Unbeirrt von Gerichtsentscheid, Korrupter Fusionsplan, Good News

1. Unbeirrt von Gerichtsentscheid: Weimer bleibt bei kritischer Linie zur Kulturförderung
(tagesspiegel.de)
Kulturstaatsminister Wolfram Weimer halte trotz eines Beschlusses des Berliner Verwaltungsgerichts an seiner Linie in der Kulturförderung fest. Anlass ist der Streit um den Deutschen Buchhandlungspreis, bei dem Weimer drei Buchläden ausgeschlossen hatte. Das Gericht untersagte ihm später aber, die Betreiber als “politische Extremisten” zu bezeichnen. Weimer beschreibe die Lage als zugespitzten Kulturkampf, weise aber zurück, selbst ein rechter Kulturkämpfer zu sein.

2. dju: Kritik an Verfahrenseinstellung
(verdi.de)
Die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in Verdi kritisiere die Einstellung eines Verfahrens zu Angriffen auf Journalisten bei einer Veranstaltung in Schnellroda. Aus Sicht der Gewerkschaft habe es sich um einen gezielten und koordinierten Angriff auf Medienschaffende und damit auf die Pressefreiheit gehandelt. Die dju beanstande vor allem, dass die Staatsanwaltschaft die verfassungsrechtliche Dimension des Falls nicht ausreichend berücksichtigt habe, und warne, dass solche Entscheidungen Täter ermutigen und langfristig die Pressefreiheit und Medienvielfalt schwächen könnten.

3. “Korrupter Fusionsplan”: Was WarnerMount zu Fall bringen könnte
(dwdl.de, Torsten Zarges)
Die geplante Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount gerate politisch und juristisch immer stärker unter Druck. Kritiker sähen die Gefahr, dass es weniger Wettbewerb, höhere Preise sowie eine eingeschränkte Vielfalt bei Nachrichten und Kino geben könnte. Zusätzlichen Sprengstoff liefere die Finanzierung des Deals durch Staatsfonds aus der Golfregion. Außerdem könnte es nach Donald Trumps Amtszeit einen Rückbau geben: “WarnerMount müsste unter demokratischer Präsidentschaft und Kongressmehrheit wohl befürchten, wieder aufgelöst zu werden.”

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4. «In meiner Welt haben wir Sex, wenn ich Sex will.»
(infosperber.ch, Barbara Marti)
Barbara Marti schildert den Fall des ehemaligen ORF-Generaldirektors Roland Weißmann, dem eine Mitarbeiterin übergriffige sexuelle Chats und die Übersendung von Dickpics vorwerfe. Zwar habe eine ORF-interne Compliance-Kommission keine sexuelle Belästigung “im rechtlichen Sinn” festgestellt, wohl aber unangemessenes Verhalten. Weißmanns Weiterbeschäftigung sei als untragbar bewertet und er entlassen worden. Andere Juristen widersprächen der engen ORF-Auslegung und sähen in Weißmanns Verhalten sehr wohl sexuelle Belästigung.

5. Tägliche Dosis Optimismus – wie das Portal “Good News” und andere Medien gute Nachrichten verbreiten.
(turi2.de, Christoph Arens)
Die Plattform “Good News” sammele bewusst positive und konstruktive Nachrichten, um der wachsenden Nachrichtenmüdigkeit und dem Doomscrolling etwas entgegenzusetzen. Finanziert werde das Berliner Portal über freiwillige Beiträge, die Nutzung wachse laut Redaktion spürbar.

6. CNN-Gründer Ted Turner ist tot
(spiegel.de)
Ted Turner, der Gründer von CNN, ist im Alter von 87 Jahren gestorben. Mit dem Start des Senders im Jahr 1980 habe Turner das Fernsehen grundlegend verändert, weil er als Erster einen Nachrichtensender mit 24-Stunden-Berichterstattung etabliert und damit ein neues Verständnis von Live-Nachrichten geprägt habe. Später habe er ein großes Medienimperium mit weiteren Sendern wie TBS, TNT, Cartoon Network und Turner Classic Movies aufgebaut.