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KW 07/22: Hör- und Gucktipps zum Wochenende

Hurra, endlich Wochenende – und damit mehr Zeit zum Hören und Sehen! In unserer Samstagsausgabe präsentieren wir Euch eine Auswahl empfehlenswerter Filme und Podcasts mit Medienbezug. Viel Spaß bei Erkenntnisgewinn und Unterhaltung!

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1. Wie schwer ist es, aus China zu berichten?
(uebermedien.de, Holger Klein, Audio: 19:24 Minuten)
Die chinesische Regierung hat die Berichterstattung über die Olympischen Spiele in Peking rigide eingeschränkt. Medienschaffende dürfen sich nur in einer streng abgeschirmten “Bubble” bewegen und werden beobachtet und gelenkt. Im “Übermedien”-Podcast mit Holger Klein spricht Tamara Anthony, Leiterin des ARD-Studios Peking, darüber, “wie sie es trotzdem schafft, in der Berichterstattung über Olympia kritische Töne anzuschlagen, wie die Menschen in China auf sie als deutsche Journalistin reagieren und warum sich ausgerechnet in der Olympia-Blase manchmal ein eigentümliches Gefühl von Bewegungsfreiheit einstellt.”
Weiterer Hörtipp: Winterspiele in Peking – Sport oder Politikum?: “Isabel Sonnabend und Thomas Bimesdörfer sprechen mit den Mainzer Kommunikationswissenschaftlerinnen und Sportexpertinnen Christiana Schallhorn und Jessica Kuhnert über den Spagat zwischen Sportberichterstattung und Politik bei den Winterspielen in China.” (sr.de, Audio: 15:05 Minuten)

2. Mangelware Lokaljournalismus: Zu rar, um nah zu sein?
(deutschlandfunk.de, Anh Tran, Audio: 43:09 Minuten)
Der Deutschlandfunk (Dlf) diskutiert regelmäßig mit seinen Hörerinnen und Hörern. In der aktuellen Ausgabe dieser Gesprächsreihe macht sich ein Hörer Sorgen um die Lokalmedien in seiner Region: Von einst drei Lokalzeitungen sei nur noch eine übrig. Es diskutieren der Dlf-Hörer Berthold Geyer, Anna Sprockhoff, stellvertretende Chefredakteurin der “Märkischen Allgemeinen Zeitung”, und Anh Tran aus der Dlf-Medienredaktion.

3. Der Fall Luke Mockridge: #MeToo und die Grenzen der Justiz
(ndr.de, Kathrin Drehkopf, Video: 24:58 Minuten)
Beim Fall Luke Mockridge steht Aussage gegen Aussage. Die Staatsanwaltschaft ermittelte, stellte das Verfahren gegen den Comedian aber ein. In den Sozialen Medien forderten viele trotzdem “Konsequenzen für Luke”. Das Medienmagazin “Zapp” hat sich mit dem Fall befasst. Dabei geht es jedoch nicht um die Klärung der Schuldfrage: “Diese Frage kann und will auch ZAPP nicht klären. Wir wollen stattdessen wissen: Welche Rolle spielen Soziale Netzwerke bei der Debatte um die Vorwürfe? Inwiefern geben sie Opfern sexualisierter Gewalt eine Stimme? Wo verläuft die Grenze zur Verleumdung?”

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4. Ukraine – Russland: Medienkrieg auf beiden Seiten?
(br.de, Jonathan Schulenburg, Audio: 26:38 Minuten)
Im Medienmagazin des Bayerischen Rundfunks geht es um die Frage, ob es einen Medienkrieg zwischen Russland und der Ukraine gibt, um die Medienstrategie von Bundeskanzler Olaf Scholz, um das Für und Wider von staatlicher Medienförderung und um Videoreporterinnen in indischen Dörfern.

5. Die “Sonder”-Berlinale 2022
(deutschlandfunknova.de, Tom Westerholt & Anna Wollner, Audio: 42:15 Minuten)
“Halbvolle Filmpremieren, kaum Begegnungen, keine Empfänge, die Roten Teppiche verwaist und so isoliert wie die internationalen Filmjournalist*innen voneinander.” Die diesjährige Berlinale hat mit vorigen Berlinalen wenig zu tun. Tom Westerholt und Anna Wollner haben sich trotzdem dorthin begeben. Ihr Fazit: “Mehr Maskenball als Filmfest”.
Weiterer Lesetipp: Unter der Überschrift Berlinale 2022 – Kino ist nicht für alle da schreibt die “Filmlöwin”: “An dieser Stelle könnte eine Filmkritik zum Berlinale-Eröffnungsfilm stehen. Oder zu irgendeinem Berlinale-Film. Aber dem ist nicht so, denn ich kann dieses Jahr – wie viele andere Kolleg:innen – am Festival nicht teilnehmen. Stattdessen steht hier jetzt ein Text über meine Beweggründe und warum die Berlinale die Chance verpasst hat, die Pandemie als Sprungbrett in die Zukunft des Kinos zu nutzen.”

6. turi2 Clubraum: Peter Wittkamp über Springer, Twitter und Witze mit Haltung.
(youtube.com, Aline von Drateln & Markus Trantow, Audio: 44:38 Minuten)
Im “turi2 Clubraum” ist der Hauptautor der Online-Ausgabe der “heute show” zu Gast: Peter Wittkamp. Mit Moderatorin Aline von Drateln und “turi2”-Chefredakteur Markus Trantow spricht er über die Themen der Woche, zum Beispiel die jüngste Entwicklung der Causa Reichelt bei Springer. Es geht aber auch um die Vor- und Nachteile von Twitter-Likes und Wittkamps Umgang mit den Sozialen Medien.

KW 06/22: Hör- und Gucktipps zum Wochenende

Hurra, endlich Wochenende – und damit mehr Zeit zum Hören und Sehen! In unserer Samstagsausgabe präsentieren wir Euch eine Auswahl empfehlenswerter Filme und Podcasts mit Medienbezug. Viel Spaß bei Erkenntnisgewinn und Unterhaltung!

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1. Streitfall Kernenergie: Ein Kollegengespräch über Ausgewogenheit im DLF
(deutschlandfunk.de, Georg Ehring & Marco Bertolaso & Bettina Schmieding, Audio: 45:15 Minuten)
Wird im Deutschlandfunk (DLF) ausgewogen über das Streitthema Kernenergie berichtet? Georg Ehring, Leiter der DLF-Sendung “Umwelt und Verbraucher”, DLF-Nachrichtenchef Marco Bertolaso und Bettina Schmieding aus der DLF-Medienredaktion diskutieren mit Wiebke Rögener vom Institut für Wissenschaftsjournalismus der TU Dortmund.

2. #92: Daniel! Rosemann!
(podcastaeec30.podigee.io, Boll & Blasberg, Audio: 1:05:26 Stunden)
Wenn der TV-Experte, langjährige Medienmanager und einstige Senderchef von Tele 5 Kai Blasberg über das Medium Fernsehen spricht, ist das immer hörenswert. Das liegt auch daran, dass Blasberg schon in seinen aktiven Zeiten stets deutliche Worte fand und seiner Branche den Spiegel vorhielt. In der aktuellen Folge des Podcasts “Boll & Blasberg” ist nun Daniel Rosemann zu Gast, der bei Sat.1 und ProSieben die Geschäfte leitet. Ein Aufeinandertreffen geballter Privatfernseh-Kompetenz.

3. Ferngespräche: Marokko
(radioeins.de, Holger Klein, Audio: 53:45 Minuten)
Beim radioeins-Korrespondenteninterview hat sich Holger Klein mit der ARD-Korrespondentin Dunja Sadaqi unterhalten, die von Rabat aus über Nord- und Westafrika berichtet. Insgesamt umfasst ihr Berichtsgebiet 22 Länder, im Gespräch geht es jedoch im Wesentlichen um Sadaqis Schwerpunkt Marokko.

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4. Bitcoin-Influencer auf YouTube: Das Geschäft mit der Gier
(ndr.de, Video: 21:24 Minuten)
Bitcoin-Influencer machen auf Youtube Klicks und Kasse mit dem Traum vom schnellen Geld. “Zapp” hat dem Trend hinterherrecherchiert: “Wir fragen, wer hinter den Tipps und Tricks der Krypto-Influencer steckt. Und wie problematisch sind solche Kanäle auf YouTube?”

5. Stefan Niggemeier von Übermedien
(steady-growth-talks.podigee.io, Gabriel Yoran, Audio: 36:03 Minuten)
Stefan Niggemeier ist Mitgründer des medienkritischen Portals “Übermedien”. Bei der Finanzierung setzt er auf Mitgliedsbeiträge, deren Verwaltung der Dienstleister Steady übernimmt. Mit Steady-Gründer Gabriel Yoran spricht Niggemeier über seine Vermarktungsstrategie und “die Herausforderung, plötzlich nicht nur Journalist zu sein, sondern auch noch kräftig die Werbetrommel für sein eigenes Produkt rühren zu müssen”.
Dazu ein doppelter Transparenzhinweis: Stefan Niggemeier ist auch Mitgründer des BILDblog. Und wir hier beim BILDblog nutzen, wie “Übermedien”, auch die Dienste von Steady.

6. Internet im Snack-Format – warum TikTok so erfolgreich ist
(ardaudiothek.de, Christian Schiffer, Audio: 25:49 Minuten)
Das Videoportal TikTok soll weltweit bereits mehr als eine Milliarde Nutzerinnen und Nutzer haben, und auch in Deutschland ist die App äußerst beliebt. Die “Tagesschau” hat bei TikTok zum Beispiel mehr als 1,2 Millionen Fans. Aber was macht die Plattform so attraktiv? Christian Schiffer, Redakteur beim Bayerischen Rundfunk, hat es im Selbstversuch ausprobiert.

KW 05/22: Hör- und Gucktipps zum Wochenende

Hurra, endlich Wochenende – und damit mehr Zeit zum Hören und Sehen! In unserer Samstagsausgabe präsentieren wir Euch eine Auswahl empfehlenswerter Filme und Podcasts mit Medienbezug. Viel Spaß bei Erkenntnisgewinn und Unterhaltung!

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1. Radikal komisch – Die Macht der Satire
(ardmediathek.de, Alexander C. Stentzel & Lukas Mayer, Video, drei Folgen je 30 Minuten)
Welche Bedeutung hat politische Satire heute? Dieser Frage geht der Hessische Rundfunk in der dreiteiligen Serie “Radikal komisch” nach. In Folge 1 geht es um die Lust am Tabubruch, in Folge 2 heißt es: Alles ist Satire, und Folge 3 handelt von der Macht der Satire. Unterhaltend und informativ umgesetzt, mit vielen Szenegrößen und Satire-Promis.

2. Interview mit Kulturzeit zu Joe Rogan und Spotify
(youtube.com, Michael Seemann, Video: 7:12 Minuten)
In der 3sat-Sendung “Kulturzeit” kommentiert Michael Seemann die Kontroverse um den US-amerikanischen Podcaster Joe Rogan und Spotify. Rogan hatte über seinen Spotify-Podcast Falschinformationen zum Coronavirus und zu Impfungen verbreitet. Das ist von besonderer Relevanz, denn Rogan ist nicht irgendein Podcaster, sondern wird millionenfach gehört und wurde von Spotify exklusiv für stolze 100 Millionen Dollar verpflichtet.
Dazu auch ein Lesetipp: Warum sich Spotify aus der Affäre ziehen will (netzpolitik.org, Olaf Pallaske).

3. Ferngespräche: Kasachstan
(radioeins.de, Holger Klein, 53:05 Minuten)
Beim Korrespondenteninterview von radioeins ist Oliver Soos zu Gast, der eigentlich Reporter für Brandenburger Landespolitik beim rbb-Hörfunk und bei rbb24 ist, aber zufällig in Kasachstan zu Gast war, als dort die Unruhen im Januar 2022 stattfanden. Holger Klein hat Soos kurz vor dessen Rückkehr zu den Erlebnissen vor Ort und zur Situation im Land befragt.

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4. Stammgast Sven Schmidt: “Streaming-Startup von Axel Springer ist zum Scheitern verurteilt”
(omr.com, Philipp Westermeyer & Sven Schmidt, Audio: 31:12 Minuten)
Lange ist gerätselt worden, was Christian Seifert nach seinem Abschied als Chef der Deutschen Fußball Liga macht. Nun ist klar: Er plant mit Axel Springer einen Streamingdienst für Sportarten wie Handball, Eishockey oder Basketball – aber ohne Fußball. Philipp Westermeyer und Sven Schmidt analysieren die Pläne und deren Erfolgsaussichten. Außerdem sprechen sie darüber, warum der Sport-Streamingdienst DAZN seine Preise verdoppelt.

5. Radio als Volkspädagoge: Versucht der Deutschlandfunk seine Hörer zu erziehen?
(deutschlandfunk.de, Brigitte Baetz, Audio: 34:31 Minuten)
Deutschlandfunk-Hörer Manfred Schreiber hat sich beim Sender gemeldet. Er habe häufiger den Eindruck, dass ihm Medien, und vor allem der Deutschlandfunk (DLF), vorschreiben möchten, was er zu denken habe. Darauf hat ihn der Sender zum Gespräch eingeladen. In der Diskussionsrunde außerdem dabei: Karin Fischer, Leiterin Aktuelle Kultur im Deutschlandfunk, der Kommunikationswissenschaftler Martin Emmer von der FU Berlin und Brigitte Baetz aus der DLF-Medienredaktion.

6. Margret Albers: Initiative “Der besondere Kinderfilm”
(wiesoweshalbwarum.podigee.io, Thomas Hartmann, Audio: 1:20:05 Stunden)
Kindermedien-Podcaster Thomas Hartmann unterhält sich mit Margret Albers, der Projektleiterin der Initiative “Der besondere Kinderfilm”, einem Förderprogramm für originäre Kinderfilmstoffe. Im Gespräch geht es nicht nur um die komplexen Strukturen der Initiative, sondern auch um die Merkmale eines besonderen Kinderfilms, um kindliche Heldenreisen und um die Gemeinsamkeiten von Horror- und Kinderfilmen.

Der Fall Assange, Neue Meldepflicht, Harald Schmidts Kalkül

1. Der Fall Assange betrifft uns alle
(reporter-ohne-grenzen.de)
Reporter ohne Grenzen, der Deutsche Journalisten-Verband, die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union in ver.di und das Netzwerk Recherche haben in einer Pressekonferenz an die deutsche Bundesregierung appelliert, dass diese sich dafür einsetzen soll, dass Julian Assange unverzüglich freikommt: “Das Verhalten Großbritanniens im Fall Assange ist eines Rechtsstaats nicht würdig. Über zwei Jahre konnten wir immer wieder im Gericht beobachten, dass das Verfahren nichts als eine politisch motivierte Farce ist. Die einzige Hoffnung auf eine Freilassung in absehbarer Zeit ist, dass die USA das Verfahren einstellen. Deshalb muss Bundeskanzler Scholz nächste Woche bei US-Präsident Biden darauf dringen, dass die Anklage fallengelassen wird”, so Christian Mihr, Geschäftsführer von Reporter ohne Grenzen.

2. Zum Umgang der Experten des Boulevards mit COVID-19
(blog.kulturwissenschaften.de, Maren Lickhardt)
Maren Lickhardt, Assistenzprofessorin für Neuere deutsche Literatur und Medien an der Uni Innsbruck, hat sich angeschaut, wie Boulevardmagazine mit dem Thema Covid-19 umgehen. Ihr Fazit: “Sobald die Zeitschriften ihren ersten Reflex, Laienmeinungen Prominenter zu thematisieren, überwunden haben, steht in diesen in keiner Weise in Frage, dass Mediziner:innen, Naturwissenschaftler:innen und Jurist:innen auf ihren jeweiligen Gebieten als maßgebliche Instanz anzuerkennen sind.”

3. Richterbund fordert mehr Staatsanwälte und Richter für Kampf gegen Hass im Netz
(rnd.de, Tobias Peter)
Ab heute müssen Soziale Netzwerke Verdachtsfälle von Straftaten an das Bundeskriminalamt (BKA) melden. Die Justiz sieht eine Lawine an Arbeit auf sich zukommen: Der Deutsche Richterbund erwartet aufgrund der neuen Meldepflicht rund 150.000 zusätzliche Strafverfahren pro Jahr. Für den damit verbundenen Mehraufwand brauche es Hunderte zusätzliche Staatsanwälte und Richter.
Weiterer Lesehinweis: Twitter klagt gegen BKA-Zentralstelle: “Das soziale Netzwerk will keine Daten von Onlinehetzern an das Bundeskriminalamt weitergeben müssen: Nach ‘Spiegel’-Informationen hat Twitter kurz vor einem wichtigen Stichtag Klage eingereicht.” (spiegel.de)

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4. “Es ist gar nicht so einfach, die Stimmungsbremse zu sein”
(dwdl.de, Alexander Krei)
Ulf Röller leitet das ZDF-Studio in Peking. Im Interview mit “DWDL” spricht er über die bevorstehenden Olympischen Spiele, die Arbeitsbedingungen in China und erzählt, wie es sich als deutscher Journalist im fernen Asien lebt.

5. Spotify will Hörer besser informieren
(faz.net)
Dem umstrittenen US-Comedian Joe Rogan wird vorgeworfen, in seinem Spotify-Podcast Falschinformationen über das Coronavirus und Impfungen zu verbreiten. Der kanadische Musiker Neil Young hatte als Reaktion seine gesamte Musik von der Streaming-Plattform entfernen lassen. Spotify hält an Rogan, den man zuvor für viele Millionen US-Dollar verpflichtet hatte, fest, arbeite nach eigener Aussage jedoch an einem “Hinweis”: “Wir arbeiten daran, jeder Podcast-Episode, die eine Diskussion über Covid-19 enthält, einen Inhaltshinweis hinzuzufügen”.

6. Harald Schmidt kann selbst nicht glauben, dass seine alten Spielchen noch funktionieren
(uebermedien.de, Stefan Niggemeier)
Harald Schmidt hat dem “Spiegel” ein Interview gegeben, bei dem man, wie so oft bei ihm, nicht weiß, was Ernst gemeint und was Schmidtsche Performance ist. Stefan Niggemeier kommentiert: “Immer wieder betont Schmidt im ‘Spiegel’-Interview, dass man keine seiner Aussagen für bare Münze nehmen kann. ‘Ich sage Sätze und gucke, was passiert.’ Für mich reduziert das erheblich den Reiz, seine Sätze zu lesen – und noch mehr, ihm Fragen zu stellen. Aber die ‘Spiegel’-Leute sind da schmerzfrei.” Niggemeiers Fazit: “Es ist bloße kalkulierte Aufmerksamkeitsökonomie, und dass dieses Kalkül aufgegangen ist, beweist die Existenz des Artikels.”

KW 04/22: Hör- und Gucktipps zum Wochenende

Hurra, endlich Wochenende – und damit mehr Zeit zum Hören und Sehen! In unserer Samstagsausgabe präsentieren wir Euch eine Auswahl empfehlenswerter Filme und Podcasts mit Medienbezug. Viel Spaß bei Erkenntnisgewinn und Unterhaltung!

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1. Wild Wild Web – Der Pornhub Effekt
(br.de, Audio, 5 Episoden)
In der ersten Staffel von “Wild Wild Web” hatten die Podcast-Macherinnen und -Macher ein höchst unterhaltsames und informatives sechsteiliges Feature über Kim Dotcom abgeliefert, einen der schillerndsten deutschen Internetunternehmer und Medienfiguren. Die zweite Staffel dreht sich erneut um einen Deutschen, der das Internet umgekrempelt hat: den Pornhub-Gründer Fabian Thylmann.

2. Bedroht, verfolgt, angegriffen – wir brauchen mehr Schutz!
(journalist.de, Annkathrin Weis und Luca Schmitt-Walz, Audio: 48:31 Minuten)
Beim “Druckausgleich”-Podcast für junge Medienschaffende geht es um Gewalt gegen Journalistinnen und Journalisten in Zusammenhang mit der Corona-Berichterstattung: “Viele junge Journalist:innen erleben solche Situationen nun zum ersten Mal. Hat man sie darauf vorbereitet? Der ebenfalls noch junge Journalist Julius Geiler erzählt von seinen Erfahrungen auf Demos und erklärt, weshalb der Schutz von Reporter:innen nicht mit ihrem Einsatz vor Ort endet.”

3. #diepodcastin über Auszeichnungen
(diepodcastin.de, Isabel Rohner & Regula Stämpfli, Audio: 49:13 Minuten)
Im feministischen Wochenrückblick der “Podcastin” sprechen Isabel Rohner und Regula Stämpfli gleich über mehrere Themen mit Medienbezug: über die italienische “Vogue”, den besten “Guerilla-Girl-Account auf Instagram” im deutschsprachigen Raum, einen “Machttext” zum Treffen von Annalena Baerbock mit dem russischen Außenminister Sergei Lawrow und die Attacken des Chef-Europakorrespondenten von “Politico” gegen die Historikerin Annika Brockschmidt.

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4. studioM: Julian Assange – Staatsfeind oder Journalist?
(wdr.de, Georg Restle, Video: 58:07 Minuten)
Anhand des Falls Assange diskutiert Georg Restle mit seinen Gästen über die Frage, was wichtiger ist: Der Schutz von Menschenrechten und Pressefreiheit oder der Schutz von Staatsgeheimnissen eines Machtapparates? Dazugeschaltet sind: Nils Melzer (UN-Sonderberichterstatter über Folter), John Kornblum (ehemaliger US-Botschafter in Deutschland), Herta Däubler-Gmelin (ehemalige Bundesjustizministerin) und Constanze Kurz (Sprecherin des Chaos Computer Clubs).

5. Wie funktioniert Lokaljournalismus für Millennials, Alexandra Haderlein?
(wasmitmedien.de, Daniel Fiene & Sebastian Pähler, Audio: 1:11:28 Stunden)
Die Plattform “Relevanzreporter Nürnberg” will “unabhängigen, konstruktiven Lokaljournalismus für Nürnberg und die Region” bieten. Bei “Was mit Medien” erzählt Chefredakteurin Alexandra Haderlein, wie das gelingt, wie es zu der Idee kam, und was sie und ihr Team noch vorhaben.

6. Presse mit Laura Müller Double reingelegt
(youtube.com, Marvin, Video: 17:03 Minuten)
Youtuber Marvin Wildhage hat ein Experiment gestartet: Was würde passieren, wenn er das Gerücht streut, die Influencerin Laura Müller sei schwanger? Er hat dazu eine Doppelgängerin, einen Paparazzo namens “Ulkig” und eine angebliche Zeugin namens “Verkohlen” engagiert/erfunden, um seinen Lockstoff unter das Medienvolk zu bringen. Das Ergebnis: Einige Redaktionen schauten nicht genau hin und sprangen nur all zu gerne auf die Geschichte an.

Ungeimpfte Fake-Annoncen, ServusTV, Der Sinn von Dislike-Buttons

1. Suche Aufmerksamkeit, biete Stellenanzeige
(uebermedien.de, Lisa Kräher)
In einigen Anzeigenblättern und Lokalzeitungen erschienen in letzter Zeit angebliche Jobgesuche von angeblichen Fachkräften aus Gesundheits- und Pflegeberufen. Diese beschrieben sich selbst meist als ungeimpft, mit langjähriger Erfahrung und ab dem 16. März arbeitslos, dann gelte nämlich die “einrichtungsbezogene Impfpflicht”. Es gibt zahlreiche Indizien dafür, dass es sich um orchestrierte Fake-Annoncen handelt. Lisa Kräher hat bei den Blättern nachgefragt: “Hätte das der Anzeigenabteilung nicht komisch vorkommen müssen? Und welche Kontrollmechanismen gibt es da überhaupt bei Anzeigen?”

2. Wie ein Senderchef die eigenen Werbekunden vergrault
(dwdl.de, Timo Niemeier)
Timo Niemeier legt eine lesenswerte Analyse zu den Entwicklungen beim österreichischen Privatsender ServusTV und dessen Chef Ferdinand Wegscheider vor: “Wegscheider bedient sich ganz bewusst rechter Rhetorik und grenzt sich nicht ab von Verschwörungstheoretikern und ihren Ansichten. Im Gegenteil: Der ServusTV-Chef nutzt regelmäßig entsprechende Aussagen und Argumentationen. Wenn er, wie in letzter Zeit geschehen, dafür kritisiert wird, suhlt er sich in Selbstmitleid und äußert die Befürchtung, mundtot gemacht werden zu sollen.”

3. BGH-Urteil: Der Klarname hindert kaum jemanden am Hass
(rnd.de, Matthias Schwarzer)
Matthias Schwarzer nimmt eine aktuelle Entscheidung des Bundesgerichtshofs zum Anlass, über die Klarnamenpflicht nachzudenken. Seiner Meinung nach hindere eine derartige Pflicht kaum jemanden an Hassbotschaften. Es sei zielführender, die Plattformen stärker in die Verantwortung zu nehmen, statt die Anonymität im Netz für alle abzuschaffen.

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4. Faeser distanziert sich von eigener Abschaltdrohung
(spiegel.de)
Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) hat sich von ihrer Drohung distanziert, den Messengerdienst Telegram bei weiteren Verstößen gegen deutsche Gesetze sperren zu lassen. Es sei nicht ihr Ziel, den Dienst abzuschalten, sie habe nur den Druck erhöhen wollen, so Faeser in einem aktuellen Interview bei hr-info.

5. Ist er “Risiko” oder “Chance”?
(taz.de, Nicole Opitz)
Eine vom Mediendienst Integration beauftragte Studie (PDF) hat die Berichterstattung über Eingewanderte und Geflüchtete untersucht: Wann wird stärker über “Risiken” und wann mehr über “Chancen” berichtet? Nicole Opitz fasst die wichtigsten Erkenntnisse der Untersuchung zusammen.

6. Der Sinn von Dislike-Buttons – das sagt die Wissenschaft
(netzpolitik.org, Sebastian Meineck)
Youtube hat Ende 2021 entschieden, bei allen hochgeladenen Videos die Anzahl der Dislikes (“Daumen runter”) auszublenden. Sebastian Meineck kommentierte seinerzeit: Endlich schaltet YouTube das Hassfeature ab. Nun hat er sich angeschaut, was die Wissenschaft über Sinn und Unsinn von Dislikes herausgefunden hat, wobei sich die Erkenntnisse in Grenzen halten: Die Plattformen würden ihre Zahlen nicht herausrücken und sich teilweise sogar gegen das Auswerten öffentlich einsehbarer Daten wehren.

Ist “Bild” toxisch?, Verrat am Journalismus, Ungeimpft-Inserate

1. Wie gefährlich ist Bild?
(journalist.de, Michael Kraske)
Ist “Bild” toxisch? Michael Kraske beschäftigt sich in einer ausführlichen Analyse mit der Entwicklung der “Bild”-Medien in den vergangenen Jahren. Er hat dazu bei Medienwissenschaftler Volker Lilienthal und dem aktuellen “Bild”-Chef Johannes Boie nachgefragt. Der ebenfalls um eine Stellungnahme gebetene Springer-Chef Mathias Döpfner wollte nicht antworten, was Kraske wie folgt kommentiert: “Döpfners Wort hat Gewicht. Er hat eine doppelte Vorbildfunktion, weil er eben nicht nur der Kopf des Springer-Verlags, sondern auch der journalistischen Medienhäuser im Land ist. Döpfner lässt über einen Sprecher mitteilen, dass er es vorzieht, die journalist-Anfrage nicht zu beantworten. Das sagt dann auch einiges.”

2. Erst Dummheit, dann Mutwillen
(taz.de, Silke Burmester)
Das Verlagshaus Gruner + Jahr geht in den Medienkonzern RTL auf. Für Silke Burmester Anlass für eine ganz persönliche Schlussbetrachtung: “Ich habe mich über die Jahre an Gruner + Jahr abgearbeitet. In meiner taz-Kolumne ‘Die Kriegsreporterin’ verging kaum eine Woche, in der ich nicht etwas aufgespießt habe, das für die leise Verabschiedung vom hehren Journalismus stand. Es sind nicht einmal die Hitler-Tagebücher, die ich dem Verlag ankreide. Das hätte wohl jedem der Häuser passieren können. Nein, was ich dem Verlag bzw. seinen Verantwortlichen übel nehme, ist der Verrat am Journalismus, den das Haus begangen hat. Zunächst durch Dummheit, dann durch Mutwillen.”

3. Stellengesuche ungeimpfter Pflegekräfte führen ins Leere
(rbb24.de, Andreas Rausch)
“Ich dachte, das ist ja krass …” Als Andreas Rausch ein Bautzener Anzeigenblatt in die Hände nahm, entdeckte er darin mehr als einhundert angebliche Stellengesuche von impfunwilligen Angehörigen der Gesundheitsberufe. Er beschließt, der Sache auf den Grund zu gehen, und versucht in mehreren Fällen, die Männer und Frauen, die die Inserate geschaltet haben sollen, anzurufen. Doch die angegebenen Nummern sind entweder nicht vergeben oder es ist dauerbesetzt oder es folgen anonyme Mailbox-Ansagen.
Weiterer Lesetipp: Laut Lars Wienand tritt dieses Phänomen auch in anderen Städten auf: Ungeimpfte: Der große Schwindel mit Stellengesuchen (t-online.de).

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4. Wenn Internetwerbung Demokratie gefährdet
(verdi.de, Bärbel Röben)
Der Werbeexperte Thomas Koch ist auf der digitalen “Konferenz zur Medienzukunft” mit der Werbebranche ins Gericht gegangen. Fünf Prozent aller Werbegelder deutscher Unternehmen würden auf Websites wie dem rechtsextremistischen “Breitbart”-Portal landen. Damit würden die Firmen sowohl den guten Ruf der Marke als auch die Demokratie gefährden. Bärbel Röben fasst die Erkenntnisse und Schlussfolgerungen Kochs zusammen, der Mitgründer der Kampagne “StopFundingHateNow” ist.

5. Sie sind so frei
(sueddeutsche.de, Jürgen Schmieder)
Jürgen Schmieder berichtet über die Übernahme der “Chicago Sun-Times” durch die Non-Profit-Organisation Chicago Public Media. Der Vorgang zeige, dass US-amerikanischen Medien eine Chance haben können, ohne Milliardär-Mäzen oder Hedgefonds zu überleben: “Der Deal, dessen Einzelheiten wie zum Beispiel Kaufpreis noch nicht bekannt sind, dürfte nicht nur die Medienlandschaft in Chicago verändern, sondern auch höchste Aufmerksamkeitswellen durch die komplette Branche senden.”

6. US-Behörden ermitteln nach Flugzeugabsturz von YouTuber
(spiegel.de, Jörg Breithut)
Es deutet vieles darauf hin, dass ein US-amerikanischer Youtuber Ende November absichtlich einen Flugzeugabsturz herbeigeführt hat, den er wie einen Unfall aussehen lassen wollte. Experten im Netz haben dafür jedenfalls einige Hinweise gefunden. “Spiegel”-Autor Jörg Breithut hat sowohl das Absturzvideo als auch ein skeptisches Reaktionsvideo in seinen Artikel eingebettet.

KW 03/22: Hör- und Gucktipps zum Wochenende

Hurra, endlich Wochenende – und damit mehr Zeit zum Hören und Sehen! In unserer Samstagsausgabe präsentieren wir Euch eine Auswahl empfehlenswerter Filme und Podcasts mit Medienbezug. Viel Spaß bei Erkenntnisgewinn und Unterhaltung!

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1. “Corona-Demos” in der Region: Berichten, wo jeder jeden kennt
(ndr.de, Amelia Wischnewski & Aaron Moser, Video: 7:08 Minuten)
Immer öfter finden die Proteste gegen Corona-Maßnahmen auch in kleinen Orten statt, wo sich Medienschaffende und Protestierende womöglich kennen. Das wirft vielerlei Probleme auf und kann für die Journalistinnen und Journalisten sogar riskant sein. “Zapp” ist dem Thema nachgegangen und hat unter anderem mit Chelsy Haß von der “Nordwest-Zeitung”, Jann-Luca Künßberg vom “Harz Kurier” und Ole Kracht vom “Katapult”-Magazin gesprochen.

2. #18 Was hast du studiert? Nichts!
(hinterdenzeilen.de, Niklas Münch & Tobias Hausdorf, Audio: 46:17 Minuten)
Die Macher des Podcasts “Hinter den Zeilen” beschreiben sich selbst als Nachwuchsjournalisten und Arbeiterkinder, die einen kritischen Blick auf den Journalismus und die Branche aus Nachwuchssicht werfen. In der aktuellen Folge sind zwei Personen zu Besuch, die es auch ohne Studienabschluss geschafft haben, in der Medienbranche Karriere zu machen: Mareice Kaiser, Chefredakteurin des feministischen Onlinemagazins “Edition F”, und Investigativjournalist, “Panorama”-Mitarbeiter und Autor Oliver Schröm.

3. Rheingehört! #89 – Wege in den Journalismus Teil 2
(wiesbadener-kurier.de, Laura Harff, Audio: 34:54 Minuten)
Nach der ersten Folge des Podcasts “Wege in den Journalismus” geht es im zweiten Teil um das Volontariat bei der VRM, einem regionalen Medienunternehmen mit Sitz in Mainz. Laura Harff unterhält sich mit Stefan Schröder, Chefredakteur des “Wiesbadener Kuriers”, über den praktischen Teil der Ausbildung “ohne Schonfrist”.

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4. Themen u.a. Medienfeindlichkeit der Impfgegner und Luca-App
(wdr.de, Anja Backhaus, Audio: 45:04 Minuten)
Im WDR5-Medienmagazin geht es dieses Mal um Tipps für Polizei und Presse bei Demos, den Umgang mit der Medienskepsis der Impfgegner, die Luca-App und ihr eventuelles Aus, das gute Geschäft mit Apotheken-Blättern und die Frage, wie Instagram Essstörungen befeuert.

5. Welche Innovation erwarten wir 2022, Alexandra Borchardt?
(wasmitmedien.de, Daniel Fiene & Sebastian Pähler, Audio: 1:43:58 Stunden)
Nach dem Jahresrückblick 2021 und der Social-Media-Vorschau auf 2022 geht es bei “Was mit Medien” um den Innovationsausblick für das laufende Jahr. Zu Gast ist Alexandra Borchardt. Sie leitet das Journalism Innovators Program an der Hamburg Media School, berät und betreut Redaktionen als Coach und ist mit dem Reuters Institute for the Study of Journalism an der Universität Oxford verbunden.

6. Viraler Humor – Was Corona-Witze über uns erzählen
(zdf.de, Rudolph Herzog, Video: 51:57 Minuten)
“Im März 2020 traf eine Welle des Corona-Virus mit voller Wucht auf die westliche Welt. Doch inmitten der sich rasch verschärfenden Lage blühte auf einmal der Humor. Die Dokumentation zeigt mit viralen Clips und mit der Einschätzung von Comedians und Fachleuten, wie Humor in der Krise zur Bewältigungsstrategie werden kann.”

RT-Beschwerde, Digital Services Act, Stellenabbau in Stuttgart

1. Streit um Auslandsberichterstattung in Deutschland und Russland
(deutschlandfunk.de, Antje Allroggen, Audio: 7:18 Minuten)
Bei der gemeinsamen Pressekonferenz von Bundesaußenministerin Annalena Baerbock und dem russischen Außenminister Sergej Lawrow beklagte sich eine Reporterin von RT DE (ehemals Russia Today Deutschland): Nirgendwo auf der Welt habe es ihr Sender angeblich so schwer wie in Deutschland. Dem widersprach Baerbock. RT habe für die journalistische Tätigkeit jederzeit ungehinderten Zugang, beispielsweise zu den Bundespressekonferenzen: “Dass es staatliche Einmischung gibt, ist nicht der Fall”.

2. Pressefreiheit achten
(djv.de, Paul Eschenhagen)
Der Deutsche Journalisten-Verband und die Europäische Journalisten-Föderation begrüßen den heute im Europaparlament zur Abstimmung stehenden Änderungsantrag zum Digital Services Act. Dieser sehe vor, dass die Geschäftsbedingungen der Internetplattformen wie beispielsweise Facebook, Twitter oder Youtube an die Grundrechte und die Presse- und Meinungsfreiheit gebunden werden müssen.

3. Erweiterung der Farbskala der Corona-Karte der tagesschau
(blog.tagesschau.de)
Die Redaktion der “Tagesschau” sieht sich gezwungen, die Farbskala ihrer Corona-Karte anzupassen. Die Ausbreitung der Omikron-Variante erreiche hinsichtlich der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz neue Höchstwerte, die vor einem Jahr noch undenkbar waren: “Wir brauchen für die Darstellung höherer Inzidenzwerte eine höhergehende Skala und eine in Teilen geänderte Farbgebung.”

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4. Computerspiel-Fachpresse – vom Testmagazin zur kulturkritischen Publikation?
(fachjournalist.de, Rudolf Thomas Inderst)
In seinem Beitrag im “Fachjournalist” skizziert Rudolf Thomas Inderst, Professor für Game Design, die Entwicklung der Computerspiel-Berichterstattung – von den ersten Anfängen über die Hochphase bis zum jetzigen Stand. Zum Schluss hat er noch einen Tipp für den Nachwuchs parat: “Statt auf die Festanstellung als Spielejournalist:in zu spekulieren, scheint es ratsam, einen der benannten thematischen Anknüpfungspunkte der Spielekultur zu nutzen, um sich ein Portfolio aufzubauen bzw. dieses anzubieten.”

5. Massiver Stellenabbau in Stuttgart geplant
(spiegel.de)
“Stuttgarter Nachrichten” und “Stuttgarter Zeitung” wollen bis zum Jahresende etwa 20 Prozent der gesamten Redaktion abbauen. Das betreffe rund 50 redaktionelle Stellen. Bei einer Betriebsversammlung am gestrigen Mittwoch sei die Redaktion über die Pläne informiert worden.

6. Sensationsjubel sorgt für Jubelsensation bei Markus Söder
(uebermedien.de, Mats Schönauer)
Mats Schönauer ist der offizielle Regenbogenpressebeauftragte des medienkritischen Portals “Übermedien”. Dort ruft er regelmäßig zum “Schlagzeilenbasteln” auf: “Wir geben Ihnen eine Nachricht, und Sie versuchen zu erraten, welche irre Schlagzeile die Profis daraus gemacht haben. Auf die Plätze – los!”

Sachsen-Anhalts ARD-Abschalter, Telegram-Diskussion, Hammer

1. ARD abschalten? Warum die CDU-Forderung aus Sachsen-Anhalt reiner Populismus ist
(rnd.de, Imre Grimm)
Die CDU in Sachsen-Anhalt hat für ihre Forderung, das ARD-Hauptprogramm “Das Erste” abzuschaffen, viel Aufmerksamkeit bekommen. Natürlich stehe es jedem frei, über eine Reform der Öffentlich-Rechtlichen zu debattieren, so Imre Grimm, die sachsen-anhaltinische CDU agiere jedoch populistisch und spiele mit den Grundfesten der Meinungsfreiheit: “Gewiss ist nicht jeder radikale Kritiker von ARD und ZDF ein rechtstendenziöser Populist. Dass sich aber auch die CDU klar AfD-Positionen zu eigen macht und dabei auch noch Einfluss auf die Inhalte der Sender nehmen möchte, ist ein Tabubruch, den der designierte CDU-Chef Friedrich Merz schnellstens einhegen muss.”

2. Was tun gegen die App der Corona-Leugner:Innen
(belltower.news, Simone Rafael)
Die Diskussion über Telegram ist in vollem Gange. Der Dienst ist nicht nur Messenger, sondern durch seine Gruppenfunktion eine Art Soziales Netzwerk, in dem Hass und Hetze gedeihen. Was tun? Die App verbieten oder sie mit Anfragen bombardieren, wie das Bundeskriminalamt es vorschlägt? Simone Rafael, Leiterin des Digitalteams der Amadeu Antonio Stiftung, antwortet auf diese und die damit im Zusammenhang stehenden Fragen.

3. Wer berichtet noch aus dem Landtag?
(flurfunk-dresden.de, Christine Keilholz)
“Die Landespolitik hat als journalistischer Centercourt abgedankt. Das hat auch zu tun mit einem Wandel in der Presselandschaft.” Christine Keilholz beschreibt am Beispiel Sachsens, wie schwer es regionaler Parlamentsjournalismus und landespolitische Berichterstattung heutzutage haben.

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4. Aufmärsche sind keine Spaziergänge!
(migazin.de, Clara Herdeanu)
“Haben Sie in den letzten Tagen eine Einladung zu einem Spaziergang ausgesprochen – und dann schnell erschrocken eine Erklärung hinterhergeschickt, dass Sie kein Querdenker seien und nicht der Meinung seien, wir lebten in einer Diktatur. Willkommen im aktuellen Corona-Diskurs!” Die Linguistin Clara Herdeanu erklärt aus sprachwissenschaftlicher Sicht, warum bestimmte Wörter ihre Unschuld verloren haben und andere banalisiert werden.

5. Auf wen kommt es noch an?
(faz.net)
Vor etwa zwei Jahren hat die “FAZ” 30 seinerzeit vielversprechende Youtuberinnen und Youtuber vorgestellt. Nun verrät die Redaktion, wie es bei den jeweiligen Personen weitergegangen ist: “Wenn wir uns diese individuellen Biografien anschauen, erzählen diese nicht nur etwas über einzelne Personen, sondern zeigen uns auch die gesellschaftlichen Veränderungen der letzten Jahre.”

6. Analyse-Hammer: Häufigste “Bild”-Phrase aufgedeckt
(dwdl.de, Uwe Mantel)
Hammer, was Uwe Mantel da gelungen ist: In seinem Analyse-Hammer deckt er die meistbenutzte Hammer-Phrase der “Bild”-Redaktion auf. Es ist im wahrsten Sinne ein Hammer-Beitrag.

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