ARD-Studio Kiew beschädigt, Weimers Absprachen, Geldscheine als Waffe

1. ARD-Studio Kiew massiv beschädigt
(tagesschau.de)
Bei einem schweren russischen Drohnen- und Raketenangriff auf Kiew sei das dortige ARD-Studio massiv beschädigt worden. Weil sich während des Angriffs keine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Studio befunden hätten, sei niemand verletzt worden. Studioleiter Vassili Golod erklärt: “Rausgerissene Fensterrahmen, überall Splitter, zerstörte Technik – den eigenen Arbeitsplatz völlig verwüstet zu sehen, ist ein Schock. Die russischen Luftangriffe sind seit Jahren massiv, rücksichtslos und Teil der brutalen Lebensrealität in der Ukraine.”

2. Weimers Behörde und Weimers Unternehmen stimmten sich ab
(taz.de, Kersten Augustin)
Die “taz” berichtet über neue Hinweise auf eine mögliche Vermischung von Amt und Geschäftsinteressen bei Kulturstaatsminister Wolfram Weimer. Interne Mails würden zeigen, dass sich der Sprecher von Weimers Behörde und der Sprecher der Weimer Media Group bei Presseanfragen zum umstrittenen Ludwig-Erhard-Gipfel abgestimmt hätten. Zudem sei Wolfram Weimer selbst in Unternehmensmails einbezogen worden, obwohl er nach eigener Darstellung keine operative Rolle mehr in dem Unternehmen habe.

3. Nicht das Wort als Waffe, sondern die Geldscheinchen des Verlegers Holger F.
(bruchstuecke.info, Wolfgang Storz)
Wolfgang Storz kritisiert die “Ostdeutsche Allgemeine” von Verleger Holger Friedrich als rechtsoffenes Medienprojekt, das Meinungsfreiheit beschwöre, Kritiker aber juristisch und wirtschaftlich unter Druck setze. Storz verweist auf Fraktur-Ästhetik, unklare Eigentumsstrukturen und ein publizistisches Profil zwischen rechtskonservativ und rechtsoffen. Im Zentrum stehen die Konflikte mit dem Portal “Volksverpetzer” und dem Journalisten Matthias Meisner.

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4. Klaas Klever ist gefasst
(blog.ub.uni-leipzig.de, Stephan Wünsche)
Stephan Wünsche von der Universitätsbibliothek Leipzig zieht Bilanz nach seiner Warnung vor KI-generierten Fake-Fachbüchern beim Self-Publishing-Verlag tredition. Die Recherche habe breite mediale Resonanz ausgelöst und dazu geführt, dass tredition die Problematik eingeräumt, betroffene Titel zurückgezogen und neue Prüfmechanismen angekündigt habe. Wünsche warnt zugleich, dass der Fall nur ein Zwischenstand sei. Bibliotheken, Wissenschaft und IT sollten enger zusammenarbeiten, da KI-generierte Fake-Fachbücher auch künftig ein Problem bleiben dürften.

5. BILD-Fundstücke
(wortvogel.de, Torsten Dewi)
Torsten Dewi blickt anhand alter “Bild”-Schlagzeilen auf wiederkehrende Muster des Boulevardjournalismus zurück: Empörungskampagnen gegen Rundfunkgebühren, Benzinpreise oder Promillegrenzen, rassistische und sexistische Framings, Häme gegenüber Kranken sowie sensationsheischende Kriminal- und Kriegsschlagzeilen.

6. Comedy-Presseschau
(setup-punchline.de, Bernhard Hiergeist)
In seiner “Comedy-Presseschau” bündelt Bernhard Hiergeist aktuelle Debatten, Kritiken und Podcasts rund um Satire, Stand-up und Unterhaltungsindustrie. Themen sind unter anderem die Wirkung von Satire jenseits ihrer Absicht, Hape Kerkelings neuer Horst-Schlämmer-Film, Männlichkeitsbilder in “Scrubs”, Stephen Colberts Late-Night-Erbe, Russell Brands Wandel ins rechtspopulistische Milieu sowie Arbeits- und Machtstrukturen bei “Saturday Night Live”.