Suchergebnisse für ‘korrigiert’

Kurz korrigiert (105)

Die Meldung über die neue Geschäftsidee von Jan Ullrich in der heutigen “Bild” ist kurz. Aber ein Wort hätte — bei aller Kürze — unbedingt hineingehört. Das Wort “Rahmen”. Denn das ist es, was Ullrich verkauft*: Fahrradrahmen.

Nur dass sich keiner wundert, wenn er bei Ullrich Räder kauft und zu den von “Bild” angegebenen Preisen u.a. genau das nicht bekommt: Räder.

Danke an Anton O. für den Hinweis!

Nachtrag, 23.40 Uhr. Von unserem Leser Florian S. sollen wir dem “‘Bild’-Geomännchen” noch ausrichten, dass Bad Saulgau “definitiv nicht im Allgäu liegt, sondern im Herzen Oberschwabens”.

*) Nachtrag, 31. Mai. Zur Klarstellung: Ja, Jan Ullrich verkauft auch ganze Fahrräder, aber hier geht es um die neue “Jan-Ullrich-Rahmenkollektion” — und die Preise beziehen sich allein auf Rahmen inklusive Gabel.

Kurz korrigiert (104)

Unter der alarmierenden Überschrift, “Achtung Eltern! Computer-Razzia in deutschen Kinderzimmern”, versucht sich “Bild” heute mal wieder ein wenig als Ratgeber in Rechtsdingen. In einem Kasten heißt es:

VERBOTEN:

– Nutzen von Musiktauschbörsen (eDonkey, eMule, Bearshare, Limewire, Kazaa, Shareaza, Bittorrent, Direct Connect etc.).

Das stimmt so natürlich nicht. Es ist nicht verboten, “Musiktauschbörsen”, bzw. File-Sharing-Programme zu nutzen, um beispielsweise selbst gemachte Musik oder Urlaubsvideos zu verbreiten (Warner Bros. verteilt sogar selber Filme über Bittorrent). Verboten ist lediglich das Anbieten von urheberrechtlich geschützten Dateien ohne Einwilligung. Das wird nach Paragraph 106 UrhG bestraft und kann auch Schadenersatzforderungen auslösen.

Aber, was soll man erwarten, wenn “Bild” es nicht mal schafft diesen Hinweis in demselben Kasten fehlerfrei zu halten:

DAS IST ERLAUBT:

– Musik herunterladen von IMusicload, Itunes, Napster, Bild.de etc. (ab 50 Cent pro Lied)

Sicher meint “Bild” nicht “IMusicload“, sondern “Musicload”. Das ist bekanntlich das Angebot des Bild.de-Partners T-Online. Und übrigens auch selbst Partner von Bild.de.

Mit Dank an Alexander Z. für den sachdienlichen Hinweis.

Nachtrag, 18.50 Uhr: Offenbar ist der Filesharing-Beauftragte von Bild.de inzwischen zur Arbeit erschienen und hat den ursprünglich aus der Druckausgabe übernommenen Text noch einmal überarbeitet und ergänzt. Dabei wurden nicht nur einige Angaben entsprechend der offiziellen Pressemitteilung der ifpi korrigiert, sondern auch der fehlerhafte Kasten komplett entfernt.

Kurz korrigiert (103)

Dieses hektische Internet. Da wollen die Netz-Experten bei Bild.de ein kleines Quiz über Internet-Kürzel machen, und noch während sie es aufschreiben, verändert sich alles. “Rund 9 Millionen .de-Domains”, das war doch im Sommer vergangenen Jahres noch richtig! Oder “ca. 40 Millionen” .com-Domains: Wie sind das denn so plötzlich knapp 51 Millionen geworden?

Aber dafür wissen die Netz-Experten bei Bild.de genau über die .eu-Domain Bescheid:

Die Vergabe der neuen Top Level Domain .eu beginnt im Laufe dieses Jahres. Dann werden sich die Bürger der Europäischen Union (http://europa.eu.int/) für die neuen Adressen registrieren können.

Kaum auszudenken: Irgendwann wird man also Adressen wie http://europa.eu/, http://www.bundestag.eu, http://www.miamivice.eu oder http://www.bildblog.eu
in den Web-Browser eintippen können — wir können es kaum erwarten.

Mit Dank an Jendrik T. für den sachdienlichen Hinweis.

Kurz korrigiert (102)

Bild.de schreibt über die aktuelle Charts-Platzierung des deutschen Beitrags für den Eurovision Song Contest:

“Und schon gibt es den ersten Eintrag in die Geschichtsbücher der Hitparade. Noch nie stand ein deutscher Grand-Prix-Beitrag vor der internationalen Endrunde an der Spitze der deutschen Charts!”
(Hervorhebung von uns.)

Und weil Bild.de das offenbar bemerkenswert findet, steht’s als “Grand-Prix-Rekord” sogar in Überschrift und Teaser. Doch auch, wenn man das bei “Bild” vielleicht nicht wahrhaben will: Die “Texas Lightning”-Platzierung ist kein “Grand-Prix-Rekord”. Im Frühjahr 2004 schon stand Max Mutzke mit seinem Beitrag “Can’t wait until tonight” an der Spitze der deutschen Charts: vom 22. März bis 11. April 2004 (KW 13 bis 15) und damit ebenfalls “vor der internationalen Endrunde” am 15. Mai 2004 — sogar von Null auf Platz 1.

Mit Dank an Peter K. für den Hinweis.

Nachtrag, 20.35 Uhr: Zurückzuführen ist der Bild.de-Fehler vermutlich auf eine (gelinde gesagt) irreführende Formulierung in einer Pressemitteilung des NDR eine Woche vor dem Finale. Dort heißt es nämlich: “Damit geht beim Eurovision Song Contest zum ersten Mal ein Titel für Deutschland ins Rennen, der hierzulande an der Spitze steht.”

Kurz korrigiert (101)

Es ist natürlich auch ein bisschen rücksichtslos von der Stadt Gotha, gleich zwei Schlösser zu haben, die mit “Fried” beginnen: Schloss Friedenstein und Schloss Friedrichsthal. Wer soll die denn bitte auseinanderhalten können?

Die “Bild”-Zeitung jedenfalls nicht. Sie bebilderte am vergangenen Samstag ihren Artikel über die MDR-Show “Ein Schloss wird gewinnen”, in der auch die Orangerie des Schlosses Friedenstein ein Kandidat war, munter mit einem Foto des Schlosses Friedrichsthal.

Danke an Markus L. für den sachdienlichen Hinweis!

Kurz korrigiert (100)

Nur 1 Prozent aller Jugendlichen hat noch nie Haschisch oder Marihuana zu sich genommen.
(Hervorhebung von uns.)

So steht es bei Bild.de mit dem Hinweis: “Quelle: BZgA.” Und Bild.de ergänzt:

Das sind definitiv zu wenig!

Mit dem letzten Satz hat der zuständige Drogenbeauftragte von Bild.de absolut Recht. Es sind nämlich laut der von Bild.de angeblich zitierten BZgA-Studie ganze 68 Prozent der 12- bis 25-Jährigen, die noch nie in ihrem Leben Haschisch, Marihuana oder andere Drogen zu sich genommen haben. Die übrigen 32 Prozent haben indes fast alle schon mal Haschisch oder Marihuana konsumiert, wohingegen nur 1 Prozent aller jugendlichen Drogenkonsumenten ausschließlich zu anderen Substanzen griff. Richtig hätte Bild.de also schreiben müssen:

Nur 1 Prozent aller Jugendlichen, die schon Drogen genommen haben, hat noch nie Haschisch oder Marihuana zu sich genommen.
(Alternativvorschlag von uns.)

Dank an Christian G. für den Hinweis.

Nachtrag, 18.55 Uhr. Der Drogenbeauftragte von Bild.de war erstaunlicherweise noch im Dienst, und es scheint fast, als ob der Humorbeauftragte auch gerade da war. Jedenfalls lautet die Textpassage bei Bild.de nun:

68 Prozent aller befragten Jugendlichen geben an, noch nie zu illegalen Drogen wie Haschisch und Marihuana gegriffen zu haben.

Das sind definitiv noch immer zu wenig!

Kurz korrigiert (99)

Das ist natürlich ein bisschen blöd: Wenn man den Eindruck zu erwecken versucht, man kenne den genauen Standort fast jeden Stiefmütterchens, das Michael Schumacher auf seinem Anwesen in Gland pflanzen lässt…

…aber offenbar nicht einmal weiß, dass dieser Ort gar nicht am Zürichsee liegt, sondern ungefähr am anderen Ende der Schweiz, am Genfer See.

Danke an Dominik W., Cosmo, Markus K., Beat M., Jördis G. und Frank S. für den Hinweis!

Nachtrag, 11.12 Uhr. Bild.de hat das nochmal im Atlas nachgeschlagen — oder einfach richtig bei uns abgeschrieben.

Kurz korrigiert (98)

Schon möglich, dass der WM-Mannschaftsbus “uns” (also “Bild”) nicht gefällt. Das ist aber noch lange kein Grund, in einem Artikel zum Thema “Was soll der Stuß mit unserem Bus?” zu behaupten:

“Gebaut wurde er von Mercedes, drauf steht aber WM-Sponsor Hyundai (baut keine Busse).”
(Hervorhebung von uns.)

Denn: Hyundai baut sehr wohl Busse, exportiert/bringt sie aber offenbar nicht nach Europa, wie beispielsweise N24.de bereits vor gut neun Monaten und das “Hamburger Abendblatt” vor gut neun Wochen berichteten.

Mit Dank an Christian W. und Jörg für den Hinweis.

Nachtrag, 15.45 Uhr: Bei Bild.de wurde die sachlich falsche Textpassage inzwischen ersatzlos gestrichen.

Kurz korrigiert (97)

Die Brennstoffzelle macht das U-Boot flüsterleise und für ein Sonar fast unhörbar.

Anlässlich der Rekordtauchfahrt des deutschen U-Boots “U 32” steht dieser Satz heute bei Bild.de. Er stimmt nicht. Das “Flüster-U-Boot” (Bild.de) fährt nämlich unter Wasser wie alle U-Boote der Bundesmarine* mit (leisem, für Sonare schwer zu ortendem) Elektroantrieb. Und leiser als die Batterien, mit denen die Motoren der alten 206A-Boote betrieben werden, ist natürlich auch die geräuschlose Brennstoffzelle von U 32 nicht.

“Flüsterleise” macht das Boot vielmehr seine Schiffsschraube. Die nämlich wurde, wie uns ein Sprecher des Flottenkommandos der Marine in Glücksburg erklärt, “optimiert, so dass sie nicht mehr kavitiert“.

Dank an Jonas D. für die Anregung.

Nachtrag, 28.4.2006: Auch Unsinn ist übrigens dieser Bild.de-Satz:

Das Geheimnis des Boots ist ein Hybrid-Motor, der sowohl mit Diesel-Treibstoff als auch mit Strom betrieben werden kann.

Die Boote haben einen Elektromotor, der die Schraube antreibt. Dieser bekommt seinen Strom entweder von den Brennstoffzellen oder von einem Dieselgenerator oder nur aus den Batterien.

*) Die Marine heißt nicht mehr “Bundesmarine”, wie wir schrieben, sondern “Deutsche Marine”.

Dank an Mawa und Peter S. für die Hinweise.

Kurz korrigiert (96)

Ähm, anders als Bild.de aus aktuellem Anlass behauptet, lautet die erste Zeile der britischen Nationalhymne im englischen “Originaltext” natürlich nicht "God save out Gracious Queen"!

Mit Dank an Fabian L. für den Hinweis.

Nachtrag, 16 Uhr: Erstaunlich! Obwohl wir gar nicht ausdrücklich dazugeschrieben haben, wie denn die erste Zeile der britischen Nationalhymne wirklich im Originaltext heißt, ist es Bild.de gelungen, den Fehler im Anschluss an unseren Eintrag zu korrigieren.

Nachtrag, 17.23 Uhr: Es sei — mit Dank an Carsten W. für den Hinweis — hier noch schnell nachgetragen, dass in dem Bild.de-Artikel (über die mangelhaften Fremdsprachenkenntnisse einer britischen Boulevardzeitung anlässlich einer “Initiative des englischen [sic] Außenministeriums”) ein gewisser “Außenminister Lord David Triesman” erwähnt wird, obwohl es unseres Wissens in Großbritannien doch überhaupt keinen Außenminister Lord David Triesman gibt.

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