Suchergebnisse für ‘korrigiert’

Kurz korrigiert (311)

Bild.de berichtet über Brunei, dessen Sultan und seinen Range Rover:

So schickt allein Royce Rolls pro Jahr 40 bis 50 Limousinen in den Wüstenstaat. (…) Obwohl Baujahr 1994, ist der Rover gerade mal 22 000 Kilometer durch die Dünen gerollt.
(Hervorhebung von uns.)

Und wir können zwar nicht mit hundertprozentiger Sicherheit ausschließen, dass es an Bruneis Küste irgendwo die ein oder andere Düne geben könnte, der Begriff “Wüstenstaat” erscheint uns aber definitiv etwas fehl am Platz — wenn man bedenkt, dass in Brunei tropisch feuchtheißes Klima herrscht, die durchschnittliche Luftfeuchtigkeit über 80 Prozent liegt und rund 84 Prozent von Brunei mit Regenwald bedeckt sind.

Mit Dank an batihu für den sachdienlichen Hinweis.

Nachtrag, 15.56 Uhr: Eine kurze Anfrage im “Reise-Ressort” von Bild.de wäre übrigens hilfreich gewesen. Dort weiß man nämlich:

Brunei? Bitte, wo liegt das denn? Nein, es liegt nicht in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Das kleine Königreich befindet sich auf der Insel Borneo (…). Dieser Mini-Staat besitzt (…) einen Regenwald noch unberührter als in Brasilien.

Mit Dank an Constantin M.

Nachtrag, 17.18 Uhr: Der Geographie-Beauftragte von Bild.de hat aus dem “Wüstenstaat” inzwischen einen “Kleinstaat in Asien” gemacht. Der Auto-Experte hingegen scheint heute Spätdienst zu haben.

Kurz korrigiert (307-310)

Gestern schrieb Bild.de über zwei “Tattoo-Brüder” und ihren Komplizen. Laut Bild.de sind die Brüder 32 und 42 Jahre alt. Der ältere Bruder wurde laut Bild.de zu “neun Jahren Haft” verurteilt, der jüngere müsse “für sieben Jahre ins Gefängnis” und dem Komplizen “wurden fünf Jahre aufgebrummt”. Von diesen fünf Zahlen stimmt offenbar nur eine. Und zwar die Sieben. Der ältere Bruder wurde nämlich zu zwölf Jahren verurteilt und der Komplize zu neun. Außerdem sind die Brüder in anderen Medien ein Jahr älter als bei Bild.de — was daran liegen könnte, dass die Bild.de-Zahlen offenbar aus einem Bild.de-Artikel stammen, der fast ein Jahr alt ist.

Die falschen Haftstrafen hingegen stammen ursprünglich von der Nachrichtenagentur dpa. Die hat sich allerdings gestern Nachmittag korrigiert. Bild.de hingegen hat das bislang versäumt.

Mit Dank an Julia W. für den sachdienlichen Hinweis.

Nachtrag, 16.29 Uhr: Bei Bild.de hat man inzwischen versucht, wenigstens die falschen Haftstrafen zu korrigieren — mit mäßigem Erfolg. Kleiner Tipp: Die Zahlen stimmen jetzt zwar, sie sind aber falsch zugeordnet (und die Grammatik-Fehler ignorieren wir einfach weiterhin).

Nachtrag, 18.1.2007: Es hat etwas gedauert, aber jetzt stimmen die Haftstrafen auch bei Bild.de.

Kurz korrigiert (306)

Sagen wir’s so: Wenn wir ausschließen, dass man bei “Bild” eingesandte Leser-Fotos vor der Veröffentlichung nicht überprüft (oder anschaut) und “BILD-Leser-Reporter” Joachim Nolte in Stralsund tatsächlich einen “unter Trümmern begrabenen Golf” entdeckte, dann hat man sich bei “Bild” offenbar entschieden, stattdessen lieber einen unter Trümmern begrabenen Polo* zu zeigen. Wenn nicht, hätten wir einen praktischen Tipp: Im Zweifelsfall tun’s auch Wörter wie “VW”, “Auto” oder “Ding”.

*) Das Nummerschild haben wir übrigens schnell mal unkenntlich gemacht.

Mit Dank an Tobi, Alex, Boris M. und Julian.

Nachtrag, 20 Uhr: Inzwischen hat Bild.de den “Bild”-Fehler hier korrigiert, hier hingegen nicht.

Kurz korrigiert (305)

ITALIEN: Der Stiefel küsst Inter! Das ganze Land verneigt sich vor dem historischen Rekord der Rot-SchwarzenZu den peinlicheren Fehlern, die einem passieren können, wenn man eine Kolumne namens “Fußball International” schreibt, gehört der, die Vereinsfarben der beiden rivalisierenden Mailänder Fußball-Vereine zu verwechseln. Die Rot-Schwarzen sind die Fußballer von AC Mailand (“Rossoneri”), Inter Mailand nennt man auch die Schwarz-Blauen (“Nerazzurri”).

Danke an Alexander J.!

Kurz korrigiert (304)

Bild.de berichtete jüngst wieder über Britney Spears und behauptete:

"Erst vor ein paar Tagen war die sturzbetrunkene Spears aus einer Bar in Los Angeles geflogen (wir berichteten).
"

Klickt man jedoch auf den “(wir berichteten)”-Link, gelangt man zwar zu einem anderen Bild.de-Artikel. Darin ist allerdings nirgends die Rede davon, dass die sturzbetrunkene Spears aus einer Bar in Los Angeles geflogen sei. Vielmehr ist (auch anderen Medienberichten zufolge) in der Bar etwas aus Spears geflogen… Aber bevor wir hier ins Detail gehen (“Ekel-Alarm!!!”), halten wir lieber fest, dass offenbar nicht einmal Bild.de-Mitarbeiter Bild.de-Meldungen lesen. Immerhin.

Mit Dank an Lothar S. für den Hinweis.

Kurz korrigiert (303)

Mit dem vielversprechenden Satz “TV-Großmaul Stefan Raab (40) — er will es noch einmal von einer Frau besorgt bekommen…” beginnt die “Bild”-Zeitung heute einen Artikel über einen möglichen neuen Boxkampf Raabs gegen Regina Halmich. Und weiter:

7,35 Mio Zuschauer sahen 2001 fasziniert zu, wie Box-Königin Regina Halmich (30) Raab in einem fünf-Runden-Kampf übel verprügelte (…).

Raab-Sender Pro7 erreichte mit dem Show-Fight am 22. März 2001 seine bisherige Rekord-Quote.

Das ist natürlich Unfug. Als Pro Sieben am 7. März 2004 den Film “Der Schuh des Manitu” zeigte, saßen über 12 Millionen Menschen vor dem Bildschirm. Und auch vor dem Boxkampf 2001 hatte es schon Sendungen auf ProSieben gegeben, die höhere Quoten erreichten: “Forrest Gump” sahen am 1. November 1997 über 8 Millionen Zuschauer, “Jurassic Park” am 12. Januar 1997 fast 10 Millionen Zuschauer.

Danke an Frederic M. und Jens S.!

Nachtrag, 16.15 Uhr. Allerdings hatte der Boxkampf, weil er spät am Abend lief, einen besonders hohen Marktanteil. Vielleicht nannte “Bild” das ja irreführenderweise die “Rekord-Quote”. Oder gar den Marktanteil bei 14- bis 49-Jährigen, der für die Privatsender entscheidend ist. Man weiß es nicht.

Kurz korrigiert (302)

Anthony Hopkins: Ehefrau dachte, er wollte sie fressenUnd wenn man, wie die Mitarbeiter der Bild.de-Rubrik “Internet-Klatsch”, ohnehin den ganzen Tag aus kleinen Dingen große Geschichten macht, wird aus einer “kurzen Beziehung” zwischen Martha Stewart und Anthony Hopkins auf der Homepage schnell mal eine Ehe.

Danke an Katrin S., Alexander B., Marco S. und Jörg F.!

Nachtrag, 19.40 Uhr. Aus der “Ehefrau” wurde inzwischen die “Freundin”.

Kurz korrigiert (301)

Thurn und Taxis, Leutheusser-Schnarrenberger, Hagen Hagen, Gebrselassie, von Kotzebue Man glaubt ja gar nicht, wie der Mensch so alles heißen kann, gell?

Insofern haben sich die Bild.de-Mitarbeiter offenbar auch nix dabei gedacht, als ihnen auf der Suche nach den “schönsten Weihnachtsmännern und (-Frauen)” ein US-Agenturfoto von “Diane Busch of Jupiter” unterkam. Im Gegenteil: Eh sie sich versah, war sie auch schon “Weihnachtsmieze”:

Heiße Weihnachtsmieze: DIANE BUSCH OF JUPITER verdrehte den Weihnachtsmännern am 10. Dezember in Florida den Kopf – und eröffnete damit den 19. "Christmas Toys in the Sun Run" (Hervorhebung von uns.)

Zu dumm nur, dass die Frau gar nicht “Diane Busch of Jupiter”, sondern “Diane Busch of Jupiter, Fla.” (auf Deutsch also: Diane Busch aus Jupiter in Florida) ist.

Mit Dank an Valeri K. und Holger H. für den Hinweis.

Nachtrag, 19.12.2006: Bild.de hat’s offenbar kapiert und korrigiert.

Kurz korrigiert (300)

Was für eine süße Geschichte gestern in der “BamS”:

"Sau-Warmer Herbst: Frühlings-Frischlinge schon da!"
Schade, dass sie nicht stimmt (obwohl auch auf wildtiere-live.de der Eindruck erweckt wird). Denn anders als die “BamS” schreibt, haben die “Frühlings-Frischlinge” mit dem “Sau-Warmen Herbst” nichts zu tun. Wildschweine tragen nämlich fast vier Monate. Die Frischlinge, die laut “BamS” vor zehn Tagen zur Welt kamen, sind also bereits im August gezeugt worden — mitten im Hochsommer.

Ungewöhnlich ist es natürlich trotzdem, dass Wildschweine Anfang Dezember werfen. Und die korrekte Erklärung dafür steht sogar auch im “BamS”-Text. Paul Müller vom Institut für Biogeografie der Uni Trier gibt sie:

“Viele Bachen, die bereits im Frühjahr geworfen hatten, verloren durch den unerwarteten Kälteeinbruch im März ihre Jungen, wurden durch die Wetterkapriolen ein zweites Mal trächtig.”

Aha, der Schweine-Kalte Frühling ist also Schuld.

Mit Dank an Georg G. für den sachdienlichen Hinweis.

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