Suchergebnisse für ‘r’

  

Alte Produkte, neu verpackt

Wie “Bild” zunehmend Einfluss darauf gewinnt, was in Deutschland zum Verkaufsschlager wird

(Mai 2005) Das Jahr hat gut begonnen für den Autohersteller Seat. Im Januar und Februar verzeichnete die VW-Tochter im Vergleich zum Vorjahr das Dreifache an Aufträgen für ihren Kleinwagen “Ibiza”, meldete Seat Deutschland im März. Dass das Modell urplötzlich so beliebt war, lag nicht etwa daran, dass der schon etwas betagte “Ibiza” mit exklusiven Extras angeboten oder mit einer besonders flotten Kampagne beworben wurde – sondern vor allem an einer Kooperation mit der “Bild”-Zeitung. Zwei Monate bot Seat das Sondermodell “Ibiza Sport Edition” als “Volks-Seat” an. “Bild” und Bild.T-Online warben kräftig für die Aktion – und erzielten offenbar den erwünschten Erfolg.

Längst nutzt “Bild” den eigenen Namen nicht mehr nur für Zeitschriften-Ableger wie “Computer-Bild” oder “Audio-Video-Foto-Bild”. Mit den “Volks”-Produkten will das Boulevardblatt von der Spülmaschine über die Zahnbürste bis hin zur Bettdecke nun auch allerlei Gebrauchsgegenstände verkaufen.

Deutschlandweit bekannt

Die produziert “Bild” natürlich nicht selbst. Die Zeitung, genauer: deren Internet-Ableger Bild.T-Online, kooperiert lediglich mit den Herstellern der Waren, die es in der Regel auch ohne “Volks”-Label längst im Handel zu kaufen gibt. Die Unternehmen profitieren davon, dass “Bild” ihr “Volks”-Produkt innerhalb kürzester Zeit deutschlandweit bekannt macht. Entsprechend gut verkaufen sich viele der angebotenen Waren.

Begonnen hat alles mit dem Volks-PC im September 2002. Mit der Handelskette Plus brachte “Bild” einen PC in die Läden, der von jedem Nutzer einfach zu bedienen und auch für jeden erschwinglich sein sollte. Die Aktion lief so gut, dass man sich entschied, sie fortzuführen. Inzwischen gibt es über 25 “Volks”-Produkte. Partner waren oder sind Unternehmen wie Seat, Quelle, Deichmann, Talkline und Deutsche Bank. Bild.T-Online verkauft den Herstellern Werbe-“Packages”, die prominent platzierte Online-Beiträge auf Bild.de, Sonderbeilagen in der Printausgabe sowie Anzeigen in “Bild” und “Bild am Sonntag” beinhalten. Als Eye-Catcher werben Promis für die Angebote (manchmal sogar ohne ihr Wissen). Die Kooperationen machen bei Bild.T-Online schon jetzt 30 bis 40 Prozent des Umsatzes aus, der laut “FAZ” im Dezember 2004 bei rund 30 Millionen Euro lag.

Keine “Stiftung Warentest”

Im Prinzip ist gegen eine solche Vermarktungsstrategie nichts einzuwenden. Nicht nur “Bild”, sondern auch viele andere Zeitungen mussten sich in den vergangenen Jahren überlegen, wie sie sich zukünftig finanzieren würden. In der Medienkrise waren den Verlagen die Einnahmen weggebrochen, die sie bisher mit Rubrikenanzeigen und Werbebuchungen erzielten.

Problematisch ist jedoch, dass die “Volks”-Produkte leicht als Empfehlung der “Bild”-Redaktion missverstanden werden können. Die “Volks-Waschmaschine” “hat ordentlich Wasch-Power in der Trommel” und zahlreiche “Finessen”, sie “geht dem Schmutz gehörig an den Kragen”, ist einfach “Spitzenklasse”. Das “Volks-Fahrrad” “rostet nicht (…), es ist sicher (…) und hat tolle Extras”, “das Licht ist besonders hell” und “mit dem aktiven Bremssystem (ABS) brauchen Sie weniger Kraft zum Bremsen”. So steht es bei Bild.de.

Die rein werblichen Beiträge sind inzwischen zwar korrekt als “Anzeige” gekennzeichnet, suggerieren aber dennoch, dass es sich um ein besonderes Schnäppchen oder ein besonders hochwertiges Produkt handelt, das die Redaktion womöglich ganz besonders schätzt.

Schlechter als die Basisversion

Das muss nicht immer auch der Fall sein. Hanno S. Ritter vom Online-Portal Autokiste.de nennt das kürzlich von “Bild” und Blaupunkt angebotene “Volks-Navi” als Beispiel: “Das beworbene Gerät war schlechter als die ihm zu Grunde liegende Basisversion, etwa weil ein Tacho-Anschluss fehlte.” In der Produktbeschreibung von Blaupunkt sei darauf verwiesen worden, dieser wäre nicht nötig. Das stimmt zwar. Ritter meint aber: “Richtig wäre gewesen: Ein Tacho-Anschluss ist bei diesem Gerät nicht möglich.” Zudem sei das bessere Basisgerät mit Tacho-Anschluss im Handel bereits für denselben Preis wie das “Volks-Navi” angeboten worden.

Nicht alles, was aggressiv als Schnäppchen beworben wird, ist automatisch auch eins. Die “Volks”-Produkte-Strategie ist dennoch so erfolgreich, weil sie Vertrauen aufbaut – das Vertrauen der Leser in “Bild”, einer Zeitung, die immerzu von sich behauptet, für den kleinen Mann zu kämpfen. Wieso sollte man deren Empfehlungen nicht trauen? Ob die Kunden mit dem gekauften Produkt zufrieden sind, muss “Bild” erst einmal nicht weiter interessieren. Die Sache ist erledigt, sobald der Kunde das Produkt bestellt hat – es sei denn, Beschwerden häufen sich und der eigene Name könnte beschädigt werden. Damit das gar nicht erst passiere, würden sämtliche Produkte intensiv überprüft und von externen Experten bewertet, bevor sie beworben werden, heißt es bei Bild.T-Online. (Hier ein interessantes Gegenbeispiel.)

Zweifelhafte Markenmacht

Verbraucher können oft nur schwer nachprüfen, ob die angebotenen Waren tatsächlich so günstig sind, wie die “Volks”-Werbung suggeriert – zumindest, wenn es dabei um Produkte mit zahlreichen Funktionen geht, die nicht so einfach zu überblicken sind. Mag sein, dass das ein oder andere Angebot tatsächlich einige Euro günstiger ist als im Handel.

Viel wichtiger ist jedoch, dass “Bild” nicht mehr nur Einfluss darauf nimmt, was in Politik und Gesellschaft diskussionswürdig erscheint, sondern mit zunehmendem Erfolg der “Volks”-Produkte auch darauf, welche Waren welches Herstellers die Verkaufsschlager von morgen werden – egal ob Waschmaschine, Fahrrad oder Computer. Ob eine solche Markenmacht auf Dauer tatsächlich im Sinne von Herstellern und Verbrauchern sein kann?

Datum Produkt Partner
September 2002 Volks-PC Plus
November 2002 Volks-Notebook Plus
Dezember 2002 Volks-PC Plus
Februar 2003 Volks-PC Plus
April 2003 Volks-Notebook Plus
Mai 2003 Volks-Spüler Media-Markt
Juni 2003 Volks-Kamera Media-Markt
September 2003 Kaffee-Vol(l)ks-Automat Media-Markt
September 2003 Volks-PC Plus
November 2003 Volks-Notebook Plus
November 2003 Volks-Dekoder More TV
November 2003 Volks-Navigator T-Mobile
Dezember 2003 Volks-PC Plus
März 2004 Volks-Notebook Media-Markt
März 2004 Volks-LCD-Fernseher Media-Markt
April 2004 Volks-DVD-Rekorder Media-Markt
Mai 2004 Volks-Fahrrad Otto
Mai 2004 Volks-Kamera Media-Markt
Juni 2004 Volks-Handy Talkline
Juni 2004 Volks-Schuh Otto
Juli 2004 Volks-Fotodrucker Media-Markt
Juli 2004 Volks-Notebook Media-Markt
August 2004 Volks-Fernseher Media-Markt
August 2004 Volks-PC Media-Markt
August 2004 Volks-Sparkonto Diba
September 2004 Volks-Matratze Otto
September 2004 Volks-Zahnbürste Media-Markt
Oktober 2004 Volks-Notebook Media-Markt
Oktober 2004 Volks-Fonds DWS
November 2004 Volks-Trainer Otto
November 2004 Volks-Kamera Media-Markt
Dezember 2004 Volks-Rekorder Media-Markt
Januar 2005 Volks-Seat Seat
Februar 2005 Volks-Zinssparen Deutsche Bank
Februar 2005 Volks-Handy Talkline
März 2005 Volks-Laufschuh Deichmann
April 2005 Volks-Bett Quelle
April 2005 Volks-Kredit Creditplus
April 2005 Volks-Navi Blaupunkt
Mai 2005 Volks-Fahrrad Quelle
Mai 2005 Volks-Waschmaschine Quelle
Mai 2005 Volks-Tarif Payback/Vodafone
Mai 2005 Volks-Bausparen BHW
Mai 2005 Volks-Caddy VW
Juni 2005 Volks-Notebook Fujitsu-Siemens
Juni 2005 Volks-Seat Seat
Juni 2005 Volks-Kamera Panasonic
Juni 2005 Volks-Gefrierschrank Quelle
August 2005 Volks-Kredit Creditplus
September 2005 Volks-Rente Dresdner/Allianz
September 2005 Volks-Bus Volkswagen
September 2005 Volks-Burger Burger King
Oktober 2005 Volks-Handy Talkline
Oktober 2005 Volks-Notebook Fujitsu-Siemens
November 2005 Volks-Fonds Union Investment
Februar 2006 Volks-Tigra Opel
März 2006 Volks-Handy Talkline
April 2006 Volks-Laufschuh Deichmann

Was fehlt? Mail schicken.

Außer Konkurrenz: die Volks-Bibel (Oktober 2004, direkte Verlagskooperation mit Weltbild, neu aufgelegt als “Goldbibel” im Dezember 2005).

Wogegen sich Claudia Roth wehrt

GegendarstellungSo ungefähr also (siehe Ausriss) sieht die heutige Seite 6 der “Bild”-Zeitung aus – weil dort unter anderem, ca. 4 cm groß, das Wort “Gegendarstellung” steht.

Die Gegendarstellung selbst ist größer als ein DIN-A-4-Blatt, groß eben, so groß wie ein “Bild”-Artikel vom 20. April, den Claudia Roth und Volker Schäfer gegengedarstellt gegegendarstellt gegendargestellt wissen wollen. Der Anlass ist bekannt, der Text der Gegendarstellung im Kern auch. Anders als Bild.de hatte sich “Bild” jedoch mit dem Abdruck schwerer getan, ein “Bild”-Sprecher sogar bekräftigt, die Fakten seien korrekt und man habe sich nichts vorzuwerfen.

Auch “Bild”-Chef Kai Diekmann gibt sich heute via “Süddeutsche Zeitung” noch alle Mühe, die Sache klein zu reden (Zitat: “Sie wissen doch, dass eine Gegendarstellung bedeutet, dass der Vorwurf nicht wahr sein muss”). Doch heißt es in der Gegendarstellung – sinngemäß zusammengefasst – nicht nur, der durch die Berichterstattung erweckte Eindruck einer angeblichen “Amigo-Affäre” von Roth und Schäfer “entbehrt jeglicher Grundlage”, nein…

… am Ende stellt “die Redaktion” ausdrücklich fest:

"Frau Roth und Herr Schäfer haben Recht."

Wogegen sich Kai Diekmann wehrt

Heute veröffentlicht die “Frankfurter Rundschau” zu diesem Artikel eine Gegendarstellung von “Bild”-Chefredakteur Kai Diekmann:

Die Frankfurter Rundschau hat in der Ausgabe vom 9. Juni 2005 auf Seite 18 unter der Überschrift “Vendetta-Verdacht” einen Beitrag von Oliver Gehrs veröffentlicht, der sich u.a. mit der Bild-Zeitung befasst. Darin heißt es unter Bezugnahme auf die Bild, die Schauspielerin Alexandra Neldel sei “wochenlang” durch die Schlagzeilen gezerrt worden, nachdem sie sich gegen Nacktaufnahmen in einem anderen Springer-Blatt gewehrt habe.

Dazu stelle ich fest: Bild hat in dem von Oliver Gehrs angesprochenen Zeitraum nicht “wochenlang” über Alexandra Neldel berichtet.

Ja: Kai Diekmann ist ein ehrenwerter Mann. Nie würde er es zulassen, dass seine Zeitung eine Schauspielerin wochenlang durch die Schlagzeilen zerrt, nachdem sie sich gegen Nacktaufnahmen in einem anderen Springer-Blatt gewehrt hat. Seine Zeitung hat die Schauspielerin Alexandra Neldel nur tagelang durch die Schlagzeilen gezerrt, nachdem sie sich gegen Nacktaufnahmen in einem anderen Springer-Blatt gewehrt hat.

  

Wir haben noch mehr Post

“Macht Reklame für BILDblog!” — noch ein Schwung aus dem Briefkasten. Einsendeschluss ist der kommende Sonntag!


Eingesandt von Bernhard Z.


Eingesandt von Tim B.


Eingesandt von Dominik S.


Eingesandt von Juanito P.


Eingesandt von Karsten B.


Eingesandt von Karsten B.


Eingesandt von Niklas P.


Eingesandt von Stefan B.


Eingesandt von Jan-Gerd T.


Eingesandt von Jan-Gerd T.


Eingesandt von Oliver-Sven L.


Eingesandt von Ralf E.


Eingesandt von Tine


Eingesandt von Christian R.

 

Keine Extrawurst (Wahlkampf IV)

Mal angenommen, einem großen Konzern ginge es plötzlich wirtschaftlich ganz furchtbar mies. So mies sogar, dass er betriebsbedingte Kündigungen aussprechen müsste. Nehmen wir weiter an, rund 4.200 Mitarbeiter wären von der Entlassung bedroht. Das wäre schlimm für diese 4.200 Mitarbeiter. Oder?

Offenbar kann man das auch anders sehen, nämlich so wie “Bild” es sieht, wenn es um Bundestagsmitarbeiter geht:

Und im Text heißt es:

Ihre Arbeitsverhältnisse enden mit Ablauf der Legislaturperiode — wegen der geplanten Neuwahlen jetzt ein Jahr früher als erwartet.

Doch sie fallen weich!

Besonders langjährige Mitarbeiter werden großzügig versorgt: Wer zwei volle Legislaturperioden im Bundestag gearbeitet hat und älter als 30 Jahre ist, bekommt vier Monate sein volles Gehalt weiter. Über 50jährige werden sechs Monate weiterbezahlt. Wenn sie drei Legislaturperioden im Bundestag beschäftigt waren, sogar neun Monate.

Das mag man als großzügig empfinden. Zumindest, was die Unter-50-Jährigen angeht, unterscheidet sich die Praxis im Bundestag aber kein bisschen von dem, was in der freien Wirtschaft üblich ist. Auch dort bekommen Mitarbeiter nämlich für gewöhnlich, beispielsweise bei betriebsbedingten Kündigungen, eine Abfindung. Die beträgt pro Jahr Betriebszugehörigkeit ein halbes Monatsgehalt. Bei acht Jahren Betriebszugehörigkeit ergäbe sich so beispielsweise eine Summe, die vier Monatsgehältern entspricht. Die über 50-jährigen allerdings, die könnten im Bundestag wohl auf etwas mehr Geld hoffen, als in der Wirtschaft üblich.

Aber vielleicht meint “Bild” mit “Mehr Geld” ja auch dies hier:

Nach neuesten Plänen der SPD sollen nun auch Fraktions- und Abgeordnetenmitarbeiter mit weniger Dienstjahren zwei Monate lang ihr Gehalt weiterbekommen.

Das ist zwar bislang nur eine Idee, und auch deren Umsetzung würde wohl keine gravierenden Unterschiede zur Wirtschafts-Praxis ergeben. In Einzelfällen ist es aber durchaus möglich, dass Bundestagsmitarbeiter mehr Geld bekommen, als in der Wirtschaft üblich. Aber muss man deshalb, wie “Bild”, komplett unterschlagen, dass es sich bei Abfindungszahlungen nicht um eine Sonderregelung für den Bundestag handelt?

Aber kommen wir zum so genannten “Luxus-Arbeitsamt”. Dazu schreibt “Bild”:

Übrigens: Auch von der Bundesagentur für Arbeit bekommen die betroffenen Mitarbeiter eine Extrawurst serviert: Für sie wird eigens ein Büro im Bundestag eingerichtet – sie müssen dann nicht auf überfüllten Amtsfluren stundenlang auf einen Termin warten …

Und dazu kann man nun ganz und gar nicht stehen, wie man will: Dass es sich dabei um eine “Extrawurst” handeln soll, ist schlicht falsch. Es ist nämlich gängige Praxis der Bundesagentur für Arbeit (BA) bei Großkonzernen, in denen Massenentlassungen anstehen, Informationsveranstaltungen direkt im betroffenen Betrieb durchzuführen. Das, und noch ein wenig mehr, kann man übrigens einer Pressemitteilung des Deutschen Bundestags entnehmen.

Aber vielleicht kam es “Bild” ja gar nicht so sehr darauf an, ihre Leser möglichst vollständig und zutreffend zu informieren. Sondern auf etwas ganz anderes.

  

Wir haben schon wieder Post!

Und hier sind weitere Einsendungen zu unserer Geburtstagsaktion “Macht Reklame für BILDblog!” — wir freuen uns über weitere Motive.


Eingesandt von Andreas S.


Eingesandt von Arne K.


Eingesandt von Friedhelm G.


Eingesandt von Jan K.


Eingesandt von Jan T.


Eingesandt von Jens Z.


Eingesandt von Julius S.


Eingesandt von Kai H.


Eingesandt von Mario S.


Eingesandt von Martin K. und Werner G.


Eingesandt von Martin K. und Werner G.


Eingesandt von Mathias G.


Eingesandt von Mathis P.


Eingesandt von Sebastian H.


Eingesandt von Stefan M.


Eingesandt von Werner G.

 

Das Copyright der Motive liegt bei den Einsendern!

  

Unwahrscheinlich wahrscheinlich

Folgende Rechenaufgabe beschäftigte “Bild” heute: Eine Bahnstrecke wird einmal am Tag von einem Zug befahren. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, als Radfahrer auf dieser Strecke von einem Zug überrollt zu werden? “Bild”-Reporter Rainer Mittelstaedt kam zu dem Ergebnis 1:43.000, “das aber auch nur, wenn man 24 Stunden auf den Gleisen steht”.

Wir fragten unsere Leser, wie Mittelstaedt darauf kommt.

Die meisten der rund 170 Antworten erklären die Rechnung von “Bild” ähnlich wie Christoph M.:

Hier ist eine Hypothese (mal unter Missachtung der Aussage, dass man 24 Stunden auf den Schienen stehen soll):

Angenommen, man überquert die Gleise mit der Geschwindigkeit eines Fußgängers: 5 km/h = 1,4 m/s. Dann könnte man es in zwei Sekunden über die Gleise schaffen und kommt tatsächlich auf eine Wahrscheinlichkeit von rund 1 : 43000, dabei überfahren zu werden.

Dass “Bild” so rechnet, ist natürlich nur eine Hypothese. Es gibt auch andere. Die von Oliver B. geht so:

Nehmen wir mal an, Herr Mittelstaedt hat gründlichst recherchiert. Dann ist er also zu den Bahngleisen geradelt, hat sich sein Fahrrad geschnappt und ist mit einer Stoppuhr bewaffnet hinübergeeilt. Das Experiment hat er ein paarmal gemacht, den Mittelwert gebildet und bekam durchschnittlich 2,009302326 Sek. pro Überquerung raus. Jetzt teilt er 24*3600 dadurch und erhält: 43.000.

Geschafft von diesem Investigativjournalismus, hört er aber beim Schreiben auf zu denken und schreibt den 24h-Mist auf. Irgendwie tragisch…

Martin V. schreibt:

Also ich würde sagen, der “Bild”-Reporter hat bei der Definition von “Tag” an “Nicht-Nachts” gedacht, d.h. der Tag hat nur 12 Stunden.

Anno H. erklärt es so:

Weil damit gerechnet werden kann, dass in 42999 Fällen der Zugführer den Mann früh genug sieht und anhält, also nur durchschnittlich einmal in ca. 117 Jahren den Mann ueberfaehrt… ist doch klar!

Björn E. hat bei der Bahn recherchiert:

Als Tochtergesellschaft des DB Konzerns bietet die DB Netz AG mit dem Fern- und Ballungsnetz, den Regionalnetzen sowie Zugbildungs- und -behandlungsanlagen spezielles Know-how zur Schieneninfrastruktur. Mit rund 43.000 Mitarbeitern verantwortet sie einen zuverlässigen und sicheren Betrieb auf einem Streckennetz von etwa 35.000 Kilometern.

Die DB Netz AG hat 43.000 Mitarbeiter. Wenn nun einer pennt – – – –

Oliver F.:

Ein Tag hat 86400 Sekunden. Es gibt exakt zwei Zustände: a.) ich werde vom Zug überfahren und b.) ich werde nicht vom Zug überfahren. Laut Quantentheorie sind beide Zustände gleichberechtigt. D.h. ein Tag besteht aus 86400 Sekunden, in denen ich entweder überfahren werde, oder nicht überfahren werde. Wenn man nun annimmt, dass die Hälfte der Zeit über der Zustand “ich werde überfahren” vorherrscht, und das Überqueren des Bahnübergangs eine Sekunde in Anspruch nimmt, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich genau zu einer “ich-werde-überfahren”-Sekunde auf den Gleisen bin ist dann irgendwie 1:43000?

Christian C.:

Genau genommen ist dies aber alles falsch (mit Ausnahme der ganztägigen Verweildauer), da der Zug wahrscheinlich immer um die (ungefähr) selbe Uhrzeit fährt. Somit müsste man eigentlich eine stochastische Verteilungsfunktion anwenden.

Als Beispiel: Wenn der Zug täglich um ungefähr 12:00:00 Uhr fährt, ist die Wahrscheinlichkeit um 12:00:10 überfahren zu werden höher, als die Wahrscheinlichkeit um 23:00:00 Uhr überfahren zu werden. Die
Verteilungsfunktion sieht dann ungefähr so aus, wie damals auf dem 10-Mark-Schein (neben dem Portrait von Gauss), mit einem hohen Wert um die 12:00 Uhr herum und jeweils niedrigeren Wahrscheinlichkeiten zu anderen Tageszeiten (Gauss’sche Glockenkurve, Normalverteilung).

Ganz falsch, weiß Mantla:

1:43.200 deshalb, weil die Bahn sicher nicht 24h am Tag an diesem Bahnübergang verkehrt, die macht ja auch mal Pause. Daher würden 12h reines Rumstehen verschwendet und kommen nicht mit in die Rechnung.

Der Zug bräuchte an der Stelle, wo es den armen Kerl erwischt hat, exakt 1 Sek. um mit dem Triebwagen zu passieren, weil mitten in einen Zug hinein läuft ja keiner.

Das heißt also, dass es theoretisch möglich wäre, dass jede Sekunde ein Triebwagen an dieser Stelle vorbeifährt. Was aber praktisch nicht geht, weil ein Zug gar nicht nur aus Triebwagen besteht und die Anzahl der Züge ja immens wäre… ~43000 würde ich schätzen. Außer, die Bahn hat ein extra Gleis gelegt, damit eine ausreichende Anzahl
Triebwagen im Kreis fahren kann und die Rechnung stimmt wieder. So nun kommen die Männer im weißen Kittel auch schon, um mich mit Brennesseln auszupeitschen.

Bernhard Z.:

Wenn nur alle 43.000 Tage ein Zug durchfährt, kommt das hin, was bei einer grasbewachsenen Strecke durchaus denkbar wäre. Bis zur nächsten Schlagzeile würde es also nur 119,4 Jahre dauern, aber nur in der Chance 1:43000. BILD hat wahrscheinlich geschätzt, dass eine Bahnlinie etwa 120 Jahre braucht, um von Gras überwuchert zu werden. Wir haben ja keine Ahnung, wie überwuchert die Strecke ist.

Crassus:

Als “Bild”-Reporter benutzt man der Anschaulichkeit halber für Wahrscheinlichkeitsberechnungen am besten immer einen Zeitraum von hundert Jahren. In hundert Jahren fährt der Zug also hochgerechnet 36.500 mal auf dieser Strecke (Schaltjahre vernachlässigen wir mal). Jetzt gibt es aber auch Sonntage, und an Sonntagen fährt der Zug vielleicht gar nicht, also muss man das berücksichtigen. Wir müssen also die 36.500 mit 6/7 multiplizieren, dann kommen wir auf 31.286. Ups, dann sind wir ja von 43.000 auf einmal noch weiter entfernt. Kein Wunder, denn wir haben eine wichtige Tatsache unterschlagen: “Bild”-Reporter haben keine Ahnung von Mathematik und dividieren durch 6/7 und erhalten so 42.583. Jetzt runden wir auf eine schöne glatte Zahl auf und erhalten 43.000.

Was sagt uns denn nun diese schöne Zahl: In hundert Jahren gibt es 43.000 “Möglichkeiten” sich vom Zug überrollen zu lassen. Nun verwechselt der “Bild”-Reporter “Möglichkeiten” mit der Anzahl der verschiedenen Möglichkeiten (vergleichbar der Zahlen 1-6 beim Würfel) und kommt so auf eine Wahrscheinlichkeit von 1:43.000. Hier fällt dem “Bild”-Reporter nochmals ein, dass der Zug ja nur einmal täglich fährt, und er ergänzt noch den Unsinn mit den “24 Stunden auf den Gleisen stehen”.

Streng genommen hat der “Bild”-Reporter wohl folgende Wahrscheinlichkeitsaufgabe gelöst: Wenn jemand in einem Zeitraum von hundert Jahren einen Tag (24h) auf einem Gleis verbringt, auf dem 6/7 mal ein Zug fährt, dann beträgt die Wahrscheinlichkeit 1:43000 von diesem Zug überfahren zu werden.

Vielen Dank an Sven H., Martin V., Florian A., Oliver V., Andreas H., Christoph M., Michael D., Manuel K., noledge, Christoph Sch., Christian, Christian L., Thomas B., Ron, Martin, Michael B., Tobias B., Ingolf R., Dominik C., Kristian C., Jens G., Johannes T., Bernhard Z., Thomas B., Oliver F., Christian L., Tobias H., Armin C., Jochen R., Carsten, Jürgen S., Stefan R., Matthias W., Sebastian Sch., Frank B., Arno H., Daniel F., Tobias E., Michael, Florian V., Mantla, Maik S., Richard J., Tobias M., Lars M., Christian R., Florian B., Andre P., Daniel R., Fabian L., Albert Sch., Björn E., Rene T., Klaus J., Patrick L., Steffen E., Stefan F., Daniel L., Peter L., Heiko G., Jörn J., Markus D., Benjamin N., Jan T., Christian B., Mathis G., Thomas, Malte K., Anno H., Mihail L., Philipp I., Alex O., Christian R., Rubert H., Christian, Marc Sch., Torsten W., David E., Oliver E., Cornell B., Markus R., Bjoern H., Julius C., Arne H., Sven S., David R., Friedrich H., Kim L., Martin P., Thomas D., Marco, Salem, Tobias F., Kauli, Michael P., Max, Simon S., Paulette F., Moritz K., André G., Carsten N., Andreas G., Thomas M., Andreas B., Andreas P., Andreas O., Jörg, Jan-Gerd T., Eike H., Karsten B., Crassus, Nicolas W., Philipp H., Toni G., Thomas Z., Johannes F., Michael, Sebastian K., Hans-Jörg Sch., Andre B., wonderworld, Alois W., Stefan Sch., Roger M., Flo, Ronny, Guido Sch., Max M., Katja D., Felix R., Simon H., Thomas B., robs-matrix, Gerd R., Marc S., Jan H., Angelo M., Robert E., cody, Supamarioana, Pierre B., Tobias K., Michael G., Jens-Christoph N., Boris Sch., Rainer Q., David G., Henning B., Lars M., Florian S., Sebastian H., Patrick L., Sören K., Carsten F., Fabian L., Björn, Konrad Sch., Timo W., Stefan W., Henning W., Markus P., Alexander B., Waffler, Pascal Sch., Matthias P., Arno H., Oliver B., Thorsten K., Horst Sch., Sascha K., Stefan W., Holger L., Boris B., Nils F. und Friedrich H. — Ihr seid toll!

“Bild” zeigt Gysis Gehirn (oder “Gysis Gehirn”)

"Gysi zeigt sein Gehirn"

So steht es heute in der “Bild”-Zeitung. Aber es stimmt nicht. Richtig ist: “Bild” zeigt Gregor Gysis Gehirn. Genauer gesagt, heißt es in “Bild”:

“Exklusiv für BILD öffnete Prof. Vogel die Krankenakte des Politikers: Wir sehen eine Röntgenaufnahme von Gysis Schädel und eine mehrfarbige Computertomographie.”

Die PDS-Zentrale in Berlin weist uns allerdings darauf hin, dass die abgedruckten Fotos aus Gregor Gysis Krankenakte entgegen der Behauptung von “Bild” “ohne Einverständnis von Gregor Gysi” an die Zeitung gelangt seien. Vielmehr habe sein Arzt “die Schweigepflicht verletzt” und “Bild” mit “unrechtmäßig erlangtem Material” die falsche Schlagzeile gemacht, hieß es bei der PDS. Gysi, so steht es mittlerweile auch in einer Pressemitteilung, werde gegen diese “Einmischung in die unmittelbare Privatsphäre, die nicht hinnehmbar ist”, “die notwendigen rechtlichen Schritte einleiten”.

Und wir staunen: Joschka Fischer (Die Grünen) sei “zu fett”, der Kopf von Gregor Gysi (PDS) “lädiert” – und zu Angela Merkel (CDU) gibt es in “Bild” die “große Serie: Angela Merkel privat“…

Nachtrag, 19:50:
Laut Süddeutsche.de ist die “Bild”-Veröffentlichung ein “in vielerlei Hinsicht bizarrer Fall” bzw. “eine jener Geschichten im Zwischenreich der Eitlen und der Jongleure vom Boulevard“. “Bild”-Chef Kai Diekmann wird dort mit den Worten zitiert, es handele sich dabei dabei um “eine Positiv-Geschichte”. Weiter heißt es:

“Nach Darstellung Diekmanns hat das Blatt am Donnerstag voriger Woche mit dem PDS-Politiker über dessen Gesundheitszustand und den Wahlkampf gesprochen.

Weil das Interview nicht sehr sexy war und auch Fotos her sollten, wurde am Sonntag ein Termin mit Gysis Arzt, dem Berliner Neurochirurgen Professor Siegfried Vogel, verabredet (…). Zuvor, so Diekmann, habe Vogel beim Patienten die Erlaubnis eingeholt. Was sonst?

(…) Das eigentliche Presse-Opfer scheint der Professor zu sein, der nach Rücksprache mit Gysi die Krankenakte gezeigt hat.”

Nachtrag, 0:57:
Der “Berliner Kurier” hat nun offenbar mit Siegfried Vogel, Gysis Arzt, gesprochen, was den Fall noch bizarrer macht, als von Süddeutsche.de geschildert. Laut “Kurier” nämlich ist das von “Bild” abgedruckte “angebliche Gysi-Gehirn” nur “ein Foto aus einem Lehrbuch für Gehirnoperationen” und das, was in “Bild” stand, “eine Lüge”, wie der “Kurier” unter Berufung auf Gysi und Vogel schreibt. Vogel jedenfalls wird dort mit den Worten zitiert:

“Herr Gysi hatte mir erlaubt, mit der Zeitung ganz allgemein über seinen Gesundheitszustand zu sprechen. Ich habe aber weder die Akte gezeigt, noch geöffnet, noch haben die Reporter die Akte einsehen können. Was in der Zeitung als Akte ausgegeben wird, ist nur die Tüte, in der sich die Röntgenbilder befanden. Und das Foto, das angeblich Gysis Gehirn zeigen soll, ist ein Foto aus einem Lehrbuch. Es ist nicht Gysis Gehirn. Ich berate jetzt mit Gysi, wie ich gegen diese Lügen vorgehen kann und werde.”

Und laut Nachrichtenagentur dpa, die (siehe n-tv.de) den Arzt ebenfalls dahingehend zitiert, “es sei Material gewesen, anhand dessen er in einem Gespräch mit einer ‘Bild’-Reporterin Funktionsweisen eines Gehirns erläutert habe”, widersprach dem nun wieder ein “Bild”-Sprecher:

“Nach dessen Angaben waren einer Reporterin und einem Fotografen des Blattes die Aufnahmen als Fotos von Gysis Gehirn vorgelegt worden. Der Fotograf habe sie dann abgelichtet.”

Nachtrag, 25.6.2005:
Mittlerweile hat “Bild”, so jedenfalls steht es in einer Pressemitteilung der Axel Springer AG, Gysis Arzt “anwaltlich zur Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung sowie zum Widerruf aufgefordert.”

Unwahrscheinlich wahrscheinlich

Wenn eine junge, attraktive Schauspielerin beim Versuch überfahren wird, einen “kleinen, süßen Igel von der Straße” zu retten, findet “Bild” das tragisch.

Wenn ein etwa 50-jähriger, unbekannter Mann beim Versuch überfahren wird, mit seinem Fahrrad eine Bahnstrecke zu überqueren, auf der nur einmal am Tag ein Zug vorbeikommt — findet “Bild” das irgendwie amüsant.

Und der Autor Rainer Mittelstaedt beginnt den zugehörigen Text im Berliner Regionalteil mit den Sätzen:

Die Wahrscheinlichkeit, an der von Gras überwucherten Bahnstrecke hinter der Wustermarker Straße in Spandau vom Zug überrollt zu werden, liegt bei 1:43.000. Das aber auch nur, wenn man 24 Stunden lang auf den Gleisen steht.

Das ist interessant. Wir dachten, die Wahrscheinlichkeit, von einem einmal am Tag vorbeikommenden Zug überfahren zu werden, wenn man sich einen Tag lang auf die Gleise stellt, betrage grob gerechnet 1. Und mal abgesehen davon, dass das eigentlich sogar ein “Bild”-Reporter hätte ausrechnen können — wie kommen die gerade auf 43.000? Irgendwelche Hypothesen? Herr Mittelstaedt?

Nachtrag, 20.25: Die Hypothesen unserer Leser gibt es hier.

La-la-la-lasst Euch nicht verarschen

Unter der Überschrift “Obst-Wucher!” behauptet “Bild” heute auf Seite 1, dass die rot-grüne Koalition daran schuld ist, dass Äpfel heute doppelt so viel kosten wie Birnen vor sieben Jahren.

Glauben Sie nicht? Stimmt aber. Fast.

Die tatsächliche Überschrift lautet “Benzin-Wucher!” und links daneben steht der Preis von 1998 (1,23 Mark pro Liter) und rechts der von 2005 (1,23 Euro pro Liter).

Erst wenn man den Artikel genau liest, fällt auf, dass die Zahl links keineswegs dasselbe misst wie die Zahl rechts. Die 1,23 Mark sind laut “Bild” der Preis der damals billigsten Tankstellen, die 1,23 Euro der der heute teuersten. Natürlich kann man das miteinander vergleichen, es ist nur komplett sinnlos.

Darüber hinaus darf man bezweifeln, dass ein Preis von 1,23 Mark selbst “an den billigsten Tankstellen” realistisch war. Laut Mineralölwirtschaftsverband betrug der Durchschnittspreis 1998 immerin 1,59 Mark.

“Bild” selbst macht am Ende des Artikels noch eine seriösere Rechnung auf: Der Durchschnittspreis für Super sei in den vergangenen sieben Jahren von 80,8 Cent auf 118,2 Cent gestiegen. Das entspricht nur noch einer Steigerung von 46 Prozent und nicht 100, wie die Überschrift suggeriert.

Geschickt deutet “Bild” einen Zusammenhang zwischen der Preissteigerung und der rot-grünen Regierung an, ohne ihn wirklich zu behaupten. Und zwar so:

… wer ist schuld an den Rekordpreisen? Vor Rot-Grün (regiert seit Oktober 1998) kostete das Benzin an den billigsten Tankstellen nur …

Sowohl aus den Zahlen, die “Bild” im Text nennt, als auch aus denen des Verbandes der Mineralölwirtschaft geht allerdings hervor, dass die Öko-Steuer nur rund zur Hälfte für die Preissteigerung verantwortlich ist. In den letzten Jahren hat sich der Einkaufspreis für Rohöl dramatisch erhöht.

“Bild” verschweigt außerdem, dass der Preis für Benzin im Jahr 1998 außergewöhnlich günstig war. In den Jahren 1994 bis 1997 mussten die Autofahrer teils deutlich mehr zahlen. Wenn man mit vergleichbaren Zahlen arbeitet, hat sich der Benzin-Preis nicht in den letzten sieben Jahren (seit Rot-Grün regiert) verdoppelt , sondern in den letzten 25 Jahren. 1980 kostete der Sprit im Schnitt erstmals rund 1,20 Mark.

Ach, und natürlich könnte die Überschrift dieses Eintrages auch “Wahlkampf” heißen.

Danke an Andreas W. für den Hinweis!

Blättern:  1 ... 1037 1038 1039 ... 1204