1. Streit um TV-Debatte: NDR wehrt sich gegen Vorwurf von CDU-Generalsekretärin
(n-tv.de)
Der NDR habe Vorwürfe von CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann zurückgewiesen, den CDU-Spitzenkandidaten Daniel Peters kurzfristig von einer TV-Debatte zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern ausgeladen zu haben. Hoppermann habe in einem Brief kritisiert, dass die Zuspitzung auf ein reines TV-Duell zwischen SPD und AfD den Wählerinnen und Wählern kein umfassendes Bild ermögliche. NDR-Chefredakteur Adrian Feuerbacher habe die Vorwürfe als haltlos bezeichnet und erklärt, dass das zweistufige Sendeformat bereits seit Monaten festgestanden habe und von allen Parteien vorab zugesagt worden sei.
2. Die Fehler häufen sich
(t-online.de, Annika Leister)
In einem Kommentar für den Newsletter “Tagesanbruch” kritisiert t-online.de-Reporterin Annika Leister den gegenwärtigen medialen Umgang mit der AfD. Anhand von Beispielen wie dem “Spiegel”-Cover über Ulrich Siegmund oder Beiträgen im “Focus” beschreibt sie, wie Medien zwischen Dämonisierung und Bagatellisierung schwanken. Was helfen könnte: “die Rückbesinnung auf das journalistische Handwerk: mehr Recherche, weniger über Stöckchen springen.”
3. Den Stift nicht verbieten lassen
(taz.de, Simone Schlindwein)
Die “taz” berichtet über eine weltweite Solidaritätskampagne für Ugandas prominentesten Karikaturisten und Regierungskritiker Jimmy Spire Ssentongo. Nachdem ein Gericht eine Geldstrafe von umgerechnet rund 7.000 Euro oder ersatzweise drei Monate Haft gegen den preisgekrönten Zeichner verhängt hatte, sammelten zivilgesellschaftliche Aktivistinnen und Aktivisten die Summe innerhalb von nur zwei Tagen. Der Fall verdeutliche den zunehmenden juristischen Druck auf Medienschaffende und Regierungskritiker in Uganda, zeige jedoch zugleich den starken Zusammenhalt und Widerstand der dortigen Zivilgesellschaft.
4. Früher Einstieg in Social Media wirkt sich möglicherweise langfristig schlecht auf Schulleistung aus
(kinderaerzte-im-netz.de)
Eine im Fachjournal “Nature Human Behaviour” veröffentlichte Studie untersuche die Auswirkungen eines frühen Social-Media-Einstiegs von Jugendlichen auf deren schulische Leistungen. Die Analyse der Daten von über 5.000 Schülerinnen und Schülern zeige, dass eine frühe Anmeldung bei Plattformen wie TikTok oder Instagram, oft weit vor dem gesetzlichen Mindestalter, mit messbar schwächeren Leistungen in Mathematik und der Landessprache einhergehe.
Weiterer Lesetipp: Auf Facebook zeigt “Statista” einige Daten der aktuellen “DAK Mediensucht-Studie 2026”: “Die pathologische Nutzung sozialer Medien unter Kindern und Jugendlichen in Deutschland hat sich seit 2019 mehr als verdoppelt.”
5. Wow: RTL Deutschland und das ungelöste Sky-Dilemma
(dwdl.de, Thomas Lückerath)
In einer Analyse für “DWDL” beschäftigt sich Thomas Lückerath mit den komplexen strategischen Herausforderungen von RTL Deutschland nach der Übernahme des Pay-TV-Senders Sky. Mit dem schleichenden Abschied vom klassischen Sky-Receiver und dem Fokus auf reine Streamingangebote verschwimme die Abgrenzung zwischen den Angeboten, was bereits intern für Verwirrung sorge. Zudem bringe die Positionierung von Sky Stream als vollwertiger TV-Provider heikle Interessenskonflikte mit wichtigen Partnern wie der Deutschen Telekom mit sich.
6. Fake Medien: Das Gehirn merkt es, es sagt uns nur nichts
(docma.info, Christoph Künne)
In einem Essay für “Docma” analysiert Christoph Künne anhand empirischer und neurowissenschaftlicher Studien, warum Menschen synthetische Medien kaum noch verlässlich von echten Inhalten unterscheiden können. Dies gelte, selbst wenn das Gehirn unterbewusste sensorische Abweichungen registriere. Für Journalistinnen und Journalisten sowie den Journalismus allgemein gewinne die verifizierbare Herkunft, Dokumentation und institutionelle Haftung für Inhalte an Bedeutung.



