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Totgesagte leben länger

In einem taiwanesischen Zoo wurde unlängst einem Tierarzt der linke Unterarm von einem Krokodil abgebissen und im Krankenhaus anschließend wieder angenäht. “Bild” berichtet darüber heute auf der Titelseite (siehe Ausriss) und schreibt:

Tierpfleger eilten zur Hilfe, erschossen das Krokodil, retteten den Arm (BILD berichtete).

Und es stimmt: “BILD berichtete”. In der gestrigen Ausgabe hieß es dazu:

Pfleger eilten zu Hilfe,
erschossen das Tier.

Und unmittelbar neben einem Foto des Krokodils stand zudem:

Das erschossene Krokodil
hat den abgebissenen Arm
noch im Maul.

Allerdings wird eine falsche Tatsachenbehauptung ja dadurch nicht weniger falsch, dass sie auch gestern schon in “Bild” stand (und auch heute noch bei Bild.de* oder stern.de* steht). Im Gegenteil: Während es gestern noch widersprüchliche Angaben über den Gesundheitszustand des Krokodils gegeben hatte (Version A: Das Tier wurde erschossen. Version B: Es wurden zwei Schüsse abgegeben, die das Tier zwar erschreckten, aber unverletzt ließen), ist inzwischen offenbar klar: Das Krokodil ist wohlauf und sogar eine Attraktion des betroffenen Zoos geworden.

Nur nicht in “Bild”, der großen Zeitung mit Korrekturspalte: Da ist das Reptil heute noch genau so mausetot, wie gestern “berichtet”.

Mit Dank (dann doch) an Thomas L., Michael M. und Patrick.

*) Nachtrag, 14.4.2007: Mit etwas Verspätung haben nun zumindest Bild.de und stern.de die Behauptung, das Krokodil sei “erschossen” worden, ersatzlos gestrichen.

6 vor 9

Die Animatoren der Debatte
(werbewoche.ch, Jürg Altwegg)
Das Schreckgespenst von den Medien ohne Journalisten geht um, auch in Frankreich. Nie war ihre Rolle im Wahlkampf so unbedeutend wie diesmal.

Braucht die Presse Blogger?
(nzz.ch, ras.)
Blogger sind bekanntlich AAA – arm, allein und avantgardistisch. Sie arbeiten für Gotteslohn und sind mit dem stillen Glück zufrieden, sich an der Speerspitze des medialen Fortschritts zu wähnen.

“Zeit, mit Inhalten Geld zu verdienen”
(futurezone.orf.at, Patrick Dax)
Unter dem Motto “Cash from Chaos” wurde bei der Berliner Blogger-Konferenz re:publica das Thema Geldverdienen mit Weblogs diskutiert. Kontroversen blieben dabei weitgehend aus.

Schreiben – bis zu zwölf Stunden am Tag
(spiegel.de, Helmut Merschmann)
Auf der “re:publica”-Konferenz in Berlin treffen sich 700 Blogger – und widerlegen ein paar Vorurteile. Zum Beispiel schreiben keineswegs nur Männer: Zwei Drittel der deutschsprachigen Blogger sind Frauen.

Leben im Netz, Treffen in der Wirklichkeit
(tagesschau.de, Fiete Stegers)
Bei dieser Konferenz ist keiner der Referenten beleidigt, wenn sich im Publikum jeder Dritte mehr seinem Laptop auf seinen Knien als der allgemeinen Diskussion zu widmet. Hunderte Blogger kamen zur “re:publica”-Konferenz, die in einem Kulturzentrum im Herzen Berlins stattfindet: Die dreitägige Veranstaltung ist das erste große Klassentreffen, eine Bestandsaufnahme und Ideenschmiede der Szene.

Rücktritt vom Rücktrittskommentar
(blattkritik.ch)

6 vor 9

Für flüchtige Leser
(berlinonline.de, Daniel Häuser)
Welt online, Netzeitung, sueddeutsche.de: Wie Tageszeitungen den Anschluss ans Web 2.0 suchen.

Blogger haben keine Lust auf Regeln
(futurezone.orf.at, Patrick Dax)
Bei der Berliner Konferenz re:publica wird noch bis Freitag über Weblogs, Podcasts und das Mitmach-Web diskutiert. Zum Auftakt des Blogger-Treffens wurde an Mythen gekratzt und einem derzeit in der Blogosphäre heftig diskutierten Regelwerk für Blogger eine Absage erteilt.

Der Spaß wird ernst
(tagesspiegel.de, Johannes Boie)
Zu Besuch auf der größten deutschen Blogger-Konferenz ?re-publica? in Berlin.

Gut übersetzt, schlecht geklaut
(swissreporter.ch, Peter Sennhauser)
Ich fühle mich geehrt, beklaut und nicht ganz ernst genommen: Das ist das Resultat einer Recherche in der Schweizerischen Mediendatenbank, dem “Ur-Google” der helvetischen Medienszene, wo Journalisten nicht nur nach Fakten, sondern bisweilen auch nach sich selber suchen.

“Wir gestalten nur eine Übergangsphase”
(neuegegenwart.de, Björn Brückerhoff)
Focus Online-Chefredakteur Jochen Wegner über mobilen Online-Journalismus.

Zweiklassenjournalismus
(taz.de, Bernd Bieberich)
Seit Raúl Castro in Kuba regiert, genießen einheimische Journalisten etwas mehr Freiraum. Ihre Kollegen aus dem Ausland haben unter dem “Kontrollfanatiker” allerdings einen schweren Stand.

“Kein Respekt vor der Privatsphäre der Kanzlerin”

Im Jahr 2006 verbrachte Angela Merkel ihren Osterurlaub auf Ischia.

Und als britische Boulevardzeitungen dies zum Anlass nahmen, Paparazzifotos der deutschen Bundeskanzlerin abzudrucken und despektierlich zu kommentieren, berichtete bekanntlich auch “Bild”:

Kein Respekt vor der Privatsphäre der Kanzlerin (…)

"IZwei britische Zeitungen (“Sun”, “Daily Sports”) verhöhnen unsere Kanzlerin, drucken intime Pool-Fotos von Angela Merkel und ihrem Mann, Prof. Joachim Sauer. Heimlich aufgenommen beim Osterurlaub auf Ischia!

Es sind Aufnahmen aus dem Privatbereich, die kein Mensch von sich in der Zeitung sehen möchte.
(Hervorhebungen von uns.)

In diesem Jahr verbringt Merkel wieder ihren Osterurlaub auf Ischia.

Und während Bild.de und andere (wie schon im letzten Jahr) das Ehepaar Merkel/Sauer beim bloßen Herumbummeln zeigen, druckt “Bild” heute auf Seite 2 ein großes Foto von Merkel und Sauer im Hotel-Pool. Man könnte die Aufnahme aus dem Privatbereich ein intimes Pool-Foto nennen, heimlich aufgenommen beim Osterurlaub auf Ischia — und gekauft von einer Agentur, die noch viele weitere “exklusive” Paparazzifotos von Merkel (“am Hotelpool”, “am Strand”, “gönnt sich ein Schläfchen unter Palmen”) im Angebot hat.

Im vergangenen Jahr zitierte “Bild” den Vize-Regierungssprecher Thomas Steg mit den Worten: “Auch die Bundeskanzlerin und ihr Mann haben ein Recht auf Privatsphäre!”

Und zu den aktuellen Merkel-Fotos sagte uns ein Regierungssprecher nun auf Anfrage: Es habe auf Ischia “keinen offiziellen Fototermin” mit Merkel gegeben, die Fotos seien “ohne ihr Einverständnis” gemacht und veröffentlich worden — und Merkels Urlaubsreisen “eigentlich eine private Angelegenheit”. Dennoch wird die Bundesregierung es wohl auch jetzt so handhaben wie im vergangenen Jahr, als sie “die Sache auf sich beruhen lassen” wollte (“Juristische Schritte sind nicht beabsichtigt”).

Bei “Bild” aber ist die Entscheidung, ob man sich über eine Verletzung der Privatsphäre eines Menschen empört (2006) oder die Privatsphäre selbst verletzt (2007), offensichtlich keine Frage des Respekts oder des Rechts — sondern davon abhängig, was der Redaktion gefällt.

Nachtrag, 11.4.2007: Auch der “Berliner Kurier” druckte gestern (unter der Überschrift: “Planschela Merkel: So verliebt, so glücklich — Die Sonnentage der Klima-Kanzlerin”) ein Paparazzifoto derselben Agentur von Merkel und Sauer im Pool.

Nachtrag, 13.4.2007: Und der “Stern” druckt dasselbe Foto wie “Bild” in seiner aktuellen Ausgabe (16/2007) sogar als “Bild der Woche” auf einer Doppelseite und schreibt scheinheilig dazu: “Sie hat es wieder getan. Trotz schlechter Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr. Trotz dreister Paparazzi-Überfälle und bösartiger Bild-Attacken vor allem in ausländischen Boulevardzeitungen. Kanzlerin ANGELA MERKEL ist über Ostern wieder nach Ischia gereist. (…)” An der grundsätzlichen Unzulässigkeit des Abdrucks ändert jedoch auch das nichts.

6 vor 9

Großes Schweigen – Enthüllungen zu einem vertuschten Presseskandal
(ndr.de, Video, 13:43 Minuten)
Die Vorwürfe sind ungeheuerlich: Focus-Mitarbeiter sollen Geheimpapiere Deutscher Sicherheitsbehörden verkauft haben. Das zumindest ergibt sich aus den Akten eines Ermittlungsverfahrens, das zwischen 2002 und 2004 gegen Focus-Mitarbeiter geführt wurde. Aber auch diese vom Bundeskriminalamt angeregten Ermittlungen sind voller skandalöser Begleitumstände: illegal aufgenomme Telefongespräche wurden ebenso benutzt wie dubiose Informationen von skandalumwitterten Pseudo-Agenten. Focus weiß seit 2006 von dieser Affäre, hat aber bis heute nicht darüber berichtet.

Im Bett mit Don Alphonso
(burnster.de)
Wir Bayern sind halt geborene Rumpler. Umso mehr freue ich mich, dass ich heute mein Bett mit dem deutschen Meister im Hineinbetonieren teilen darf.

Rückkopplung
(manager-magazin.de, Claus G. Schmalholz)
Blogs und Foren erfordern einen neuen Umgang mit Kunden. Wie lassen sich seriöse Kritiker von notorischen Nörglern unterscheiden? Wichtiger noch: Wie gehen Unternehmen mit Lügen um, die im Web kursieren? manager magazin analysiert die Chancen und Risiken.

Peter Turi: ?Mir ist nichts peinlich?
(off-the-record.de, Olaf Kolbrück)
Am 1. April 2006 startete der Medienjournalist Peter Turi seinen Blog Turi2 mit hochfliegenden Erwartungen. Inzwischen ist er auf dem Boden der Tatsachen angekommen. Zeit für eine Bilanz im Interview mit off-the-record, in dem der Journalist erklärt, was er an Motzbloggern mag, warum Don Alphonso keinen Apfelkuchen bekommt und ihn sein Abgang bei Medien 2.0 nicht stört.

Fakeblogger und der Technosexuellen-Duft
(wortfeld.de)
Fünf Figuren werben derzeit mit Kommentarspam für ihre Blogs, auf denen sie für den neuen Calvin-Klein-Duft Reklame machen.

Rechnung is raus!
(sixtus.net, Mario Sixtus)
Wir freuen uns, dass Sie diese moderne und unkomplizierte Werbemöglichkeit nutzen.

“Bild” löst “Pyramiden-Rätsel” falsch

Ob das “Pyramiden-Rätsel gelöst” ist, wie “Bild” gestern schrieb, lassen wir mal dahingestellt. Es gibt aber immerhin eine neue Theorie dazu, wie die Ägypter die Cheops-Pyramide errichtet haben könnten. Der französische Architekt Jean-Pierre Houdin glaubt, dass sie für die ersten 43 Meter eine Außenrampe benutzten. Für die restlichen 103 Meter allerdings — und das ist das Neue an der Theorie — sollen sie eine Wendel-Rampe benutzt haben, die im Inneren der Pyramide verläuft. “Bild” illustriert ihre Meldung dazu so…:

"Pyramiden-Rätsel gelöst"

…und zeigt damit keineswegs die neue Theorie von Houdin, sondern ausgerechnet eine der altbekannten Theorien, die in Houdins Computersimulation explizit als nicht haltbar bezeichnet werden:

Es erscheint unsinnig, die ganze Pyramide über eine frontale Rampe zu errichten.

Mit Dank an Oliver W. für den sachdienlichen Hinweis.

6 vor 9

April, April in Radio und Fernsehen
(blogmedien.de, Video, 8:20 Minuten)
Wie Radiohörer belogen, betrogen und abgezockt werden und das ZDF zum ?Free-TV? mutiert.

Christoph Schultheis und Stefan Niggemeier über Bildblog
(elektrischer-reporter.de, Video)
Im Internet zu publizieren fördere ?die Demut gegenüber dem Leser?, beschreibt Bildblog-Mitgründer Christoph Schultheis seine Erfahrungen mit der Internet-Publizistik. Dieser direkte Dialog mit dem Nutzer sei den meisten klassischen Journalisten fremd.

Alphablogger: Sascha Lobo – digitaler Bohemien und Blogvermarkter
(readers-edition.de, Peter Turi)
Sascha Lobo fällt auf. Zumindest seit er einen feuerroten Irokesen zum Anzug trägt. Das scheinbar Unvereinbare zusammenzubringen, zeichnet Lobo aus: Einerseits betreibt er eine Werbeagentur, andererseits gilt er als glaubwürdiger Blogger. Einerseits erfindet er den Begriff ?digitale Bohème?, andererseits schuftet er für den Aufbau des Werbenetzwerkes Adical.de, in dem er zusammen mit Johnny Haeusler (www.spreeblick.com) über 30 Top-Blogs als Werbeträger etablieren möchte. Lobo wurde bekannt als Co-Autor des Buches ?Wir nennen es Arbeit?, wo er zusammen mit Holm Friebe die freie, ungebundende Projektarbeit in Internet, Medien und Marketing als ideale Erwerbsform preist.

Das Fernsehen mit der Maus
(arte-tv, Ewald Wessling)
Die digitale Revolution erfasst das Fernsehen, die Generation iPod will ihr eigener Programmdirektor sein. Ein konkretes Szenario vom Fernsehen der Zukunft entwirft Medienexperte Ewald Wessling.

Glotzen mit der Quatsche
(taz.de, Frieder Bechtel)
Fernsehen per Mobiltelefon ist eigentlich längst möglich. Doch weil sich die deutsche Medienbürokratie nicht auf einen Standard einigen kann, ist sogar Albanien längst weiter.

April April 2007
(nerdcore.de)

“Hör auf!”

Als Bild.de kürzlich wieder über Leonardo DiCaprio berichtete, war es noch keine drei Wochen her, dass der Bundesgerichtshof ein vielbeachtetes Grundsatzurteil gefällt hatte. Im Kern ging’s vorm BGH um die Frage, ob bzw. wann Fotos von Prominenten ohne deren Zustimmung gemacht und veröffentlicht werden dürfen — und wann nicht.

Beklagt war u.a. “Die Aktuelle”, geklagt hatte (wieder mal) Caroline von Monaco. Aber das nur nebenbei, denn zur Debatte stand Grundsätzlicheres: Fotos, die dem Gericht zufolge für sich genommen “denkbar harmlos” waren. Doch weil die Berichterstattung über Prominente zugenommen und — nicht zuletzt durch die Verbreitung von Handy-Fotos in der Presse — teilweise groteske Züge angenommen habe, entschied der BGH, die Privatsphäre stärker zu schützen. In der Urteilsbegründung heißt es weiter:

“Der Schutz der Persönlichkeit der Betroffenen wiegt umso schwerer, je geringer der Informationswert für die Allgemeinheit ist. Das muss (…) auch für Personen mit hohem Bekanntheitsgrad gelten, so dass es auch hier eine Rolle spielt, ob die Berichterstattung zu einer Debatte mit einem Sachgehalt beiträgt, der über die Befriedigung bloßer Neugier hinausgeht.”

Und das ist nun vielleicht eine gute Gelegenheit, um zu Leonardo DiCaprio zurückzukehren. Denn bei Bild.de findet sich seit vergangenem Montag ein kurzer Text folgenden Inhalts:

"Hier kauft Leonardo DiCaprio Zeitschriften"

(…) Ein Leser-Reporter (36) entdeckt den Superstar in einem Zeitschriftenladen.

“Ganz ohne Bodyguards. Er wollte aber nicht erkannt und fotografiert werden. Kaufte einen ganzen Stapel Zeitschriften, ging dann in einen Fotoladen.”

Unser Leser-Reporter hinterher. “Ich wollte unbedingt ein besseres Foto. Da sagte Leo plötzlich auf Deutsch mit Akzent ‘Hör auf!’ Dann bin ich gegangen.” (…)
(Link von uns.)

Müssen wir noch erwähnen, dass Bild.de direkt neben diesen Zeilen ein (denkbar harmloses) Foto von DiCaprio in einem Zeitschriftenladen zeigt? Sollen wir wirklich darüber nachdenken, wie gering dessen Informationswert für die Allgemeinheit ist? Oder ernsthaft die Frage erörtern, ob diese Berichterstattung zu einer Debatte mit einem Sachgehalt beiträgt, der über die Befriedigung bloßer Neugier hinausgeht?

Sagen wir’s lieber so: Vermutlich ist die Bild.de-Veröffentlichung nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts von 1999 unzulässig, nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte von 2004 ebenfalls und nach dem aktuellen BGH-Urteil erst recht.

6 vor 9

Weblogs, Datenschutz und Persönlichkeitsrechte
(onlinejournalismus.de, Fiete Stegers)
Wenn sich Blogger ärgern, machen sie sich im Netz Luft. Auch Journalisten, die sonst selbst andere zitieren, finden sich auf einmal auf der anderen Seite wieder, wenn ihre Antworten auf Leserbriefe oder Zitate aus Anrufen in der Redaktion in Blogs erscheinen. Verblüfft, vielleicht verärgert, fragen sich einige: ?Dürfen die das?? Nachfrage bei zwei Internetrechtlern.

Alphablogger: Jens Schröder, Medien-Analyst und Blog-Statistiker
(readers-edition.de, Peter Turi)
Jens Schröder ist eine stille Macht im Medien-Business: Als Daten-Analyst beim Mediendienst kress kommentiert er die Auflagen- und Anzeigentrends der Printmedien, zerpflückt und beschreibt kenntnisreich die Quoten und Werbeumsätze der Fernseh- und Radiosender. Auf seiner eigenen Website www.deutscheblogcharts.de analysiert der bekennende Statistik-Fan mit Liebe zum Detail den Publikums-Zuspruch der 100 wichtigsten Blogs in Deutschland: Welche Seite wird am häufigsten zitiert und verlinkt? Wer sind die Auf- und die Absteiger unter den Blogs? Aber Schröder hat noch eine andere Seite: Als Popkulturjunkie.de bloggt er seine Welt-Sicht zu Fernsehen, Film und Musik – und gehört damit zu den Top 30 seiner Blogcharts.

Die Leserzahlen der Printmedien
(persoenlich.com)
Die erste Auswertung der Leserzahlen der Printmedien für das Jahr 2007 zeigt: Der Gratistitel 20 Minuten ist weiter im Vormarsch, während der Blick erneut an Terrain verliert. Bei den Zeitschriften sind mit der Schweizer Illustrierten und dem Beobachter zwei Titel unter die Millionen-Grenze gefallen und auch die Weltwoche hat den Turnaround noch nicht geschafft.

Schöne neue Netzwelt
(diezuender.de/gallery)
Ebenso lange wie das Internet gibt es Menschen, die sich von der Technologie eine bessere Welt erhoffen. Viele lagen falsch, einige Theorien aber prägen das Web bis heute. Ein Überblick über die Netz-Utopien der vergangenen 50 Jahre.

«Google ist halt doch böse»
(heute-online.ch, Thomas Benkö)
Der Zürcher Blogger Benbit deckt auf seinem Blog oft Sicherheitslücken grosser Firmen auf. Das macht ihn unbeliebt. So unbeliebt, dass ihn Google aus dem Index schmiss.

Aufgedeckt
(bildblog.de)
Wie “Bild” den “Piano-Mann” fand.

6 vor 9

Machen Blogger die Journalisten überflüssig?
(krusenstern.ch, Jürg Vollmer)
Machen Blogger die Journalisten überflüssig? Diese Frage stellte ich heute am 1. BlogCampSwitzerland. Dabei verglich ich die Russland-Berichterstattung der Klassischen Medien mit jener der Weblogs. Rund 200 Zuhörer besuchten die Blogkonferenz an der ETH Zürich und diskutierten die Thesen von 20 Referenten.

Das Internet spielt nur die Nebenrolle
(nzz.ch, Niels Anner)
Moritz Leuenbergers politisches Blog ist in aller Munde. Doch im Wahlkampf 2007 wird das Internet eine marginale Rolle spielen. Schweizer Wahlerfolge entstehen nicht im Netz.

Woher kommt der Hass im Netz?
(welt.de, Adriano Sack)
Das Internet könnte das Paradies sein, in dem Menschen klug und scharfsinnig debattieren. Stattdessen gehören Beleidigungen, Unterstellungen, Diffamierungen zum ganz normalen Umgangston. Der Stammtisch 2.0 unterliegt ganz eigenen Regeln.

Warum Zwonull für Journalismus uninteressant ist
(blog-cj.de, cjakubetz)
Nach all den pompösen 2007-wird-ein-ganz-entscheidendes-Jahr-Ankündigungen und den bisher zu sehenden Resultaten fällt mir vor allem eines auf: Die Ergebnisse sind alles, nur noch nicht originell. Zwischen Spiegel, Stern, Focus, Welt, SZ und den anderen Epigonen sehe ich kaum mehr nennenswerte Unterschiede.

Knut (+)
(stefan-niggemeier.de)
Ich wäre dann gestern Morgen fast wieder bereit gewesen für neue Nachrichten. Hatte mich bei dem Gedanken ertappt, dass in diesen Tagen, in denen ich meine ganze Aufmerksamkeit auf die Niedlichkeit von diesem Knut gerichtet habe, etwas passiert sein könnte in der Welt.

Ratespiel
(wortfeld.de, Alexander Svensson)
Welches Nachrichtenportal sieht derzeit so aus?

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