In der heutigen Ausgabe von “Welt Kompakt” findet sich ein Interview mit dem englischen Schriftsteller Nick Hornby.
Darin heißt es unter anderem:
Fans des Popliteraten werden sich möglicherweise wundern, warum er auf die Frage nicht so etwas geantwortet hat wie:
Wie? Der Film ist schon fertig? Davon wüsste ich aber … Depp hat bislang nur die Rechte gekauft. Vor 2011 läuft da nix im Kino. Oder wissen Sie mehr als ich?
Warum Hornby so komisch auf die Frage geantwortet hat, klärt sich, wenn man das Interview in der normalen “Welt” oder bei “Welt Online” liest: Er hat es gar nicht.
Die Frage ist (schlecht) aus zwei anderen zusammengekürzt und seine Antwort bezieht sich auf den zweiten Teil:
Etliche Ihrer Bücher wurden verfilmt. “A long way down” – Ihr Buch über den Umgang mit Depressionen und Selbstmord – wurde von Johnny Depp schon vor der Veröffentlichung vom Markt weggekauft.
Hornby: Ja, aber das muss nicht immer bedeuten, dass dieses Projekt raketenartig zum Start gerollt wird. Johnny Depp, ein netter Kerl ohne Frage, hat mir vor ungefähr fünf Jahren die Rechte am Buch abgekauft. Was ist seitdem passiert? Wo ist der Film? Ich habe Geld bekommen. Darüber kann ich mich nicht beschweren. Aber ansonsten ist nichts passiert. Aber es gibt noch einen anderen Punkt, der mich viel mehr stört.
[…]
Generell gesprochen: Wie erleben Sie das, wenn aus Ihren Ideen auf Papier plötzlich Filmfiguren werden, wenn sie sich verändern. Ist das schmerzhaft?
Hornby: Hm, nein dieser Prozess ist nicht so sehr schmerzhaft. […]
Aber was will man machen bei einer Zeitung, die sich “Welt Kompakt” nennt?
Mit Dank an Jan W.






![Ausriss: "Auto Bild" Die Geschichte des Goldenen Lenkrads. Mit der Verleihung der Goldenen Lenkräder sind seit 34 Jahren viele Geschichten verbunden. Eine wurde legendär. [...] Eine Verleihung wurde allerdings aus einem ganz anderen Grund legendär. Es war das 14. Goldene Lenkrad am 6. November 1989. Nachdem die Preisträger im Erdgeschoss des Berliner Verlagshauses (direkt an der ehemaligen Mauer gelegen) geehrt waren, fuhren die Gäste in den Journalistenklub im 18. Stock zur Feier. Und erlebten dort live, was die Welt veränderte: Die Mauer ist offen. Bürgermeister Walter Momper eilte sofort an den Ort des Geschehens, und viele Gäste taten es ihm gleich. Wer dabei war, wird das Goldene Lenkrad ewig mit dem Anfang vom Ende der deutschen Teilung in Verbindung bringen. [...] 6. November 1989. Die Mauer ist offen. Zigtausend stürmen die Grenzübergänge nach Westberlin. Die ganze Stadt wird zur riesigen Partymeile. Deutschland jubelt. [...] Friede Springer am 6. November 1989 mit Berlins Bürgermeister Walter Momper. Der verließ die Feier im Laufschritt, als die Nachricht vom Mauerfall kam.](https://www.bildblog.de/wp-content/autobild_6november.gif)

PS: Die Provokation des von ihr verhassten Berliner Anwaltes findet sich exklusiv in der Berlin-Brandenburger Ausgabe von “Bild”. Überregional nimmt Dirk Bach seinen Platz in der, äh, satirischen Aufzählung ein (siehe Ausriss links).