Suchergebnisse für ‘youtube’

Bohlen, Beobachter, CCTV, NZZ

1. Euer Dieter knüppelhart
(bild.de, Dieter Bohlen)
Dieter Bohlen, Sänger seichter Liedchen und erfolgreicher Musikproduzent, bloggt bei bild.de und zeigt dort natürliches Boulevard-Talent und endlose Eitelkeit. Er schreibt über Mitarbeiter (“Klar, der ist ein netter Typ, aber für uns leider nicht zu gebrauchen”) und Kandidaten (“Wie bestehen sie, wenn sie in einem Interview brettharte Fragen um die Ohren bekommen?”).

2. “Wenn Satire in die Hose geht”
(welti.ch, Philippe Welti)
Der Beobachter (Axel Springer Schweiz AG) versucht sich an Satire und scheitert kläglich am Humorsinn der Leserschaft. Chefredakteur Andres Büchi sieht sich nach Interventionen von Lesern und Zeitungen zu einer Entschuldigung genötigt. Nein, man wolle sich nicht ernsthaft von den Kantonen Wallis und Tessin trennen (Artikel und Entschuldigung).

3. “Die anarchische Produktionsweise der Medien”
(weltwoche.ch, Kurt W. Zimmermann)
Kolumnist Zimmermann beschäftigt sich mit den “Merkwürdigkeiten der Zeitungsbranche”, die in ihren Prozessen unflexibel sei: “Die Redaktionsgrösse bemisst sich nicht an der anfallenden Arbeit. Sie bemisst sich an externen Faktoren. In guten Anzeigenzeiten wachsen die Redaktionen. In schlechten Anzeigenzeiten schrumpfen die Redaktionen. Der journalistische Aufwand bleibt gleich.”

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Krieg, Maden, Taxifahrten

1. “Krieg – Live im israelischen Wohnzimmer”
(andremarty.com)
Der israelische Privatsender Channel 10 telefoniert während dem Krieg immer mal wieder mit Ezzeldeen Abu al-Aish, einem palästinensischen Gynäkologen. Ein Anruf des Senders erfolgt, nachdem sein Haus von einem israelischen Panzer beschossen wurde: “Drei seiner Töchter sind tot, die 22jährige Bisan, die 15jährige Mayer und die 14jährige Aya. Seine 14jährige Nichte Nour und eine weitere Tochter sind verletzt.” Die sehr emotionale Live-Schaltung ist auf YouTube zu sehen (youtube.com, Video, 4:18 Minuten).

2. “Die Maden und die Medien”
(faz.net, Stefan Niggemeier)
Die von Gatekeepern befreite RTL-Sendung “Ich bin ein Star – holt mich hier raus” zeigt eigene Qualitäten. Stefan Niggemeier fragt sich, “wann je zuvor so viele Fernsehzuschauer in einer Unterhaltungssendung so viel über Transsexualität erfahren haben. Wie absurd, dass ausgerechnet in dieser bizarren, künstlichen Extremsituation im australischen Dschungel Gespräche entstehen, die dem schwierigen Thema angemessener sind als die übliche Boulevardberichterstattung.”

3. Interview mit Leo Fischer
(tagesspiegel.de, Markus Ehrenberg)
Leo Fischer, der 27-jährige Chefredakteur der Satirezeitschrift Titanic, will sein Bestes geben, freut sich über Klagen und kämpft mit Bedeutungsverlust: “Die meisten Politiker der Postmoderne verstehen Satire inzwischen aber wohl als PR.”

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Privat-TV, Verkehrskreisel, Skizzen

1. Bild.de schreibt offenbar aus der NZZ am Sonntag ab
(klartext.ch, Nick Lüthi)
Karl Wendl, bei bild.de für die “Zusammenhänge der Weltpolitik” zuständig (bildblog.de), schreibt eine Kolumne, die in weiten Teilen an einen Artikel in der NZZ am Sonntag erinnert. Damit konfrontiert, spricht Wendl von einen “Irrtum” – bild.de habe fälschlicherweise eine “Skizze” veröffentlicht.

2. “25 Jahre Privat-TV”
(tagesspiegel.de, Harald Martenstein)
Harald Martenstein freut sich über ein Vierteljahrhundert Privatfernsehen und erklärt, was sich geändert hat: “Das Fernsehen ist nicht mehr pädagogisch. Das Fernsehen sendet, jedenfalls meistens, nicht mehr das, was eine gebildete Elite sich wünscht oder dem Volke, mit guten Gründen vielleicht, zuzuteilen geruht. Seit es Privatfernsehen gibt, wird gesendet, was die Leute sehen möchten.”

3. Migros stellt seine Werbung in Frage
(persoenlich.com, Matthias Ackeret und Christian Lüscher)
An der Verlegertagung stellt ausgerechnet der Chef der Migros, Marktleader im Detailhandel, seine bisherige Werbestrategie in Frage. Für die klassischen Verlage ein massive Bedrohung, denn schon die Kürzung des Budgets für 2009 um 50 Millionen Franken wird massive Restrukturierungsmassnahmen nach sich ziehen.

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Zensur, Bund, Hulu

1. “Wirres zum ‘Bund’ aus Berlin”
(bernergazette.ch)
Roland Mischke schreibt in der Berliner Zeitung einen Text über “das absehbare Ende” der Schweizer Tageszeitung Bund. Die Berner Gazette hat ihn gelesen und ist damit nicht zufrieden: “Um den Medienjournalismus bei der ‘Berliner Zeitung’ steht es schlecht, wenn ein derart sinn- und faktenfreier Text durchgeht und auch noch gedruckt wird.”

2. Interview mit Margrit Sprecher
(tagesanzeiger.ch, Rico Bandle)
Reportagejournalistin Margrit Sprecher hat den Schweizer Kultursender DRS2 besucht und ein Buch darüber geschrieben: “Seit ich das Buch geschrieben habe, höre ich mehr DRS 2 als je zuvor. Ich begreife aber nicht, weshalb der Sender ausschliesslich bewundert und gelobt wird. Mit so viel Mitteln und Freiheiten ist es keine Kunst, ein gutes Kulturradio zu machen. Im Vergleich zu Print-Journalisten sind die wahnsinnig verwöhnt.”

3. Interview mit Karin Storch
(tagesspiegel.de, Thomas Eckert und Joachim Huber)
Die Leiterin des ZDF-Studios in Tel Aviv schläft zurzeit “miserabel”. Zur Informationsfreiheit sagt sie diesen bemerkenswerten Satz: “Ich fühle mich überhaupt nicht manipuliert, wir unterliegen allerdings der israelischen Zensur.”

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Kehraus 2008

… und wieder ist es an der Zeit, schnell noch ein wenig Gerümpel wegzuräumen, das während unseres Winterschlafs liegengeblieben ist.

Denn dass Dieter Althaus kein “CSU-Ministerpräsident” ist, hat man bei “Bild” inzwischen immerhin selbst gemerkt. Ob Britney Spears, wie Bild.de behauptet, wirklich über Weihnachten in Indien war, ist zumindest fraglich; so fraglich wie die Bild.de-Behauptung, DJ Tommek DJ Tomekk habe 2007 “auf RTL” mit einem Hitlergruß geschockt. (Soweit wir uns erinnern, schockte “Bild” damit.) Doch wenn es auf Bild.de heißt…

"Sexy Schlamm-Grätschen - Der schärfste Kick des Jahres als Video"

Pünktlich zum Jahresende in der bundesligafreien Zeit begeistert uns die US-Sportseite dbbsports.com mit dem heißesten Kick des Jahres!

… dann wollen wir an der Begeisterung der Bild.de-Redaktion nicht zweifeln. Die 14-teilige Screenshot-Galerie zum Thema und eine Bild.de-Version des Videos (“Es ist das schärfste Fußballspiel des Jahres, was das amerikanische Sport-Portal dbbsports.com seinen Lesern zum Ende des Jahres beschert!”) sprechen für sich. Weshalb wir nur mal kurz darauf hinweisen wollen, dass es sich, wenn überhaupt, um den schärfsten/heißesten Kick des Jahres 2007 handelt – genauer: um ein vor anderthalb Jahren veröffentlichtes Musikvideo, das nun von dbbsports.com bloß wiederverwertet wurde.

Und dann war da noch der Versuch der “Bild”-Zeitung, eine “Spiegel”-Geschichte zu entkräften, die den Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier in Schwierigkeiten brachte. Im “Spiegel” hatte der ehemalige US-General James Marks gesagt, dass zwei deutsche Geheimagenten im Irak-Krieg den Amerikanern mit Wissen des Kanzleramtes wertvolle Informationen für ihre Kriegsführung geliefert hätten. Eine solche “aktive Unterstützung” hat Steinmeier, der das Kanzleramt damals leitete, immer bestritten.

Rolf Kleine, Leiter des “Bild”-Hauptstadtbüros und so etwas wie Pressesprecher, Schönfärber und Ausputzer für Steinmeier, veröffentlichte daraufhin in “Bild” und auf Bild.de einen Artikel, in denen er dem “Spiegel” vorwarf, “offenbar einem bezahlten Propagandisten des Pentagon aufgesessen” zu sein. Marks Aussagen seien deshalb nicht ernst zu nehmen. Kleine nahm damit exakt die Verteidigung Steinmeiers am selben Tag vor dem Bundestags-Untersuchungsausschuss zur Rolle der BND-Agenten vorweg (und erklärte schon vorab: “Jetzt deutet alles darauf hin, dass der SPD-Kanzlerkandidat unbeschadet aus der Affäre herauskommt”).

Auf den “Bild”-Artikel antwortet in der aktuellen Ausgabe nun wieder der “Spiegel” — mit einem “Münchhausen-Test”. Unter Berufung auf detaillierte Aussagen mehrerer Journalisten, des Pentagons und von Marks selbst kommt der “Spiegel” zu dem nüchternen Ergebnis: “Es finden sich keine Belege, dass Marks ein ‘bezahlter Propagandist’ des Pentagon ist.”

Mit Dank an diverse Hinweisgeber und kleinefragen.de.

Verloren im Queensberry-Wirbel

Viel Platz ist ja nicht in der täglichen “Gewinner/Verlierer”-Rubrik auf der “Bild”-Titelseite. Umso erstaunlicher, wie viele Fehler da an einem Tag wie heute so rein passen (siehe Ausriss)

Schon die Formulierung “soll es vorher schon zweimal gegeben haben”, auf die “Bild” das “Verlierer”-Dasein der deutschen Retorten-Girlband Queensberry stützt, ist ein bisschen untertrieben. Man kann sich u.a. bei YouTube anschauen, dass der Song ganz bestimmt bereits von anderen gesungen wurde: Im Sommer Ende Oktober erschien er auf dem Album der Kanadierin Eva Avila – und unter dem Titel “Game over” nahm das Lied 2008 für Holland in Belgien am “Eurovision Song Contest” an einem nationalen Vorentscheid für den diesjährigen “Eurovision Song Contest” teil.

Und wir haben gehört: Das alles soll schon seit mehr als einer Woche völlig korrekt auf einer belgischen “Song Contest”-Website namens Belgovision.com nachzulesen sein.

Drei Kreuze für Queensberry

Es ist im Journalismus nichts Neues, dass bei Ereignissen, die relativ vorhersehbar sind, vorab schon mal weite Teile eines Artikels vorgeschrieben und hinterher nur noch hier und da ergänzt werden. Gerade im Online-Journalismus, wo man ja gerne so tut, als ob es auf jede Minute ankäme, lässt sich dann irgendwas ganz fix veröffentlichen.

Es ist nur blöd, wenn man so einen fast fertigen Artikel zu früh ins Netz stellt:

"Popstars": Großes Finale! xxx ist in der Band! Das ist Queensberry: Gabriella (19), Vici (16), und Leo (20) - und xxx (xx). Großes Finale bei "Popstars": Die Band ist komplett. Gabriella (19), Vici (16), und Leo (20) - und xxx (xx): Sie sind Queensberry!

Der Artikel, den Bild.de gestern Abend etwas vorzeitig abfeuerte, sah zu weiten Teilen aus wie seine aktuelle Fassung: Es ging um alles oder nichts, der erste gemeinsame TV-Auftritt von Sido und seiner Freundin war ein “Highlight der Show”, und für “die Mädels” kam es “völlig überraschend”, dass sie schon im Februar auf Tour gehen.

Wie egal es letztlich für die Sendung und den Bild.de-Artikel war, wer eigentlich das vierte Bandmitglied bei Queensberry geworden ist, offenbart dieser, nun ja, Satz…

xxx völlig fassungslos: "xxxxxxxxxxxxxxx xxxxxxxxxxxx xxxxxxxxxx!"

… für dessen endgültige Version Bild.de dann aber sowieso auf einen Namen verzichtete:

Danach völlig fassungslos: "Ich kann es noch gar nicht glauben!"

Mit Dank an Simone G. für den Hinweis und den Screenshot!

Nachtrag, 20. Dezember: BILDblog-Leser Nikolai K. fragt sich, warum Bild.de eigentlich in beiden Versionen des Artikels behauptet, dass während des “Popstars”-Finals “der erste gemeinsame Live-Auftrit im TV von Jury-Mitglied Sido und seiner schönen Freundin Doreen” stattgefunden habe. Immerhin gibt es bei YouTube seit Ende Mai ein Video, in dem Sido und Doreen gemeinsam bei MTV auftreten und in dem Sido den Song “Nein” (den die beiden auch bei “Popstars” gesungen haben) mit den Worten “Wir standen noch nie zusammen auf der Bühne” anmoderiert.

Wir können ihm diese Frage leider auch nicht beantworten.

Billag, Wallraff, SPIEGELblog

1. “NDR schafft Grand-Prix-Vorentscheid ab”
(faz-community.faz.net, Peer Schader)
Für den Eurovision Song Contest 2009 schafft der NDR den Vorentscheid, also den demokratischen Entscheid unter TV-Zuschauern, ab und ersetzt ihn mit einer Bewerbung, über die eine Jury entscheidet. Der ARD Koordinator Unterhaltung, Thomas Schreiber, “betont, dass das diesjährige Verfahren eine Ausnahme sei, um einen kompletten Neuanfang nach den miserablen Ergebnissen der vergangenen Jahre zu ermöglichen.” Das Fernsehblog beschreibt ein mögliches Profil der Kandidaten in einer Stellenanzeige.

2. “Billag schüchtert TV-Zuschauer ein”
(blick.ch, Lukas Rüttimann, Daniel Meier und Gabriel Brönnimann)
Wer meint, die GEZ sei ein schröcklicher Verein, der kennt das schweizer Equivalent, die Billag, wohl noch nicht. Mit einer aufwändig produzierten Gutenachtgeschichte in Dialekt (youtube.com, Video, 2:01 Minuten) versetzt die Schweizerische Erhebungsstelle für Radio- und Fernsehempfangsgebühren nicht nur Kinder in Panik.

3. SPIEGELblog lanciert
(spiegelblog.info)
Der Journalist Torsten Engelbrecht eröffnet unter spiegelblog.info ein Spiegel-Watchblog: “Mit seinen Analysen möchte SPIEGELblog dazu beitragen, die Öffentlichkeit dafür zu sensibilisieren, selbst Leitmedien wie dem SPIEGEL nicht blindlings Glauben zu schenken. In der Tat vertrauen selbst viele Journalisten von anderen Medien und Wissenschaftler auf das, was im SPIEGEL geschrieben steht.”

Nachtrag: Über Engelbrecht und seine “journalistische” und “wissenschaftliche” Arbeit gibt es mehrere kritische Berichte – zum Beispiel bei ScienceBlogs und bei Esowatch. Mit dem Spiegelblog und der Argumentation des Autors hat sich Torsten Dewi ausführlich beschäftigt, erst mittels Kommentaren im Spiegelblog, jetzt in einem ausführlichen Beitrag in seinem Blog. (19.1.2009, Ole)

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Schmus, Vado, LED-Scheinwerfer

1. “Euphoriker sterben jung”
(zeit.de, Harald Martenstein)
Auch Harald Martenstein wird überrascht von der Medienkrise und erfährt bei der morgendlichen Zeitungslektüre, dass er seinen Job los ist. Aber es ist ja nur einer von vielen Jobs, denn er ist “breit aufgestellt”. Dass junge Journalisten sozusagen nur noch Zeitverträge erhalten, hält er für die vielleicht “menschenfreundlichere Variante” als das alte System der Festanstellung: “Der Unternehmer muss nicht darüber nachdenken, wen er kündigt und wen er behält. Es ergibt sich irgendwie automatisch. Der Gekündigte muss sich nicht sagen, dass er den Job verliert, weil er schlecht gearbeitet hat. Es gibt keine Schurken und keine Versager. Es gibt nur die Logik des Systems. Zeitvertrag, kurz im Betrieb, und du bist draußen.”

2. Interview mit Matthias Zuber und Thomas Franke
(bildjournalisten.djv-online.de, “Redaktion”)
Heute kommt die Kleinkamera “Vado” von Creative auf den Markt, eine Gemeinschaftsaktion der Boulevardzeitung Bild und des Lebensmittelhändlers “Lidl”. In einem langen Interview äussern sich zwei freie Journalisten über den Unterschied zwischen dieser Billigkamera und professionellem Equipment. Matthias Zuber: “Lustiges Teil, wird wohl bald noch mehr davon geben, aber, um ein halbwegs professionelles Produkt zu erstellen absolut ungenügend. Im Homevideo- und Experimentalfilmbereich hat das Teil sicher einen Sinn und kann inspirierend wirken.”

3. “Autojournalismus”
(bildblog.de, lupo)
“Der Autohersteller Audi ist begeistert von seinen neuen LED-Scheinwerfern und ihren Möglichkeiten. ‘Spiegel Online’ auch.”

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Grisselgeschichten aus Mumbai

Michelangelo Antonioni hat schon vor mehr als vierzig Jahren einen großartigen Film darüber gedreht, dass beim Vergrößern von Vergrößerungen von ohnehin unscharfen Fotodetails (engl.: blowup) am Ende kaum mehr übrig bleibt als ein grobkörniges Nichts.

Und wenn beispielsweise die Nachrichtenagentur AFP anlässlich der Terroranschläge in Mumbai ein vom Fernsehbildschirm reproduziertes Bild verbreitet, das zeigt, wie der britische Sender Sky News ein vom indischen Sender NDTV gezeigtes Foto eines Terroristen zeigt (siehe rechts) – dann hat man am Ende mit Glück noch einen vagen Eindruck (junger Mann mit T-Shirt, Rucksack und Gewehr).

Außer natürlich bei Journalismusattrappen wie RP-Online oder Bild.de. Dort erkennt die Redaktion nämlich, dass die Augen des jungen Mannes “weit geöffnet” sind (RP-Online, Bild Nr. 2) bzw.: “Aufgerissene Augen” und “geweitete Pupillen” sowie ein “diabolisches Grinsen” (Bild.de). Und das mag dann zwar geradezu perfekt zur Nachrichtenlage passen (“Vollgepumpt mit LSD und Kokain – Terroristen töteten im Drogenrausch”), ist aber ganz offensichtlich keine Beobachtung, sondern Boulevardprosa.

Auf einer anderen, von der Nachrichtenagentur AP verbreiteten (und womöglich von AFP nur – via Sky News – via NDTV – übernommenen) etwas weniger grisseligen Version desselben Fotos kann man nach irgendwelchen “geweiteten Pupillen” jedenfalls lange suchen:

Mit Dank an Jan D. für den Hinweis.

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