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Bild  

Dennis Hopper von Paparazzo gestürzt

Es sind “erschütternde Bilder”, die “im Herzen wehtun” — und die “Bild” natürlich deswegen trotzdem zeigt:

Ausriss: "Bild"

Dennis Hopper (73), einer der größten Hollywoodstars der Filmgeschichte, bricht auf offener Straße zusammen.

Der Schauspiel-Gigant (“Easy Rider”, “Waterworld”) ist todkrank. Er leidet an Prostatakrebs im Endstadium, wiegt nur noch 45 Kilo. Als er sein Haus in Venice Beach verlassen will, verlässt ihn die Kraft. Er fällt. Hoppers Assistentin eilt zu Hilfe, stützt dem Hollywoodstar den Kopf.

Weil “Bild” selbst das Entstehungsdatum der Bilder nennt (“einen Tag bevor der Weltstar Ende März einen Stern auf dem ‘Hollywood Walk of Fame’ bekam”), lässt sich leicht überprüfen, dass die Geschichte von dem armen, kranken Mann, der einfach zusammenklappt, höflich ausgedrückt, eine riesige Unverschämtheit ist.

Bei eben dieser Veranstaltung erzählte Hopper nämlich, was wirklich geschehen war:

Er sei auf dem Weg zum Auto gewesen, erzählt der Schauspieler, als jemand seinen Namen gerufen habe. Weil ihm die Stimme bekannt vorgekommen sei, habe er sich umgedreht und dabei die Schwelle auf der Straße übersehen. Unter den Mitleidsbekundungen der Zuschauer fährt Hopper fort, dass er sich nicht habe abstützen können, weil er keine Muskeln mehr habe: “Ich fiel direkt auf mein Gesicht, mit der Brille in der Hand, ich war ziemlich übel zugerichtet.”

Dann wendet er sich an die Paparazzi, die er schon zu Beginn seiner Ausführungen angesprochen hatte: “Ich weiß, Ihr habt einen harten Job, aber ihr könntet manchmal ein bisschen feinfühliger sein.” Die Zuschauer stimmen ihm lautstark zu.

Mit anderen Worten: Wenn da nicht ein Fotograf gestanden hätte, der den krebskranken Mann verunsichert hat, wäre Hopper vermutlich nie gestürzt und es gäbe gleich doppelt keine “erschütternden Bilder”, die Bild und andere Medien der Fotoagentur des Paparazzo abkaufen konnten.

Auch “Bild” zitiert übrigens aus Hoppers Schilderungen des Zwischenfalls:

“Ich fiel direkt auf mein Gesicht, mit der Brille in der Hand”, sagte Hopper.

Man darf also davon ausgehen, dass sie auch den Rest seiner Erklärungen kennen.

Mit Dank an Dennis L. und Basti.

Odenwald-Internat, Henker, Philip Roth

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an [email protected].

1. “Die BILD-Geschichte um einen Po”
(gregel.com)
Bild.de übernimmt ein YouTube-Video, versieht es mit Werbung und behauptet, eine darin zu sehende Frau würde ein Videospiel mit ihrem Po steuern. Dass das Unsinn ist, klärt sich in den von Bild.de nicht gezeigten Schlußsekunden des Videos auf.

2. “Benzin-Wut – Nunja …”
(carta.info, Robin Meyer-Lucht)
Robin Meyer-Lucht widmet sich der “Bild”-Schlagzeile “Benzin-Wut”.

3. “Missbrauch am Odenwald-Internat”
(zeit.de, Jana Simon und Stefan Willeke)
Die “Zeit” versucht aufzuklären, warum der bereits 1999 von der “Frankfurter Rundschau” aufgedeckte Missbrauch an der Odenwaldschule nicht von anderen Journalisten aufgegriffen wurde. “Fehleinschätzungen über die Dimension des Skandals, Desinteresses am Thema, die Unlust zu recherchieren – und gelegentlich das Bedürfnis, die Reformpädagogik gegen Angriffe zu schützen. Das berichten heute Journalisten, die damals für die Berichterstattung über Schulen verantwortlich waren.”

4. “Perfide Wettermacher”
(nzz.ch, ras.)
Der Fall Jörg Kachelmann: Rainer Stadler nennt jene “Wettermacher der Öffentlichkeit”, die Behauptungen zu Tatsachen verkürzen, “Henker”. “Am einen Tag zeigt man Empörung über den Wettermann, weil er während eines kurzen öffentlichen Auftritts lachte oder lächelte. Am nächsten Tag gibt irgendein Hobby-Psychologe dem letztlich vieldeutigen Lachen eine simple Erklärung, möglichst mit moralisierendem Unterton.”

5. “Counterfeit Roth”
(newyorker.com, Judith Thurman, englisch)
Der italienische Zeitungsjournalist Tommaso Debenedetti erfindet Interviews mit den Schriftstellern John Grisham und Philip Roth. Ans Licht kommt das erst, als Roth von einer italienischen Journalistin auf seine in “Libero” publizierten Aussagen angesprochen wird. “But I have never said anything of the kind!”

6. “Quotendruck macht Fernsehen dumm”
(youtube.com, Video, Nico Semsrott, 2:45 Minuten)
“Der Hauptfeind des Fernsehens ist die Realität.”

Kachelmann, Goldt, Daily Mail

6 vor 9

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1. “Der Verdacht”
(faz.net, Harald Staun)
Harald Staun über Vorverurteilungen und Ferndiagnosen im Fall Jörg Kachelmann. “Welche Details aus Kachelmanns Biographie man in Zusammenhang mit dem Verdacht bringt, ist rückblickend völlig egal: im Zweifelsfall wird jede Freundlichkeit als Täuschung interpretiert.”

2. “Sind wir Putzerfische?”
(sueddeutsche.de, Sonia Seymour Mikich)
Sonia Mikich hat gelernt, sich für vieles fremdzuschämen, das als Journalismus durchgeht, “auch für die Fälle von Themenplacement im öffentlich-rechtlichen Fernsehen”. “Während Journalisten an ihrem Selbstverständnis herumrätselten, blühte die organisierte Meinungsmache, die Wachstumsbranche bevölkert von Consultants, Werbegurus und Spin-Doktoren.”

3. “Immer! Mehr! Untergang!”
(welt.de, Matthias Wulff)
Matthias Wulff liest jede Woche “Artikel, an die man sich über den Tag hinaus erinnern wird” und mag die dauernde Klage über den Verfall des Journalismus nicht mehr hören. Die Arbeitsbedingungen hätten sich “dank Google und E-Mail” deutlich verbessert. “Ich möchte mich nicht daran erinnern, wie viel Lebenszeit ich am Kopierer verbracht habe, wie oft ich vom Archivar gehört habe, der gesuchte Ordner komme erst am Nachmittag, wie mühsam es bei der Recherche war, mit den richtigen Leuten schnell in Kontakt zu treten.”

4. “Abt. Dumme Umfragen, abenteuerlich visualisiert”
(medienspiegel.ch, Martin Hitz)
“‘Tages-Anzeiger’ vom 27. März 2010, S. 2”

5. “Warum wird die junge Frau geschont?”
(cicero.de, Max Goldt)
Max Goldt über YouTube-Videos, in denen “Ausraster” zu sehen sind und über die Sendung “Germany’s Next Topmodel” mit Heidi Klum (“dieser eisige Beauty-Apparatschik”). In einem zweiten Beitrag geht es um Blogs, empfohlen wird “German Joys” von Andrew Hammel.

6. “The Daily Mail song”
(dananddan.com, Video, 2:47 Minuten)
Dan and Dan widmen den Schlagzeilen der britischen Zeitung “Daily Mail” einen Song.

Überlebenstipps, Schächter, Kubicki

6 vor 9

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1. “Dauerschleife aus Berlin”
(faz.net, Marcus Jauer)
Marcus Jauer über den unlösbaren Widerspruch zwischen Politikern und Journalisten in Berlin, “voneinander unabhängig und aufeinander angewiesen” zu sein – “weshalb sich beide Seiten offenbar darauf geeinigt haben, dass keiner fragt, ob etwas berichtet wird, weil es geschieht, oder nur etwas geschieht, weil es berichtet wird”.

2. “Kommt das EU-Einheitsbrot?”
(narragonien.de)
Nein, das EU-Einheitsbrot kommt nicht. “Was BILD und MAZ nämlich nicht wissen oder vielmehr nicht wissen wollen, ist, dass die EU dem kleinen Bäcker um die Ecke überhaupt nichts vorschreiben will, sondern dass es eigentlich nur um große industrielle Backbetriebe geht.”

3. “7 Überlebenstipps für Verlage”
(bastian.nutzinger.net)
Bastian Nutzinger gibt der Print-Branche ein paar Überlebenstipps. “Versteht euch doch einfach als Teil dieser Gemeinde und interagiert entsprechend mit Ihr. Nicht jeder Blogartikel da draußen ist Journalistengold, aber einige sind hochinteressant. Warum nicht darauf verweisen?”

4. “Reden wie Markus Schächter (4)”
(medienpiraten.tv, Peer Schader)
Bauwerke aus Wörtern von ZDF-Intendant Markus Schächter einfach entschlüsselt.

5. Google und die Autorenrechte
(carta.info, Robin Meyer-Lucht)
Robin Meyer-Lucht stört sich an der Aussage von Thomas Schmid, dass Google mit den Autorenrechten kaum weniger ignorant als China mit dem Informationsrecht umgehe. “Das Internet und Google haben unsere Nachrichtenwelt endlich de-oligopolisiert, Google hält sich an das bestehende Urheberrecht und Google befördert – etwa auch über YouTube – die Meinungsfreiheit ganz maßgeblich.”

6. Interview mit Wolfgang Kubicki
(zeit.de, Stephan Lebert und Stefan Willeke)
In einem langen, lesenswerten Interview sagt Wolfgang Kubicki, wie sich eine Falschmeldung auf ihn auswirkte: “Ich dachte: Das muss jetzt sofort aufhören, und das hört nur auf – für deine Familie, für deine Mutter –, wenn du nicht mehr da bist. Ich habe in jener Nacht, vielleicht zehn Minuten lang, sehr intensiv überlegt, ob ich mir das Leben nehmen soll.”

Bratwurst, Kessler, Tatort

6 vor 9

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1. “So täuschen TV-Quizshows die Teilnehmer”
(sf.tv, Video, 9:35 Minuten, teilweise Dialekt)
Die Sendung “Kassensturz” analysiert zusammen mit einer Zuschauerin einen Fall in einer Call-In-Sendung akribisch, rätselt mit um eine scheinbar nicht auflösbare “Bratwurst”, vergleicht die Stimmen verschiedener Anrufer miteinander und zählt das in einer Geldwanne aufgefangene Geld.

2. Interview mit René Grossenbacher
(nzz.ch, Rainer Stadler)
Medienforscher René Grossenbacher über die Nennung von Quellen: “Es gibt eine Tendenz im Journalismus, zu verschleiern, dass die meisten Nachrichten von Interessengruppen und ihren PR-Apparaten aktiv an die Medien herangetragen werden.”

3. “Journalistische Mängel”
(dwdl.de, Uwe Mantel)
Die Kommission für Zulassung und Aufsicht der Landesmedienanstalten beanstandet die Sender Sat.1, 9Live und DSF.

4. Interview mit Michael Kessler
(medien-monitor.com, Tobias Jochheim)
Michael Kessler spricht über Medienkritik (auch auf YouTube): “Ich will eine Nachricht so objektiv wie möglich einfach nur berichtet bekommen. Denn meine Meinung bilde ich mir dann selber. Ich brauche keinen Nachrichtensprecher, der mir das vorgibt und sagt: ‘Das war ja gerade ganz mies.'”

5. “Der sedierte Zuschauer”
(meedia.de, Stefan Winterbauer)
Stefan Winterbauer bespricht den jüngsten Tatort, “ein Paradebeispiel für das Qualitäts-Missverständnis bei der ARD-Vorzeigereihe”.

6. “Get To Know An Internet Commenter”
(mcsweeneys.net, Kevin Collier, englisch)
“Kevin Collier searches the Internet for people who comment a lot, then copies and pastes a fair representation of their output.”

AP  

Wal mit Bart aus dem Internet

Dieses Internet ist wirklich praktisch: Da “tauchen” einfach so Videos “auf”, die man dann weiterverarbeiten und als Videos ins Internet stellen kann. Man braucht also eigentlich nur ein paar Mitarbeiter, die den ganzen Tag die gängigen Videoplattformen (also: YouTube) im Auge behalten.

Zum Beispiel im Fall von Dawn Brancheau, der Tiertrainerin, die im Freizeitpark Seaworld in Orlando, Florida von einem Wal getötet wurde: Da sind die Mitarbeiter von Associated Press jetzt “im Internet” auf ein Video gestoßen, das den Angriff des Schwertwals zeigen “soll”, wie die Off-Sprecherin extra betont — so ganz sicher kann man sich ja auch nie sein bei diesem Internet.

Beispielsweise bei “RP Online” kann man sehen, was sich “vor den Augen der geschockten Besucher” abgespielt haben soll:

Wal im Wasser

Wal im Wasser

Wal im Wasser

Und tatsächlich ist genau dieses Video erst am 3. März bei YouTube online gestellt worden.

Nur: Das Video schwirrt schon sehr viel länger durchs Internet. Es stammt nämlich von einem Zwischenfall Ende Juli 2004 im Seaworld-Park von San Antonio, Texas, als ein kahlköpfiger Tiertrainer (Dawn Brancheau war vom Wal an ihrem Pferdeschwanz gepackt worden) von einem Orca angefallen wurde, den Angriff aber unverletzt überstand.

Bei MSNBC.com kann man noch heute sehen, wie das damals aussah:

Wal im Wasser

Wal im Wasser

Wal im Wasser

Das gleiche angeblich neue Video war wohl zwischenzeitlich auch bei dnewsvideo.de zu sehen gewesen, ist aber inzwischen verschwunden. Das echte Video von dem Zwischenfall soll auf Wunsch der Familie der Verstorbenen übrigens unveröffentlicht bleiben.

Vielleicht sollte AP in Zukunft einfach auf Internet-Videos als Quelle verzichten.

Mit Dank an hamena314.

AP, RTL  etc.

Wellen mit Bart

Außergewöhnliche oder unvorstellbare Ereignisse werden oft ein bisschen begreifbarer, wenn es Bilder davon gibt. Oder, wie man im Internet sagt: “pics or it didn’t happen”.

Insofern hilft es natürlich beim Verständnis der Ereignisse auf dem Kreuzfahrtschiff “Louis Majesty”, sich mithilfe von Videos selbst ein Bild der Lage machen zu können.

Oder, wie es Associated Press ausdrückt:

Auf YouTube sind nun drei Amateur-Videos aufgetaucht. Sie sollen die zerstörerischen Wellen zeigen, die das Kreuzfahrtschiff “Louis Majesty” am Mittwoch mit voller Wucht trafen.

In den YouTube-Videos, die als AP-Zusammenschnitt unter anderem bei stern.de und “RP Online” zu sehen sind und auch von RTL in verschiedenen Nachrichtensendungen und online gezeigt wurden, geht es hoch her.

So sieht man beispielsweise Außenaufnahmen, die die Wucht der Wellen erahnen lassen:

Hohe Wellen auf dem Mittelmeer.

Auch auf der Brücke knallt es gewaltig:

Hohe Wellen auf dem Mittelmeer.

RTL hat für seine Nachrichtensendung “Punkt 12” sogar noch ein weiteres Video entdeckt:

Hohe Wellen auf dem Mittelmeer.

Diese und ähnliche Videos werden seit Mittwoch in großer Stückzahl hochgeladen. Mache wurden wieder gelöscht, andere aus dem Fernsehen, wo sie mit Berufung auf YouTube liefen, mitgeschnitten und erneut hochgeladen. Es ist kaum möglich zu sagen, was die Originalvideos sind.

Aber diese hier könnten es sein:

Hohe Wellen.

(Hochgeladen am 25. August 2007, laut Uploader an Bord der “Empire State” entstanden.)

Hohe Wellen.

(Online seit dem 23. Oktober 2007, vor der Küste Australiens gedreht.)

Hohe Wellen.

(Seit dem 22. Februar 2010 im Netz, immerhin sogar auf der “Louis Majesty” gefilmt.)

Bei Stern.de weist seit 24 Stunden ein Leserkommentar auf die entsprechenden YouTube-Clips hin.

Unser Leser Dirk E. hat nach eigenen Angaben zehn Minuten gebraucht, um diese drei alten Videos zu finden. So viel Zeit hatten die Medien wohl nicht.

Mit Dank an adameus23, Sebastian F. und Dirk E.

Nachtrag, 13.10 Uhr: Stern.de hat das Video durch den Hinweis “Das Video ist nicht mehr verfügbar!” ersetzt.

Sehweg nach Indien entdeckt!

Das “Mystery”-Ressort, das sich Bild.de seit einiger Zeit gönnt, wirkt wie Bild.de auf Drogen: noch ein bisschen lauter, bunter und übergeigter als der Rest des Angebots.

So fragte die Seite gestern:

Beweis für Alien-Besuch auf der Erde entdeckt?

Das ist wohl auch als indirekte Antwort auf einen Artikel aus dem letzten August zu verstehen, als Bild.de schon mal in der Überschrift fragte, ob (endlich, vermutlich) der Beweis für außerirdisches Leben erbracht sei.

Aber auch diesmal sieht es schlecht aus mit einer positiven Antwort auf die Frage.

Bild.de beruft sich – wie andere Quellen auch – auf die “Rajasthan Times”. Dort ist der betreffende Artikel inzwischen offline genommen worden und nur noch im Google Cache verfügbar.

Diese mysteriöse Höhlenmalerei aus Indien gibt Rätsel auf: Das bizarre Wesen im Raumanzug ähnelt einem Außerirdischen, und auch das Ufo ist gut zu erkennen

Möglicherweise hat das etwas damit zu tun, dass der etwas unscharfe Bildausschnitt, den Bild.de und die anderen Medien gerade als möglichen Beweis für eine prähistorische Alien-Sichtung in Indien präsentieren, schon einmal in einer bizarren Ufo-Dokumentation aus dem Jahr 2007 zu sehen war — und damals aus einer australischen Höhle stammen sollte:

Faksimile einer angeblichen australischen Höhlenmalerei

Der Regisseur des Films erklärt übrigens selbst, dass es sich bei dem Bild um eine Zusammenstellung von verschiedenen Motiven handele, die auf diese Weise besser zu überblicken seien. (Wobei auch das ein bisschen zweifelhaft ist, wenn man die Zeichnungen, aus denen die Zusammenstellung bestehen soll, mal zum Vergleich heranzieht.)

Mit Dank an Martin B.

Zynismus, Leserbriefe, Ringier

6 vor 9

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1. Interview mit Stefan Enderle
(spreegurke.twoday.net, Ursula Pidun)
Stefan Enderle gibt Auskunft über seinen medienkritischen Film “Kann nicht sein, was nicht sein darf!?” (youtube.com, Video, 98 Minuten), “der im Rahmen der Diplomarbeit zum Abschluss des Studiums ‘Audiovisuelle Medien’ an der Hochschule der Medien in Stuttgart Vaihingen entstand.” Für den Film befragte er unter anderem Journalistikprofessoren und Journalisten.

2. “Berufskrankheit Zynismus”
(konitzer.wordpress.com, Michael Konitzer)
Michael Konitzer hält die Überwachung des Privatlebens von Politikern für eine fast schon pubertäre “Erotik-Phantasie verklemmter Medienmacher”: “Wer sich mal ein paar Tage im Kreis verdienter Journalismus-Kollegen bewegt, bekommt massenhaft Tatsachen und Fakten erzählt, die bei Licht besehen nur Tratsch und Gerüchte sind. Der treibt es mit der, diese mit jenem. Der ist schwul und diese Lesbe. Diese Ehe ist im Eimer, jener ist jener hörig. Und alles ist so belanglos, und wenn es denn stimmen würde, dann nur reinste Privatsache der Beteiligten.”

3. “Tangerinegate”
(bbc.co.uk/blogs/comedy, Lucy McDermott, englisch)
Wie ein Scherz über Gordon Brown, der angeblich mit dem Wurf einer Mandarine eine Maschine zerstörte, zur Nachricht wird. “So apparently a pretend worker at a pretend factory phoned The Sun to tell them about a pretend incident with a pretend tangerine breaking a pretend lamination machine.”

4. “Newsletter abmelden: Don’t make me work!”
(blog.zeix.com, Jeanine Troehler)
Jeanine Troehler zeigt auf, wie schwierig es manchmal ist, einen Newsletter abzumelden.

5. “Die Meinungskracher”
(medienspiegel.ch, Fred David)
Fred David, ehemaliger Chefredakteur der Wirtschaftszeitung “Cash”, gibt zu, “selber auch schon Leserbriefe in meinem Sinn gefälscht” zu haben. “Ist allerdings lange her und durchaus branchenüblich. Ich schäme mich noch heute.”

6. Interview mit Michael Ringier
(kleinreport.ch, Bruno Affentranger)
Verleger Michael Ringier (“Blick”) hat seinem hauseigenen Mitarbeitermagazin “Domo” ein Interview in drei Teilen gewährt, das der Kleinreport nun ins Internet gestellt hat. Ringier über das Internet: “Das Web bietet uns ein heilloses Chaos. Das Internet ist eine gigantische Ansammlung von absolutem Quatsch. Das ist unsere grosse Chance.”

Dr. Hope, Restauranttester, Tatort

6 vor 9

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1. “‘Dr. Hope’: Wortvogel unter Beschuss”
(wortvogel.de, Torsten Dewi)
Torsten Dewi wendet sich in einem langen Artikel gegen die im “Münchner Merkur” und der “Süddeutschen Zeitung” gegen ihn und Katrin Tempel gerichteten Plagiatsvorwürfe. “Historische Fakten sind nicht schützbar, ein Sachbuch ist kein Roman, und ‘Dr. Hope’ ist weder die Adaption noch die Verfilmung eines Sachbuches (oder einer anderen Quelle).”

2. “Wo gekocht wird, fallen Krümel”
(faz.net, Peer Schader)
Peer Schader hat sich bei verschiedenen Gastronomen erkundigt, wie die Auswirkungen von Sendungen wie “Rach, der Restauranttester” oder “Rosins Restaurants” sind.

3. “Falscher Prof muss vor Gericht”
(meedia.de)
Henner Ertel, Gründer des von vielen, auch seriösen Medien immer wieder zitierten Instituts für Rationelle Psychologie, muss sich “vor dem Amtsgericht München gegen den Vorwurf verteidigen, den Professorentitel zu Unrecht zu führen”.

4. “Falscher Enkel landet einen Kobuk – Schuld? Twitter!”
(kobuk.at, Helge Fahrnberger)
Der kanadische Folksänger Gordon Lightfoot wird von mehreren kanadischen Zeitungen und TV-Sendern für tot erklärt. Darauf ruft dieser selbst bei einem Radiosender an und erklärt die Meldung zum Hoax.

5. “Vorabend. Eine Reise durchs TV-Programm”
(youtube.com, Video, 3:44 Minuten)
Lukas Domnick singt sich durchs TV-Vorabendprogramm. Dwdl.de hat ihm dazu einige Fragen gestellt.

6. “Tatort”
(ichwerdeeinberliner.com, Wash Echte, englisch)
Wash Echte, “Auslander” in Berlin, widmet sich dem Sonntagskrimi Tatort: “Mirroring the German society, in Tatort, everybody is a victim. Even the detectives.”

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