Suchergebnisse für ‘fußball’

…und die Nationalflagge mitsingen!

Weil Jürgen Klinsmann möglicherweise Trainer der Fußball-Nationalmannschaft der USA wird, hat “Bild” gestern “die wichtigsten Fragen” dazu “beantwortet”. Darunter diese:

Singt er die US-Hymne mit?

Unwahrscheinlich! Klinsi hat immer betont, dass er sich als Deutscher fühlt und unsere Hymne mit Inbrunst singt. Der Text von “Stars and Stripes”, der US-Hymne, dürfte allerdings kein Problem für ihn sein.

Im Gegensatz zur “Bild”-Zeitung, für die schon der Titel der US-Hymne ein Problem ist. Sie heißt nämlich “The Star-Spangled Banner”. “Stars and Stripes” nennt man die amerikanischen Flagge.

Danke an Reinhard T. für den Hinweis!

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“Finger weg von platter Meinungsmache” (persoenlich.com)
Die Nutzerprofile der Online-Communities bieten neue Perspektiven für das One-to-One-Marketing. Eine neue Studie (pdf, 472 kb) hat die Eigenschaften und Interessen von Mitgliedern sozialer Online-Netzwerke untersucht. Ein Ergebnis: Versucht ein Unternehmen Meinungsmanipulation, schadet das dem Image enorm.

Schlimmer Verdacht (ndr.de)
Journalisten tarnen sich als Rettungshelfer.

“Es langweilt mich zunehmend” (zeit.de)
Was sagt Moderator Johannes B. Kerner zur Kritik an der “Kernerisierung” des Fernsehens? Und warum hat er weiterhin kein Problem damit, Werbung zu machen? Ein Streitgespräch.

Ist erlaubt, was gefällt? (dradio.de)
Über Korrespondenten der neuen Art.

Politisch nicht ganz korrekt (freitag.de)
Wille und Wirklichkeit: Zur Auseinandersetzung über den ARD-Film “Wut”.

Gefahrenzone (sz-magazin.sueddeutsche.de)
Im Fußballsommer entbrannte eine Debatte über No-go-Areas für afrikanische Gäste. Können sich Menschen mit dunkler Haut in Ostdeutschland tatsächlich nicht mehr frei bewegen? Ist der Hass auf alles Fremde ein Teil der dortigen Alltagskultur geworden? Gehört der Osten noch zum Westen?

Papst im Papamobil erwischt — 5000 Euro!

In der vergangenen Woche war der Papst zu Gast in Deutschland. Begleitend rief “Bild” im Zuge ihrer “BILD-Leser-Reporter”-Kampagne dazu auf, Fotos vom Papstbesuch an “Bild” zu schicken (siehe Ausrisse). Immerhin 5000 Euro war “Bild” das “beste Foto vom Papst-Besuch” wert — zehnmal soviel also wie etwa Fotos von einem urinierenden Fußballer auf einem Parkplatz, einem Ex-Kanzler in Badehose am Strand oder einem “Bild”-Leser beim “Bild”-Lesen.

Am Donnerstag vergangener Woche reiste der Papst wieder ab, und “Bild” stellte “die besten Papst-Fotos der Leser-Reporter im Internet zur Wahl”:

"Stimmen auch Sie ab unter www.bild.t-online.de"

1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16 Fotos (die z.T. auch schon in der Zeitung oder im Internet zu sehen gewesen waren) hatte “Bild” ausgewählt, Fotos vom Papst, urinierend auf einem Parkplatz, in Badehose am Strand oder wenigstens “Bild” lesend, waren nicht dabei.

Und wir freuen uns, allen “Bild”- und Bild.de-Lesern den Gewinner ihres Fotowettbewerbs — quasi exklusiv* — vorstellen zu dürfen: BILD-Leser-Reporter Dominik Rau bekommt offenbar 5000 Euro für dieses Foto!

*) “Bild” hat das Gewinnerfoto bislang noch nicht abgedruckt, weder “Bild” noch Bild.de den Gewinner bekannt gegeben, und bei Bild.de wird auf das abgeschlossene Papst-Leserfoto-Votum nirgends verlinkt oder sonstwie verwiesen — vermutlich, weil “Bild” gerade mit der “Bearbeitung, Archivierung und Weiterveräußerung” des Fotos beschäftigt ist.

Nachtrag, 21.9.2006: Heute nun teilen es auch “Bild” und Bild.de Ihren Lesern mit: Die ausgelobten 5000 Euro für “das schönste, das ergreifendste, das ungewöhnlichste Foto eines BILD-Leser-Reporters vom Papst-Besuch” — kurzum: “das beste Papstfoto” — gehen an Dominik Rau für sein Motiv “Papst im Papamobil”!

Die ganze Wahrheit über den Kaiser von China

In der “Bild”-Serie “König Schumi — die Wahrheit über die Legende” fragt “Bild”-Reporter Helmut Uhl heute beiläufig:

Wie tickt dieser Mann, dem der Kaiser von China, der Papst, Fußballzauberer Ronaldinho oder Pink Floyd ihre Aufwartung machen?

Und wir geben offen zu: Wir wissen nicht, wie Michael Schumacher “tickt”. Aber wir wissen ja (selbst, nachdem wir diverse Zeitungsarchive durchsucht haben) nicht mal, wann/wo/wie der Papst dem Rennfahrer seine “Aufwartung” gemacht hat. Oder die Pop-Gruppe Pink Floyd. Oder der brasilianische Fußballspieler Ronaldinho. Okay, wir haben davon gehört, dass Schumachers Lieblingsfußballer Ronaldinho heißt und* Schumacher mal ein Pink-Floyd-Konzert besucht hat.** Außerdem durfte Schumacher vor Jahren mal bei einer Audienz im Vatikan den Papst treffen. Aber vielleicht weiß der Herr Uhl von der “Bild”-Zeitung da einfach mehr als wir. Schließlich heißt es dort:

BILD-Reporter Helmut Uhl begleitet den König der Formel 1 seit 15 Jahren. Er hat alles hautnah miterlebt. Die ganze Wahrheit über König Schumi — hier wird sie jetzt endlich aufgeschrieben.

Eines jedoch steht fest: Wenn Sie, lieber Helmut Uhl, wirklich “hautnah miterlebt” haben, wie der 1912 enthronte Aisin Gioro Pu Yi (†1967) ihrem “König Schumi” (*1969) seine Aufwartung gemacht hat…

… dann bin ich der Kaiser von China.

Mit Dank an Max M. für den Hinweis.

*) 1. Nachtrag, 17.9.2006: Wir müssen uns korrigieren. Wir wissen leider nicht mal, ob Ronaldinho Schumachers Lieblingsspieler ist, sondern eigentlich nur, dass Schumacher an einem Fußballtrick arbeite, von dem er glaubt, dass ihn Ronaldinho eingeführt hat.
**) 2. Nachtrag, 17.9.2006: Inzwischen ahnen wir (mit Dank an André F.) auch, was mit der “Bild”-Formulierung, Pink Floyd hätten Schumacher ihre Aufwartung gemacht, gemeint sein könnte: Immerhin sagte Nick Mason, Schlagzeuger der Band, mal: “Als berühmter Schlagzeuger ist es für mich viel einfacher, zum Formel-1-Grand-Prix zu kommen und mit Michael Schumacher zu reden.”

Weitere Hinweise auf entsprechende Zitate o.ä. von Ronaldinho, vom Papst und natürlich vom Kaiser von China sind uns willkommen.

Kurz korrigiert (260/261 — 262)

Ja, ja, nachdem die “Bild”-Zeitung vor ein paar Wochen auf einen “Liebes-Schwindler” hereingefallen war, zeigte sie Verena und Oliver Kahn kürzlich als glückliches Paar. Fraglich allerdings, ob das für Bild.de wirklich Grund genug ist, “Verena Pooth” statt “Verona Pooth” und “Farah Kahn” statt “Farah Khan” zu schreiben.

Und wo wir gerade schon beim Fußball beim Korrigieren sind: Anders als “Bild” heute behauptet, ist Jens Lehmann offenbar nicht, “der einzige Torwart, der in der Bundesliga aus dem Spiel heraus getroffen hat (1997 für Schalke beim 2:2 in Dortmund)”. Denn das gelang auch Frank Rost 2002 für Werder Bremen beim zwischenzeitlichen 3:3-Ausgleichtreffer gegen Hansa Rostock.

Mit Dank an Christiane B. und Lars sowie Sascha M., Sascha G., Stefan L. und Martin F. für die Hinweise.

Nachtrag, 6.9.2006: Fehler 260 wurde korrigiert, 261 auch, Fehler 262 nicht.

6 vor 9

Die Verwandlung der höflichen jungen Männer (faz.net)
Die meisten Verdächtigen der vereitelten Londoner Anschläge haben pakistanische Eltern. Sie waren unauffällige Briten mit normalen Jobs und interessierten sich für Fußball und Kricket. Doch dann geschah etwas in ihrem Leben.

“Die Macht der Massen” (ftd.de)
Internet war gestern, heute ist Web 2.0: Wer nicht vom Geldfluss für Onlinewerbung abgeschnitten werden will, muss akzeptieren, dass künftig die Nutzer die Inhalte der Internetangebote bestimmen.

Brüssel will Online-Zeitungen stärker kontrollieren (welt.de)
Verleger und Internet-Wirtschaft protestieren gegen die geplante EU-Fernsehrichtlinie, die auch für redaktionelle Webseiten gelten soll.

Auf Knopfdruck nach rechts oder links (diepresse.at)
Hirnforschung. Mit elektrischen Signalen an den Vestibular-Apparat kann man Menschen fernsteuern.

Werbe-Models auf Abwegen (spiegel.de)
Großflächige Werbebanner sind nicht mehr sicher in Berlin. Unbekannte entführen nachts Models und Produkte von den Plakatplanen. Markenhersteller und Polizei tappen im Dunkeln. Den konsumkritischen Kidnappern geht es um die Rückeroberung des öffentlichen Raumes.

Poesie auf der Parkbank (tagesspiegel.de)
Manuela Mechtel kümmert sich um die Problemkinder vom Neuköllner Reuterplatz. Die Autorin lässt sie Gedichte schreiben.

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Die Macht der Gewöhnung (tagesspiegel.de)
Wie reagiert man auf die Nachricht vom geplanten Massenmord? In London sehr ruhig. Und in New York überrascht. Anfangs.

Weblogs – Kopfjäger im Internet oder journalistische Avantgarde (politik-digital.de)
Matthias Armborst ist Journalist, Wissenschaftler und Blogger. In seinem Buch “Kopfjäger im Internet oder publizistische Avantgarde? Was Journalisten über Weblogs und ihre Macher wissen sollten” untersucht er das Verhältnis von Journalismus und Blogosphäre.

Die Flaute nach dem Schuss (telepolis.de)
Über die Hintergründe von Bildfälschungen im Journalismus

Das Ende einer Welt (spiegel.de)
Die letzte Sendung von “Top of the Pops” markiert das Ende des Musikfernsehens. Auch die Spartenkanäle MTV und Viva haben ihre großen Zeiten hinter sich. Die Avantgarde der Jugendkultur ist weitergezogen, ins Internet, und erzieht dort völlig neue Konsumenten.

Berliner Mauer auf italienisch (sueddeutsche.de)
Padua errichtet einen stählernen Sperrwall um verwahrloste Wohnblocks in der “Bronx Venetiens”. Darin hausen arme Zuwanderer.

Der freie Mann (zeit.de)
Der Fußballer Besart Berisha ist mit seiner Familie aus dem Kosovo geflohen. In der neuen Bundesliga- Saison kämpft er für den HSV – und den Lebensunterhalt seiner Eltern.

6 vor 9

Im Warteraum des Paradieses (fr-aktuell.de)
Wie der Kameruner Charles Ondoua, der vor einem halben Jahr über den Zaun von Melilla sprang, in Spanien lebt.

Die Entdeckung der Bürger (telepolis.de)
Schreiben die Leser den Journalismus in die Klemme?

Mediale Langeweile (telepolis.de)
Nach einer Umfrage unter jungen Amerikanern sind diese mehrheitlich gelangweilt von den Medienangeboten und üben sich daher im medialen Multitasking.

Meinungsforscher: Kampagnen in der Politik überbewertet (dradio.de)
Immer mehr Kampagnen mit einer politischen Botschaft, so Gerald Wood, Deutschlandchef des Meinungs- und Marktforschungsunternehmens Gallup, seien in Deutschland überflüssig und Geldverschwendung. Es handele sich dabei nicht um eine geeignete Form der Kommunikation.

I wer? proletarisch! (derstandard.at)
Von einem “Proleten­sport” spricht niemand mehr, seit die VIPs eigene Tribünen haben – Trotzdem ist die Entwicklung des Fußballs mit der Arbeiterklasse untrennbar verknüpft.

“Die Bedeutung des Fernsehens nimmt ab” (businessnews.com)
Seit Youtube, Google Video und und dem kürzlich gestarteten MTV Overdrive ist klar: On Demand-Videos sind im Trend. Was sich dadurch für Fernsehsender ändert, erklärt Michael Westphal, Geschäftsführer von TV1.de im Business News-Interview.

“Bild” durfte zwei Laienpaparazzifotos nicht zeigen

Die “Bild”-Zeitung darf mehrere Fotos ihrer “BILD-Leser-Reporter” nicht mehr verbreiten. Der frühere Außenminister Joschka Fischer und der Fußballspieler Lukas Podolski haben am Dienstag vor dem Landgericht Berlin entsprechende einstweilige Verfügungen erwirkt. Das bestätigte ihr Anwalt Christian Schertz auf Anfrage. Im Fall eines Leser-Fotos, das David Odonkor angeblich beim Urinieren auf einem Parkplatz zeigt, hatte “Bild” bereits eine Unterlassungserklärung abgegeben.

Bei Fischer und Podolski lehnte “Bild” einen Verzicht auf die weitere Veröffentlichung dagegen ab, beide zogen deshalb vor Gericht. Ein Foto zeigte Fischer beim Verlassen einer französischen Bäckerei, ein anderes Podolski im Urlaub am Strand. Solche und ähnliche Aufnahmen von den beiden darf “Bild” nun vorläufig nicht mehr veröffentlichen.

Kontinent des Lächelns

Schön, dass “Bild” versucht, den Lesern des Münchner Sportteils nebenbei noch ein wenig kulturelle Allgemeinbildung zu vermitteln. Die Fußballer des FC Bayern München weilen nämlich zur Zeit in Japan. Und da hat man sich bei “Bild” wohl gedacht, das wäre eine gute Gelegenheit, ein bisschen was über Franz Lehár zu erzählen:

Dumm nur, dass Franz Lehárs Operette “Land des Lächelns” gar nicht in Japan spielt, sondern in China. Bekanntlich.

Mit herzlichem Dank an Norman S. auch für den Scan.

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