Hurra, Wochenende – und damit mehr Zeit zum Hören und Sehen! In unserer Wochenendausgabe präsentieren wir Euch eine Auswahl empfehlenswerter Filme und Podcasts mit Medienbezug. Viel Spaß bei Erkenntnisgewinn und Unterhaltung!
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1. Die AfD schlagen – geht das mit Social Media?
(youtube.com, Anne Will, Video: 1:53:10 Stunden)
In einer Live-Ausgabe ihres Podcasts “Politik mit Anne Will” diskutiert Will mit ZDF-Journalistin Nicole Diekmann und Wahlkampfmanagerin Lilly Blaudszun über digitale Strategien gegen den politischen Rechtsruck. Blaudszun, die die jüngste Wahlkampagne von SPD-Politikerin Manuela Schwesig leitete (unter anderem “Frau gegen Blau”), schildert, wie gezielte Videoclips und klare Themensetzungen helfen. Diekmann analysiert das Beharrungsvermögen traditioneller Parteien mit ihren steifen Pressemitteilungsformaten sowie den grassierenden Hass gegen Frauen auf Plattformen wie X.
2. Wie wir aus China berichten
(youtube.com, Lea Sahay & Gregor Scheu, Video: 1:12:33 Stunden)
Wie arbeitet man eigentlich als Auslandskorrespondent in einem Land, in dem Pressefreiheit stark beschnitten ist, Überwachung zum Alltag gehört und Gesprächspartner vorsichtig sein müssen? Die China-Korrespondentin Lea Sahay und ihr Kollege Gregor Scheu sprechen über ihre Arbeitsbedingungen, den wachsenden Druck vor Ort sowie den Wandel ihres journalistischen Alltags und Selbstverständnisses in der Volksrepublik. Wer noch mehr über China wissen will: In ihrem Podcast “China und wir” berichten Sahay und Scheu “über die neue Supermacht China und wie sie die Welt und uns alle verändert”.
3. Marinićs Freiheit: Lese-Hype, Autorinnen changing everything, “Die Lücken” und “Anton und Alma”
(ardsounds.de, Jagoda Marinić, Audio: 36:56 Minuten)
Auf der diesjährigen Shortlist für den Deutschen Buchpreis standen fünf Schriftstellerinnen, gewonnen hat Shida Bazyar mit “Die Lücken”. Jagoda Marinić nimmt das in ihrem Podcast “Marinićs Freiheit” zum Anlass für einen Blick auf den Wandel der Buchbranche und die bessere Stellung von Frauen: “Ich will euch erzählen von dieser inspirierenden Bewegung in dem einst hart umkämpften Literaturbetrieb. Ich frage mich, verändert sie sich wirklich, diese Branche, die so lange Zeit von Männern und auch einem krassen Konkurrenzkampf dominiert wurde?”
4. Die Kunst der großen Sportreportage
(spotify.com, Christian Jakubetz, Audio: 42:08 Minuten)
Früher hätten Berichterstatter nachts mit Fußballern an der Hotelbar gesessen, heute würden PR-Stäbe und Vereinssender die Stars abschirmen. Im Podcast “Satzzeichen” spricht der langjährige Sportjournalist Alex Steudel über den drastischen Wandel seines Ressorts. Anlass ist seine Anthologie mit herausragenden deutschsprachigen Sportreportagen aus 100 Jahren. Im Gespräch mit Christian Jakubetz analysiert er, wie schrumpfende Redaktionsbudgets, Klickdruck und der Verlust von Recherchezeit die aufwändige Langform verdrängen.
5. Lautstärke runter, Publikum rein – Was Museen und Radio voneinander lernen können
(deutschlandfunk.de, Stephan Beuting, Audio: 47:54 Minuten)
Im Medienpodcast “Nach Redaktionsschluss”, aufgezeichnet auf dem b° future festival, diskutieren Christiane Florin vom Deutschlandfunk und Simone Mergen vom Haus der Geschichte darüber, wie öffentlich-rechtliche Medien und Museen in polarisierten Zeiten Vertrauen stiften und ihr Publikum erweitern können. Das Museum setze mit der Neukonzeption seiner Dauerausstellung “Du bist Teil der Geschichte” gezielt auf Reduktion, Partizipation und die Einbindung migrantischer Lebensrealitäten. Der Sender bemühe sich, Distanz und Publikumsnähe in Einklang zu bringen.
6. Satire: der bessere politische Journalismus?
(ardsounds.de, Johannes Leininger, Audio: 28:11 Minuten)
Formate wie die “heute-show”, das “ZDF Magazin Royale” oder das BR-Magazin “quer” würden verlässlich gute Quoten erreichen und den politischen Diskurs oft stärker prägen als klassische Nachrichtensendungen. Im Podcast “BR24 Medien” geht Johannes Leininger der Frage nach, warum satirische Aufbereitung in Zeiten komplexer Krisen so gut funktioniert und wie viel Ausgewogenheit der öffentlich-rechtliche Rundfunk dabei verlangt. Kommunikationswissenschaftlerin Katharina Kleinen-von Königslöw und “quer”-Redaktionsleiter Christoph Thees geben Antworten.
