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Schwere Geburt einer internationalen Ente

Manchmal ist es ja schon verblüffend, wie der Blick von außen dabei helfen kann, Dinge zu sehen, die man sonst nicht wahrnimmt. Da entdeckt zum Beispiel ein beachtlicher Teil der Weltpresse einen Babyboom auf Island, ziemlich genau neun Monate nach einem tollen Sieg der isländischen Fußballnationalmannschaft, zwinkerzwinker. Und die Isländer selbst bekommen das vor Ort gar nicht mit.

Doch der Reihe nach: Bei der Fußballeuropameisterschaft in Frankreich im vergangenen Jahr besiegte das isländische Team im Achtelfinale am 27. Juni England mit 2:1. Ein ziemlich überraschender Erfolg. Und vor drei Tagen, am 28. März und somit fast exakt neun Monaten nach dem isländischen Triumph, melden Medien weltweit: Auf Island gibt es einen Babyboom, angeblich ausgelöst durch wilde Liebesnächte nach dem Erfolg bei der EM.

Medien aus Spanien berichten:

Aus Nordirland:

Aus den USA:

Aus Neuseeland:

Aus England:

Selbst die BBC produziert ein Video, in dem Comicbabys aus einem isländischen Geysir geschossen kommen:

Und auch deutsche Medien greifen die Geschichte auf. Bild.de zum Beispiel:

“Focus Online”:

Tagesspiegel.de:

Derwesten.de:

Der SWR:

Gala.de:

“RP Online”:

Und, und, und.

Nur: Die Sache mit dem Babyboom auf Island stimmt wohl nicht. Der öffentlich-rechtliche Rundfunksender RÚV schreibt von “Falskar fréttir” und berichtet, dass in den Geburtskliniken in den vergangenen Tagen alles ganz normal gewesen sei. Das Portal “Nútíminn” fragt bei einigen Hebammen nach, und auch die sagen: alles wie immer. Und auf der Seite “The Reykjavík Grapevine” heißt es schon in der Überschrift: “No, There’s No Football-Fueled Baby Boom in Iceland”.

Aber wie kommt dann die Nachricht der isländischen Fußballbabys in die internationalen Titelzeilen? Viele der Seiten, die eine Quelle angeben, berufen sich auf die isländische Website “Visir”. Der dortige Artikel basiert lediglich auf einer einzigen Quelle: dem Tweet eines Mannes, der offenbar Arzt ist und von einem Rekord bei den Periduralanästhesien auf der Entbindungsstation seines Krankenhauses am vergangenen Wochenende schreibt, “neun Monate nach dem 2-1 Sieg gegen England”. Sein Tweet beginnt mit einem “hehehe” und endet mit einem Zwinkersmiley:

Das ist dann auch schon alles, worauf sich die Meldungen aus der ganzen Welt stützen: einen Zwinkertweet.

Mit Dank an Timm F. für den Hinweis!

Sehen alle gleich aus (15)

Fotos, auf denen zwei Personen zu sehen sind, sind für Bild.de-Mitarbeiter immer doppelt gefährlich, weil sie dann gleich doppelt danebenliegen können. Wäre schließlich zweifach doof, wenn das Portal — mal als theoretisches Beispiel — ein Foto von Mick Jagger und Paul McCartney veröffentlicht, und in der Bildunterschrift steht dann: “Treffen zweier Musikgiganten: Florian Silbereisen und DJ Ötzi”.

Deswegen erst einmal ein großes Lob von uns: Toll, liebe Bild.de-Promierspäher, dass ihr Spielerberater Mino Raiola auf diesem Foto auf Anhieb erkannt habt.

Berater Raiola (r.) hat auch den bisher teuersten Fußballer der Welt, Paul Pogba, unter Vertrag

Und selbst die Info, dass Mino Raiola der Berater von Fußballprofi Paul Pogba ist, stimmt. Links im Bild ist aber gar nicht der französische Nationalspieler Pogba zu sehen — es handelt sich um den Italiener Mario Balotelli, der ebenfalls zu Raiolas Klienten zählt.

Das hätten die Mitarbeiter von Bild.de auch herausfinden können, wenn sie sich 15 Sekunden Mühe gegeben und sich die Fotobeschreibung der Agentur “Getty Images” angeschaut hätten. Denn dort steht:

Agent Mino Raiola and Mario balotelli are seen on March 5, 2013 in Milan, Italy.

Mit Dank an Andi F. für den Hinweis!

Nachtrag, 15:12 Uhr: Manche Leser haben uns darauf hingewiesen, dass die Bild.de-Redaktion in der Bildunterschrift gar nicht explizit — etwa durch ein “(l.)” — schreibt, dass sie den abgebildeten Mario Balotelli für Paul Pogba hält. Wir sind hingegen der Meinung, dass bei einem Foto, das nur zwei Personen zeigt und bei dem durch “(r.)” bereits klar ist, wer wer ist, das “(l.)” aufgrund des Ausschlussprinzips nicht zwingend nötig ist.

In der Zwischenzeit hat Bild.de die Bildunterschrift geändert. Nun wird klar, dass auf dem Foto Balotelli zu sehen ist. Dafür hat das Portal, entgegen unserer Annahme, ein “(l.)” verwendet:

Berater Raiola (r.) hat auch Stars wie Mario Balotelli (l.) oder den teuersten Fußballer der Welt, Paul Pogba, unter Vertrag

Bild  

Nichts ist so alt wie die “Bild”-Zeitung von heute

Am frühen Morgen (Mitteleuropäische Zeit) des 26. Dezember 2016 verloren die Footballer der Denver Broncos 10:33 gegen die Kansas City Chiefs.

90 Tage später ist diese Nachricht auch in der Ruhrgebiet-Redaktion der “Bild”-Zeitung angekommen. Das Blatt schreibt heute im Sportteil (mit falschem Ergebnis):

Vermutlich hat jemand beim Zusammenwürfeln des Inhalts ein altes Meldungsbein komplett auf die Seite kopiert und drucken lassen. In den anderen kurzen Sportnachrichten ist zum Beispiel zu lesen, dass bei den Fußballern von Eintracht Frankfurt eine Vertragsverlängerung mit Torwart Lukas Hradecky “bereits im Januar-Trainingslager” klappen könnte, und dass die Spieler des FC Montpellier Strafen zahlen werden müssen, wenn sie mit Übergewicht aus dem Weihnachtsurlaub zurückkommen.

Mit Dank an Timm H. für den Hinweis!

Pizza-Boten, Pimmelköpp, Kifferwarnung

1. Ablenkmanöver Olympia-Rechte
(carta.info, Heiko Hilker)
Heiko Hilker fragt sich, ob es ein strategischer Schachzug von ARD und ZDF war, die Olympiarechte 2018 bis 2024 nicht zu erwerben. In der Öffentlichkeit würden ARD und ZDF es so darstellen, dass ihnen 300 Millionen Euro für vier Olympische Spiele zu teuer gewesen seien. Doch die Absage könnte auch andere Gründe haben: “Dadurch, dass man die Olympischen Spiele 2018 bis 2024 erst einmal nicht bekommen hat, schlägt man mehrere Fliegen mit einer Klappe. Man zeigt, dass man nicht bereit ist, Sportrechte um „jeden Preis“ zu kaufen. Man sorgt dafür, dass fast alle Sportverbände fordern, dass sich die Sportübertragung nicht verschlechtern darf und dass die Sender versuchen sollen, weitere Rechte zu erwerben. Eine Differenzierung wird zwischen den einzelnen Sportarten nicht vorgenommen. Die realen Verhältnisse werden nicht beleuchtet. Und so geht unter, dass die Sender bisher vor allem Männer-Fußball finanzieren.”

2. “Für Menschen, die nachdenken, ist das offensichtlicher Bullshit”
(horizont.net, Sebastian Moll)
Medienkritiker Jim Rutenberg arbeitet seit 16 Jahren bei der „New York Times“. Im Interview erklärt er wie das US-Leitmedium mit Donald Trump umgeht. Jenes Leitmedium, das unlängst von der Pressekonferenz des Weißen Hauses ausgeschlossen worden war. Rutenberg gibt sich zumindest in diesem Punkt gelassen: “Ich war selbst Korrespondent im Weißen Haus und habe diese Briefings immer eher als lästig empfunden. Sie bringen einen nicht wirklich weiter. Was einen weiterbringt, ist Recherche.”

3. Wenn Journalisten zu Pizza-Boten werden
(uebermedien.de, Boris Rosenkranz)
Ein Teigfladen zum Aufbacken, mit etwas Schokoladenkrümeln belegt. Keine große Sache, aber wenn man nach den Reaktionen der Medien geht, eine Weltsensation! Boris Rosenkranz rekonstruiert auf “Übermedien” wie die “Schoko-Pizza” in den Medien zum Marketing-Selbstläufer wurde: “Wenn Journalisten zu Pizza-Boten werden”

4. „Zeit Online“ über Kölner Band Brings, Bläck Fööss und „Pimmelköpp“?
(ksta.de)
Auf “Zeit Online” erscheint ein Artikel über Lukas Podolskis Abschied aus der Nationalmannschaft, in dem – vor allem im Rheinland bekannte – Bands wie Brings, die Höhner, die Bläck Fööss und die “Pimmelköpp” erwähnt werden. Problem: Die “Pimmelköpp” gibt es nicht, gemeint waren wohl die “Klüngelköpp”. Der „Zeit Online“-Sportredakteur streitet jedoch eine Verwechslung ab. Es sollte angeblich nur ein „übertrieben erfundener Gag“ sein… PS: Eine von Witzbolden eingerichtete “Pimmelköpp”-Facebookseite hat bereits mehr als 800 Fans.

5. „Lasst uns streiten“: SLpB-Dialogplattform mit neuem Thema „Medien und Gesellschaft“ online
(flurfunk-dresden.de)
Wie das Dresdner Medienblog “Flurfunk” berichtet hat die Sächsische Landeszentrale für politische Bildung (SLpB) auf ihrer digitale Dialogplattform “Lasst uns streiten” ein neues Thema zum politischen Meinungsaustausch online gestellt. Noch bis zum 13.4. kann dort über das Thema “Medien und ihr Einfluss auf unsere Gesellschaft” gestritten werden.

6. Zettels Alptraum
(kreuzer-leipzig.de, Tobias Prüwer)
Tobias Prüwer twittert einen Zettel, auf dem ein Barmensch vorm Kiffen warnt, weil am Nebentisch Polizisten sitzen würden. Danach dreht nicht nur das Internet durch, sondern auch die Medien. Redakteure von “Bild”, “Focus” und “Tag24” stürzen sich auf den Zettel und erfinden Storys ohne jede Rücksprache und Recherche. “Mal schauen, was noch passiert. Aber schon jetzt komme ich aus dem Kopfschütteln nicht heraus. Ich weiß, es ist schlecht um den Journalismus bestellt, aber so schlecht? Echt mal, es war nur eine Notiz! Es gibt wichtige Zettel wie den Schabowskis damals 89. Aber der kleine Witz soll die Öffentlichkeit interessieren? Wegen kiffen und so? Überhaupt, ich hätte das Ding ja auch fälschen können, das hat niemanden interessiert.”

Im Trüben fischen

Am Ende kann die Onlineredaktion der “Hamburger Morgenpost” sagen: “Na also, lagen wir doch richtig.” Und schon wirkt es gar nicht mehr so schlimm, wie die “Mopo”-Mitarbeiter vor zwei Tagen über den möglichen Tod eines Menschen spekuliert haben.

Donnerstagmorgen entdeckte der Schiffsführer einer Fähre im Hamburger Hafen einen leblosen Körper. Die Polizei barg die Wasserleiche, untersuchte ihr Gebiss und stellte fest, dass es sich um den seit elf Wochen vermissten Timo K. handelt. Gestern präsentierten die Beamten die Obduktionsergebnisse, es gab Gewissheit. Überregional hatten Medien seit Januar über K.s Verschwinden und die Suche nach ihm berichtet, nicht nur, aber auch weil er beim Fußballverein HSV arbeitete.

Bereits wenige Stunden nach Bekanntwerden des Leichenfunds begann bei mopo.de die Spekulation, ob es sich um Timo K. handeln könnte. Die Redaktion schlagzeilte am Donnerstagvormittag:


(Alle Unkenntlichmachungen in diesem Artikel durch uns.)

Zu diesem Zeitpunkt stand noch nichts fest. Es gab Vermutungen, schließlich wurde K. ganz in der Nähe zum letzten Mal gesehen. Doch es gab auch Informationen, die gegen diese Vermutungen sprachen. “MOPO-Informationen”:

Nach ersten MOPO-Informationen sei allerdings unwahrscheinlich, dass es sich bei der Wasserleiche um K[.] handle. Kleidung und Erscheinungsbild würden laut Feuerwehrsprecher nicht zu dem Vermissten passen.

Diese Passage stammt aus demselben Artikel, der in der Überschrift noch rätselt, ob “der Tote der verschwundene HSV-Manager” ist. Die Redaktion widersprach sich selbst.

Gut anderthalb Stunden später berichtete auch “Focus Online” über den Fund im Hamburger Hafen. Dort wussten die Mitarbeiter zwar genauso wenig wie ihre “Mopo”-Kollegen, wählten für die Optik aber ein Foto von K. und brachten so seinen möglichen Tod ins Spiel:

Nach ersten Untersuchungen hatte die Polizei dann doch Hinweise gefunden, dass es sich bei der Wasserleiche um K. handeln könnte, dessen Personalausweis zum Beispiel. Bei mopo.de gab es nach Mutmaßüberschrift und Widerlegung im Text die nächste Wendung:

Die Onlineredaktion des “Hamburger Abendblatts” schrieb zwar, dass sich die Polizei nur “nahezu sicher” sei — für die Tatsachenbehauptung, dass man die “Leiche von Timo K[.] gefunden” habe, reichte das aber offenbar:

Inzwischen ist sich die Polizei also komplett sicher, dass es sich bei der Wasserleiche um Timo K. handelt. Die Medien lagen mit ihren Anfangsspekulationen richtig, ohne dass sie dafür eindeutige Anhaltspunkte hatten. Bei ihren redaktionellen Entscheidungen, ob sie eine vermisste Person mit dem Fund einer Wasserleiche in Verbindung bringen, obwohl noch nichts feststeht, scheint die mögliche Wirkung auf die Familie des Vermissten, auf dessen Freunde und Kollegen eine untergeordnete Rolle zu spielen. Hauptsache eine gut klickende Titelzeile.

Vor einigen Wochen gab es bei Bild.de diese Schlagzeile:

Am Ende stellte sich raus: Es stand nicht mal fest, ob das gesichtete Objekt überhaupt eine Wasserleiche war.

Mit Dank an Matthias H., Günther T. und @dermobby für die Hinweise!

Was tun gegen den Egg-Storm?

Viele Dinge aus dem Internet findet man im Offline-Leben so nicht vor. Ich habe zum Beispiel noch nie gehört, dass jemand wegen einer Äußerung auf der Straße stundenlang und gleich von mehreren Menschen auf Übelste angepöbelt wird, und das alles gar nicht aufhören will, weil immer neue Menschen hinzukommen, die ihrerseits die Chance nutzen, mal ihre ganze Wut loszuwerden, brüllen und drohen, um das am Boden liegende Opfer schließlich mit Hitler zu vergleichen — und dann abzuhauen.

Im Internet passiert das ständig. Da nennt man das Shitstorm.

Umgekehrt gibt es aber auch reale Phänomene, die in der digitalen Sphäre so nicht zu finden sind. Zum Beispiel den Egg-Storm. Menschen oder Gebäude werden mit rohen Eiern beworfen. Anders als beim Shitstorm ahnen die Opfer oder die Besitzer der Gebäude allerdings meistens gar nicht, wofür sie bestraft werden.

Vor ein paar Tagen ist es wieder passiert. Diesmal in Freilassing:

Dort sogar schon zum dritten Mal. Im Februar gab es diesen Fall aus Germering:

Ende Januar wurden in Meitingen vier Hausbesitzer Opfer von Eier-Attacken:

Und irgendwie ja schon bemerkenswert: Um das Problem mit den Hass-Kommentaren in den Griff zu bekommen, hat der deutsche Justizminister in aller Eile ein neues Gesetz zusammenschrauben lassen. Aber was unternimmt er gegen die Egg-Storms? Die sind ja auch nicht gerade ungefährlich.

Hass-Kommentare haben jedenfalls noch keinen Auffahrunfall verursacht.

Und ein hartes Vorgehen gegen Eierwerfer wäre im Interesse großer gesellschaftlicher Gruppen:

Das Problem tritt in den Fußballstadien auf:

Und eigentlich ist es ein Wunder, dass aus der Wirtschaft noch niemand ein neues Gesetz gefordert hat. Denn die sind ja auch betroffen:

Aber vielleicht kommt das noch, und bald sehen wir den ersten Referenten-Entwurf der neuen Eier-Bewegungs-und-Beförderungs-Verordnung. Oder es gelingt sogar der, ähm, nun ja, ganz große Wurf: Ein bundesweites Eierhandels-Gesetz (EiHG), das in einem Unterparagraphen auch die von rohen Eiern ausgehenden Gefahren regelt.

Viel wäre da zwar nicht zu erwarten, denn Christian Schmidt versteht sich in seiner Bundeslandwirtschaftsminister-Rolle ja so ein bisschen auch als Sprecher der Agrar-Lobby. Andererseits ist er natürlich in der CSU, und Eier im öffentlichen Raum — das zeigt die Vergangenheit — gefährden die Sicherheit der Menschen.

Was also tun? Mehr Überwachung? Härtere Strafen? Rigorose Vorschriften, die nach dem Vorbild des Waffenscheins eine staatliche Erlaubnis zur Voraussetzung für das Mitführen von rohen Eiern machen?

Oder wäre das gar nicht möglich, weil der Eierwurf doch im Grunde ein Akt der freien Meinungsäußerung ist? Der letzte große Angriff auf dieses Grundrecht ist schließlich so krachend gescheitert, dass er heute immer noch mit einem Jahrestag gefeiert wird.

Man muss allerdings auch sagen: Der Eierwurf als solcher ist zwar eine wunderbar geradlinige Form der Meinungsbekundung, die keinerlei Zweifel daran lässt, wie die werfende zu der beworfenen Person steht. Als Argument geht die Tat aber nicht durch.

Und daran gibt es Kritik:

Sollten diese Kritiker sich durchsetzen, werden stark reglementierende gesetzliche Vorschriften immer wahrscheinlicher. Denkbar wäre zum Beispiel Folgendes.

Ralf Heimann hat vor ein paar Jahren aus Versehen einen Zeitungsbericht über einen umgefallenen Blumenkübel berühmt gemacht. Seitdem lassen ihn abseitige Meldungen nicht mehr los. Er hat mehrere Bücher veröffentlicht, zuletzt zusammen mit Jörg Homering-Elsner “Bauchchirurg schneidet hervorragend ab — Perlen des Lokaljournalismus”. Fürs BILDblog kümmert er sich um all die unwichtigen Dinge, die in Deutschland und auf der Welt so passieren.
(Foto: Jean-Marie Tronquet)

Das Beschädigen oder Zerstören von rohen Eiern außerhalb von Gebäuden könnte mit hohen Geld- oder Freiheitsstrafen belegt werden.

Was dann passieren würde, kennt man allerdings schon aus dem Straßenverkehr, wo Menschen wie Kriminelle behandelt werden, weil ihnen die Glühbirne vom Rücklicht durchgebrannt ist. Die Polizei würde sich vor Supermärkten postieren, und wenn dann einer alten Dame das Frühstücksei aus der Einkaufstasche fällt — Zugriff!

Oder der Handel mit rohen Eiern würde eben ganz verboten. Das Problem dann wäre allerdings, dass irgendwer die Eier vor dem Verkauf kochen müsste. Natürlich zum Mindestlohn. Das würde die Eierpreise sicher um zwei bis drei Cent in die Höhe treiben, was auf einem preisempfindlichen Markt wie diesem enorme Umsatzeinbußen zur Folge hätte. Das macht das Szenario sehr unwahrscheinlich.

Wie auch immer es ausgeht, eines steht fest: Irgendwas muss passieren, denn das Problem droht völlig außer Kontrolle zu geraten. Eierwerfer machen deutsche Städte unsicher:

Menschen leben in Angst und Schrecken:

Kulturelle Veranstaltungen müssen wegen der ständigen Bedrohung abgesagt werden:

Und um welche Dimensionen es hier geht, zeigt unter anderem dieses Bild:

Allerdings soll hier nicht der Eindruck entstehen, dass gar nichts unternommen würde. Die Polizei erscheint in ihren Bemühungen zwar manchmal etwas hilflos …

… aber zwischendurch gelingt auch der ein oder andere Erfolg:

Dazu setzen die Behörden modernste Methoden ein:

Und fahnden großflächig nach Verdächtigen:

Nur oft stellt sich am Ende heraus: Das Problem ist einfach zu groß. Es ist ein aussichtsloser Kampf gegen einen übermächtigen Gegner, in dem einfache Beamte nichts ausrichten können. Das ist ein Fall für Heiko Maas — oder den Verfassungsschutz:

“Bild” schneidet sich Kritik zurecht

So richtig rund scheint es nicht zu laufen mit der neuen “Fußball Bild”. Seit Ende Januar liegt die tägliche “Springer”-Fußball-Zeitung bundesweit an den Kiosken (zuvor hatte der Verlag das Projekt schon in Stuttgart und München getestet), ein Mix aus zusammengewürfelten Berichten der “Bild”-Regionalausgaben und ein paar Exklusiv-Inhalten. “Meedia” berichtete vor knapp zwei Wochen, dass pro Tag “im Schnitt zwischen 48.000 und 55.000 Exemplare” verkauft würden. Der Plan, die sinkende “Bild”-Auflage durch “Fußball Bild” auszugleichen, gehe bisher nicht auf.

Und so versucht “Fußball Bild” aktuell einiges, um gemocht zu werden. Zwölf Tage kann man sie kostenlos testen, ab heute gibt es das Blatt im Abo und für die “333 schnellsten Besteller” verspricht die Redaktion sogar “einen FUSSBALL BILD Kaffeebecher” gratis.

Ein neues Werbevideo gibt es auch:

Der 20-Sekunden-Clip ist seit vorgestern online und zeigt, wie “Bild” von VfL-Bochum-Trainer Gertjan Verbeek “beschimpft” wird (von der Beliebtheit bei den Fans ist hingegen nichts zu sehen, doch dazu später mehr):

Verbeek sagt in dem “Fußball Bild”-Werbespot:

“Bild”. Nee. Warum schreibt ihr dann immer solche Scheiße? Warum spielt ihr immer zwei Parteien gegeneinander aus? Ihr seid ja Arschlocher. Das seid ihr.

Vielleicht erinnern Sie sich: Die Aussage stammt aus einer Pressekonferenz des VfL Bochum, die im September 2015 stattfand. Wir hatten damals auch hier im BILDblog darüber berichtet. Das “Arschlocher” von Gertjan Verbeek ging an “Bild”-Reporter Joachim Droll, der zuvor über angebliche Meisterambitionen Verbeeks berichtet hatte. Später entschuldigten sich der Trainer und der Vereinsvorstand für die Wortwahl, von Verbeeks Kernaussagen wollte sich der Verein hingegen nicht distanzieren.

“Fußball Bild” schnappte sich also — mit Genehmigung des VfL Bochum — die kurze Passage aus der knapp 20-minütigen Pressekonferenz (ab Minute 4:05 wird’s interessant) und fügte diese zwei Texttafeln ein, die zwischendrin eingeblendet werden:


Die Aussage soll wohl sein: Ist das nicht toll, liebe Fans, wie wir uns für euch solchen Biestern wie Gertjan Verbeek stellen und uns von ihnen sogar beschimpfen lassen? Dafür müsst ihr uns doch lieb haben.

Die erste Tafel (“VON TRAINERN BESCHIMPFT.”) gibt “Fußball Bild” allerdings auch die Möglichkeit, die Originalaufnahme zu schneiden, ohne dass man es auf Anhieb merkt. Verbeeks Kritik hatte nämlich durchaus Inhalt. Er kritisierte in einem Satz, den “Fußball Bild” weggelassen hat, die “Bild”-Berichterstattung über Flüchtlinge. Der VfL-Trainer sagte damals in voller Länge:

“Bild”. Nee. Warum schreibt ihr dann immer solche Scheiße? Warum spielt ihr immer zwei Parteien gegeneinander aus? Selbst mit Flüchtlingen dazwischen. Ihr seid ja Arschlocher. Das seid ihr.

Ein bisschen Kritik an “Bild” ist für “Bild” also in Ordnung. Richtige Kritik wird aber doch lieber rausgeschnitten.

Und dann ist da ja noch die Behauptung, dass “Bild” beziehungsweise “Fußball Bild” “von den Fans geliebt” werde. Ebenfalls im September 2015, als die “Bild”-Zeitung auf dem Höhepunkt ihrer “Wir helfen”-Imagekampagne an einem Spieltag der 1. und 2. Bundesliga “Wir helfen”-Aufnäher auf den Trikotärmeln aller 36 Mannschaften platzieren wollte, reagierten die Fans vieler Vereine in den Stadien mit “Bild”-Kritik.

Zum Beispiel die des BVB:

Und des 1. FC Köln:

Und des Karlsruher SC:

Und des FSV Mainz 05:

Und des FC Ingolstadt:

Und des SV Darmstadt 98:

Und des VfB Stuttgart:

Und des 1. FC Nürnberg:

Und des SC Freiburg:

Und des FC Schalke 04:

Und von Fortuna Düsseldorf:

Und des TSV 1860 München:

Und von Hertha BSC:

Und von Union Berlin:

Und von der SpVgg Greuther Fürth:

Und auch die Fans des VfL Bochum, für die sich “Bild” und “Fußball Bild” ja von Trainer Gertjan Verbeek heldenhaft beschimpfen lassen, schlossen sich #BILDnotwelcome an:

Mit Dank an @FeaturedMoritz für den Hinweis!

Yücels Haftprotokoll, FC-Bayern-TV, Rüttelformat

1. Deniz Yücel – das Haftprotokoll
(welt.de, Deniz Yücel)
Es gibt Neuigkeiten vom “Welt”-Korrespondenten Deniz Yücel, der sich seit dem 14. Februar im “türkischen Polizeigewahrsam” befindet (eine viel zu wohlklingende Umschreibung für “im Knast eingesperrt”). Yücel darf zwar in seiner Zelle nicht schreiben, hat aber seinen Verteidigern einen Bericht in den Block diktiert. Ein Haft-Protokoll, das deutlich macht, wie unzumutbar und unwürdig die Haftbedingungen für die Inhaftierten sein müssen und ahnen lässt, was alles in Yücel vorgehen mag.

2. FCBayern.tv – noch mehr Interviews?
(tagesspiegel.de, Markus Ehrenberg)
Keine guten Nachrichten für Sport-TV-Sender wie Sky und Sport1: Der FC Bayern München startet an diesem Montag als erster deutscher Fußballverein einen eigenen Fernsehsender. Dort wird sich dann rund um die Uhr mit sich selbst beschäftigt. Zu empfangen ist der Bayern-Kanal über EntertainTV der Telekom sowie über die Internetseite und die Smartphone-Apps des FC Bayern, für 5,95 Euro im Monat. Ein Weg, wie Markus Ehrenberg vom “Tagesspiegel” berichtet,den vorerst nur Platzhirsch Bayern München beschreitet.

3. Blick nach rechts
(taz.de, Daniel Bouhs)
Das ARD-Magazin „Monitor“ hat alle 141 Talkshow-Themen im ersten und zweiten Programm des vergangenen Jahres ausgewertet – von „Anne Will“ bis „Maybrit Illner“. In den Sendungen ginge es vor allem um die Lieblingsthemen der Rechten: also vor allem um Terror, Flucht und Islam. “taz”-Autor Daniel Bouhs ist über den “Monitor”-Beitrag erstaunt: “Erstens sendet „Monitor“ – wie die Talkshows – vor Millionenpublikum. Zweitens wird das Politmagazin vom WDR produziert und damit von dem Sender, der mit „Hart aber fair“ und „Maischberger“ aktuell die meisten Talks im Ersten platziert. Damit kommt die Kritik – zumindest im weiteren Sinne – inzwischen offen auch aus dem eigenen Haus.”

4. Diese Sendung ist ein Arschloch
(zeit.de, Dirk Gieselmann)
Auf “ZDFneo” gibt es ein neues Format: “Bist Du 50.000,- wert?” Unter sechs Kandidaten wird derjenige gesucht, der die Jury überzeugt, indem er einfach nur “er selbst” ist. Dirk Gieselmann fragt sich in seiner Sendungsbesprechung “wer es zugelassen hat, dass dieses wahnwitzige Potpourri aus Assessment-Center, Milgram-Experiment und Heidi Klums sadistischen Fantasien an die Öffentlichkeit gerät”. Bei dem Format handele es sich um wesentlich mehr als eine Geschmacklosigkeit: “Es ist ein Gemetzel vor laufenden Kameras, die Beteiligten erschlagen einander mit den Höflichkeitsfloskeln der Dienstleistungsgesellschaft, es ist die Rache aller an allen. Die kleinen Leute in der Jury rächen sich an den noch kleineren Leuten im Teilnehmerfeld, sie rächen sich für all die Ablehnungen, für jedes “Du bist es nicht wert”, dass sie je gehört haben. Die Redakteure wiederum rächen sich an den Juroren dafür, dass sie keiner seriösen Arbeit nachgehen können, und die Produzenten rächen sich einfach von oben nach unten durch. Dass diese Rache ausnahmslos die Falschen trifft, ist eine Metapher für vieles um uns herum.”

5. BND bespitzelte offenbar ausländische Journalisten
(spiegel.de, Maik Baumgärtner, Martin Knobbe & Jörg Schindler)
Im NSA-Untersuchungsausschuss des Bundestags ging es fast drei Jahre um die Massenüberwachung des US-amerikanischen Dienstes und später auch um die unkontrollierten Spähaktionen des Bundesnachrichtendienstes (BND). Dabei stellte sich heraus, dass der BND ab 1999 mindestens 50 Telefon- und Faxnummern oder E-Mail-Adressen von Journalisten oder Redaktionen auf der ganzen Welt überwachte. Das Ganze könnte mit dem kommenden BND-Gesetz noch schlimmer werden, daher bereitet die “Gesellschaft für Freiheitsrechte” eine Verfassungsklage vor.
Weiterer Lesetipp: Andre Meisters erschütternder Bericht auf netzpolitik.org: Drei Jahre Geheimdienst-Untersuchungsausschuss: Die Aufklärung bleibt Wunschdenken, die Überwachung geht weiter

6. Investigatives Fernsehen: Wir rütteln auch an Ihrer Tür
(dwdl.de, Hans Hoff)
Zum Standardelement eines TV-Investigativformats gehört der Überfallbesuch eines Kamerateams nebst erfolglosem Rütteln an verschlossenen Türen. Kolumnist Hans Hoff will daraus ein eigenständiges Format machen: “Ich verspreche, wir füllen mit Rütteln, Überfallbesuchen und Bildern von quellendem Faxpapier problemlos eine Dreiviertelstunde. Wir sind zudem extrem günstig im Preis, weil wir direkt losfahren und unsere Zeit nicht mit Telefonieren oder Anmeldungen oder Akkreditierungen verplempern. Wir gehen direkt dahin, wo es wehtut. Rüttel. Rüttel.”

Sehen alle gleich aus (14)

Der Trikottausch nach einem Fußballspiel ist so sicher wie das Amen in der Kir … ach, lassen wir die Floskeln. Manche Fußballer tauschen inzwischen sogar schon in der Halbzeitpause das erste Mal das Jersey mit einem gegnerischen Spieler. Das gibt zwar auch mal Ärger, ist aber letztendlich total schlau — wie und wo kommt man sonst so günstig an neue Klamotten?

Gestern Abend, beim Europa-League-Rückspiel zwischen dem FC Schalke 04 und PAOK Saloniki (Endergebnis: 1:1), hat Bild.de einen ganz neuen Trend entdeckt: den Trikottausch vor dem Anpfiff. Zumindest lässt die Bildunterschrift zu diesem Foto diesen Schluss zu:


(“Überrascht! Nastasic (2.v.l.) befördert den von Koulouris (M.) nur leicht berührten Ball unhaltbar für Torwart Fährmann (l.) zum 1:1 ins eigene Tor”)

Schalkes Torwart Ralf Fährmann “(l.)” hat offenbar bereits vor Spielbeginn von seinem Gegenüber Panagiotis Glykos ein komplettes PAOK-Outfit überreicht bekommen und dieses auch direkt angezogen: Trikot, Hose, Stutzen. Selbst die Kapitänsbinde hat Glykos ihm überlassen.

Und auch die anderen Spieler auf dem Foto sehen gar nicht so aus wie sonst: Matija Nastasic “(2.v.l.)”, der gestern in der 25. Minute ein Eigentor schoss, sieht aus wie Alessandro Schöpf, der gestern in der 23. Minute ins richtige Tor traf. Und Efthimios Koulouris “(M.)” trägt statt seiner üblichen Trikotnummer 20 auf einmal die 27, mit der eigentlich Ioannis Mystakidis aufläuft.

Entweder waren die Fußballprofis gestern in Gelsenkirchen schon in vorkarnevalistischer Stimmung und haben sich wild verkleidet. Oder Bild.de hat bei der Auswahl und/oder der Beschriftung des Fotos einiges durcheinandergebracht. Unsere Erfahrung sagt uns: Die Fußballer sind nicht schuld.

Mit Dank an Andreas W. für den Hinweis!

TV-süchtiger Trump, Huberty-Nostalgie, IMDbs Diskussions-Cut

1. Amt und Fernseher
(sueddeutsche.de, Hubert Wetzel)
Die “New York Times” mutmaßte, dass Donald Trump beim Regieren schnell langweilig werde und er dann oft den Fernsehapparat einschalte. Was zu diplomatischen Verwirrungen führen kann, wie im “Last-Night-in-Sweden”-Fall. Trump hatte wohl schlicht einen Beitrag auf “Fox News” falsch verstanden und bei einer Rede munter drauflosfabuliert. “SZ”-Autor Hubert Wetzel hat sich angeschaut, bei welchen Sendungen der amerikanische Präsident noch gerne einschaltet.

2. Warum die türkische Regierung solche Angst vor Deniz Yücel hat
(vice.com, Matern Boeselager)
Auf “Vice” fragt sich Matern Boeselager, warum die türkische Regierung solche Angst vor Deniz Yücel habe. Yücels unangepasste und unbequeme Art und natürlich seine Texte seien es, die ihm schon in der Vergangenheit Ärger beschert hätten: “Deniz Yücel wusste also, dass er ein hohes Risiko einging, indem er weiter aus der Türkei über die Türkei berichtete, was er für die Wahrheit hielt. Dass er trotzdem immer weiter macht, ist genau der Grund, warum die türkische Regierung solche Angst vor ihm hat.”
PS: “taz.de” hat sechs Briefe von Kollegen und Freunden an Deniz Yücel veröffentlicht.

3. Ein Blick aus der Leere
(zu-daily.de, Hans Ulrich Gumbrecht)
Einen Monat nach Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump ist das weltweite Entsetzen immer noch groß. Auch befeuert durch die nahezu täglichen und gelegentlich verstörenden Trump-Tweets. Hans Ulrich Gumbrecht schreibt über das Phänomen aus der Sicht eines in Stanford arbeitenden Professors. Die Gesellschaft sei tief gespalten und Trump vor allem von der Sucht nach Resonanz getrieben: “Manchmal ergibt sich der Eindruck, er stehe unter einem Zwang, sich durch Resonanz die Wirklichkeit seiner eigenen Existenz beweisen. So erzeugt auch jede der längst niemanden mehr überraschenden Salven gegen „political correctness“ durchaus Amplituden der Resonanz auf beiden Seiten einer gespaltenen Gesellschaft. Diese Tendenz zeigt sich bisher vor allem auf der Ebene der Außenpolitik, wo Momente des Tabu- und Traditionsbruchs deutlich über strategische Revisionen dominieren. Und hier liegt wohl der Ursprung jener „alternativen Wahrheiten“, Halbwahrheiten oder nicht durch Realität gedeckten Behauptungen, die längst zu einem Markenzeichen von Donald Trumps rhetorischem Stil geworden sind. Solange sie Resonanz produzieren, hält er sie nicht für korrekturbedürftig.”

4. Wie Merkel, Schulz und Co. in den sozialen Medien performen
(horizont.net, Giuseppe Rondinella)
Bald beginnt bei uns der Bundestagswahlkampf. Da stellt sich die Frage: Wer dominiert Social Media eigentlich hierzulande? “Horizont” hat sich die Performance der Parteien und Spitzenkandidaten auf Facebook, Twitter und Instagram näher angeschaut.

5. Populäres Filmportal schliesst Diskussionsforen
(nzz.ch, Jochen Siegle)
Die “Internet Movie Database” (IMDb) ist die populärste Datenbank zu Filmen, Fernsehserien, Videoproduktionen und Computerspielen. Über 4 Millionen Filmproduktionen sind gelistet, zu mehr als 7 Millionen Filmschaffenden gibt es Einträge. Nun hat das Filmportal seine beliebten Diskussionsforen abgeschaltet. Eine Entscheidung, die mehr als 250 Millionen User betrifft.

6. “Halten Sie Papier und Bleistift bereit”
(spiegel.de, Peter Ahrens)
Über Jahrzehnte war Ernst Huberty das prominente Gesicht der Fußballberichterstattung. Manche behaupten, dass er als “Mister Sportschau” zu einem Teil Fernsehgeschichte geworden sei. Nun wird der stets akkurat gekleidete und unaufgeregte Huberty 90 Jahre alt. Ein Anlass für “Spiegel”-Autor Peter Ahrens, sich wehmütig an die Ära der Cordsakkos, Postkarten und den “Galopper des Jahres” zu erinnern.

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