Alan Rusbridger, Günther Jauch, Simbabwe

1. „Nummer 10 oder 11 geht“
(freitag.de, Alan Rusbridger)
Alan Rusbridger schaut auf 20 Jahre als Herausgeber des „Guardian“ zurück: „Die Entscheidung der Familie Scott, alle finanziellen Interessen an der Zeitung aufzugeben, dürfte zu den historischen Großtaten in Sachen gesellschaftlich ausgerichteter Philanthropie zählen. Auf diese Weise schufen sie eine Eigentümerstruktur, die nur zwei Zwecken dient: die Zukunft des Guardian zu sichern und in jeder Lage, um jeden Preis und gegen alle Widrigkeiten die Unabhängigkeit der Zeitung zu wahren. Natürlich bleibt die Zukunftssicherung eine ständige Aufgabe, aber Rücklagen in Höhe von rund einer Milliarde Pfund sind dafür zumindest eine starke Basis.“

2. „Beflügelt durchs Internet“
(journafrica.de, Malvern Mkudu)
Malvern Mkudu stellt „Zambezi News“ vor, eine Comedyshow aus Simbabwe: „Zambezi News parodiert die propagandistische und dilettantische Berichterstattung der staatlich kontrollierten simbabwischen Rundfunkgesellschaft. (…) Mit ihrem Fokus auf tagtägliche Probleme, fand die Show Anklang bei vielen Simbabwern im In- und Ausland. Die Sendung macht sich über die Regierung lustig und richtet ihr Augenmerk vor allem auf die Unterdrückung durch den Staat.“

3. „‚Wissen Sie eigentlich, wer ich bin?'“
(zeit.de, Annika von Taube)
Wie „Zeit“-Kommentatoren auf Eingriffe der Moderation reagieren.

4. „Fallstricke – wie Sibel Arslan zu Fall gebracht wurde“
(srf.ch, Audio, 55:43 Minuten)
Christoph Keller setzt sich ausführlich mit der Nicht-Beförderung von Sibel Arslan auseinander: „Als sie zu ihrem ersten grossen Karriereschritt ansetzt, schaltet sich die lokale Zeitung ein, die ‚Basler Zeitung‘, mit Erfolg: Sibel Arslan kriegt ihre bereits zugesagte Stelle nicht. Ein Lehrstück über die Macht der Medien.“

5. „Ausreden lassen“
(sueddeutsche.de, Claudia Tieschky)
Claudia Tieschky empfiehlt der ARD, die Einstellung von „Günther Jauch“ „zum harmonischen Abbau des Talk-Überschusses“ zu nutzen. „Ähnlich wie im Fall des Entertainers Thomas Gottschalk war die ARD bereit, für eine Verheißung sehr viel Geld auszugeben, die sie offenbar selbst nicht produzieren kann. Sie wollte eine am Privatfernsehen orientierte, quotenträchtige Unterhaltsamkeit paaren mit der untadeligen öffentlich-rechtlichen Glaubwürdigkeit.“ Siehe dazu auch „Ihr werdet ihn noch vermissen!“ (taz.de, Heiko Werning).

6. „Jauch hört auf! Jetzt spricht der beliebte Moderator selbst!“
(ahoipolloi.blogger.de)