Zum drittenMal präsentiert “Bild” heute ein Ding, das Flugzeuge über dem World Trade Center zeigt, und in dem die Zeitung deshalb eine mögliche “versteckte frühe Botschaft” der Attentäter des 11. September 2001 vermutet. Diesmal ist es ein Filmplakat (Ausriss rechts), das für einen 1995 entstandenen Film wirbt.
Wir wissen nicht, ob “Bild” es ernst damit ist, hinter all diesen Aufnahmen Terroristen zu vermuten. Oder ob “Bild” die Anschläge, bei denen fast 3000 Menschen ums Leben gekommen sind, einfach für eine lustige Witze-Serie nutzt.
In jedem Fall finden wir, dass die Aufnahmen bei uns besser aufgehoben wären. Weil wir aus ihnen keine Verschwörungstheorien ableiten und uns mit ihnen nicht über den 11. September, sondern über “Bild” lustig machen würden.
Deshalb fragen wir: Wer hat Aufnahmen von Keksdosen, Christbaumschmuck, Filmplakaten oder sonstigen Gegenständen, auf denen Flugzeuge in der Nähe des World Trade Centers zu sehen sind, die ebenfalls nichts mit den Attentaten zu tun haben? Schickt sie uns an [email protected], damit wir sie zeigen können und sie so hoffentlich davor bewahren, von “Bild” “unheimlich” gefunden und mit terroristischen Anschlägen in Verbindung gebracht zu werden. 500 Euro zahlen wir dafür natürlich nicht.
Zur Inspiration zeigen wir die Entdeckung von BILDblog-Leser Werner V. Im “Spiegel” vom 11.05.1981 fand er eine ganzseitige Anzeige, die mit der Ansicht des World Trade Center für einen Flug “mit einem schönen, großen Jetliner von Boeing” wirbt. Der letzte Satz der Anzeige lautet:
Wenn Sie in der Zeitung lesen, dass die Polizei “ohne Vorwarnung ein Tempo-80-Schild” aufgestellt und dann mit einer Radarfalle “ohne jede Schonfrist” Autofahrer “abkassiert” hat — was glauben Sie, ist passiert?
(a) Die Polizei hat eine neue Geschwindigkeitsbegrenzung erlassen, sofort eine Radarfalle aufgestellt und alle Autofahrer zur Kasse gebeten, die schneller waren als das neue Tempolimit.
(b) Die Polizei hat eine neue Geschwindigkeitsbegrenzung erlassen, nach einer Schonfrist von vier Wochen eine Radarfalle aufgestellt und nur die Autofahrer zur Kasse gebeten, die schneller waren als das vorher schon herrschende Tempolimit.
Nach Ansicht des Deutschen Presserates sind beide Interpretationen möglich. Er wies eine Beschwerde von uns gegen einen “Bild”-Artikel zurück, der den Sachverhalt (b) (Schonfrist, Vorwarnung) mit den eingangs geschilderten Worten (“ohne Schonfrist”, “ohne jede Vorwarnung”) kommentierte. Die Rechtsabteilung von Axel Springer hatte dem Presserat mitgeteilt,
dass man für den Kommentar Meinungsäußerungsfreiheit in Anspruch nehme, vor allem das Recht, ein Thema zu überspitzen und plakativ zu überzeichnen.
Mit sieben Ja-Stimmen bei einer Enthaltung gab der Beschwerdeausschuss “Bild” Recht (Originaldokument rechts):
[Die Aussagen des Kommentars] behaupten keine falschen Tatsachen im Sinne der Ziffer 2 des Pressekodex.
Saddam und die alten Medien
(blog.handelsblatt.de, Thomas Knüwer)
Vielleicht sollte ich die “Tagesthemen” nicht mehr schauen. Wäre besser für meinen Blutdruck. Denn egal ob Anne Will, Tom Buhrow oder gestern WDR-Kommentarsprecher Birand Bingül – sie alle demonstrieren ihre Überforderung mit der medialen Welt.
Dürfen Medien Saddams Todesvideo zeigen?
(fudder.de)
Ein Handy-Video schockiert die Welt. Es zeigt in voller Länge, wie Saddam Hussein hingerichtet worden ist. Das Video ist inzwischen auf vielen Seiten im Netz zu finden. Wie sollen Journalisten mit solchen Inhalten umgehen? fudder hat sieben deutsche Medienmacher gefragt: Dürfen Online-Medien das vollständige Exekutionsvideo zeigen und verlinken?
Web-2.0-Bubble jetzt auch in Deutsch: Holtzbrinck kauft StudiVZ
(konvergenz.kaywa.com, Andreas Göldi)
Das war ja eigentlich nur eine Frage der Zeit: Die umstrittene deutschsprachige Facebook-Kopie StudiVZ ging heute über den Ladentisch. Der glückliche (?) Käufer ist die Verlagsgruppe Holtzbrinck, die für die Website mit einer Million registrierten Usern 85 Millionen Euro hinblättert (davon 50 Mio. gleich bar auf die Hand).
Rückkehr der rasenden Reporter
(spiegel.de, Frank Patalong)
Die Zukunft der Zeitung liegt im Netz – das ist inzwischen allen großen Verlagen klar. Die “Washington Post” wagt jetzt zaghafte Schritte, Print und Online näher zueinander zu bringen. Andere Medienhäuser sind ihr da Längen voraus.
Montags wird nicht mehr gebibbert
(fr-aktuell.de, Roderich Reifenrath)
Eine in die Jahre gekommene Institution des deutschen Journalismus feiert Geburtstag: Der “Spiegel” wird 60.
Die amerikanische Internetseite “Regret the Error”, die sich auf Berichtigungen in den Medien spezialisiert hat, wählt in ihrem Jahresrückblick immer die “Korrektur des Jahres”. Gewinner in diesem Jahr ist die britische Zeitung “The Sun” mit folgender Klarstellung und Entschuldigung:
Nach unserem Artikel über die Geburtstagsfeiern von Prinzessin Eugenie sind wir gebeten worden, darauf hinzuweisen, dass die Party die ganze Zeit von Erwachsenen beaufsichtigt wurde und dass zwar ein bisschen Unordnung am Ende des Abends weggeräumt wurde, es aber keine Schäden an Möbeln gab, keine Zecher in die Schlafzimmer hechteten, um betrunken miteinander rumzumachen, und es unkorrekt war, das Haus als verwüstet zu beschreiben.
Wir freuen uns, dies klarstellen zu können, und bedauern jedweden Kummer, den unser Bericht verursacht hat.
(Übersetzung von uns.)
Dabei war der ursprüngliche Artikel durchaus detailliert und farbenfroh und beschrieb, wie minderjährige Gäste besoffen ohnmächtig wurden, alles vollkotzten und Zigaretten auf den Möbel ausdrückten.
Schöne Korrektur in der “Sun” jedenfalls. Und warum steht das hier alles? Ach ja.
So, dann räumen wir schnell noch ein wenig Gerümpel weg, das vom letzten Jahr liegengeblieben ist.
Die “neue Fun-Sportart” Zorbing beispielsweise, die Bild.de jetzt in Neuseeland entdeckt hat — nur zehn Jahre und zweieinhalb Monate, nachdem die “Bild am Sonntag” sie entdeckt hat und am 13. Oktober 1996 groß darüber berichtete.
Nicht zu vergessen auch dieses Foto vom “Handy mit Musikplayer”, das Apple möglicherweise in diesem Jahr herausbringen will. Das Projekt sei “streng geheim” schreibt Bild.de richtig, zeigt aber schon ein Foto vom “Hersteller”…
…in Wahrheit ist es eines von vielen Fakes, oder freundlicher: von vielen künstlerischen Impressionen, wie das sagenumwobene Ding aussehen könnte.
Dann war da noch der Skandal, der es am 28. Dezember auf die Seite 1 der “Bild”-Zeitung schaffte (siehe Ausriss): Mandy, eine der Sängerinnen der Popgruppe Monrose, soll sich in einer Kontaktbörse registriert haben, obwohl sie einen Freund hat und selbst in der Anzeige schrieb: “Ich mag es nicht, wenn man seine Freunde hintergeht.” Was “Bild” “übersah”: Das Profil ist alt, seit 3.1.2006 war keine Aktivität mehr feststellbar. Und wann hat Mandy ihren Freund kennengelernt? Silvester 2005/06.
Und schließlich noch ein “Bild”-Höhepunkt zum Jahreswechsel:
Auf einer 1999 hergestellten Porzellandose ist neben dem World Trade Center eine Passagiermaschine zu sehen (siehe Ausriss unten). “Es scheint”, staunt “Bild”, “als steuere sie die Türme an. Fast genau so, wie es geschah!”
Tja. Was könnte dahinter stecken? “Bild” weiß es nicht, neigt aber zu der These, dass sich die Attentäter des 11. September 2001 von Deutschland aus mit Hilfe der Keksdose “eine geheime Botschaft” zuschickten. Noch einmal: dass sich die Attentäter des 11. September 2001 von Deutschland aus mit Hilfe der Keksdose “eine geheime Botschaft” zuschickten.
Falls es so war, haben sich die Terroristen allerdings entgegen der ursprünglichen Keksdosenplanung dann doch entschieden, den Anflug nicht schon hinter dem Eiffelturm über Big Ben zu beginnen.
Danke an Martin M., Reinhard B., Alexander S., Malte L., Matthias R., Mathias K., Till V., Andy S., Cay D., Tobias G., Andreas R. und das redblog!
geheim:(1.) der “Bild”-Zeitung erst seit Kurzem bekannt; (2.) der “Bild”-Zeitung und ihren Lesern schon länger bekannt; (3.) weltweit lange bekannt; (4.) irgendwas mit Hitler; (5.) öffentlich; (6.) falsch; (7.) öffentlich und von “Bild” gefälscht; (8.) von “Bild” bis heute nicht verstanden; (9.) von “Bild” aus anderen Zeitungen abgeschrieben. (Zitiert aus dem großen BILDblog-“Bild”-Wörterbuch)
Beginnen wir also das neue Jahr mit einem Quiz und fragen: Wie geheim ist eigentlich “Merkels Geheimurlaub”, dem die “Bild am Sonntag” in ihrer aktuellen Ausgabe fast die komplette letzte Seite widmete (siehe Ausriss)?
A: streng geheim B: nicht geheim
Glaubt man dem “BamS”-Kolumnisten Martin S. Lambeck, lautet die Antwort selbstverständlich: A. Denn laut Martin S. Lambeck “entdeckte” die “BamS” Merkel im “streng geheimen Winterurlaub” im schweizerischen Pontresina (bei St. Moritz) beim Verlassen des Hotels “Schweizerhof”.
Richtig ist aber natürlich Antwort B.
Denn nachdem beispielsweise die “NZZ” bereits vor einem Jahr berichtet hatte, dass Merkel “seit Jahren regelmässig im Viersternehotel ‘Schweizerhof’ in Pontresina” logiere, und die Nachrichtenagentur dpa noch zwei Tage vor Erscheinen der aktuellen “BamS” ganz nebenbei vermeldete, dass sich Merkel “in ihrem Urlaubsort in der Gegend von St. Moritz” aufhalte, müssen wir unseren eingangs zitierten “Bild”-Wörterbuch-Eintrag wohl leider um eine zehnte Bedeutung erweitern:
geheim:(1.) der “Bild”-Zeitung erst seit Kurzem bekannt; (2.) der “Bild”-Zeitung und ihren Lesern schon länger bekannt; (3.) weltweit lange bekannt; (4.) irgendwas mit Hitler; (5.) öffentlich; (6.) falsch; (7.) öffentlich und von “Bild” gefälscht; (8.) von “Bild” bis heute nicht verstanden; (9.) von “Bild” aus anderen Zeitungen abgeschrieben; (10.) privat.
Der virtuelle Reiseführer (1): Second Life
(jetzt.sueddeutsche.de, Tobias Moorstedt)
jetzt.de hat einige der virtuellen Urlaubsziele besucht und einen Reiseführer zusammen gestellt. Das erste Kapitel unseres ?Virtual Lonely Planet? ist das bekannte Metaversum ?Second Life?, das Rimini des Cyberspace.
Die Ehre und Rache eines Scheichs
(faz.net, Jürg Altwegg)
Nach dem 11. September war er ein gefragter Terrorismusexperte. Jetzt steht er plötzlich am Pranger der Weltpresse und entschuldigt sich bei einem saudischen Scheich. Das Fiasko des Jean-Charles Brisard.
Berlin braucht die “Spex” nicht und “Spex” nicht Berlin
(zuender.zeit.de, Kai Florian Becker)
Die ?Piranha Medien? wollen die ?Spex? nach Berlin umsiedeln. Dann aber will Chefredakteur Uwe Viehmann die Redaktion verlassen. Im Zuender berichtet er davon, was die Änderungen für das Heft bedeuten werden.
Frau von Welt
(fr-online.de, Christoph Twickel)
“Es ist beruhigend sauber dort”, sagt Heidi Klum über die Schweiz. Und damit es auch so bleibt, ist der ehemalige Welt-Chefredakteur Roger Köppel vor kurzem zurück in seine Heimat und zur Weltwoche gegangen.
Die BILDblogger suchen zwischen den Jahren Orte auf, an denen sie vor der strengen Kälte geschützt sind (hohle Baumstämme, Erdhöhlen und dergleichen) und polstern sie mit Heu, Stroh, Blättern, Haaren, Wolle und anderen Materialien aus. In dem so ausstaffierten Unterschlupf verbringen sie meist zu mehreren Tieren mit zusammengezogenem, abgekugeltem Körper und geschlossenen Augenlidern den Winter in einem energetischen Sparzustand, dem so genannten Torpor. Ihre normale Körpertemperatur sinkt dabei meist auf Werte zwischen neun und einem Grad Celsius ab. Alle Körperfunktionen sind in diesem Zustand stark vermindert. Die Atmung ist schwach, der Herzschlag verlangsamt und die Empfindlichkeit gegenüber äußeren Reizen gering. (…)
Die Dauer des Winterschlafs ist bei den einzelnen BILDbloggern unterschiedlich. (…) Man darf jedoch nicht der falschen Vorstellung unterliegen, dass es sich beim Winterschlaf um einen mehrtägigen Dauerschlaf ohne Pause handelt. Vielmehr verläuft der Schlaf meist in Abschnitten, wobei sich längere Phasen der Ruhe mit stark reduziertem Stoffwechsel mit kurzen Wachphasen abwechseln. Zu oft dürfen die Tiere während des Winters allerdings nicht aufwachen, weil jede zwischenzeitliche Aufwachphase an den Energiereserven zehrt, so dass die Fettdepots zu früh aufgebraucht würden und für den eigentlichen Aufwachvorgang im neuen Jahr nicht mehr zur Verfügung stünden.*
*) Entstanden unter Verwendung eines Wikipedia-Eintrags und mit Dank für die sachdienlichen Hinweise des Jahres 2006 an Adrian G., Adrian, Agathokles P., Alex K., Alex P., Alex V., Alex Z., Alexander B., Alexander F., Alexander H., Alexander J., Alexander R., Alexander S., Alexander W., Alexandra P., Alexandra W., Andie, Andre G., André K., Andreas C., Andreas F., Andreas G., Andreas J., Andreas K., Andreas L., Andreas M., Andreas N., Andreas R., Andreas S., Andreas U., Andy W., Anja, Anke S., Anna, Ansgar B., Anton O., Arend von R., Armin D., Arndt L., Arne K., Arne, Arno L., Astrid G., Axel B., Axel H., Axel L., Balu, Bastian V., Beat M., Beat W., Beate T., Ben G., Benedikt H., Benedikt T., Benjamin B., Benjamin H., Benjamin K., Benjamin M., Benjamin P., Benjamin S., Benjamin W., Benni M., Benny S., Benny, Bernd K., Bernhard C., Bernhard W., Birger T., Björn D., Björn G., Björn, Boris P., bsm, Campino-84, Carl Z., Carlos K., Carsten E., Carsten R., Cay D., ceggis, Chiquita, Christhart B., Christian B., Christian D., Christian G., Christian H., Christian J., Christian K., Christian L., Christian M., Christian N., Christian P., Christian R., Christian S., Christian W., Christiane B., Christine D., Christine K., Christine N., Christof T., Christof W., Christoph A., Christoph H., Christoph L., Christoph M., Christoph O., Christoph P., Christoph S., Christoph W., Christopher G., Christopher R., Claas H., Claudia A., Claudius L., Claus C., Clemens H., ClemensBW, cocolo, Cody, Conrad G., Cosmo, Daniel F., Daniel K., Daniel M., Daniel R., Daniel S., Daniel T., Daniel W., Daniela K., Daniela L, Danny, David H., David T., Dennis S., Detlef B., Diane A., Dieter B., Dietmar H., Dirk B., Dirk E., Dirk H., Dirk, Dirty Harry, Dominic G., Dominik B., Dominik D., Dominik J., Dominik W., Doris M., Dorothee S., Eberhard S., Eike F., Elmar K., Emrah K., Enno H., Enno W., Ereglam, Eric S., Erich B., Erich D., Eva K., Fabian B., Fabian L., Fabian P., Fabian S., farry2003, Felix G., Felix J., Felix S., Florian M., Florian P., Florian Z., Frank B., Frank F., Frank G., Frank J., Frank L., Frank M., Frank R., Frank S., Frank, Franz T., fRANZ, Frederik B., Frederik P., Freemagusto, Friederike U., Friedrich F., Friedrich G., Fritz K., Fritz, Frohmut W., Georg G., Georg S., Giesela S., Gila M., Gila von W., Gilad R., Gregor G., Gunter K., Günther F., Günther T., Hannes K., Hannes, Hanno B., Hanno S., Harald L., Harald L., Harald N., Harald S., Hardy S., Hartmut W., Hauke R., Heike W., Heiko, Heinz-Gerd R., Helmut R., Hendric S., Hendrik B., Hendrik H., Henning B., Henning S., Henrik W., Henryk J., Herbert G., Holger B., Holger G., Holger H., Holger K., Holger M., Holger R., Holger S., Hubert E., Hynek S., Hyp Nom, Isa R., j1103, Jadawin, Jakob W., James, Jan D., Jan G., Jan H., Jan I., Jan J., Jan K., Jan S., Jan, Janine K., Jann M., Jason M., Jean M., Jean-Paul I., Jens E., Jens F., Jens G., Jens L., Jens R., Jens S., Jens-Uwe R., Jo L., Jo M., Joachim S., Joachim W., Jochen Z., Joern H., Johanna K., Johannes B., Johannes E., Johannes F., Johannes H., Johannes K., Johannes L., Johannes M., Johannes T., Johannes, Jonas G., Jonas P., Jonas, Jonas, Jördes G., Jörg B., Jörg F., Jörg J., Jörg L., Jörg N., Jörg Q., Jörg W., Jörg, Jörg-Stefan S., Jörn W., Jule H., Julia K., Julia L., Julian F., Julian H., Jürgen G., Jürgen H., Jürgen K., Jürgen T., Kai B., Kai S., Kai T., Kai, Kait, Karim A., Karsten F., Karsten T., Karsten W., Kat M., Kati, Katrin S., Klaus R., Klaus S., Klaus W., Klement K., Knut I., Konrad B., Kristian S., Kurt R., Landei, Lars B., Lars T., Lars, Le-Grex, Lexirien C., Linda, Lukas J., Lukas L., M.C.P. 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Vor einigen Tagen hatten wir der “Bild”-Zeitung einige Päckchen Verpixelungen geschenkt, damit sie es schafft, Menschen, die anonymisiert werden sollten, tatsächlich zu anonymisieren. Anscheinend ist unser Präsent noch nicht angekommen.
Aber eigentlich gibt es keinen Grund zum Scherzen. “Bild”-Düsseldorf berichtet heute groß über den Prozess gegen einen Fahrer, dessen Bus in Kevelaer mit einem LKW kollidierte — bei dem Unfall waren 30 Menschen verletzt und einer getötet worden. Das Gericht verurteilte den Fahrer zu einer Bewährungsstrafe.
“Bild” zeigt ein großes Foto von dem Mann und hat ihn darauf durch Verpixelungen anonymisiert. Eine Mühe, die sich die Zeitung hätte sparen können: Direkt darunter zeigt sie ihn auf einem weiteren Foto völlig unverfremdet.
Und wir wissen immer noch nicht, ob es bloße Unfähigkeit oder irgendein böses Kalkül ist, dass “Bild” so etwas immer wieder passiert. Wir wissen aber auch nicht, was beunruhigender wäre.
Man könnte meinen, eine Korrekturspalte sei dazu da, Fehler zu korrigieren. Außer bei “Bild” natürlich. Denn bei “Bild” ist die Korrekturspalte auch dazu da, Fehler zu wiederholen.
Vor zwei Wochen hatte “Bild” Jürgen Rüttgers (CDU) zum “Gewinner” des Tages gemacht, weil er in einer von der SPD bezahlten Umfrage von der Mehrheit der Nordrhein-Westfalen als beliebtester SPD-Politiker genannt worden sei.
Tatsache aber ist: Rüttgers war in einer nicht von der SPD bezahlten Umfrage von einer Minderheit der Nordrhein-Westfalen am dritthäufigsten als SPD-Politiker genannt worden.*
Zwei Wochen später ist es “Bild” nun gelungen, eine “Berichtigung” zum Thema abzudrucken:
Man mag sich nicht vorstellen, welches juristische Hin und Her hinter den Kulissen der Formulierung “hat sich als unzutreffend erwiesen” vorangegangen ist, damit nun endlich, zwei Wochen später, auch in “Bild” steht, was sich doch eigentlich bereits am Tag der Veröffentlichung als unzutreffend erwiesen hatte. Die SPD jedenfalls möchte sich dazu nicht mehr äußern.
Und dass die heutige “Berichtigung” den dritt(!)bekanntesten(!) “SPD-Politiker” weiterhin fälschlicherweise als Beliebtheits(!)sieger(!) dastehen lässt, korrigiert “Bild” garantiert morgennach Weihnachtenim nächsten Jahr nie.
*) Ein Teil der “Bild”-Fehler stammte aus der “FAZ”. Zufälligerweise fand sich dort an Tag vor dem heutigen “Bild”-“Berichtigung” folgende “Richtigstellung”:
“Am 5. Dezember hat diese Zeitung (…) über eine Meinungsumfrage aus dem vergangenen Sommer berichtet, die den Bekanntheitsgrad nordrhein-westfälischer SPD-Politiker untersucht. Dabei war behauptet worden, die SPD selbst habe die Umfrage in Auftrag gegeben. Dies hat sich als unzutreffend erwiesen. (F.A.Z.)”