Suchergebnisse für ‘PIN’

Blog-, Presse- und Leserstimmen (2)

…zur BILDblog-Aktion “BILD-Chef-Reporter”:

“Dieckmann sollte daher lieber in Zukunft aufpassen, wenn seine Blase drückt, keine Toilette in der Nähe ist und er den Ernst-August machen muss. Sonst macht es plötzlich Klick. Und wir erfahren dann womöglich die volle Wahrheit.”
Telepolis

“Kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass sich BILDblog um der lieben PR willen genau auf das Niveau herabbegibt, das es sonst so leidenschaftlich anprangert.”
marco kitzmann

“…es ist fraglich, ob sich das BILDkritische Weblog … mit der Aktion einen Gefallen tut.”
Blogpiloten.de

“Eine klasse Aktion.”
RT Zapper

“Der oberste Herr der ‘Bild-Leser-Reporter’ wird … so beliebt wie nie zuvor. Zumindest als Fotomotiv.”
Augs.Blog

“[BILDblog] dreht damit den Spieß ‘BILD-Leser-Reporter’ exzellent um! Chapeau!”
Basic Thinking

“Hier überhöht sich moralisch mal wieder eine Internetseite, weil sie meint zur Guten Seite zu gehören.”
Nuke News

“Da kann ich mitmachen, ohne mich wirklich anzustrengen; so oft steht der nicht bei uns beim Bäcker.”
Tageslicht

“Es ist … schlichtweg pervers, wenn die Kritiker in BILD-Manier handeln und die eigene Glaubwürdigkeit derart aufs Spiel setzen.”
lanu

“… ein absolutes Armutszeugnis für die Grimme-Preisträger und eine dunkle Stunde für die Bloggerei.”
BooCompany

“ich bitte um veröffentlichung der bilder ohne jegliche unkenntlichmachung, aber unbedingt mit menschenverachtenden bildunterschriften und superdummen kesslertextchen.”
Bittersweetchoc

“Herrlich! Bitte lasst diese Kampagne erfolgreich werden.”
d-blog

“[Herr Diekmann] freut sich bestimmt auch, wenn man so sieht was er in der Freizeit privat macht. Er freut sich ja auch, wenn die Leser zeigen, was der Herr Jauch so macht oder die Frau Merkel oder sonstwer.”
Kiri’s Blog

“Interessant könnte es werden, sollte Diekmann zur Wahrung der eigenen Persönlichkeitsrechte vor Gericht ziehen: er würde argumentativ den übelriechenden Sumpf seines ‘journalistischen’ Treibens selbst trockenlegen müssen.”
basquiat

“Also Leute, manchmal muss man über seinen Schatten springen und indiskret sein. Wenn Ihr ihn sehen solltet, auf den Auslöser drücken!”
Hannaxels Blog

“Da wird der Jäger zum Gejagten – ob ihm das wohl Spass macht?”
Gossip Blog

“… scheint mir das jetzt gestartete ‘Experiment’ keinen Deut besser zu sein als die unsägliche Aktion des Springer-Blatts.”
hinrinde.de

“Das BILDblog ist auf dem Niveau der BILD angekommen — herzlichen Glückwunsch.”
f!xmbr

“Das unterstütz ich!”
Christians Ecke

Fotografiert Kai Diekmann!

Dies ist ein Experiment.

Denn nachdem das Landgericht Berlin vor ein paar Jahren entschieden hat, dass “Bild”-Chef Kai Diekmann “bewusst seinen wirtschaftlichen Vorteil aus der Persönlichkeitsrechtsverletzung anderer sucht” und deshalb “weniger schwer durch die Verletzung seines eigenen Persönlichkeitsrechtes belastet wird”, wollen wir Diekmanns Persönlichkeitsrecht erneut einer Belastungsprobe aussetzen.

Ab sofort sucht BILDblog die besten Diekmann-Fotos.

Kai Diekmann (42), wohnhaft in Hamburg. Kai Diekmann, in Badehose am Strand oder in einer Bäckerei oder auf dem Parkplatz oder am Flughafen oder im Flugzeug oder eingenickt im Flugzeug oder beim Shopping oder beim Nase-Bohren nachdenklich oder frischverliebt auf Sylt oder mit seiner Familie aus einem Nobel-Restaurant kommend oder in einer Tankstelle oder beim Italiener oder bei der Arbeit oder ganz ungeschminkt oder ganz entspannt mit einem Bierchen in einer Bar oder beim Pinkeln beim Pinkeln oder oder

Schließlich ist Kai Diekmann Chefredakteur der “Bild”-Zeitung. Unter seiner Verantwortung ruft seit einiger Zeit auch “Bild” die Leser dazu auf, Fotos zu machen: von Unfällen, Naturereignissen und Beamten, vor allem aber von Prominenten und Nicht-Prominenten in kompromittierenden oder privaten Situationen. “Bild” verspricht den Laienpaparazzi viel Geld (zwischen 100 und 5000 Euro), damit sie ihre Fotos an die Redaktion schicken — und “Bild” sie anschließend abdrucken kann. In einigen Fällen gingen die Fotografierten bereits mit Erfolg juristisch gegen die Veröffentlichungen vor oder beklagten sich — z.T. sogar öffentlich — über die Zudringlichkeit der “BILD-Leser-Reporter”, wie “Bild” die Laienpaparazzi nennt.

BILD-Chef-Reporter: 4141Deshalb unser Aufruf: Werdet BILD-Chef-Reporter, fotografiert Kai Diekmann — egal, ob am Nebentisch oder auf der anderen Straßenseite. Sagt’s Euren Freunden und Bekannten weiter (insbesondere denen, die auch Freunde und Bekannte von Kai Diekmann sind oder Freunde und Bekannte von Kai Diekmann kennen), schickt die Schnappschüsse an [email protected]* — und denkt bitte immer daran: Die Arbeit von Rettungsdiensten oder Polizei darf nicht behindert werden.

*) Wer ein Diekmann-Foto an BILDblog schickt, erklärt, sämtliche Rechte hieran zu besitzen und überträgt der B-blog GbR alle Rechte zur Veröffentlichung in allen Medien — zur Bearbeitung, Archivierung und Weiterveräußerung. Bei Weiterveräußerung erhält der Urheber von der B-blog GbR 50% der erzielten Nettoverkaufserlöse. Wenn Ihr Diekmann-Foto in der “Bild”-Zeitung (bundesweit) erscheint, erhalten Sie 500 Euro Belohnung. Außerdem veröffentlichen wir eine Auswahl der besten Fotos honorarfrei hier.

Hinweis: Der Hinweis, dass der Fotografierte mit der Veröffentlichung des Fotos einverstanden sein müsse, wurde bei “Bild” übrigens ersatzlos aus dem Kleingedruckten gestrichen.

6 vor 9

Studie über den Journalismus (dradio.de)
Was ist mit den deutschen Journalisten los? – fragen die Autoren dieses “Reports über Journalisten in Deutschland” irgendwann gegen Ende ihrer umfangreichen Studie. Dabei bleiben sie die Antwort zwar nicht direkt schuldig, doch sie fällt so differenziert aus.

Marketing-Kolumne: Werbung 2.0 (brandeins.de)
Im Web 2.0 der Bürgerportale, Videoblogger und Selbstdarsteller lösen sich die klassischen Zielgruppen auf. Aber das macht nichts. Die Online-Werber nehmen ohnehin schon Einzelpersonen ins Visier.

Medienattacke 2.0 (fr-aktuell.de)
Ist nun Revolution? Oder doch eher nicht? So leicht klären lässt sich das nicht. Jedenfalls: Die Weblogs verändern das Selbstverständnis der Presse.

Die Maus hielt viel aus (tagesspiegel.de)
Sabine Christiansen moderiert ihr letztes Talkshow-Jahr im deutschen Fernsehen. Trotz heftigem Gegenwind hat sie es ganz nach oben geschafft.

Daten sind Macht (faz.net)
Das Wissen der Welt zugänglich zu machen – dieser Mission hat sich Google verschrieben. Nicht überall kommt diese Absicht, die mit dem Urheberrecht kollidiert, gut an. Eine Charmeoffensive soll jetzt Abhilfe schaffen.

Teleshopping (nzzfolio.ch)
Einmal pro Jahr treffen sich die Einkäufer der TV-Sender in Los Angeles und feilschen um die neuen Serien. Was Sie morgen am TV sehen werden.

Die ganze Wahrheit über den Kaiser von China

In der “Bild”-Serie “König Schumi — die Wahrheit über die Legende” fragt “Bild”-Reporter Helmut Uhl heute beiläufig:

Wie tickt dieser Mann, dem der Kaiser von China, der Papst, Fußballzauberer Ronaldinho oder Pink Floyd ihre Aufwartung machen?

Und wir geben offen zu: Wir wissen nicht, wie Michael Schumacher “tickt”. Aber wir wissen ja (selbst, nachdem wir diverse Zeitungsarchive durchsucht haben) nicht mal, wann/wo/wie der Papst dem Rennfahrer seine “Aufwartung” gemacht hat. Oder die Pop-Gruppe Pink Floyd. Oder der brasilianische Fußballspieler Ronaldinho. Okay, wir haben davon gehört, dass Schumachers Lieblingsfußballer Ronaldinho heißt und* Schumacher mal ein Pink-Floyd-Konzert besucht hat.** Außerdem durfte Schumacher vor Jahren mal bei einer Audienz im Vatikan den Papst treffen. Aber vielleicht weiß der Herr Uhl von der “Bild”-Zeitung da einfach mehr als wir. Schließlich heißt es dort:

BILD-Reporter Helmut Uhl begleitet den König der Formel 1 seit 15 Jahren. Er hat alles hautnah miterlebt. Die ganze Wahrheit über König Schumi — hier wird sie jetzt endlich aufgeschrieben.

Eines jedoch steht fest: Wenn Sie, lieber Helmut Uhl, wirklich “hautnah miterlebt” haben, wie der 1912 enthronte Aisin Gioro Pu Yi (†1967) ihrem “König Schumi” (*1969) seine Aufwartung gemacht hat…

… dann bin ich der Kaiser von China.

Mit Dank an Max M. für den Hinweis.

*) 1. Nachtrag, 17.9.2006: Wir müssen uns korrigieren. Wir wissen leider nicht mal, ob Ronaldinho Schumachers Lieblingsspieler ist, sondern eigentlich nur, dass Schumacher an einem Fußballtrick arbeite, von dem er glaubt, dass ihn Ronaldinho eingeführt hat.
**) 2. Nachtrag, 17.9.2006: Inzwischen ahnen wir (mit Dank an André F.) auch, was mit der “Bild”-Formulierung, Pink Floyd hätten Schumacher ihre Aufwartung gemacht, gemeint sein könnte: Immerhin sagte Nick Mason, Schlagzeuger der Band, mal: “Als berühmter Schlagzeuger ist es für mich viel einfacher, zum Formel-1-Grand-Prix zu kommen und mit Michael Schumacher zu reden.”

Weitere Hinweise auf entsprechende Zitate o.ä. von Ronaldinho, vom Papst und natürlich vom Kaiser von China sind uns willkommen.

Nachruf auf Yvonne Wussow

Die Beziehung von Familie Wussow und “Bild” ist lang. In ihrer heutigen Ausgabe nun gibt “Bild”* exklusiv bekannt, dass Yvonne Wussow am Dienstagnachmittag “völlig unerwartet und überraschend” starb (“+++ Qualvoller Todeskampf +++ Um 16.20 Uhr schloss sie für immer die Augen: Yvonne Wussow († 51) — Ihr Sohn durfte nicht mehr zu ihr”). Anlässlich des Todes von Yvonne Wussow dokumentieren wir hier noch einmal die letzten “Bild”-Schlagzeilen vor ihrem Tod:

"Yvonne Wussow -- Mieses Geschäft mit Krebskranken" ("Bild" vom 28.7.2006); "Riesenempörung nach BILD-Bericht: Krebs-Ärzte gehen auf Frau Wussow los" ("Bild" vom 29.7.2006); "Yvonne Wussow kaufte sich in Bordell ein" ("Bild" vom 2.9.2006)

Und weil die “Bordell”-Story erst drei Tage vor Wussows Tod (mit Spin-off am Montag) in “Bild” stand, hier noch ein paar Auszüge:

Geschäfte mit käuflichem Sex: Yvonne Wussow, die sich (…) an einem Bordell beteiligt

(…) Öffentlich beklagte sie ihre finanzielle Misere — und suchte nach lukrativen Einnahmequellen. Erst betrieb sie ein mieses Geschäft mit einer kostenpflichtigen Krebs-Telefonhotline (BILD berichtete), jetzt kommt heraus: Yvonne Wussow [gründete] eine Firma, die ein Bordell betreibt. (…) BILD liegen Fotos vor, die Yvonne Wussow bei einer Stippvisite im “Open 1” zeigen. (…) Yvonne Wussow wollte sich gegenüber BILD nicht äußern.

Nach den Krebshotline-Berichten im Juli hatte sich Wussow entschieden, auf ihrer Internetseite eine “Stellungnahme zu BILD” zu veröffentlichen, in der sie ihre persönliche, sicherlich nicht unumstrittene Sicht darzustellen versuchte. Darin heißt es mit ausdrücklicher Erwähnung von “Chefredakteur Kai Dieckmann [sic] und seinem Stellvertreter Martin Heidemanns, der auch für alle Geschichten über und gegen mich seit Jahren verantwortlich zeichnet” u.a.:

Die BILD kennt leider keine Skrupel, aber dafür den Begriff “Doppelmoral” ganz genau..
(Harmloser Link von uns.)

*) Bild.de hat den “Bild”-Artikel mittlerweile aufgrund der veränderten Nachrichtenlage aktualisiert.

Mit Dank auch an Thorsten L., Miriam R., Timo F., Johanna K. und Christine D.

Nachtrag: Nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa (siehe z.B. Spiegel-Online) lautet Wussows letzter Eintrag im Forum ihrer Internetseite am 21. August: “Tut mir so leid, aber es hat mich richtig erwischt, muss jeden Tag in die Klinik, massive Leberentzündung, die Eröffnung des Forums muss trotz der vielen Anfragen noch warten. Bis bald, Yvonne.”

6 vor 9

Anspruch sucht Wirklichkeit (zeit.de)
Hart, aber gerecht: Bertelsmann soll für seine Mitarbeiter ein besonderes Unternehmen sein. Doch nun erleben Tausende nur noch eins: Härte

Journalisten als Spin Doctors (nzz.ch)
Kritik an Fehlern der britischen Presse

“Ich freue mich auf die Rückkehr von Roger Köppel” (persoenlich.com)
Seit April ist Res Strehle nicht nur Chefredaktor des Magazins, sondern auch Geschäftsführer. Strehle blickt auf schwierige Wochen zurück: Er war gezwungen, sich von seinem Stellvertreter Peer Teuwsen zu trennen. Im Interview mit “persoenlich.com” spricht der promovierte Ökonom über die Hintergründe des von Misstönen begleiteten Abgangs Teuwsens und sagt, wie er sich auf den Schlagabtausch mit Roger Köppels Weltwoche vorbereitet.

Chronik eines angekündigten Skandals (sz-magazin.sueddeutsche.de)
Weltweit demonstrierten Muslime gegen die Mohammed-Karikaturen einer dänischen Zeitung. Das war kein Zufall. Ein halbes Jahr später beschreiben zwei Redakteure von Jyllands-Posten erstmals, wie es so weit kommen konnte.

Dickens beim Döner (taz.de)
Am Nebentisch gibt es das pralle Leben, und ein altes Bild entsteht neu.

Alias Ned (tagesspiegel.de)
Für ein Buch wurde sie zum Mann, sie wollte die Welt der Kerle erkunden – doch man spielt nicht ungestraft mit der Identität.

6 vor 9

Im Quotenparadies (onlinejournalismus.de)
Es soll ja Print-Journalisten geben, die fürchten sich davor zu wissen, was ihre Leser eigentlich lesen und was nicht. Und während der klassische Branchenpart noch zaghaft über Sinn und Zweck des “Reader Scan” diskutiert, hat sich in den Online-Redaktionsstuben längst der ständige Blick auf PageImpressions, Click-Through-Rates und HeatMap etabliert.

Kontrolleure gesucht (merkur.de)
Online-Tagebücher machen Journalisten Konkurrenz. Etablierte Medien wie die BBC und Reuters wehren sich.

Vom Internet ins Regal (nzz.ch)
Blogger erobern den amerikanischen Buchmarkt.

Lauthals und hemmungslos (freitag.de)
Lachen hat mit Humor nicht viel zu tun, durchaus aber mit sozialem Status, Rollenmustern, Beziehungsaufbau, und natürlich kichern Frauen anders als Männer. Einige Ergebnisse aus der Forschung über das Lachen.

Ab 1.500 Höhenmeter wird geduzt (taz.de)
Gut, es gibt wichtigere Fragen. Aber keine beschäftigt so viele deutschsprachige Menschen wie die nach dem “du”.

Die Lust am Ekel (zeit.de)
Biologie ist für viele Schüler ein fürchterlich langweiliges Fach. Die amerikanische Lehrerin Sylvia Branzei hat das geändert. Sie schreibt Bücher übers Furzen, Pinkeln, über Schleim und Kacke – und feiert mit ihrer Ekelkunde große Erfolge im prüden Amerika.

Kurz korrigiert (241-242)

Die “Bild”-Frage, ob Tour-de-France-Sieger Floyd Landis tatsächlich “Hoden-Doping” betrieben hat, oder doch eher Schulter- oder Oberkörperdoping (pdf) lassen wir besser mal unbeantwortet. Wir wissen schließlich genauso wenig wie “Bild”, ob Landis überhaupt gedopt hat. Nicht korrekt ist deshalb diese “Bild”-Behauptung:

"Floyd Landis (30) gedopt! Erstmals in der Geschichte der Tour de France ist ein Sieger des Dopings überführt worden."

Landis ist nämlich noch nicht des “Dopings überführt worden”. Bislang war lediglich die A-Probe positiv. Als des Dopings überführt gilt man jedoch erst, wenn auch die B-Probe positiv ist.

Und Doping mal hin oder her, so schnell wie “Bild” schreibt, war Landis auf der 17. Etappe der diesjährigen Tour nun auch wieder nicht:

Am Tag zuvor war der Ami böse eingebrochen, hatte in der Gesamtwertung 8:08 Minuten Rückstand. Nach der 17. Etappe plötzlich 5:42 Minuten Vorsprung.

Landis gewann zwar die 17. Etappe mit 5:42 Minuten Vorsprung. In der Gesamtwertung lag er danach jedoch noch 30 Sekunden hinter dem Führenden auf Platz drei.

Mit Dank an Philip M. und Christoph S. für die Hinweise.

Nachtrag, 29.7.2006: “Bild” hat den “Vorsprung”-Fehler heute in ihrer Korrekturspalte berichtigt und sogar noch einen weiteren kleinen Fehler (“In der Rubrik „Ich weiß es“ (27. Juli) wurde das Alter von Thomas Gottschalk in einer Bildunterschrift mit 57 Jahren angegeben. Gottschalk ist erst 56 Jahre alt.”) entdeckt. Dass darüber hinaus Radost Bokel als “Momo” natürlich nicht, wie “Bild” behauptete, der “Kinderstar aus der ‘Unendlichen Geschichte’ war, ist “Bild” offenbar auch im Nachhinein nicht aufgefallen. Und der “Vorsprung”-Fehler selbst steht nach wie vor unkorrigiert bei Bild.de

  

Kurz korrigiert (137 – 236)

Wir werden nie erfahren, wie viele Fehler genau in der Datenbank steckten, mit der Bild.de scheinbar über die Mannschaften der Fußball-Bundesliga-Saison 2006/07 informieren wollte. Die folgenden 100 Fehler sind keine vollständige Liste. (Einige der Fehler hat Bild.de inzwischen korrigiert.)

Alemannia Aachen:

  • Der Verein wurde am 16.12.1900 gegründet, nicht am 1.12.
  • Der Präsident heißt nicht Horst Hinrichts, sondern Horst Heinrichs.
  • Der Verein hat nach eigenen Angaben nicht 4500 Mitglieder, sondern über 8000.
  • Sergio Pinto ist Mittelfeldspieler, nicht im Angriff.
  • Jan Schlaudraff spielt im Angriff, nicht im Mittelfeld.
  • Yunus Balaban ist seit 2000 im Verein, nicht seit 2006.
  • Mittelfeldspieler Fiel heißt vorne Cristian, ohne “h”.

Hertha BSC

  • Der Verein hat nicht 12.000 sondern 13.549 Mitglieder.
  • Die Personalkosten betragen nicht 23 Mio. Euro, sondern rund 26 Mio. Euro.
  • Amadeus Wallschläger ist nicht seit dem 1.7.2006 im Verein, sondern seit dem 1.7.2001.
  • Wallschläger ist nicht am 12.11.1986 geboren, sondern am 1.9.1985.
  • Dennis Cagara ist auch nicht seit dem 1.7.2006 beim Verein, sondern seit dem 1.1.2004.
  • Robert Müller ist ebenfalls nicht seit dem 1.7.2006 beim Verein, sondern seit dem 1.7.2000.
  • Pál Dárdai ist nicht seit dem 3.12.1996 dabei, sondern seit dem 1.7.1997.
  • Marcelinho heißt nicht mit Nachnamen so, sondern mit vollem Namen Marcelo dos Santos.
  • Kevin-Prince Boateng ist nicht seit dem 1.7.1996 bei Hertha, sondern seit dem 1.7.1994.
  • Chinedu Ede ist nicht seit dem 1.7.2006 beim Verein, sondern seit dem 1.7.1999.
  • Solomon Okoronkwo ist nicht am 1.7.2005 zu Hertha BSC gekommen, sondern am 1.7.2004.
  • Im Mittelfeld fehlt Andreas Schmidt.
  • Und im Tor fehlt Nico Pellatz.
  • Sofian Chahed spielt nicht in der Abwehr, sondern im Mittelfeld.
  • Robert Müller hat die Rückennummer 18 …
  • … Patrick Ebert die 21 …
  • … Chinedu Ede die 11 …
  • … und Amadeus Wallschläger die 15.

DSC Arminia Bielefeld:

  • Der Verein hat nicht 3100 Mitglieder, sondern nach eigenen Angaben mehr als doppelt so viele.
  • Westfalenmeister war Bielefeld nicht nur “1922-1927”, sondern 1912, 1921-1927, 1933, 1962 und 1990.
  • Mathias Hain ist nicht seit 2001, sondern seit 2000 im Verein.
  • Pascal Formann hat die Trikotnummer 28, nicht 26.
  • Tobias Rau spielt im Mittelfeld, nicht in der Abwehr.
  • Tim Danneberg hat die Trikotnummer 13, nicht 15.
  • Jonas Kamper fehlt ganz.
  • Ioannis Masmanidis hat die Trikotnummer 21, nicht 17.
  • Radim Kucera spielt bei Arminia im Mittelfeld, nicht in der Abwehr.
  • Radomir Dalovic ist nicht mehr bei der Arminia.

VfL Bochum:

  • Andreas Luthe ist nicht in der ersten Mannschaft.
  • Polat Keser auch nicht.
  • “Edu” heißt eigentlich Eduardo Goncalves de Oliveira …
  • … ist seit dem 1.9.2003 bei Bochum, nicht seit dem 05.08.2005 …
  • … und ist nicht am 10.01.1979, sondern am 30.11.1981 geboren.

Werder Bremen

  • Kasper Jensen ist nicht seit dem 1.7.2005 beim Verein, sondern seit dem 1.2.2005.
  • Naldo heißt nicht mit Nachnamen Naldo, sondern mit vollem Namen Ronaldo Aparecido Rodrigues.
  • Naldo ist nicht seit dem 29.7.2005 beim Verein, sondern seit dem 28.7.2005.
  • Clemens Fritz spielt bei Werder nicht im Mittelfeld, sondern in der Abwehr.
  • Leon Andreasen wurde nicht am 23.4.1982, sondern am 23.4.1983 geboren.
  • Christian Schulz ist nicht seit dem 1.7.1993, sondern seit dem 1.7.1995 bei Werder.
  • Mohamed Zidan ist seit dem 7.1.2005 beim Verein, nicht seit dem 1.7.2006.

Energie Cottbus:

  • Das Stadion liegt nicht am Elisapark, sondern am Eliaspark.
  • Das Wappen ist eigentlich viel größer und nicht rechteckig.
  • Präsident ist nicht Ulrich Lepsch, sondern Michael Stein.
  • Stiven Rivic ist Stürmer, nicht Mittelfeld-Spieler.
  • Markus Dworrak fehlt im Kader.

Borussia Dortmund:

  • Das Stadion heißt nicht mehr “Westfalenstadion”, sondern “Signal Iduna Park”.

Hamburger SV:

  • Vincent Kompany hat die Rückennummer 10 und nicht 27…
  • … er kam nicht am 05.08.2005 zum HSV, sondern gerade erst …
  • … und spielt deshalb logischerweise nicht mehr für Anderlecht.
  • Raphael Wickys Verein ist nicht die Schweiz …
  • … aber er ist Schweizer, kein Deutscher.

Hannover 96

  • Das gezeigte Logo ist nicht mehr aktuell.

Eintracht Frankfurt:

  • Der Verein gibt seine Mitgliederzahl mit 9600 an — statt 6000.
  • Christoph Spycher spielt nicht im Mittelfeld, sondern in der Abwehr.

Borussia Mönchengladbach:

  • Kasey Keller trägt als Rückennummer weder die 26 (wie in der Vereinsübersicht stand) …
  • … noch die 18 (wie in der Spielerübersicht stand), sondern die 1 …
  • … und ist nicht Deutscher, sondern US-Amerikaner …
  • … und nicht seit dem August 2005, sondern dem Januar 2005 beim Verein.

Bayer 04 Leverkusen:

  • Ahmed Madouni wurde nicht am 4.10., sondern am 1.10.1980 geboren.
  • Pierre de Wit ist schon seit 1999 im Verein, nicht erst seit 2006.
  • Marco Babic spielt seit 1999 für Leverkusen, nicht seit 2000.
  • Andrej Voronin hat die Trikotnummer 12, nicht 10 …
  • … ist seit 2004 im Verein, nicht seit 2006 …
  • … und ist kein Deutscher, sondern Ukrainer.

1. FSV Mainz 05:

  • Der Verein ist nicht 1990 in die Bundesliga aufgestiegen, sondern 2004.
  • Fatmir Pupalovic fehlt.

Bayern München:

  • Christian Lell hat die Trikotnummer 30.
  • Owen Hargreaves ist seit dem 1.7.1997 im Verein, nicht seit dem 5.8.2005 …
  • … und er ist kein Deutscher, sondern ist in Kanada geboren und hat einen britischen Pass.
  • Stephan Fürstner spielt schon seit 2005 im Verein, nicht erst seit 2006.
  • Roy Makaay ist erst seit dem 4. August 2003 beim Verein, nicht seit dem 1. Juli.
  • Lukas Podolski hat die Trikotnummer 11.
  • Jan Schlösser ist, anders als bei Bild.de angegeben, nicht mehr im Kader.
  • Dafür fehlt Bernd Dreher.
  • Martin Demichelis ist kein Abwehr-, sondern Mittelfeldspieler.

1. FC Nürnberg:

  • Das Stadion heißt nicht mehr “Frankenstadion”, sondern “easyCredit-Stadion”
  • Alexander Stephan hat die Trikotnummer 30 …
  • … und ist schon seit 1996 im Verein, nicht erst seit 2006. (Seit 2006 ist er in der ersten Mannschaft.)
  • Michael Beauchamp hat die Trikotnummer 3.
  • Dean Heffernan hat die Trikotnummer 16.
  • Javier Horacio Pinola, nicht Horacia Javier Pinola.
  • Tomas Galasek hat die Trikotnummer 6.
  • Marco Engelhardt hat die Trikotnummer 22.
  • Sebastian Huber fehlt.
  • Christoph Weber spielt nicht im Mittelfeld, sondern im Angriff.
  • Weber trägt die Trikotnummer 26.
  • Weber ist nicht erst seit 2006, sondern schon seit 1998 im Verein (allerdings erst jetzt in der Bundesliga-Mannschaft).
  • Joshua Kennedy hat die Trikotnummer 20.
  • Leon Benko hat die Trikotnummer 32.

VfB Stuttgart:

  • Das Gottlieb-Daimler-Stadion ist wirklich nicht mehr im Umbau.
  • Der mexikanische Neuzugang heißt Ricardo Osorio, nicht Osoria.

VfL Wolfsburg:

  • Hans Sarpei ist kein Deutscher, sondern Ghanaer.
  • “Alex” (eigentlich Domingos Alexandre Martins da Costa) trägt nicht die Rückennummer 4, sondern 22.
  • Das gezeigte Logo ist nicht mehr aktuell.

Hellseher bei Bild.de

Eventuell wird das Sportgericht in Rom am Dienstagabend ein Urteil im italienischen Fußballskandal sprechen. Vielleicht aber auch erst am Mittwoch. Sollte das Gericht der Anklage folgen, werden dem italienischen Fußballverein Juventus Turin die letzten beiden Meistertitel aberkannt, und er muss in die dritte italienische Liga. Am 4. Juli hatte die Anklage das gefordert. Seit Freitag beraten die Richter nun. Wie sie entscheiden, weiß noch niemand.

Mit Ausnahme von Bild.de. Dort weiß man nicht bloß, wie die Entscheidung ausgeht, nein, der Formulierung nach zu urteilen, kennt man sogar schon die Begründung – und zwar schon spätestens seit dem 5. Juli. Das ist jedenfalls das Datum, das unter diesem Text steht:

Mit Dank an Campino-84 für den sachdienlichen Hinweis.

Nachtrag, 20.57 Uhr. Der Zukunfts-Beauftragte von Bild.de hat den Artikel (nach einem weiteren Blick in die Glaskugel, in die Agenturmeldungen oder auf diese Seite, wer weiß?) entfernt.

Nachtrag, 15. Juli. Jetzt hat das Sportgericht entschieden, und wir wissen: Bild.de kann doch nicht hellsehen.

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