm:

Screenshot Bild.de - Irrer Einbürgerungsplan - Deutscher Pass trotz Scharia-Ehe - Veröffentlichungsdatum: 20. August 2019

Der Artikel zum angeblichen „IRREN EINBÜGERUNGSPLAN“ der Bundesregierung von „Bild“-Parlamentskorrespondent Franz Solms-Laubach soll gestern erschienen sein, so steht es bei Bild.de. Genau derselbe Text, Wort für Wort, ist bereits am 6. Mai dieses Jahres in der gedruckten „Bild“ und bei Bild.de erschienen. Er war damals schon zumindest irreführend, wie Patrick Gensing beim ARD-„Faktenfinder“ erklärt. Heute ist er schlicht falsch.

Solms-Laubach schreibt, dass Justizministerin Katarina Barley (die inzwischen gar nicht mehr Justizministerin ist — der Artikel ist eben völlig veraltet) sich gegen Horst Seehofer und dessen Innenministerium durchgesetzt habe:

Ein Leben mit zwei oder drei Ehefrauen? Für die Bundesregierung soll das kein Hindernis sein, Ausländern die deutsche Staatsangehörigkeit zu verleihen. Und das, obwohl die Vielehe in Deutschland eigentlich strafbar ist!

Unfassbar: Das Bundesinnenministerium (BMI) konnte sich mit dem Plan, Ausländern in Mehrehe die Einbürgerung in Deutschland zu versagen, NICHT gegen das Bundesjustizministerium (BMJV) durchsetzen!

Tatsächlich sollte eine Mehrehe laut Bundesregierung durchaus ein „Hindernis sein, Ausländern die deutsche Staatsangehörigkeit zu verleihen.“ Man habe in dem Gesetzentwurf, um den es geht, allerdings andere Aspekte, die im Koalitionsvertrag vereinbart waren, vorgezogen und den zur Mehrehe zurückgestellt, erklärte das Bundesjustizministerium damals. Er sollte später aber angegangen werden.

Der Bundestag verabschiedete im Juni eine Änderung des Staatsangehörigkeitsgesetzes. Darin ist auch geregelt, dass jemand, der in einer Mehrehe lebt, nicht eingebürgert werden kann. Diese Änderung ist inzwischen in Kraft. Und der Aufregertext von Franz Solms-Laubach damit völlig überholt — was nicht weiter tragisch wäre, wenn er noch auf den 6. Mai datiert wäre. Nun wirkt es allerdings so, als sei all das, was der „Bild“-Parlamentskorrespondent vor sich hinschnaubt, der Stand von gestern.

Dazu trägt auch Ralf Schuler bei, der bei „Bild“ das Parlamentsbüro leitet. Er verbreitete gestern bei Twitter den aufgewärmten abgelaufenen Bild.de-Artikel, als wüsste er nicht, dass dieser längst nicht mehr aktuell ist:

Screenshot eines Tweets von Ralf Schuler - Deutscher Pass trotz Scharia-Ehe

Unter Schulers Tweet entlud sich die Wut der Wütenden:

Unglaublich!

Genau das ist mit „Unterwerfung“ gemeint.

Gesetzte aus dem Irrenhaus.

Die falsche, weil überholte „Bild“-Berichterstattung ist auch für rechte Scharfmacher und Hetzer ein gefundenes Fressen:




In den Kommentaren wütet der Mob. Und niemanden interessiert es, dass die Überschrift „Deutscher Pass trotz Scharia-Ehe“ exakt das Gegenteil von dem darstellt, was in Deutschland heute Gesetz ist. Aber warum sollte es das auch? Die „Bild“-Redaktion interessiert es ja auch nicht.

Gesehen bei @PatrickGensing.

Für jede Krise ein Gesicht

Vergangene Woche hat „Bild“-Selfie-Reporter Paul Ronzheimer Joshua Wong getroffen, den „Anführer des Aufstands“ in Honkong.

Screenshot BILD.de: BILD trifft Hongkongs Protest-Anführer Joshua Wong - Warum lässt uns Deutschland so alleine? [Dazu ein Foto, auf dem sich Wong und Ronzheimer gegenüberstehen]

„Bild“ schreibt:

Jede Revolution, jeder Aufstand, braucht ein Gesicht.

Was insofern ganz interessant ist, als die aktuelle Protestbewegung in Hongkong sehr stolz darauf ist, dass sie eben keinen Anführer hat. International schreiben Medien von Protesten „without a main figurehead“, und auch Joshua Wong selbst sagt, dass es ein „faceless and leaderless movement“ sei.

„Jede Revolution, jeder Aufstand, braucht ein Gesicht“ – vielleicht meint „Bild“ aber auch gar nicht Wongs Gesicht.

Mit Dank an Stephan S. für den Hinweis!

Nachtrag, 22. August: Es gab Kritik an diesem Beitrag, teils sachlich, teils nun ja. Daher zur Erläuterung: Wir wollten nicht kritisieren, dass Paul Ronzheimer für seine Reportagen vor Ort ist. Unser Beitrag sollte sich auch nicht gegen Reporter im Allgemeinen richten. Was wäre das auch für eine unsinnige Kritik? Aber in Anbetracht der Tatsache, dass kaum ein Ronzheimer-Artikel in „Bild“ und bei Bild.de ohne ein großes Foto auskommt, auf dem Ronzheimer zu sehen ist, fragen wir uns durchaus, was nun im Mittelpunkt steht: die Geschichten oder Paul Ronzheimer?

Dass wir auf diesen Punkt hinauswollten, haben wir offensichtlich nicht deutlich genug herausgearbeitet.

Viel-Framing-Ministerin, Rezo und die Reaktionen, SPD-Telefon(ab)schalte

1. Widersprüche um SPD-Telefonschalte
(spiegel.de)
Vergangenen Freitag berichtete der „Spiegel“, dass auch Olaf Scholz für den SPD-Parteivorsitz kandidieren wolle. Scholz habe dies in einer Telefonschalte mit den drei kommissarischen Parteichefs eingeleitet. Einer der drei Parteichefs bestritt in einer Pressekonferenz, dass es diese Telefonkonferenz gegeben habe. Was den „Spiegel“ zu einer Stellungnahme in eigener Sache veranlasst: „Wir können versichern, dass wir für unsere Darstellung zwei voneinander unabhängige, vertrauenswürdige Quellen haben, wie es die journalistischen Regeln verlangen. Wir haben unsere Quellen mit den Aussagen Schäfer-Gümbels konfrontiert. Sie bleiben bei ihrer Darstellung.“

2. Ich habe die Bundesfamilienministerin gefragt …
(twitter.com/nicolediekmann)
Die Korrespondentin im ZDF-Hauptstadtstudio Nicole Diekmann hat Bundesfamilienministerin Franziska Giffey gefragt, ob sie die Kritik an Wortschöpfungen wie „Gute-Kita-Gesetz“ und „Starke-Familien-Gesetz“ verstehe. Giffey argumentiert in ihrer leidenschaftlich vorgetragenen Antwort für „verständliches Sprechen“. Sie werde sich nicht „beirren lassen“. Man könnte dem folgen, doch in den Kommentaren zum Tweet kommen die entsprechenden und sehr berechtigten Gegenargumente.

3. Warum der viel zitierte „Bildungsmonitor“ nicht verrät, welches Bundesland die beste Bildung hat
(krautreporter.de, Bent Freiwald)
Die dem Arbeitgeberverband nahestehende Lobbyvereinigung INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) hat jüngst den „Bildungsmonitor 2019“ (PDF) veröffentlicht. Dort geht es um einen Vergleich der Bildungssysteme der verschiedenen Bundesländer, der von vielen Redaktionen begierig aufgegriffen wurde. Bent Freiwald bezweifelt die aus dem Bericht gewonnenen Einsichten und Rückschlüsse: „Ein Vergleich aus wirtschaftlicher Sicht, mit relativ instabilen Daten, verrät nicht, welches Bundesland insgesamt das beste Bildungssystem hat.“

4. Alles, was ich über Bakery Jatta weiß
(nebgen.blogspot.com, Christoph Nebgen)
Die „Sport Bild“ berichtete vor wenigen Wochen von einer „irren Geschichte“. Die Zeitung habe bei einer „sensationellen Recherche“ herausgefunden, dass mit dem HSV-Spieler Bakery Jatta etwas nicht stimme. Es bestünden Zweifel an Identität und Legitimität des Aufenthaltsstatus. Andere Medien schlossen sich mit teilweise wüsten Spekulationen an. Konkurrierende Fußballvereine legten Einspruch gegen die Wertung von Partien ein, bei denen sie dem HSV unterlegen waren. Der Rechtsanwalt Christoph Nebgen hat sich den durchaus komplexen Vorgang genauer angeschaut.

5. Ausgetwittert
(tomhillenbrand.de)
Der Journalist und Schriftsteller Tom Hillenbrand ist Anfang Mai für einige schon aus einer Entfernung von Kilometern erkennbare Satire-Tweets von Twitter gesperrt worden. Hillenbrand versucht seitdem mit allen Mitteln, Twitter zu einer Aufhebung der Sperre zu bewegen, doch selbst auf einstweilige Verfügungen reagiere der Kurznachrichtendienst nicht. In einem Blogbeitrag dokumentiert er den Fortgang mit immer neuen Updates. Es ist ein Vorgang des unentwegten Kopfschüttelns, der geradezu nach einer Regulation und Sanktionierung schreit. Der von Twitter wohlgemerkt.

6. Eine Pressemitteilung des @DJVde gegen #rezo zum Fremdschämen …
(twitter.com, Peter Welchering)
Die Kritik des Youtubers Rezo an Boulevardmedien, seine persönlichen Erfahrungen mit Medien und die seiner Meinung nach wenig vorhandene Medienkritik (abseits von BILDblog und „Übermedien“) haben auf der Gegenseite zu teilweise merkwürdigen Reaktionen geführt. So antwortete der Deutsche Journalisten-Verband mit einer (mittlerweile zurückgezogenen) etwas patzigen und peinlich unsouveränen Pressemitteilung. Beachtenswert auch hier die Diskussion in den Kommentaren.

Bild  

Von Persönlichkeitsrechten im digitalen Zeitalter

Womöglich muss man schon dankbar sein, dass sie bei „Bild“ nicht gleich wieder eine Titelgeschichte draus gemacht haben, nach deren Veröffentlichung eine Bildungseinrichtung bedroht wird, und sich die Polizei einschalten muss.

Aber hartnäckig drangeblieben sind sie schon an der Geschichte, dass eine Grundschule in Halle an der Saale („kein Einzelfall!“) den Eltern verboten habe, bei der Einschulungsfeier zu fotografieren.

Ausriss Bild-Zeitung - Ist das wirklich im Sinne der gut 730000 Erstklässler oder nicht doch völliger Datenschutz-Irrsinn?

(Nein, in Halle wurden nicht „730.000 Erstklässler“ eingeschult — die „Bild“-Redaktion macht es hier nur etwas genereller.)

Der Artikel vom Samstag legte dann für „Bild“-Verhältnisse überraschend sachlich die Rechtslage dar („Eltern sollten sich bewusst sein, dass Fotos von Kindern im Internet problematisch seien“).

Aber auch gestern waren die besagte Grundschule und eine weitere in Halle noch einmal Thema in der Bundesausgabe: Eine Mutter, die sich mit ihrer Tochter von „Bild“ fotografieren ließ, sagt, dass sie die Vorgabe des Schulleiters respektiert hätten. Ein Gast (!) der Einschulung wird mit den Worten zitiert, ein Foto vom eigenen Kind zu verbieten sei „Irrsinn“ (eine Formulierung, die „Bild“ gerne für die Dachzeile des Artikels übernahm). Und der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes erklärt:

„Natürlich muss das Recht der Kinder am eigenen Bild geschützt werden.“

Damit war das Thema für „Bild“ aber noch nicht durch: Auf Seite 2 forderte Redakteur Christian Langbehn etwas melodramatisch: „Lasst uns die Erinnerungen“.

Ausriss Bild-Zeitung - Dass einige Schuldirektoren ein generelles Fotoverbot für diese Feier verhängen, ist schlicht grotesk. Gewiss, im digitalen Zeitalter ist es wichtiger denn je, auf die Persönlichkeitsrechte, insbesondere die von Kindern, zu achten. Dabei geht es aber nicht um das Fotografieren, das eigentliche Erstellen des Fotos. Sondern um den späteren Umgang damit. Die entscheidenden Fragen sind: Laden wir diese Fotos ins Internet? Und wer darf sie dort sehen?

Was so alles mit Fotos passieren kann, die zufälligerweise ihren Weg an die Öffentlichkeit gefunden haben, kann man just oben auf jener Seite 6 der „Bild“-Bundesausgabe von gestern sehen, auf der unten die Geschichte vom „Datenschutz-Irrsinn“ steht: Da prangt das Foto eines 20-jährigen Geflüchteten aus Afghanistan, der am Wochenende bei einem Polizeieinsatz erschossen wurde — unverpixelt, „Foto: privat“.

Der große Werbe-Beschiss, Rezo und die Zeitungen, Lachkonserve-Erfinder

1. Der grosse Werbe-Beschiss: Klickt euch doch selbst!
(medienwoche.ch, René Zeyer)
René Zeyer beschäftigt sich in der „Medienwoche“ mit einem Problem, das bei vielen Medien gerne unter den Tisch gekehrt wird: den unzähligen Promi-Betrugsinseraten und Werbebetrügereien. Er schreibt: „Wieso es aber weder Google mit seinen Tausenden von IT-Spezialisten, noch grossen Medienkonzernen wie Springer, Ringier, «Spiegel», «Die Zeit» und anderen nicht gelingt, wenigstens offenkundige Betrugsmaschen den Stecker zu ziehen, bleibt unverständlich.“ Manche Medien würden gar vor den Fake-Inseraten ihrer eigenen Seite warnen: „Man muss sich diese Absurdität auf der Zunge zergehen lassen: Ein Verlag warnt vor seinen eigenen Inseraten. Er verdient zwar dran, kriegt sie aber nicht weg.“

2. Die Zerstörung der Zeitungen durch den Youtuber Rezo
(indiskretionehrensache.de, Thomas Knüwer)
Youtuber Rezo war beim Comedyduo „Space Frogs“ zu Gast. Es ging um das Thema „Zeitung“. Hat das Konzept ausgedient („Die meisten Zeitungen sind Billo-Shit-Unterhaltung.“)? Und warum kritisieren Medien sich nicht untereinander, da wo es angebracht ist: „Übermedien macht das. BILDblog macht das. Aber warum machen das nicht alle Zeitungen?“

3. Viele individuelle Lösungen für komplexe Probleme
(deutschlandfunk.de, Mirjam Kid, Audio: 6:16 Minuten)
Die „Fridays for Future“-Bewegung könne laut Medienethiker Alexander Filipovic einen positiven Effekt auf die Medienberichterstattung haben. Die Folge der Proteste könne sein, „dass sich die Erwachsenen für die Komplexität des Themas interessieren und auch die anspruchsvollen Dinge angucken und auch kaufen, sodass sich die Medien auch trauen, die wichtigen Sachen zu platzieren“.

4. dpa reagiert positiv auf offenen Brief zum Jubiläum
(genderequalitymedia.org)
Anlässlich des 70. Geburtstags der Deutschen Presse-Agentur (dpa) hat sich „Gender Equality Media“ in einem offenen Brief (PDF) an die Nachrichtenagentur gewandt. Kern des Anliegens: Die Nachrichtenprofis auf unangebrachte Begriffe im Zusammenhang mit der Berichterstattung über Gewalt gegen Frauen hinzuweisen. Der offene Brief sei von der Agentur positiv aufgenommen worden.

5. Erzählen Sie lieber was vom Pferd!
(faz.net, Hans Hütt)
Das Format der Sommerinterviews gehört neu überdacht, findet Hans Hütt: „Wie kommt es, dass die beiden großen Sendeanstalten mit ihren erstaunlichen Ressourcen nicht in der Lage sind, ihre rhetorisch ausgeschlafenen Gäste mit Daten und Fakten zu konfrontieren?“ Die „oberflächliche Dampfplauderei“ sei entbehrlich.

6. Der Erfinder der Lach-Konserve
(spiegel.de, Danny Kringiel)
Hinter dem Lachen vom Band in TV-Sendungen steht die Erfindung eines US-Ingenieurs aus dem Jahr 1953 — Charles Douglass hatte eine „Lachmaschine“ entwickelt: „Die Tasten waren mit 320 Lacher-Variationen belegt. Es war wie eine Orgel, mit der man ein ganzes Lachorchester kontrollierte. Douglass spielte sie virtuos. Mit präzisem Timing setzte er Lacher wie Akkorde zusammen: etwa das frühe Kichern vom Blitzmerker, der die Pointe als erster versteht, überlappend mit dem Auflachen der Menge, als der Groschen fällt. Das applausbegleitete Hauptgelächter, aus dem ein schrilles Lachen hervorsticht. Und dann, kurz vor dem Abebben, das dröhnende Wiehern des Spätzünders. Douglass schuf Kompositionen der Freude.“

Wo gibt’s denn sowas? Nicht bei Otto.

„Flaschenwürfe, Randale, Festnahmen“ habe es gegeben, schrieb die „Hamburger Morgenpost“ vor zwei Monaten groß auf ihrer Titelseite, und zwar in der Hamburger Villa des Unternehmers Frank Otto. Dort sei eine „Teenie-Party“ mit 300 Gästen aus dem Ruder gelaufen.

Eine Teenie-Party in der Nacht zu Sonntag in der Hamburger Villa von Medienunternehmer Frank Otto (61) und Dschungelstar Nathalie Volk (22) ist derart ausgeufert, dass mehrfach die Polizei auftauchen musste. Für drei Jugendliche endete die Nacht in Handschellen.

Am Ende des Artikels kam auch Otto selbst zu Wort, der die Sache allerdings etwas anders darstellte. Er erklärte, dass …

in der Villa selbst alles friedlich gewesen sei. Randale hätten demnach Leute gemacht, die zu der Party gar nicht eingeladen waren und auf der Straße vor dem Anwesen bleiben mussten.

Trotzdem titelte die „Mopo“-Redaktion:

Große Titelschlagzeile der Hamburger Morgenpost: Krawall-Party in der Otto-Villa - Flaschenwürfe, Randale, Festnahmen: 300 Jugendliche feierten in der Millionärs-Residenz, bis die Polizei kam

Heute musste sie auf ihrer Titelseite und im Innenteil eine Gegendarstellung abdrucken:

Gegendarstellung auf der Titelseite der Hamburger Morgenpost: Auf der Titelseite der "Hamburger Morgenpost" vom 24. Juni 2019 heißt es unter der Überschrift "Krawall-Party in der Otto-Villa": "Flaschenwürfe, Randale, Festnahmen: 300 Jugendliche feierten in der Millionärs-Residenz, bis die Polizei kam" Hierzu stelle ich fest: Die beschriebenen Vorfälle fanden nicht in meinem Haus statt; es feierten dort nicht mehr als 100 Personen - Hamburg, den 2. August 2019 - Frank Otto

Whatsapp an Strache, Maaßen-Analyse, Mockridge vs. Fernsehgarten

1. Chronologie einer Enthüllung: Whatsapp an H.-C. Strache
(derstandard.at, Bastian Obermayer & Frederik Obermaier)
Die beiden „SZ“-Journalisten Bastian Obermayer und Frederik Obermaier waren an der Aufdeckung des Ibiza-Skandal um FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache beteiligt. Beim österreichischen „Standard“ erzählen sie, wie sie Kurz und dessen Adlatus mit den Vorwürfen konfrontierten und was danach passierte. Ein Bericht, der sich streckenweise wie ein Krimi liest.

2. Angeblicher Auflagen-König ist in Wahrheit König der Kopierer
(uebermedien.de, Mats Schönauer)
Nahezu alle Zeitschriften machen Verluste, doch ein Verlag scheint davon auf wundersame Weise nicht betroffen zu sein: der Alles Gute Verlag. Sein Erfolgsrezept beruhe auf einem simplen Trick, so Mats Schönauer auf „Übermedien“: Die sich mehrheitlich um Klatschblätter handelnden Postillen würden vornehmlich bei sich selbst abschreiben. Die fantastischen Zahlen hätten etwas mit der Abrechnungsweise der IVW bei den Remissionen bestimmter Titel zu tun: „Für ihre Analysen haben die Branchendienste bei der „Freizeit Heute“ nicht die verkaufte Auflage betrachtet, wie bei anderen Zeitschriften, sondern die Druckauflage, die immer deutlich höher ist. Das Blatt gehört also nicht an die Spitze des Rankings, sondern vermutlich irgendwo ins Mittelfeld.“

3. Warum wir weiterhin darüber aufklären, wen Maaßens Anhängerschaft retweetet
(netzpolitik.org)
Netzpolitik.org hat die Twitter-Anhängerschaft des früheren Verfassungsschutz-Präsidenten Hans-Georg Maaßen analysiert. Dies hat teilweise heftige Kritik ausgelöst, die Netzpolitik.org wie folgt beantwortet: „Wir stehen zu unserem Bericht über die Datenanalyse. Deswegen lassen wir uns weder von Klageandrohungen noch von Shitstorms einschüchtern, die mit persönlichen Angriffen, Beleidigungen und Verleumdungen eine Änderung unserer Berichterstattung einfordern. Beides stellt einen Angriff auf die Pressefreiheit dar.“

4. Wo sich der Populismus unterhält
(tagesspiegel.de, Oliver Weber)
Oliver Weber hat sich die Entwicklung der Polittalks in den vergangenen Jahrzehnten näher angeschaut. Anfangs habe es an den Sendungen häufiger Kritik von rechts gegeben, heutzutage eher von links: „Führt man sich einmal vor Augen, wie irritationsresistent politische Talkshows funktionieren, wird auch klarer, inwiefern sie zum Aufstieg der AfD beigetragen haben können. Wenn sich der Personenkreis der häufig geladenen Gäste auf gut dreißig bekannte Gesichter reduziert, wird auch das populistische Vorurteil plausibler, in Berlin regiere eine kleine Clique von Politikern, die zur Lösung der Probleme im Land nichts beitrage.“

5. Wie Neonazis ihren Lifestyle auf Instagram verbreiten
(belltower.news, Samira Alshater)
Viele Rechtsextreme haben Instagram für sich entdeckt: „Auch sie nutzen die Plattform zur Darstellung ihres rechten Lifestyles. Dabei verwischen sie gezielt die Grenzen zwischen Propaganda und Privatleben.“ Samira Alshater zeigt mit zahlreichen Beispielen, welcher Bildsprache sich Rechtsextreme und Neonazis bedienen.

6. Kiewel rügt Mockridge nach Gaga-Auftritt im „Fernsehgarten“
(dwdl.de, Thomas Lückerath)
Am Sonntag war der Comedian Luke Mockridge beim ZDF-„Fernsehgarten“ zu Besuch und hat dort augenscheinlich versucht, mit einem absichtlich schlechten Auftritt voller schlechter Witze die Sendung zu „pranken“. Nach vier quälend langen Minuten hatte die Regie genug und schaltete zu Fernsehgarten-Moderatorin Andrea Kiewel rüber, die dem Spuk ein Ende bereitete. Etwas später richtete Kiewel sich live an ihr Publikum: „Ich moderiere diese Sendung jetzt seit 19 Jahren und das was Luke Mockridge hier gerade abgeliefert hat, übertrifft alle Vorstellungen an Unkollegialität, die ich jemals erlebt habe.“
Kommentar des „6 vor 9“-Kurators: Wenn überhaupt bezieht der Vorgang seine Komik aus einem Aspekt, der sicherlich nicht beabsichtigt war: Ein glattgebügelter und gefälliger Unterhaltungskünstler für den Massengeschmack arbeitet sich an einem glattgebügelten und gefälligen Unterhaltungsformat für den Massengeschmack ab.

Schöner abschieben, MDR-Diskussion geplatzt, Börse für Andersdenkende

1. Ein PR-Coup des Innenministeriums: Schöner abschieben nach Kabul
(fr.de, Katja Thorwarth)
Die Deutsche Presse-Agentur hat auf Einladung des Innenministeriums einen Abschiebeflug nach Afghanistan begleitet und darüber recht einseitig berichtet, wie Katja Thorwarth kritisiert: „Natürlich kann man die Perspektive der Polizei wählen, nur trägt das zur Transparenz maximal 50 Prozent bei. Tatsächlich wird das für die abgeschobenen Menschen dramatische Ereignis auf den Routinealltag von Beamten heruntergebrochen, Emotionen werden mit dem Verweis auf „beklommene Blicke“ abgefrühstückt. Eigentlich im Fokus stehende Einzelschicksale der Flüchtlinge sind ausgeblendet, das Individuum inklusive Innenleben findet im ministeriell abgesegneten Propagandastück nicht statt.“

2. Lernen Sie jemanden kennen, der ganz anders denkt als Sie!
(zeit.de)
Beim großen Projekt „Deutschland spricht“ vermitteln „Zeit Online“ und die beteiligten Partnermedien allen interessierten Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen politisch anders denkenden Gesprächspartner. Das Projekt wurde erstmals 2017 initiiert und von 12.000 Personen genutzt. Im vergangenen Jahr waren es dann schon 28.000 Menschen.
Weiterer Lesetipp: Armin Falk hat das Projekt wissenschaftlich begleitet und kommt zu dem Ergebnis, „dass bereits ein zweistündiges Gespräch ­zwischen Menschen mit völlig unterschiedlichen ­politischen Ansichten reicht, um die Polarisierung abzuschwächen. Das Treffen hat Vorurteile gegenüber Andersdenkenden abgebaut: Nach dem Gespräch hielten Teilnehmer Menschen mit anderen Ansichten im Schnitt für weniger inkompetent, ­bösartig und schlecht informiert. Und sie hatten weniger den Eindruck, dass diese völlig andere Werte und Lebensvorstellungen ­haben.“

3. MDR-Diskussion mit Neonazi platzt nach heftiger Kritik
(tagesspiegel.de, Matthias Meisner)
Die geplante Diskussion des MDR zum Film „Chemnitz — Ein Jahr danach“, zu der auch ein Neonazi eingeladen war, findet nicht statt. Nachdem es einige Kritik gegeben hatte, und Diskussionspartner aus Protest ihre Teilnahme widerrufen haben, will der MDR das Publikum stattdessen mit den Machern des Films diskutieren lassen.

4. Gewalt gegen Journalisten eskaliert
(reporter-ohne-grenzen.de)
In Hongkong kommt es seit mehreren Wochen zu massiven Protesten. Auslöser war ein Gesetzentwurf, der die Auslieferung von Verdächtigen nach Festland-China erlaubt hätte. Nun wird die Lage auch für Medienschaffende gefährlich. Christian Mihr, Geschäftführer bei Reporter ohne Grenzen: „Die mittlerweile systematische Gewalt soll Journalistinnen und Journalisten abschrecken, über die Proteste zu berichten. Die Behörden in Hongkong müssen die Gewalt gegen Medienschaffende beenden und die brutalen Übergriffe untersuchen.“

5. Radio erlebt als Audio seinen x-ten Frühling
(fachjournalist.de, Ulrike Bremm)
Im Gespräch mit dem Portal „Fachjournalist“ verrät der stellvertretende Hörfunkdirektor des Bayerischen Rundfunks Walter Schmich, was aus seiner Sicht guten Radiojournalismus ausmacht, wie für ihn das Radio der Zukunft aussieht und was er vom Podcast-Boom hält. Um das Radio macht er sich keine Sorge: „Hörfunk hat beispielsweise in Bayern in 20 Jahren nicht einmal vier Prozent an Reichweite verloren — das ist gar nichts. Da ist der Vorteil, dass wir ein Nebenbei-Medium sind: Ich kann z.B. am Computer arbeiten und Radio hören. Ob man uns über UKW, DAB oder als Livestream am PC hört — völlig egal, wir erreichen die Leute.“

6. Warum Bibel TV der Werbemarkt egal sein kann
(dwdl.de, Timo Niemeier)
Seit mittlerweile 17 Jahren behauptet sich der kleine Nischenkanal Bibel TV am Markt. Der gemeinnützig arbeitende Sender gehört mehrheitlich der Rentrop-Stiftung, die beiden großen Kirchen besäßen jedoch eine Sperrminorität. Timo Niemeier stellt den Sender vor, bei dem „die Ausrichtung am christlichen Wertekanon und an Gewaltfreiheit“ im Zentrum stehe.

Bild.de macht pauschal Stimmung: „Muslime hassen Juden“

Bei Netflix läuft seit gut zwei Wochen der Film „The Red Sea Diving Resort“, und Bild.de hat ihn nun auch entdeckt:

Screenshot Bild.de - Red Sea Diving Resort - Geheimdienst tarnt Flüchtlinge als Urlauber -Der Netflix-Film basiert auf wahren Begebenheiten

Allerdings ist bereits das, was die Redaktion in der Überschrift schreibt, falsch. Und es wird auch nicht richtiger, wenn Autor Christian Henning diese Art Zusammenfassung ähnlich im Artikel wiederholt:

Als die Tarnung als Tauch-Resort so perfekt ist, dass tatsächlich (deutsche) Touristen dort ankommen, müssen die Geheimagenten Tauch- und Fitness-Kurse anbieten. Hauptsache, niemand merkt, dass die meisten Gäste auf den Zimmern Flüchtlinge sind, die um ihr Leben bangen.

In der Tat geht es in „The Red Sea Diving Resort“ um einen Geheimdienst (den Mossad), der Geflüchtete (Äthiopierinnen und Äthiopier jüdischen Glaubens) rettet. Das Team des Mossad pachtet zum Schein ein verlassenes, am Roten Meer gelegenes Resort im Sudan. Es kommen dann etwas überraschend auch richtige Touristen, für die der Mossad ein Urlaubsprogramm organisieren muss. Die Geflüchteten aus Äthiopien werden in den 130 Minuten, die der Film dauert, allerdings kein einziges Mal als Urlauber getarnt und sie sind auch nicht Gäste des Resorts, wie Bild.de schreibt. Sie verstecken sich nach ihrer Flucht vor dem äthiopischen Bürgerkrieg in einem sudanesischen Flüchtlingslager, das ganz woanders im Land liegt. Das vom Mossad gepachtete Resort dient lediglich als der Ort, zu dem sie bei Dunkelheit in Lastwagen gefahren werden, um dort in Boote zu steigen, die sie nach Israel bringen. Die Geschichte basiert auf der „Operation Brüder“.

„Bild“-Autor Christian Henning hat den Film offenbar überhaupt nicht gesehen. Oder er hat ihn gesehen, allerdings kaum verstanden.

Dafür hat er es aber hinbekommen, bei Bild.de selbst in einer Filmrezension Stimmungsmache gegen Muslime unterzubringen. Zum „Haken“ an dem Vorhaben des Mossad schreibt er:

Der Sudan ist ein überwiegend muslimisches Land. Muslime hassen Juden.

Ohne Einschränkung, ohne Differenzierung. Kein „manche“. Kein „einige“. Nicht mal ein „viele“. Laut Bild.de sind pauschal alle Muslime Judenhasser.

Mit Dank an @MKTuningDO und @Menschenkleber für die Hinweise!

Nachtrag, 12:27 Uhr: Bild.de hat die zwei oben zitierten Sätze zum Sudan als „überwiegend muslimisches Land“ sowie zu den Muslimen, die pauschal Juden hassen würden, ohne irgendeinen Korrekturhinweis aus dem Artikel gestrichen.

Nachtrag, 12:59 Uhr: Nun hat die Redaktion auch eine Anmerkung hinzugefügt:

Anmerkung der Redaktion: Eine frühere Version dieses Artikels enthielt die Formulierung: „Muslime hassen Juden.“ Der Satz wurde ersatzlos entfernt.

Nachtrag 19:48 Uhr: Bei Bild.de haben sie den Text inzwischen ein weiteres Mal überarbeitet. Nun sind auch die Sätze „Im Sudan ist ein Menschenleben eher wenig wert. Ein jüdisches umso weniger.“ rausgeflogen.

Außerdem hat die Redaktion ihre „Anmerkung“ am Ende des Artikels noch einmal überarbeitet:

Anmerkung der Redaktion: Eine frühere Version dieses Artikels enthielt die Formulierung: „Der Sudan ist ein überwiegend muslimisches Land. Muslime hassen Juden. Ein Menschenleben ist dort nichts wert. Ein jüdisches umso weniger.“ Für diese falsche Pauschalisierung bitten wir um Entschuldigung. Der Absatz wurde ersatzlos entfernt.

Blättern:  1 2 3 4