1. Social-Media-Verbot in Frankreich gekippt
(tagesschau.de)
Frankreichs Verfassungsrat habe das Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren gekippt. Das Verbot stelle “einen unverhältnismäßigen Eingriff” in die Meinungs- und Kommunikationsfreiheit der Betroffenen dar. Die französische Nationalversammlung und der Senat hätten erst im Juli für das Gesetz gestimmt, das ohne das Veto des Verfassungsrats im September in Kraft getreten wäre.
2. Nach Frage an Selenskyj: Strafverfahren in Russland gegen “FAZ”-Journalisten
(derstandard.at)
Die russischen Behörden hätten laut der staatlichen Agentur TASS ein Strafverfahren wegen angeblichen Schürens von Hass gegen einen Südosteuropa-Korrespondenten der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” (“FAZ”) eingeleitet und würden eine internationale Fahndung prüfen. Anlass sei eine Frage des Journalisten bei einer Pressekonferenz in Belgrad an den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, die von der “FAZ” nachträglich als missverständlich formuliert bedauert worden sei.
3. Spanien: Strafe für Berichterstattung?
(verdi.de, Ralf Streck)
Das Verdi-Magazin “M – Menschen machen Medien” berichtet über Sanktionsverfahren der spanischen Datenschutzbehörde gegen mehrere Zeitungen, darunter die katalanische Wochenzeitung “La Directa”. Den Medien würden Geldstrafen und Löschauflagen drohen, weil sie das verdeckte Einschleusen von Polizeibeamten in soziale Bewegungen und zivilgesellschaftliche Gruppen öffentlich gemacht hätten. Journalistinnen und Journalisten sowie Menschenrechtsorganisationen würden sich mit den betroffenen Redaktionen solidarisieren und das Vorgehen als Zensur verurteilen.
4. In Guinea-Bissau wankt die Demokratie: Journalismusausbildung ist wichtiger denn je
(de.ejo-online.eu, Enock Sithole)
Nach den abgebrochenen Wahlen in Guinea-Bissau stünden freie Medien dort unter starkem politischem Druck und Zensur. Eine neue Studie zeige, wie unverzichtbar unabhängige Berichte, vor allem im Radio, für die Bevölkerung seien, um Gerüchte von Fakten trennen zu können. Damit Reporterinnen und Reporter Einschüchterungen standhalten und Machtmissbrauch aufdecken können, müsste die journalistische Ausbildung noch praxisnäher sein und Recherche, Ethik sowie Faktenprüfung vermitteln.
5. Was aktuell auf Instagram und TikTok viral geht
(dwdl.de, Simon Pycha)
In seinem “Trend-Ticker” fasst Simon Pycha für das Medienmagazin “DWDL” die reichweitenstärksten Phänomene, Memes und Inhaltswellen auf TikTok und Instagram zusammen. Er ordnet aktuelle Dynamiken als Orientierung und Inspiration für Social-Media-Teams ein. Das reicht von skurrilen Community-Insidern und KI-generierten Inhalten bis hin zu Beziehungs-Challenges und inszenierten Corporate-Statements.
6. TikTok-Challenge: Mann nimmt gefährliche Dosis Schmerzmittel
(zeit.de)
In Würzburg habe ein 23-Jähriger im Rahmen einer gefährlichen TikTok-Challenge eine potenziell lebensbedrohliche Menge Schmerzmittel eingenommen, sei deswegen ins Krankenhaus gekommen, habe dies jedoch eigenmächtig wieder verlassen. Dank einer Suchaktion sei er rechtzeitig aufgefunden und versorgt worden, wodurch schwere Organschäden abgewendet worden seien. Die Ermittlungsbehörden warnen eindringlich vor derlei Online-Mutproben.



