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“Das habe ich aber nicht gesagt”

Die Fußballer des SC Freiburg haben am letzten Bundesligaspieltag zwar 1:4 gegen den FC Bayern München verloren, insgesamt haben sie aber eine ziemlich gute Saison gespielt. In der Abschlusstabelle stehen die Freiburger auf Rang 7 und können noch, vorausgesetzt Borussia Dortmund gewinnt am Samstag den DFB-Pokal, auf die Qualifikation für die Europa League hoffen.

Bild.de schrieb am späten Dienstagabend, dass Freiburgs Trainer Christian Streich eine noch viel bessere Platzierung voraussah:

Im Artikel bezieht sich die Redaktion auf eine Aussage des Freiburger Stürmers Nils Petersen, die er ihr im Interview gegeben haben soll:

Freiburg Siebter — zum Saisonstart undenkbar. Aber nicht für Christian Streich (51)! Der Trainer sah Europa voraus!

Nils Petersen (28): “Am ersten Spieltag haben wir in Berlin in der Nachspielzeit verloren. Eine Woche später hat der Trainer eine Ansprache gehalten.”

Petersen: “Der Trainer hat gesagt, dass wir unter den ersten Drei landen. Wenn wir gut spielen. Jeder hat gedacht: Oh, mutige Ansage.”

Gestern hat sich Petersen auf seiner Facebook-Seite zum Bild.de-Artikel geäußert:

Facebook-Post von Nils Petersen - Guten Morgen. Ich möchte kurz was richtigstellen. In der Bild-Zeitung von heute werde ich wie folgt zitiert: Der Trainer hat gesagt, dass wir unter den ersten Drei landen. Wenn wir gut spielen. Jeder hat gedacht: Oh, mutige Ansage. Das habe ich aber nicht gesagt. Richtig ist: Der Trainer hat gesagt, dass wir im oberen Drittel landen. Das Missverständnis wollte ich kurz ausräumen. Euch allen einen entspannten Tag.

Auch Frank Schneider, stellvertretender Sportchef bei “Bild Süd”, hat Petersens Post entdeckt. Er kommentierte:

Guten Morgen von BILD. Nils Petersen hat Recht. Wir haben eben das Band nochmal abgehört. Unser Fehler, wird online sofort korrigiert. Sorry dafür! Ein Orakel bleibt der Trainer mit seiner Aussage aber natürlich trotzdem…Gruß, Frank Schneider

Und tatsächlich: Der Bild.de-Artikel wurde — still und heimlich und ohne jeglichen Hinweis — korrigiert.

Mit Dank an @fuszball für den Hinweis!

Nachtrag, 26. Mai: Ein Leser wies darauf hin, dass das obere Drittel der Bundesliga, in der 18 Mannschaften spielen, die Plätze 1 bis 6 umfasst. Der SC Freiburg wurde 7. und landete somit nicht im oberen Drittel.

Da Bild.de die Orakelhaftigkeit von Christian Streich auf die Teilnahme in einem europäischen Wettbewerb bezogen hat (was für die Freiburger ja noch möglich ist), haben wir die Diskrepanz zwischen Platz 7 und dem obersten Drittel in diesem Blogpost nicht weiter thematisiert.

Mit Dank an Hendrik U. für den Hinweis!

Unfehlbar, Spiegel Daily, Durchgetanzt

1. Journalisten machen keine Fehler. Sie werden bloß missverstanden.
(uebermedien.de, Stefan Niggemeier)
Der Chefredakteur der „Welt am Sonntag“ Peter Huth teilte auf Facebook die Meldung des Online-Dienstes seiner Zeitung, wonach ein baden-württembergischer AfD-Landtagsabgeordneter empfohlen habe, Frauen zu verbrennen, um das Klima zu retten. Als Huth von Nutzern darauf hingewiesen wird, dass das Zitat nicht stimmt, macht er sich über die „Wortklauber“ und die „Superkorrekten“ lustig. Eine Entschuldigung will ihm schon gar nicht über die Lippen kommen. Stefan Niggemeier kommentiert den Vorgang: „Wegen Leuten wie Huth werden in vielen Redaktionen immer noch nicht Fehler korrigiert, sondern Missverständnisse beklagt. Wegen einer Haltung wie der von Huth gibt es oft noch keine klaren Routinen, wie mit Korrekturen umzugehen ist, und vor allem kein Gespür für die verheerende Wirkung, die Falschmeldungen und ein ungeschickter Umgang mit ihnen haben. Es ist eine Haltung aus einer Zeit, in der es noch nicht drauf ankam. In der die Hütte noch nicht an allen Ecken brannte.“

2. Links, jüdisch, divers
(taz.de, Frederik Schindler)
Ein neues Debattenmagazin will die „Diversität jüdischen Lebens jenseits der etablierten Institutionen“ zeigen: „Jalta – Positionen zur jüdischen Gegenwart“. Es geht darum, jüdisches Leben abzubilden und kritisch zu reflektieren. Die erste Ausgabe widmet sich aber auch feministischen Themen. Das Heft soll halbjährlich erscheinen. Die ersten beiden Ausgaben sind durch öffentliche Mittel finanziert, danach ist man auf sich allein gestellt.

3. Weil wir im Jahr 2017 leben
(faz.net, Julia Encke & Karen Krüger)
Miriam Meckel ist Herausgeberin der „Wirtschaftswoche“ und Direktorin am Institut für Medien- und Kommunikationsmanagement an der Universität St. Gallen. Im Interview spricht sie unter anderem über Feminismus, Frauennetzwerke und Quotendiskussionen, über Donald Trump, Torsten Albig und Emmanuel Macron.

4. Am Dienstag kommt SPIEGEL DAILY
(spiegel.de)
Der „Spiegel“ startet heute eine neue digitale Tageszeitung: „Spiegel Daily“. Die Inhalte kommen von den Kollegen von Print, Online und TV und werden in Form von einer einzigen Ausgabe jeweils um 17.00 Uhr an die Leser ausgeliefert. Das Ganze kostet 2,49 Euro je Woche bzw. 6,99 Euro je Monat, für Abonnenten des digitalen Spiegels ist das Angebot kostenlos.

5. Die kleine Null möchte beim Schwimmmeister abgeholt und in die Y-Achse aufgenommen werden!
(nichperfekt.blogspot.de, Matthias Speidel)
Anlässlich der NRW-Wahl gab es auf „tagesschau.de“ eine Grafik zur Aussage „Hannelore Kraft versteht, was Menschen in NRW bewegt“: ein Liniendiagramm mit ganzen zwei Punkten, bei dem die Y-Achse nicht bei 0 beginnt. Das ist unsauber und unnötig, wie Matthias Speidel in seinem Blog bemerkt und wäre ein Fall für das von der „Tagesschau“ an anderer Stelle gepostete Tutorial für korrekte Statistiken.

6. Österreich: Verwirrung um “Dancing Stars”-Teilnehmer
(dwdl.de, Timo Niemeier)
Was bei uns im Privatfernsehen als „Lets Dance“ bekannt ist, läuft in Österreich in ähnlicher Form im öffentlich-rechtlichen „ORF“ als „Dancing Stars“. Nun hat einer der Teilnehmer in einem Interview behauptet, dass der Sender ihm das Weiterkommen vertraglich zugesichert habe. Wenn dies stimmt, wäre dies Betrug an den Zuschauern, die Geld für ihre Voting-Anrufe zahlen.

Nein, Saudi-Arabien führt nicht die UN-Frauenrechtskommission an

Gestern war es der rumtatschende Präsident eines tunesischen Fußballvereins (“Tatsch too much!”), am Samstag der frühere iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad (“Zurück ins Abklingbecken!”) und am Freitag ein Fregattenkapitän (“Maschinen stopp!”). Die Mischung ist schon ziemlich bunt, wenn die “Bild”-Redaktion jeden Tag einen “VERLIERER” des Tages auswählt. Heute sind die Vereinten Nationen dran:

Saudi-Arabien und der Kampf für Frauenrechte? Und dann auch noch “der Vorsitz der Kommission für die Stellung der Frau”? Das könnte man in der Tat “lächerlich” finden, wenn es denn stimmen würde. Aber es stimmt nicht.

Erstmal zu den Fakten: Saudi-Arabien wurde tatsächlich in die “United Nations Commission on the Status of Women” gewählt — mit den wenigsten Stimmen aller neu gewählten Mitglieder. Das hat aber nichts mit dem Vorsitz dieses Ausschusses zu tun. Das Land ist ab 2018 für vier Jahre eines von 45 Mitgliedern der “Kommission für die Rechtsstellung der Frau”, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Was “Bild” behauptet, ist also ansatzweise richtig, letztendlich aber Quatsch.

Gestern Abend hatte bereits Bild.de in einem längeren Text Mitgliedswahl und Vorsitzwahl durcheinandergebracht:

Es hört sich an wie ein schlechter Witz — ist aber keiner.

Saudi-Arabien wurde für den Vorsitz der UN-Frauenrechtskommission gewählt!

Das fundamental-islamische Königreich gilt als eines der schlimmsten Verletzer von Frauenrechten weltweit — auch wenn es zuletzt ein paar Fortschritte erzielte. Nun soll es aber von 2018 bis 2022 das Gremium zu Frauenrechten bei den Vereinten Nationen anführen.

Wir können nur vermuten, woher “Bild” und Bild.de diese falsche Information haben. Wir befürchten, dass die Redaktionen bei einer Seite abgeschrieben haben, bei der man nicht unbedingt abschreiben sollte, wenn man es ernst meint mit dem Journalismusmachen — den “Netzfrauen”:

Die “Netzfrauen” hatten bereits vorgestern falsch über die Wahl Saudi-Arabiens berichtet. Ihr Text verbreitete sich wie blöd im Internet. Laut “10000 Flies” war er am Sonntag der bei Facebook am zweithäufigsten geteilte Artikel.

Vielleicht haben die “Bild”-Medien ihre Infos auch von der österreichischen Knallseite Krone.at. Die “Krone”-Redaktion veröffentlichte eine gute Stunde vor Bild.de eine falsche Meldung zu Saudi-Arabiens UN-Wahl:

Der Artikeleinstieg von Krone.at erinnert jedenfalls stark an den weiter oben bereits zitierten Einsteig von Bild.de:

Es klingt wie ein schlechter Scherz, ist aber keiner: Ausgerechnet Saudi-Arabien ist jetzt von der UNO zum globalen Wächter der Frauenrechte ernannt worden. In einer geheimen Wahl bekam das arabische Land, in dem Frauen und Mädchen systematisch unterdrückt werden, den Vorsitz der UN-Kommission für die Rechtsstellung der Frau.

Heute sind dann auch noch die “Yahoo Nachrichten”

… und das Hetzportal unzensuriert.at bei der Stillen Fehlerpost eingestiegen:

Natürlich kann man es “lächerlich” und schlimm und völlig daneben finden, dass Saudi-Arabien nun in der “Kommission für die Rechtsstellung der Frau” der Vereinten Nationen sitzt. Man kann der Meinung sein, dass das Land dort nichts zu suchen hat, bevor sich die Situation der Frauen im Land nicht verbessert hat. Wenn man aber jemanden zum “VERLIERER” machen will, sollten doch wenigstens die Fakten stimmen.

Nachtrag, 26. April: Bild.de hat bereits gestern einen Nachtrag zum Artikel “Saudi-Arabien soll jetzt für Frauenrechte kämpfen” veröffentlicht:

In der “Bild”-Zeitung war für eine Korrektur heute hingegen leider kein Platz — jedenfalls haben wir dort keine gefunden. Und auch bei der Kategorie “Gewinner/Verlierer” bei Bild.de wurde bisher nichts korrigiert.

Entscheide ich mich für ja, nein, ich mein’ jein!

Die Frage, ob man beim aktuellen Referendum in der Türkei mit “ja” oder “nein” stimmt, mit “evet” oder “hayir”, kann mitunter Familien spalten und alte Freundschaften aus­ei­n­an­der­bre­chen lassen. Durchaus mutig also, dass einige (Deutsch-)Türken ganz offen von ihrer Entscheidung erzählen und diese dann auch einer Zeitung verraten. Blöd nur, wenn diese Zeitung die “Bild”-Zeitung ist, und deren Redaktion es nicht hinbekommt, die Aussage unfallfrei wiederzugeben.

Am vergangenen Dienstag druckte “Bild” einen Artikel, in dem fünf “Türken in Deutschland” sagen: “So haben wir gewählt”. Darunter auch Selahattin aus dem baden-württembergischen Calw:

Selahattin (57, aus Calw): „Die Türkei braucht einen starken Mann. Deshalb habe ich mit Ja gestimmt. Erdogan wir uns eine echte Demokratie bringen, auch wenn das eventuell einige Jahre dauern wird“

Das Problem dabei: Das ist gar nicht Selahattins Aussage. Er hat nicht mit “ja” gestimmt, sondern mit “nein”. Und er hält den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan auch überhaupt nicht für denjenigen, der den Türken “eine echte Demokratie bringen” wird. Stattdessen sieht er bei dem Referendum die Gefahr, dass ein “Ja” “die Türen für ein offizielles Ein-Mann-Regime öffnen” könnte.

Am vergangenen Freitag veröffentlichte “Bild” eine Richtigstellung:

Richtigstellung - In unserer Ausgabe vom 28. März haben wir im Artikel „Türken in Deutschland - so haben wir gewählt“ Selahattin (57, Foto) irrtümlich ein falsches Zitat zugeordnet. Tatsächlich sagte er: „Ich bin für ein Nein und haben natürlich auch mit einem Nein abgestimmt, da ich für eine parlamentarische Demokratie mit einer gesunden Gewaltenteilung bin. Ein Ja wird meiner Meinung nach die Türen für ein offizielles Ein-Mann-Regime öffnen und zu noch mehr wirtschaftlicher Instabilität führen.“ Wir bedauern die Verwechslung.

Und auch Bild.de hat den Artikel korrigiert.

Eine Frage bleibt bei Korrekturen und Richtigstellungen aber immer: Wie viele Leute, die die Ursprungsnachricht gelesen und sich womöglich darüber geärgert oder gefreut haben, bekommen ein paar Tage später mit, dass damit etwas nicht gestimmt hat?

Fakenews-AfD, Kleingärtner-Beef, Katzengoldene Kamera

1. Die AfD verbreitet Fake-News
(tagesschau.de)
Verschiedene AfD-Kreisverbände haben auf Facebook behauptet, das Auswärtige Amt hätte eine aktuelle Reisewarnung für Schweden wegen akuter Terrorgefahr ausgesprochen. Eine Lüge, wie das Auswärtige Amt nun richtig stellte: “Achtung Fake News”.

2. Scheitert Facebook am europäischen Recht?
(faz.net, Uwe Ebbinghaus)
Heute soll im Würzburger Facebook-Prozess die Entscheidung folgen. Der Prozess lege den Finger auf eine der klaffendsten Wunden des größten sozialen Netzwerks, so Uwe Ebbinhaus in seinem “FAZ”-Kommentar: “Eine der wichtigsten Fragen dabei, die auch in Würzburg eine Rolle spielt: Was ist Facebook denn nun eigentlich genau für ein Medium? Soll es weiter dem wenig strengen Telemediengesetz für Internet-Plattformen unterliegen oder ist es nicht überfällig, dass es Verantwortlichkeiten übernimmt, die im Presserecht geregelt sind?”

3. „Ich habe nichts richtig zu stellen“
(tagesspiegel.de, Joachim Huber)
Die Altenburger Kleingärtner fühlten sich durch einen Moderationstext von “heute-journal”-Chefs Claus Kleber diskriminiert und erstatteten Strafanzeige. Die Vorwürfe lauteten auf Verleumdung, üble Nachrede und Herabwürdigung des Ehrenamtes. Der kleingärtnernde Anzeigeerstatter bietet nun ein persönliches Gespräch an, was Kleber wie folgt kommentiert: „Eine Einladung zu einem Gespräch via Strafanzeige ist mir allerdings bisher noch nicht begegnet. Dem Herrn Vorsitzenden hätten kürzere und freundlichere Wege offen gestanden. Das ZDF verfügt über eine Post-Adresse und einen Briefkasten.“

4. Schmalbart beobachtet das Völkische
(stefanolix.wordpress.com)
Die Seite “Beobachter Völkischer – Anmerkungen zu Populisten” ist ein Teil des “Schmalbart-Projekts”. Im Artikel “Volkseigene Gehälter” wurde dort ein Artikel der “Achse des Guten” über die VW-Vorstandgehälter kritisiert. Blogger “Stefanolix” äußert nun Kritik an der Kritik.

5. Protest gegen ZDF-Bericht über Auschwitz
(blog.zeit.de)
Die von einer polnischen Initiative organisierte Kampagne „German Death Camps“ wehrt sich gegen im ZDF verwendete Bezeichnung “polnische Vernichtungslager” für die Konzentrationslager Majdanek und Auschwitz: Ein Fahrzeug mit der mobilen Plakatwand „Death Camps were Nazi Germany“ fährt insgesamt 1.600 km quer durch Europa. Viele Medienhäuser und Politiker hätten nach den Protesten ihre Aussagen korrigiert, dennoch käme es immer wieder zu der fehlerhaften Bezeichnung.

6. Goldene Kamera fordert Preis vom falschen Ryan Gosling zurück
(welt.de, Christian Meier)
Das Comedy-Duo Joko und Klaas hat am vergangenen Samstag die Verleihung der “Goldenen Kamera” getrollt. Den Spaßmachern war es gelungen, ein Double des Hollywood-Stars Ryan Gosling auf die Bühne der Live-Show einzuschleusen. Die Macher der Goldenen Kamera fordern nun ihre „gestohlene“ Trophäe zurück: „,La La Land’ hat den Preis gewonnen, die Redaktion wird ihn dem echten Ryan Gosling übergeben.“

oe24.at bringt Impf-Gegner zum Höhepunkt

oe24.at, das Onlineportal des Boulevardblatts “Österreich”, ist für jeden Spaß jeden Mist zu haben. Seinen Lesern einen alten “Horror-Clown” als neuen verkaufen? “Völlig irre” Nachrichten zum angeblichen Gender-Wahnsinn in Flensburg verbreiten? Über den falschen Tod einer pink gefärbten Katze berichten? Wenn irgendwo haltlose Meldungen die Runde machen, ist oe24.at gern dabei.

Vergangenen Freitag veröffentlichte die Redaktion diesen Artikel:

Der ganze Beitrag besteht aus einem Ein-Satz-Teaser und zwei Absätzen:

Die bekannte Heilpraktikerin will noch weitere Nebenwirkungen erkannt haben.

Es ist ein schon länger schwelender Streit: Impf-Befürworter und Impf-Gegner liegen sich schon seit Jahren in den Haaren. Jetzt hat sich eine bekannte Schweizer Heilpraktikerin auf die Seite der Impf-Gegner geschlagen. Zita Schwyter will erkannt haben, dass Kinder nach Impfungen anfangen zu masturbieren

Aber Schwyter will auch andere Nebenwirkungen entdeckt haben: Schlafstörung, Legasthenie, Stottern, Autismus oder ein Hirntumor seien die Folge, wen (sic) man sein Kinde impfe. Deswegen rät sie dazu, “Kinder vor Impfungen zu verschonen”.

Das war’s. Keine Distanzierung. Keine Einordnung. Als wäre das, was Zita Schwyter sagt, eine ganz normale Position in einem “schwelenden Streit”, als hätte sie tatsächlich etwas “erkannt”, als wäre ihr Rat für die oe24.at-Leserinnen und -Leser eine relevante Information, die diese bei der Entscheidung, ob sie ihr Kind nun impfen lassen oder nicht, einbeziehen sollten. Kommt ja schließlich alles von einer “bekannten Schweizer Heilpraktikerin”.

Schwyters Aussagen zum Impfen erschienen zuerst am vergangenen Mittwoch bei der “Toggenburger Zeitung”:

Im Gegensatz zu oe24.at gibt es bei der “Toggenburger Zeitung” aber Gegenpositionen, Widersprüche, eben eine journalistische Aufbereitung. 20min.ch übernahm die Geschichte von dort, später auch derwesten.de und die “Huffington Post”. Überall findet man Warnungen (“Horrorgeschichten”, “absurde Gerüchte über ‘Impfkrankheit'”, “Lügen der Impfgegner”). Nur beim Online-Ableger von “Österreich” nicht.

Inzwischen hat die oe24.at-Redaktion ihren Artikel übrigens korrigiert. Statt “Masturbieren” steht nun “masturbieren” in der Überschrift:

Entdeckt bei @ve_maricic und @wluef!

Nachtrag, 20:04 Uhr: Das ging schnell — der Artikel ist ohne jeden Hinweis von der Seite verschwunden:

Falsches über einen, der sich gegen Falschmeldungen wehrt

Ziemlich häufig, wenn irgendwo ein grausiges Verbrechen passiert, das für größere Aufmerksamkeit sorgt und das mit einem Flüchtling in Verbindung gebracht werden kann, taucht in den Sozialen Netzwerken ein Foto von Anas M. auf. Nein, es taucht das Foto von Anas M. auf. Es zeigt den Syrer, wie er gerade mit Bundeskanzlerin Angela Merkel ein Selfie macht. Dazu schriebt der User, der das Foto hochgeladen hat, dann, dass es sich bei dem gesuchten Verbrecher oder Attentäter oder Wasauchimmer eben um jenen Anas M. handelt. Die Botschaft ist klar: Schaut nur her, was Merkels Gäste hier in unserem Land so anstellen.

Jedes Mal ist das eine Lüge.

Anas M. ist kein Verbrecher und kein Terrorist. Die Leute, die das behaupten, weil sie gegen Ausländer oder Flüchtlinge Stimmung machen wollen, verleumden ihn. Das will sich Anas M. nicht mehr bieten lassen, er geht nun rechtlich gegen Facebook vor. Seine Forderung: Das Netzwerk solle von sich aus alle derartigen Inhalte suchen, finden und löschen — und nicht erst gegen einen einzelnen Beitrag vorgehen, wenn dieser als problematisch gemeldet wurde. Seit Montag läuft der Prozess vor dem Landgericht Würzburg.

Klar, dass das Interesse von Medien an der Verhandlung groß ist, wenn überall gerade über “Fake News” in Sozialen Netzwerken gesprochen wird. Bild.de berichtete zum Beispiel, verzichtete dabei allerdings darauf, Anas M. auf der Startseite Anas M. zu nennen, und machte ihn zu “Merkels Selfie-Flüchtling”:

Die Nachrichtenagentur “dpa” verschickte auch Meldungen zu dem Prozess. In einer nennt sie Anas M. konsequent falsch Anis M., was natürlich mal passieren kann. Ärgerlich ist nur, dass dieser Fehler durch die große Verbreitung der “dpa” nun bei einer Reihe von Medien zu finden ist. Bei Welt.de taucht er bespielsweise auf:

Und bei stern.de:

Und bei Merkur.de:

Ein falscher Name in Überschriften, Teasern und Texten wäre einfach nur etwas ärgerlich, auch wenn das ausgerechnet bei demjenigen passiert, der aktuell gegen Falschmeldungen über sich vorgeht. Besonders blöd ist der Fehler aber, weil er zu dieser Passage geführt hat, die in allen drei Artikeln vorkommt:

Ein anderer User behauptete, Anis M. sei der Weihnachtsmarkt-Attentäter von Berlin. Auch das war schlicht falsch — außer demselben Vornamen teilt er nichts mit dem Terroristen Anis Amri.

Nein, nicht mal das teilt er mit ihm.

Mit Dank an Alessandro A. für den Hinweis!

Nachtrag, 9. Februar: Die “dpa” hatte den Fehler recht schnell selbst entdeckt und noch am vergangenen Freitag eine korrigierte Version an die Redaktionen geschickt. Darin auch der Hinweis: “Im Text wurde der Vorname des klagenden Flüchtlings durchgängig von Anis zu Anas rpt Anas korrigiert.” Die Textstelle mit Bezug auf Anis Amri wurde ebenfalls geändert: “Ein anderer User behauptete, Anas M. sei der Weihnachtsmarkt-Attentäter von Berlin. Auch das war schlicht falsch — der Täter hieß Anis Amri.”

Viele Redaktionen haben ihre fehlerhaften Texte durch den korrigierten Text ersetzt. Dass die oben aufgeführten Portale dies nicht getan haben — dafür kann die “dpa” dann auch nichts.

“Einzelfall-Map”, tägliches Hitlerbild, Schweizer China-Propaganda

1. Kartenlegen mit kriminellen Ausländern
(uebermedien.de, Mats Schönauer)
Um zu zeigen, wie hoch die Ausländerkriminalität in Deutschland wirklich ist, verweisen rechte Politiker und Publizisten gerne auf die “Einzelfall-Map”. Mats Schönauer hat sich diese “beeindruckend gefüllte Karte bei Google-Maps, auf der Fälle von ‘Migranten-/Flüchtlingskriminalität’ gesammelt werden”, angeschaut und mehr als 600 zufällig ausgewählte Fälle überprüft: “Um es zusammenzufassen: Die ‘Einzelfall-Map’ bietet keinen objektiven Überblick über Ausländerkriminalität, sondern eine tendenziös kuratierte, unsauber recherchierte und auf bloße Masse abzielende Sammlung von Verdächtigungen gegen Menschen, die nicht aussehen wie Holger Badstuber.” Der Text steht schon etwas länger online, ist aber erst seit gestern für Nicht-“Übermedien”-Abonnenten komplett lesbar.

2. Reklame für Rechte
(sueddeutsche.de, Simon Hurtz)
Der Kampf um politische Deutungshoheit werde auch mit finanziellen Mitteln ausgetragen, schreibt Simon Hurtz und meint damit konkret: über Werbegelder. Momentan gibt es verschiedene Versuche, konservative und rechte Internetseiten zu schwächen, indem Firmen dazu angehalten werden, nicht bei ihnen zu werben. Ob das der richtige Weg ist? Ob er überhaupt zulässig ist? Zwei Juristen, mit denen Hurtz für seinen Text gesprochen hat, kommen zu zwei gänzlich unterschiedlichen Beurteilungen.

3. Und täglich grüßt das Hitlerbild: Zum Facebook-Nazi in 13 Tagen
(shz.de, Mira Nagar)
Knapp zwei Wochen hat Mira Nagar sich als “Christian M.” bei Facebook an “den rechten Rand des Netzwerks” getastet, um der Frage nachzugehen: “Kann Facebook radikalisieren helfen?” Der fiktive Christian schaute sich bei “Neumünster wehrt sich” um, freundete sich mit “Kameradinnen und Kameraden” an und fand “ein paar brüchige, widersprüchliche Personen”.

4. Bis zum letzten Tropfen Tinte
(taz.de, Nicola Glass)
Heute soll in Malaysia der Prozess gegen den Karikaturisten “Zunar” beginnen. Er ist wegen “Aufwiegelung” angeklagt, nachdem er mit seinen Zeichnungen ein Gerichtsurteil gegen einen malaysischen Oppositionsführer kommentiert hatte. Bei einer Verurteilung drohen “Zunar” bis zu 43 Jahre Gefängnis. Nicola Glass berichtet über seinen Fall und über die Lage der Pressefreiheit in Malaysia im Allgemeinen.

5. Wir haben die falschen Behauptungen des “Krone”-Kolumnisten korrigiert
(vice.com, Christoph Schattleitner)
Mit “Die Falschmeldungen” ist die aktuelle Kolumne von “Krone”-Autor und Rechtsanwalt Tassilo Wallentin überschrieben, in der er behauptet, die österreichische Regierung schöne Asylstatistiken und verheimliche den Bürgern die Wahrheit. Falsch sei aber vor allem das, was Wallentin da selber schreibt, so “Vice”-Redakteur Christoph Schattleitner: “Ausgerechnet er, der anderen Falschmeldungen vorwirft, macht in diesem Text so viele Fehler, dass es kaum auszuhalten ist.” Anhand von acht Korrekturpunkten zeigt Schattleitner, was bei Wallentins Text alles schiefgelaufen ist.

6. Martinas langer Marsch
(srf.ch, Pascal Nufer, Video, 22:01 Minuten)
Für die Schweizer Fernseh-Journalistin Martina Fuchs öffnen sich in China Türen, die für europäische Korrespondenten normalerweise verschlossen bleiben. Fuchs arbeitet aber auch nicht für einen Sender aus Europa, sondern für CCTV, das chinesische Staats- und Propaganda-TV. Pascal Nufer hat sie bei ihrer Arbeit begleitet und immer wieder den Satz gehört: “Ich arbeite für ein Wirtschaftsprogramm und habe mit Politik nichts am Hut.” Wer gerade keine 22 Minuten Zeit hat, um sich den interessanten Videobeitrag anzuschauen: Hier gibt es einen kurzen Artikel über Martina Fuchs und ihre Arbeit für Chinas Propagandaapparat.

TV-Bühne für Populisten, Faktencheck mit AfD-Höcke, AutismusFAQ

1. Kasperletheater im Weißen Haus
(zeit.de, Daniel-C. Schmidt)
Heute ist es dann also soweit: Donald Trump wird 45. Präsident der USA. Erst kürzlich gab es bei einer Pressekonferenz wieder einen Vorgeschmack darauf, wie er mit Medien umgeht — ruppig und respektlos. Daniel-C. Schmidt fragt daher in Richtung US-Journalisten: “Sind sie also vorbereitet auf den nächsten US-Präsidenten, der in den vergangenen Monaten so keinerlei Hehl daraus gemacht hat, wie sehr er Journalisten verabscheut?” Er schaut, wie sich Mitarbeiter von “Washington Post”, “New York Times” und “Chicago Tribune” auf Trump einstellen. Ebenfalls zum Thema: Ein offener Brief im Namen der US-Presse von Kyle Pope, Chefredakteur der “Columbia Journalism Review”, der durchaus als Kampfansage verstanden werden kann (englisch) sowie die Forderung der “Reporter ohne Grenzen” an Donald Trump, die Feindseligkeiten gegen Journalisten zu beenden.

2. Talkshows: Bühne frei für Populisten
(wdr.de, Georg Restle, Naima El Moussaoui & Andreas Maus, Video, 8:08 Minuten)
Bieten TV-Talkshows rechten Provokateuren zu oft eine zu große Bühne? Georg Restle, Naima El Moussaoui und Andreas Maus haben alle 141 Sendungen der ARD- und ZDF-Talkformate aus dem vergangenen Jahr ausgewertet und sich dabei unter anderem gefragt: “Schüren Talkshows Ängste? Verstärken sie Hysterie?” Um ein ganz ähnliches Thema geht es im “Tagesanzeiger”-Interview mit dem Publizistikwissenschaftler Uwe Krüger: “Rechte machen eine Talkshow spannend”. Für Krüger ist das Quotendenken der TV-Redaktionen der Grund für die vielen Einladungen an “AfD”-Politiker.

3. Herr Höcke und die Fakten
(br.de, Matthias Hacker)
Eigentlich hat Moritz Hoffmann etwas ganz simples gemacht: Der Historiker hat sich mehrere Aussagen angeschaut und überprüft, ob sie stimmen. In seinem Fall waren es die Aussagen des “AfD”-Rechten Björn Höcke aus dessen Rede in Dresden vor einigen Tagen. Viele stimmten nicht, Hoffmann korrigierte sie und veröffentlichte seine Korrekturen bei Twitter. Der Post ging durch die Decke. Im Gespräch mit Matthias Hacker erzählt Moritz Hoffmann von den Reaktionen auf seine Aktion und der Möglichkeit, auf diese Weise mit Leuten ins Gespräch zu kommen, die man sonst nicht mehr erreicht.

4. Pressefreiheit ausgesetzt
(taz.de, Andreas Zumach)
Ausgesperrte Journalisten am “UN”-Sitz in Genf, keine Journalistenfragen im Berner Bundeshaus — Chinas Staatspräsident Xi Jinping war zu Gast in der Schweiz, und die Schweizer Behörden taten viel dafür, dass kritische Worte und Fragen ihn nicht erreichten. “Durch eine beispiellose Einschränkung der Presse- und Meinungsfreiheit wurde der Staatschef vor Kritik bewahrt”, schreibt Andreas Zumach.

5. What it feels like for a girl
(annesophiekeller.ch)
Gegen Hassbriefe sei sie, das schreibt Anne-Sophie Keller selber, inzwischen “auf eine kranke Art abgehärtet.” Als neulich aber einer dieser “ganz banalen Hassbriefe eines Clinton-Gegners” nicht bei ihr, sondern im Briefkasten ihrer Mutter landete, habe sie das mehr getroffen als sonst. Deswegen hat sie bei sich auf der Seite nun einen Text veröffentlicht “über das, was für viele Schweizer Journalistinnen Redaktionsalltag bedeutet: Hassbriefe, Drohungen, Belästigungen.”

6. Autismus in den Medien
(autismusfaq.de)
Autismus werde “in den Medien immer wieder als Metapher für Empathielosigkeit, Versagen und mangelndes Denkvermögen verwendet”, kritisiert das Duo hinter der Seite “AutismusFAQ”. Für mehr Aufklärung zum Thema gibt es dort Antworten auf Fragen zum Autismus. Zum Beispiel: “Ist Autismus eine passende Metapher für emotionale Kälte?” Der Text ist auch ein Appell an alle Medien: “Bitte verwendet Autismus nicht als Metapher für politisches und anderes Versagen.”

Medien fallen auf satirischen Kreuzbandriss rein

Übermorgen, am Freitag, ist es soweit: Die Bundesliga startet wieder, und passend dazu bringt der “Axel-Springer-Verlag” ein neues Produkt an die Kioske: die “Fußball Bild”. In Stuttgart und München wurde die tägliche Fußballzeitung in den vergangenen Monaten bereits getestet. Bald gibt es sie also auch bundesweit.

Das kann ja nur grandios werden, bei all der Expertise, die die “Bild”-Medien auf dem Feld so zu bieten haben. Die Fußballkenner von Bild.de schafften es gestern zum Beispiel, im alten Wappen von Juventus Turin einen Löwen zu entdecken, wo sonst alle nur einen Stier sehen:

Oder sie wissen durch ihre hervorragenden Kontakte in die Szene schon vorher von Trainerverpflichtungen, die dann gar nicht stattfinden.

Ein weiteres Beispiel, wie gut die Fußballberichterstattung bei “Bild” und Bild.de ist, zeigt eine Meldung über den französischen Nationalspieler Dimitri Payet, die Bild.de gestern am späten Abend veröffentlicht hat, und “Bild” in der heutigen Ausgabe bringt:


Payet spielt derzeit beim Londoner Premier-League-Klub West Ham United. Dort ist er aber nicht besonders glücklich und will gern weg, am liebsten wohl zum französischen Erstligisten Olympique Marseille. Damit sein aktueller Verein zustimmt, setzt Dimitri Payet ihn ziemlich unter Druck: Er teilte erst kürzlich mit, dass er sich weigere, für West Ham United zu spielen, bis der Klub ihn ziehen lässt.

Und jetzt also, so das geballte “Bild”-Fußballfachwissen, sogar die Drohung, dass sich Dimitri Payet selbst verletzen werde, wenn er nicht wechseln darf:

Der Franzose (kam 2015 für 15 Mio Euro) droht laut “L’Equipe”: “Ich schwöre, dass ich nie wieder das Trikot von West Ham anziehe. Wenn ihr mich nicht verkauft, werde ich mir selbst einen Kreuzbandriss zuziehen.”

Woher “L’Equipe” diese Info hat, haben sie bei “Bild” und Bild.de allerdings nicht nachgeschaut. Sie stammt nämlich vom französischen Portal footballfrance.fr (nicht zu verwechseln mit “France Football”), das sich auf der eigenen Seite so beschreibt:

FootballFrance.fr est un site d’informations parodiques consacré au football. Même si la rédaction de FootballFrance.fr s’appuie sur l’actualité pour écrire ses papiers, rien de ce qui est présent sur ce site n’est vrai, les personnes interrogées pour les besoins des articles n’existent pas, tout est faux. Voilà, c’est dit, salut !

“Tout est faux” — um das zu verstehen, muss man in der Schule nicht zwingend einen Französisch-LK besucht haben. Footballfrance.fr ist eine Satireseite. Sie berichtet zum Beispiel über solche Geschichten: Ein Fan, der beim Afrika-Cup seinem Vordermann auf der Tribüne den Kopf abgeschlagen habe, weil er nichts vom Spiel sehen konnte.

“Bild” und Bild.de sind nicht die einzigen Medien, die nicht mal kurz nachgedacht haben, wie realistisch es ist, dass ein Fußballer sich freiwillig selber eine Verletzung zufügen will, die ihn mehrere Monate ausfallen ließe, bevor sie ihre Texte veröffentlicht haben. In ganz Europa sind Zeitungen und Onlineportale auf das gefälschte Payer-Zitat reingefallen, und auch hier in Deutschland:


Die meisten Medien, die über Dimitri Payets vermeintliche Drohung geschrieben haben, haben ihre Artikel inzwischen gelöscht oder korrigiert, so auch “Spiegel Online”:

Bei den Fußballexperten von Bild.de steht der ganze Quatsch hingegen unverändert.

Mit Dank an Robert für den Hinweis!

Nachtrag, 19. Januar: Inzwischen hat auch Bild.de den Fehler bemerkt. Unter dem Artikel steht nun:

Anmerkung der Redaktion: Das Zitat von Payet hat es so nie gegeben. Es ist eine Erfindung von “Football France”, dem Satire-Ableger der französischen Fußball-Seite “France Football”. Wir bitte unsere Leser um Entschuldigung, dass wir das Zitat verbreitet haben.

Mit Dank an Frederik S. und Alexander M. für die Hinweise!

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