Feuilleton, Sascha Lobo, Silvestershows

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an [email protected].

1. „Best of Feuilleton 2013“
(umblaetterer.de)
Zum neunten Mal kürt „Der Umblätterer“ die „10 angeblich™ besten Artikel aus den Feuilletons des Jahres“ (Vorwort dazu). Gekürt wurden Texte von Özlem Gezer, Andreas Puff-Trojan, Sascha Lobo, Wilfried Stroh, Simone Meier, Claudius Seidl, Liane Bednarz, Margarethe Mark, Peter Unfried und Joachim Lottmann.

2. „Fang den Pudding“
(ueberschaubarerelevanz.wordpress.com)
Muriel beschäftigt sich mit dem Artikel „Die digitale Kränkung des Menschen“ (faz.net, Sascha Lobo): „Ich kaufe es ihm nicht ab, aber vielleicht ist es für Lobo ja wirklich so, dass er dachte, das Internet wäre getrennt von der restlichen Welt, und deshalb gäbe es da weder Regierungen noch Konzerne, und alle würden einträchtig an seiner Utopie basteln, doch zumindest für alle anderen dürfte klar gewesen sein, dass die Welt sich nicht von selbst verändert, weil es ein neues Kommunikationsmittel gibt.“

3. „Freiheit, die wir meinen“
(tagesspiegel.de, Claudia von Salzen)
„Dramatische Folgen“ hätte die Vorratsdatenspeicherung für den Journalismus, schreibt Claudia von Salzen: „Welcher Informant würde sich noch einem Journalisten anvertrauen, wenn jeder Telefonanruf, jede E-Mail zu ihm zurückverfolgt werden kann? Das vertrauliche Gespräch wäre nur noch unter vier Augen möglich. Eigentlich müssten sich über diese Pläne viel mehr Journalisten empören.“

4. „Plasberg: ‚Diskussionen mit offenem Visier'“
(meedia.de, Marvin Schade)
Die ARD-Talkshow „hart aber fair“ will zukünftig keine Kommentare von Pseudonymen zitieren. Frank Plasberg: „Mir ist klar, dass wir auch in Zukunft nicht kontrollieren können, ob der Beitrag-Schreiber Albert Schweitzer auch tatsächlich so heißt. Wenn ich aber Namen wie A.Donis oder Zuckerschnute28 lese, dann ist klar, da will jemand ganz offen sagen: Meine starke Meinung hört Ihr euch gefälligst an, meine Name geht euch aber nichts an.“

5. „Die Silvestershow als solche“
(fernsehkritik.tv, Video, etwa 10 Minuten)
Ein Blick auf damalige und heutige Silvestershows im Fernsehen sowie auf die nachgestellten Lokalversionen des Sketchs „Dinner for one“ einiger Dritter Programme.

6. „Was interessiert mich mein …“
(stigma-videospiele.de, Rey Alp)
Digitale Spiele können Menschen glücklicher machen, titelt der „Spiegel“ in seiner aktuellen Ausgabe, was Rey Alp an ältere Ausgaben erinnert: „(…) diese Mischung aus Narzissmus und Blasiertheit, mit der dieser Teaser auf die ‚Vorurteile‘ eingeht, ist einfach unerträglich“.