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Vom Feuilleton verurteilt

Ende September 2001 verschwand der damals fünfjährige Pascal aus Saarbrücken. Bei den polizeilichen Ermittlungen machten Zeugen widersprüchliche Aussagen, von denen sie die meisten widerriefen, Ermittlungsverfahren gegen Polizeibeamte wegen des Verdachts der Aussageerpressung und der Körperverletzung im Amt wurden eingeleitet und wieder eingestellt, ein Jahr später behauptete ein weiterer Junge, er und Pascal seien von einer Gruppe sexuell missbraucht worden. Zeugen beschuldigten sich gegenseitig, widerriefen ihre Aussagen und Geständnisse.

Dennoch kam es vor dem Landgericht zu einem Prozess gegen vier Frauen und neun Männer, denen vorgeworfen wurde, Pascal missbraucht und ermordet zu haben. Brauchbare Beweise gab es keine, eine Leiche wurde nie gefunden, den Ermittlungsbehörden wurde vorgeworfen, die Beschuldigten, die zum Teil als geistig minderbegabt und alkoholkrank beschrieben wurden, bei ihren Aussagen psychisch und auch körperlich unter Druck gesetzt zu haben. Der Prozess, den die renommierte “Spiegel”-Gerichtsreporterin Gisela Friedrichsen als “den vielleicht schlimmsten GAU der Justiz” beschrieb, endete mit Freisprüchen für alle Angeklagten, der Bundesgerichtshof verwarf die Revisionen der Staatsanwaltschaft gegen das Urteil.

Der Dramatiker Franz Xaver Kroetz hat aus diesem Stoff ein Theaterstück gemacht. Genauer: Sein Drama “Du hast gewackelt. Requiem für ein liebes Kind” setzt die staatsanwaltschaftlichen Vorwürfe eines Kinderschänderrings im Hinterzimmer einer Gaststätte als Fakten voraus und lässt fünf Männer über ihre Taten sprechen. Kroetz darf das, denn ein Theaterstück ist nicht dem Grundsatz der Wahrhaftigkeit unterworfen.

Egbert Tholl ist Journalist und damit der Wahrheit verpflichtet, auch wenn er nur eine Theateraufführung rezensiert. Am Münchner Residenztheater hat er sich am Wochenende die Uraufführung von “Du hast gewackelt” angesehen, fast zehn Jahre nach der Entstehung des Textes.

Tholl beginnt seine Rezension im Münchner Regionalteil der “Süddeutschen Zeitung” mit folgender Tatsachenbehauptung:

Vor mehr als zehn Jahren wurde der fünfjährige Junge Pascal ermordet. Auch wenn man wohl die genauen Umstände seines Todes nie mehr wird feststellen können, so weiß man doch, welches Martyrium der Junge durchlitten haben muss. Er wurde über einen längeren Zeitraum vergewaltigt, musste eine Vielzahl von Männern befriedigen, mit der Hand, mit dem Mund, mit seinem Körper.

Der Ort, in welchem dies stattfand, war eine Hölle in Deutschland: Im schmierigen Hinterzimmer der “Tosa-Klause” in Saarbrücken-Burbach wurde der Leib des Jungen verkauft, 20 Mark kostete eine Penetration, die Wirtin kassierte, und alle sahen zu, wussten Bescheid. Nicht nur die Männer, die ihre perverse Geilheit befriedigten, auch die Frauen, die es geschehen ließen. Die Tosa-Klause war ein Sammelbecken für degenerierte Menschen. So makaber es klingt, ihre mangelnden geistigen Fähigkeiten wurden den Tätern zur Rettung: Zeugenaussagen erwiesen sich als unbrauchbar. Der Prozess endete im Fiasko, es gab keinen Schuldspruch, und im Jahr 2009 wurde die Akte endgültig geschlossen.

Noch einmal die Fakten: Die Beschuldigten wurden freigesprochen, die Revision der Staatsanwaltschaft vom Bundesgerichtshof verworfen.

Deutlich zurückhaltender beschreibt daher auch das Deutschlandradio Kultur die Prämisse:

Angelehnt ist das Stück an den realen Fall des kleinen Pascal von 2003, dessen Leiden und dessen Tod nie gesühnt wurde, weil das Gestrüpp aus Geständnissen und Widerrufen aus Beschuldigungen und mangelnden Beweisen am Ende für eine rechtsstaatliche Eindeutigkeit nicht ausreichte.

Und die “FAZ” bemerkt in ihrer Rezension, dass sich “das Verbrechen vielleicht so niemals zugetragen” habe:

Bis heute ist der Tod des fünfjährigen Pascal ungesühnt, aus Mangel an Beweisen. Gleichwohl ist sein Fall zum Synonym für pervertierte Sexualität geworden, die Klause zum Sinnbild für Abgründe, die das Vorstellungsvermögen übersteigen. Über Pascal wurden Bücher geschrieben, Zeitungsartikel verfasst, Filme gedreht, Kunstwerke geschaffen. Und sein Fall löste einen der spektakulärsten Prozesse der Geschichte aus, der das Rechtswesen an seine Grenzen führte.

Wir haben gestern bei der Lokalredaktion der “Süddeutschen Zeitung” nachgefragt, ob Sie nicht der Ansicht sei, dass Egbert Tholl hier eine mindestens irreführende, wenn nicht gar falsche Beschreibung des tatsächlichen Sachverhalts abgegeben habe, und sich als Journalist die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft zu eigen zu mache, die vom Gericht nicht bestätigt werden konnten.

Bisher haben wir keine Antwort erhalten.

Mit Dank an Christian.

Bundespräsident, Georg Diez, Zwickau

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an [email protected].

1. “Zur Strecke gebracht”
(nzz.ch, Jürg Dedial)
Jürg Dedial hält den Fall Wulff für “ein unrühmliches Kapitel politischer und medialer Auseinandersetzung in Deutschland”. “Hinter dem fast täglichen Theater um neue ‘Enthüllungen’, die man kaum mehr goutieren konnte, steckte nichts anderes als der Furor einer selbstgerechten Meute, die Blut geleckt hatte.” Siehe dazu auch “Wulff oder Europa? Prioritäten der Massenmedien” (berlinergazette.de, Krystian Woznicki), “Mediale Aufmerksamkeit bei politischen Affären” (graphitti-blog.de, katja) und “Schafft den Bundespräsidenten ab!” (verfassungsblog.de, Bernhard Wegener).

2. “‘Krone’ fälscht Königin 2002 nach Innsbruck 2012”
(kobuk.at, Hans Kirchmeyr)
“Die Kronen ‘Zeitung’ schneidet aus einer zehn (!) Jahre alten Aufnahme Königin Beatrix heraus, weil da Blick und Outfit gerade ‘passen’, und montiert sie vor die Innsbrucker Uniklinik, scheinbar aktuell besorgt um ihren verunfallten Sohn.”

3. “Ich möchte die Stereotype aufbrechen”
(goethe.de, Christoph Brammertz)
Ein Interview mit Bloggerin Kübra Gümüsay von “Ein Fremdwörterbuch”: “Ist unsere Gesellschaft schon bereit, eine Frau mit Kopftuch im Fernsehen zu haben und sie nicht mit einem Wort über das Kopftuch sprechen zu lassen? Sobald ein Kopftuch da ist, hat man das Bedürfnis, es zu thematisieren. Ich hoffe, dass ich irgendwann im Fernsehen zum Beispiel über das Internet sprechen kann, ohne mein Kopftuch erwähnen zu müssen.”

4. “Wir wollen niemanden diskriminieren und vermuten, das ist den meisten Zwickauern klar”
(zwickauerseiten.blogspot.com)
Die “Zwickauer Seiten” fragen bei der ARD nach, warum in den Nachrichten über die “Terrorzelle” konsequent ein Bezug zur Stadt Zwickau hergestellt werde, der Begriff “NSU” dagegen kaum vorkomme. Kai Gniffke, Chefredakteur von ARD aktuell, antwortet.

5. “Offener Brief an die Spiegel-Chefredaktion zu Kracht”
(kiwi-verlag.de)
17 Autoren protestieren bei der “Spiegel”-Chefredaktion: “Mit dem Spiegel-Artikel ‘Die Methode Kracht’ hat der Literaturkritiker Georg Diez für uns die Grenzen zwischen Kritik und Denunziation überschritten.” Siehe dazu auch “Die Methode Diez” (welt.de, Cornelius Tittel).

6. “Peinlicher Fernsehbeitrag vor Gericht”
(sueddeutsche.de, Ekkehard Müller-Jentsch)
Die Produktionsfirma der RTL2-Sendung “Exklusiv – die Reportage” sichert einem im Swingerclub gefilmten Paar Verpixelung zu, doch das Versprechen wurde “einfach vergessen”. Die 15-jährige Tochter sieht die Sendung später per Zufall online und erkennt ihre Eltern.

Remix, Netzgemeinde, Netzgemüse

6 vor 9

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1. “Feldherr im digitalen Krieg”
zeit.de, Kilian Trotier
Kilian Trotier portraitiert den kanadischen Autor, Blogger und Aktivisten Cory Doctorow. Doctorow sei ein klassischer Aktivist, “aber gleichzeitig einer, der einen neuen Typus des Engagierten im öffentlichen Raum” verkörpere. Doctorow sei “einer der großen Digitalen” unserer Zeit. Der Habitus der Großen der analogen Welt aber sei ihm völlig fremd. Und tatsächlich ordnet Doctorow seine Aktivitäten selbst eher in einen eher spielerischen Kontext ein, als einen kriegerischen, wie es die Überschrift suggeriert. Doctorow: “Wir sind im ersten Level eines sehr langen und sehr komplexen Spiels. Der Endgegner ist noch lange nicht in Sicht.”

2. “Everything is a Remix Part 4”
everythingisaremix.info, Kirby Ferguson, englisch
Im vierten und letzten Teil seiner Serie “Everything is a Remix” wird Kirby Ferguson grundsätzlich und behauptet das Urheberrechtssystem in der westlichen Welt seinen ursprünglichen, dem Gemeinwohl dienenden Zweck aus den Augen verloren habe und nun statt des Gemeinwohls zum Selbstzweck und systemzerstörenden Geschäftsmodel geworden sei: “The belief in intellectual property has grown so dominant it’s pushed the original intent of copyrights and patents out of the public consciousness. But that original purpose is still right there in plain sight. The copyright act of 1790 is entitled ‘an Act for the encouragement of learning’. The Patent Act is ‘to promote the progress of useful Arts.'”

Ein Transcript des Films liegt hier.

3. “How Much Is Enough? We’ve Passed 15 ‘Anti-Piracy’ Laws In The Last 30 Years”
techdirt.com, Mike Masnick, englisch
Mike Masnik listet die 15 Gesetze zum Schutz von “geistigem Eigentum” auf, die auf Initiative der Unterhaltungsindustrie in den letzten 30 Jahren in den USA verabschiedet wurden. Offenbar ist der Spruch vom rechtsfreien Raum Internet auch in den USA bei Politikern und Lobbyisten sehr beliebt: “But apparently we’re told that the internet is a ‘lawless wild west’ when it comes to copyright issues? I think not. All we’ve seen is expansion after expansion after expansion, always using questionable claims of rampant infringement that is supposedly destroying industries.”

4. “Welches Chaos?”
spreeblick.com, Johnny Haeusler
Johnny Haeusler bemängelt, dass die FAZ über die jüngsten Proteste in Griechenland schrob “Athen versank im Chaos” und der Berliner Tagesspiegel die in Griechenland protestierenden “Chaoten” nannte, ohne den Blick auf das grosse Ganze zu richten und nach den Auslösern zu fragen. Haeuslers Fazit: “Das Chaos wütet nicht nur auf den Straßen von Athen, sondern auch in den Sälen von Straßburg, Brüssel, Paris, Berlin.”

Den Eindruck, dass Ahnungslosigkeit, blinder Aktionsismus und Chaos grosse Teile der Politik antreiben drängt sich zumindest auf, wenn man Konrad Lischkas Kommentar zu den vorgeschlagenen Massnahmen der Drogenbeauftragten der Bundesregierung gegen Onlinesucht liest oder Sven Dietrichs Kommentar zur “EU Cookie Richtlinie”.

5. “Das Ende der Netzgemeinde”
indiskretionehrensache.de, Thomas Knüwer
Thomas Knüwer prophezeit das Ende der “Netzgemeinde”, meint damit aber das Ende einer unpassenden Bezeichnung für einen sehr grossen Teil der Gesellschaft. In Deutschland verändere sich laut Knüwer die Haltung gegenüber digitalen Werkzeugen weg von “der German Facebook Angst hin zu mehr Offenheit ohne unkritisch zu sein.” Knüwer glaubt, dass das auch auch den Abschied vom Begriff der “Netzgemeinde” bedeute: “Mit jenem wolkigen Begriff versuchen noch immer Politiker und Journalisten den Mythos aufrechtzuerhalten, digitale Themen seien nur etwas, das eine kleine, verschworene Minderheit interessiere, einen Wan Lan Klan in Kapuzzenpullis und mit Irokesenhaarschnitt.”

Wenn es dann bald keine “Netzgemeinde” mehr gibt, gibt es künftig immerhin noch “Netzgemüse“.

6. “Die Medien als Richter?”
vocer.org, Volker Boehme-Neßler
Der Rechtswissenschaftler und Politologe Volker Boehme-Neßler fordert, dass die Unabhängigkeit der Richter künftig auch durch eine “ausgeprägte Mediensouveränität” der Richter sichergestellt wird: “Richter müssen sich bewusst werden, dass sie nolens volens durch Medien beeinflusst werden. Die Unabhängigkeit eines Richters wächst in dem Maße, wie er sich seiner Abhängigkeit bewusst wird. Nur wer seine Abhängigkeiten kennt, kann ihnen entgegenwirken. Die in Justizkreisen weit verbreitete Ansicht, Richter seien per se resistent gegen Mediendruck, ist nicht nur sachlich falsch. Sie behindert auch den wirklich souveränen Umgang mit den Versuchungen, Drohungen und Einflüssen der Medien.”

Kalkofe, Wegner, Botticelli

6 vor 9

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1. “Das wahre Wulff-Interview” Teil 2
(sat1.de, Video)
Gestern hat Lukas Heinser Teil 1 des Webspecials von Oliver Kalkofe verlinkt, in dem Kalkofe das ARD/ZDF Interview mit Christian Wulff nachspielt. Teil 2 ist jetzt auch online.

2. “Aus mag10 wird mag15 oder magNever”
(medialdigital.de, Ulrike Langer)
Das Projekt Mag10 des ehemaligen Focus-Online Chefredakteurs Jochen Wegner und des Software-Unternehmers Marco Börries wird derzeit nicht weiterentwickelt. mobilbranche.de berichtete vorgestern, dass “das Projekt mangels Anschlussfinanzierung auf Eis gelegt” sei und zitiert Jochen Wegner mit den Worten “Wir grübeln darüber nach, ob wir mit unserer Idee vielleicht einfach zu früh waren.”

Ulrike Langer sieht aber auch Defizite im Konzept von Mag10: “Zwar ermöglicht die mag10-Software Verlinken und Sharing in sozialen Netzwerken, sowie über per HTML5 die Inhalte auch ins offene Netz zu stellen. Das ist mehr als gegenwärtiger Standard. Allerdings bleibt der Grundgedanke von Magazinen als geschlossene Einheiten auch bei mag10 erhalten.”

3. “Wulff sollte Kinoanzeigen texten”
(tagesspiegel.de, Harald Martenstein)
Harald Martenstein liest eine Anzeige für den Kinofilm “Zettl” von Helmut Dietl. Martenstein wundert sich über die vielen positiven Kritikerstimmen zu “Zettl” in der Anzeige, obwohl er das Medienecho zu “90 Prozent negativ” in Erinnerung hatte. Martenstein: “Allerdings enthielten die Zitate auffällig oft drei Punkte. Die ‘Zeit’ sagt zu ‘Zettl’, laut Anzeige, das Folgende: ‘Brillant … furios …'” Das vollständige Zitat in der Zeit lautete: “Die ersten zwanzig Minuten sind furios – auch dank Bully Herbig, der die reichen Pointen des Drehbuchs mit so zarter Verkommenheit und herzzerreißendem Opportunismus ausspielt […]. […] Dem Film fehlen trotz seiner brillanten Besetzung die Seele und das Geheimnis.”

4. “Sony Says Raising Prices On Whitney Houston Music Was A ‘Mistake'”
(techdirt.com, Mike Masnick, englisch)
Sony erhöhte 30 Minuten nach Whitney Houstons Tod den Preis Ihres The Ultimate Collection-Albums im britischen iTunes-Store um 60 Prozent. Im Laufe des Wochenendes fiel der Preis wieder auf den alten Stand zurück. Laut allthingsd entschuldigte Sony die Preiserhöhung als “Fehler”. Mike Masnick fragt sich nun, welcher Art dieser Fehler gewesen sein könnte: “Human error? Did someone just accidentally jack up the price? Or was it someone doing it on purpose… and Sony now thinks that his or her decision to do so was the mistake?”

5. “Walter Isaacson’s ‘Steve Jobs'”
(daringfireball.net, John Gruber, englisch)
John Gruber schätzt an Walter Isaacsons Steve Jobs Biographie die kritische Distanz zu Jobs: “Isaacson, it seems clear, mistrusted Jobs. That’s good. But rather than using that mistrust to push back, to ask insightful questions, he instead simply turned to others.” Gruber weist Isaacson detailiert mehrere Fehler, Mißverständnisse und Auslassungen nach. Trotzdem lautet sein Fazit: “Steve Jobs is not literature, but it is a good book, but alas with several holes and egregious errors.”

6. “Art’s classical nudes get Photoshopped to be skinnier”
(nydailynews.com)
Die NY Daily News zeigt 8 klassische Meisterwerke, auf denen den gezeigten, meist nackten Frauen, mittels Photoshop mehrere Kilo ihres Körpers entfernt wurden, unter anderem Botticellis Geburt der Venus.

Kalkofe, Acta, EVAG

6 vor 9

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1. “Das wahre Wulff-Interview”
(sat1.de, Video)
“Kalkofes Mattscheibe” ist nach fast vier Jahren mit einem “Web-Special” wieder auf Sendung. Darin zeigt Oliver Kalkofe das “wahre” Interview, in dem Ulrich Deppendorf (Oliver Kalkofe) und Bettina Schausten (Oliver Kalkofe) Bundespräsident Christian Wulff (Oliver Kalkofe) auf den Zahn fühlen. (Siehe dazu auch “Kalkofe hofft auf ‘Mattscheibe’-Neustart im Netz” bei dwdl.de.)

2. “Lobhudelei in traurig-krächzender Show”
(fr-online.de, Sarah Mühlberger)
“‘Wir haben eine große Künstlerin verloren’, sagte Thomas D, und richtig, damit meinte er Shelly, die gerade im ‘Unser Star für Baku’-Halbfinale ausgeschieden war. Es war eine traurige Sendung, in vielerlei Hinsicht, aber dass statt Yana nun doch Ornella im Finale gegen Roman verlieren wird, hatte damit wenig zu tun.” “Traurig” sind laut meedia.de auch die Zuschauerzahlen der Sendung.

3. “Acta und die Politik des Abgrunds”
(spiegel.de, Sascha Lobo)
Sascha Lobo sieht in den Protesten gegen das umstrittene Handelsabkommen Acta auch einen Protest dagegen, “wie eine unzureichend informierte, wenig diskussionsfreudige Politik sich intransparent von Lobby-Gruppen eine Vorgehensweise diktieren lässt, die mit der eigenen digitalen Lebenswelt überkreuz liegt.” Darin tue sich eine Reihe gefährlicher Abgründe auf: “Es beginnt damit, dass die Art, wie Acta und seine Brüder geboren werden, das ohnehin schon geringe Vertrauen in die Apparate der EU erschüttert. Was angesichts der derzeitigen Probleme des Kontinents gleich nach Überdachung des Mittelmeers das zweitdümmste ist, was passieren kann.”

4. “Im Elend für den Angeklagten”
(sueddeutsche.de, Hans Leyendecker)
Jörg Kachelmann hatte vor dem Oberlandesgericht Köln geklagt, weil unter anderem “Bild” im Detail über einvernehmliche Sexualpraktiken zwischen ihm und seiner Ex-Freundin berichtet hatte, die ihn wegen angeblicher Vergewaltigung angezeigt hatte. Das Gericht entschied, die veröffentlichten Details hätten in keinem Zusammenhang mit dem konkreten Tatvorwurf gestanden, außerdem hätten die Medien wegen der Unschuldsvermutung “zurückhaltend und ausgewogen” berichten müssen. “Übersetzt heißt das: Künftig könnte es für Journalisten riskant sein, aus einer öffentlichen Hauptverhandlung genau zu berichten.”

5. “Hit record”
(salon.com, Kerry Lauerman, englisch)
Salon.com, einer der Pioniere in Sachen Online-Magazine, hat eine erstaunliche Strategie gefunden, seine Ausgaben zu reduzieren: Die Seite produziert ein Drittel weniger Texte als vor einem Jahr — und hat um 40 Prozent höhere Leserzahlen. “It sounds simple, maybe obvious, but: We’ve gone back to our primary mission and have been focusing on originality. And it’s working.”

6. EVAG meets Streisand
(blog.atari-frosch.de)
Wunderwelt Twitter: Die Essener Verkehrs-AG (aktuell 1.193 Follower) “verbietet” dem Satire-Account VRR Fanpage (VRR = Verkehrsverbund Rhein-Ruhr, aktuell 229 Follower) die Nutzung des Hashtags #evag. Seitdem ist #evag – natürlich – ein Trending Topic.

ZDF, Stuttgarter Zeitung, Brigitte Nielsen

6 vor 9

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1. “Die Bescheidwisser”
(peter-schumacher.net)
Peter Schumacher liest “Das neue Handbuch des Journalismus und des Online-Journalismus” von Wolf Schneider und Paul-Josef Raue. “Der Bescheidwisser-Ton der beiden ist im neuen Kapitel Online-Journalismus noch mal eine Spur nerviger als in den alten Auflagen zu den alten Themen. In Anbetracht des Wandels im Journalismus sind vermeintliche Wahrheiten dieser Art ähnlich wie Bauernregeln: Man weiß zwar nicht, warum es um einen herum stürmt, zimmert sich aber ein paar Glaubensätze, die nicht immer eine innere Logik haben müssen. Und der Jungbauer staunt.” Siehe dazu auch “Schneider&Raue: Wenn Blinde über Farbe schreiben” (blog-cj.de, Christian Jakubetz) und “Steinzeitansichten über Zukunfts-Journalismus” (medialdigital.de, Ulrike Langer).

2. “ZDF-Mitarbeiter fordern: ‘Freiheit für das Zweite!'”
(carta.info)
“Carta” dokumentiert einen Brief von ZDF-Mitarbeitern: “Die Verhältnisse, die beim ORF den Protest auslösten, lassen sich ‘eins zu eins’ auf das ZDF übertragen. Auch hier gibt es politische Einflussnahme und eine übergroße Nähe mancher Journalisten zur Politik (allein zwei ZDFler wurden als Kandidaten für Sprecher-Posten in der Bundesregierung genannt – einer ist es ja dann geworden).”

3. “Twitter verbessert sich und alle schreien ‘Zensur'”
(zapp.blog.ndr.de, Daniel Bröckerhoff)
Daniel Bröckerhoff reagiert auf empörte Stimmen zum (inzwischen erweiterten) Blogeintrag “Tweets still must flow” (blog.twitter.com).

4. “In dubio pro Video”
(dradio.de, Nikolaus Steiner)
Michael Wegener erklärt, wie bei der “Tagesschau” die Echtheit von Videos geprüft wird: 1. Redaktionelle Verifikation, 2. Quellenverifikation, 3. Abgleich mit Experten, 4. Technische Verifikation.

5. “‘Stuttgarter Zeitung’ meldet Merkel-Rücktritt”
(spiegel.de)
In der Onlineausgabe der “Stuttgarter Zeitung” war am Freitagmittag während einiger Minuten ein fiktiver Text mit der Überschrift “Merkel tritt zurück” zu lesen. Die Redaktion bittet, “dieses Versehen zu entschuldigen”.

6. “Die Offenbarung des Schokokeksriegels”
(taz.de, Daniela Zinser)
Daniela Zinser schreibt über die Gewinnerin der 6. Staffel von “Ich bin ein Star – holt mich hier raus!”, “die erste wahre Dschungelkönigin”. “Brigitte Nielsen stand da, groß, braungebrannt, blond und durchtrainiert, eine Kämpferin, und sie strahlte Würde aus, unbedingten Willen und wirkte stets so, als sei es das, worauf sie die 49 Jahre ihres Lebens gewartet hat.”

Hawaii Fünf-Null

Es ist eine große Überraschung, die die “Hamburger Morgenpost” da in ihrer Online-Ausgabe verkündet:

"The-Guardian"-Ranking: St. Pauli ist lebenswerter als Hawaii. "Berlin ist langweilig", so befand die britische Tageszeitung "The Guardian". Jetzt ist Hamburg - genauer gesagt St. Pauli - dran! Der alternative Stadtteil mit dem Schmuddel-Image steht beim "Guardian"-Redakteur Tom Dyckhoff ganz hoch im Kurs. Deshalb wählte die Redaktion das Hamburger Viertel auf den zweiten Platz der fünf lebenswertesten Orte weltweit - vor Maui, Istanbul und Teneriffa!

Eine Überraschung wohl vor allem für Tom Dyckhoff und den “Guardian”, denn die Liste, die mopo.de dankenswerterweise direkt verlinkt hat, ist eben genau kein Ranking mit Ordnungszahlen, sondern lediglich eine (recht subjektive) Liste der “fünf besten Orte, an denen man auf der Welt leben kann”. St. Pauli ist einer dieser fünf Orte, aber dass er an zweiter Stelle steht, bedeutet nicht zwangsläufig, dass es dort lebenswerter ist als an der Nordküste von Maui, die danach gelobt wird.

Die dpa hat das zum Beispiel richtig verstanden.

Mit Dank an Philip H.

Nachtrag, 26. Januar: mopo.de hat den Artikel überarbeitet: Die Überschrift lautet nun “St. Pauli ist so geil wie Hawaii” und der Text wurde auch an die Realität angepasst.

Bild  

School’s Out

Vor zwei Wochen hat “Bild” ihren Lesern ein Buch ans Herz gelegt:

Tatort Klassenzimmer: Eine Schülerin klagt an. Muslimische Machos schikanieren die christliche Minderheit. "Mono-Kulti" hat "Multi-Kulti" abgelöst. Und die deutschen Lehrer schweigen hilflos.

In vier Folgen zitiert “Bild” die Abiturientin und Jung-Autorin Viviane Cismak damit, dass es kein Schweinefleisch in der Schul-Cafeteria gegeben habe, dass man auf dem Schulhof als “Schlampe” beschimpft wurde, wenn man als 18-Jährige einen Freund hatte, dass die Qualität des Unterrichts an ihrem Gymnasium “noch einmal erheblich” nachließ, wenn die muslimischen Mitschüler im Fastenmonat Ramadan ausgehungert in der Schule saßen und dass Hartz-IV-Empfänger bei Studienfahrten ins Ausland Zuschüsse erhielten.

Wie ist das, wenn mehr als 80 Prozent der Schüler einen Migrationshintergrund haben? Abiturientin Viviane Cismak (20) beschreibt in “Schulfrust” den Alltag an einem Kreuzberger Gymnasium. BILD druckt Auszüge.

“Auszüge” trifft es ganz gut: Drei Viertel Stimmungsmache gegen Menschen mit Migrationshintergrund, ein Viertel gegen Hartz-IV-Empfänger — die perfekte Mischung für “Bild”. Die erhofften Reaktionen der Leser ließen auch nicht lange auf sich warten, wie “Bild” schon am Tag nach der Veröffentlichung des ersten Teils dokumentierte:

Zu: Tatort Klassenzimmer. Das ist der Fluch des Multikulti, auch wenn es viele Politiker nicht wahrhaben wollen. Spricht man Türken auf diese Probleme an, werden sie einfach abgestritten. Von anderen Glaubensrichtungen verlangen Muslime Toleranz, aber sie selbst sind intolerant. Volker Sch. Großen Respekt vor dieser Schülerin. Ich hoffe nur, sie überlebt, dass sie die Wahrheit sagt. Die Verantwortlichen werden wieder Ausreden finden oder die Schülerin in die rechte Ecke stellen. Holger H. Sehr, sehr gut. Es wird Zeit, die Wahrheit auf den Tisch zu bringen. Mein Sohn ist in einem katholischen Kindergarten, in dem keine christlichen Feste mehr gefeiert werden, aus Rücksicht auf die moslemischen Kinder. In der Klasse meiner Tochter hängt eine türkische Flagge. Wie weit soll das noch gehen? Oliver-Peter H. Es wird langsam Zeit, dass sich unsere Politiker, allen voran die Multikulti-Grünen und die Gabriel-SPD, Gedanken über ein Gesetz zum Schutz der Deutschen ohne Migrationshintergrund machen. Thilo Sarrazin hat doch recht! Ralf Sch. Endlich wagt eine deutsche Zeitung, über die Realität in Deutschland zu berichten! Bernd Sch.

Doch wer gleich loszog, um sich “Schulfrust” zu kaufen und auf eine junge Thiletta Sarrazin gehofft hatte, dürfte von der Lektüre ziemlich enttäuscht worden sein: Von den zehn Kapiteln des Buches handelt gerade eines davon, dass “Sexismus und Chauvinismus [in der Schule] toleriert und mit kulturrelativistischen Theorien erklärt” werde, ein weiteres davon, dass “Kinder von Geringverdienern schlechte Chancen auf eine gute Ausbildung haben”.

Insgesamt geht es in dem Buch eher darum, dass Cismak aus eigenen schlechten Erfahrungen eine Kritik an Lehrern und am Bildungssystem ableitet, die mal berechtigt, mal unberechtigt erscheint. Alle Punkte, die sie aufführt, haben durchaus mediale Aufmerksamkeit verdient — und auch bekommen, als diverse Medien bei Veröffentlichung über das Buch berichteten. Im vergangenen September.

So lange hat es gedauert, bis “Bild” sich des Themas annahm und es als Steinbruch für die eigenen Skandalgeschichten benutzte. Nicht funktionierendes “Multikulti” ist eben immer ein Thema für “Bild”, wohingegen nicht eingehaltene Lehrpläne, willkürliche Notengebung und undurchdachte Schulreformen zwar ein Problem für Millionen Schüler sein mögen, aber kein Thema für diese Boulevardzeitung.

Vor mehr als einer Woche haben wir dem Verlag Schwarzkopf & Schwarzkopf, bei dem “Schulfrust” erschienen ist, eine E-Mail mit mehreren Fragen geschrieben. Unter anderem wollten wir wissen, ob die Schwerpunkt-Setzung von “Bild” im Vorfeld klar gewesen sei und was Verlag und Autorin von der Darstellung in “Bild” halten. Wir haben, trotz nochmaliger Nachfrage, keine Antwort erhalten.

Mit Dank an Christopher und Stitch.

RTL, Markencheck, Oberlehrer

6 vor 9

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1. “Ein in sich abgeschlossener Mikrokosmos”
(ad-sinistram.blogspot.com, Roberto J. De Lapuente)
RTL sei ein Mikrokosmos, “der rund um die Uhr, quer durchs Programm, in jeder Sparte erhalten bleibt”, findet Roberto J. De Lapuente. “Die Welt des RTL Television ist ein Hort seltsamer Gestalten, die Frauen suchen oder wahlweise Schwiegertöchter, in denen Restaurants getestet und verspottet werden, in der nachmittäglich Laiendarsteller die Drehbücher laienhafter Autoren abspulen, in der auf Aufmerksamkeit abgerichtete Gecken Journalisten sein dürfen, in der Banalität Dokumentation oder Bericht heißt.”

2. “Bringt es unser Land voran, wenn wir immer das Negative darstellen?”
(dradio.de, Friedbert Meurer)
Am 11. Januar kritisierte der FDP-Abgeordnete Joachim Günther die Medien (PDF-Datei). Nun erklärt er sich in einem Interview und schätzt die Rückmeldungen darauf ein: “Ich würde sagen, ungefähr, wenn ich das so grob einschätze, 25 Prozent sind negativ, sie sagen, ich soll nach Russland gehen, da gibt es ähnliche Presseverhältnisse, wie ich sie fordere. Aber 75 Prozent sind positiv, sie beglückwünschen mich, sie sagen, das ist längst überfällig, sie bedanken sich.”

3. “ARD erklärt Funktionsweise von Marken wie H&M, McDonald’s und Lidl”
(absatzwirtschaft.de, Roland Karle)
Roland Karle bespricht die ARD-Reihe Markencheck: “Rezensenten kritisieren an dem Format, dass es die Infotainment-Masche der privaten Sender kopiere. Aber taugt das wirklich zum Vorwurf? Schließlich beweist die anhaltende Berichterstattung über den schlingernden Euro, wankende Finanzmärkte und ängstigende Schuldenkrise, dass Wirtschaft ein zentrales Thema geworden ist, aber das Publikum oft nur Bahnhof versteht.”

4. “Die Richter und ihre Henker”
(zeit.de, Andreas Maurer)
Filmbesprechungen setzen sich heute oft nach einer eingängigen Formel zusammen, glaubt Andreas Maurer: “Eingangsbemerkung über Gott, die Welt und/oder sich selbst + Inhaltszusammenfassung + Allgemeinplätze über Schauspieler, Dialoge und/oder Action + Gesamtbewertung.”

5. “Wie @Der_Oberlehrer Twitterern wie @SpiegelOnline Rechtschreibung beibringt”
(140z.de)
Das Twitter-Konto @Der_Oberlehrer: “Der Oberlehrer ist also nur eine Maschine, die von irgendjemandem programmiert worden ist. Und die müsste sich doch eigentlich austricksen lassen – sie kann ja schließlich nicht mitdenken.”

6. “An Express year”
(bibliophylax.tumblr.com, englisch)
Bibliophylax wertet die Titelschlagzeilen des “Daily Express” 2011 aus und gruppiert sie nach Themengebieten.

Marshmallows, Spin Doctors, Aserbaidschan

6 vor 9

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1. “Zoom auf die Tränen”
(taz.de, Jenny Bauer)
Jenny Bauer besucht Teilnehmer einer Scripted-Reality-Serie, eine Familie mit fünf Kindern in einem Plattenbau einer deutschen Großstadt. “Einmal musste sich Melinda nach einem gestellten Streit mit ihrer Mutter auf die Couch legen und ohne Unterlass eine ganze Tüte Marshmallows in sich hineinstopfen. ‘Dabei mag ich die gar nicht’, sagt sie. Ja, sie wiege zu viel, aber sie bevorzuge eher herzhaftes Essen. Außerdem sollte Melinda laut Drehbuch von der Familie vernachlässigt und verhöhnt werden. ‘Das war eigentlich das Schlimmste’, sagt Beate Meyer heute.”

2. “Verdeckte PR – Videos auf Zeitungsportalen”
(ndr.de, Video, 6:41 Minuten)
Online-Videos auf Zeitungsportalen sind teilweise kaum voneinander abgegrenzt. Werbliche Inhalte stehen nicht näher gekennzeichnet neben redaktionellen Inhalten.

3. “Affäre Hildebrand: Der Fluch von Onkel Siggi”
(handelszeitung.ch, Beat Balzli)
Beat Balzli beschreibt das Vorgehen eines kleinen Kreises schmerzfreier Spindoctors: “Personell ausgedünnte Redaktionen dienen als Einfallstore. Getarnt als exklusive Meldung findet die trojanische Botschaft dort oft einen Abnehmer. Manchmal werden gar ganze Dossiers samt vertraulichen Bankunterlagen wie Tiefkühlpizzas angeliefert. Das Material muss nur in den Redaktionsofen geschoben werden – fertig ist die Investigativgeschichte.”

4. “Baku 2012: Zwischen Pop und Propaganda”
(haz.de, Imre Grimm)
Imre Grimm gibt zu bedenken, dass Aserbaidschan, diesjähriger Austragungsort des Eurovision Song Contest, auf Platz 152 der Rangliste der Pressefreiheit steht. “Die westlichen Journalisten nähern sich dem mysteriösen Staat zumeist mit einer Mischung aus herablassender Nachsicht und Hilflosigkeit.”

5. “Die Salami-Taktik der ‘Bild’-Zeitung”
(spiegel.de, Stefan Niggemeier)
Die Informationspolitik von “Bild” in der Causa Wulff: “Man könnte denken, ‘Bild’ parodierte so immer noch das Verhalten des Bundespräsidenten; vermutlich handelt es sich aber eher um die eigene, seit längerem erprobte Taktik der Desinformation.”

6. “Wann stirbt die BILD? So schnell nicht!”
(medienrauschen.de, Thomas Gigold)
Thomas Gigold erinnert an die Online-Aktivitäten der Marke “Bild”: “Und siehe da: 20 Jahre bis zum Verschwinden der BILD reichen (leider) doch nicht ganz …”

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