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Taschenspielertricks, Meinung mit Folgen, Trumps Ex-Sprecherin

1. Das Verbot von “linksunten.indymedia” ist zweifelhafter denn je
(uebermedien.de, Andrej Reisin)
Andrej Reisin kritisiert auf “Übermedien” die juristische Vorgehensweise beim Verbot der Website “linksunten.indymedia”: “Wenn der Staat Publikationen verbieten kann, ohne die eigentlich gebotene verfassungsrechtliche Abwägung überhaupt vorzunehmen, dann ist der Schritt zu einer staatlichen Zensur durch die Hintertür nicht mehr weit. Wenn jede Webseite über ihre tatsächlichen oder vermeintlichen Betreiber zum “Verein” erklärt und verboten werden kann, dann nützt die Pressefreiheit im Zweifelsfall nicht mehr viel.”

2. Mann teilt Artikel der “Deutschen Welle” im Netz – und wird dafür verurteilt
(augsburger-allgemeine.de, Jan Kandzora)
Ein 24-jähriger Asylbewerber aus Tschetschenien teilt einen Beitrag über den IS und gerät deswegen ins Visier der Augsburger Justiz. Bei dem Artikel handelt es sich jedoch nicht um mit Gewaltdarstellungen angereichertes Propagandamaterial des sogenannten Islamischen Staats, sondern um einen Beitrag der Deutschen Welle. Jan Kandzora ist dem Fall nachgegangen, der einige Fragen aufweist.

3. Falsche Nachrichten – falsche Erinnerungen
(spektrum.de, Daniela Zeibig)
“Fake News” können zu falschen Erinnerungen führen. Dies haben Forscher vom University College Cork herausgefunden, die 3000 irischen Probanden sechs Nachrichtentexte vorlegten, von denen zwei frei erfunden waren. “Spektrum”-Redakteurin Daniela Zeibig berichtet von dem Forschungsprojekt, das demnächst auf Themen wie Brexit-Referendum und “MeToo”-Bewegung ausgeweitet werden soll.

4. Andrea Nahles atmet auf
(taz.de, Jagoda Marinic)
Jagoda Marinic schreibt über ihre Eindrücke vom diesjährigen Kulturempfang der Sozialdemokratie in Berlin. Es ist ein sehr lesenswerter, da feinfühlig-menschlicher Text geworden. Marinic begegnet auf dem Empfang der Ex-SPD-Chefin Andrea Nahles, einer Person, die sie eigentlich nicht besonders mag. Im Verlauf des Abends revidiert Marinic ihre Ansicht jedoch: Die Politikerin, die ihr dort begegnete, sei ihr medial nie vermittelt worden: “Es heißt, die SPD finde nur noch schwer gutes politisches Personal. Auch das ist kein Spezifikum dieser Partei, sondern ein grundsätzliches Problem. Für Frauen allemal. Nicht nur Parteien verschleißen ihr Personal. Wie sehr ist einer Berichterstattung zu trauen, der es nicht gelungen ist, eine Politikerin wie Andrea Nahles in ihrer Komplexität zu zeigen? Und welcher Mensch bei Verstand will in die Höhle dieser Löwen?”

5. “Tagesthemen”-Kommentare: Meinungen mit Folgen
(ndr.de, Gaby Biesterfeldt, Video: 6:02 Minuten)
Wohl kein journalistisches Format ruft so heftige Reaktionen hervor wie der Kommentar. Gaby Biesterfeldt hat für “Zapp” die “Tagesthemen”-Redaktion besucht und sich mit den Verantwortlichen und Kommentierenden über die Auswirkungen ihrer Arbeit unterhalten.

6. Trumps Ex-Sprecherin fängt bei seinem Lieblingssender an
(sueddeutsche.de)
Die Ex-Sprecherin von US-Präsident Donald Trump, Sarah Huckabee Sanders, nutzt ihre Erfahrungen im Umgang mit “Fake News” und wechselt zu dem darauf spezialisierten TV-Sender Fox News — oder um es mit den Worten Willy Brandts zu sagen: “Jetzt wächst zusammen, was zusammengehört”.

Bild  

Von Persönlichkeitsrechten im digitalen Zeitalter

Womöglich muss man schon dankbar sein, dass sie bei “Bild” nicht gleich wieder eine Titelgeschichte draus gemacht haben, nach deren Veröffentlichung eine Bildungseinrichtung bedroht wird, und sich die Polizei einschalten muss.

Aber hartnäckig drangeblieben sind sie schon an der Geschichte, dass eine Grundschule in Halle an der Saale (“kein Einzelfall!”) den Eltern verboten habe, bei der Einschulungsfeier zu fotografieren.

Ausriss Bild-Zeitung - Ist das wirklich im Sinne der gut 730000 Erstklässler oder nicht doch völliger Datenschutz-Irrsinn?

(Nein, in Halle wurden nicht “730.000 Erstklässler” eingeschult — die “Bild”-Redaktion macht es hier nur etwas genereller.)

Der Artikel vom Samstag legte dann für “Bild”-Verhältnisse überraschend sachlich die Rechtslage dar (“Eltern sollten sich bewusst sein, dass Fotos von Kindern im Internet problematisch seien”).

Aber auch gestern waren die besagte Grundschule und eine weitere in Halle noch einmal Thema in der Bundesausgabe: Eine Mutter, die sich mit ihrer Tochter von “Bild” fotografieren ließ, sagt, dass sie die Vorgabe des Schulleiters respektiert hätten. Ein Gast (!) der Einschulung wird mit den Worten zitiert, ein Foto vom eigenen Kind zu verbieten sei “Irrsinn” (eine Formulierung, die “Bild” gerne für die Dachzeile des Artikels übernahm). Und der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes erklärt:

“Natürlich muss das Recht der Kinder am eigenen Bild geschützt werden.”

Damit war das Thema für “Bild” aber noch nicht durch: Auf Seite 2 forderte Redakteur Christian Langbehn etwas melodramatisch: “Lasst uns die Erinnerungen”.

Ausriss Bild-Zeitung - Dass einige Schuldirektoren ein generelles Fotoverbot für diese Feier verhängen, ist schlicht grotesk. Gewiss, im digitalen Zeitalter ist es wichtiger denn je, auf die Persönlichkeitsrechte, insbesondere die von Kindern, zu achten. Dabei geht es aber nicht um das Fotografieren, das eigentliche Erstellen des Fotos. Sondern um den späteren Umgang damit. Die entscheidenden Fragen sind: Laden wir diese Fotos ins Internet? Und wer darf sie dort sehen?

Was so alles mit Fotos passieren kann, die zufälligerweise ihren Weg an die Öffentlichkeit gefunden haben, kann man just oben auf jener Seite 6 der “Bild”-Bundesausgabe von gestern sehen, auf der unten die Geschichte vom “Datenschutz-Irrsinn” steht: Da prangt das Foto eines 20-jährigen Geflüchteten aus Afghanistan, der am Wochenende bei einem Polizeieinsatz erschossen wurde — unverpixelt, “Foto: privat”.

Der große Werbe-Beschiss, Rezo und die Zeitungen, Lachkonserve-Erfinder

1. Der grosse Werbe-Beschiss: Klickt euch doch selbst!
(medienwoche.ch, René Zeyer)
René Zeyer beschäftigt sich in der “Medienwoche” mit einem Problem, das bei vielen Medien gerne unter den Tisch gekehrt wird: den unzähligen Promi-Betrugsinseraten und Werbebetrügereien. Er schreibt: “Wieso es aber weder Google mit seinen Tausenden von IT-Spezialisten, noch grossen Medienkonzernen wie Springer, Ringier, «Spiegel», «Die Zeit» und anderen nicht gelingt, wenigstens offenkundige Betrugsmaschen den Stecker zu ziehen, bleibt unverständlich.” Manche Medien würden gar vor den Fake-Inseraten ihrer eigenen Seite warnen: “Man muss sich diese Absurdität auf der Zunge zergehen lassen: Ein Verlag warnt vor seinen eigenen Inseraten. Er verdient zwar dran, kriegt sie aber nicht weg.”

2. Die Zerstörung der Zeitungen durch den Youtuber Rezo
(indiskretionehrensache.de, Thomas Knüwer)
Youtuber Rezo war beim Comedyduo “Space Frogs” zu Gast. Es ging um das Thema “Zeitung”. Hat das Konzept ausgedient (“Die meisten Zeitungen sind Billo-Shit-Unterhaltung.”)? Und warum kritisieren Medien sich nicht untereinander, da wo es angebracht ist: “Übermedien macht das. BILDblog macht das. Aber warum machen das nicht alle Zeitungen?”

3. Viele individuelle Lösungen für komplexe Probleme
(deutschlandfunk.de, Mirjam Kid, Audio: 6:16 Minuten)
Die “Fridays for Future”-Bewegung könne laut Medienethiker Alexander Filipovic einen positiven Effekt auf die Medienberichterstattung haben. Die Folge der Proteste könne sein, “dass sich die Erwachsenen für die Komplexität des Themas interessieren und auch die anspruchsvollen Dinge angucken und auch kaufen, sodass sich die Medien auch trauen, die wichtigen Sachen zu platzieren”.

4. dpa reagiert positiv auf offenen Brief zum Jubiläum
(genderequalitymedia.org)
Anlässlich des 70. Geburtstags der Deutschen Presse-Agentur (dpa) hat sich “Gender Equality Media” in einem offenen Brief (PDF) an die Nachrichtenagentur gewandt. Kern des Anliegens: Die Nachrichtenprofis auf unangebrachte Begriffe im Zusammenhang mit der Berichterstattung über Gewalt gegen Frauen hinzuweisen. Der offene Brief sei von der Agentur positiv aufgenommen worden.

5. Erzählen Sie lieber was vom Pferd!
(faz.net, Hans Hütt)
Das Format der Sommerinterviews gehört neu überdacht, findet Hans Hütt: “Wie kommt es, dass die beiden großen Sendeanstalten mit ihren erstaunlichen Ressourcen nicht in der Lage sind, ihre rhetorisch ausgeschlafenen Gäste mit Daten und Fakten zu konfrontieren?” Die “oberflächliche Dampfplauderei” sei entbehrlich.

6. Der Erfinder der Lach-Konserve
(spiegel.de, Danny Kringiel)
Hinter dem Lachen vom Band in TV-Sendungen steht die Erfindung eines US-Ingenieurs aus dem Jahr 1953 — Charles Douglass hatte eine “Lachmaschine” entwickelt: “Die Tasten waren mit 320 Lacher-Variationen belegt. Es war wie eine Orgel, mit der man ein ganzes Lachorchester kontrollierte. Douglass spielte sie virtuos. Mit präzisem Timing setzte er Lacher wie Akkorde zusammen: etwa das frühe Kichern vom Blitzmerker, der die Pointe als erster versteht, überlappend mit dem Auflachen der Menge, als der Groschen fällt. Das applausbegleitete Hauptgelächter, aus dem ein schrilles Lachen hervorsticht. Und dann, kurz vor dem Abebben, das dröhnende Wiehern des Spätzünders. Douglass schuf Kompositionen der Freude.”

Bild.de macht pauschal Stimmung: “Muslime hassen Juden”

Bei Netflix läuft seit gut zwei Wochen der Film “The Red Sea Diving Resort”, und Bild.de hat ihn nun auch entdeckt:

Screenshot Bild.de - Red Sea Diving Resort - Geheimdienst tarnt Flüchtlinge als Urlauber -Der Netflix-Film basiert auf wahren Begebenheiten

Allerdings ist bereits das, was die Redaktion in der Überschrift schreibt, falsch. Und es wird auch nicht richtiger, wenn Autor Christian Henning diese Art Zusammenfassung ähnlich im Artikel wiederholt:

Als die Tarnung als Tauch-Resort so perfekt ist, dass tatsächlich (deutsche) Touristen dort ankommen, müssen die Geheimagenten Tauch- und Fitness-Kurse anbieten. Hauptsache, niemand merkt, dass die meisten Gäste auf den Zimmern Flüchtlinge sind, die um ihr Leben bangen.

In der Tat geht es in “The Red Sea Diving Resort” um einen Geheimdienst (den Mossad), der Geflüchtete (Äthiopierinnen und Äthiopier jüdischen Glaubens) rettet. Das Team des Mossad pachtet zum Schein ein verlassenes, am Roten Meer gelegenes Resort im Sudan. Es kommen dann etwas überraschend auch richtige Touristen, für die der Mossad ein Urlaubsprogramm organisieren muss. Die Geflüchteten aus Äthiopien werden in den 130 Minuten, die der Film dauert, allerdings kein einziges Mal als Urlauber getarnt und sie sind auch nicht Gäste des Resorts, wie Bild.de schreibt. Sie verstecken sich nach ihrer Flucht vor dem äthiopischen Bürgerkrieg in einem sudanesischen Flüchtlingslager, das ganz woanders im Land liegt. Das vom Mossad gepachtete Resort dient lediglich als der Ort, zu dem sie bei Dunkelheit in Lastwagen gefahren werden, um dort in Boote zu steigen, die sie nach Israel bringen. Die Geschichte basiert auf der “Operation Brüder”.

“Bild”-Autor Christian Henning hat den Film offenbar überhaupt nicht gesehen. Oder er hat ihn gesehen, allerdings kaum verstanden.

Dafür hat er es aber hinbekommen, bei Bild.de selbst in einer Filmrezension Stimmungsmache gegen Muslime unterzubringen. Zum “Haken” an dem Vorhaben des Mossad schreibt er:

Der Sudan ist ein überwiegend muslimisches Land. Muslime hassen Juden.

Ohne Einschränkung, ohne Differenzierung. Kein “manche”. Kein “einige”. Nicht mal ein “viele”. Laut Bild.de sind pauschal alle Muslime Judenhasser.

Mit Dank an @MKTuningDO und @Menschenkleber für die Hinweise!

Nachtrag, 12:27 Uhr: Bild.de hat die zwei oben zitierten Sätze zum Sudan als “überwiegend muslimisches Land” sowie zu den Muslimen, die pauschal Juden hassen würden, ohne irgendeinen Korrekturhinweis aus dem Artikel gestrichen.

Nachtrag, 12:59 Uhr: Nun hat die Redaktion auch eine Anmerkung hinzugefügt:

Anmerkung der Redaktion: Eine frühere Version dieses Artikels enthielt die Formulierung: “Muslime hassen Juden.” Der Satz wurde ersatzlos entfernt.

Nachtrag 19:48 Uhr: Bei Bild.de haben sie den Text inzwischen ein weiteres Mal überarbeitet. Nun sind auch die Sätze “Im Sudan ist ein Menschenleben eher wenig wert. Ein jüdisches umso weniger.” rausgeflogen.

Außerdem hat die Redaktion ihre “Anmerkung” am Ende des Artikels noch einmal überarbeitet:

Anmerkung der Redaktion: Eine frühere Version dieses Artikels enthielt die Formulierung: “Der Sudan ist ein überwiegend muslimisches Land. Muslime hassen Juden. Ein Menschenleben ist dort nichts wert. Ein jüdisches umso weniger.” Für diese falsche Pauschalisierung bitten wir um Entschuldigung. Der Absatz wurde ersatzlos entfernt.

“BILD berichtet gern über jeden Quertreiber einzeln”

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hatte in ihrer Regierungserklärung gesagt, Soldatinnen und Soldaten in Uniform sollten in Deutschland künftig kostenlos mit der Bahn fahren können. Doch dieser Plan drohe nun zu kippen:

Wie der “Spiegel” berichtet, scheitert der Plan bisher an der Bahn: Die verlange 38 Millionen Euro/Jahr für die Einführung (bei geschätzt 40 000 bis 80 000 Freifahrten pro Jahr), wolle Soldaten aber nur auf ICE-Hauptstrecken fahren lassen und verlange ein eigenes Bundeswehr-Buchungssystem.

… schrieb Hans-Jörg Vehlewald gestern auf Seite 1 der “Bild”-Zeitung. Und nein, der Preis für eine Bahnfahrt ist nicht über Nacht auf irgendwas zwischen 475 und 950 Euro gestiegen. Vehlewald bekommt es einfach nicht hin, die richtigen Zahlen zu nennen: Bei rund 180.000 Soldatinnen und Soldaten, die die Bundeswehr zählt, hätten “40 000 bis 80 000 Freifahrten pro Jahr” selbst dem “Bild”-Chefreporter merkwürdig niedrig vorkommen müssen. Tatsächlich soll es um “geschätzte 400.000 bis 800.000 Freifahrten von Soldaten pro Jahr” gehen, für die die Bahn “38 Millionen Euro” veranschlagt, wie der “Spiegel” berichtet.

Zusätzlich zu seinem fehlerhaften Artikel schrieb Chefreporter Vehlewald in “Bild” gestern auch einen Kommentar zu dem Thema (“Kommt zu Potte!”), den er mit einer Drohung einer bemerkenswerten Botschaft enden ließ:

Und sollte sich irgendwer bei der Bahn oder ein Landesminister in den Weg stellen: BILD berichtet gern über jeden Quertreiber einzeln.

Wer an dem Vorhaben von Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer zweifelt und etwa den legitimen Punkt aufbringt, dass sowieso schon volle Züge auf stark genutzte Strecken durch die möglichen Freifahrten der Soldatinnen und Soldaten übervoll werden könnten, muss also fürchten, von Deutschlands größter Zeitung an den Pranger gestellt zu werden. Bei “Bild” kündigen sie ihre diskursvergiftenden Kampagnen jetzt schon breitbeinig an.

Vielleicht muss sich Hans-Jörg Vehlewald aber auch erstmal gar nicht “irgendwen bei der Bahn oder einen Landesminister” vorknöpfen, sondern seinen “Bild”-Kollegen Kai Weise. Der berichtete im vergangenen Dezember über die Probleme der Deutschen Bahn: “Bei der Bahn haben wir ganz viel Dampf im Kessel!” Eine Dampfquelle laut Weise: Die Züge seien zu voll.

Mit Dank an Niklas R. für den Hinweis!

Terrorakt Jugendstreich, Schlamm wälzen, Asymmetrisches Berichten

1. Aufruhr im Freibad: Vom Jugendstreich zum Terrorakt
(ardmediathek.de, Video: 8:38 Minuten)
Man könnte in der Tat verzweifeln, wie es Georg Restle am Ende des “Monitor”-Beitrags ausdrückt: Da wird ein Düsseldorfer Freibad zum Tatort von Terror und Gewalt hochgejazzt, in dem angeblich 60 aggressive Migranten nordafrikanischer Herkunft Angst und Schrecken verbreiten. Nur allzu begierig stürzen sich Medien und Politik auf den Fall und instrumentalisieren ihn für ihre Zwecke. Ein Fall, bei dem nach näherem Betrachten wenig bis gar nichts übrig bleibt.

2. “Wir kommen uns im digitalen Dorf unerträglich nahe”
(tagesspiegel.de, Joachim Huber)
Der “Tagesspiegel” hat sich mit dem Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen über Filterblasen und Echokammern unterhalten. Und über Michael Seemanns Idee “der positiven und negativen Filtersouveränität”: “Man kann sich aktiv in seine Wirklichkeitsblase hineingoogeln, kann für jede Idee einen Beleg, für jeden Irrwitz einen sogenannten Experten finden. Das meint positive Filtersouveränität. Und das Netz kommt der Bestätigungssehnsucht sehr weit entgegen, stellt von der Logik des Empfängers auf die des Empfängers um, der sich — einerseits — seine Wunschwirklichkeit zusammensucht. Andererseits kann man jedoch der Weltsicht der anderen nicht entkommen, kann sich eben gerade nicht effektiv abschotten, isolieren. Negative Filtersouveränität ist in der vernetzten Welt nicht zu haben.”

3. Ein Aufreger jagt den nächsten
(sueddeutsche.de, Jagoda Marinic)
In ihrer Kolumne regt sich Jagoda Marinic über das Aufregen auf: “Die mediale Aufmerksamkeit darf sich nicht auf die Erregungsschleifen über twittertaugliche Thesen richten, sondern muss sich dem Kampf um Ideen widmen, die großen Fragen unserer Zeit angehen. Wer den Profilneurotikern heftig widerspricht, tut einerseits gut daran, doch letztlich wälzt er sich mit ihnen im Schlamm.”

4. Presserat: Blick verletzte Journalistenkodex mit voller Namensnennung im Mordfall von Rupperswil
(steigerlegal.ch, Martin Steiger)
Nun hat es auch der Schweizer Presserat bestätigt: Die Zeitung “Blick” verletzte den schweizerischen Journalistenkodex, indem die Redaktion den Vierfachmörder von Rupperswil offline und online beim vollen Namen nannte. Der Jurist Martin Steiger kommentiert die Entscheidung und kritisiert den Presserat, der in seiner Stellungnahme den Täter mit vollem Vornamen und mit dem ersten Buchstaben des Nachnamens genannt habe: “Der Presserat legitimiert damit eine weit verbreitete, aber vollkommen unnötige Unsitte im Journalismus. Für die Justizberichterstattung ist grundsätzlich gar keine Namensnennung erforderlich. Die Justizberichterstattung kann ihre Funktion genauso erfüllen, wenn ein geeignetes Pseudonym genannt wird. Es gibt grundsätzlich kein überwiegendes öffentliches Interesse an einer Namensnennung.”

5. Asymmetrische Berichterstattung
(taz.de, Serge Halimi & Pierre Rimbert)
In diesem übersetzten Artikel aus “Le Monde diplomatique” geht es um zweierlei Maß in der politischen Berichterstattung. Konkreter Anlass ist der Abschuss einer US-Drohne durch den Iran. Die Autoren kehren den Vorgang um und fragen: “Man stelle sich vor, eine iranische Drohne würde über Florida abgeschossen oder ein paar Kilometer vor der US-Küste. Niemand würde über den exakten Abschussort diskutieren, vielmehr würden sich alle fragen, was diese Drohne dort zu suchen hatte — 11.000 Kilometer entfernt von Teheran.”

6. Google zeigt Podcasts in Suchergebnissen an
(heise.de)
Podcasts erfahren bei Google eine deutliche Aufwertung. Zunächst nur in den USA will die Suchmaschine mehr als zwei Millionen Podcasts auffindbar machen. Dazu werden die Podcasts analysiert, transkribiert und in die Suchergebnisse eingepflegt.

Anwalts Alpha-Liebling, Unhaltbare “Spiegel”-Story, Linnemanns Law

1. Kollegah und die Baulig Consulting GmbH haben …
(twitter.com/danieldrepper)
Der Rapper Kollegah und eine mit ihm zusammenarbeitende Consulting-Firma haben anscheinend “BuzzfeedNews” und “Vice” mit etwa einem Dutzend Abmahnungen überzogen. Anlass der teuren Anwaltsschreiben: Die Investigativrecherche über Kollegahs “Alpha Mentoring”-Programm. Daniel Drepper schreibt in einem Twitter-Thread: “Kollegah und Baulig greifen auch Medien an, die über unsere Recherche berichtet haben. Auch kleine Medien, die es nicht gewohnt sind, angegriffen zu werden. Die Schreiben sind unserer Ansicht nach haltlos, aber sie sollen offenbar der Einschüchterung dienen. Das reicht von “presserechtlichen Informationsschreiben” bis zu konkreten Abmahnungen. Wir wollen darüber berichten und betroffenen Medien helfen: Wer solche Schreiben bekommen hat, der melde sich bitte bei mir.”

2. Was hat der “Spiegel” zu verbergen?
(uebermedien.de, Stefan Niggemeier)
Ausgerechnet den Reporter, gegen den ernstzunehmende Fälschungs-Vorwürfe im Raum stehen, will der “Spiegel” zum Leiter seines Investigativ-Teams machen. Anstatt die Sache transparent aufzuklären, mauert das Blatt und setzt auf Aussitzen. Stefan Niggemeier fragt: “Was hat der “Spiegel” zu verbergen? Die ganzen Vorgänge wären zu jedem Zeitpunkt zweifelhaft gewesen, aber wie kann der “Spiegel” auch nach dem Relotius-Skandal noch glauben, mit einer Vernebelungstaktik durchzukommen?”

3. Linnemanns Regel: Keine Interviews für Paid Content-Angebote
(indiskretionehrensache.de, Thomas Knüwer)
In den vergangenen Tagen stand der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Carsten Linnemann im Mittelpunkt der Kritik. Medien hatten über seine angebliche Forderung nach einem Grundschulverbot für Kinder mit schlechten deutschen Sprachkenntnissen berichtet. Eine Darstellung, die nicht sofort überprüfbar war, denn das Interview mit Linnemann stand hinter einer Anmelde- und Werbeschranke. Thomas Knüwer hat für derartige Fälle einen generellen Tipp: “Gib niemals ein Interview, das hinter einer Paid Content-Wand oder Anmeldeschranke verschwindet.” Und er erweitert die “Linnemansche Regel” um eine zusätzliche Option: “Wenn Du einem Medium mit Bezahlschranke ein Interview gibst, dann veröffentliche es zeitgleich selber auf Deinen Präsenzen.”

4. Rechter Terrorismus in El Paso: Warum medial immer so zimperlich?
(fr.de, Katja Thorwarth)
Viele Medien bezeichnen die Terrortat eines Rechtsextremisten in El Paso mit Worten wie “Massenmord”, “Bluttat”, “Blutbad” oder “Schusswaffenattacke” und vermeiden damit die sich aufdrängende politische Einordnung. In einem Kommentar für die “FR” fragt Katja Thorwarth: “Woher kommt der zaghafte Umgang mit der terroristischen Rechten? Wird hier, vielleicht auch unbewusst, so zurückhaltend agiert, weil viele Thesen in der Gesellschaft längst verankert sind? Weil die sogenannte Mitte inklusive der sogenannten Konservativen immer nach rechts tendierte und somit inhaltlich-politisch dem rechten Terror — bezüglich seiner theoretischen Legitimation — näher steht, als die viel lieber in den Fokus gestellte Linke?”
Lesenswert auch: Margarete Stokowskis Artikel Kein Ruhm für Mörder, in dem sie an einen 50 Jahre alten Adorno-Vortrag erinnert, der nichts von seiner Aktualität eingebüßt hat (spiegel.de).

5. Frau kontert bei Facebook – ist die Familientragödie erfunden?
(t-online.de, Lars Wienand)
In einem zehntausendfach geteilten Facebook-Beitrag berichtete eine Frau auf sehr emotionale Weise von einer biografischen Anekdote, wahrscheinlich um der Hetze im Zusammenhang mit dem vor den Zug gestoßenen Jungen in Frankfurt etwas entgegenzusetzen. Leider bestehen erhebliche Zweifel an der Richtigkeit der Geschichte: Die Frau habe den Beitrag mittlerweile gelöscht und verweigere jede Auskünfte dazu.

6. Song: Bild
(facebook.com/extra3)
“Extra3” hat “Bild” einen eigenen Song gewidmet. Aus Gründen: “Die Bild-Zeitung fragt seit Tagen, was man gegen Hetze tun kann. Wir hätten da eine Idee.”

Quelle Internet, Plattform für Massenmörder, Medientrainings

1. Das Problem mit der Quelle Internet
(deutschlandfunk.de, Bettina Köster, Audio: 5:20 Minuten)
In Breaking-News-Situationen muss in den Medien alles ganz schnell gehen. Problematisch kann es für Journalistinnen und Journalisten werden, wenn keine gesicherten Erkenntnisse vorliegen und sich diese dann bei Twitter und Co. nach “Material” umschauen. Den Medienhäusern würde vielfach die Verifikations-Kompetenz fehlen, so der Kommunikationswissenschaftler Florian Wintterlin im Deutschlandfunk.

2. Das Netz darf keine Plattform für Massenmörder sein
(sueddeutsche.de, Simon Hurtz)
Zum wiederholten Male nutzten Massenmörder und Terroristen die Seite “8chan” als PR-Plattform für ihre Taten. Simon Hurtz nennt sie deshalb auch “einen der widerlichsten Orte des Internets”. Zurzeit ist die Plattform abgeschaltet, weil ein technischer Dienstleister den Vertrag auflöste. Doch von Dauer werde dies nicht sein. Außerdem seien die sich dort und woanders beteiligenden Menschen das viel größere Problem: “Der Hass in ihren Köpfen verschwindet nicht, wenn man eine ihrer Spielwiesen abmäht.” Ein Hass, der vom amerikanischen Präsidenten höchstpersönlich geschürt werde.

3. “Die Klimaleugner sind gut organisiert”
(zeit.de, Eike Kühl)
Mehrere Jahre hat sich das Peer-Review-Verfahren einer Untersuchung hingezogen, in der der Forscher Joachim Allgaier YouTube-Suchbegriffe zum Thema Klimawandel untersucht hat. Nun sind die Ergebnisse erschienen und werden in den Medien oft verfälscht interpretiert. Im Gespräch mit “Zeit Online” erklärt Allgeier, was er tatsächlich herausgefunden hat. Zum Beispiel, dass die Klimaleugner durchaus gut organisiert seien: “Da ist definitiv eine Expertise vorhanden, was Social-Media-Marketing angeht. Diese Leute wissen sehr wohl, wie und über welche Inhalte man die Menschen erreicht, vielleicht sogar besser, als die Scientific Community.”

4. Springers Kapital
(taz.de, Peter Weissenburger)
Peter Weissenburger fasst den derzeitigen Stand beim bevorstehenden Einstieg des US-Investors KKR beim Axel-Springer-Verlag zusammen. Sollte KKR zum Zug kommen, werde das Digitalgeschäft weiter ausgebaut, womöglich mit Folgen für das Printgeschäft. Der Betriebsrat befürchte jedenfalls einen Personalabbau in diesem Bereich.

5. Was lernen Politiker*innen in Medientrainings?
(arminwolf.at, Lena Doppel-Prix)
Im österreichischen Fernsehen hat die Zeit der “Sommergespräche” begonnen, einer Interviewreihe des ORF mit Politikerinnen und Politikern. Armin Wolf weiß aus leidvoller Erfahrung, wie schwer diese Gesprächsform ist, wenn man als Journalist auf ein medientrainiertes Gegenüber trifft. In seinem Blog lässt er nun gewissermaßen die Gegenseite zu Wort kommen: Lena Doppel-Prix bereitet als Kommunikations- und Medientrainerin Personen aus dem Politikbetrieb auf derartige Interviews vor.

6. Wie Humor auf die Wahrnehmung politischer Nachrichten wirkt
(de.ejo-online.eu, Joachim Trebbe)
Kommunikationswissenschaftler der Uni Wien haben herausgefunden, dass politische Nachrichten in Sozialen Medien besser wahrgenommen werden, wenn in der Timeline auch lustige Videos erscheinen. Der Medienanalytiker Joachim Trebbe kommentiert: “Die Schlussfolgerung, dass lustige Katzenvideos im Internet die politische Kommunikation stärken, geht vielleicht ein bisschen zu weit — Überraschungseffekte bei Nutzern, die in erster Linie auf der Unterhaltungswelle im Netz surfen, sind aber klar erkennbar und machen Hoffnung.”

“Bild” als medialer Arm der AfD, Totenhausmitteilung, Head of Wichtig

1. “Bild” agiert als medialer Arm der AfD
(tagesspiegel.de, Jupp Legrand)
Der “Tagesspiegel” hat sich mit Jupp Legrand von der Otto-Brenner-Stiftung über Erfreuliches und Ärgerliches in den Medien unterhalten. Ganz besonders hat uns sein folgendes Statement gefreut: “Weil “Bild” mal wieder eine Ausnahme von der Regel war (wie zuvor schon in der Berichterstattung über die Speisepläne zweier Kitas), braucht es weiterhin www.bildblog.de. Während die Zeitung sich unter der Schirmherrschaft von Kai D. (55) in die Mitte der Gesellschaft schrieb, agiert sie heute unter Julian R. (39) wie der mediale Arm der AfD. Wenn das Journalismus ist, falten gleichnamige Schmetterlinge auch Zitronen.”
(Wer es ähnlich wie Jupp Legrand sieht und uns bei unserer täglichen Arbeit unterstützen will, kann dies hier tun.)

2. “AfD verzerrt Bilanz zu Straftaten systematisch”
(zeit.de)
Medienwissenschaftler haben sämtliche 242 Pressemitteilungen der AfD zum Thema Kriminalität in Deutschland analysiert und mit den offiziellen Zahlen verglichen. Wenn die AfD die Nationalität von Tatverdächtigen nenne, seien es zu 95 Prozent Ausländer. Und bei den restlichen fünf Prozent werde oft damit argumentiert, dass die Tatverdächtigen einen Migrationshintergrund hätten, oder ihr Tatbeitrag werde heruntergespielt.

3. So sicher nicht
(golem.de, Moritz Tremmel & Sebastian Grüner)
Berichte über Sicherheitslücken seien oftmals problematisch, so die “Golem”-Autoren Moritz Tremmel und Sebastian Grüner, und das habe einen Grund: “Insbesondere Sicherheitsfirmen kontaktieren uns fast täglich mit Pressemeldungen und Berichten über angeblich extrem gefährliche Sicherheitslücken, welche die IT-Welt bedrohten. Bei näherem Hinsehen zeigt sich oft, dass die Berichte aufgebauscht und wichtige Details weggelassen wurden.”

4. Frauen im Teamhaus unerwünscht
(sueddeutsche.de, Elena Bruckner)
Gaming-Profis im E-Sport sind überwiegend männlich — mit allen daraus resultierenden negativen Folgen. Ende April hat sich daher eine Arbeitsgruppe “Gender Diversity im E-Sport” gebildet, die sich für mehr Gleichberechtigung und gegen Frauenfeindlichkeit und Diskriminierung einsetzt. Elena Bruckner berichtet über die Schwierigkeiten der Gaming- und E-Sport-Szene mit der Diversität.

5. Totenhausmitteilung: @DerSPIEGEL und Marie Sophie Hingst.
(twitter.com, Patrick Bahners)
Patrick Bahners antwortet auf Twitter auf die Stellungnahme des “Spiegel” zum Tod der Bloggerin Marie Sophie Hingst.
Weiterer Lesetipp: “Nicht jeder Journalist hat den psychologischen Blick” (deutschlandfunkkultur.de, Katja Bigalke und Martin Böttcher). Dort sagt der Medienethiker Christian Schicha unter anderem: “Personen, die in die Öffentlichkeit treten, müssen ihr Handeln auch vor der Öffentlichkeit legitimieren und sich auch kritische Fragen gefallen lassen.”

6. «Head of Wichtig» – das steckt wirklich hinter Jobtiteln
(tagesanzeiger.ch, Holger Alich)
Holger Alich hat sich die teilweise aufgeblähten englischen Berufsbezeichnungen angeschaut (zum Beispiel “Young Professional Officer” für Praktikant), die er wie folgt einteilt: “… die sinnvollen Titel, die es braucht, weil ein Beruf neu ist und es dafür noch keine Bezeichnung gibt. Die Angebertitel, die aus etwas Banalem etwas toll Klingendes machen, häufig durch eine englische Übersetzung. Und die kreativen Titel, mit denen ein Unternehmen zeigen will, wie es tickt.”

Kollegahs Würstchen-Mentoring, Empörungslust, DHLs “Fan-Fotos”

1. Exklusiv: Undercover bei Kollegahs Alpha-Armee
(vice.com, Daniel Drepper & Paul Schwenn & Johann Voigt)
Der Rapper Kollegah hat ein Online-Coaching-Programm aufgelegt, das er “Alpha Mentoring” nennt. Recherchen von “Vice” und “BuzzFeed News” zeigen nun, was dahinter steckt — allerlei kruder Unsinn und wilde Verschwörungstheorien: “Unter anderem behauptet er, die Weltordnung sei ein “Pyramidensystem” und die Menschen an der Spitze bekämen direkte Instruktionen vom Satan höchstpersönlich. Experten, die wir mit unseren Recherchen konfrontieren, nennen das Programm unseriös, sprechen von “klarer Täuschung”, von einer Guru-Bewegung und von Gehirnwäsche.”

2. Leser per Klick anlocken
(sueddeutsche.de, Jacqueline Dinser)
Das österreichische Nachrichtenportal oe24.at ist auf eine Strategie gekommen, die man getrost als Verzweiflungstat einstufen kann: Man zahlt den Nutzerinnen und Nutzern Geld für ihre Klicks, hofft dabei auf mehr Reichweite und höhere Anzeigenerlöse.

3. Wenn Empörung zur Lust wird
(spiegel.de, Sascha Lobo)
Sascha Lobo schreibt über die schwierige Gemengelage von Provokation und Reaktion: “Gegenruhm durch Empörungslust ist gleichzeitig das PR-Konzept der AfD und das Bindeglied zwischen Identität und Öffentlichkeit, es ist aber auch konstitutives Element der sozialen Medien, wie wir sie heute kennen, mit dem sich die Erfolge der Rechten erklären lassen. Gegenruhm durch Empörungslust bedeutet, soziale Anerkennung nicht durch Lobpreisung der eigenen Anhänger zu bekommen, sondern durch wütenden Widerspruch der Gegner.”

4. Wie Überschriften unsere Wahrnehmung von Nachrichten dominieren
(twitter.com, Kevin Kühnert)
Kevin Kühnert weist auf Twitter auf eine Schlagzeile der “Berliner Zeitung” hin, die eine “neue Hiobsbotschaft” verkündet: “Entscheidender Techniktest am BER wird verschoben”. Beim näheren Hinklicken wird klar, um welchen Zeitraum es sich dabei handelt, aber lest selbst …

5. Hohn für die Pressefreiheit
(taz.de, Steffen Grimberg)
Vergangenes Jahr behinderte die Polizei auf Betreiben des auf traurige Weise berühmt gewordenen “Hutbürgers” die Arbeit von Journalisten. Hat die Polizei daraus gelernt, gab es mittlerweile ein Umdenken? Leider nicht, wie Steffen Grimberg findet: “Wer meinte, die Vorkommnisse bei der Pegida-Demonstration in Dresden vor knapp einem Jahr hätten für ein grundsätzliches Umdenken gesorgt oder für eine intensivere Auseinandersetzung mit der Presse- und Berichterstattungsfreiheit in den Schulungen der Bundespolizei, liegt leider falsch.”

6. Das passiert, wenn DHL seine Kund*innen um Fan-Fotos bittet
(jetzt.de)
Der Paketzusteller DHL hat einen Fotowettbewerb gestartet: Unter dem Hashtag #DHLFotowettbewerb sollen Menschen ihr “DHL Fanfoto” posten. Einsendungen gab und gibt es reichlich. Viele von Menschen, die man nicht unbedingt als “DHL Fans” bezeichnen würde. “Jetzt” zeigt einige schöne Beispiele einer verunglückten Social-Media-Kampagne.

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