Suchergebnisse für ‘the’

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Wann der Spuck vorüber war (weltwoche.ch)
Widersprüche, Lügen und ein Zeitplan, der nicht stimmen kann: Bei der Fussball-EM in Portugal trickste das Schweizer Fernsehen die Öffentlichkeit aus.

Total vernetzt: Internet von übermorgen (wiwo.de)
Rund um den Globus arbeiten Forscher am Internet von übermorgen. Das Web 3.0 wird intelligenter sein, schneller und auch allgegenwärtig.

Die CS gratuliert der WOZ (werbewoche.ch)
Kilian Gasser und die WOZ haben für die Jubiläumsausgabe über 20 Seiten Inserate verkauft.

Kein Empfang auf Guangdong (fr-aktuell.de)
Bundesliga und Champions League sind längst im Internet frei empfangbar – zum Verdruss der Rechteinhaber.

Treibjagd, Gier und Unschuldslämmer (bilanz.ch)
Themen rund um Gier und Filz dominierten im August die Medien. Das zeigt das dreimonatlich publizierte Issues-Barometer des FÖG der Uni Zürich und von Adwired.

Mit teuren Schuhen lebt sich’s besser (nzz.ch)
Moritz von Uslar erprobt seine Interviewtechnik im Roman.

Augen auf im Schriftverkehr!

Staat verschwendet 30 Milliarden Euro!

“Unfassbar!” findet “Bild”-Redakteurin Katharina Ugowski die Steuerverschwendung in Deutschland, wie sie der Bund der Steuerzahler gerade wieder in seinem “Schwarzbuch” dokumentiert, hat ihren Artikel darüber aber leider offenbar verfasst, bevor sie ihre Fassung wiederfand.

Sie schreibt:

Der Beschwerde-Ausschuss des bayerischen Landtags fuhr ausgerechnet nach China, um vom Beschwerde-Recht des kommunistischen Landes zu lernen. Kosten: 4345,98 Euro für jedes der 13 (!) Ausschussmitglieder.

Richtig ist: 4345,98 Euro ist das Budget, das jedem Ausschussmitglied während der gesamten fünfjährigen Wahlperiode zur Verfügung steht. Dieser Etat ist nach Angaben des Bayerischen Landtages, wie im Schwarzbuch nachzulesen, bislang noch nicht ausgeschöpft, obwohl der Ausschuß in der aktuellen Wahlperiode nicht nur nach China, sondern auch noch nach Rumänien gereist ist. Die China-Reise muss also deutlich weniger als 4345,98 Euro gekostet haben.

Anders als Frau Ugowski behauptet, kostete auch nicht “eine Brücke” über die A14 in Mecklenburg-Vorpommern, die für die Bauern zu schmal geworden ist, 480.000 Euro — das ist
nach Angaben des Bundes der Steuerzahler der Preis für “mehrere Brücken”.
*

Ugowskis Kollege Einar Koch fordert in seinem Kommentar zum Thema übrigens, Menschen, die Steuergelder verschwenden, “mit Geldstrafe oder Freiheitsstrafe nicht unter drei Jahren”** zu bestrafen. Nicht auszudenken, wenn auch das falsche Abschreiben von Informationen unter Strafe gestellt würde!

Nachtrag, 18.45 Uhr. Möglicherweise hat “Bild” die Fehler nicht selbst gemacht, sondern aus einer fehlerhaften dpa-Meldung übernommen.

*) Korrektur, 28. September. Tatsächlich sind 480.000 Euro der Preis für eine Brücke. Die Angaben auf der Internet-Seite des Schwarzbuchs, wo etwas zweideutig von “mehreren Brücken” die Rede ist, seien “unglücklich formuliert”, wie der Steuerzahler-Bund auf Nachfrage einräumt.

Vielen Dank an Christoph S. und Arno L.!

**) Nur mal so zum Vergleich (und mit Dank an Robert S.): Eine Freiheitsstrafe “nicht unter drei Jahren” sieht das Strafgesetzbuch u.a. für Körperverletzung mit Todesfolge und schweren Raub vor.

Wie, “WER”? Was!

Was da heute in “Bild” über eine “geheime Kraft im All” steht (siehe Ausriss), ist immerhin kein kompletter Unsinn. Denn diese"WER zwang die Raumsonden auf neuen Kurs" “Kraft” existiert wirklich und ihre Ursache ist bisher ungeklärt. Im Allgemeinen wird das Phänomen als Pioneer-Anomalie bezeichnet, und es existieren zahlreiche Erklärungsansätze dafür. Die meisten davon findet man in einem Text in der aktuellen Ausgabe von “Astronomie heute” (pdf), worauf “Bild” sich ausdrücklich bezieht, und seit gestern auf Spiegel-Online.

“Bild” fügt den Hypothesen heute allerdings eine weitere hinzu:

Sind möglicherweise sogar Aliens im Spiel? (…) Haben Aliens diese Nachricht verstanden und die Sonden vom Kurs gelenkt?

Nun ja, man weiß es nicht, aber dazu später.

So ganz scheint “Bild” nämlich nicht begriffen zu haben, was die Pioneer-Anomalie eigentlich ausmacht. Im Text heißt es:

Doch der Kurswechsel [der Sonden] wurde immer größer. Rund 400 000 Kilometer auf einer Strecke von 14 Milliarden Kilometern. Gleichzeitig verlangsamte sich die Geschwindigkeit.

Tatsächlich sind Verlangsamung und Kurswechsel keine zwei unterschiedlichen Phänomene, sondern die Verlangsamung ist der “Kurswechsel” bzw. die Ursache dafür. Deshalb sind die Pioneer-Sonden heute rund 400.000 Kilometer von dem Punkt entfernt, an dem sie eigentlich sein sollten. Der Bremseffekt ist allerdings, anders als “Bild” suggeriert, konstant.

Das war’s im Grunde schon*, und es ist für die Wissenschaft tatsächlich überaus interessant, weil die Möglichkeit besteht, dass sich die Pioneer-Anomalie nicht allein mit den bislang gültigen physikalischen Gesetzen erklären lässt.

Die Möglichkeit aber, dass diese Anomalie sich mit Aliens erklären lässt, die hat noch kein seriöser Wissenschaftler erwähnt. Auch nicht Prof. Hans Jörg Fahr, Astrophysiker der Uni Bonn, den “Bild” Hans Jürgen Fahr nennt und dreimal korrekt zitiert, wie er uns bestätigte. Zur Alien-Hypothese sagt er allerdings:

Das ist natürlich Unfug.

*) So ganz war es das, was den Artikel in “Bild” angeht, eigentlich nicht. Der Vollständigkeit halber seien hier deshalb noch weiter Ungenauigkeiten erwähnt: Die “Kraft im All” ist natürlich nicht “geheim”, und sie wurde bereits 1980 “entdeckt”. “Astronomie heute” schreibt, anders als “Bild” behauptet, nicht, dass der Pioneer-Effekt “das größte Rätsel der Weltraumforschung” sei. Außerdem konnten wir keinen Hinweis darauf finden, dass Forscher vermuten, die wahrscheinlichste Erklärung für die Anomalie sei “die Schwerkraft unbekannter Objekte außerhalb unseres Sonnensystems”.

Mit Dank an Dietmar H., Thorsten L., Philip K., Benedikt H., Stephan K., Ereglam und Daniel K. für die sachdienlichen Hinweise.

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Auf dem Abenteuerspielplatz (taz.de)
Das Rezensionsfeuilleton gilt angeblich als überholt. In der Folge nun macht sich die Kunstkritik mit ihren Eventberichten immer mehr zur PR-Maschine für Sammler und Sponsoren. Was fehlt, ist nicht Distinktion, sondern Investigation.

Die “Popkomm” zerfällt (faz.net)
Das auf der Popkomm konstatierte “Ende der Hitkultur” bedeutet mehr als den Abschied von Michael Jackson und Madonna. Es bedeutet ein Leben mit unbegrenztem Zugang zu einem unendlichen Angebot: Die Nische wird zur Norm.

Gestörte Entschleuniger (fudder.de)
Der Lichtwolf ist Deutschlands einzige Zeitschrift, die noch komplett im Schreibmaschinenlayout erscheint.

“Man muss wissen, was man von einem Bild will” (sueddeutsche.de)
Doc Baumann ist der Guru in der Bildbearbeitungsszene. Ihm gehorchen die Pixel auf jeden Klick. Den Lesern von sueddeutsche.de erklärt er, worauf es ankommt und wie sie selber zu erstaunlichen Ergebnissen mit ihren eigenen Fotos kommen können.

Überlebenschance im Internet (welt.de)
Visionen einem Festival im französischen Perpignan: Der Herausgeber des Internetmagazins “The Digital Journalist” glaubt, dass in zehn Jahren alle Fotografen Videos machen werden. Profi-Fotografen sehen sich vom Video- und Bürgerjournalismus bedroht.

Neue Wetten in Silicon Valley (zeit.de)
Amateurfilme aus dem Alltag, Tagebücher und Schimpftiraden: Eine Welle neuer Internet-Firmen will damit Geld verdienen. Tim O?Reilly hat dafür den Begriff »Web 2.0« geprägt. Ein Boom oder nur der nächste Flop?

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“Zu viel “Geschichtspornografie” im Fernsehen” (welt.de)
Historische Themen sind auf allen Kanälen sehr beliebt. Beim Publikum. Fachleute aber ärgern besonders die Sendungen von Guido Knopp im ZDF. Bei der Fachtagung in Konstanz kam es zum offenen Streit.

“Die Bild-Zeitung als Kulturproblem” (dradio.de)
Obszönität, Skrupellosigkeit und Niedertracht sind für Gerhard Henschel die wichtigsten Erkennungsmerkmale der größten Medienmacht in Deutschland. In “Gossenreport. Betriebsgeheimnisse der Bild-Zeitung” wirft er dem Blatt vor, den Verfall der journalistischen Sitten ungehindert voranzutreiben.

“Billige Reporter” (mmm.verdi.de)
Der Stern gründet eine Bild-Agentur für Hobby-Fotografen, Bild stellt Presseausweise für “Leser-Reporter” aus, die Readers Edition sucht “20 Millionen Redakteure”. Schlagwörter wie “Bürgerjournalismus” und “partizipativer” Journalismus machen die Runde. Ist der gut ausgebildete, professionelle Journalist ein Auslaufmodell?

“Bombenblick” (tagesspiegel.de)
Ob Libanon oder Irak: Die Journalisten leben in Luxushotels und arbeiten unter Lebensgefahr.

“Plagiatpredigten” (telepolis.de)
Die Diskussion ums Klauen des geistigen Eigentums durch Copy&Paste hat auch die Priester und Pastoren erreicht.

“Polens Medien attackieren deutsche Journalisten” (berlinonline.de)
Sie sollen schuld sein am schlechten Image der Regierung.

“Spiegel”: “BamS”-Reporter angeklagt

Zwei Jahre nachdem die “Bild am Sonntag” unter der Schlagzeile “So reich ist Günther Jauch” über dessen privates Immobilienvermögen berichtet hatte, ermittelt* nun offenbar die Staatsanwaltschaft Potsdam gegen den Reporter, der die Geschichte damals für die “BamS” recherchierte. In einer “Spiegel”-Vorabmeldung heißt es dazu:

Der Vorwurf ist gravierend: Es geht um Verleumdung. (…) Dem Reporter wird vorgeworfen, unter Vorspiegelung falscher Tatsachen Einsicht in die Grundbücher der Stadt Potsdam erschlichen zu haben, um Auskünfte über Jauchs Immobilienbesitz zu bekommen.

Dem Magazin zufolge habe der “BamS”-Reporter im Gespräch mit der Amtsgerichtspräsidentin “ehrenrührige Behauptungen über Jauch” gemacht — was der Reporter bestreite.

*) Nachtrag, 25.9.2006: Anders als von uns behauptet, hatte die Staatsanwaltschaft offenbar ermittelt und hat (laut “Spiegel”) Anklage erhoben.

Nachtrag, 29.9.2006:
Mehr dazu beim NDR-Medienmagazin “Zapp”.

Nachtrag, 22.3.2007: Der “BamS”-Reporter Guido Brandenburg wurde heute vom Vorwurf der Verleumdung freigesprochen. Zwar hatte sich in einem Schriftsatz des Amtsgerichts Potsdam aus dem Jahr 2005 die explizite Behauptung gefunden, der Reporter hätte bei einer Recherche von dem Verdacht der Vorteilsgewährung im Zusammenhang mit Grundstücksgeschäften Jauchs gesprochen — woraufhin Jauchs Anwalt Anzeige gegen den Reporter erstattet hatte. Die heutige Hauptverhandlung ergab jedoch, dass diese Behauptung offenbar nicht zutraf.

Nicht zum ersten Mal

34 Jahre hatten sie sich nicht mehr gesehen! Gestern traf Otto Waalkes (58) bei BILD die Frau wieder, die ihn 1970 zum Mann gemacht hatte.
(Hervorhebung von uns.)

So steht’s heute auf Seite 1 der “Bild”-Zeitung. Und ein paar Seiten später noch einmal:

34 Jahre haben sie sich nicht mehr gesehen. BILD brachte die beiden in Hamburg zusammen.
(Hervorhebung von uns.)

Klingt nach ‘ner ziemlich uninteressanten dollen Geschichte, die “Bild” sich da zusammengeposselt hat — auch wenn man sich offenbar nicht sicher ist, wieviele Jahre denn nun wirklich bis zum Wiedersehen vergangen sind, denn:

Gestern traf Otto Waalkes (58) zum ersten Mal die Frau wieder, die ihn vor 36 Jahren zum Mann machte.
(Hervorhebung von uns.)

34? 36? Wir wollen nicht kleinlich sein. Laut “Pforzheimer Zeitung” ist ohnehin beides Unsinn. Dort heißt es nämlich unter Berufung auf den Ehemann von Waalkes Ex-Freundin:

1980 zogen die Schweizers nach Knittlingen. Waalkes war “öfter bei uns zu Besuch”, erzählte der 54-Jährige. Zum Beispiel habe der Künstler einen Zwischenstopp in der Fauststadt eingelegt, wenn er auf dem Weg zu einem Urlaub in den Bergen war oder wenn der Komiker einen Auftritt im nahe gelegenen Pforzheim hatte.

Und aus der “Pforzheimer” erfährt man dann auch, was die “Bild”-Zeitung damit meinte, als sie sich gestern zum Thema Waalkes auf der Titelseite wunderte:

Nach 36 Jahren taucht seine 1. Liebe wieder auf

Denn, so der Ehemann der Ex-Freundin:

In den vergangenen Tagen hätte Waalkes wohl etwas über sein erstes Mal und eine lang zurückliegende Liebe gesagt und daraufhin habe sich am Mittwoch ein Reporter bei seiner Frau gemeldet.
(Link und Hervorhebung von uns.)

Mit Dank an Björn D. für den Hinweis.

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New Kids on the Blog (tagesspiegel.de)
Zum Start der Popkomm: Mit welchen Strategien das Internet Stars erschafft.

Eiertanz der Gutachter (sueddeutsche.de)
Wie ein medizinischer Fachverlag dem Druck der Pharmaindustrie nachgab und eine kritische Artikelserie stoppte.

Für Hits muss man sich genug Freunde machen (welt.de)
Heute öffnet in Berlin die Popkomm. Nie wurde weltweit mehr musiziert als jetzt. Popbands und interessierte Öffentlichkeit wachsen mit Hilfe des Internets in erstaunlichem Ausmaß. Sogar die Musikindustrie profitiert mittlerweile davon.

Da greint Van der Beißen (diepresse.com)
Österreichs Politiker auf Wikipedia: Wo die Online-Enzyklopädie zum Kampfplatz wird.

Gerangel bei Mamma (berlinonline.de)
Im italienischen Staatsfernsehen Rai steht nach fünf Jahren Berlusconi ein Kulturwandel an. Oder wieder nur ein Kuhhandel.

Rufmord im Internet (heute.de)
“Hass-Seiten” vernichten wirtschaftliche und private Existenzen.

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Sprachrohre einer egalitären (Medien-)Öffentlichkeit (nzz.ch)
Die Weblogs boomen: Im Internet gibt es Millionen von Amateur-Publizisten. Die meisten widmen sich Privatem, doch einige erheben aufklärerische Ansprüche. Können sie das Mediensystem bereichern?

Per Anhalter durchs Pluriversum (zeus.zeit.de)
Die Laien erobern das Internet. Mit welchen Folgen? Sieben Thesen zur digitalen Zukunft.

Wüste Drohungen (ndr.de)
Wie die NPD Journalisten behandelt.

All you can read (taz.de)
Warum ich so gerne für kostenlose Anzeigenblätter schreibe.

Umstellt von Erziehern (freitag.de)
Am Fall Natascha Kampusch zeigt sich die Unfähigkeit, Opfer zu denken.

Generalverdacht (sz-magazin.sueddeutsche.de)
Hier sehen Sie sechs Mitarbeiter des SZ-Magazins. Und einen mutmaßlichen Terroristen. Würden Sie ihn erkennen?

Allgemein  

“Bild” berichtet falsch und steht nicht mal dazu

Was sich am vergangenen Sonnabend während des DFB-Pokalspiels von Borussia Dortmund gegen die TSG Thannhausen auf der Tribüne abspielte, sah offenbar nach Randale aus. In der “Bild” von Montag (und in der “BamS”) klang es dann auch danach:

"BVB-Fans nahmen Tribüne auseinander"

“Bild” und “BamS” waren offenbar nicht die einzigen, die berichtet hatten, die Dortmunder Fans hätten randaliert. Was Borussia Dortmund und die BVB-Fanabteilung veranlasste, am Montag auf ihren Internetseiten Stellungnahmen zu veröffentlichen. Auf schwatzgelb.de heißt es u.a.:

Im Gespräch mit schwatzgelb.de erklärte Alexander Graf von Schönborn, der Ehrenvorsitzende der TSG Thannhausen (…), im Stadion selbst seien zwar einige Tribünenteile beschädigt worden, er wolle hier jedoch ausdrücklich keine Absicht unterstellen.

Zumindest von Seiten der TSG hat man also keine Randale oder mutwilligen Sachbeschädigungen zu beklagen gehabt.

Gerd Olbrich, der Vorstandsvorsitzende der TSG Thannhausen, sagte uns gegenüber, dass er mit dieser Darstellung durchaus einverstanden sei.

Und die zuständige Polizeidirektion Krumbach bestätigte uns, dass es “keine strafbaren Handlungen und keine Sachbeschädigung” gegeben hat.

Die Darstellungen in “Bild” und einigen Lokalzeitungen waren also mindestens irreführend. Aber, Schwamm drüber.

Heute berichtet “Bild” wieder über den Fall. Unter der Überschrift, “Und jetzt will es keiner gewesen sein…” wiederholt “Bild” die Randale-Vorwürfe noch einmal und schreibt zur Stellungnahme der BVB-Fanabteilung:

Und jetzt stehen sie noch nicht mal dazu!

Außerdem schreibt “Bild” über die Darstellung der Dortmunder:

Die TSG Thannhausen sieht’s anders: “Die 800 BVB-Fans fielen vor allem dadurch auf, dass sie die Tribüne demolierten.”

Woher genau “Bild” dieses Zitat hat, wissen wir nicht, es gleicht jedoch auffällig einem Satz, der in einem Text auf der Internetseite der TSG Thannhausen steht. Vereinsvorstand Olbrich sagte uns jedoch, dass der Text nicht vom Verein stamme, sondern aus einer Lokalzeitung übernommen wurde und eben nicht die Haltung des Vereins widerspiegele.

Der TSG Thannhausen hat den Text zwar nicht entsprechend gekennzeichnet, vielleicht hätte “Bild” aber die Anregung am Ende der Stellungnahme der Fanabteilung etwas ernster nehmen sollen. Dort steht nämlich:

Nachfragen zu diesem Thema werden auch von den beteiligten Ordnungsbehörden oder von Graf von Schönborn (TSG Thannhausen) beantwortet.

Mit Dank an Stefan S., Nicolai M. und Arne K. auch für den Scan.

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