Kai Diekmanns “Betonschrift” (stern.de, Lutz Kinkel)
Kampf der Kulturen, mitten in Berlin. Feingeist Michael Naumann stellt das neue Buch von “Bild”-Chefredakteur Kai Diekmann vor. Besser gesagt: Er verreißt es. Ein Abend mit zwei Männern, die sich eigentlich nichts zu sagen haben.
Schon wieder der Mainstream (virtualreview.ch)
“Muss es der Mainstream-Markt sein, der im Mittelpunkt steht? Aus unserer Sicht muss es eben nicht der Mainstream-Markt sein. Die Werbeleute hören das natürlich nicht gerne, weil sie nur daran interessiert sind, ob sich der Mainstream in bare Münze umwandeln lässt. Es mag sein, dass ein paar Blogger im Mainstream bedeutungsvoll mitmischen können. Das Gros der Blogger wird dort bleiben, wo es ist.”
«Zeitungen werden Web-Interaktivität haben» (werbewoche.ch, Alfred Krüger)
Ian Pearson, Zukunftsforscher von British Telecommunications, sieht kein Ende der Printmedien, sondern ihre Erweiterung mit Video- und Web-Displays.
?Kein journalistisches Umfeld? (blog.hogenkamp.com) Peter Hogenkamp bittet eine renommierte Schweizer Bildagentur um eine Offerte für Verwendung ihrer Bilder in unseren Blogs. Antwort: “Wir liefern grundsätzlich nicht in ein nicht-journalistisches Umfeld.”
Journalist als Berufswunsch!? (rp-online.de, Mike)
Mein Wunsch war es schon fast immer, später mal Journalist zu werden. Aber die jetzige Situation von Journalisten in Deutschland lässt mich zweifeln.
Darum haben Zeitschriften unrecht (waschsalon.twoday.net)
“Habe gestern in der NEON gelesen: Wenn man eine Zwiebel durchschneidet und sich damit die Fußsohlen einreibt, hat man eine Stunde später den Geschmack von Zwiebeln im Mund. Gelesen, getan. Stimmt aber nicht.”
Die Vorherrschaft des Fernsehens bröckelt (spiegel.de, Robin Meyer-Lucht)
Die neueste Medienstudie aus Allensbach zeigt: Eine digitale Revolution ist im Gange – auf Raten, schleichend aber beständig. Die Zeitungen hat das Internet bei den Jungen schon überholt. Jetzt beginnt das Web, das Fernsehen einzuholen.
Wieviel kosten die Medien? (spschweiz.ch, Nicolas Galladé)
“Medienschelte ist nicht so mein Ding. Ich war selber Journalist. Und sehe von daher einiges aus der Sicht der Journis. Der klassischen Polit-Kritik “Ich habe zu wenig Platz erhalten!”, “Ich bin falsch zitiert worden!” oder “Ich bin gar nicht vorgekommen!” kann ich nichts abgewinnen. Was mich dagegen ärgert: Wenn die Medienschaffenden offensichtliche Storys und Widersprüche nicht sehen – oder nicht sehen wollen.”
“Der Westen” raubt Katharina Borchert den Schlaf (handelsblatt.com, Audio, 18:31 Minuten)
Katharina Borchert, die Online-Chefredakteurin der WAZ-Gruppe, stellt in der “bel étage” das Mammut-Internet-Projekt “Der Westen” des zweitgrößten deutschen Zeitungsverlags vor. Zudem beschäftigen sich Hans-Peter Siebenhaar und Thomas Knüwer im Medienpodcast mit den Problemen von Leo Kirch bei der Finanzierung der Bundesligarechte.
Über 100 Social Networks aus Deutschland (zweinull.cc, Martin Weigert) Ich habe ein wenig recherchiert und eine Liste mit 100+ Social Networks aus Deutschland erstellt.
Willkommen in der Gegenwart (zeit.de, Georg Diez)
Das Verfassungsgericht hat Maxim Billers Roman “Esra” verboten. Ein biedermeierliches Urteil. Aber das Internet lebt. Ein Kommentar.
The Well-tempered Web (newyorker.com, Alex Ross)
The Internet may be killing the pop CD, but it?s helping classical music.
Es war eine besondere Demonstration, die gestern in Berlin stattfand. Rund 1000 Mitarbeiter von mehreren privaten Postanbietern demonstrierten gegen höhere Löhne. Genauer gesagt: gegen einen Mindestlohn von bis zu 9,80 Euro pro Stunde.
Wie besonders die Umstände der Demonstration waren, kann man in vielen Berliner Zeitungen nachlesen. Der “Tagesspiegel” berichtet unter Bezug auf die Agentur ddp, Mitarbeiter des zweitgrößten Postanbieters PIN seien anscheinend von der Firma dazu gedrängt worden, an der Kundgebung teilzunehmen. Die Gewerkschaft Ver.di spreche von “blankem Zynismus”, weil die Mitarbeiter nur Dumpinglöhne bekämen, obwohl das Unternehmen mittlerweile “satte Gewinne” einfahre. Die “Berliner Zeitung” zitiert die Leiterin eines PIN-Briefdepots, sie habe ihre Mitarbeiter zu der Demonstration “im Auftrag von ganz oben” zusammengetrommelt. Die “taz” nennt die Kundgebung eine “Demo von oben”.
“Bild”-Leser ahnen nicht einmal etwas davon.
Dabei berichtet die Zeitung in ihrer Berliner Ausgabe heute groß über die Demo:
Die Menschen in grün auf den Fotos, das sind übrigens die Mitarbeiter der PIN-AG, einer Tochterfirma der Axel Springer AG, die die “Bild”-Zeitung herausgibt. Aber auch diese Verbindung, die vielleicht erklärt, warum “Bild” einige Besonderheiten der Demonstration verschweigt und selbst so massiv gegen den Mindestlohn kämpft, verschweigt “Bild” (anders als z.B. das Schwesterblatt “Berliner Morgenpost”).
Stattdessen schreibt “Bild” den erstaunlichen Satz:
[Einen Mindestlohn von] 9,80 Euro pro Stunde aber können sich private Anbieter nicht leisten — ihre Geschäftstätigkeit müssten sie aufgeben.
Für “Bild” ist der Verlust von Arbeitsplätzen durch den Mindestlohn nicht nur eine Möglichkeit, ein Szenario, eine Drohung oder eine von mehreren widersprüchlichen Erwartungen. Für “Bild” ist es eine Tatsache: Kommt der Mindestlohn, müssen private Briefzusteller dicht machen.
Und zum vierten Mal innerhalb von zwei Wochen wettert heute auch der “Bild”-Kommentar gegen die Mindestlöhne. Hans-Werner Sinn, Präsident des “angesehenen” (“Bild”) Ifo-Instituts München, wiederholt darin, was “Bild” bereits viele Male behauptet hat:
Mindestlöhne Gift für den Arbeitsmarkt
(…) Gesetzliche Mindestlöhne sind immer Gift für den Arbeitsmarkt und setzen gerade Geringverdiener verstärkt dem Risiko der Arbeitslosigkeit aus.
Nach unseren Berechnungen vernichtet ein bundesweiter Mindestlohn von 7,50 Euro die Stunde insgesamt 1,1 Millionen Arbeitsplätze (…).
Am Freitag berät der Bundesrat, ob ein Schwesterunternehmen der “Bild”-Zeitung in Zukunft auf Dumpinglöhne verzichten muss der Mindestlohn für die privaten Postanbieter gelten soll.
Nachtrag. Kein Tag mehr ohne Anti-Mindestlohn-Berichte:
“Bild”, 11.10.2007:
Neue Gewerkschaft gegen Mindestlohn
(…) Der Präsident des Arbeitgeberverbandes der neuen Post- und Zustelldienste, Florian Gerster, sagte gestern: “Es gibt empörte Arbeitnehmer, die sich nicht von Ver.di vertreten fühlen. Nicht auszuschließen, dass es dieser Tage zu einer Gewerkschaftsgründung kommt.” Mit dieser neuen Gewerkschaft will Gerster Gespräche über einen Tarifvertrag führen.
Wenn sich die “Bild”-Zeitung gegen die Meinung der überwältigenden Mehrheit ihrer Leser stellt, lohnt es sich fast immer, genauer hinzuschauen. Rund 90 Prozent der Deutschen sind laut einer Umfrage von Infratest dimap für Mindestlöhne entweder in allen oder bestimmten Branchen. In “Bild” stand diese oder eine ähnliche Zahl nicht. Dafür aber seit drei Wochen Tag für Tag ein beeindruckendes publizistisches Trommelfeuer gegen den Mindestlohn im Allgemeinen und bei den Briefzustellern im Besonderen.
Nein, sagen Experten! Wirtschaftsweiser Prof. Wolfgang Franz zu BILD: “Die Erfahrung zeigt, dass Mindestlöhne Jobs kosten, vor allem bei den Geringqualifizierten. Ein Mitarbeiter darf ein Unternehmen nicht mehr kosten, als er der Firma einbringt. (…)”
Nach Berechnungen des Ifo-Instituts würde ein bundesweiter Mindestlohn von 7,50 Euro/Stunde rund 1,1 Millionen Arbeitsplätze in Deutschland vernichten. (…)
Welche Folgen hätte der Mindestlohn für die privaten Post-Firmen?
Laut Branchenverband DVPT würden die Kosten der Betriebe dadurch deutlich steigen. Verbandschef Elmar Müller: “Von den rund 750 privaten Post-Unternehmen müßten 200 um ihre Existenz bangen.” Tausende Jobs wären bedroht.
Prof. Ulrich Blum (54), Präsident des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle: “Forderungen nach Mindestlöhnen sind völlig falsch! Sie steigern erst Kosten, dann die Arbeitslosigkeit.”
(…) gesetzliche Mindestlöhne gefährden Arbeitsplätze. Das angesehene Ifo-Institut rechnet damit, dass die Einführung eines bundesweiten Mindesteinkommens mehr als eine Million Stellen vernichten könnte. (…)
Dass durch gesetzliche Mindestlöhne neue Jobs entstehen, ist ein Märchen. Das Gegenteil ist richtig!
“Bild”, 1. Oktober:
Ein Mindestlohn für die Post-Branche würde bis zu 50 000 Arbeitsplätze vernichten, befürchtet das Bundeswirtschaftsministerium (“Spiegel”).
BILD-Interview mit Florian Gerster (58), dem ehemaligen Arbeitsminister und Chef der Bundesagentur für Arbeit, heute Präsident des Arbeitgeberverbandes Neue Brief- und Zustelldienste
(…) Ein Mindestlohn von 9,80 Euro schützt nicht die Arbeitnehmer, sondern vernichtet Arbeitsplätze.
(…) Die privaten Postkonkurrenten warnten am Wochenende erneut davor, dass eine Mindestlohn-Höhe von bis zu 9,80 Euro pro Stunde bis zu 50000 Jobs gefährdet.
Auch einen Mindestlohn gibt es nicht zum Nulltarif. Wenn der Staat festsetzt, was ein Arbeitnehmer zu bekommen hat, wird mancher Chef seinen Laden zumachen müssen und Angestellte vor die Tür setzen. (…)
Mindestlohn ohne “Mindestgewinn” kostet Arbeitsplätze, belastet die Sozialkassen und würgt den Aufschwung ab.
In den ganzen drei Wochen lässt “Bild” keinen einzigen unabhängigen Experten zu Wort kommen, der sich für den Mindestlohn ausspricht. (Dabei gibt es siedurchaus, und sie verweisen zum Beispiel auf die positiven Wirkungen, die der Mindestlohn auf den Arbeitsmarkt in Großbritannien und den USA gehabt habe.) Nur DGB-Chef Michael Sommer wird mit einem kurzen Plädoyer für den Mindestlohn zitiert.
Der “Bild”-Leser findet in dieser Zeit auch keinen Hinweis darauf, was “Bild” motivieren könnte, so massiv gegen den Mindestlohn zu kämpfen. Dabei gibt es eine einfache Antwort: Die Axel Springer AG, die “Bild” herausgibt, hat vor einem Vierteljahr für eine halbe Milliarde Euro die Mehrheit an der PIN-AG erworben, einem privaten Briefzusteller. Die PIN-AG ist mittlerweile der zweitgrößte deutsche Anbieter und hat mehr als 7000 Mitarbeiter.
Wie “Bild” erklärt, die eigenen Interessen nicht offenlegen zu müssen
“Wenn über das Thema Mindestlöhne berichtet wird, ist das nicht ein Thema der PIN, sondern betrifft in erster Linie alle privaten Postdienstleister…”
“Bild”-Sprecher Tobias Fröhlich gegenüber “Report Mainz”
Das ARD-Magazin “Report Mainz”, berichtete gestern ausführlich über die Anti-Mindestlohn-Kampagne der “Bild”-Zeitung und anderer Springer-Blätter. Dort sagte der Bremer Wirtschaftswissenschaftler Rudolf Hickel, Springer spekuliere bei der PIN-AG auf Niedriglöhne, sonst gehe die Kalkulation des Unternehmens nicht mehr auf (PIN-Mitarbeiter berichteten gegenüber “Report Mainz” und “Plusminus” von Stundenlöhnen von unter 5 Euro.). Ein Sprecher der Gewerkschaft Ver.di sagte “Report Mainz”, “der Druck auf die Journalisten” bei Springer, im Interesse des Post-Engagements des Verlages zu berichten, sei “sehr groß”. Er sprach von “Aktionärsjournalismus”.
Der von “Bild” in den vergangenen drei Wochen viermal in Sachen Mindestlohn zitierte Präsident des neuen Arbeitgeberverbandes “Neue Brief- und Zustelldienste”, Florian Gerster, ist übrigens laut “FAZ” auf Druck von Springer an diese Position gekommen.
Der Blick offerierte seinen Lesern einen in drei Altersklassen aufgeteilten Test, um herauszufinden, ob sie vielleicht Idioten sind. Frage 1: “Arbeiten Sie in einem Büro mit Töggelikasten oder Pingpong-Tisch?” Frage 5: “Hattest oder hast du eine Vokuhila-Frisur?”. Frage 8: “Frau: Zwingen Sie ihn dazu?”. Die Auswertung ging so: “Mussten Sie in Ihrer Altersklasse mehr als vier Mal «Ja» antworten? Uiuiui. Bei Ihnen ist Hopfen und Malz fast verloren.” Dafür wurde aber gleich auch Lebenshilfe offeriert. Punkt 7: “Nehmen Sie diesen Test nicht zu ernst – Sie sind kein Idiot, schliesslich lesen Sie Blick Online. :-)”.
…begrüßen wir besonders die neuen Teilnehmer an unserem beliebten Gymnastik-Kurs “Geistige Beweglichkeit mit Franz Josef Wagner”. Sind Sie locker? Fein, dann beginnen wir sofort mit einer 180-Grad-Dehnungsübung. Herr Wagner, machen Sie’s wieder vor?
Für den E-Mail-Verkehr hatten sie sich ein raffiniertes System ausgeklügelt: Fritz G. hatte im Auto meist ein eingeschaltetes Laptop dabei, suchte unterwegs nach WLAN-Netzen (drahtlose Internetverbindung), die nicht durch Passwörter gesichert waren. Dann öffnete er seine E-Mail-Adresse bei einem kostenlosen Anbieter (z. B. gmx, freenet), schrieb Mails, schickte diese aber nicht ab, sondern speicherte sie in der Rubrik “Entwürfe”.
Seine Komplizen (kannten das Passwort) konnten die Mails dann öffnen — ohne dass sie je gesendet worden wären…
“Bild” weiter:
Für die Ermittler ist klar: Genau in so einem Fall könnte die umstrittene Online-Durchsuchung helfen. Denn auch die im Server eines Anbieters gespeicherten Mails wären dann lesbar!
Wir wollen zu Gunsten der Ermittler mal hoffen, dass “Bild” da was falsch verstanden hat: Die sogenannte “Online-Durchsuchung”, deren Zulässigkeit Gegenstand heftigerpolitischerKontroversen ist, sieht nämlich vor, dass die Ermittler via Internet die Festplatte eines Verdächtigen durchsuchen können. Im konkreten Fall hätte das gar nichts gebracht, da die E-Mails, wie “Bild” berichtet, den Server nie verließen.
Die Durchsuchung von Inhalten, die auf solchen Servern liegen, ist dagegen derzeit schon erlaubt.
Nun wäre es gut möglich, dass “Bild” da einfach etwas falsch verstanden hat. Es könnte aber auch sein, dass “Bild” da etwas falsch verstehen wollte. Bereits gestern forderte “Bild”-Kommentator Georg Gafron, Skeptiker müssten sich bei Innenminister Wolfgang Schäuble, einem der entschiedensten Verfechter schärferer Gesetze und weitreichender Eingriffe in persönliche Freiheiten, “entschuldigen”. Nach Ansicht von Kritikern werden die Angst vor Terroranschlägen in Deutschland und die jetzt aufgedeckten geplanten Anschläge missbraucht, um Stimmung für die umstrittenen Online-Durchsuchungen zu machen.
Auch “Bild” stellt den Zusammenhang unmissverständlich her:
(…) auch bei uns kann die Online-Fahndung jetzt schneller möglich werden als bisher gedacht.
Dabei hilft natürlich, wenn man, wie “Bild”, den falschen Eindruck erweckt, diese Form der Fahndung hätte auch im konkreten Fall geholfen.
Danke an Merlin S., Bernard G., Wolfgang, Florian G., Daniel und Oliver P.
Klarstellung, 10. September. Mehrere Leser haben uns darauf hingewiesen, dass der sogenannte “Bundestrojaner” auch die Tastatureingaben für Passwörter, Login-Daten und PINs vor einer möglichen Verschlüsselung von Informationen aufzeichnen können soll. Das ist richtig. “Bild” tut aber so, als seien ein solcher “Bundestrojaner” und entsprechend verschärfte Gesetze notwendig, um überhaupt auf Mails auf Servern zugreifen zu können. Die Verkürzung und Zuspitzung (“Genau in so einem Fall könnte die umstrittene Online-Durchsuchung helfen”) ist grob irreführend.
Natascha Kampusch – 1 Jahr danach (youtube.com, Video, 9:39 Minuten) Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5. Die Sendung, über die zurzeit überall zu lesen ist und die der ORF offenbar nicht online stellen mochte, ist in voller Länge bei YouTube zu sehen.
“Sie ist ungeheuer schlagfertig” (sueddeutsche.de, Beate Wild)
Er beschäftigt sich mit Natascha Kampusch seit Jahren: Der ORF-Journalist Christoph Feurstein. Ein Jahr nach ihrer Flucht aus ihrer Gefangenschaft hat er sie wieder getroffen.
Account löschen? Nicht im Web 2.0. (blogh.de)
Wer schon mal versucht hat, sein Profil oder sein Account auf einer Community-Plattform zu löschen, wird sein blaues Wunder erleben. Meist ist die Option gut versteckt, im schlimmsten Fall darf man per Mail auf die Gnade des Support-Teams hoffen. Selbst Wikipedia ist da keine Ausnahme.
Schummeln einfach gemacht (klartext.ch, Cyrill Pinto)
Das Bundesamt für Kommunikation wirft fünf privaten TV-Stationen vor, zu viel Gebührengelder bezogen zu haben. Zu den Schummlern zählt die Aufsichtsbehörde auch Hanspeter Lebruments Tele Südostschweiz und Filippo Lombardis Tele Ticino.
Obama und seine Freunde (zuender.zeit.de, Frauke Schnoor)
Kein anderer Kandidat in der US-Präsidentschaftswahl ist so online wie Barack Obama. In Social Networks jagt er die amerikanischen Jungwähler. Myspace, Facebook und Co. stehen ihm ganz gut, findet Frauke Schnoor.
Die wahren Helden vom Tigris (sonntagszeitung.ch, Birgit Svensson)
?Im Irak sind Blogger nicht lästige Wadenbeisser, sondern lebenswichtige Helfer der Journalisten.?
Franks Reich (tagesspiegel.de, Christian Meier)
?Schwieriger Start, große Aufgabe, Aust im Nacken: Der neue Geschäftsführer des Spiegel-Verlags.?
Videodrohnen bald für jedermann (ORF. Futurezone)
?Ultraleichte Quadrokopter im UFO-Stil waren die Attraktion auf dem Chaos Communication Camp. Die Gerätchen können Videostreams in PAL-Qualität übertragen und fliegen bereits nach GPS-Koordinaten.?
Halbrohkost (Wortfeld.de, Alexander Svensson)
ZEIT Online veröffentlicht die Rohdaten zu einer Umfrage parallel zum Artikel – “eine sehr gute, nachahmenswerte Idee”.
Das reporternde Rasen (sueddeutsche.de, Elmar Jung)
?Angela Merkel beim Edeka, Joschka Fischer in der Bäckerei: Solche und ähnlich irrelevante, jedoch juristisch strittige Schnappschüsse werden seit einem Jahr von Lesern an Bild geschickt.?
iPhone bill is surprisingly Xbox HUGE (arstechnica.com, Ben Kuchera)
?One of our bills is a whopping 52 pages long, and my own bill is 34 pages long.?.
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Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier von Montag bis Freitag handverlesene Links zu Online-Storys aus alten und neuen Medien.
Gute-Laune-Fahrt mit der Hamas (+ Video) (tagesschau.de, Richard C. Schneider)
Es sollte vor allem eins deutlich machen: Die Hamas sorgt entgegen aller Vorurteile für Sicherheit und Stabilität im Gaza-Streifen. 90 Journalisten wurde der Gaza-Streifen deshalb so präsentiert, wie ihn die Hamas gerne sehen möchte.
Herausforderung Media 3.0 (boersenblatt.net)
Wie sich Verlage im Zeitalter der Digitalisierung aufstellen müssen, beschreibt die akutelle Deloitte-Studie “Herausforderung Media 3.0? (pdf, 548 kb). Die Befragung von 40 Entscheidungsträgern führender Verlagshäuser hat ergeben, dass nahezu jeder Verlag über eine digitale Strategie verfügt. Umfang und Reifegrad unterscheiden sich jedoch erheblich.
Wie geht es weiter im Internet? Professor Klaus Meier im Gespräch (wcm2006.blogspot.com)
Klaus Meier ist als Autor des Buches “Internet-Journalismus” und Dozent des Studiengangs “Online-Journalismus” der richtige Ansprechpartner für Kristin Gogolok, die mehr über das Heute und Morgen des Internets wissen möchte.
Die unlustigen Musikanten (taz.de, Klaus Raab)
Das ZDF will mal wieder jünger werden und entrümpelt zu diesem Zweck das Schlagerprogramm – dessen Helden wehren sich mit Händen und Füßen.
Paris, Osaka (tagesspiegel.de, Pablo Silalahi)
Die ARD schickt ihre Doping-Redaktion nach der Tour zur Leichtathletik-WM nach Japan – obwohl die Sportarten laut ZDF-Chefredakteur Brender nicht vergleichbar sind.
“Die linke Meinungshegemonie ist am Zusammenfallen.” (Teil 2) (schweizerzeit.ch, Patrick Freudiger)
Roger Köppel (Chefredaktor und Verleger der “Weltwoche”) äussert sich in einem Exklusiv-Interview für die “Schweizerzeit” zur Eigenverantwortung, zur Klimahysterie, zu Integrationsproblemen und über seine Faszination für die Schweiz.