Suchergebnisse für ‘pol’

6 vor 9

Die Designer schöner Botschaften
(bilanz.ch, Corinne Amacher und Iris Kuhn-Spogat)
Ob Kielholz, Ospel oder Vasella – die Schweizer Wirtschaftsführer sagen keinen Ton in der Öffentlichkeit, ohne sich mit ihren Kommunikationsspezialisten abgesprochen zu haben. Vor allem die externen Souffleure gewinnen an Einfluss.

Die Welt ist nicht genug
(sueddeutsche.de, Bernd Graff)
Anderthalb Millionen Menschen führen im Internet-Universum “Second Life” ein virtuelles Leben. Jetzt will der Springer-Verlag in diesem Cyberspace eine Zeitung veröffentlichen und ein Redaktionsgebäude bauen: Quatsch oder Coup?

Nächste Ausfahrt Community.
(turi2.de, Peter Turi)
Wie Jochen Wegner bei “Focus Online” dem Journalismus die Versionsnummer 2.0 aufdrücken und “Spiegel Online” angreifen will.

Hoher Medienkonsum führt zu schlechten Schulnoten
(telepolis.de, Florian Rötzer)
Nach einer Studie könnten sich durch die Unterschiede in der Medienausstattung und Mediennutzung nicht nur die wachsende Kluft zwischen der Leistung von Jungen und Mädchen, sondern auch zwischen dem Bildungsniveau der südlichen und nördlichen Bundesländer erklären lassen.

Neu für den geneigten Studenten: Die Campusmagazine von ZEIT und FOCUS
(jetzt.de, Henrik Pfeiffer)
Zwei neue Studentenmagazine zielen auf die akademische Zielgruppe – um sie schon mal an die jeweiligen Mutterblätter zu gewöhnen. Wir haben ZEIT Campus und FOCUS Campus verglichen und gelernt: Studieren ist ja ganz schön super!

Die Welle macht’s
(taz.de, Klaus Walter)
Was kommt nach “Satisfaction”? Ausgerechnet Pop hat sein Universal-Appeal eingebüßt. Denn vor lauter Marktförmigkeit fehlt es an klugen Kontextualisierungen durch Kritik – und an gutem Radio, das die Verhältnisse hörbar macht.

Vom Freund des Hauses zum Mann der Woche

Als “Bild” im März, nun ja, tagelang eine Kampagne gegen den Bundestag wegen der Luxus-Pensionen führte, fragte “Bild” den FDP-Chef Guido Westerwelle:

“Herr Westerwelle, teilen Sie die Meinung des Parlamentspräsidenten, daß BILD eine Kampagne gegen den Bundestag wegen der Luxus-Pensionen führt?”

Westerwelle antwortete:

“Davon kann ja nun wirklich keine Rede sein!”

Drei Monate später schrieb Westerwelle die erste seiner “Bild”-Kolumnen, die das Blatt seitdem immer freitags exklusiv als redaktionellen Beitrag veröffentlicht, bevor sie sich anschließend auch als Pressemitteilung auf der FDP-Website wiederfinden.

Wir lassen das mal so stehen.*

Heute nun schreibt “BamS”-Kolumnist Martin S. Lambeck über seinen “Bild”-Kollegen Westerwelle, nennt ihn “FDP-Partei- und Fraktionschef” und: “Mann der Woche…”

Warum? Wegen Joschka Fischer. Dem Ex-Außenminister, der keine “Bild”-Kolumnen schreibt, war es kürzlich gelungen, vor Gericht 200.000 Euro “fiktive Lizenzgebühr” zu erstreiten, weil sein Gesicht von der Zeitung “Welt kompakt” (Lambeck nennt sie übrigens fälschlich “Die Welt”) für eine Werbekampagne verwendet worden war. Und man kann das, keine Frage, humorlos finden. Doch Lambeck schreibt:

“Ganz anders Westerwelle: Er bat die “Welt” um einige Dutzend Postkarten mit dem netten Kindergesicht, weil ihn darauf viele Bürger angesprochen hatten. Die Karten hat Westerwelle signiert verschenkt.”
(Link von uns.)

Ach ja: Sowohl die Zeitung, deren Werbepostkarten Westerwelle signiert verschenkt, als auch die Zeitung, in der Westerwelle allwöchentlich eine Kolumne schreibt, und die Zeitung, die ihn heute zum “Mann der Woche” macht, erscheinen alle im selben Verlag.

*) Vielleicht könnte man noch daran erinnern, dass die “Süddeutsche Zeitung” kurz nach Westerwelles erster “Bild”-Kolumne berichtet hatte, Michael Backhaus, damals noch Mitglied der “Bild”-Chefredaktion, halte es für “falsch, eine solche Kolumne einem Parteiführer und Oppositionspolitiker zu geben”. Nur einen Monat später gab Backhaus, wie die Axel Springer AG mitteilte, “die Verantwortung für BILD (…) ab”. (“Seine Vorstellung von Boulevardjournalismus, der Qualität und Seriosität nicht ausschließt, ließ sich bei ‘Bild’ nicht umsetzen”, kommentierte der “Tagesspiegel”.) Seither arbeitet Backhaus nur noch für die “BamS”.

  

Ein Leserbrief im Wortlaut

In ihrer Ausgabe vom 26.10.2006 veröffentlichte die “Frankfurter Allgemeine Zeitung” unter der Überschrift “Geförderte Mißgunst” folgenden Leserbrief zu einem FAZ-Artikel:

Am 16. Oktober war in der F.A.Z. folgendes über meine Rede vor dem Hamburger Wirtschaftstrat zu lesen: Vermögens- oder Gehaltslisten von Top-Verdienern, hätte ich angeblich geäußert, würden in “Bild” nicht veröffentlicht. Kurz darauf habe “Bild” allerdings genau solche Listen veröffentlicht. Richtig ist: Ich habe in der Diskussion vor dem Wirtschaftsrat darauf hingewiesen, daß ich nicht verstünde, warum ausgerechnet Zentralorgane des deutschen Großkapitals wie F.A.Z. oder “Manager Magazin” solche Listen mit großem Aufwand erstellen und spektakulär veröffentlichen. Daß es mir ferner als Chefredakteur einer Zeitung, deren Leser zumeist etwas weniger verdienen würden als Dax-Vorstände, aber oftmals von deren Entscheidungen unmittelbar betroffen seien, nicht leichtfalle, mich auf diesem Feld von den genannten Publikationen links überholen zu lassen. Und schließlich habe ich auch noch gesagt, daß ich die Offenlegung der Gehälter von Dax-Vorständen zwar für eine Form der politisch geförderten Mißgunst hielte, aber selbstverständlich der rot-grünen Koalition tief dankbar wäre für dieses kostenlose Schlagzeilenprogramm für “Bild”.

Kai Diekmann,
Chefredakteur “Bild”, Hamburg

6 vor 9

Was ist heute guter Journalismus?
(akademie-fuer-publizistik.de, pdf, 89 kb)
Diese Preisfrage wurde 37 mal beantwortet, drei Gewinner stehen fest: 1. Philip Cueni, 2. Irene Dänzer-Vanotti, 3. Jörg Alsdorf.

Zwielichtige Meinungsbildner
(nzz.ch, S. B.)
Blogger werden zunehmend durch PR und Werbung vereinnahmt. Es geht dabei um den Versuch, einen Paradigmenwechsel im Umgang mit Informationen herbeizuführen.

BILD sei Dank
(telepolis.de, Christian Gapp)
“Schockfotos von deutschen Soldaten” titelte BILD gestern. Schön sind sie nicht, die Fotos von Soldaten, die mit einem Totenkopf posieren. Aber sie sagen vielleicht mehr über die entrüsteten Betrachter und die Nöte der Soldatinnen und Soldaten bei Auslandseinsätzen aus als über die vermeintlichen Perversitäten der abgebildeten Soldaten.

Dänischer Chefredakteur freigesprochen
(welt.de, Clemens Bomsdorf)
An den Bildern drohte sich der Kampf der Kulturen neu zu entzünden. Doch das Gericht sieht in der Veröffentlichung der Mohammed-Zeichnungen keine Straftat. Die Kläger bleiben aber bei ihrer Sicht und gehen in Berufung.

Zappen verboten: Ein Fernsehtag mit der ARD
(faz.net, Jochen Hieber)
Im Zeitalter des Zappens einen Fernsehtag lang bei einem einzigen Sender zu verweilen und sich dabei nichts entgehen zu lassen: Das ist die Idee der Serie, mit der wir heute beginnen. Folge eins: 19 Stunden Das Erste.

Spieglein, Spieglein
(taz.de, Max Hägler)
Mit “clap” bekommen Medien und Werber nun ihr eigenes Satiremagazin: Das Spaßdefizit soll weg.

Diekmanns rechte Verbindungen

Selbst, wenn er wollte: Kai Diekmann, Chefredakteur der “Bild”-Zeitung, dürfte nicht SPD-Mitglied werden. Die Partei jedenfalls würde einen entsprechenden Antrag Diekmanns ablehnen.

Aber der Reihe nach:

Obwohl nicht unbedingt dafür bekannt, als Vortragsreisender emsig durch die Lande zu touren, scheint Kai Diekmann in letzter Zeit häufiger am Rednerpult zu stehen. Insbesondere sein Vortrag über den “Erfolg der Marke BILD” hat es ihm offenbar angetan. Nach Auftritten beim “PR-Club Hamburg” und dem sog. “Wirtschaftsrat der CDU” hält er ihn am heutigen Donnerstag zum dritten Mal, diesmal in Münster — bei der Burschenschaft Franconia.

Schließlich will die traditionsreiche Studentenverbindung ihren Mitgliedern “das richtige Rüstzeug für die spätere verantwortungsbewusste Teilnahme am gesellschaftlichen und politischen Leben” vermitteln. So steht es auf der Franconia-Homepage. Außerdem steht dort, dass die Franconia “Mitbegründer der Burschenschaftlichen Gemeinschaft” sei, die kurz als “Zusammenschluss von Burschenschaften Deutschlands und Österreichs” beschrieben wird.

Grundlegend für die Burschenschaftliche Gemeinschaft ist dabei, dass keine Abtretung der Ostgebiete stattgefunden hat, sondern daß sich diese Gebiete im Schwebezustand befinden, da keine Abstimmung darüber unter den Vertriebenen durchgeführt wurde. Weiterhin unterstützt die Burschenschaftliche Gemeinschaft den volkstums-bezogenen Vaterlandsbegriff ohne Rücksicht auf Staatliche Gebilde und deren Grenzen.Unerwähnt lässt die Franconia allerdings, dass es sich bei der “Burschenschaftlichen Gemeinschaft” (siehe Ausriss) um einen von Burschenschaftskritikern des Rechtsextremismus verdächtigten Zusammenschluss innerhalb des Dachverbandes “Deutsche Burschenschaft” handelt, der (laut “Frankfurter Rundschau”) “mit der Abgrenzung nach rechts schon immer Schwierigkeiten hatte” und laut SPD “eindeutig biologistisch, völkisch und großdeutsch ausgerichtet” ist.

Zu den 22 deutschen Mitgliedern der “Burschenschaftlichen Gemeinschaft” zählen neben der Franconia Münster auch Burschenschaften, die schon in diversen Verfassungschutzberichten auftauchten, weil sie “keine Berührungsängste” zu Alt- und Neonazis zeigten. Und der SPD-Vorstand setzte im Frühjahr einen umstrittenen “Unvereinbarkeitsbeschluss” durch, wonach niemand Mitglied der SPD sein dürfe, der Mitglied einer Burschenschaft der “Burschenschaftlichen Gemeinschaft” sei.

Die Franconia selbst musste sich noch bis in dieses Jahr vorwerfen lassen, dass sie 2004 den angeblich ehemaligen Neonazi Oliver Westerwinter in ihren münsteraner Räumlichkeiten beherbergt habe.

Alles das aber dürfte Kai Diekmann, dem “Bild”-Chef, der heute ab 19 Uhr in ebenjenen Räumlichkeiten der Franconia Münster seinen Vortrag hält, ohnehin bekannt sein: Immerhin ist er selbst dort seit seiner Studienzeit* Mitglied.

*) Nachtrag, 27.10.2006: Möglicherweise ist Diekmann nicht, wie wir behauptet haben, seit seiner Studienzeit Franconia-Mitglied, sondern war dort offenbar während seiner Studienzeit Mitglied und ist es seit einiger Zeit wieder.

Nachtrag, 28.10.2006: Ein BILDblog-Korrespondentenbericht von der Franconia-Veranstaltung

6 vor 9

Agenten und Prinzipale
(werbewoche.ch, Stephan Russ-Mohl)
Journalisten gestehen nie ein, welche Folgen ihre Doppelrolle als Informationsempfänger und -vermittler zeitigt.

Licht aus für den Zirkus
(facts.ch, Markus Schär)
Ohne Christoph Blocher stirbt die “Arena” einen langsamen Tod. Die einst wirkungsvollste Politsendung des Schweizer TV läuft wohl nach den nächsten Wahlen aus.

So war es
(weltwoche.ch, Gerhard Schröder)
Vom Eisenwarenverkäufer zum deutschen Weltpolitiker: Vor einem Jahr hat er das Amt des Bundeskanzlers niedergelegt, jetzt präsentiert er seine Erinnerungen. Auszüge aus Gerhard Schröders Autobiografie in einem exklusiven Vorabdruck.

Schröder-Buch – Die Hintergründe einer medialen Vermarktung
(ndr.de, Videobeitrag)
Deutschland, ein Schröder-Märchen? Der Eindruck entsteht, wenn man dieser Tage eine Zeitung aufschlägt oder sich durch die Fernsehkanäle zappt. Gerhard Schröder regiert wieder die Schlagzeilen – dieses Mal, weil er ein Buch geschrieben hat.

Das Bild des Bürgers in Uniform
(faz.net, Michael Hanfeld)
Spätestens jetzt ist das Bild des Bürgers in Uniform an der Realität zerbrochen: Aufnahmen zeigen Bundeswehrsoldaten in Afghanistan mit einem Totenschädel. Wieso sind die Fotos gerade nun aufgetaucht? Und wie ist die “Bild”-Zeitung an sie gelangt?

Wo the fuck bleibt Alice?
(taz.de, Martin Reichert)
Ohne einen DSL-Anschluss haben die Gayromeos in Brandenburg ein Problem: Sie können nicht zueinander finden.

Das Job-Wunder von Axel Springer

Tolle Nachrichten aus dem Hause Axel Springer: Der Verlag hat in den ersten neun Monaten dieses Jahres 281 neue Stellen geschaffen. Das geht aus einer Pressemitteilung der Axel Springer "Springer schafft 281 neue Jobs"AG hervor. Und in der “Bild”-Zeitung, die bei Axel Springer erscheint, findet man diese Information offenbar so wichtig, dass sie sie heute sogar auf der Titelseite platziert (siehe Ausriss).

Andere Informationen hingegen, die in diesem Zusammenhang vielleicht nicht ganz unerheblich sind, findet “Bild” weniger wichtig: Zum Beispiel, dass Springer damit immer noch 82 Beschäftigte weniger hat als im Jahresdurchschnitt 2005. Oder dass Springer damit fast 4.000 Beschäftigte weniger hat als im Jahr 2001. Oder dass Springer im September angekündigt hat, bis 2009 266 Stellen abzubauen. Oder dass im September 600 Springer-Mitarbeiter vor der Konzernzentrale gegen die geplanten Stellenkürzungen protestierten. Oder dass der Springer-Betriebsrat, anders als der Vorstandschef, der Auffassung ist, dass bei Springer netto Stellen abgebaut würden, wie die “FTD” heute berichtet. Oder dass ein Teil der neuen Stellen, wie eine Verlagssprecherin erklärte, in Polen entstanden. Oder, oder, oder…

Wie gedruckt

Gestern war in der Hamburger “Bild”-Ausgabe ein Artikel über eine Auseinandersetzung in der S-Bahn. Drüber stand:

“Wenn du in Hamburg nur helfen willst dann wirst du brutal niedergeprügelt und liegst plötzlich hirntot im UKE”.

Kurz die Fakten: Am frühen Morgen des 22. Oktober kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen einem Jugendlichen und einem 52-Jährigen Mann. Der 52-Jährige starb einen Tag später im Krankenhaus. In der Pressemitteilung der Polizei vom 23. Oktober hieß es:

Eine Gruppe von Jugendlichen (…) belästigte fortwährend andere Fahrgäste. Der 52-Jährige forderte die Jugendlichen auf, die Provokationen zu unterlassen und drohte ihnen Schläge an. Daraufhin versetzte ihm einer der Jugendlichen einen Faustschlag und verletzte den Mann am Kopf.

Aber zurück zu “Bild”: Im Text war die Rede von einer “Horde von dumpfen Typen, denen ein Menschenleben nichts wert ist”, von “menschenverachtender Brutalität”, von explodierender Gewalt, von einer “Gewalt-Orgie”.

Die gestrige “Bild”-Version ist also total übertrieben wesentlich detailreicher, stimmt im Kern aber mit der Pressemitteilung der Polizei überein.

"Er wollte eine Frau vor Schlägern schützen: Jetzt ist er tot!" Das gilt auch für einen Text, der offenbar aus der heutigen “Bild”-Hamburg stammt und der auch auf Bild.de veröffentlicht wurde. Dieser Text wird spätestens seit heute morgen auf der “News”-Seite von Bild.de groß angeteasert (siehe Ausriss).

Spätestens seit heute morgen gibt es aber auch erhebliche Zweifel daran, dass die erste Version der Polizei oder die ausgeschmückte Version von “Bild” stimmen. Das, wie “Bild” bei Axel Springer erscheinende, “Hamburger Abendblatt” schreibt in seiner heutigen Ausgabe:

Nach Informationen des Abendblattes geht die Mordkommission jetzt davon aus, dass Wolfgang L. (52) mit dem Streit begonnen hatte. Er soll auch als Erster gewalttätig geworden sein.

Um 5.00 Uhr gab die Nachrichtenagentur dpa eine entsprechende Meldung heraus, und um 10.46 Uhr gab die Polizei eine Pressemitteilung heraus, die die Meldung des “Abendblatts” im Wesentlichen bestätigt. Und seither haben diverse Medien, die zuvor schon über den Fall berichtet hatten, über die Zweifel an dem bisher angenommenen Tathergang berichtet.

Bei Bild.de indes findet sich noch immer kein Hinweis darauf. Der irreführende Text wird nach wie vor von dem irreführenden Teaser auf der “News”-Seite angekündigt.

P.S.: Es mag ja sein, dass man bei Axel Springer der Auffassung ist, es sei nicht Aufgabe der multimedialen Erweiterung von “Bild”, falsche oder überholte Artikel, die ursprünglich aus “Bild” stammen, zu korrigieren, zu aktualisieren oder zu ergänzen. Dennoch wäre es vielleicht langsam an der Zeit, den irreführenden Teaser mal von der “News”-Seite zu entfernen. Auch deswegen, weil der “Bild”-Text den Eindruck erweckt, der Faustschlag habe mehr oder weniger direkt zum Tod geführt. Die Polizei gab heute aber bekannt:

An einem direkten Zusammenhang zwischen dem Faustschlag und den später bei dem Opfer festgestellten und zu seinem Tode führenden Hirnblutungen bestehen nach den bisherigen Untersuchungen Zweifel.

Mit Dank an Christian H. und Ulrich W. für den sachdienlichen Hinweis.

6 vor 9

In Nordkorea, Turkmenistan und Eritrea ist Pressefreiheit ein Fremdwort
(reporter-ohne-grenzen.de)
Zur gesamten Liste.

Wie die deutsche Politik trickst, tarnt und täuscht
(spiegel.de, Matthias Gebauer)
Im neuen Weltvergleich zur Pressefreiheit rutscht Deutschland ab. Gefährlich leben Journalisten hierzulande zwar nicht – doch ihre Arbeit wird in der Tat behindert: Die Politik hat ein System des Tricksens und Täuschens etabliert. Bei Themen wie dem Anti-Terror-Kampf wird vertuscht und gelogen.

Die Berliner Windmaschinerie
(diepresse.at, Thomas Vieregge)
Deutsche Medien. Journalismus und Politik hyperventilieren im Treibhaus der Hauptstadt.

Leser lieben gut erzählte Geschichten
(welt.de, Marlis Prinzing)
In den USA erzeugen narrative Texte bei Internetnutzern und Zeitungslesern neue Leselust. Taugt das als Vorbild für Deutschland?

Wie im Lotto
(taz.de, Martin Langeder)
“Extrem positive Zwischenbilanz”: Die Auflagen- und Leserzahlen der neuen Tageszeitung “Österreich” begeistern – nur, stimmen sie auch?

50 Jahre Ungarn-Aufstand
(dasmagazin.ch, Miklós Gimes)
Als die Russen im November 1956 in Ungarn einmarschierten, begab sich ein junger Budapester Journalist in den Untergrund. Heute ist er ein Nationalheld. Sein Sohn erinnert sich.

6 vor 9

Jeder Fehltritt landet im Netz
(welt.de, Torsten Krauel)
Amerikas Politiker stecken im Wahlkampf und touren durch das Land. Doch die wichtigste Schlacht wird virtuell ausgefochten. Dort wird über das Wohl oder Wehe eines Kandidaten entschieden.

Pressefreiheit: Deutschland fällt zurück
(faz.net, Olaf Sundermeyer)
Nur noch auf Platz 23 liegt Deutschland in der neu vorgestellten Rangliste der Pressefreiheit. Weit ärger aber sieht die Lage für Journalisten in Rußland aus – und auch in Polen registriert man “verstärkte Zensur”..

Der Teufel sammelt Jeff Koons
(taz.de, Isabell Graw)
In der Mode kann die Chefredakteurin der “Vogue” über Karrieren von Designern entscheiden. Solche Autorität gibt es in der Kunst nirgends. Trotzdem erinnert Kritik oft an Werbetexte nach dem Klischee vom Fashionmagazin.

Der gemeine Poster
(standard.at, Doris Priesching)
Journalisten fürchten ihn, denn er zeichnet sich durch Gnadenlosigkeit aus – Tendenz zum Nörgeln?

Der Troll als Leser
(telepolis.de, Volker König)
Rache-“Rezensionen” im Online-Bücherladen.

Wir nennen es Arbeit – und lieben es sogar
(jetzt.de, Sascha Lobo)
Der Berliner Autor Sascha Lobo erklärt, wie intelligentes Leben auch ohne Festanstellung möglich ist – mit Internet und selbstgewählter Arbeit.

Blättern:  1 ... 567 568 569 ... 604