Suchergebnisse für ‘renommiert’

Medien verstehen nur Bahnhof, RIP Presseförderung, Wikipedia-Charts

1. Drohungen nehmen zu
(reporter-ohne-grenzen.de)
Bei pro-palästinensischen Demonstrationen in Deutschland ist es in den vergangenen Wochen vermehrt zu Drohungen, Beleidigungen und Angriffen gegen Journalistinnen und Journalisten gekommen. Die Organisation Reporter ohne Grenzen verurteilt diese Entwicklung und appelliert an Staat und Medien: “Polizei und Sicherheitsbehörden müssen Medienschaffende bei Demonstrationen konsequent schützen und das Grundrecht auf Pressefreiheit durchsetzen. Aber auch die deutschen Medienhäuser müssen sich der Verantwortung gegenüber ihren Mitarbeitenden stärker bewusst werden und Sicherheitskonzepte für die Berichterstattung in polarisierten öffentlichen Räumen entwickeln oder bestehende besser umsetzen.”

2. “European Railway Station Index”: Medien verstehen nur Bahnhof
(uebermedien.de, Sebastian Wilken)
Sebastian Wilken kritisiert bei “Übermedien” die Berichterstattung über den “European Railway Station Index”, der deutschen Bahnhöfen ein schlechtes Zeugnis ausstellt. Die Studie stamme von einer umstrittenen US-Lobbyorganisation und basiere auf fragwürdigen Kriterien. Und in der Tat ist es bemerkenswert, wie viele und durchaus renommierte Medien diese Studie unkritisch übernommen haben.

3. RIP Presseförderung
(verdi.de, Günter Herkel)
Günter Herkel beschreibt in seinem Beitrag das “Begräbnis mit Ansage” der staatlichen Presseförderung in Deutschland. Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Finanzierung des Klima- und Transformationsfonds fehle der finanzielle Spielraum für die Förderung. Deren Scheitern habe sich allerdings schon vor dem Urteil und den damit verbundenen Sparmaßnahmen abgezeichnet.

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4. “Die Viva-Story”: Eine Fernsehgeschichte über Fernsehgeschichte
(dwdl.de, Thomas Lückerath)
“DWDL”-Chef Thomas Lückerath hat sich die dreiteilige TV-Doku “Die Viva-Story – zu geil für diese Welt” angeschaut und ist äußerst angetan. Die von Florida Factual produzierte Reihe sei ein “gut zugänglicher Balance-Akt zwischen Fakten und Erinnerung, Nostalgie und Kritik. Aufstieg, Triumph und Fall des Senders in rund 100 Minuten. Eine nostalgische Zeitreise, visuell stimmig und mit Liebe zum Detail in Szene gesetzt.” Die Serie ist in der ARD-Mediathek verfügbar: Folge 1, Folge 2, Folge 3.

5. “Gedruckte Magazine haben etwas herrlich Sinnliches” – Christoph Schwennicke über Print-Liebe, Online-Journalismus und die Aussichten fürs LSR.
(turi2.de, Markus Trantow)
Im Interview mit “turi2” spricht Christoph Schwennicke über seine journalistische Karriere, einschließlich seiner Zeit bei “Cicero” und Corint Media. In dem Gespräch geht es unter anderem um seine damaligen Bemühungen, das Leistungsschutzrecht gegen die US-amerikanischen Tech-Giganten durchzusetzen, den politischen Journalismus in Deutschland und Schwennickes neue Rolle bei t-online.de.

6. Das waren 2023 die meistgelesenen Wikipedia-Artikel
(spiegel.de)
Die englischsprachige Wikipedia hat eine Übersicht der am häufigsten aufgerufenen Artikel des Jahres 2023 veröffentlicht. Jener über ChatGPT führt die Liste an. Insgesamt wurden die Wikipedia-Artikel in allen Sprachen zu dem KI-Chatbot über 78 Millionen Mal aufgerufen. Unter den Top 3 der englischsprachigen Wikipedia-Beiträge finden sich auch ein Überblick über bemerkenswerte Todesfälle im Jahr 2023 und ein Artikel über die Cricket-Weltmeisterschaft.

Kontrolliert euch!, Grimme-Institut in Finanznot, Influencer-Lifestyle

1. Kontrolliert euch!
(taz.de, Elisa Pfleger)
Christine Knaevelsrud ist Professorin für Psychologie an der Freien Universität Berlin und am Deutschen Zentrum für Psychische Gesundheit. Der “taz” hat sie fünf mögliche Strategien für den Umgang mit belastenden Kriegsnachrichten genannt: “Reaktion annehmen und ­Wirkung verstehen”, die “eigenen Intentionen hinterfragen”, “Zeitfenster festlegen”, sich vom Kriegs­geschehen abgrenzen und den “Austausch suchen”.

2. Aktionsplan zur Regulierung von Social Media vorgestellt
(epd.de)
Der von der Unesco vorgestellte Aktionsplan zur Regulierung Sozialer Medien sei das Ergebnis eines umfassenden Konsultationsprozesses, bei dem über 18 Monate lang mehr als 10.000 Beiträge aus 134 Ländern gesammelt wurden. Laut Unesco-Generaldirektorin Audrey Azoulay hätten Soziale Medien zwar den Fortschritt bei der Redefreiheit gefördert, aber auch die Verbreitung von Falschinformationen und Hassrede beschleunigt, was eine große Gefahr für den gesellschaftlichen Zusammenhalt darstelle: “Um den Zugang zu Informationen zu schützen, müssen wir diese Plattformen unverzüglich regulieren und zugleich das Recht auf freie Meinungsäußerung und Menschenrechte beschützen”.

3. Grimme-Institut in Finanznot
(deutschlandfunk.de, Stefan Fries)
Wie gestern in “6 vor 9” zu lesen war, befindet sich das Grimme-Institut, vor allem bekannt durch den renommierten Grimme-Preis, in einer finanziellen Schieflage mit einem Defizit von 320.000 Euro in diesem Jahr und voraussichtlich 430.000 Euro im kommenden Jahr. Diese Situation hat in der Medienbranche Besorgnis ausgelöst. Es gibt bereits zwei offene Briefe zu dem Thema. Auch René Martens, freier Medienjournalist und Mitglied der Grimme-Nominierungskommission, sorgt sich um die Zukunft der Medienpreise.

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4. EU fördert Medien-Zusammenarbeit über Grenzen hinweg
(verdi.de)
Die Europäische Kommission fördert mit elf Millionen Euro die “grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Nachrichtenmedien sowie Medien, die einen direkten Beitrag zum demokratischen Leben leisten”. Der verlinkte Artikel gibt Auskunft darüber, wer sich bis wann um die Fördermittel bewerben kann. Weitere Informationen finden sich auf der eigens eingerichteten Webseite der Europäischen Kommission.

5. “Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen”
(dwdl.de, Alexander Krei)
Uwe Esser von ARD Media äußerte sich gegenüber “DWDL” zufrieden mit der TV-Vermarktung im Jahr 2023, die trotz einiger Herausforderungen fast das Niveau des Vorjahres erreicht habe. Das Jahr werde als Erfolg gewertet, insbesondere wegen der stabilen Reichweiten im Vorabendprogramm und trotz der allgemein sinkenden Reichweiten in der Branche: “Es war ein schwieriges Jahr, aber wir sind zum Ende hin mit einem blauen Auge davongekommen und liegen, den WM-Effekt herausgerechnet, knapp unter Vorjahr.”

6. Bali, Benz & Balenciaga: Hat der Luxus-Lifestyle ausgedient?
(ndr.de, Philipp Nöhr, Video: 23:49 Minuten)
Influencer präsentieren auf Social Media einen luxuriösen Lebensstil mit First-Class-Flügen, teuren Klamotten und Autos, was insbesondere junge Menschen beeinflusst, wie Studien zeigen. In dem Film des Medienmagazins “Zapp” kommen verschiedene Stimmen zu Wort: Lion Salijevic, Erfinder des Formats “Wie viel ist dein Outfit wert”, die Influencerin Marie von den Benken, die Nachhaltigkeits-Influencerin Milena Glimbovski sowie Kapitalismuskritiker und Influencer-Experte Ole Nymoen.

7. X – Muss man da jetzt nicht raus?
(radioeins.de, Lorenz Meyer, Audio: 4:38 Minuten)
Als zusätzlicher Link, weil in eigener Sache: Bei radioeins durfte der “6-vor-9”-Kurator etwas über die jüngsten Entwicklungen bei X sagen, dem Twitter-Nachfolger. Es geht um einen selbsternannten Freiheitskämpfer, das Vereinsheim der Hells Angels und die Frage, warum man manchmal ein Frosch sein sollte.

Kriminelle Energie, Razzia für rechtens erklärt, X verklagt Kritiker

1. Wie viel kriminelle Energie steckt im Bundestag?
(tagesspiegel.de, Jost Müller-Neuhof)
Wenn gegen Abgeordnete des Deutschen Bundestags ein Strafverfahren läuft, werde die Bundestagsverwaltung informiert, die Öffentlichkeit erfahre davon jedoch meist nichts. Erstmals befasse sich nun der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte mit dieser Praxis. Anlass sei ein fast zehnjähriger Rechtsstreit zwischen dem “Tagesspiegel” und der Bundestagsverwaltung. Im Kern gehe es um die Transparenz der Staatsgewalt und die Frage, ob der Auskunftsanspruch der Presse auch parlamentarische Angelegenheiten umfasst oder auf die Exekutive beschränkt ist.

2. Oberlandesgericht erklärt Razzia bei Radio-Redakteur für rechtens
(netzpolitik.org, Sebastian Meineck)
Wie Sebastian Meineck unter Berufung auf eine “Tagesschau”-Meldung berichtet, hat das Oberlandesgericht Stuttgart eine frühere Entscheidung des Landgerichts Karlsruhe revidiert und eine Hausdurchsuchung bei einem Redakteur von Radio Dreyeckland für rechtmäßig erklärt. Vorausgegangen war eine Beschwerde der Staatsanwaltschaft Karlsruhe, die dem Journalisten vorwirft, eine verbotene Vereinigung unterstützt zu haben. Meineck fasst den aktuellen Sachstand des Falls und dessen wechselvolle Vorgeschichte zusammen.

3. FAQ zur Situation der Medien im Gazastreifen
(reporter-ohne-grenzen.de)
Der aktuelle Krieg zwischen Israel und der Hamas erweise sich als einer der gefährlichsten für Journalisten im 21. Jahrhundert, so die Organisation Reporter ohne Grenzen (ROG): “Insgesamt beklagt Reporter ohne Grenzen derzeit bereits 44 getötete Medienschaffende, die meisten starben durch israelisches Bombardement. Warum ist das so? Können Medien im Gazastreifen überhaupt noch sicher berichten, und wie glaubwürdig sind ihre Informationen?” Diese und viele weitere Fragen versucht ROG nun in einem FAQ zu beantworten.

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4. Twitter-Nachfolger X verklagt Kritiker
(spiegel.de)
Die Plattform X, ehemals bekannt als Twitter und nun unter der Leitung von Elon Musk, hat rechtliche Schritte gegen die medienkritische Organisation Media Matters for America eingeleitet. Vorausgegangen war ein Bericht von Media Matters, der aufzeigte, dass auf X geschaltete Werbung neben extremistischen Inhalten ausgespielt wurde, woraufhin sich große Werbekunden wie IBM, Apple und Disney zurückzogen.

5. Was bedeutet die Präsidentschaftswahl für die Medien?
(deutschlandfunk.de, Sören Brinkmann, Audio: 4:29 Minuten)
Nach seinem Sieg bei den Präsidentschaftswahlen in Argentinien plane Javier Milei weitreichende Privatisierungen, die auch den öffentlichen Rundfunk betreffen. Allerdings gebe es für diese Pläne derzeit keine Mehrheit im Land. ARD-Korrespondentin Anne Herrberg gibt im Deutschlandfunk weitere Einordnungen zu dieser Entwicklung.

6. “Pluralistische Medienlandschaft ohne Grimme schlicht undenkbar”
(dwdl.de, Uwe Mantel)
Das Grimme-Institut, bekannt durch den renommierten Grimme-Preis, befinde sich in einer finanziellen Notlage mit einem Defizit von 320.000 Euro in diesem Jahr, das im nächsten Jahr voraussichtlich auf 430.000 Euro ansteigen werde. Diese Situation habe in der Medienbranche Besorgnis ausgelöst. Nun appellieren 100 Medienpersönlichkeiten an die Gesellschafterinnen und Gesellschafter des Instituts, für eine “langfristig adäquate finanzielle Ausstattung des Grimme-Instituts und seiner Preise” zu sorgen.

Geheimsache Nord Stream, Flüchtlings-Cover, X-Propaganda

1. Geheimsache Nord Stream: Wird die Aufklärung blockiert?
(ndr.de, Fritz Lüders, Video: 29:31 Minuten)
Vor einem Jahr wurde ein Anschlag auf die Nord-Stream-Pipelines verübt, bei dem drei der vier Pipelinerohre zerstört wurden. Seitdem recherchieren Journalisten und unabhängige Experten weltweit, um die Hintergründe des Anschlags aufzudecken. Dabei würden sie auf zahlreiche Hindernisse stoßen, darunter politischen Druck und Geheimhaltung seitens der Regierung. Das NDR-Medienmagazin “Zapp” ist der Sache nachgegangen und hat mit Journalistinnen und Journalisten gesprochen, die den Fall als einen der schwierigsten ihrer Karriere bezeichnen.

2. Wie der “Spiegel” sich aus einem Foto sein bedrohliches Flüchtlings-Cover bastelte
(uebermedien.de, Frederik von Castell)
Das aktuelle Titelbild des “Spiegel” zur deutschen Asylpolitik wurde vielfach kritisiert, unter anderem auch vom “6-vor-9”-Kurator (“Es ist für mich schwer nachvollziehbar, wie ein renommiertes Leitmedium wie der Spiegel, das für Qualitätsjournalismus stehen will, ein Titelbild veröffentlichen kann, das in Aufmachung und Bildsprache an die Angstmache und Hetze rechter Parteien und Verschwörungsblätter erinnert.”) Bei “Übermedien” hat Frederik von Castell die Bildquelle, die dem vom “Spiegel” verwendeten Ausschnitt zugrunde liegt, recherchiert und mit der Fotografin gesprochen. Es liege der Verdacht nahe, dass “das ‘Spiegel’-Cover mit dem Bild in der Realität nicht allzu viel gemein hat”.
Weiterer Hörtipp: Im NDR kommentiert Nadia Zaboura das Cover: “Man sieht nicht die Personen und die Lebensgeschichten, die damit verbunden sind, sondern es baut eine Art Bedrohungs-Szenario auf: Werden wir überrollt?” Neben ihrer Kritik macht Zaboura aber auch konkrete Vorschläge, was Medien in der Migrations-Berichterstattung aus ihrer Sicht verändern und besser machen können (ndr.de, Audio: 7:34 Minuten).

3. Lust auf die Zukunft
(journalist.de, Jeanne Wellnitz & Anna Faber)
Jeanne Wellnitz und Anna Faber beschäftigen sich im “journalist” mit Gegenwart und Zukunft des Klimajournalismus. Das Schweizer Onlinemagazin “Republik” habe beispielsweise ein “Klimalabor” ins Leben gerufen, in dem es gemeinsam mit seiner Leserschaft journalistische Inhalte entwickelt. Drei zentrale Erkenntnisse aus diesem Projekt seien: Die Mehrheit der Leserinnen und Leser wünsche sich konstruktive Berichte über mögliche Maßnahmen, sie möchten Dialogformate, die den Austausch mit Aktiven ermöglichen, und sie suchen nach Tipps, um Menschen in ihrem Umfeld für Klimathemen zu sensibilisieren.

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4. Investition in die Demokratie
(epd.de, Björn Staschen)
Die deutschen Printmedien leiden unter sinkenden Auflagen und wegbrechenden Werbeeinnahmen. Der Journalist und Medienberater Björn Staschen schlägt in einem Gastbeitrag alternative Fördermodelle vor, um das Mediensystem und die Demokratie zu stärken. Er nennt beispielsweise die Idee eines “Demokratiepasses”, mit dem Bürgerinnen und Bürger ein Jahresbudget für den Zugang zu Informations- und Meinungsbildungsmedien erhalten, und schlägt vor, Qualitätsstandards für Medienangebote festzulegen, die zur demokratischen Meinungsbildung beitragen.

5. Streit mit ARD & ZDF: BDZV wendet sich an EU-Kommission
(dwdl.de, Timo Niemeier)
Wie “DWDL” berichtet, scheint die ursprüngliche Einigung zwischen Verlagen und öffentlich-rechtlichen Sendern aus dem Jahr 2018 gescheitert zu sein. Der Verlegerverband BDZV habe sich an die EU-Kommission gewandt und um Unterstützung im Streit mit ARD und ZDF um deren Textangebote im Internet gebeten. Der BDZV kritisiere, dass die Öffentlich-Rechtlichen online ein “presseähnliches Angebot” bereitstellen und damit den Verlagen Konkurrenz machen würden.

6. Einfluss von Propaganda-Accounts steigt
(deutschlandfunk.de, Michael Borgers, Audio: 6:11 Minuten)
Im Deutschlandfunk hat sich Michael Borgers mit Roberta Schmid vom Faktencheck-Dienst “Newsguard” unterhalten. In dem Gespräch geht es vor allem um den wachsenden Einfluss von staatlichen Propaganda-Accounts auf der Plattform X (vormals Twitter). Die Interaktionsrate staatsnaher chinesischer, iranischer und russischer Medien sei in der Elon-Musk-Ära laut “Newsguard” um 70 Prozent gestiegen.

KI-Autorin beim Kölner “Express”, Leuchtturm gesucht, Döpfners Mären

1. KI bei “express.de” mit Autorin Klara Indernach, die nicht existiert
(derstandard.de)
“Klara ist jung, blond, hübsch. Und auch ganz schön fleißig, ihr ‘Output’ ist groß. Für die Kölner Boulevardzeitung ‘express.de’ schreibt sie über nervige Whatsapp-Funktionen, Ungemach für Schlagersänger Stefan Mross, aber auch über die beliebtesten Supermärkte oder Todesfälle. Wie schafft sie das alles bloß?” Die Antwort erschließe sich bei einem Klick auf den Namen, schreibt der “Standard” in seiner Glosse: Die Autorin “Klara Indernach” sei kein Mensch, sondern stehe beim Kölner “Express” für automatisch generierte KI-Texte. Selbst das Autorenfoto sei von einer Künstlichen Intelligenz erzeugt worden.

2. Debatte über Unabhängigkeit von Experten
(deutschlandfunk.de, Michael Meyer)
Zeitungs- und Fernsehredaktionen sind bei ihrer Berichterstattung auf Expertinnen und Experten angewiesen, vor allem wenn es um komplexe Themen geht, bei denen der Sachverstand von Fachleuten gefragt ist. Bei deren Auswahl spiele aber nicht nur die Fachkompetenz eine Rolle, sondern auch die Fähigkeit, ein Thema gut erklären zu können, so Ellen Ehni, Chefredakteurin des WDR-Fernsehens. Darüber hinaus gehe es um weitere Fragen, wie die nach der Unabhängigkeit der eingeladenen Person.

3. Beschwerde bei der Europäischen Kommission gegen Hinweisgeberschutzgesetz
(whistleblower-net.de, Annegret Falter)
Das am 2. Juli dieses Jahres in Kraft getretene Hinweisgeberschutzgesetz, mit dem Deutschland die EU-Richtlinie zum Schutz von Hinweisgeberinnen und -gebern in nationales Recht umgesetzt hat, verstößt nach Ansicht des Whistleblower-Netzwerks in zwölf Punkten gegen die Richtlinie. Das Netzwerk hat deshalb Beschwerde bei der Europäischen Kommission eingereicht (PDF). Sollte Deutschland nicht nachbessern, könnte die Kommission ein sogenanntes Vertragsverletzungsverfahren einleiten.

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4. Wenn die KI die Arbeit übernimmt
(netzpolitik.org, Nora Nemitz)
Das US-amerikanische Start-up HeyGen hat ein Übersetzungsprogramm entwickelt, das mit Künstlicher Intelligenz Videos in bis zu zehn Sprachen übersetzen kann und dabei sowohl die Stimme anpasst als auch die Lippenbewegungen in der jeweiligen Sprache synchronisiert. “Für Influencer*innen könnte das neue Reichweite bedeuten, Synchronsprecher*innen fürchten dagegen um ihre Jobs”, schreibt Nora Nemitz. In Japan habe der Berufsverband Arts Workers bereits Schadenersatz für Künstlerinnen und Künstler gefordert, deren Werke für das Training von KI-Systemen verwendet wurden.

5. Medienlandschaft sucht Leuchtturm
(verdi.de, Tilmann P. Gangloff)
Das Grimme-Institut, bekannt für die Verleihung des renommierten Grimme-Preises, steht aktuell vor großen Herausforderungen. Trotz seiner Bedeutung für die Medienlandschaft und die Qualität von Medieninhalten, habe das Institut in den vergangenen Jahren an Sichtbarkeit verloren. Es leide unter finanziellen Schwierigkeiten und struktureller Unterfinanzierung, während es gleichzeitig versuche, sich den digitalen Umwälzungen und neuen Medientrends anzupassen.

6. Die Mären des Mathias Döpfner in der KI-Version
(indiskretionehrensache.de, Thomas Knüwer)
Springer-Chef Mathias Döpfner hat sich in einem Artikel zur Rolle von Künstlicher Intelligenz im Journalismus geäußert und deren Potenzial für die Medienbranche betont. Thomas Knüwer stimmt ihm in Teilen zu, widerspricht aber an anderer Stelle scharf und betont, dass Döpfner viele Aspekte von KI und Journalismus missverstehe oder falsch darstelle.

Polizei ermittelt gegen Böhmermann, Assange-Brief, “Titanic” funkt “SOS”

1. Wegen TV-Recherchen: Polizei ermittelt gegen Böhmermann
(dwdl.de, Alexander Krei)
Wie “DWDL” unter Verweis auf einen Beitrag von “Clap” berichtet, habe die Kölner Polizei ein Ermittlungsverfahren gegen Jan Böhmermann und das “ZDF Magazin Royale” eingeleitet. Hintergrund sei offenbar die verdeckte Teilnahme eines Mitarbeiters der Sendung an einem Seminar der Psychotherapeutin Michaela Huber. Das ZDF habe die Ermittlungen bestätigt, die Vorwürfe jedoch zurückgewiesen und betont, dass die Recherche allen journalistischen Standards entsprochen habe.

2. Der Kaiserin neue Kleider
(taz.de, Steffen Grimberg)
Das Grimme-Institut, bekannt durch die Verleihung des renommierten Grimme-Preises, steht finanziell nicht gut da und verzeichnet für 2023 eine “Unterdeckung” von 323.000 Euro bei einem Gesamtetat von rund drei Millionen Euro. Trotz der finanziellen Schwierigkeiten hat die Direktorin des Instituts, Frauke Gerlach, den Wunsch nach einer dritten Amtszeit geäußert. Steffen Grimberg, der 2015 selbst den Grimme-Preis leitete, wundert sich: “Es zeugt schon von einer gehörigen Chuzpe, sich angesichts dieser Bilanz als Kandidatin für eine weitere Amtszeit zu empfehlen.”

3. Berichterstattung im Visier des Strafrechts
(verfassungsblog.de, Jens Puschke & Pascale Fett)
Im “Verfassungsblog” wird die Kritik an der Strafnorm des Paragrafen 353d des Strafgesetzbuches diskutiert, die Medienschaffende einer möglichen strafrechtlichen Verfolgung aussetzt, wenn sie Dokumente aus Strafverfahren veröffentlichen. Dies werde als “Kriminalisierung korrekter Berichterstattung” bezeichnet. Jens Puschke und Pascale Fett argumentieren, dass diese Norm die Meinungs-, Informations- und Pressefreiheit beeinträchtige, und fordern ihre Streichung aus dem Strafgesetzbuch.

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4. Was Journalismus von der Mediation lernen kann
(journalist.de, Ellen Heinrichs)
In der Reihe “Mein Blick auf den Journalismus” hebt Ellen Heinrichs, Geschäftsführerin des Bonn Institute, die Bedeutung von Techniken aus der Mediation für den Journalismus hervor. Heinrichs argumentiert, dass Journalistinnen und Journalisten besser zuhören und mehr Empathie zeigen sollten, da dies der Schlüssel zu relevantem Journalismus sei. Sie betont, dass Mediation und Journalismus viele Gemeinsamkeiten hätten, insbesondere im Umgang mit Konflikten, und unterstreicht die Bedeutung von Empathie, professioneller Distanz und Unparteilichkeit in beiden Berufen.

5. Offener Brief an Baerbock: Prominente fordern Unterstützung für Assange
(fr.de, Thomas Kaspar)
In einem offenen Brief fordern zahlreiche Prominente aus Politik, Kultur und Medien Außenministerin Annalena Baerbock auf, sich bei ihrem bevorstehenden USA-Besuch für Wikileaks-Gründer Julian Assange einzusetzen: “Wir teilen die Auffassung von Amnesty International, Reporter ohne Grenzen und nahezu allen Menschenrechtsorganisationen und Journalistenverbänden weltweit, dass die Verfolgung von Julian Assange einen schwerwiegenden Angriff auf die Medienfreiheit darstellt.” Auch der Chefredakteur der “Frankfurter Rundschau” gehört zu den Unterzeichnern des Briefes, der in dem Beitrag in voller Länge dokumentiert ist.

6. Die “Titanic” sendet SOS
(tagesspiegel.de, Joachim Huber)
Das bekannte deutsche Satiremagazin “Titanic” hat offenbar große finanzielle Schwierigkeiten. Grund seien unter anderem inflationsbedingte Kündigungen und stark gestiegene Papier- und Versandkosten. Um zumindest bis zum Jahresende weitermachen zu können, benötige der Verlag 5.000 neue Abonnements. Helfen soll nun eine Rettungs-Werbekampagne, die mit Maren Kroymann und Jan Böhmermann prominente Unterstützung hat.

“Stern”-Titelbild, “Bild” stalkt Markus Lanz, Heizungsgesetz

1. Schreibt sie nicht größer als sie sind
(belltower.news, Simone Rafael)
Seit es die AfD gibt, gehen die Meinungen von Journalistinnen und Journalisten darüber auseinander, wie eine verantwortungsvolle Berichterstattung über die Partei aussieht: Sollte man ihre Provokationen und Tabubrüche ins Leere laufen lassen und mit Nichtbeachtung reagieren? Oder sollte man darüber berichten, womöglich etwas dagegensetzen, aber damit riskieren, sie größer und wichtiger zu machen? Simone Rafael nimmt das aktuelle “Stern”-Cover, auf dem AfD-Bundessprecherin Alice Weidel groß abgebildet ist, zum Anlass, darüber nachzudenken.

2. Mediale Mythen zum Heizungsgesetz
(deutschlandfunk.de, Ann-Kathrin Büüsker & Mirjam Kid, Audio: 5:58 Minuten)
Dass zum geplanten Heizungsgesetz viele Mythen und Falschinformationen in Medien herumgeistern, liegt nach Ansicht von Ann-Kathrin Büüsker aus dem Hauptstadtstudio des Deutschlandfunks an der Arbeitsverdichtung von politischen Journalistinnen und Journalisten, aber auch an der starken Personalisierung von Themen: “Die Frage, wer sich wo durchgesetzt hat, ist eine sehr häufige – auch weil sie sich schneller beantworten lässt als die Frage nach konkreten Inhalten. Und das führt dann auch dazu, dass Falschinformationen eine viel größere Chance haben: wenn die Debatte sich mehr auf Personen fokussiert und weniger auf Inhalte.”

3. “Bild” stalkt Markus Lanz über mehrere Tage und bis zur Schule seiner Kinder
(uebermedien.de, Boris Rosenkranz)
Wie Boris Rosenkranz bei “Übermedien” berichtet, stellt “Bild” dem ZDF-Moderator Markus Lanz nach, beschattet ihn regelrecht und verfolgt ihn sogar bis zur Schule seiner Kinder. Lanz’ Medienanwalt Christian Schertz werde dagegen umfassende rechtliche Schritte einleiten, “auch um präventiv so etwas für die Zukunft zu unterbinden”. Rosenkranz hat sich angeschaut, wer für diese Art von Berichten bei “Bild” verantwortlich ist und wie kaltschnäuzig nachträgliche Löschungen oder Schwärzungen offenbar einkalkuliert werden.

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4. Verleger-Klage gegen Nationales Gesundheitsportal erfolgreich
(dwdl.de, Uwe Mantel)
Noch unter der alten Bundesregierung startete das Gesundheitsministerium ein Onlineportal mit “verlässlichen Informationen für Ihre Gesundheit”. Die Verlagsbranche sah dies als einen “einmaligen und neuartigen Angriff auf die Pressefreiheit”, und der Wort & Bild Verlag (unter anderem Herausgeber der “Apotheken Umschau”) ging dagegen juristisch vor. Uwe Mantel fasst den Streit zusammen und berichtet über den Ausgang.

5. Hinter den Kulissen des Reisejournalismus
(fachjournalist.de, Ulrike Bremm)
Im Gespräch mit dem “Fachjournalist” betont die renommierte Reisejournalistin Stefanie Bisping die Bedeutung von Tiefe und menschlichen Geschichten im Reisejournalismus. Obwohl sie den Stellenwert des Reisens für authentische Geschichten hervorhebt, schreibe sie ihre Artikel meistens zu Hause. Bisping rät angehenden Reisejournalisten und -journalistinnen, einen eigenen Stil zu entwickeln und sich auf unterhaltsame, tiefgründige Geschichten zu konzentrieren.

6. «Den Menschen ist bewusst: Mit dieser sprachlichen Änderung müssen sie auch ihr Weltbild ändern»
(republik.ch, Marie-José Kolly)
Es ist auffällig, dass sich rechte Parteien aus all den drängenden nationalen und globalen Problemen ausgerechnet ein Thema wie das Gendersternchen herauspicken, um es in den Mittelpunkt von Kampagnen zu stellen. Im Interview mit der Schweizer “Republik” erklärt der Sprachwissenschaftler Anatol Stefanowitsch, warum sich Politikerinnen und Politiker so auf das Thema stürzen, wie mit Sprache Politik gemacht wird und welche Argumente aus seiner Sicht für die Verwendung des Gendersternchens sprechen.

Neuer Haftbefehl gegen Yücel, Erfolg für Dreyeckland, Musk und Soros

1. Er nennt Erdoğan “Putschisten”
(taz.de)
Ein türkisches Gericht hat nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa Haftbefehl gegen den Journalisten Deniz Yücel erlassen. Dem früheren “taz”- und heutigen “Welt”-Mitarbeiter werde unter anderem Beleidigung des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan vorgeworfen. Wem all das bekannt vorkommt: Yücel saß von Februar 2017 bis Februar 2018 ohne Anklageschrift im türkischen Hochsicherheitsgefängnis Silivri, kam erst nach langwierigen diplomatischen Verhandlungen frei und konnte nach Deutschland ausreisen.

2. Erfolg für Radio Dreyeckland und die Pressefreiheit: Verlinkung ist keine strafbare Unterstützung
(freiheitsrechte.org)
Wie die Gesellschaft für Freiheitsrechte mitteilt, hat das Landgericht Karlsruhe die Anklage gegen einen Redakteur des unabhängigen Senders Radio Dreyeckland nicht zugelassen. Die Staatsanwaltschaft hatte ihm vorgeworfen, auf die Archivseite der verbotenen Plattform linksunten.indymedia verlinkt und damit eine verbotene Organisation unterstützt zu haben. “Das Gericht entschied mit dem wegweisenden Beschluss, dass die Verlinkung Teil der journalistischen Aufgaben und daher keine strafbare Unterstützung einer verbotenen Vereinigung sei. Damit steht auch fest, dass die im Januar angeordneten Durchsuchungen von Wohnungen und Redaktionsräumen rechtswidrig waren.”

3. “Der Fotojournalismus braucht eigentlich gar keine KI”
(fachjournalist.de, Gunter Becker)
Der “Fachjournalist” hat ein spannendes Interview mit dem Berliner Fotokünstler Boris Eldagsen geführt, der ein von einer Künstlichen Intelligenz (KI) generiertes Bild bei einem renommierten Fotowettbewerb eingereicht und trotz Offenlegung des Entstehungskontextes gewonnen hat. Eldagsen spricht über die Aktion und den Einfluss von KI auf den Fotojournalismus. Darüber hinaus gibt er Tipps, welche KI-Programme Fotojournalistinnen und -journalisten kennen sollten, und geht auf die derzeit unsichere Rechtslage bei der KI-generierten Bildproduktion beziehungsweise das Urheberrecht und die Vermarktung ein.

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4. Elon Musk, George Soros, Magneto und der Judenhass
(juedische-allgemeine.de, Andrej Sokolow)
Twitter-Besitzer Elon Musk hat den US-Investor George Soros verbal angegriffen und sich damit massive Antisemitismusvorwürfe eingehandelt. Soros, der sich auch als Wohltäter einen Namen gemacht hat, ist eine beliebte Zielscheibe der US-amerikanischen Rechten, deren Ansichten auch Musk vertritt. Siehe dazu auch die zahlreichen Verschwörungsmythen über Soros, die in der Wikipedia gesammelt sind.

5. “Mischung aus Geringschätzung und Großmannssucht”
(dwdl.de, Uwe Mantel)
Vor zwei Monaten hat der Intendant der Deutschen Welle Peter Limbourg einen massiven Stellenabbau sowie Kürzungen bei verschiedenen Angeboten des Senders angekündigt. Jetzt protestieren die freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Deutschen Welle in einem offenen Brief gegen die Kündigungswelle und die Kürzungen, die insbesondere das deutschsprachige Angebot betreffen. Uwe Mantel fasst die Argumente der Protestierenden zusammen.

6. Mit niemandem sind die bayerischen Wähler so zufrieden und unzufrieden wie mit Markus Söder
(uebermedien.de, Stefan Niggemeier)
Bei “Übermedien” zeigt Stefan Niggemeier anhand einer BR24-Bildtafel die Tücken von Umfragen, die mal so und mal so gelesen werden können und mit denen man dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder mal die höchsten Zufriedenheitswerte und mal die höchsten Unzufriedenheitswerte bescheinigen kann.

KW 14/23: Hör- und Gucktipps zum Wochenende

Hurra, Wochenende – und damit mehr Zeit zum Hören und Sehen! In unserer Wochenendausgabe präsentieren wir Euch eine Auswahl empfehlenswerter Filme und Podcasts mit Medienbezug. Viel Spaß bei Erkenntnisgewinn und Unterhaltung!

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1. Christoph Reuter: Berichtet aus den Krisengebieten der Welt
(ardmediathek.de, SWR1 Leute, Jens Wolters, Video: 41:04 Minuten)
Christoph Reuter ist einer der renommiertesten deutschen Kriegsberichterstatter mit jahrzehntelanger Erfahrung in unterschiedlichsten Krisenregionen. Zuletzt berichtete er unter anderem über die “Gefährliche Flucht aus dem Iran” (spiegel.de, nur mit Abo lesbar) oder “Die letzten Bestatter von Bachmut” (spiegel.de, nur mit Abo lesbar). In “SWR1 Leute” erzählt Reuter von seinen vielfältigen Einsatzorten, seiner Arbeit im Nahen Osten und dem Alltag eines Auslandskorrespondenten in zum Teil extrem schwierigen Situationen.

2. Digitalexperte Dennis Horn über die Redaktion der Zukunft
(youtube.com, turi2tv, Pauline Stahl, Audio: 35:07 Minuten)
Dennis Horn sieht die Chancen von Künstlicher Intelligenz (KI) im Journalismus vor allem in kreativen Bereichen und betont, dass KI eher als Assistenztool fungieren könnte, um Arbeitsabläufe zu vereinfachen. Er glaubt nicht, dass KI die Arbeit von Medienschaffenden übernehmen wird, rät aber dazu, schon jetzt mit KI zu experimentieren und die Technologie als wichtige Fähigkeit für Journalistinnen und Journalisten der Zukunft zu begreifen. Im “turi2”-Wissen-Podcast spricht Horn über die Grenzen von KI, mögliche neue Berufsbilder und die Frage, wie Medienschaffende technologische Innovationen nutzen können.

3. IT-Experte zu künstlicher Intelligenz: “Wir sind nicht vorbereitet!”
(youtube.com, ZDFheute Nachrichten, Markus Lanz, Video: 33:33 Minuten)
In der ZDF-Talksendung von Markus Lanz geht es um die Frage, inwieweit Künstliche Intelligenz und Deepfake-Videos dafür sorgen, dass die Grenzen zwischen Wahrheit und Fälschung verschwimmen. IT-Experte Linus Neumann betont die unzureichende Bildung in diesem Bereich und die wachsenden Schwierigkeiten, Fakes schnell erkennen zu können. Die Gesellschaft sei in keinster Weise darauf vorbereitet. “Spiegel”-Journalist Martin Knobbe unterstreicht, dass die Prüfung von Materialien in Redaktionen zunehmend wichtiger werde.

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4. Bankenkrise oder Finanzkrise 2.0 – Welche Verantwortung haben die Medien?
(ardaudiothek.de, BR24 Medien, Jonathan Schulenburg, Audio: 26:21 Minuten)
Das Medienmagazin des Bayerischen Rundfunks diskutiert diese Woche die Berichterstattung über die Bankenkrise und die damit verbundene Verantwortung der Medien. Die Sendung untersucht Berichte über verschiedene Banken und geht der Frage nach, wie Vertrauen in die Finanzwelt aufgebaut wird. Zu Gast sind der Wirtschaftsjournalist Rigobert Kaiser und Holger Graf, Experte für das internationale Finanzsystem und Financial Influencer.

5. Wird es gefährlicher, aus Russland zu berichten?
(uebermedien.de, Holger Klein, Audio: 18:19 Minuten)
Im “Übermedien”-Podcast unterhält sich Holger Klein mit Ina Ruck, die für die ARD aus Moskau berichtet: Unter welchen Bedingungen arbeitet eine Korrespondentin heutzutage in Russland? Wie kann sie sich im Land bewegen? Worüber kann sie berichten – und worüber nicht? Und wann würde sie das Land wieder verlassen?

6. Alles vegan? – Wohin treibt der Food-Journalismus?
(sr.de, Sabine Wachs & Michael Meyer, Audio: 19:31 Minuten)
Beim Saarländischen Rundfunk sprechen Sabine Wachs und Michael Meyer mit Holger Gettmann über den Foodjournalismus in Deutschland. Gettmann ist Gastro-Kritiker und Vorsitzender des Vereins Slow Food Saarland. Wo steht der Foodjournalismus? Wie gut ist er eigentlich in Deutschland? Und was unterscheidet Foodjournalisten von Foodbloggern oder Influencern?

KW 13/23: Hör- und Gucktipps zum Wochenende

Hurra, Wochenende – und damit mehr Zeit zum Hören und Sehen! In unserer Wochenendausgabe präsentieren wir Euch eine Auswahl empfehlenswerter Filme und Podcasts mit Medienbezug. Viel Spaß bei Erkenntnisgewinn und Unterhaltung!

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1. Die Vulkan Files
(zdf.de, Joachim Bartz & Ulrich Stoll, Video: 28:07 Minuten)
Interne Dokumente des russischen IT-Unternehmens NTC Vulkan geben erstmals Einblick in Wladimir Putins Pläne für den digitalen Cyberkrieg. Recherchen von “Spiegel”, “Süddeutscher Zeitung” und weiteren renommierten Medien belegen, wie die Firma seit Jahren mit dem russischen Geheimdienst kooperiert. In Schulungsunterlagen würden mögliche Ziele der Angriffe benannt – etwa die “Lahmlegung von Kontrollsystemen des Schienen-, Luft- und Seeverkehrs” und die “Störung von Funktionen von Energieunternehmen und kritischer Infrastruktur”. Der verlinkte ZDF-Film gibt einen guten Überblick über die “Vulkan Files”.

2. Ramadan medial: mehr Perspektiven bitte
(sueddeutsche.de, Nils Minkmar, Audio: 32:13 Minuten)
In der neuen Folge von “quoted. der medienpodcast” ist Fabian Goldmann zu Gast, Islamwissenschaftler, Journalist und Medienkritiker sowie Betreiber des Blogs “Schantall und Scharia”. In dem Gespräch geht es um die Frage, wie der Islam in Fernsehen, Radio, Zeitungen und Online-Medien dargestellt wird: Wie kommt muslimisches Leben in der Berichterstattung in Deutschland vor? Wo verhindern Klischees und Stereotype eine angemessene Darstellung?

3. Mit Influencer*innen Nachrichtenmuffel erreichen?
(podcast.leibniz-hbi.de, Johanna Sebauer, Audio: 38:54 Minuten)
Influencerinnen und Influencer könnten auch ein nachrichtenfernes Publikum mit politischen Themen erreichen. Das haben Hannah Immler und Lisa Merten in einer Instagram-Studie herausgefunden. Dafür haben sie die 465 einflussreichsten Instagram-Kanäle im deutschsprachigen Raum einen Monat lang beobachtet, die geposteten Inhalte analysiert und das Publikum nach Nachrichtenaffinität kategorisiert.

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4. Psychische Gesundheit und Social Media
(zdf.de, Mai Thi Nguyen-Kim, Video: 28:07 Minuten)
“Depressionen, Zwänge oder ADHS – wer keinen Therapieplatz bekommt, findet häufig Leidensgenossen und eine Community in den sozialen Medien. Aber auch falsche Diagnosen und Scams.” Mai Thi Nguyen-Kim erläutert in ihrer Sendung “MaiThink X”, welche Wechselwirkungen zwischen psychischer Gesundheit und der Nutzung Sozialer Medien bestehen können.

5. Medien, Meteorologie und Anti Bullshit mit Özden Terli
(youtube.com, Patrick Breitenbach & Jens Brodersen, Video: 3:08:54 Stunden)
In der aktuellen Folge des Podcasts “2045 by Design or Disaster” ist der Diplom-Meteorologe und ZDF- Wettermoderator Özden Terli zu Gast, der über Medien, Meteorologie und den Kampf “gegen den alltäglichen Bullshit” spricht (dies tut er übrigens auch meinungsstark und empfehlenswert informativ auf Twitter).

6. Fake Diversity: Ist unser Journalismus wirklich für alle?
(funk.net, Strg_F, Sulaiman Tadmory & Lia Gavi, Video: 29:59 Minuten)
Die öffentlich-rechtlichen Medien wollen sich diverser geben, und wenn man sich die Programm anschaut, scheint dies auch zu gelingen. Doch wie sieht es aus, wenn man durch die Gänge der Sender geht? Die “Strg_F”-Reporter Lia Gavi und Sulaiman Tadmory haben sich gefragt, woran es liegt, dass vor der Kamera alles so anders aussieht als dahinter – oder ob der Eindruck täuscht.

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