Suchergebnisse für ‘korrigiert’

Kurz korrigiert (26)

Bild.de wirbt derzeit für berichtet derzeit über den Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses und berichtet deshalb u.a. dies:

Und es stimmt: Am 3. Februar 1945 wurde das Schloss zerstört. “Aber”, so heißt es auf der Website des Fördervereins Berliner Stadtschloss e.V. (von dem Bild.de obiges Foto hat), “das riesige Bauwerk war weniger zerstört als z.B. das Charlottenburger Schloss. In seinen Mauern stand es, zwar ausgebrannt, dennoch festgefügt da.”

Und deshalb zeigt das von Bild.de ausgewählte Foto vom Schloss, anders als Bild.de suggeriert, auch nicht wirklich die Zerstörung vom 3. Februar 1945, sondern – laut Förderverein – die “Sprengung weiterer Abschnitte der Südfassade bei Portal II” im Auftrag der DDR-Führung im Herbst 1950.

Mit Dank an Mortimer G. für den Hinweis.

Nachtrag, 9.11.2005:
Mittlerweile hat der DDR-Beauftragte von Bild.de seinen Dienst angetreten und die sinnentstellende Fotobeschriftung entsprechend korrigiert:

Kurz korrigiert (25)

Gestern war der 2. November 2005. Vor 40 Jahren schrieben wir folglich das Jahr 1965. Und anders als “Bild” gestern behauptete, als sie zwei Satellitenfotos des Tschadsees aus dem UNEP-Atlas afrikanischer Seen abbildete (siehe Ausriss), zeigt das obere Bild nicht den “Tschadsee heute” und das untere nicht den “Tschadsee vor 40 Jahren”. Vielmehr stammt das neuere vom 21. Oktober 2001 und das ältere von 1972. Woher wir das wissen? Es steht auf beiden drauf.

Mit Dank für den sachdienlichen Hinweis an Daniel K.

Kurz korrigiert (24)

Vielleicht wäre es besser für “Bild”, Fotos gar nicht zu beschriften und den Leser einfach raten zu lassen, was darauf zu sehen ist. Die Trefferquote könnte höher sein als bei der jetzt verwandten Zufallsmethode.

Die Menschen hier unten neben Frau Rados jedenfalls tragen keine amerikanischen Uniformen, sondern deutsche Uniformen, und sind deshalb vermutlich auch keine amerikanischen Soldaten, sondern deutsche, und fahren deshalb wohl auch nicht in einem “Panzerwagen der US-Armee”, sondern einem deutschen Dingo.

Danke an Danny H., Christian K., Harry G. und 4kris!

Nachtrag, 23.30 Uhr: Womöglich handelt es sich bei dem “Panzerwagen der US-Armee” doch nicht um einen (deutschen) Dingo, sondern um einen (ebenso deutschen) Fuchs.

Nachtrag, 26. Oktober: Letzter Vorschlag: Es ist ein (jawoll: deutscher) Spähwagen Fennek.

Danke für die Nachhilfe an Nico W. und Peter J.!

Kurz korrigiert (23)

“Eine Fehlgeburt (…) ist das verfrühte Ende einer Schwangerschaft durch (…) Verlust des weniger als 500 g wiegenden Fetus, ohne dass extrauterine Lebensfähigkeit gegeben ist, also vor Ablauf der etwa 22. bis 24. Schwangerschaftswoche.”
(Quelle: Wikipedia)

“Eine Totgeburt liegt vor, wenn das geborene Kind mindestens 500 g wiegt und im Mutterleib (intrauterin) oder während der Geburt verstorben ist. Eine Totgeburt ist meldepflichtig. Die Mutter erhält für ihr totgeborenes Kind eine Geburtsurkunde und einen Totenschein. Ein totgeborenes Kind unterliegt (…) der Bestattungspflicht.”
(Quelle: Wikipedia)

Anders als “Bild” annimmt, bedeuten die Worte Fehlgeburt und Totgeburt also nicht dasselbe.

PS: Eher unwahrscheinlich ist darüber hinaus die “Bild”-Behauptung, dass Jenny Elvers-Elbertzhagen, die vor fünf Wochen in der achten Schwangerschaftswoche eine Fehlgeburt hatte, am 3. September (also in der sechsten Schwangerschaftswoche) “ihr Bäuchlein kaum noch verbergen” konnte.

Mit Dank an Gudrun S. und Simon K. für die Hinweise.

Nachtrag, 7.11.2005:
Immerhin: Zweieinhalb Wochen später hat “Bild” den Unterschied offenbar begriffen und schreibt an anderer Stelle ausdrücklich: “In Deutschland werden jährlich rund 4000 Babys tot geboren. Dazu zählt man aber nicht solche, die vor der 25. Schwangerschaftswoche zur Welt kommen. Diese bezeichnet man als Fehlgeburt.”

Mit nachträglichem Dank an Tobias M.

Kurz korrigiert (22)

Anders als “Bild” heute auf der Titelseite schreibt, wurde die Tochter des Bundespräsidenten keineswegs “beraubt”. Möglicherweise wurde sie betrogen (und zwar vor über fünf Jahren). Jedenfalls schreibt “Bild” im Text dazu etwas von einem “Betrugsprozess”. Und so, wie “Bild” den Sachverhalt schildert, wurde Köhlers Tochter weder Gewalt angetan, noch wurde sie mit “gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben” bedroht. Das ist beim Raub, anders als beim Betrug oder beispielsweise beim Diebstahl, aber Tatbestandsvoraussetzung. Nicht zuletzt deswegen wird Raub ja auch am härtesten bestraft.

Mit Dank für den sachdienlichen Hinweis an Alex B.

Kurz korrigiert (20)

Anders als Bild.de aktuell und seit über fünf Stunden berichtet, heißt der Musiker Captain Jack, der eine Hirnblutung erlitten haben soll, mit bürgerlichem Namen nicht Francesco Guterrez, sondern Francisco Alejandro Gutierrez. Er ist außerdem nicht 42 Jahre alt, wie Bild.de berichtet, sondern 43. Beide Informationen findet man u.a. auf seiner Homepage www.captain-jack.de.

(Namen scheinen bei “Bild” ausschließlich per Stille-Post-Spiel übermittelt zu werden.)

Danke an Matthias K. für den sachdienlichen Hinweis.

Nachtrag, 20.15 Uhr: Anscheinend hat Bild.de doch nicht “Stille Post”, sondern “Copy & Paste” gespielt. Die Nachrichtenagentur AP verbreitet den falschen Namen (allerdings das richtige Alter).

Nachtrag, 22.30 Uhr: Inzwischen hat Bild.de den Namen korrigiert. Nun ist noch das Alter falsch.

Kurz korrigiert (19)

“Bild” berichtet, dass heute im Länderspiel gegen China “ein neuer Frings” auftreten wird. Unwahrscheinlich ist dennoch, dass Torsten Frings deshalb gleich von Bremen nach Gladbach wechselt, neun Jahre jünger wird und ihm 43 Länderspiele aus der Statistik gestrichen werden. Dann hätte man ja gleich Marcell Jansen aufstellen können.

Danke an Philipp W. und Leo E.

Kurz korrigiert (18)

Bild.de gibt zur Zeit Tipps, woran man die Echtheit von Bargeld erkennt. Ein optisches Merkmal sei, so Bild.de, “die Unterschrift des EZB-Präsidenten Wim Duisenberg”.

Wim Duisenberg ist seit fast zwei Jahren nicht mehr Präsident der Europäischen Zentralbank (und seit mehreren Monaten tot). Deshalb tragen immer mehr Banknoten die Unterschrift seines Nachfolgers Jean-Claude Trichet — und sind genauso gültig.

Danke an Jan W. für den sachdienlichen Hinweis!

Nachtrag, 10. Oktober: Nach dem verdienten Wochenende hat der Fälschungs-Beauftragte von Bild.de heute morgen seinen Dienst wieder angetreten und den Artikel korrigiert.

Kurz korrigiert (17)

Es würde wirklich nicht schaden, wenn man bei Bild.de ab und zu die eigenen Texte läse. Peinliche Verwechslungen wie diese ließen sich dann sicher vermeiden:

Mit Dank für den sachdienlichen Hinweis an Hendrik G.

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