Suchergebnisse für ‘the’

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Die Wichtigkeit der Rolle für die Rolle
(wortreich.nightshift.ch)
Auf der Frontseite von «Alpha», dem Kader-Stellenmarkt des «Tages-Anzeigers», wird gern Wortstroh gedroschen. Jede Woche beglücken uns die Wichtigen der Wirtschaft mit ihren vermeintlichen Erkenntnissen – und das entweder im Ton der absurden Management-Bücher («Zieh dem Elefanten keine Socken an») oder der gehobenen Heissluftproduktion («Wichtigkeit von Motivationsfaktoren für die innerbetriebliche Zufriedenheitsverbesserung»). Letzte Woche blieb mein Auge nun an einem Artikel von Bettina Büchel über strategische Initiativen hängen. Strategische was?

Wie ?Welt Online? zu ihren ?Top-Themen? kommt
(medienpiraten.tv, Peer Schader)
Es gibt einfach nicht so viele gute Ideen auf der Welt, dass man ständig neue haben kann, um all die Online-Angebote deutscher Verlagshäuser zu füllen, die derzeit minütlich aktualisiert werden müssen. Bei ?Welt Online? haben sie eine prima Lösung dafür gefunden, damit umzugehen: Sie strengen sich gar nicht erst an.

Zeitungen ohne Papier
(medienkonvergenz.com, Andreas Göldi)
Was sind die Alternativen?

Rote Karte für elf Reporterklischees
(stern.de, Bernd Gäbler)
Pünktlich zur neuen Bundesligasaison soll alles besser werden: von den Stadien über die Mannschaften bis zur Vereinsführung. Was aber ist mit den Reportern? Schön, wenn sie weniger selten sprachlich ausrutschen würden. Die elf schlimmsten Reporterphrasen.

Poesie des Zufalls
(axel-springer-akademie.de, Jenni Roth)
Ernst Elitz über das perfekte Interview.

“Wo sind die Weiber?”
(faz.net, Martin Wittmann)
?Für kleines Geld viel erleben?: 17 Stunden Fahrt, begleitet von Billig-Wodka, Dosenbier und derben Sprüchen. Wohnen im Plattenbauhotel mit Ballermann-Atmosphäre rund um die Uhr. Mit ?Rainbow Tours? für 159 Euro eine Woche lang Busurlaub am Plattensee. Ein Selbstversuch von Martin Wittmann.

6 vor 9

Aufforderung zur Gegendarstellung
(Spiegel Online, Frank Patalong)
“Google wagt in seinem amerikanischen Nachrichtenangebot ein pikantes Experiment: Ab dieser Woche sollen dort Betroffene, über die in Nachrichten berichtet wurde, mit Kommentaren zu Wort kommen.”

IVW setzt auf User Generated Content
(deutsche-startups.de, Alexander Hüsing)
Die IVW ergänzt Kategorien-System. “Bisher teilte sich die Zahlenwelt der Informationsgemeinschaft in die Rubriken ‘Redaktioneller Content’, ‘E-Commerce’, ‘Kommunikation’, ‘Verzeichnisse/Auskunftsdienste’, ‘Spiele’ und ‘Diverses’. Nun gibt es auch die Rubrik ‘User generierter Content’.”

The Seehofers – Der Film
(stefan-niggemeier.de, Christoph Schultheis)
Für “Schlagzeilen sorgt der ‘Star-Regisseur’ seit Jahren immer dann, wenn wieder mal irgendeine Sau durchs Dorf getrieben wird. Kurz vor dem Ortsausgangsschild steht dann Wedel”.

Dildo-Atacke auf Deutschlands Online-Journalisten
(Indiskretion Ehrensache, Thomas Knüwer)
“Dildos, Gleitcreme, Kondome, Pornos. Nein, das ist kein Scherz und keine knüwersche Übertreibung. Seit gestern sind 37 Pakete mit Erotikware an unsere Online-Redaktion geliefert worden.”

Fair Radio
(blog-cj.de, Christian Jakubetz)
Ist es “wirklich zu viel verlangt, wenn man sich ein Programm mit Musik von mehr als 150 Titel in der Rotation wünscht und Moderatoren, die nicht schon in hysterisches Gelächter ausbrechen, wenn sie das Wort ‘Unterhose’ sagen.”

Vorsicht, Hochspannung!
(Tagesspiegel.de, Joachim Huber)
Wie die ARD-‘Sportschau’ künftig für den Fall eines Stromausfalls gerüstet ist. Ein Krisenreaktionsprogramm von Joachim Huber.

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Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier von Montag bis Freitag handverlesene Links zu Online-Storys aus alten und neuen Medien.

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Die bösen Buben von Vegas
(sueddeutsche.de, Uli Ries)
In Western tragen die bösen Cowboys stets schwarze Hüte. Heute tragen sie schwarze Sonnenbrillen, nennen sich Cracker und zeigen auf den IT-Messen Black Hat und Defcon die neuesten Lecks und Hacks der Szene.

Handgranaten in die Wohnung

(FR Online, Bernd Buber)
Die Printmedienlandschaft in Serbien ist tief gespalten – Journalisten werden schikaniert.

25 Jahre Seitwärts-Smiley – Ich bin :-)

(Spiegel Online, Konrad Lischka)
Der Informatiker Scott Fahlman suchte 1982 ein Symbol, um Witze im Uni-Netz kenntlich zu machen. Nach tagelangen Debatten mit Kollegen erfand er das erste Emoticon, den :-). So lacht das Netz heute noch.

The Longest Day

(washingtonpost.com, Danna L. Walker)
Could a class of college students survive without iPods, cellphones, computers and TV from one sunrise to the next? [Artikel in englisch]

Wie Hillary die Nationalhymne krächzt
(Berliner Zeitung Online, Olivia Schoeller)
Im US-Wahlkampf setzen die Präsidentschaftskandidaten erstmals bewusst auf das Internet.

Pre-Roll-Werbung auf Sevenload

(gugelproductions.de/blog, Bertram Gugel)
Vor kurzem habe ich die verschiedenen Werbemöglichkeiten in und um Videos vorgestellt. Passend dazu nun noch eine kleine Ergänzung, wie das Thema auf Sevenload gehandhabt wird.

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Das ist reizend
(dasmagazin.ch, Martin Scholz)
Wie ist es, die Rolling Stones zu interviewen? Nächste Frage.

Die nicht immer erlebbare Transparenz der Landesmedienanstalten
(blog.handelsblatt.de, Thomas Knüwer)
Norbert Schneider, Chef der Landesmedienanstalt NRW, scheint derzeit viel Zeit zum Schreiben zu haben. Und er hat einen Anlass. Er will nämlich Geld für seine der Unnötigkeit entgegen driftende Behörde.

Deutschlands heimliche Boombranche
(spiegel.de, Carsten Görig)
Streicheln, füttern, reiten: Mit klassischen Mädchenthemen hat sich fast unbemerkt ein Spielemarkt entwickelt, den Jungs grauenhaft finden – Spielehersteller dafür umso besser. Das Geschäft mit Tierspielen boomt, und viele erfolgreiche Titel kommen aus Deutschland.

Wie konnten wir so blöd sein?
(zeit.de, Wolfgang Gehrmann)
Anleger folgten dem Börsenguru Markus Frick und stürzten ab: Die Details einer ganz normalen Börsengeschichte.

Sie dürfen klatschen
(tagesspiegel.de, Sonja Pohlmann)
Promis, Paparazzi, Plaudertaschen – warum die People-Magazine zurzeit einen Boom erleben.

Meistens war ich eine Frau
(taz.de, 7Cent)
Günter Wallraff arbeitet undercover in einem Callcenter? Toll, aber unser Autor machte sich auch die Hände schmutzig und ging zwei Monate anschaffen. Mit dem Handy per SMS.

Betr.: Wiederholungsterror

Es ist wieder so weit! Wir schreiben den 3. August 2007 und auf Seite 4 der “Bild” heißt es:

"Gebühren-Skandal: 865 Minuten Wiederholungen am Wochenende"

Wie gut, dass die Meteorologen fürs Wochenende besseres Wetter vorausgesagt haben! Denn im Fernsehen erwartet uns nur Langeweile…

Die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF präsentieren den TV-Zuschauern von heute bis Sonntag in der Hauptsendezeit geschlagene 865 Minuten Wiederholungen!

Im Klartext: Mehr als 14 Stunden Gähn-TV! (…)

Und wir nutzen erneut die Gelegenheit für einen Blick ins “Bild”- und “BamS”-Archiv der vergangenen zehn Jahre:

1997:

Fernsehen fällt drei Monate in Sommerschlaf

Nur noch Wiederholungen — Frechheit! Noch 21 Tage bis zum Sommeranfang! Doch das Fernsehen geht schon jetzt in Urlaub, fällt in einen dreimonatigen Tiefschlaf. Sommerzeit, Wiederholungszeit! Der Blick ins TV-Programm wird zum Ärgernis. Wohin man auch zappt — fast alles schon gesehen. (…)
(“Bild am Sonntag” vom 1.6.1997)

1999:

Das Fernsehen fällt in den Sommerschlaf

Ab Juni fast nur noch Wiederholungen. (…) Das Fernsehen macht Sommerpause, fällt vom Juni an für über drei Monate in den Tiefschlaf. Der Blick ins sogenannte Programm — ein Dauerärgernis. (…) Gähn-TV in den schönsten Monaten des Jahres. (…)
(“Bild am Sonntag” vom 30.5.1999)

2000:

Der trostlose TV-Sommer — Noch nie sendete das Fernsehen so viele Wiederholungen wie in den kommenden Wochen

Auf die Gebührenzahler kommt ein trostloser TV-Sommer zu — noch nie griff das Fernsehen so tief in die Mottenkiste, wie es in den kommenden Wochen der Fall sein wird. (…) Gähn-TV! Sogar an den Talkshows und Comedy-Sendungen, die bei Gags und Gästen ja eigentlich von der Aktualität leben, geht der Sommerschlaf nicht vorbei. (…)
(“Bild am Sonntag” vom 2.7.2000)

2001:

Gähn-TV: Wofür zahlen wir im Sommer eigentlich Gebühren? (…) Politiker fordern weniger Gebühren wegen Gähn-TV
(“Bild am Sonntag” vom 28.7.2001)

Gähn-TV immer schlimmer: Das Sommer-Gähn-TV. Nur Wiederholungen, fast alle Show- und Talkmaster im Urlaub.
(“Bild am Sonntag” vom 3.8.2001)

2002:

Wiederholungsterror im Fernsehen — Politiker fordert: TV-Gebühren im Sommer halbieren!

Jeden Sommer der gleiche Ärger über Wiederholungen im TV.
(“Bild am Sonntag” vom 14.7.2002)

2003:

Zum Gähnen! Der TV-Sommer der Wiederwiederwiederholungen

TV-GÄHN! Egal, wohin man zappt — fast nur noch Wiederholungen. Gähnende TV-Langeweile. Bei dem Programm droht akute Einschlafgefahr! Falls Sie sich z. B. heute auf einen tollen Fernsehabend freuen, ein gutgemeinter Tipp: Verabreden Sie sich lieber zu einer Grillparty. Denn im TV verpassen Sie nichts! (…) Wofür zahlen wir eigentlich noch TV-Gebühren!
(“Bild” vom 16.7.2003)

2004:

Schlimmste Fernseh-Woche… Wiederholung, Wiederholung, Wiederholung…
(“Bild” vom 23.6.2004)

Weniger Gebühren für Gähn-TV im Sommer
(“Bild” vom 8.7.2004)

2005:

Das ist der Gipfel aller TV-Unverschämtheiten!

Dieses Wochenende über 44 Stunden Wiederholungen Und dafür zahlen wir auch noch TV-Gebühren! Erst im April wurden die Gebühren fürs öffentlich-rechtliche Fernsehen um 88 Cent auf monatlich 17,03 Euro erhöht. Und jetzt bekommen wir von ARD und ZDF trotzdem einen TV-Sommer voller Wiederholungen. Allein an diesem Wochenende bringen es die beiden Anstalten fertig, an drei Tagen 2669 Minuten aus dem Altfilm-Lager zu füllen. Das sind 44 Stunden und 29 Minuten!
(“Bild” vom 30.7.2005)

Immerhin: Es gibt Unterschiede. Viele Jahre lang schimpften “Bild” und “BamS” auch über Pro7, Sat.1 und RTL, errechneten ominöse Prozentanteile, ließen sich von unterschiedlichen Sendersprechern die Gründe (Urlaubszeit) erläutern usw. Vor zwei Jahren* hatte “Bild” zumindest noch das gesamte ARD- und ZDF-Programm “durchleuchtet” — statt, wie in diesem Jahr, nur irgendeine (nicht näher benannte) “Hauptsendezeit”. Wer, bitte schön, käme da auf die aberwitzige Idee, von “Wiederholungsterror” zu sprechen?

*) 2006 waren “Bild” und “BamS” offenbar zu “schwarz-rot-geil” für “Gähn-TV”. Ob (und wenn ja, warum) auch 1998 die Empörung ausblieb, wissen wir nicht.

Nachtrag in eigener Sache: Auch das BILDblog fällt bis Sonntag ins Sommerloch. Wir freuen uns trotzdem über Hinweise, wünschen bis dahin aber gute Unterhaltung.

6 vor 9

Verfahren gegen 17 Journalisten wegen Geheimnisverrats (+ + +)
(tagesschau.de)
Wegen der Veröffentlichung von geheimen Akten des BND-Untersuchungsausschusses laufen nach Informationen des ARD-Hauptstadtstudios mindestens 17 Ermittlungsverfahren gegen Journalisten.

Arbeit, Familie, Gott und Vaterland
(nzz.ch, Lutz Hachmeister)
Journalismus in Deutschland ist die Geschichte einer verspäteten Profession. Ein ums andere Mal, von links bis rechts, wurde die Medienkultur des Auslands als «wesensfremd» wahrgenommen, wie der Medienforscher Lutz Hachmeister im folgenden Artikel schreibt.

Ein Sender vernichtet sich selbst
(taz.de, David Denk)
Sat.1 hatte einmal ein Programm mit Profil. Heute ist es TV egal. Entlassungen und die Abschaltung der Informationssendungen sind nur neue Höhepunkte eines schleichenden Verfalls des Senders.

Wie weiblich sind Weblogs?
(onlinejournalismus.de, Fiete Stegers)
In Blogs und Blog-Kommentaren bestimmen Männer den Ton. Besonders, wenn die Diskussion ums Bloggen selbst geht, ist von Frauen kaum etwas zu hören. Stimmt der Eindruck? onlinejournalismus.de sprach darüber mit Jan Schmidt. Ein Mann – aber einer, der es wissen muss.

Wo wird was gegoogelt?
(zeit.de)
Wofür interessieren sich die Deutschen im Internet? Und wie ist ihr Interesse regional verteilt? Wir gaben 64 Begriffe vor – die Karte verzeichnet, wo mit Hilfe von Google am häufigsten wonach gesucht wird.

Die kleinen Blog-Sünden
(basicthinking.de, Robert Basic)

6 vor 9

Der Medienkrieg der Steinzeit-Kämpfer
(welt.de, Ansgar Graw)
Die Taliban stehen für eine hoffnungslos rückständige Lebensweise. Trotzdem gelingt es ihnen, dem Westen über eine geschickte PR-Strategie Ängste und Emotionen aufzuzwingen. Wie die Gotteskrieger Schlagzeilen diktieren.

“Medien werden von allen Seiten benutzt”
(tagesschau.de, Sabine Klein)
Das Auswärtige Amt hat das Video der deutschen Geisel in Afghanistan als “gezielt lanciertes Mittel der Einschüchterung” bezeichnet. Es wurde dem arabischen Sender Al Dschasira zugespielt, der es auch als erster ausstrahlte. Macht sich der Sender damit zum Werkzeug der Entführer? tagesschau.de sprach mit dem Deutschland-Korrespondenten des Senders, Aktham Suliman.

Gericht verpflichtet Web-Forum zur Vorab-Zensur
(spiegel.de, Konrad Lischka)
Streitthema Anruf-Spielshows: Die TV-Firma Callactive siegt vor Gericht wohl endgültig über ein kritisches Web-Forum. Die Teilnehmer auf Call-in-TV dürfen nun nicht einmal mehr von “verwirrten Anrufern” sprechen.

Stunde der Hysteriker
(weltwoche.ch, Hanspeter Born)
Ausschluss des stärksten Fahrers, Ausschluss des Publikumslieblings und Sieg eines zweifelhaften Spaniers. War die Tour de France ein Skandal? Nicht unbedingt.

Falstaffs Edelmarke
(faz.net, Jordan Mejias)
Fünf Milliarden Dollar lässt Rupert Murdoch sich Dow Jones kosten. Das Prunkstück des Konzerns, das ?Wall Street Journal?, hat es ihm besonders angetan. Kritiker sprechen von einem ?schwarzen Tag? für Amerikas Journalismus. Doch dieser Kauf geht die ganze Welt an.

“Das ist ein Sonderfall”
(hna.de)
Das “Wall Street Journal” könnte auch online überleben, sagt Medienexperte Jo Groebel im Interview.

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Eine Zeile Lebenslauf
(schattenraum.de, Philip Steffan)
“Erster August. Seit einigen Minuten bin ich nicht mehr Angestellter der Axel Springer AG (bzw. der Ullstein GmbH). Der Grund dafür ist tatsächlich mein Text Apokalyptische Springreiter vom 12. Mai. Was da im Hause passiert war, hab ich ja damals aufgeschrieben. Es hat fast sechs Wochen gedauert, bis dies jemandem aufgefallen war. Das finde ich schon erstaunlich für eine Zeitungsgruppe, die gerne mit Begriffen wie Online First um sich wirft.”

Myspace, so Allah will!
(netzeitung.de, Stefan Wirner)
«Internet im Iran? Gibt?s nicht!» Wer so denkt, irrt. Das Netz ist in Teheran so verbreitet wie in Berlin. Iranische Frauen mögen vor allem Myspace, wie Stefan Wirner erfahren hat.

?Mich hat bloggen nie interessiert”
(politik-digital.de)
Am 31. Juli 2007 war die Podcasterin Annik Rubens von “Schlaflos in München” zu Gast in der Blogsprechstunde von politik-digital.de und den Blogpiloten. Im Chat sprach sie über ihre Liebe zum gesprochenen Wort, ihre Anfänge als Podcasterin und die Unterschiede zwischen Blogs, Radio und Podcasts.

Die Kasse klingelt für eine bessere Welt
(faz.net, Stefan Appelius)
Keine Partei lässt sich beim Thema Finanzen gern in die Karten schauen. Das Besondere bei der SPD: Sie verfügt über eigene Unternehmen beziehungsweise über Beteiligungen an Unternehmen – und zwar vorzugsweise im Medienbereich.

“Ein Wirrwarr wie im 19. Jahrhundert”
(welt.de, Dankwart Guratzsch)
Die neuen Schreibweisen der Reform sind ab morgen in ganz Deutschland verbindlich, selbst für Nachrichtenagenturen. Von einer einheitlichen Regelung kann aber trotzdem keine Rede sein: Schweizer verglichen die Reform schon mit den Zuständen vor über 100 Jahren.

Towers of Babble
(newyorker.com, Paul Goldberger)
What should a newsroom look like in the twenty-first century?

Dummer August

Man kennt das von billigen Pullovern: Erst entdeckt man, dass irgendwo ein kleiner Faden raushängt, aber wenn man dran zieht, ribbelt sich das Ding komplett auf.

In Deutschland haben sie schon alles abgeräumt (u. a. Platin, Bambi), jetzt wollen sie die USA erobern: die deutsche Popband Juli ("Die perfekte Welle") mit Sängerin Eva Briegel (Foto). Zusammen mit der US-Band "Dashboard Confessional" brachte Juli ihre 1. Single "Stolen" (Deutsch: gestohlen) in den Staaten raus – und kam von 0 auf Platz 44 in die US-Charts. BILD meint: Rock the USA!Ungefähr so verhält es sich auch mit der heutigen “Gewinner des Tages”-Kür durch “Bild”. Angeblich ist die Sängerin der deutschen Band Juli mit der amerikanischen Band Dashboard Confessional und der Single “Stolen” von 0 auf 44 in die US-Charts eingestiegen. Das lässt sich leicht durch einen Blick auf die US-Charts widerlegen. Aber Juli ist nicht nur nicht auf Platz 44 in die US-Charts eingestiegen, sondern gar nicht. Und sie ist nicht nur gar nicht in die US-Charts eingestiegen, sondern konnte gar nicht in die US-Charts einsteigen: Die Single mit Juli wurde, wie uns die Plattenfirma Universal bestätigt, nur in Deutschland veröffentlicht. Weshalb auch die Aussage, Juli wollten jetzt die USA erobern, und der “Bild”-Schlachtruf “Rock the USA”… also, sagen wir so: Es geht nicht um die US-Karriere von Juli, sondern die Deutschland-Karriere von Dashboard Confessional.

Und wie kommt “Bild” auf den Platz 44? Man weiß es nicht. In Deutschland ist die Single erst am Freitag erschienen, deshalb gibt es noch keine endgültige Chart-Platzierung. In den USA aber haben Dashboard Confessional “Stolen” schon vor Monaten (und ohne Juli!) herausgebracht. Die Single stieg im April auf Platz 65 in die US-Charts ein, erreichte aber als Spitzenposition, ta-daa: Platz 44.

Vielen Dank an Mumu M. für den sachdienlichen Hinweis!

Nachtrag, 2.8.2007: “Bild” behauptet heute, dass ihr “in der Rubrik ‘Gewinner’ ein Fehler unterlaufen” sei. So kann man das natürlich auch formulieren.

Die Simpsons noch unbeliebter als Harry Potter

Offenbar spielt “Bild” heute auf der letzten Seite ein lustiges Spiel: Für wie dumm kann man den Leser verkaufen? Oder, um es mit “Bild” zu sagen:

Die Überschrift ist… groß — die dazugehörige Meldung wenig spektakulär: “Die Simpsons – der Film” war nach dem Start am vergangenen Donnerstag der meistgesehene Film in den deutschen Kinos der Kinokette Cinemaxx.

Knapp 200 000 Zuschauer meldet Kino-Gigant “CinemaxX” allein am ersten Wochenende nach dem Filmstart am Donnerstag.

Harry Potter sahen dagegen knapp 80 000 Fans.

Der Vergleich ist so unsinnig wie falsch: “Harry Potter und der Orden des Phönix” läuft bereits in der dritten Woche — vor tatsächlich 80.000 Cinemaxx-Zuschauern. In der Vorwoche sahen ihn dort 128.000 und zum Filmstart immerhin 201.000. Und weil das z.Zt. die einzig vergleichbare Zahl zum “Simpsons”-Film ist, muss man sagen: “Die Simpsons” sahen laut Cinemaxx 194.000 Zuschauer — also 7000 weniger als “Harry Potter”.

Aber immerhin hat es “Bild” geschafft, dass wir die Simpsons und Harry Potter in ein und derselben Überschrift unterbringen konnten!

Mit Dank an Martin G. und Martin K. für den Hinweis.

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