Polizeiliche Kriminalstatistik, Tiktokstagram, Militär soll schützen

1. Über den medialen Umgang mit Zahlen und Begriffen
(deutschlandfunk.de, Sebastian Wellendorf, Audio: 5:22 Minuten)
Wie kommt es, dass viele Medien bereits am Tag vor der offiziellen Bekanntgabe Zahlen aus der Polizeilichen Kriminalstatistik (PDF) veröffentlichen können? Und wie sieht ein verantwortungsvoller Umgang von Redaktionen mit den Daten aus? Welche Einordnung ist für ein vollständiges Bild nötig? Darüber hat Sebastian Wellendorf mit seiner Deutschlandfunk-Kollegin Katharina Hamberger gesprochen.
Weitere Lesetipps: “Müssen bei sozialen Ursachen ansetzen” (tagesschau.de). Und bei netzpolitik.org kommentiert Markus Reuter: “Deutschland ist eines der sichersten Länder der Erde. Daran ändert auch die neue Kriminalstatistik nichts.”

2. Militär muss Journalisten schützen
(djv.de, Hendrik Zörner)
Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) fordert die israelischen Streitkräfte auf, Journalistinnen und Journalisten im Gaza-Streifen zu schützen, insbesondere während militärischer Offensiven. Schon jetzt sei der Gaza-Krieg für Berichterstattende einer der gefährlichsten Konflikte der vergangenen Jahrzehnte. Der DJV-Bundesvorsitzende Mika Beuster appelliert: “Wir erwarten vom israelischen Militär, dass es kein Blutbad unter den Korrespondenten gibt.”

3. TikTok arbeitet an eigenständiger Foto-App
(spiegel.de)
TikTok plane die Einführung einer eigenen Foto-App namens “TikTok Notes”, die in direkter Konkurrenz zu Instagram stehen und den Nutzern das Teilen von Fotos und Texten ermöglichen soll. Darüber hinaus arbeite das Unternehmen an einer Belohnungs-App namens “TikTok Lite”, die Nutzer für das Ansehen von Videos und das Einladen von Freunden belohnen soll. Ziel sei es, die Nutzerzahlen insbesondere in der EU zu steigern.

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4. Nur Krisen, Kriege, Katastrophen?
(journalist.de, Sara Maria Manzo)
Um der Nachrichtenmüdigkeit entgegenzuwirken, entwickele das “Innovationslabor” von ARD-aktuell neue Strategien und Formate, die speziell auf unterschiedliche Zielgruppen zugeschnitten seien – unter anderem mit einem stärkeren Fokus auf Hintergründe, Erklärungen und positiver Berichterstattung. In “Mein Blick auf den Journalismus” erklärt Sara Maria Manzo, Co-Leiterin des “Innovationslabors”, wie die Redaktion dabei vorgeht.

5. Freunde und Helfer
(kontextwochenzeitung.de)
Als “Kontext”-Chefin Anna Hunger erfuhr, dass sie bei einer Talk-Runde der Medientage Mitteldeutschland auf den ehemaligen “Bild”-Chefredakteur Julian Reichelt, heute Kopf des Hetz- und Krawall-Kanals “Nius”, treffen soll, hat sie abgesagt. Im “Kontext”-Editorial heißt es dazu: Hunger “möchte nicht Sparringspartnerin für einen Typen sein, der in seiner Zeit bei ‘Bild’ so viele junge Frauen gedemütigt hat, was mittlerweile unter dem nichtssagenden Begriff ‘Machtmissbrauch’ firmiert. Und in keiner Form dazu beitragen, ‘Nius’ als irgendwie diskussionswürdiges Medium erscheinen zu lassen.”

6. ESC-Revolution: Was Raab & Rosemann wirklich planen
(dwdl.de, Thomas Lückerath)
Wie Thomas Lückerath bei “DWDL” berichtet, hat Stefan Raabs Firma mehreren TV-Sendern ein “Rettungskonzept” für den deutschen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest vorgestellt: “Das Rettungskonzept der Raab Entertainment ist bisher ein unabhängiger Vorstoß zweier erfahrener und in der Branche sehr geschätzter TV-Macher, aber keine beauftragte Entwicklung. Raab und Rosemann sondieren den Markt.”