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Dilemma um Reichelt, Rückblick auf Seibert, Kanzler Kohl

1. Julian Reichelt und das Dilemma des Medienjournalismus
(deutschlandfunk.de, Brigitte Baetz, Audio: 3:55 Minuten)
“Meine Güte, ist das schwer. Wir haben lange heute überlegt in der Medienredaktion des Deutschlandfunks: Wie umgehen mit dem großen Interview, das Ex-‘Bild’-Chefredakteur Julian Reichelt der Wochenzeitung ‘Die Zeit’ gegeben hat?” Der Fall sei ein gutes Beispiel für das Dilemma des Medienjournalismus, wie Brigitte Baetz erklärt: “Wir wollen und müssen Medienhypes hinterfragen, wollen aber nicht gerade deshalb diese Hypes weitertransportieren.”

2. Gericht untersagt Teile des “Spiegel”-Berichts über Mockridge
(dwdl.de, Timo Niemeier)
Das Landgericht Hamburg hat zentrale Teile eines “Spiegel”-Texts über den Comedian Luke Mockridge (“Die Akte Mockridge”) untersagt. Es handele sich um eine unzulässige Verdachtsberichterstattung. Mockridges Anwalt habe gegenüber der “Süddeutschen” angekündigt, er wolle nun vom “Spiegel” eine sechsstellige Entschädigungssumme für seinen Mandanten geltend machen. “Spiegel”-Redakteurin Ann-Katrin Müller schreibt bei Twitter: “Der SPIEGEL wird alle Rechtsmittel ausschöpfen, um die Freiheit seiner Berichterstattung zu verteidigen.”

3. Steffen Seibert, die Tausendeinhundert­fünfundsechzigste
(uebermedien.de, Hans Jessen)
In seiner Funktion als Sprecher der Bundesregierung und persönlicher Sprecher der Kanzlerin war Steffen Seibert mehr als eintausend Mal Gast der Bundespressekonferenz (BPK). Journalismus-Urgestein und BPK-Experte Hans Jessen blickt auf die Tätigkeit Seiberts zurück und stellt ihm eine Art qualifiziertes Abschlusszeugnis aus.

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4. So isoliert sind Kanäle von Coronaleugner:innen auf YouTube
(netzpolitik.org, Christina Braun)
“Wie sieht YouTube Deutschland eigentlich aus? Wer ist mit wem vernetzt? Und welche Lager bilden sich dabei?” Der Youtuber Fynn Kröger vom Kanal “Ultralativ” hat untersucht, wie Youtube-Kanäle in Deutschland miteinander vernetzt sind. Ein Ergebnis seiner Analyse: Kanäle von Coronaleugnern seien zwar untereinander, aber darüber hinaus wenig verbunden.

5. netzwerk recherche fordert mehr Geld für Journalist:innen von der VG Wort
(netzwerkrecherche.org, Malte Werner)
Eine geplante Neuregelung sieht vor, dass Verlagen eine Beteiligung an den Ausschüttungen der Verwertungsgesellschaften zusteht. Das netzwerk recherche (nr) lehnt diese geplante Neuregelung ab. Die Ausschüttungen würden maßgeblich zum Lebensunterhalt von Medienschaffenden beitragen. Sie sollten daher in vollem Umfang den Urheberinnen und Urhebern zur Verfügung stehen. Damit schließt sich das nr einem Vorstoß des Berufsverbands Freischreiber an.

6. Witzige Panne: “Tagesschau”-Moderator spricht von Kanzler Kohl
(rnd.de)
“Tagesschau”-Sprecher Claus-Erich Boetzkes sprach in einer Anmoderation versehentlich von “Kanzler Kohl” – tatsächlich ging es aber um Merkel-Nachfolger Olaf Scholz. Twitter reagierte auf den kleinen Lapsus erwartungsgemäß mit Humor, und die “Tagesschau” kommentierte trocken: “Like, wer ihn noch kennt. #Scholz #Kohl”.

KW 48: Hör- und Gucktipps zum Wochenende

Hurra, endlich Wochenende – und damit mehr Zeit zum Hören und Sehen! In unserer Samstagsausgabe präsentieren wir Euch eine Auswahl empfehlenswerter Filme und Podcasts mit Medienbezug. Viel Spaß bei Erkenntnisgewinn und Unterhaltung!

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1. Drogen spritzen bei “Hartes Deutschland”: Was darf Reality TV?
(ndr.de, Lea Eichhorn, Video: 18:97 Minuten)
In der RTL-Zwei-Serie “Hartes Deutschland” geht es um das “Leben im Brennpunkt”. In einer der Folgen zeigt die Sendung nicht nur, wie Suchtkranke im Frankfurter Bahnhofsviertel harte Drogen konsumieren, sondern filmt die Protagonisten auch in schweren körperlichen Notlagen und Krisen. Ist das nur problematisch und voyeuristisch? Oder kann das auch zur Aufklärung über das Thema dienen und Empathie und Verständnis für die Menschen wecken? Darüber hat “Zapp”-Reporterin Lea Eichhorn mit einer Frau gesprochen, die selbst bei dem Format mitgemacht hat.

2. WM in Katar: Kritische Berichterstattung unerwünscht
(ardmediathek.de, Video: 12:43 Minuten)
Die Redaktion der WDR-Sendung “Sport inside” geht der Vermutung nach, dass das katarische Fußball-WM-Organisationskomitee Berichterstattung über die Arbeitsbedingungen auf Stadionbaustellen verhindern wollte. Ihr lägen brisante Dokumente und interne Chatprotokolle vor, die erstmals Einblicke gäben, wie bei den WM-Strategen aus Katar wirklich gedacht wird und wie sie mit Medien umgehen.

3. Bessere Kommunikation in der Pandemie: Wie eine zündende Impfkampagne aussehen könnte
(br.de, Jasper Ruppert, Audio: 25:18 Minuten)
“Wie bringt man die Menschen zum Impfen? Eine großflächige Impfkampagne – auf Plakaten, mit Print-Anzeigen, Hörfunk- und Fernsehspots oder per Influencer auf Social Media – hat es bisher nicht gegeben. Warum eigentlich nicht?” Im “MedienMagazin” des bayerischen Rundfunks überlegt ein Kommunikationsprofi, wie man die Sache angehen könnte. Außerdem: Was bringt die Impf-Lotterie des ORF? Wie schwer haben es gefährdete Medienschaffende, aus Afghanistan rauszukommen? Und was macht das französische Startup “Guiti News”, um Geflüchteten eine Stimme zu geben?

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4. Alle glatt, strahlend, perfekt
(deutschlandfunkkultur.de, Julia Riedhammer, Audio: 30:25 Minuten)
Nahezu alle Kinder und Jugendlichen zwischen 10 und 18 Jahren unterhalten oder konsumieren Sociale-Media-Accounts und sind dort einer wahren Bilderflut ausgeliefert. Oft sind die Fotos geschönt und mit allerlei Filtern bearbeitet, was es schwierig machen kann, sich selbst zu akzeptieren: “Besonders Pubertierende neigen dazu, sich zu vergleichen. Die Schönheitsideale in den sozialen Medien verändern ihr Körperbild – mit teils drastischen Folgen.”

5. Mit Bildbeschreibungen Barrieren überwinden
(netzpolitik.org, Serafin Dinges & Chris Köver, Audio: 57:05 Minuten)
In Deutschland leben viele Menschen, die erblindet oder sehbehindert sind, aber gerne von den Vorteilen des Internets profitieren möchten. Eine der größten Barrieren seien fehlende Bildbeschreibungen, besonders in den Sozialen Medien. In der aktuellen Podcastfolge von netzpolitik.org kommen Betroffene zu Wort, die erklären, warum Bildbeschreibungen so wichtig sind und was das Internet für die gesellschaftliche Teilhabe bedeutet.

6. So verzweifelt greift Youtube Tiktok an
(youtube.com, Walulis Story – SWR3, Video: 14:21 Minuten)
In Reaktion auf TikToks großen Erfolg hat Youtube diesen Sommer seine “Shorts”-Funktion an den Start gebracht. Die Walulis-Redaktion hat sich das Ganze näher angeschaut. Es gehe darum, “warum Youtube jetzt einen auf TikTok macht, weshalb die Influencer da nicht mitziehen, und weshalb Shorts sowieso ‘ne ziemliche blöde Idee sind.”

KW 47: Hör- und Gucktipps zum Wochenende

Hurra, endlich Wochenende – und damit mehr Zeit zum Hören und Sehen! In unserer Samstagsausgabe präsentieren wir Euch eine Auswahl empfehlenswerter Filme und Podcasts mit Medienbezug. Viel Spaß bei Erkenntnisgewinn und Unterhaltung!

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1. Mord in den Medien: Gehen Reporter zu weit?
(ndr.de, Johannes Koch, Video: 15:47 Minuten)
Nach dem Mord an einer Frau und ihren beiden Kindern in Bispingen fielen unzählige Journalisten und Journalistinnen in dem niedersächsischen Ort ein. Dabei wurden oft Grenzen der Berichterstattung überschritten, Trauernde gefilmt und weinende Nachbarn vor laufender Kamera befragt. Reporter Johannes Koch war selbst vor Ort und blickt deshalb besonders nachdenklich auf das Thema: “Ich habe als Reporter für die ARD und den NDR aus Bispingen berichtet und in den Tagen und Wochen danach habe ich immer überlegt: Wem nützt das was, dass wir da berichten? Ich hatte teilweise wirklich das Gefühl, da läuft irgendwas falsch.”

2. Juan Moreno – Ehrenretter des Journalismus
(ardaudiothek.de, Jörg Thadeusz, Audio: 31:14 Minuten)
Der Journalist Juan Moreno deckte beim “Spiegel” vor knapp drei Jahren gegen viele Widerstände den Fall um Claas Relotius auf, der sich als einer der größten Betrugsskandale in der deutschen Mediengeschichte erwies. Jörg Thadeusz hat sich mit Moreno über dessen neues Buch mit Auslandsreportagen und seine journalistische Reisetätigkeit rund um die Welt unterhalten.

3. Wieso haben sich Medien den PR-Hund aufbinden lassen?
(uebermedien.de, Holger Klein, Audio: 29:07 Minuten)
Seit Jahrzehnten kursiert in vielen Medien die Geschichte von Schäferhund Gunther, der dank einer Millionenerbschaft in Saus und Braus lebe und eine Villa besitze, die früher mal Madonna gehörte. Bei solch einer Story kann man schon mal misstrauisch werden. Der neue “Übermedien”-Redaktionschef Frederik von Castell wurde nicht nur misstrauisch, sondern ging der Sache nach – mit der Erkenntnis: Der Hund ist eine Ente! Holger Klein hat sich mit Frederik von Castell über die Recherche unterhalten und ihn gefragt, inwieweit ihm seine Erfahrungen als Faktenchecker dabei geholfen haben.

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4. Journalismus auf TikTok?
(journalistik.blogs.uni-hamburg.de, Amelie Marie Weber, Audio: 22:58 Minuten)
Die Journalistin Amelie Marie Weber hat für die Funke Mediengruppe den Bundestagswahlkampf auf TikTok mit dem Format “DuHastDieWahl” begleitet. Nun war sie zu Gast bei Volker Lilienthal in der Ringvorlesung “Kommunikation als Beruf”. Dort hat Weber über ihre Erfahrungen mit Journalismus auf TikTok gesprochen und Tipps zur Karriereplanung gegeben.

5. Talk: Erfolgreich frei sein – das sind die besten Tipps!
(mediummagazin.de, Alexander Graf, Audio: 1:08:32 Stunden)
Beim dritten “Medium Magazin Talk” geht es um freiberuflich tätige Journalistinnen und Journalisten, sogenannte Freelancer: Wie überzeugt man eine Redaktion von seinem Themenvorschlag? Wo findet man Kontakte? Wie verhandelt man richtig und auf Augenhöhe? Darüber sprechen der “Medium-Magazin”-Chefredakteur Alexander Graf und der freie Journalist Florian Sturm.

6. Wie ein deutscher Influencer in einen drohenden Atomkrieg stolpert
(youtube.com, Walulis Story – SWR3, Video: 17:15 Minuten)
Es ist etwas überraschend, aber der bekannteste Parfüm-Influencer der Welt kommt aus Deutschland und nennt sich “Jeremy Fragrance”. Eben jener Influencer war neulich in Pakistan zu Besuch und hat sich dort für eine PR-Kampagne einspannen lassen. Eine Geschichte, die gleichermaßen ernste wie lustige Aspekte hat, wie das “Walulis”-Team recht unterhaltsam herausarbeitet.

Lancierte Listen, Pushback für den Pushback-Reporter, Tragische Figur

1. Das Problem mit den lancierten Listen
(deutschlandfunk.de, Michael Borgers & Katharina Hamberger & Bettina Köster, Audio: 5:41 Minuten)
Aus den Verhandlungen der angestrebten Koalition aus SPD, Grünen und FDP dringt bislang wenig bis gar nichts an die Öffentlichkeit. Von besonderem Interesse für die Hauptstadt-Journalisten und -Journalistinnen ist die Verteilung der Ministerien. Verschiedene Medien berichteten über angeblich geleakte Personallisten, doch das kann im Hinblick auf die ungeklärte Quellen- und Interessenlage problematisch sein.

2. “Wir brauchen mutige Berichterstattung”
(tagesspiegel.de, Kurt Sagatz)
“Tagesspiegel”-Reporter Sebastian Leber ist an die bosnisch-kroatische Grenze gereist, um über die illegale Zurückweisung von Flüchtlingen (Pushbacks) zu berichten. Dort wurde er von der kroatischen Polizei verhaftet, der Vorwurf: illegaler Grenzübertritt und Menschenschmuggel. In einem Schnellverfahren wurde Leber jedoch freigesprochen und mit einer Geldstrafe von umgerechnet 500 Euro belegt. Christian Mihr von den Reportern ohne Grenzen kommentiert: “Reporter ohne Grenzen kritisieren die Festnahme von Sebastian Leber durch die kroatische Polizei und die zunächst gegen ihn vorgebrachten Vorwürfe scharf. Zugleich freuen wir uns, dass die Staatsanwaltschaft offensichtlich nicht die Vorwürfe und die Rhetorik der Polizei aufgenommen hat. Die Öffentlichkeit hat ein Anrecht darauf zu erfahren, was an den EU-Außengrenzen passiert und ob es zu illegalen Pushbacks von Flüchtenden durch die Behörden kommt.”

3. Aus meinem Helden Hans-Ulrich Jörges ist eine tragische Figur geworden
(uebermedien.de, Christoph Lütgert)
Christoph Lütgert, selbst ein Urgestein im deutschen Journalismus, leidet darunter, dass der von ihm geschätzte und bewunderte Kollege Hans-Ulrich Jörges aus Lütgerts Sicht eine tragische Figur geworden sei und sich selbst demontiere: “Man möchte ihm zurufen: ‘Mensch Ulli …!’ Aber so überzeugt, wie er von sich wirkt, würde er wohl gar nicht hören. Als Dauer-Talker bei ‘Bild’-TV verkauft er sich weit unter dem Wert, den er früher hatte. Da sitzt er in der der Quassel-Runde ‘Viertel nach Acht’ und palavert mit anderen Diskussionsteilnehmern auf einem Niveau, das ihn in seinen guten Zeiten angewidert hätte. ‘Stammtisch’ wäre zu hoch gegriffen.”

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4. Youtube will Corona-Videos löschen
(faz.net)
Bei der Aktion #allesaufdentisch hatten sich Ende September diverse Kulturschaffende mit Videos bei Youtube zu Wort gemeldet, in denen sie die Corona-Maßnahmen und die mediale Berichterstattung darüber kritisierten. Youtube hatte zwei dieser Videos gelöscht, musste dies nach einer Entscheidung des Landgerichts Köln jedoch revidieren. Dagegen legte die Videoplattform nun Widerspruch ein.

5. Datenschützer geht gegen Facebook-Aufsichtsbehörde in Irland vor
(zeit.de)
Der österreichische Datenschutzaktivist Max Schrems hat in der Vergangenheit bereits spektakuläre juristische Erfolge erzielt, die Facebook zu mehr Datenschutz zwangen. Nun befindet er beziehungsweise sein Datenschutz-Verein Noyb sich im Konflikt mit der für Facebook zuständigen irischen Kontrollbehörde, der er Korruption vorwirft. Schrems habe deshalb die österreichische Korruptionsstaatsanwaltschaft eingeschaltet.
Für weitere Informationen siehe auch die aktuelle Meldung der Datenschutz-Plattform.

6. Ein großer Ruderer
(sueddeutsche.de, Aurelie von Blazekovic)
ZDF-Intendant Thomas Bellut wurde Anfang der Woche in New York mit dem International Emmy geehrt. Aurelie von Blazekovic erklärt, warum und wofür Bellut den wohl bedeutendsten Fernsehpreis der Welt erhalten hat.

KW 46: Hör- und Gucktipps zum Wochenende

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1. Wie einseitig haben die großen Medien über Corona berichtet?
(uebermedien.de, Holger Klein, Audio: 17:14 Minuten)
Marcus Maurer ist Professor für Kommunikationswissenschaft an der Universität Mainz und mitverantwortlich für eine Studie zur Qualität journalistischer Berichterstattung in der Corona-Krise. Podcast-Host Holger Klein will mehr darüber wissen: Was haben Medien richtig gemacht? Worüber hätte stärker berichtet werden müssen? Und wie kann die Wissenschaftl überhaupt herausfinden, ob Berichterstattung “richtig” ist?

2. In 72 Tagen um die Welt – Journalistin Nellie Bly
(geschichte.fm, Daniel Meßner & Richard Hemmer, Audio: 46:32 Minuten)
In Folge 320 von “Geschichten aus der Geschichte” unterhalten sich die Historiker Daniel Meßner und Richard Hemmer über eine Ikone des Enthüllungsjournalismus. Am 14. November 1889 war Nellie Bly zu einer außergewöhnlichen Reise aufgebrochen: Die Starreporterin der “New York World”, seinerzeit eine der wichtigsten Zeitungen in den USA, versuchte, in weniger als 80 Tagen um die Welt zu reisen.

3. Wie sich der Journalismus digital neu erfindet
(faz.net, Carsten Knop, Audio: 1:29:46 Stunden)
“Muss sich im digitalen Zeitalter der Journalismus neu erfinden? Nicht ganz, aber zu einem großen Teil. Und wie verändern sich digitale Geschäftsmodelle im Journalismus? Was bedeutet das für die Arbeit der Journalistinnen und Journalisten?” Darüber sprechen Claudio Montanini vom Marketing-Club Frankfurt und “FAZ”-Herausgeber Carsten Knop.

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4. YouTube schafft den Daumen runter ab! Das halte ich für keine gute Idee!
(youtube.com, Der Held, 18:49 Minuten)
Youtube schafft den “Daumen runter” als Bewertungskriterium für Videos ab. Man wolle damit “Dislike-Attacken” verhindern, den “respektvollen Umgang” auf der Plattform fördern und die Videoautoren vor Belästigungen schützen. Das klingt zunächst einmal löblich, doch es gibt auch Argumente gegen die Abschaffung, wie Youtuber Thomas Panke durchaus nachvollziehbar erklärt.

5. Wie verändert sich Österreichs Medienlandschaft nach dem Kurz-Rücktritt?
(br.de, Linus Lüring, Audio: 28:09 Minuten)
Im Medienmagazin des Bayerischen Rundfunks geht es unter anderem um die Situation der österreichischen Medien einen Monat nach dem Rücktritt von Bundeskanzler Sebastian Kurz und um die Frage, wie Radio Leben retten kann.

6. Darum scheitert Pro7 an Trash TV
(youtube.com, Walulis Story – SWR, Video: 15:31 Minuten)
Während RTL im Trash-TV-Bereich erfolgreich agiere, könne man das vom Mitbewerber ProSieben nicht sagen. Die “Walulis”-Redaktion begibt sich auf eine, wie immer unterhaltsame, Ursachensuche: “Was das Erfolgsgeheimnis von gutem Trash ist, und wie ProSieben immer wieder daran scheitert – das ist heute unsere Story.”

Polarisierung, Buchstabierversuche, Falsche Photoshop-Schlangen

1. Inwiefern sind Facebook, Twitter & Co. Plattformen für extreme und hasserfüllte Ansichten?
(de.ejo-online.eu, Joachim Trebbe)
Sind Soziale Medien wie Facebook und Twitter Plattformen für extreme und hasserfüllte Ansichten? Dieser Frage ist die Wissenschaftlerin Maria Nordbrandt nachgegangen und hat dazu repräsentative Befragungsdaten aus den Niederlanden untersucht. Der Publizistik- und Kommunikationswissenschaftler Joachim Trebbe fasst zusammen: “Für die kausale Hypothese, dass die sozialen Medien zur Polarisierung beitragen, fanden sich in ihren Daten überhaupt gar keine Hinweise. Nach Nordbrandt sind Soziale Medien keine Treiber der individuellen Polarisierung.”

2. Petra Gerster übers Gendern: “Mit so viel Wut hatte ich nicht gerechnet”
(rnd.de)
In einem Interview berichtet die frühere ZDF-Moderatorin Petra Gerster über die teilweise heftigen Reaktionen auf ihr Gendern in der ZDF-Nachrichtensendung “heute”: “Mit so viel Wut und Empörung hatte ich nicht gerechnet. Aber die Reaktionen haben mir auch gezeigt, dass es offenbar um mehr geht als mein moderates, sehr gelegentliches Gendern. Da wird tatsächlich ein Kampf geführt gegen die Zumutungen der modernen Welt”.

3. Meghan und Harry: Die falschen Photoshop-Schlangen greifen an!
(uebermedien.de, Mats Schönauer)
Bei “Übermedien” lädt Mats Schönauer mal wieder zum beliebten Schlagzeilenbasteln: “Wir geben Ihnen eine Nachricht über Meghan und Harry, und Sie versuchen zu erraten, was die Experten daraus gemacht haben. Bereit? Dann los!” Das unterhaltsame Spiel hat einen ernsten Hintergrund: Niemand werde von deutschen Promimedien so leidenschaftlich verachtet wie Herzogin Meghan.

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4. Kurz vergnügt – jetzt auch auf Youtube
(sueddeutsche.de, Clara Meyer)
Mit der Funktion “Youtube Shorts” versucht sich die Videoplattform an einem Format, das an die App Tiktok und die Instagram-Funktion “Reels” erinnert. Clara Meyer erklärt, was es damit auf sich hat, wie sich Youtube im Kampf mit den Mitbewerbern schlägt, und womit das Netzwerk seine Creator lockt.

5. Media Lab Bayern prämiert Newsroom-Ideen
(meedia.de)
In einer “Open Innovation Challenge” prämiert das Media Lab Bayern Erfinderinnen und Erfinder, die sich mit den Problemen von Personalisierung in Newsrooms befassen. Die Innovationen sollen möglichst vielen zugute kommen: “Wir wollen eure Lösung Medienhäusern unkompliziert zur Verfügung stellen. Maximal können zehn Medienhäuser eure Lösung nutzen. Die Nutzungsdauer beträgt ein Jahr ab Januar 2022. Reine Konzepte wollen wir Medienhäusern unbegrenzt anbieten.”

6. Das Internet zeigt, wie schwer sich Namen manchmal schreiben lassen
(derstandard.at, Euke Frank & Moritz Übermuth)
In einem aktuellen Twitter-Trend teilen Menschen skurrile Erlebnisse mit ihren Vor- und Nachnamen. Der “Standard” hat ein paar der besonders schrägen (und schönen) Buchstabierversuche zusammengestellt.

KW 45: Hör- und Gucktipps zum Wochenende

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1. Auf der Spur des Geldes
(arte.tv, Susanne Binninger & Britt Beyer, Video: 1:27:27 Stunden)
Die Regisseurinnen Susanne Binninger und Britt Beyer haben für Arte über Monate das Investigativteam von “Correctiv” begleitet. Ihr Film zeichnet die Wege von zwei Recherchen nach, die in letzter Zeit große Aufmerksamkeit bekamen: die internationalen Enthüllungen rund um den Cum-Ex-Steuerraub und der AfD-Spendenskandal, der ein immer größeres Ausmaß annehme.

2. Die letzten Reporter
(ardmediathek.de, Jean Boué, Video: 1:33:33 Stunden)
Der Dokumentarfilm “Die letzten Reporter” begleitet drei Journalistinnen und Journalisten, die für Lokalzeitungen schreiben: eine Nachwuchsjournalistin, einen Gesellschaftsreporter und einen Sportberichterstatter. Der Film bietet interessante Einblicke in den Berufsalltag der drei Medienschaffenden, wurde aber auch kritisiert, unter anderem, weil er zu wenig hinterfrage.

3. Medien und Klima: Versagt?!
(ndr.de, Daniel Bouhs, Video: 20:34 Minuten)
Der Klimawandel ist das Top-Thema unserer Zeit. Das spiegelt sich jedoch nicht in der medialen Berichterstattung wider. Daniel Bouhs hat sich mit Experten wie dem ARD-Meteorologen Karsten Schwanke über die Defizite in der Behandlung dieses wichtigen Themas unterhalten. Schwanke wünscht sich von seinem Haus mehr Unterstützung: “Es würde der ARD gut zu Gesicht stehen, eine Sendung zu kreieren, bei der das Wort ‘Klima’ wirklich im Titel steht – neben der Berichterstattung in allen anderen Formaten. Wir können auch nicht sozusagen die Ausputzer für die ARD sein, für das, was vielleicht noch nicht gemacht wird.”

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4. Verbindend? – das Lesen
(wdr.de, Jürgen Wiebicke, Audio: 55:53 Minuten)
“Das Lesen hat ein gutes Image. Es bringt die Persönlichkeit weiter und auch die Gesellschaft, so heißt es oft. Aber worüber genau reden wir eigentlich, wenn wir über das Lesen sprechen?” Darüber sprechen im “philosophischen Radio” der Hörfunk-Journalist und Schriftsteller Jürgen Wiebicke und die Philosophin Julika Griem.

5. Fakten, Folter, Fakenews: Interview mit einem globalen Wikipedia-Administrator
(youtube.com, Niklas Steenfatt, Video: 1:59:54 Stunden)
Wer sind eigentlich die Menschen, die hinter der Wikipedia stecken? Youtuber Niklas Steenfatt hat mit einem von ihnen gesprochen: “Martin Rulsch ist eine der aktivsten und einflussreichsten Figuren in der Wikipedia-Szene. Unter dem Benutzernamen ‘DerHexer’ wirkt er seit 16 Jahren an Wikipedia und ihren Schwesterprojekten mit. Er schreibt Artikel, nimmt Fotos auf, organisiert Community-Projekte, programmiert Software-Tools und bekämpft Vandalismus.” Ein Gespräch, das tiefe Einblicke in das Online-Lexikon liefert. Tipp: In der Videobeschreibung auf Youtube gibt es Kapitelmarken (“Timestamps”), über die man die einen interessierenden Themen direkt anspringen kann.

6. Wie Kommunisten-Nazis in Deutschland Nordkorea-Propaganda machen (ernsthaft!)
(youtube.com, Walulis Story – SWR3, Philipp Walulis, Video: 15:52 Minuten)
Das nordkoreanische Regime betreibt seit jeher einen großen Aufwand zur medialen Selbstinszenierung, seit Kurzem auch auf Social Media und in deutscher Sprache. Das Walulis-Team hat sich die Medienarbeit der Nordkoreaner angeschaut – wie immer mit der nötigen Portion satirischer Distanz.

Parlament gegen SLAPP-Klagen, Diversität, Dislike für Dislikes

1. EU-Parlament gegen SLAPP-Klagen
(verdi.de)
“SLAPP” ist die englische Abkürzung für strategische Klagen gegen öffentliche Beteiligung (Strategic Lawsuits Against Public Participation). Sie dienen dazu, Medienschaffende sowie Aktivistinnen und Aktivisiten einzuschüchtern und von ihrer Arbeit abzuhalten. In einer gestern in Brüssel mit großer Mehrheit verabschiedeten Resolution haben die EU-Abgeordneten unter anderem Regeln für die frühzeitige Abweisung solcher Klagen gefordert.

2. Moderator Dirk Steffens: “Es ist falsch, Verblendeten das Wort zu erteilen”
(rnd.de)
Der “Terra-X”-Moderator Dirk Steffens hat im Gespräch mit der Nachrichtenagentur “teleschau” den Umgang von Medien mit Corona- und Klimaleugnern kritisiert und als “Grundversagen” bezeichnet: “Es ist falsch, über Unsinn zu berichten und Verblendeten das Wort zu erteilen. Wir haben das journalistisch die ganze Zeit gemacht und damit riesigen Schaden angerichtet.”

3. Üble Nachrede: Wolfgang Fellner bekennt sich falscher Aussagen über Katia Wagner schuldig
(derstandard.at)
Bis zuletzt hatte Wolfgang Fellner, Herausgeber der Zeitung “Österreich” und des Onlineportals oe24.at, die gegen ihn erhobenen Belästigungsvorwürfe abgestritten und als “frei erfunden” bezeichnet. Nun hat die Angelegenheit vor Gericht eine Wendung und damit ein unerwartet rasches Ende gefunden: Nachdem der Anwalt der Opferseite angeboten hatte, dem Gericht als Beweismittel Tonaufnahmen vorzulegen, knickte Fellner ein.

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4. Youtube verbirgt Zahl der “Mag ich nicht”-Klicks bei Videos
(faz.net)
Youtube will seinen Uploadern künftig die Möglichkeit einräumen, die Zahl der Negativ-Bewertungen (“Dislikes”) unter ihren Videos verbergen. Damit sollen Mobbing und sogenannte “Dislike-Attacken” verhindert werden, so das Unternehmen. Die Nutzer und Nutzerinnen sollen sich laut Youtube sicher fühlen, sich auf der Plattform auszudrücken.

5. Das Streben nach Diversität in deutschen, britischen und schwedischen Redaktionen
(de.ejo-online.eu, Olivia Samnick)
In einer neuen Studie diskutieren die Autorinnen und Autoren, wie sich Redaktionen divers(er) gestalten lassen. Sie haben dazu 18 Nachrichtensender in Deutschland, Schweden und Großbritannien untersucht. Olivia Samnick fasst die Ergebnisse zusammen und macht auf ein dort benanntes, weiteres Problem aufmerksam: “Vergangene Untersuchungen legen nahe, dass ein diverses Team noch lange nicht diversere Medieninhalte hervorbringt.”

6. Wetten, dass das alte Fernsehen eine Zukunft hat?
(meedia.de, Tobias Singer)
Gegen alle Streaming-Tendenzen bricht “Meedia”-Redakteur Tobias Singer eine Lanze für das lineare Fernsehen und wagt eine Prognose: “Der Streaming-Hype wird abebben. Netflix und Co. sichern sich die großen Marktanteile, aber am Ende gibt es eine Übersättigung, dann kommt die Langeweile, gefolgt von einer Abkehr. Und auch Netflix staubt als Label für gute Unterhaltung an. Und das lineare Fernsehen wird eine Sehnsucht nach einem festen Programm zu einer festen Uhrzeit befriedigen.”

KW 44: Hör- und Gucktipps zum Wochenende

Hurra, endlich Wochenende – und damit mehr Zeit zum Hören und Sehen! In unserer Samstagsausgabe präsentieren wir Euch eine Auswahl empfehlenswerter Filme und Podcasts mit Medienbezug. Viel Spaß bei Erkenntnisgewinn und Unterhaltung!

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1. Boulevardblätter in Not – Haben Bild und Co. noch eine Zukunft?
(sr.de, Isabel Sonnabend & Michael Meyer, Audio: 16:04 Minuten)
In der aktuellen Folge von “Medien – Cross und Quer” geht es um die Zukunft des Boulevard: Steht das Segment der Boulevardzeitungen vor dem baldigen Aus? Oder wandern Boulevard-Inhalte einfach nur ins Netz und werden dann eben dort konsumiert? Ist Boulevard-Berichterstattung, so wie sie jetzt ist, überhaupt noch zeitgemäß? Und was kann und wird sich verändern? Unter anderem darüber sprechen Isabel Sonnabend und Michael Meyer mit dem Hamburger Medienwissenschaftler Michael Haller.

2. Wie gefährdet ist die Pressefreiheit in Polen?
(uebermedien.de, Holger Klein, Audio: 27:18 Minuten)
Im “Übermedien”-Podcast spricht der Journalist Thomas Dudek mit Holger Klein darüber, wie die polnische Medienlandschaft sich Stück für Stück verändert, wie der öffentlich-rechtliche Rundfunk Telewizja Polska zum Propagandaorgan der Regierung wurde, und weshalb die Parlamentswahl 2023 ein Wendepunkt für die Pressefreiheit in Polen sein könnte.
Weitere Empfehlung: Im Rahmen der MDR-Europakonferenz hat sich MDR-Programmdirektor Klaus Brinkbäumer mit den Botschaftern von Polen und Tschechien sowie einer Vertreterin von Reporter ohne Grenzen über Pressefreiheit sowie über “Medien und ihre gesellschaftliche Funktion in Europa” unterhalten (youtube.com, phoenix, Video: 1:56:10 Stunden).

3. True Crime: Online auf Verbrecherjagd
(ndr.de, Gudrun Kirfel, Video: 12:57 Minuten)
Das Verschwinden der US-amerikanischen Bloggerin Gabby Petito sorgte weltweit für großes Aufsehen. Der Hashtag #gabbypetito verzeichnete allein auf TikTok annähernd zwei Milliarden Aufrufe. Dort, bei Instagram und Youtube suchten unzählige Nutzerinnen und Nutzer den mutmaßlichen Mörder. “Zapp”-Reporterin Gudrun Kirfel hat die Welt der neuen Hobby-Detektive erkundet: Was treibt sie an? Wie hilfreich sind deren Hinweise?

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4. Entscheidung zu El-Hassan und Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis
(wdr.de, Sebastian Sonntag, Audio: 40:16 Minuten)
Im WDR5-Medienmagazin geht es um die folgenden Themen: Die Entscheidung zu Nemi El-Hassan, Afghanische Journalisten in Deutschland, Preisgekrönte Afghanistan-Reporterin, Berichterstattung an Polens Ostgrenze, Chance und Risiko von Gesichtserkennung, Online-Portal für historische Zeitungen. Den Abschluss bildet wie immer die “Medienschelte”, diesmal zum Revival von “Wetten, dass ..?”.

5. Nachhaltigkeits-Berichterstattung: Wie veränderungsbereit sind deutsche Medien, Daniel Bröckerhoff?
(youtube.com, turi2tv, Markus Trantow, Video: 9:26 Minuten)
Auf den Medientagen München wurde unter anderem über das Thema “Nachhaltigkeit in Medien und Gesellschaft” diskutiert. Daniel Bröckerhoff moderierte dort einen “Nachhaltigkeitsgipfel”. In der Nachbesprechung mit “turi2” fasst Bröckerhoff die unterschiedlichen Positionen und den Stand der Diskussion zusammen (“Am Ende hat es ein bisschen gekracht”).

6. Wieso sich das Militär jetzt auf die Gamer stürzen will
(youtube.com, Walulis Story – SWR3, Video: 13:07 Minuten)
Der Krieg der Kriegsspiele für den PC habe einen lachenden Gewinner aus der zweiten Reihe: Armeen. Für die könne es aktuell nicht genug Gaming geben. In der aktuellen “Walulis Story” geht es um die medialen Anstrengungen, aus Gamern Rekruten zu machen, und die Frage, wie die Spielehersteller dabei helfen.

Klima-Medienkrise, “Falter-Gate”, Gesichtserkennung geht weiter

1. Programmauswertung: Wir haben mal nachgezählt…
(klimavoracht.de)
“Klima vor acht” versteht sich als “Initiative zur Förderung von Klimaberichterstattung zur besten Sendezeit”, also kurz vor 20 Uhr, unmittelbar vor der “Tagesschau”. Die Mitglieder der Initiative haben sich das zurückliegende öffentlich-rechtliche Programm seit 2016 angeschaut und kommen zu einem eindeutigen Ergebnis: Im Verhältnis zum öffentlichen Interesse an der Klimakrise gebe es deutlich zu wenig Sendungen bei ARD und ZDF, die sich mit dem Thema befassen.

2. Facebook arbeitet weiter an Gesichtserkennung
(netzpolitik.org, Sebastian Meineck)
Wer die Nachrichten der vergangenen Tage verfolgt hat, könnte meinen, Facebook verabschiede sich von seiner umstrittenen Gesichtserkennnung. Wenn man die Pressemitteilung des Mutterkonzerns Meta genau lese, ergebe sich jedoch ein anderes Bild, schreibt Sebastian Meineck: Facebook halte nach wie vor an der Technologie fest, wolle sie nur gezielter einsetzen. Meinecks Tipp: “Wer auch in Zukunft sein Gesicht vor möglicher, biometrischer Erfassung durch den Konzern schützen will, sollte eher keine Facebook-Produkte nutzen.”

3. Falter-Gate: Wie kritische Journalist:innen eingeschüchtert werden sollen
(youtube.com, Moment Magazin, Natascha Strobl, Video: 3:41 Minuten)
In Österreich hat sich im ÖVP-nahen Umfeld eine Kampagne gegen Florian Klenk, Chefredakteur der Zeitschrift “Falter”, und gegen die Staatsanwaltschaft, die unter anderem gegen Ex-Kanzler Sebastian Kurz ermittelt, gebildet. Natascha Strobl erklärt in ihrer Video-Kolumne die dahinterstehende Strategie: “Desinformation wie Falter-Gate bietet eine Gegenrealität zur realen, auf Fakten basierenden Realität. In dieser Gegenrealität werden die eigentlichen Täter:innen zu Opfern und die Aufdecker:innen zu Täter:innen”.

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4. Holt mehr Journalistinnen mit Behinderung in die Redaktion!
(uebermedien.de, Andrea Schöne)
“Diversity in den Medien ist die Debatte schlechthin für den Journalismus der Zukunft. Meistens geht es hier um die Förderung von Frauen, von Menschen mit Migrationsgeschichte oder queeren Menschen. Alles wichtig. Genauso wichtig wäre aber, auch über die Sichtbarkeit von behinderten Menschen in Medien zu reden oder über ihre Mitarbeit hinter den Kulissen.” Die freie Journalistin Andrea Schöne beschreibt bei “Übermedien” ihre Erfahrungen als Journalistin mit Behinderung und erklärt, was sich tun müsste, damit der Zugang in den Journalismus endlich barrierefrei(er) wird.

5. “Müssen wir uns jetzt wieder beschimpfen lassen?”
(journalist.de, Thilo Komma-Pöllath)
Claudia Neumann ist seit 1999 Sportreporterin beim ZDF, seit 2008 kommentiert sie Fußballspiele live, seit 2016 auch Partien der Männer. Bei Letzterem schlagen ihr regelmäßig sexistische Kommentare, Beschimpfungen und Hass entgegen. Der “journalist” hat sich mit Neumann über ihre Vorbildrolle, die unterschiedliche Beurteilung von Frauen und Männern und den Umgang mit Fehlern unterhalten.

6. Expertinnen warnen vor Netflix-Serie “Squid Game” für jüngere Kinder
(rnd.de)
Die aus Südkorea stammende Serie “Squid Game” ist die weltweit erfolgreichste Netflix-Produktion aller Zeiten. Sie steht jedoch wegen ihrer Gewalttätigkeit in der Kritik. Vor allem für Kinder sei die Serie nach Ansicht von Experten und Expertinnen ungeeignet. Eltern sollten die Altersfreigabe ab 16 Jahren berücksichtigen und gegebenenfalls mit ihren Kindern über das Gesehene sprechen, um bei der Verarbeitung zu helfen.

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