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Bürgerkrieg in Amerika, Erbrechende “Welt”, Bauhaus-Krisenberater

1. “Wir haben in Amerika eine Art Bürgerkrieg”
(deutschlandfunk.de, Michael Köhler, Audio, 11:48 Minuten)
“Es ist eine Art Krieg geworden. Wir haben in Amerika eine Art Bürgerkrieg” — die deutsch-amerikanische Schriftstellerin Irene Dische findet im “Deutschlandfunk” deutliche Worte zur Ära Trump. Teile der Presse seien mittlerweile eingeknickt, die Demokratie bedroht. Disches Optimismus sei der Angst gewichen, dass alles noch viel schlimmer kommen könne.

2. “Welt”-Redakteur erbricht sich in Debatte über rechte Bücher
(uebermedien.de, Boris Rosenkranz)
Die “Welt am Sonntag” hat ihren Autor Frédéric Schwilden nach München geschickt, um dort jener Buchhandlung einen Besuch abzustatten, in der Autorin Margarete Stokowski wegen des Angebots rechter Schriften nicht lesen wollte. Bei der Lesungsabsage hatte es sich um eine individuelle und persönliche Entscheidung gehandelt, die nachträglich zum Skandal hochgejazzt wurde. Man könnte über Schwildens Text, der sich teilweise wie eine mehr oder weniger gelungene Popliteratur-Parodie liest, lachen, wenn er nicht so viel Falsches und Böses enthielte. Boris Rosenkranz hat es auf sich genommen, sich mit dem Beitrag auseinanderzusetzen. Ein Beitrag, in dem nicht nur im übertragenen Sinn viel rumgekotzt wird.

3. Tagessatz von 1.428 Euro Krisenberater soll überforderter Bauhaus-Führung beistehen
(mz-web.de, Hagen Eichler)
Eigentlich sollte vor drei Wochen ein vom ZDF übertragenes Konzert der linken Punkband Feine Sahne Fischfilet stattfinden, doch die Direktorin des Bauhaus Dessau sagte ab. Sie befürchtete Demonstrationen vor der Tür, die von rechten Gruppierungen im Falle des Konzerts angekündigt waren. Die Absage wurde stark kritisiert, auch mit Hinweis auf die Tradition und Geschichte des Hauses. Um das medial angeschlagene Image von Haus und ihr selbst wieder aufzubessern, hat die Direktorin nun für einen Tagessatz von 1.428 Euro einen “Krisenberater” angeheuert. Rund zwei Wochen soll der nun im Einsatz sein.

4. Plagiatsfall: Warum dpa die «Taxi-Queens»-Berichte zurückgezogen hat
(dpa.com, Froben Homburger)
Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) hat Ende vergangener Woche vier Versionen eines Korrespondentenberichts aus Südafrika zurückgezogen. Bei der Story einer Hospitantin aus dem dpa-Büro Johannesburg habe es sich um ein Plagiat eines Artikels aus dem Jahr 2010 gehandelt. Nachrichtenchef Froben Homburger erklärt, wie es dazu kommen konnte, wie die Agentur reagiert hat und wie man solche Pannen zukünftig vermeiden will.

5. «Chinesen sehen Europa auf dem Weg in den Ruin»
(nzz.ch, Ronnie Grob)
Kaum jemand im Westen kennt sich dermaßen gut mit Chinas größtem sozialen Netzwerk Weibo aus wie die Japanologin und Sinologin Manya Koetse, die dazu ein eigenes Blog unterhält. Im Gespräch mit der “NZZ” geht es unter anderem um die Themen bei Weibo, das chinesische Social-Credit-System, Zensur und den Blick der Chinesen auf Europa. Aber es geht auch um den Blick westlicher Journalisten auf China, den Koetse wie folgt charakterisiert: “Es ist eine Beobachtung, die ich häufig mache: Entweder wird anklagend berichtet, oder man will sich lustig machen. Wer aber stets nur mit westlichem Bias und Framing an Storys herangeht, verpasst wichtige Entwicklungen: zum Beispiel, wie sehr die innerchinesische Propaganda ihre Form ändert, wie sie spielerischer wird, witziger, geschickter. Propaganda findet längst nicht mehr auf dumpfen Propagandapostern statt, sondern in Apps, im Internet, in TV-Shows.”
Weiterer Lesetipp: Die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua hat ein virtuelles Programm vorgestellt, das in Zukunft die Arbeit von Moderatoren übernehmen könnte: Der gefügigste Nachrichtensprecher der Welt (sueddeutsche.de, Lea Deuber).

6. Danny da Costa FTW!
(twitter.com/sportschau)
Der 25-jährige Fußballspieler Danny da Costa steht beim Bundesligisten Eintracht Frankfurt unter Vertrag. Dass da Costa nicht nur gut Fußball spielen, sondern auch bestens Interviews geben kann, beweist er auf besonders eindrückliche Weise: Er stellt sich einfach selbst die zu erwartenden Reporterfragen.

“Wie erkläre ich’s meinem Kind”? So am besten nicht!

Bei FAZ.net gibt es die Rubrik “Wie erkläre ich’s meinem Kind?”, die Redaktion verspricht dort “einfache Antworten auf kniffelige Fragen”. Zum Beispiel: “Warum wir eine Gänsehaut bekommen”. Oder: “Wann die Menschen zu lesen begannen”. Die aktuellste Ausgabe der “einfachen Antworten” hat FAZ.net bei Twitter gestern Abend so angekündigt:

Screenshot eines Tweets von FAZ.net - Bei der Reichspogromnacht vor achtzig Jahren war es ein bisschen wie bei jeder Prügelei auf dem Schulhof: In der Gruppe werden selbst friedlichste Menschen manchmal brutal. Warum Gewalt ansteckend sein kann

Die Reichspogromnacht, bei der “es ein bisschen wie bei jeder Prügelei auf dem Schulhof” gewesen sein soll? Ein Nazi-Verbrechen mit vielen Todesopfern, Verhaftungen Unschuldiger, brennenden Synagogen und zerstörten Geschäften jüdischer Mitbürger, bei dem “es ein bisschen wie bei jeder Prügelei auf dem Schulhof” gewesen sein soll? Die FAZ.net-Redaktion hat den Tweet später aus guten Gründen gelöscht und “für die verkürzte Darstellung und den ungewollten Vergleich” um Verzeihung gebeten (wobei wir uns durchaus fragen, was an einem Vergleich von Schulhofprügeleien und Novemberpogrom eine “verkürzte Darstellung” sein soll und wie ein “ungewollter Vergleich” in einem per Hand verfassten Tweet landet).

Tweet gelöscht, um Entschuldigung gebeten — also wieder alles in Ordnung? Leider nicht. Denn erstens findet man den grausigen Vergleich noch immer auf FAZ.net.* Und zweitens ist der dazugehörige Text zwar längst nicht so schlimm wie die Ankündigung bei Twitter, diskussionswürdig ist er trotzdem.

Im Artikel von Julia Schaaf geht es hauptsächlich um Gruppendynamiken, um Mitläufer und Mittäter und um die Frage, “warum Gewalt ansteckend sein kann”. So steht es auch in der Überschrift:

Screenshot FAZ.net - Wie erkläre ich es meinem Kind? Warum Gewalt ansteckend sein kann

Schon klar: Schaafs Text richtet sich an Kinder und muss allein daher etwas vereinfachen. Zur Veranschaulichung hätte sie sicher einige konkrete Beispiele finden können. Etwa die Ausschreitungen rund um den G20-Gipfel, wo wohl auch Menschen an Plünderungen teilgenommen haben, die vermutlich nicht mit dieser Absicht ins Hamburger Schanzenviertel gefahren sind und sich erst vor Ort dazu entschieden haben mitzumachen. Oder die Prügeleien bei Fußball-Welt- beziehungsweise -Europameisterschaften.

Stattdessen wählte Schaaf die Reichspogromnacht. Und da liegt bereits das Problem: Die Wahl dieses Beispiels für eine Erläuterung des Phänomens Gruppendynamik reduziert eines der schlimmsten Verbrechen der deutschen Geschichte auf diesen Teilaspekt. Dadurch verschiebt sich der Fokus bei der Betrachtung der Reichspogromnacht im Artikel. Schaaf schreibt, “dass sich unter die plündernden Horden ganz normale Jugendliche mischten” — ihr Hauptthema lautet schließlich: Gruppendynamik. Doch das trifft den Kern nicht: Die Reichspogromnacht war eine staatlich organisierte Aktion, landesweit konzertiert, propagandistisch vorbereitet, antisemitisch motiviert, mit einer menschenverachtenden Ideologie versehen. Gruppendynamiken haben bestimmt auch eine Rolle gespielt, aber nicht die entscheidende.

So bleibt auch im Artikel der unglückliche Dreiklang: Reichspogromnacht – Gruppendynamik – Schulhofkeilerei. Im überarbeiteten Teaser heißt es bei FAZ.net:

In Gruppen kann es manchmal passieren, dass selbst friedliche Menschen brutal werden. Das ist vor achtzig Jahren passiert, und ab und zu passiert es heute sogar auf dem Schulhof.

*Nachtrag, 13:42 Uhr: Die Redaktion von FAZ.net hat reagiert und nun auch diese Stelle aktualisiert.

“Bild”-Chef Julian Reichelt schreibt falsche TV-Geschichte

“Bild”-Chef Julian Reichelt schafft es, mit nur einer Randbemerkung in einer Klammer einen beachtlichen Teil der TV-Geschichte falsch umzuschreiben:

Als Bouffier mit dem schlechtesten CDU-Ergebnis seit fünf Jahrzehnten vor die Live-Kameras trat (als die hessische CDU das letzte Mal so schlecht abschnitt, gab es noch keine Live-Kameras und nur drei Fernsehprogramme), wollte der Applaus kaum enden.

… behauptet Reichelt in seinem Kommentar zur Hessischen Landtagswahl in “Bild” und bei Bild.de:

Screenshot Bild.de - Kommentar - Wie 94 Wähler-Stimmen unser Land verändern - Der Zauber der Demokratie

Es soll hier nicht um den “Zauber der Demokratie”, “94 Wähler-Stimmen” oder Volker Bouffiers Fernsehauftritt gehen, sondern um Reichelts Aussage zu den “Live-Kameras”: 1966 lag die CDU in Hessen mit 26,36 Prozent noch unter dem Ergebnis vom vergangenen Sonntag. Und damals soll “es noch keine Live-Kameras” gegeben haben, wie Julian Reichelt schreibt?

Da wäre zum Beispiel die Fußball-Weltmeisterschaft 1966 in England mit dem berühmten Wembley-Tor, das man in Deutschland live miterleben konnte. Oder zwölf Jahre zuvor die WM 1954 in der Schweiz mit dem Sieg der deutschen Mannschaft um Fritz Walter und Helmut Rahn. Damals übertrug die ARD acht der 26 Spiele live. Noch mal zwei Jahre früher konnte das Publikum das erste Fußballspiel live im Fernsehen verfolgen: das DFB-Pokalspiel zwischen dem FC St. Pauli und dem Duisburger Klub SV Hamborn. Die erste Live-Übertragung eines Großereignisses fand bereits 1936 statt, also 30 Jahre vor dem Zeitpunkt, zu dem “Bild”-Chef Julian Reichelt sagt, dass es damals “noch keine Live-Kameras” gegeben habe: Bei den Olympischen Spiele 1936 in Berlin konnte man live dabei sein, allerdings kaum im Wohnzimmer, sondern in Fernsehstuben.

Und natürlich gab es auch Ereignisse, die nichts mit Sport zu tun hatten und bereits vor 1966 live gesendet wurden: die Krönung von Queen Elizabeth II. am 2. Juni 1953 etwa. Oder die Bundestagswahl 1965.

“Bild”s Renten-Sabotage, Handyfreie Schule, Bouffiers Presseboykott

1. Riester wirft Bild-Zeitung vor, allgemeine Zusatzrente verhindert zu haben
(deutschlandfunk.de)
Der frühere Arbeitsminister Walter Riester wirft der “Bild”-Zeitung vor, eine allgemeine und verpflichtende Zusatzrentenversicherung verhindert zu haben. Riester habe alle Arbeitnehmer und Selbstständige zur Rentenzahlung verpflichten wollen, darauf habe “Bild” eine Kampagne zu seiner Ablösung angedroht und gegen sein Vorhaben angeschrieben.

2. Ohne Smartphone in die Schule – ja, das geht
(zeit.de, Annika Joeres)
Seit September sind an Frankreichs Schulen Handys verboten. Und das funktioniert erstaunlich gut, wie Annika Joeres in ihrer Reportage für “Zeit Online” berichtet. Die Schülerinnen und Schüler würden wieder mehr spielen, weniger mobben und seien konzentrierter. Ihre Eindrücke vom südfranzösischen Collèges Paul Langevin könnten einen über eine ähnliche Regelung in Deutschland nachdenken lassen: “Am Tag, als die Handys verboten wurden, fingen die Schülerinnen und Schüler wieder an, über den Hof zu rennen, Fangen zu spielen, lauthals zu quatschen. Und inzwischen, so erzählt es der Schulleiter Eric Clausen mit ernstem Erstaunen, spielten die Schüler sogar wieder Karten. ‘Wahnsinn. Das haben wir hier seit Jahren nicht mehr gesehen.'”

3. Hinter den Beschimpfungen: Medienstrategie des FC Bayern
(ndr.de, Daniel Bouhs & Inga Mathwig)
Reibereien zwischen dem Fußballklub FC Bayern München und Journalisten gab es schon immer. Der peinliche Auftritt der Bayern-Bosse auf der letzten Pressekonferenz läute dennoch ein neues Zeitalter ein: Der Zugang für klassische Medien werde zunehmend eingeschränkt. Die Bayern seien ein eigener Medienkonzern geworden, der in Konkurrenz zu den etablierten Medien stehe. Das Ergebnis könne eine weitgehend kritikfreie Berichterstattung über die eigenen Hausmedien sein.

4. Bouffiers Presseboykott
(taz.de, Christoph Schmidt-Lunau)
Eigentlich würde der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) gerne Interviews geben, sagen seine Mitarbeiter. Doch ausgerechnet einer der wichtigsten Zeitungen in Hessen verweigert der Ministerpräsident jedes Gespräch: der linksliberalen “Frankfurter Rundschau”. Und das sei so, seit das Blatt über einen Prozess gegen Bouffiers Neffen berichtet habe, vor sechs Jahren …

5. Millionenklage abgewiesen
(sueddeutsche.de, Claudia Henzler & Annette Ramelsberger)
Erleichterung bei der “Süddeutschen Zeitung”: Das Landgericht Nürnberg-Fürth hat eine Schadensersatzklage in Höhe von 78 Millionen Euro abgewiesen, die ein Geschäftsmanns gegen das Blatt angestrengt hatte. Ein Unternehmer hatte der “SZ” vorgeworfen, durch ihre Berichterstattung ein Geschäft vereitelt zu haben, das ihm “nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge” 78 Millionen Euro Gewinn eingebracht hätte. Der Anwalt der “SZ” hatte die Klage als Einschüchterungsversuch und Angriff auf die Pressefreiheit bezeichnet.

6. Wie “The Daily” zum erfolgreichsten News-Podcast der Welt wurde
(horizont.net, Sebastian Moll)
Während des US-Wahlkampfs 2016 startete die “New York Times” ihren Podcast “The Daily”. Zwei Jahre später erreicht die Redaktion damit täglich bis zu eine Million Hörerinnen und Hörer, “The Daily” ist der erfolgreichste News-Podcast der Welt. In den USA machen derartige Formate mittlerweile sogar dem Radio und dem populären Frühstücksfernsehen Konkurrenz.

FC Wutbayern, Russlands Berliner Medienzentrale, Seifenoper Politik

1. Geschlossenheit als Drohung
(deutschlandfunk.de, Daniel Bouhs, Audio: 5:03 Minuten)
Der FC Bayern hat vergangene Woche eine Pressekonferenz veranstaltet, die wohl in die Fremdschäm-Geschichte eingehen wird. In einem, wegen seiner Peinlichkeit schwer zu ertragenden, Rundumschlag machten die Bayern-Chefs die Medien zu den Schuldigen an was auch immer. Eine “respektlose Berichterstattung” wolle man nicht mehr akzeptieren. Daniel Bouhs kommentiert die denkwürdige Veranstaltung.

Weiterer Lesetipp: Stefan Frommann (Ressortleiter Welt.de) kommentiert: “Die Bayern demaskierten sich als provinziell und beendeten auf schauerliche Weise die Mär vom Weltklub.”
Und “SZ”-Autor Philipp Selldorf hat in einer Glosse gleich mal ein Stück Lobhudel-Berichterstattung nach dem Geschmack der Bayern-Bosse vorgelegt: Bayern gibt eine Lehrstunde im modernen Fußball.

2. Russlands heimliche Medienzentrale in Europa
(t-online.de, Jan-Henrik Wiebe)
Drei russische Medienkanäle berichten aus Berlin: “Ruptly”, “Redfish” und “Maffick”. Vor allem im Netz sind die Beiträge sehr erfolgreich und werden oft geteilt. Verschwiegen wird jedoch, dass ihr Besitzer der russische Staat ist. Und der verfolgt seine eigenen Interessen. Jan-Henrik Wiebe ist der Sache für t-online.de nachgegangen.

3. Warum müssen Wirtschaftsredakteure noch arbeiten?
(dwdl.de, Hans Hoff)
Hans Hoff philosophiert in seiner Kolumne über die tollen Geld-Vermehr-Tipps von Wirtschaftsredakteuren: “Ein bisschen was haben diese ewigen Kauft-Aktien-Predigten von Totemtänzen wilder Medizinmänner, die durch stetes Stampfen auf den Boden für Regen sorgen sollen. Mal klappt’s, mal klappt es nicht. Und die Grundfrage, warum die Wirtschaftsredakteure anstatt in Gold zu baden immer noch arbeiten, obwohl sie doch den todsicheren Tipp haben, diese Frage bleibt eine fürs ewige Buch der Mysterien.”

4. Königliche Rückrufaktion
(sueddeutsche.de, Nora Reinhardt)
In Großbritannien löschen Bildagenturen schon mal Fotos, die dem britischen Hof nicht gefallen. Jüngstes Beispiel: ein Foto eines ungünstig sitzenden Rocks. Ob dies aus bloßer Nettigkeit oder vorauseilendem Gehorsam geschieht, ist schwer zu sagen. Aber die Bildagenturen sind auf das Wohlwollen des Buckingham Palace angewiesen, was sich auf die Bereitschaft auswirken könnte, Löschwünschen zu entsprechen.

5. Drama, Drama, Drama
(taz.de, Bettina Gaus)
Bettina Gaus geht in ihrer Kolumne mit dem politischen Journalismus ins Gericht: “Wer Politik mit einer Seifenoper verwechselt und in Kauf nimmt, dass angekündigte Stürme regelmäßig nur im Wasserglas toben, braucht sich nicht zu wundern, wenn die Glaubwürdigkeit leidet.”

6. I forced a bot…
(twitter.com/KeatonPatti)
Comedy-Autor Keaton Patti will einen Bot dazu gebracht haben, sich mehr als 1.000 Stunden lang “Ted Talks” anzuschauen. Aus den Erkenntnissen habe dieser dann einen eigenen (recht speziellen) “Ted Talk”-Ablauf konstruiert.

“Ich kann noch alles ändern”

Ich sage dies, weil es teilweise bekannt ist, weil es Fotos gibt — und dass ich “Vetternwirtschaft” oder Beeinflussung bei dieser Recherche trotzdem komplett ausgeschlossen habe.

Das versprach “Bild”-Kolumnist Alfred Draxler im Oktober 2015. Sein Text zur Sommermärchen-Affäre, zur möglicherweise gekauften Fußball-WM 2006 in Deutschland, war laut Draxler das Ergebnis einer “Intensiv-Recherche”:

Screenshot Bild.de - Das Sommermärchen war nicht gekauft - So war es wirklich mit den 6,7 Millionen Euro

Draxlers Unabhängigkeitserklärung, die Betonung, er habe “Beeinflussung bei dieser Recherche” komplett ausgeschlossen, wirkte damals bereits ziemlich lächerlich, schließlich beruhte sein Freispruch für seine Kumpels beim Deutschen Fußball-Bund einzig auf “langen und intensiven” Gesprächen mit seinen Kumpels beim Deutschen Fußball-Bund. Jetzt scheint sich Draxlers Beteuerung als glatte Lüge zu entpuppen.

Ein Text im aktuellen “Spiegel” zu einem Gerichtsurteil rund um das Sommermärchen beginnt mit dieser Geschichte:

Das Arbeitsprinzip des Sportjournalisten Alfred Draxler ist das eines Unterziehleibchens: Keiner klebt so eng am Deutschen Fußball-Bund wie der Chefkolumnist der “Bild”, keiner umgarnt die großen Namen so hautfreundlich wie Draxler.

Das war schon so, als er 2015 den Verband nach einer angeblichen “Intensiv-Recherche” in Schutz nahm. Nein, das Sommermärchen, die deutsche WM 2006, sei nicht gekauft gewesen, schrieb er in einer Kolumne. Was der Leser damals nicht erfuhr: dass Draxler seinen Artikel zuvor noch dem amtierenden DFB-Präsidenten Wolfgang Niersbach zum Gegenlesen geschickt hatte, mit der devoten Betreffzeile “Ich kann noch alles ändern.”

Genauso ging das Stück vorab auch an Elvira Netzer, Ehefrau von Altstar Günter Netzer, der ebenfalls in jenen dubiosen Deal um 6,7 Millionen Euro aus der deutschen WM-Kasse verwickelt war: “Ich kann noch alles ändern.”

Alfred Draxler soll seinen Text also den Leuten, über die er berichtet hat, zum Gegenlesen geschickt und ihnen versprochen haben, er könne “noch alles ändern” — und hat dann in genau diesen Text geschrieben, dass er “bei dieser Recherche” Beeinflussung “komplett ausgeschlossen” habe.

Ein anderer Satz in Draxlers DFB-Verteidigungsschrift lautete:

ICH BIN MIR BEWUSST, DASS ICH MIT DIESEM ARTIKEL MEINE REPUTATION ALS JOURNALIST UND REPORTER AUFS SPIEL SETZE.

Kai Diekmann, damals noch “Bild”-Chefredakteur, fand das wohl so überzeugend, dass er in gleich zwei Tweets jubelte, was für eine vermeintliche “Hammer!!!”-Enthüllung seinem Kolumnisten Draxler da gelungen sei. Und auch für die “Zeit” wurde es etwas peinlich: Den redaktionellen Twitter-Account hatte auf Einladung “Bild am Sonntag”-Chefredakteurin Marion Horn übernommen, die im Namen der “Zeit” ihrem “Bild”-Kollegen zur Seite sprang und schrieb, dass sie “keinen Grund” habe, “an den Recherchen von Alfred Draxler zu zweifeln”. Zu diesem Zeitpunkt war schon recht offensichtlich, dass es sich nicht um eine Recherche handelte, sondern lediglich um einen Kniefall vor DFB-Buddys.

Alfred Draxler schreibt auch heute noch über die Sommermärchen-Affäre. Am Dienstag erschien in “Bild” ein Artikel von ihm mit der Überschrift “Kein Stimmenkauf!”. Auch dazu finden die “Spiegel”-Redakteure Rafael Buschmann, Jürgen Dahlkamp, Gunther Latsch und Jörg Schmitt sehr treffende Worte:

So gesehen war es keine Überraschung, dass Draxler in dieser Woche wieder für den DFB jubelte. Hintergrund: Das Landgericht Frankfurt hatte die Sommermärchen-Anklage gegen drei Ex-Funktionäre des DFB verworfen, darunter Niersbach. Den Beschluss legte Draxler gewohnt verbandsnah aus: “Der schwere Vorwurf des Stimmenkaufs wurde entscheidend entkräftet.” Eine Lesart, die mit der Wirklichkeit nicht viel zu tun hat.

Die Frage, ob das Sommermärchen gekauft war oder nicht, war nämlich zu keinem Zeitpunkt Gegenstand der zweieinhalb Jahre währenden Ermittlungen.

Mehr zu Alfred Draxlers Tätigkeit als inoffizieller DFB-Pressesprecher:

Übertreiben? Da ist Bild.de dabei!

Kevin Großkreutz, einst Fußball-Weltmeister mit der deutschen Nationalmannschaft und derzeit Spieler beim KFC Uerdingen in der 3. Liga, wird künftig das Trainerteam eines Landesliga-Klubs beraten. Großkreutz’ Vater ist dort, beim VfL Kemmingshausen, Vorsitzender, sein Freund Reza Hassani ist Trainer, Großkreutz selbst spielte in seiner Jugend in dem Verein.

Auch Bild.de berichtet über die neue Aufgabe von Kevin Großkreutz. Im Artikel steht unter anderem:

Großkreutz in den “Ruhr Nachrichten” über seine neue Rolle: “Reza ist verantwortlich, da will ich mich auch gar nicht aufspielen”. Und weiter: “Mich Co-Trainer oder gar Trainer zu nennen, wäre übertrieben”.

Übertreiben? Kaum etwas machen sie bei “Bild” und Bild.de lieber. Und so lautet die Überschrift zum Artikel folgerichtig:

Screenshot Bild.de - Ex-Nationalspieler - Großkreutz wird Co-Trainer in der Landesliga

Gesehen bei @ralfheimann.

Richtige Worte, Journalistenmord, Ronaldo und das lange Schweigen

1. Liebe @fr
(twitter.com/berufslesbe, Friederike Wenner)
Friederike Wenner kritisiert auf Twitter die Wortwahl eines Beitrags der “Frankfurter Rundschau” über den Friedensnobelpreisträger Denis Mukwege und dessen Arbeit. Dabei findet sie Worte, die von so grundsätzlicher Natur sind, dass sie in das Handbuch einer jeden Redaktion gehören. Die “FR” hat sich zu dem Vorgang wiederum vorbildhaft selbstkritisch geäußert und eine Überarbeitung der Formulierungen vorgenommen.

2. Wurde Kashoggi in Istanbul ermordet?
(tagesschau.de)
Der regierungskritische saudische Journalist Jamal Khashoggi wollte sich im Istanbuler Konsulat seines Landes nur kurz Unterlagen für seine anstehende Hochzeit besorgen und tauchte anschließend nicht mehr auf. Medien berichten von einem Mordkomplott.
Weiterer Lesehinweis: In Bulgarien wurde die TV-Journalistin Wiktorija Marinowa vergewaltigt und ermordet. Sie soll zu Korruption und Betrug mit EU-Geldern recherchiert haben. (zeit.de)

3. ARD und ZDF prüfen rechtliche Schritte gegen AfD
(t-online.de, Jonas Mueller-Töwe)
Nach Recherchen von t-online.de nutzt die AfD offenbar systematisch urheberrechtlich geschütztes Material der öffentlich-rechtlichen Sender für Parteiwerbung. Dabei gehe es vor allem um Videos von Interviews und Talkshows der öffentlich-rechtlichen Medien, die die Partei mit eigenen Botschaften und oft mit dem AfD-Logo versehe. t-online.de hat die AfD zu den möglichen Urheberrechtsverstößen befragt. Dort gibt man sich unwissend: Bislang hätten sich keine Sender an die AfD mit der Aufforderung gewandt, Inhalte zu löschen. Dies widerspricht jedoch Angaben von WDR und RBB.

4. Zum Beitrag des „heute journals“ über die geplante Änderung der rumänischen Verfassung zur bzw. gegen die „Ehe für alle“
(twitter.com/SebMeineck, Sebastian Meineck)
Sebastian Meineck beschäftigt sich in einem Twitter-Thread mit einem “heute Journal”-Beitrag über die geplante Änderung der rumänischen Verfassung zur bzw. gegen die “Ehe für alle”. Der Beitrag sei “ein Beispiel dafür, wie die scheinbar neutrale Gegenüberstellung von extremen und liberalen Standpunkten zu einem diskriminierenden Ergebnis führt.”

5. Cristiano Ronaldo und das lange Schweigen der dpa
(morgenpost.de, Kai-Hinrich Renner)
Als der “Spiegel” über Vergewaltigungsvorwürfe gegen den Fußballer Cristiano Ronaldo berichtet, ist von der Nachrichtenagentur dpa erstmal nichts zu hören. Das Schweigen könnte mit weiterer Recherche zu tun haben, aber auch mit einem einschüchternden Medienanwalt, der für seine Mandanten gerne “Informationsschreiben” verschickt, welche eine Berichterstattung verhindern sollen. dpa-Nachrichtenchef Froben Homburger hat Kai-Hinrich Renner in einem Twitter-Thread öffentlich geantwortet: “Lieber Herr Renner, nein, Schertz war kein entscheidender Grund dafür, dass wir erst nach mehreren Tagen auf die Vorwürfe gegen Ronaldo eingestiegen sind. Wir hätten auch ohne das presserechtliche Informationsschreiben nicht anders gehandelt.”

6. Dann nennt uns doch Lügenpresse!
(spiegel.de, Ferda Ataman)
“Spiegel Online”-Kolumnistin Ferda Ataman denkt über Deutschlands Medienlandschaft und seine Lügenpresse-Rufer nach: “Der Lügenpresse-Vorwurf kommt entweder von Leuten, die nicht wissen, was Meinungsfreiheit ist. Oder von Leuten, die finden, dass alle Medien ihre Ansicht verbreiten müssen. Tun sie das nicht, ist das ein Beweis dafür, dass die Meinungsfreiheit unterdrückt wird.” Und sie macht auf einen geradezu absurden Umstand aufmerksam: “Nicht wenige von denen, die sich heute als Opfer angeblicher Zensur inszenieren, würden die ihnen unliebsame Presse am liebsten selbst zensieren.”

Keine Extrawürste für “Bild”-Reporter? Das gibt Ärger!

Christian Titz, Trainer der Profi-Fußballer des HSV, soll die Tradition seiner Vorgänger, Extrawürste an “Bild”-Reporter zu verteilen, nicht fortgeführt haben. Dafür soll Titz nun den Zorn der “Bild”-Redaktion spüren. Das berichten jedenfalls andere Hamburger Medien.

Tatsächlich steht Christian Titz in den “Bild”-Medien besonders in der Kritik. Nach der — zugegeben, blamablen — 0:5-Heimniederlage gegen Jahn Regensburg stellte Bild.de den Posten des Trainers direkt in Frage:

Screenshot Bild.de - HSV-Trainer bei zwei weiteren Pleiten weg? Titz unter Druck

Und “Bild” titelte zur Niederlage:

Ausriss Bild-Zeitung - Dieser HSV ist ein Titz

Es folgten ein 0:0 gegen die SpVgg Greuther Fürth und ein weiteres 0:0 im Stadtderby gegen den FC St. Pauli am vergangenen Wochenende. Und schon wieder fragen sie sich bei “Bild”, ob es das für Christian Titz jetzt gewesen ist:

Ausriss Bild-Zeitung - 0:0 gegen St. Pauli - Jetzt letzte Chance für Titz?

Dazu muss man wissen: Aktuell liegt der HSV auf Platz 4 der 2. Fußball-Bundesliga. Nach der 0:5-Klatsche gegen Regensburg stand der Klub sogar noch auf Platz 2. In den Sportteilen der lokalen Medien gab und gibt es natürlich auch Kritik am HSV-Trainer, gerade nach der deutlichen Niederlage vor eineinhalb Wochen. Es wird dort aber längst nicht so hart gegen ihn geschossen wie bei “Bild”.

Woher kommt die harsche Kritik der “Bild”-Redaktion? Lars Albrecht, stellvertretender Sportchef der “Hamburger Morgenpost” erklärte sie bereits am 25. September so:

Eine Zeitung mit vier Buchstaben, die nicht MOPO heißt, hat es sich zum klaren Ziel gemacht, Christian Titz als HSV-Trainer abzusägen. Die Kampagne läuft schon lange vor und hinter den Kulissen auf Hochtouren, das 0:5 gegen Regensburg kam da gerade recht, im Derby wird dann nun wohl St. Pauli die Daumen gedrückt.

Klar, der “Trainer-Lehrling” (BILD) hat Fehler gemacht – wie jeder andere Trainer auch. Er hat es aber auch mit seiner unvergleichlichen Art geschafft, die Fans trotz des Abstieges für die 2. Liga zu mobilisieren, sie wieder hinter die Mannschaft zu stellen. Der HSV lebt!

Nach dem Derby gegen den FC St. Pauli wird die “Mopo” konkreter. Simon Braasch und Christian Jung schreiben:

Erschwert, und auch das beklagt Titz offen, werde dieser Prozess durch äußere Einflüsse. “Wenn du beim HSV Trainer bist und deine Spiele nicht gewinnst, gibt es immer ein gewisses mediales Tohuwabohu”, erklärt der Coach und schmückt etwas nebulös aus: “Ich nehme gewisse Aufmerksamkeiten wahr. Das Thema, dass man sich auf gewisse Dinge fokussiert, hat schon vor einiger Zeit begonnen.”

Um zu wissen, was genau Titz damit meint, muss man die Hintergründe kennen. Denn einen seit Monaten wirklich schweren Stand (unabhängig von Ergebnissen) hat der Trainer eigentlich nur bei einem Medium, allerdings Deutschlands lautestem, der “Bild”. Darüber, warum das so ist, hält sich vor allem eine Darstellung hartnäckig.

So soll der Trainer zu Beginn seiner Amtszeit im März recht zügig klargestellt haben, dass er im Gegensatz zu vielen seiner Vorgänger nicht beabsichtige, gesondert mit “Bild” kooperieren zu wollen, woraufhin ihm gegenüber unverhohlen angedeutet worden sein soll, er könne sich dann auf ein deutlich schwereres Leben als HSV-Trainer einstellen. War dem so, wurde diesbezüglich Wort gehalten.

Und Kai Schiller schreibt im “Hamburger Abendblatt” zum selben Gerücht:

Dass nach dem dritten Spiel in Folge ohne Sieg und ohne Tor nicht jeder Kritiker so schnell zufriedengestellt werden kann, dürfte Trainer Titz spätestens nach der Lektüre der “Bild”-Zeitung am Morgen klar gewesen sein. “Jetzt letzte Chance für Titz?”, hatte die Boulevardzeitung getitelt — und damit den roten Faden der Berichterstattung der vergangenen Tage konsequent aufgenommen. “Dieser HSV ist ein Titz”, hatte die “Bild” nach dem 0:5 gegen Regensburg getitelt. Danach folgte: “Titz unter Druck — zwei Pleiten könnten schon sein Aus bedeuten.”

Warum Titz, der noch bis zur vergangenen Woche hinter Legende Branko Zebec der nach Punkten und Siegen erfolgreichste HSV-Coach der Clubgeschichte war, so hart kritisiert wird, beantwortet Matthias Müller, Sportchef der Hamburg-Ausgabe der “Bild”, auf Nachfrage so: “Unsere Berichterstattung über den HSV spiegelt das Ergebnis unserer Recherchen wider. Nicht mehr — und nicht weniger.”

Ein anderer Erklärungsansatz könnte dieser sein: Nach Informationen des Abendblatts hatte sich Titz direkt nach seiner Beförderung zum Cheftrainer die Chuzpe herausgenommen, der “Bild” — anders als die meisten seiner Vorgänger — keine Privataudienz nach den wöchentlichen Spieltagskonferenzen zu gewähren. Was erlauben Titz?

Mit Dank an Dirk H., Martin R. und Anonym für die Hinweise!

Kurz korrigiert (514)

Um bei “Bild” Sportchef zu werden, muss man besondere Fähigkeiten besitzen. Man muss während eines Fußballspiels zum Beispiel Dinge sehen, die andere nicht sehen.

Walter M. Straten, aktueller “Bild”-Sportchef, kann das. Zum gestrigen Bundesligaspiel zwischen dem FC Bayern München und Bayer 04 Leverkusen schreibt er in “Bild am Sonntag” und bei Bild.de:

Ausriss Bild am Sonntag - Die Lage der Liga - von Walter M. Straten über die Trainer-Psychose - Feigheit vor den Bayern wird immer bestraft

Heiko Herrlich dachte wirklich, wenn er seine Leverkusener zu einer Maurer-Truppe umbaut, könnte er sich einen Punkt ermörteln. Julian Brandt, der beim Frankreich-Spiel in München noch so begeistert hat, wurde zunächst sogar geopfert.

Für Laien wie uns ist es schwer zu sagen, was einen Fachmann wie Straten da “so begeistert hat” — Leverkusens Julian Brandt kam beim 0:0-Unentschieden der deutschen Nationalmannschaft gegen Frankreich gar nicht zum Einsatz.

Mit Dank an Frank L. für den Hinweis!

Nachtrag, 13:19 Uhr: Bei Bild.de haben sie den Fehler inzwischen korrigiert. Dort heißt es nun:

Heiko Herrlich dachte wirklich, wenn er seine Leverkusener zu einer Maurer-Truppe umbaut, könnte er sich einen Punkt ermörteln. Julian Brandt, der beim Peru-Spiel noch so begeistert hat, wurde zunächst sogar geopfert.

Beim 2:1-Sieg der deutschen Nationalmannschaft gegen Peru hat Julian Brandt auch tatsächlich mitgespielt und sogar ein Tor erzielt. Kann also gut sein, dass er den “Bild”-Sportchef “begeistert” hat.

Walter M. Straten hat die Sache auch bei Twitter noch mal geradegerückt:

Screenshot eines Tweets von Bild-Sportchef Walter M. Straten - Danke für alle Hinweise! Ich habe im Eifer des Gefechts Mist  geschrieben. SORRY!!! Also: Mich hat Julian Brandt gegen Peru begeistert  – und nicht gegen Frankreich auf die Bank

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