Suchergebnisse für ‘Josef Wagner’

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Frau Volkszorn

Stephanie Bilges ist die Frau, die bei “Bild” fürs Nichtverstehen zuständig ist. Nun spricht vieles dafür, dass bei “Bild” eine Menge Leute arbeiten, die in dieser Disziplin Experten sind. Aber Frau Bilges (vormals: Jungholt) hat ihre ganze publizistische Karriere bei “Bild” auf dem Nichtverstehen und Nichtverstehenwollen aufgebaut. Ihre Kommentare sind flammende Plädoyers gegen Debatten und dagegen, sich mit Argumenten auseinanderzusetzen. Sie gibt dem Volkszorn eine zuverlässige Stimme außerhalb der Leserbriefseiten und ein Gesicht:

Stephanie Bilges

Ausländer und die Probleme, die sie Deutschen bereiten, sind eines ihrer Lieblingsthemen. Ihr Name steht über Artikeln, in denen “Bild” sogenannte “bittere Wahrheiten” darüber verbreitet.

Am vergangenen Donnerstag schrieb sie zum Thema Integration:

Jeder, der hier lebt, muss eine Chance bekommen – aber er hat die Pflicht, sie auch zu nutzen!

Ein sprachlich wie inhaltlich perfider Satz, denn eine Chance, die man nutzen muss, ist keine Chance, sondern ein Zwang.

Das ganze ideologische und rhetorische Lebenswerk der Stephanie Bilges hat sie selbst schon am 17. September 2010 zusammengefasst:

Seit Wochen diskutiert ganz Deutschland über misslungene Integration. Über Menschen, die unser Wertesystem ablehnen, den Rechtsstaat mit Füßen treten, aber nur allzu gern unsere Sozialleistungen in Anspruch nehmen.

Zeitgleich holt Innenminister de Maizière zwei neue Mitbürger ins Land: einen Syrer und einen Palästinenser, die unter Terrorverdacht in Guantánamo saßen.

Sie bekommen hier Wohnung, Sozialhilfe, Betreuer, Psychotherapie und sollen “ohne medialen Druck” leben dürfen.

Wie absurd ist das bitte?!

Es mag sein, dass den Männern Unrecht getan wurde. Es mag sein, dass sie hier sich gut einleben.

Aber was für ein Signal an uns Bürger sendet die Politik, wenn sie solchen Typen einen “Neuanfang” finanziert, während sie es nicht mal schafft, die hier lebenden Muslime zu integrieren?

Haben wir wirklich keine anderen Sorgen?

Es fällt schwer, diese Entscheidung zu begreifen. Und es zeigt sich einmal mehr, wie wenig die Politiker von unseren Sorgen und Ängsten verstehen.

Auf dieser doppelten Logik gründet regelmäßig ihre Empörung: Frau Bilges und das Volk verstehen etwas nicht. Und die Politiker verstehen das Volk nicht und nehmen keine Rücksicht auf deren fehlendes Verstehen und Verständnis.

Klar, dass sie Thilo Sarrazin als “unbequemen Querdenker” feiert:

Sarrazin hat – bei aller berechtigten Kritik – Millionen Menschen aus dem Herzen gesprochen. Weil er Missstände thematisierte, vor denen Politiker oft die Augen verschließen.

Statt ihn zu verteufeln, hätte die SPD das so drängende, wichtige Thema Integration noch verstärkter aufgreifen müssen.

Wie sie das “so drängende, wichtige Thema Integration” gern behandelt wissen möchte, erklärt Stephanie Bilges so:

Integration kann nur funktionieren, wenn muslimische Kinder an Schulen UNSERE freiheitlichen Werte kennenlernen und darauf Rücksicht nehmen. Nicht umgekehrt.

So einfach ist die Welt von Frau Bilges sortiert: Moslems auf der einen Seite, wir auf der anderen Seite. Der Islam auf der einen Seite, die Freiheit auf der anderen Seite. Ende der Debatte.

Unverfängliche Themen geht Bilges gar nicht erst an, aber anhand eines Beispiels, das wenigstens nicht Religion oder Strafrecht ist, kann man ihre Rhetoriktänze ganz gut durchleuchten. Im Mai 2011 schrieb sie über das Elterngeld, das sie für eine tolle Sache hält:

Jetzt passiert das, was so oft passiert bei uns: Das Elterngeld wird totgequatscht!

Der FDP-Generalsekretär will es abschaffen, Grüne und Linke nörgeln, es sei zu niedrig und ungerecht.

Blödsinn! In anderen Ländern funktioniert das Elterngeld auch seit vielen Jahren! Niemand würde in Schweden oder Finnland auf die Idee kommen, eine so wichtige familienpolitische Leistung einfach wieder abzuschaffen.

Nur bei uns müssen die Miesepeter und Bedenkenträger wieder alles schlechtmachen!

Finger weg vom Elterngeld – spart lieber woanders!

Haben Sie’s gemerkt? Neben der Forderung des damaligen FDP-Generalsekretärs Christian Lindner, das Elterngeld abzuschaffen, geht es am Rande auch Grüne und Linke, die “nörgeln, es sei zu niedrig und ungerecht”. Bilges ruft auch ihnen zu: “Finger weg vom Elterngeld – spart lieber woanders!”.

Sämtliche Kritik erklärt sie kurzerhand zu “Blödsinn”, weil das Elterngeld “in anderen Ländern” auch funktioniere — in ganz anderer Form vielleicht, aber für Details ist bei ihr kein Platz. Wenn sie schreibt, dass in Schweden oder Finnland “niemand auf die Idee kommen würde”, das Elterngeld wieder abzuschaffen, suggeriert sie gleichzeitig, dass es dort nicht einmal eine Debatte gibt. Und das ist das Beste für Frau Bilges überhaupt: das Fehlen einer Debatte.

Menschen, die nicht Bilges’ Meinung sind, sind automatisch “Miesepeter und Bedenkenträger” (oder “Miesmacher und Bedenkenträger”), und wenn ein Vorschlag, den sie gut findet, auch nur diskutiert wird, wirft sie den Andersdenkenden (in manchen Fällen auch: den Denkenden) direkt vor, “diese gute Idee gleich wieder kaputt zu reden”.

Bilges’ Kommentare gehen oft in direkte Appelle über, wenn sie dazu aufruft, jetzt bitte unbedingt und sofort etwas zu tun. Aktionismus ist ihr wichtiger als Besonnenheit: Lieber irgendwas tun, als erst mal verstehen wollen, was überhaupt Sache ist. Und Angst ist dabei immer ein guter Motor.

Auf dem Höhepunkt des medialen Schweinegrippe-Wahns schrieb sie:

Ein Virus, das Millionen Menschen weltweit in Panik versetzt. Schweinegrippe – unsere Angst hat einen neuen Namen.

Fast stündlich werden rund um den Globus neue Verdachtsfälle gemeldet!

Und wie geht Deutschland mit der Gefahr um?

Das Robert-Koch-Institut hat ein Lagezentrum eingerichtet. Die einzelnen Bundesländer schalten Hotlines. Ulla Schmidt verweist auf den Pandemie-Plan und sagt: “Wir sind gut vorbereitet.”

Sind wir das wirklich? […]

Das Letzte, was wir in der jetzigen Situation brauchen, ist Behörden-Hickhack und Kompetenz-Wirrwarr!

Wir brauchen Politiker, die handeln – und die die Sorgen der Menschen ernst nehmen.

Die Vorbereitung auf die Schweinegrippe mag Bilges hinterfragen, an anderen Stellen ist sie sich absolut sicher:

Fest steht: Auch das schärfste Waffengesetz hätte Winnenden nicht verhindert.

Nachdem ein Mann in Norwegen 77 Menschen getötet hatte, weil er eine “Islamisierung” Europas befürchtete, glaubte Bilges, einen “Sündenbock” gefunden zu haben:

Die “Islamfeindlichkeit” in Europa soll schuld sein. Die “wachsende Aggressivität” gegenüber Muslimen, die Art und Weise, wie bei uns über Integration diskutiert wird.

Mit Verlaub: Das ist Blödsinn!

Sie fügte hinzu:

Wenn wir beim Stichwort “Terror” heute instinktiv an radikale Muslime denken, hat das nichts mit Islamfeindlichkeit, sondern mit Erfahrung zu tun.

Im März 2010 erklärte Bilges:

Ich finde: Eine Frauenquote ist Blödsinn!

Sie beleidigt und diskriminiert uns, weil sie uns weismacht: Allein schafft ihr es eh nicht!

Es gibt viele Gründe, weshalb Frauen weniger erfolgreich sind als Männer:

Sie sind weniger aggressiv und verkaufen sich schlechter, aber sie sind auch oft hin- und hergerissen zwischen Job und Privatleben. Nicht selten ist die Liebe der erste große Stolperstein in der Karriere.

Und keine Quote der Welt würde diese Probleme lösen.

Dass Frau Bilges “weniger aggressiv” sein soll als ihre männlichen Kollegen, ließe sich höchstens damit erklären, dass die halt alle bei “Bild” arbeiten. Den schnarrenden Sechziger-Jahre-Tonfall hat sie jedenfalls voll drauf, wie sie vor der Bundestagswahl 2009 unter Beweis stellte:

Diese Wahl ist auch die letzte Ausfahrt vor einem Deutschland, das von Kommunisten mitgelenkt wird.

Einmal schrieb Bilges, es sei wichtig, “dass sich Richter und Gutachter künftig noch mehr ihrer Verantwortung bewusst sind”:

Dass sie Urteile fällen, die uns wirklich schützen.

Und nicht mit Mitleids-Gutachten neue Zeitbomben auf unsere Straßen schicken.

Ein anderes Mal:

Richter sprechen Urteile “im Namen des Volkes”. Damit ist viel Verantwortung verbunden.

Auch die Verantwortung, dass das Volk die Entscheidungen versteht.

Ihre Verantwortung als Journalistin scheint Bilges dabei ganz anders zu sehen: Ständig fragt Bilges “Wer schützt uns?” (14. Januar 2011, 11. März 2010), “Wer schützt uns vor solchen Richtern?” (BILDblog berichtete) oder “Wer versteht unsere Justiz?”, ohne auch nur den Versuch zu unternehmen, die Justiz überhaupt verstehen zu wollen. Lieber schreibt sie: “Dieses Urteil macht wütend!” oder “Dieses Urteil ist mehr als fragwürdig!”, so als sei es ihre Kernaufgabe als Journalistin, die (mutmaßliche) Meinung ihrer Leser auszusprechen, statt mit Fakten und Hintergründen zur Meinungsbildung beizutragen und dabei vielleicht auch zu erklären, zu verstehen versuchen, warum ein Gericht so urteilt, wie es geurteilt hat.

Fest steht: Die beiden Täter können nicht bestraft werden. Weil sie im juristischen Sinne eben wirklich noch Kinder sind.

Doch der Staat muss etwas tun, wenn immer mehr Kinder so ausrasten!

Muss die Strafmündigkeit irgendwann der Realität angepasst werden?

Knast schon ab 12 – das klingt radikal, vielleicht zu radikal.

Aber es geht darum, uns zu schützen – auch vor Kindern, die in Wahrheit längst keine Kinder mehr sind.

Ihre juristischen Grundsätze sind klar und direkt aus dem alten Testament übernommen: Wer selbst keine Gnade kannte, hat keine Gnade verdient, law and order, “Der Schutz der Bevölkerung hat Vorrang!”.

Bilges schreibt dann Sätze, wie sie ein Stammtischbruder oder der “Bild”-Intimus Til Schweiger kaum populistischer formulieren könnten:

Und wer sich genauer anschaut, welche Vorgaben die Richter für den Umgang mit Schwerverbrechern machen, der fragt sich schon, ob das Maß stimmt:

Da ist nämlich schon wieder von “intensiver Therapie”, “realistischer Entlassungsperspektive”, “familiären und sozialen Außenkontakten” die Rede.

Mit Verlaub! Von solchen Phrasen haben wir – und auch die Opfer! – endgültig die Nase voll.

Bilges bezieht sich immer wieder auf die einfachen Leute und den kleinen Mann von der Straße, auf “uns Bürger” und “ganz Deutschland”, doch am Ende bleibt oft genug unklar, ob sie dem Volk nun tatsächlich aufs Maul geschaut oder nicht doch eher dessen Leserbriefe vorformuliert hat:

Ganz Deutschland scheint in diesen Tagen nur ein Thema zu kennen: Karl-Theodor zu Guttenberg und seine Doktorarbeit.

Hat er geschummelt, getrickst und bei anderen abgeschrieben? Ist das Betrug? Ist so einer als Minister überhaupt noch tragbar?

Viele Deutsche sind der Meinung, wir hätten andere Probleme – sie haben recht!

Sicher hat Guttenbergs beinahe perfektes Image einen Kratzer erlitten. Er macht Fehler, wie andere Menschen auch. Und wenn die Vorwürfe stimmen, muss er den Titel natürlich abgeben.

Aber wer Guttenberg als Politiker beurteilt, darf nicht nur das schlampige Zitieren aus seiner Doktorarbeit heranziehen.

Zu bewerten sind auch Kompetenz, Pflichtbewusstsein und das große Engagement z. B. bei der Bundeswehrreform.

In Afghanistan sind gestern drei deutsche Soldaten gefallen.

Das sind die Probleme, um die es wirklich geht.

Man möchte nicht diskutieren müssen mit einer Frau, deren Argumentsarsenal sich im Wesentlichen auf die Formulierung “Mit Verlaub”, auf die Frage, ob wir keine anderen Probleme haben, auf ein rhetorisches mit den Armen in der Luft herumwedeln und auf eine unbeschränkte Zahl Ausrufezeichen beschränkt. Aber diskutieren will sie ja ohnehin nicht, sie will, dass sofort etwas getan wird, im Zweifel nicht das Richtige, Maßvolle oder das Vernünftige, sondern das, was Menschen verstehen können, ohne es verstehen zu müssen.

Mit ihrer Rhetorik trägt Bilges direkt zur Politik- und Justizverdrossenheit bei, über die die Medien seit Jahrzehnten berichten.

Fast jedes Thema lässt sich auf ein “wir hier unten, die da oben” herunterbrechen:

Wir zahlen Strafe, wenn wir 7 km/h zu schnell fahren oder bei der GEZ den Fernseher nicht anmelden.

Aber skrupellose Verbrecher können giftige Industriefette ins Tierfutter kippen!

Wenn jemand etwas von den Ängsten der Bürger versteht, dann Stephanie Bilges: Wenn sie diffuse Ängste aufgreift, benennt und als Argumente weiterverbreitet, ist sie der Katalysator dieser Ängste, die Wiederaufbereitungsanlage eines unbestimmten Unwohlseins. Statt zu versuchen, ihren Lesern die Angst durch den Einsatz von Fakten zumindest ein wenig zu nehmen, heizt sie deren Ängste weiter an.

Stephanie Bilges ist die Frau, die Franz Josef Wagner wie einen aufgeklärten, liberalen Freigeist erscheinen lässt.

Karl May, Georg Schramm, Dilbert

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an [email protected].

1. “Karl May und der Wiederholungstäter Franz Josef Wagner”
(unlesbar.de, Christian Ciemalla)
Was “Bild”-Kolumnist Franz Josef Wagner in seinem Brief an Karl May schreibt.

2. “Die Meinungsmacker”
(spiegel.de, Barbara Hans)
Barbara Hans prüft in deutschen Zeitungen, wie viele Leitartikel von Frauen verfasst sind: “Von insgesamt 199 Artikeln wurden 35 von Autorinnen verfasst, das entspricht 18 Prozent. Die Stichprobe erhebt nicht den Anspruch, repräsentativ zu sein. Sonntagszeitungen wurden nicht berücksichtigt.”

3. “Das Imperium schlägt zurück: Wie die FAS die Piraten versenken will”
(surfguard.wordpress.com)
Surfguard reagiert auf drei, gestern in der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung” über die Piratenpartei erschienene Artikel. “Die Piraten sind keine Post-Privacy-Propheten, auch wenn es solche bei ihnen sicherlich gibt, so wie es einen Arbeitnehmerflügel in der CDU gibt. Die Piraten fordern die Transparenz staatlichen Handelns, sprechen sich aber ganz ausdrücklich für das Recht jedes Menschen auf Privatsphäre aus, sogar für dessen Erweiterung, und natürlich für informationelle Selbstbestimmung.”

4. “Indien: Die letzte handgeschriebene Zeitung der Welt”
(de.globalvoicesonline.org, Rezwan)
“The Musalman” aus Chennai ist die womöglich einzige handgeschriebene Tageszeitung der Welt.

5. “Der Pauker-Prophet Georg Schramm”
(boess.welt.de, Gideon Böss)
Gideon Böss glaubt, das Publikum von Kabarettist Georg Schramm (Neues aus der Anstalt) genau zu kennen: “Schramm brüllt auf der Bühne, ist empört und verwünscht die Mächtigen, die Reichen und Erfolgreichen. Das alles für ein verbeamtetes Publikum aus Lehrern, das sich für die Sicherheit einer enorm privilegierten Arbeitsstelle um die Chance gebracht hat, vielleicht selbst einmal richtig mächtig, reich und erfolgreich zu werden (aber auch um das Risiko, dabei pleite zu gehen). Es ist eine Symbiose: Die Lehrer sind die treusten Fans der Kabarettisten und die Kabarettisten schimpfen im Gegenzug über all das, was die Lehrerzimmer der Nation ärgert. Über Dieter Bohlen, die FDP und Josef Ackermann. Aber erstaunlich selten darüber, dass man den Beamtenstatus für Lehrer abschaffen sollte. Wer legt sich schon ohne Not mit seiner Klientel an (zumal, wenn dann und wann ein Preis zu vergeben ist)? Da sind Kabarettisten auch nicht anders als die von ihnen kritisierten Politiker.”

6. “The One that Didn’t Get Published”
(dilbert.com, Scott Adams, englisch)
Ein von der Zeitung zurückgewiesener “Dilbert”-Comic.

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Diss-Vorlage

Ich denke, der Chefredakteur von BILD ist verrückt.

Derart deutliche Worte über Kai Diekmann findet heute: Franz Josef Wagner.

Bild schafft Seite-1-Girl abDer Grund dafür: “Bild” hat am gestrigen Weltfrauentag beschlossen, zukünftig auf die leicht bekleidete junge Dame, die wochentags die Titelseite ziert, zu verzichten. Also: auf der Titelseite.

Natürlich will BILD auch künftig sexy sein. Aber moderner, besser verpackt im Inneren des Blattes. So wie es viele Frauen – auch in den BILD-Leserbeiräten – sich immer gewünscht hatten.​

“Bild” nutzt die Gelegenheit, noch einmal auf die jahrzehntelange Geschichte des “Seite-1-Girls”, “Bild-Girls” bzw. der “Mieze” zurückzublicken. Wie die britische “Sun” mit ihren “Page 3 Girls”, so habe “Bild” auch immer wieder Kritik hinnehmen müssen:

Und 2003 wollte dann auch Brüssel Schritte gegen Nackte in Zeitungen und TV einleiten: Die – welch Zufall – griechische EU-Kommissarin Anna Diamantopolou scheiterte jedoch am Einspruch ihrer Kollegen.

Welch Zufall! Diese Griechen: Sie sind nicht nur pleite und “wir” müssen ihnen den Arsch retten — sie wollen auch noch verhindern, dass “Bild” ganz andere Körperteile zeigt!

Dabei stimmt die Geschichte so noch nicht mal: In einem Interview mit der “Zeit” sprach Diamantopoulou im Jahr 2003 von einem “Missverständnis”.

Mich stört es, wie Zeitungen da nackte Frauen und Sexdienste ausbeuten. Das verstößt gegen die Menschenwürde, wir sollten das nicht hinnehmen. Doch juristisch, etwa per EU-Richtlinie, kann man dagegen wenig tun. Deswegen habe ich ja von Anfang an klargemacht, dass hier ein großes Missverständnis vorliegt. Gesetzlich hatte die EU-Kommission da gar nichts geplant. Das hat aber die meisten Journalisten nicht weiter interessiert, nachdem die Financial Times die Geschichte einmal gedruckt hatte. So etwas verkauft sich gut: Die “Große Schwester” aus Brüssel will in unserem Leben herumpfuschen!

Mit Dank auch an den Kölner.

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Man lebt nur zweimal

Möchten Sie “ein Mensch aus Herz und Schokolade” sein? Über sich lesen, “Sie stammen vom Sonnensystem der Lächler ab”?

Markus Lanz muss mit diesen Attributen klarkommen. Sie stammen aus der Feder von Franz Josef Wagner, der dem “lieben Markus Lanz”, der womöglich “Wetten dass ..?” übernehmen wird (von Bild.de mit der Schlagzeile “Lanz in Sicht” gefeiert), heute seine “Post von Wagner” widmet.

Und wie Wagner heute wagnert!

“Wetten, dass ..?” darf nicht untergehen. “Wetten, dass ..?” gehört zu uns wie die Bundesliga und die Oma zum Enkel.

Es kann doch nicht sein, dass “Wetten, dass ..?” stirbt, weil Moderatoren zu feige, zu eitel sind, Gottschalks Nachfolger zu werden.

Das mit dem “sterben” ist kein Zufall. Nach Gottschalks letzter Sendung im Dezember hatte Wagner etwa Folgendes zu Protokoll gegeben:

Lieber Thomas Gottschalk,

dies ist kein Nachruf auf Sie, die Trauerrede gilt “Wetten, dass ..?”. Für mich ist der “Wetten, dass ..?”-Laden geschlossen. Nicht vorübergehend, für immer.

Ein Laden macht dicht, wenn es keine Erben gibt. Geschäftsaufgabe. Die Schaufenster sind dunkel, die Regale leer. (…)

“Wetten, dass ..?” ist Vergangenheit. Ein Sarg. Das ZDF zeigte noch einmal, wie Thomas Gottschalk war. Kurze Haare, lange Haare, sehr lange Haare, zum Glück noch Haare.

“Wetten, dass ..?” ist tot, aber Gottschalk lebt. Das ist das Wichtigste.

Und auch im November, nach Gottschalks vorletzter Sendung (“das beste ‘Wetten, dass ..?’, das ich seit Langem sah), hatte sich Wagner in dunklen Todesmetaphern gewälzt:

“Wetten, dass ..?” steht nun allein auf leerer, großer Bühne. Es ist niemand da.

Die Bühne ist leer. Ich kann mir nicht vorstellen, dass auf dieser Bühne Pilawa, Lanz, Engelke, Kerner, Geissen stehen werden.
Für mich ist “Wetten, dass ..?” gestorben.

Pilawa, Engelke, Kerner, Geissen werden nun nicht auf dieser Bühne stehen, aber höchstwahrscheinlich Lanz. Und an den schreibt Wagner heute mit der ihm eigenen Konsequenz:

Ich fände es großartig, wenn Sie “Wetten, dass ..?” machen.

Mit Dank auch an Dirk R.

Entschuldigung, Stuckrad-Barre, Pop-Diva

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an [email protected].

1. “Trial & Error & Sorry”
(medienkritik-schweiz.ch, Philip Kübler)
Philip Kübler greift eine Entschuldigung der Boulevardzeitung “Blick” auf und fragt, warum die Angelegenheit “nicht inhaltlich bearbeitet, korrigiert, in ein anderes Licht gestellt, als Medien-Event rückblickend analysiert” wird. “Mit schmallippigen Entschuldigungen übernehmen die Medien eine Unsitte, die in Skandalen auch von Wirtschaftsführern, hohen Beamten und Politikern gepflegt wird: Man breitet irgendwann eine Entschuldigung und (angebliche) Betroffenheit aus, klärt die Sache – den ‘materiellen Inhalt’ – jedoch nicht auf.” Siehe dazu auch “Die Magie der Entschuldigung” (nzz.ch, ras.)

2. “Die Menschenwürde gilt es durchweg zu achten”
(planet-interview.de, Jakob Buhre)
Benjamin von Stuckrad-Barre spricht über seine Arbeitstechnik, seine Vorbilder und “Bild”. “Boulevard kann extrem viel Spaß machen, eben, wenn man es gut macht. Ich lese wirklich gern Boulevard-Zeitungen, allein schon, weil mich diese Hysterie-Grammatik interessiert.” Angesprochen wird er auch auf die “B.Z.”-Schlagzeile “Boateng würde sogar seine Eltern schlagen” (BILDblog berichtete).

3. “Franz Josef Wagners Weisheiten (7)”
(mediensalat.info, Ralf Marder)
“Es ist einmalig in Deutschland, dass ein Politiker – nicht in einer Wahl, sondern in einem Volksentscheid – abgewählt wird”, schreibt “Bild”-Kolumnist Franz Josef Wagner zur Abwahl des Duisburger Oberbürgermeisters Adolf Sauerland. “Doch Wagners Behauptung ist schlichtweg falsch! In der jüngeren Vergangenheit gab es in Deutschland bereits mehrere Bürgerbegehren bzw. -entscheide zur Abwahl eines Bürgermeisters.”

4. “Daniel Erk: Mein Medien-Menü”
(christoph-koch.net)
Nach dem Vorbild von “What I Read” von “The Atlantic Wire” fragt Christoph Koch nach dem Medienkonsum ausgesuchter Personen: “Jeden Montag also ein neues Medien-Menü – den Anfang macht Daniel Erk, Journalist, Blogger und Sachbuchautor aus Berlin.”

5. “CNN’s Coverage of Whitney Houston’s Death”
(thedailyshow.com, Video, 2:19 Minuten)
Ein CNN-Reporter erzählt Passanten, dass Whitney Houston tot ist.

6. “Über Whitney Houstons Tod oder Was würden Journalisten bloß machen, wenn es das Wort ‘Pop-Diva’ nicht gäbe?”
(sheng-fui.de)

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Mit 68 Jahren, da hat man Spaß daran

Franz Josef Wagner ist 68 Jahre alt und damit im besten Rentenalter. Doch der legendäre “Bild”-Kolumnist denkt offenbar noch nicht ans Aufhören, wie seine heutige “Post von Wagner” nahelegt:

Liebe Rente mit 67, 69 …

was für ein schwieriger Brief, aber ich versuch’s mal.

Wer heute zehn Jahre ist, wird vielleicht so alt wie Jopie Heesters. 108. Stellen wir uns vor, Jopie wäre mit 65 in Rente gegangen. 43 Jahre hätte er Rente bekommen.

Wagner stellt sich nun die Frage, wer “uns” bezahlen kann oder soll, wenn “wir so alt werden wie Jopie Heesters”. Das haben sich schon viele vor ihm gefragt und Wagner kommt ungefähr zur selben Antwort:

Wir haben keine Enkel. Wir werden so viele Alte sein ohne Enkel. Weil wir keine Enkel haben, müssen wir weiterarbeiten.

Ein 70-jähriger Tischler macht einen Tisch. Ein 80-jähriger Klempner mit Glatze reinigt die Toilette. Ein 90-jähriger Gärtner schneidet die Hecken. Ein 100-jähriger Koch wirft die Bratkartoffeln in der Pfanne hoch.

Was ist daran so schlecht, wenn die Alten arbeiten?

Das alles ist – zumindest nach Wagners Maßstäben – noch nicht wirklich merkwürdig. Gut: Wie soll der 80-jährige Klempner wieder auf die Beine kommen, nachdem er die Toilette gereinigt hat? Was bedeutet es für die Rentenkasse, wenn der 90-jährige Gärtner dem 30-jährigen Gärtner den Arbeitsplatz wegnimmt? Aber, wie gesagt: Alles noch im Rahmen.

Selbst Wagners beherzter Sprung in den Aphorismenbrunnen verstört kaum:

Arbeiten ist Glück.

Ich jedenfalls kann mir ein Leben ohne Arbeit nicht vorstellen. Das Leben ist für mich ein Fahrrad, man trampelt und trampelt, und wenn man nicht mehr trampelt, fällt das Fahrrad um.

Ich liebe die Arbeit.

Nein, bemerkenswert wird Wagners heutiger Brief nur, wenn man ihn mit dem vergleicht, den er vor etwa vier Wochen an den Philosophen Richard David Precht geschrieben hatte. Precht hatte damals (übrigens zum wiederholten Male, aber zum ersten Mal zum Interesse von “Bild”) in einer Fernsehtalkshow gefordert, Rentner sollten ein “soziales Pflichtjahr” absolvieren.

Franz Josef Wagner fand diesen Vorschlag nicht so gut:

Wer 40 Jahre gearbeitet hat, hat das Recht, müde zu sein. Ich mag die alten Leute, wenn sie zusammensitzen, ich mag ihre abgearbeiteten Hände. Ich mag, wenn die Alten nach Mallorca fliegen.

Ich glaube, sie haben genug gearbeitet für unsere Gesellschaft.

Mehr noch, er ging mit Precht hart ins Gericht, wobei er seine Verachtung in merkwürdige Schwärmerei kleidete:

Sie geschniegelter, hübscher Klugscheißer-Philosoph, glaube ich, haben niemals gearbeitet.

Man muss nur Ihre Hände anschauen, elegante, Klavier spielende Hände.

Ihr aufgeknöpftes, weißes Hemd. Ihr gepflegtes, auf die Schultern gefallenes Haar.

Die Art, wie Sie die Beine übereinander verschränken. Ich denke, Sie haben kein Recht, über Rentner zu sprechen.

Sie sind Bestseller-Millionär. Sie sind reich. Sie haben keine Ahnung, wie es Rentnern geht.

Das ist dann natürlich der Nachteil, wenn 68- bis 108-jährige noch für die Zeitung schreiben: Sie wissen nicht mehr, was sie noch vor kurzem geschrieben haben.

Mit Dank an erwinwa.

6. Dezember

Heute ist Nikolaus — was auffallend wenig mit dem heutigen Inhalt unseres BILDblog-Adventskalenders zu tun hat.

Heute blicken wir nämlich zurück auf einen Brief von Franz Josef Wagner, in dem dieser versucht, ein bisschen den Bildungsbürger raushängen zu lassen.

BILDblog vom 25. April 2007

Mainstream, Bambi, Welt Kompakt

6 vor 9

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1. “Der Sog der Masse”
(zeit.de, Harald Martenstein)
Harald Martenstein denkt ausführlich über den Mainstream nach: “In den fünfziger Jahren, in denen ich geboren wurde, dachte fast jeder, dass Deutschland die im Krieg verlorenen Ostgebiete auf keinen Fall aufgeben dürfe, dass Frauen nur in Ausnahmefällen arbeiten gehen sollten, dass Homosexualität eine Perversion sei, über die man am besten nicht spricht, dass es tausend wichtigere Dinge gebe als Umweltschutz. Heute denkt fast jeder in diesen Fragen ungefähr das Gegenteil. Auch ich denke das Gegenteil. (…) Jemand, der wirklich ein Querdenker ist, müsste heutzutage vielleicht für die Wiedereinführung der Monarchie eintreten. Er müsste an den heiligen Idealen der sozialen Gerechtigkeit, am Atomausstieg und an der Emanzipation zweifeln. Mit anderen Worten, er müsste bereit sein, sich vom Schwarm zu einem gefährlichen Irren stempeln zu lassen.”

2. “Post an Wagner”
(zuspieler.de, Sebastian Wenzel)
Sebastian Wenzel antwortet auf den Brief “Lieber Poker-Weltmeister” von Franz Josef Wagner.

3. “Medien nutzen Twitter immer noch als Linkschleuder”
(faz-community.faz.net, Holger Schmidt)
Eine Auswertung von Twitter-Konten deutscher Medienmarken: “Inzwischen gibt es Redakteure, die mehr Follower haben als ihre Medienhäuser, weil sie sich auf den Austausch mit den Nutzern einlassen.”

4. “Schafft den Bambi endlich ab!”
(haz.de, Imre Grimm)
Ein Plädoyer für die Abschaffung des Medienpreises Bambi: “Und der ‘Bambi’ ist nicht allein. Die ‘Goldene Kamera’ von Springers ‘Hörzu’, der ‘Deutsche Fernsehpreis’; sie alle wirken wie aus der Zeit gefallen, versackt in der Irrelevanz, doch man macht unverdrossen weiter, als sei für alle Zeiten 1988.”

5. “Ich glaube, der Tagesspiegel sucht demnächst nen neuen Layouter. :D”
(yfrog.com, Foto)

6. Werbung für “Welt Kompakt”
(katzundgoldt.de, Cartoon)

Lobbys, Minilöhne, Fördermittel

6 vor 9

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1. “taz geht mit schlechtem Beispiel voran”
(blogs.taz.de/hausblog)
Vier taz-Redakteure schreiben auf, wo sie nach eigener Meinung “zu unbedarft oder unkritisch mit lobbygesteuerten Informationen” umgegangen sind.

2. “Wes Brot ich ess …”
(fastvoice.net, Wolfgang Messer)
Wolfgang Messer geht auf die taz-Aktion ein. Er glaubt, es wäre, “quer über den gesamten Journalismus”, erheblich weniger zeitaufwendig, “nur über die Fälle zu berichten, bei denen absolut keine Korruption im Spiel war, weil sie nämlich die verschwindend kleine Minderheit darstellen.”

3. “8 Gründe, warum die Macher von ‘Schwiegertochter gesucht’ in die Hölle kommen”
(faz-community.faz.net/blogs, Peer Schader)

4. “Die Lücke, die der Teufel ließ”
(katrinschuster.de)
“Spiegel Online” listet Branchen auf, die Minilöhne zahlen. Katrin Schuster vermisst eine.

5. “Im Sumpf der Subventionen”
(arte.tv, Video, 51:37 Minuten)
Wo kommen die Fördermittel der Europäischen Union an? Ein Film von Pierre-Emmanuel Luneau-Daurignac mit Skipisten auf Bornholm, “Butter” in Frankreich, Autobahnen in Süditalien und Günter Verheugen. Siehe dazu auch “Europe’s Hidden Billions” (thebureauinvestigates.com) und die Suchmaschine ft.com/eufunds.

6. “Post an Wagner: TV-Serie Borgia”
(paramantus.net)
Die “TV-Serie Borgia” antwortet auf einen Brief von Franz Josef Wagner: “Und was haben Sie, lieber Herr Wagner, überhaupt gegen die Sünden der Päpste? Verstört Sie vermutlich die Parallele zu aktuellen Skandalen, die Sie als Papst-Fan nicht wahrhaben wollen?”

Occupy, Günther Jauch, Heute

6 vor 9

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1. “Seid umarmt, Protestler!”
(zeit.de, Lenz Jacobson)
Die Occupy-Bewegung wird von Medien und Politik bis auf wenige Ausnahmen gefeiert – “die Kritik ist so grundsätzlich und diffus, dass noch für jeden etwas dabei ist”. “Auf Seiten der Medien ist es wohl auch die Verankerung vieler Journalisten in der gut gebildeten Mittelschicht, die eine positive Berichterstattung fördert. Weil auch viele der Protestierenden aus dieser Schicht kommen, können sich die Redakteure und Autoren mit ihnen besser identifizieren.”

2. “Talk-Tiefpunkt: Jauch bei Schmidt und Steinbrück”
(katjaschoenherr.de)
Peer Steinbrück und Helmut Schmidt wurden bei “Günther Jauch” zu wenig kritisch befragt, findet Katja Schönherr: “Wenn sich Jauch zum Sprachrohr einer solchen, von einem Buch begleiteten Personal-Kampagne macht, dann hat er das zu thematisieren. Dann hat er dreimal nachzufragen, warum die beiden hier in der Sendung sitzen.” Siehe dazu auch “Die Günther-Jauch-Show durchschaut gar nichts” (nachdenkseiten.de, Wolfgang Lieb).

3. “Mehr als neunzig Prozent der Tunesier haben gewählt”
(zettelsraum.blogspot.com)
“Mehr als neunzig Prozent der Tunesier folgten dem Aufruf, eine verfassungsgebende Versammlung zu wählen”, sagte Matthias Fornoff in der gestrigen 19-Uhr-Ausgabe der Nachrichtensendung “Heute” (ab 9:10 Minuten). “In die Wahllisten eingetragen nun haben sich 4,1 Millionen der über 7 Millionen Wahlberechtigten. Von diesen – und nicht von den Wahlberechtigten – haben rund 90 Prozent gestern abgestimmt; also ungefähr 3,7 Millionen von mehr als 7 Millionen wahlberechtigten Tunesiern.”

4. “Medientage München: Von Blogs und PDFs…”
(mrtopf.de, Christian Scholz)
Christian Scholz besucht die Medientage München: “Man wartet auf Standards und setzt auf Regulierung, anstatt all die Chancen, die ungenutzt vor einem liegen, mal zu ergreifen und etwas neues zu machen. (…) Und wenn am Ende innovativere US-Unternehmen alles an sich gerissen haben, wendet man sich dann jammernd an den Staat und bittet um Rettung!”

5. “Gespenstische Reporter”
(kanzlei-hoenig.info)
Carsten R. Hoenig beobachtet zwei “Bild”-Mitarbeiter bei der Arbeit am Artikel “Hier stellt die Polizei den Busunfall von der A10 nach”.

6. “Widersprüche: Gaddafi, Bin Laden – und Wagner”
(heikerost.com)
Heike Rost bemerkt als Nachtrag zu unserem Artikel “Der Leichnam aus einer anderen Welt” bei Franz Josef Wagner eine “wahre Positionsflexibilität”.

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